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Rezensionen verfasst von
Johanna Gassner "Tabascofanatikerin" (Bayern)
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Das Vorzelt zur Hölle: Wie ich die Familienurlaube meiner Kindheit überlebte
Das Vorzelt zur Hölle: Wie ich die Familienurlaube meiner Kindheit überlebte
von Tommy Krappweis
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Dämon namens Camping - Reiseberichte des Grauens, 13. August 2012
Normalerweise dient der Urlaub zur Erholung von Schule, Arbeit und Alltag. Nicht so für Werner Krappweis, einem schmerzfreien wie begeisterten Camper aus München, der mit seinem Minibus leidenschaftlich gern zu zerklüfteten Meeresküsten und "urigen" Urlaubsplätzen möglichst fern von jeglicher Zivilisation fährt. Doch sein damals noch kleiner Sohn Tommy - heute vor allem fürs Fernsehen ("Bernd das Brot") und in der Literatur tätig ("Mara und der Feuerbringer") - teilt diese Liebe zum Wildzelten überhaupt nicht gerne und so zieht es ihn in alle möglichen Pannen und Unglücksfälle wie Tritte in Seeigel, Schnittwunden durch die vom Vater so gelobten Küstenfelsen, glühendheisses Wetter, Insekten und anderes widerspenstiges Viehzeug. Von solchen Erlebnissen erzählt dieses Buch, geschrieben von Vater und Sohn.
Falls sich in Ihren Köpfen Parallelen zu "Calvin & Hobbes" auftun - jener Comicreihe, in der auch dort der Vater seinem campinghassenden Sohn die Vorzüge vom Zelten in der Natur näherbringen will und er alles Unglück für wertvolle Charakterformungen hält - dann liegen Sie mal gar nicht so falsch.
Aber nun stellen Sie sich vor, dass "Das Vorzelt zur Hölle" mindestens eine Dimension darübersteht.
Denn nicht nur sind die Schilderungen und Anekdoten um das eine oder andere Detail krasser - sie haben sich so zugetragen.

Tommy und Werner Krappweis sowie Tommys Mutter und später auch Bruder Nico verbrachten in den 1970er Jahren sämtliche Urlaube auf oben beschriebene Art und Weise.
Da Tommy Krappweis diese Erlebnisse weniger mit nostalgisch-romantischen Erinnerungen als mit Kindheitstraumata verbindet, beschlossen er und sein Vater ein Buch daraus zu machen.
Wie man schon erahnen kann sind diese Reiseberichte nicht geschaffen, um sachliche Tipps zum Campen in der Fremde zu geben (man lernt höchstens, was man tunlichst meiden sollte).
Eher regen sie zum Schmunzeln und Lachen an, quasi Campingcomedy in Buchform gedruckt.
Was das angeht so haben die Texte ihre Wirkung bei mir zumindest nicht verfehlt. Ich hab zwar nur selten hörbar gelacht, aber dennoch ist der Unterhaltungswert gross, besonders die beschriebenen Aktionen des Vaters haben es mir angetan. Und gleichzeitig wird keine der beiden Seiten - der campingliebende Vater, der campinghassende Sohn - schlechtgemacht oder in den Himmel gehoben. Viel eher kann man beide Parteien verstehen, bei beiden auch Dinge finden, denen man nicht zustimmen muss.
Freilich kommt es auf die einzelnen Leser an, wie sie dies empfinden. Aber meiner Meinung nach geht es auf dieser Ebene ziemlich fair zu.

Wenn ich davon schrieb, dass Vater UND Sohn sich am Buch beteiligten, dann meine ich das so: einen Grossteil der einzelnen Kapitel (die übrigens meistens chronologisch aneinandergereiht wurden) hat Tommy Krappweis verfasst, während sein Vater Werner die restlichen Kapitel zum Besten gibt.
Was mir lediglich fehlt sind persönliche Eindrücke der Mutter und des Bruders Nico, immerhin werden sie in den Geschichten auch erwähnt. Allerdings sind Tommy und sein Vater quasi die Hauptfiguren, insofern ist das also letztens legitim.

Es kann sein, dass sich so manche Interessenten fragen, ob die Zielgruppe nicht eher speziell ist: Finden nur Campingkenner und -fans Gefallen an den Reiseberichten?
Nun, ich selbst stamme aus einer Familie, die so gut wie nie in den Urlaub fuhr (schon gar nicht mit Zeltequipement in die Ferne). Trotzdem fand ich viel Gefallen an der Idee an sich und an den Geschichten, auch bei der Fernsehvariante zu "Das Vorzelt zur Hölle" (inkl. Interviews und Zeichentricksequenzen).
Allerdings muss ich erwähnen, dass ich mich nicht zum ersten Mal mit einem krappweis'schem Werk beschäftige.
Wer sich unsicher ist, sollte sich am besten ein, zwei oder auch drei Kapitel als "Test" zu Gemüte führen.

Als Schmankerl gibt es eine Reihe Urlaubsfotos aus Tommys Familienalbum und ein Extra-Kapitel des Vaters, das sich nicht direkt mit Zelten befasst, dafür mit einer recht turbulenten Radreise durch Italien.

Unterm Strich kann ich äusserst wenig gegen dieses Buch sagen: Es amüsiert, beschreibt Erlebnisse und Urlaubsorte mit einer beachtlichen (aber nicht übertriebenen) Detailiertheit, als wäre man selbst dort gewesen und ist auch eine sehr gute Ergänzung zur gleichnamigen Show, die nun auch nach der TV-Ausstrahlung auf DVD erscheinen wird.


Music from the Tealands
Music from the Tealands
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 36,94

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genussvolle Minuten bei exotischen Klängen, 19. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Music from the Tealands (Audio CD)
Die CD "Music from the Tea Lands" stammt vom Label Putumayo (welches auch zahlreiche andere CDs mit Musik aus aller Welt anbietet) und beherbergt zehn klangvolle, wunderschöne Musikstücke aus Ländern, die dafür bekannt sind, Tee anzubauen, zu verkaufen und zu konsumieren (daher der Titel).

Wer also nicht gerade ein Teefreund ist kann dennoch diese CD geniessen (als kleine Entwarnung nebenbei).
Vom ersten bis zum letzten Stück geht man praktisch auf eine Reise fürs Ohr: die Lieder stammen aus dem Iran, aus China, aus Japan, aus Indien, aus der Türkei, aus Pakistan, aus Indonesien, aus den USA und aus Tatarstan und so klingen sie auch: typische Klangfärbungen und Instrumente sind zu hören, lediglich auch Gesänge (etwa wie im indonesischen Stück "Anggopanku"). Die Songliste nennt neben den Interpreten und den Titelnamen auch die Nationen, aus denen die Lieder stammen (oder zumindest deren Interpreten).
Alle Stücke haben ein recht gemächliches Tempo und gehen es eher ruhig an, sind aber nicht zu seicht, so dass einem bei diesen schönen Liedern nicht langweilig wird.
Jedenfalls dürften Menschen, die an Weltmusik Gefallen finden, auch hier ihre Freude haben. Und mir persönlich gefallen Musik und Zusammenstellung sehr gut. Aber gerne hätte ich mehr Lieder auf der CD gehabt, dann hätte man die Liste vielleicht auch mit schönen Liedern aus anderen "Teenationen" wie Sri Lanka oder Vietnam ergänzen können.
Im Booklet finden sich ausserdem englische Informationstexte und Bilder zu allen Interpreten.

Unter'm Strich kann ich diese CD wärmstens empfehlen und nicht nur Teetrinkern.


Sonnentor Tee-Probier Mal! Aufgussbeutel, 1er Pack (1 x 31,5 g) - Bio
Sonnentor Tee-Probier Mal! Aufgussbeutel, 1er Pack (1 x 31,5 g) - Bio
Wird angeboten von Tatenkauf
Preis: EUR 3,59

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 20-facher Kräuterteebeutel-Cocktail, auch zum Ausprobieren geeignet, 17. Juli 2012
Sonnentor, ein österreichisches Unternehmen, produziert Tees und Gewürze aus biologischem Anbau.
Und auch wenn ihre Teeproduktion sich lediglich auf Kräutersorten beschränkt, so ist die Auswahl doch grösser als man denken mag. Welchen soll ich denn da zuerst probieren, könne man da fragen.

Eine Gelegenheit, mal von sämtlichen Sorten je eine Tasse oder eine Kanne voll zu probieren, bietet diese "Probier mal"-Schachtel, welche 20 Sorten mit klangvollen Namen beinhaltet, etwa "Abendtee", "Ingwer-Energie-Tee", "Glückstee" oder auch "Herzensangelegenheit" und die Geschmacks-"helferchen" reichen von Zitronenmelisse über Vanille und Lakritze bis hin zu Ingwer.
So haben Teefans und andere Neugierige die Chance, Sorte für Sorte zu probieren, ohne sozusagen die Katze im Sack kaufen zu müssen. Wer feststellt, dass ihm eine bestimmte Sorte nicht so gut schmeckt wie eine andere, muss nicht davon eine ganze restliche Packung wegtrinken oder -geben ;)

Ich habe keinen deutlichen Favoriten (allerdings kann ich mit Ingwer- und Zitronenmelissetees immer was anfangen), kann aber sagen, dass sich das quietschbunte Schächtelchen allemal lohnt. Ob man nun explizit durchprobieren will, einfach gern abwechslungsreich Tee trinkt oder auch Besuchern gern eine gewisse Teeauswahl bieten möchte: so eine 20-Sorten-Teeschachtel bietet angenehme Vorzüge.
Wer Sorten darin entdeckt, die ihm besonders munden, kann immer noch ganze Packungen - lose oder in Beutelform - nachholen.

Ach ja: zur Weihnachtszeit (obwohl das ganze Jahr über verfügbar) bietet Sonnentor eine ähnliche Probierbox an, allerdings mit dem Namen "Adventskalender". Zwar sind einige Sorten aus der "Probier mal"-Schachtel auch dort vertreten, dafür sind sämtliche spezielle Winterteesorten mit dabei.


Sand Sharks (Uncut)
Sand Sharks (Uncut)
DVD ~ Brooke Hogan
Preis: EUR 7,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Ich liebe den Geruch von Napalm am Nachmittag!", 15. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Sand Sharks (Uncut) (DVD)
Wer sich auf der Insel White Sands aufhält, sollte lieber nicht buchstäblich den Kopf in den Sand stecken.
Denn es häufen sich (auf einmal) grausame Tode von Menschen auf dem Inselstrand. Die Polizei und eine erstaunlich junge und attraktive Haifischdoktorin namens Sandy (höhö!) sind alarmiert, denn sie sehen mit der Zeit die Ursache: Haie, die aus dem Sand heraus ihre Opfer anspringen. Doch der verzogene Bürgermeistersohn will mittels einer Strandparty für Studenten ordentlich Geld verdienen und wie das so ist in solchen Filmen hört er nicht auf die Warnungen. Die Party findet statt, was für die Haie nichts weiter darstellt als ein großzügiges Menschenbuffet...

Nachdem der altbackene Plot kurz angeführt wurde, eine weitere wissenswerte Sache: Ja, der Film trägt das FSK 16-Siegel, ist aber in der Tat ungeschnitten. Womöglich dachte man, die ohnehin spärlich gesäten blutigen (und oft hastig weggeschnittenen) Szenen könnten in kaum einer jugendlichen Zuschauerseele Schaden anrichten.
Denn meistens regieren eh Geplänkel und Strandgehopse den Film, wer sich viel Splatter und Gore erhofft wird enttäuscht. Wer dagegen gerne junge, schlanke Menschen in Strandoutfits anguckt, profitiert schon eher, aber dafür holt man sich dann doch nicht "Sand Sharks".

Wenden wir uns mal den Figuren des Filmes zu: hier wird ebenfalls nicht besonders auf Originalität oder Identifikationspotenzial Wert gelegt, aber dafür glänzen sie auf unfreiwillig komische Weise mit höchst unlogischem Verhalten, dass es einem die Schuhe von den Füßen zieht. Wenn etwa vor den Augen eines Protagonisten der Freund, die Freundin oder sogar der eigene Vater von Sandhaien blutig gerissen wird, scheint alles darauf zu folgen, nur nicht eine angemessene Reaktion. Innerhalb von einer Minute scheint das Ereignis verdaut und vergessen zu sein, wozu die Aufregung?
Ich will mich gar nicht darüber beschweren, denn das ist immer noch eine der unterhaltsameren Elemente von "Sand Sharks".
Verkörpert werden diese Pappkameraden nicht gerade von Perlen des Schauspiels, aber erwartet man das bei Trashfilmen über Monstertiere, denen die Opfer nicht selten aus eigener Blödheit zulaufen? ;)
Einziger "Star" der Besetzung ist die Tochter von Hulk Hogan, die die vorhin erwähnte Hai-Expertin spielt (allerdings scheint man nicht unbedingt auf ihr schauspielerisches Talent gesetzt zu haben, weshalb auch sie stets Hotpants und knappe Tops trägt, auch während der Arbeit).

Die Computertricks sind zum größten Teil erbärmlich, aber auch so für sich sehenswert.
Die wenigen Szenen, in denen man die Haie mal ganz sieht, sind - diplomatisch ausgedrückt - nicht sooo gut.
Bemerkenswert ist auch, wie wenig (reale) Schauspieler und (computeranimierte) Haie miteinander agieren (so beugt sich eine Statistin schon zu früh nach hinten vor Schreck, bevor der Hai überhaupt vor ihrer Nase auftaucht).
Immerhin ist auch das hin und wieder unfreiwillig komisch, aber ich hätte mir mehr Hai in dem Film gewünscht und ich meine damit auch mehr vollständigen Hai, nicht immer nur Haifischrückenflossen, die durch den Sand fahren.
Die Bluteffekte sind manchmal gar nicht so übel, aber auch davon gibt es nicht wirklich viele Szenen.

Es ist damit auch ein Film, der sein Potenzial verschenkt. Kommt schon, Ihr habt an einem Punkt einen Strand voller Statisten (die übrigens öfter kreuz und quer vor "Panik" durchs Bild rennen müssen, weil es wohl nicht genug Statisten gab ;)) und eine Handvoll Sandhaie, gerade mal ein Bruchteil dieser Leute fällt dem Getier zu Opfer! Wer schon sich sowas reinzieht, will ein bisschen Gemetzel sehen, nicht nur ein bisschen, hastig dahin gespritzes (oder mies animiertes) Kunstblut.
Erst gegen Ende des Films wird es wirklich sehenswerter, wenn das Showdown eintritt und der aktive Kampf gegen die Haie erst so richtig losgeht.

Was man am Film - abgesehen vielleicht von den tanzenden Bikinimädchen für die Herren - noch so mögen kann sind schöne Aufnahmen vom Meer und vom Strand. Sonst...öhm, das war's auch.

Fazit: es gibt wesentlich schlechtere Splatterfilme, aber auch "Sand Sharks" zündet nicht so richtig. Bis es was wirklich zu sehen gibt, muss man eine Reihe von altbekannten Filmgenre-Bausteinen überstehen, für die Figuren interessiert man sich nur bedingt und schlechte CGI-Animationen runden das Spektakel ab.
Leider kann ich kaum Vergleiche mit anderen Haihorrorfilmen anstellen, da ich auf dem Gebiet noch nicht ganz so gut bewandert bin ;)

Die DVD-Ausstattung passt sich übrigens der spärlichen Filmqualität an: es gibt als einzige Extras die Trailer anderer Filmproduktionen auf englisch und deutsch zu sehen, die man ohnehin sieht (oder überspringt), sobald man die DVD eingelegt hat. Trailer zu "Sand Sharks" selbst gibt es nicht, Making Of oder ähnliches schon gar nicht.
Das Menü ist animiert und mit Ton unterlegt. Verfügbare Sprachen sind englisch und deutsch, die Untertitel sind auf deutsch und niederländisch.


Tee: Kultur & Genuß
Tee: Kultur & Genuß
von Sara Slavin
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teebibel light, lesenswert und anregend, 22. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Tee: Kultur & Genuß (Gebundene Ausgabe)
Tee ist nicht einfach nur ein Gebräu aus getrockneten Blättern: es schmeckt, tut gut, heilt, weckt auf, beruhigt, lenkt ab, streichelt die Seele und ist vielfältig.
Tee ist nicht nur mein Lieblingsgetränk, nicht nur das Lieblingsgetränk einiger anderer Menschen, sondern ganzer Nationen.

Zu diesem Getränk gibt es unter anderem dieses 96-seitige Buch, das genau jene Themen behandelt, die auf dem Buchdeckel stehen: Kultur und Genuss.

Man muss übrigens nicht lange blättern, um festzustellen, dass es nicht mehr ganz so taufrisch ist: "Tee (...) kostet nur einige Pfennige pro Tasse...".
Das Buch stammt aus dem Jahre 1998, schadet aber keineswegs dem Buche, dessen Informationen nicht wirklich gealtert sind.

Kapitelweise werden unterschiedliche Themenfelder darin beschrieben, etwa die möglichen Entstehungsgeschichten des Tees, die Bedeutung und Erläuterung einzelner Sorten, Zubereitung und des richtigen Teewassers sowie die Rolle des Tees in verschiedenen Ländern dieser Erde.
Dabei werden auch Tipps gegeben, hin und wieder auch "hausfräulicher" Art (wie man zum Beispiel Teeflecken oder unangenehme Gerüche in Teekannen bekämpft).
Gewürzt wird zwischendurch mit Auszügen aus literarischen Werken, in denen etwa Besuche von Teehäusern oder der Teegenuss selbst erwähnt werden. Und als eine Art Bonus gibt es sogar dreizehn Rezepte (mit Bebilderungen), die meistens Tee in der Zutatenliste beinhalten, ansonsten etwa Gebäck zum Trank behandeln und sehr vielfältig sind: so laden die Rezepte dazu ein, etwa gebratene Ente, Süssigkeiten oder einen Shake mit Tee auszuprobieren. Aber Achtung: aufgrund dieser wenigen Rezepte ist das hier kein Kochbuch im eigentlichen Sinne.
Für das Auge gibt es zusätzlich hübsche bis sehr hübsche Fotos, meist Makroaufnahmen von Tee oder Teezubehör oder Ortschaften, die damit zusammenhängen.

Wirklich auszusetzen habe ich dem Buch bzw. dessen Autoren Sara Slavin und Karl Petzke nicht unbedingt etwas, finde aber, das Werk hätte ruhig mehr Seiten = Informationen vertragen.
Gerne hätte ich etwa zu mehr Ländern etwas gelesen, welche Rolle spielt der Tee z.B. in Südamerika, in skandinavischen Nationen oder in der Schweiz und wie wird er dort am liebsten getrunken?
Die Texte etwa zu den einzelnen Teesorten erscheinen einem sicher schon sehr informativ, aber man hat das Gefühl, sie sind dennoch recht kurz und schnell beendet. Überhaupt ist dieses Buch - nach auch nur 96 Seiten - ziemlich rasch durchgelesen. Daher würde ich dem Buch keine Bestbewertung geben, auch wenn es immer noch sehr informativ ist und Lust auf mehr macht.

Fazit: es mag ein relativ kurzer Lesespaß sein, doch wer sich auf dem Gebiet des Tees weiterbilden möchte, findet immer noch genügend wissenswerte Informationen, Tipps und Geschichten darin. Teeliebhaber werden ohnehin ihre Freude an dem Buch haben, doch auch "Anfänger" müssen sich nicht davor zurückschrecken, sondern sogar einige Anregungen darin finden, etwa, wie sie aus heimischen Kräutern und Früchten theoretisch ihre eigenen Tees zubereiten können. Hoch die Tassen!


Monty Python - Not The Messiah (He's a Very Naughty Boy)
Monty Python - Not The Messiah (He's a Very Naughty Boy)
DVD ~ Eric Idle

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Diese DVD kommt davon mit 3 Sternen, 5. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich möchte zu Beginn einiges klarstellen, bevor man mir Vorwürfe macht oder einige Kritikpunkte missversteht:
1. Ich liebe Monty Python. Ich bin damit praktisch aufgewachsen und habe seitdem nicht aufgehört, deren Werke immer wieder zu schauen und zu hören.
2. "Das Leben des Brian" ist mein absoluter Lieblingsfilm.
3. Ich kenne "Spamalot" (zumindest die CD, habe das Musical selbst nicht gesehen) und halte die Musik bis auf einige Kleinigkeiten für gelungen.

Nun also "Not the Messiah".
Was ist das?
Das fragte ich mich auch sehr lange, bis ich erfuhr: "Not the Messiah" ist NICHT ein reines Musical zum Monty Python-Film "Das Leben des Brian", sondern eine Art Mixtur aus Musical, Oper und Oratorium (= grob ausgedrückt Kirchenmusik). Ein großes Orchester samt Chor der BBC spielen und singen in der Royal Albert Hall, während die Hauptsänger (Python-Mitglied Eric Idle nebst Opernsängern William Ferguson, Shannon Mercer, Rosalind Plowright und Christoper Purves) in schmucken Opernkleidern im Vordergrund stehen. Einzelne Figuren, auch als "Gäste" bezeichnet treten jedoch bei ihren Auftritten in Kostümen auf (die Pythons Terry Gilliam, Terry Jones, Michael Palin, Carol Cleveland und Neil Innes).

Fast ausschließlich werden - wir ahnten es schon - Lieder im pompösen Stil aufgeführt, die einzelne Schlüsselszenen von "Das Leben des Brian" behandeln, beispielsweise die Aufnahme Brians in der Volksfront von Judäa oder Brians Anhängerschar, die ihn bedingungslos preist.
Für all dies braucht man übrigens viel Fantasie oder zumindest das nötige Hintergrundwissen, denn abgesehen von einigen Kostümen und Lichteffekten werden keine Bühnenbilder oder sonstiges eingesetzt.

Als ich mir "Not the Messiah" zum ersten Mal ansah, fühlte ich mich zwar ausgesprochen unterhalten, aber ständig hatte ich ein etwas ungutes Gefühl dabei, als würde ich was vermissen, als sei was nicht ganz koscher an der Sache.

Zu allererst: die sympathischen und begabten Sänger, die Chorleute, die Orchestermitglieder, sie haben allesamt eine glanzvolle, beeindruckende Arbeit geleistet. Die Musik ist an sich fabelhaft, es gibt Gags, die zünden (viele von ihnen natürlich aus dem Film) und die Größe der Royal Albert Hall spiegelt sich auch auf dem Fernsehbildschirm zumindest ansatzweise wieder, so dass das Konzert noch eposanter wirkt. Klar wünscht man sich gerne mal, man wäre dabei gewesen.
Und die eingebauten Elemente aus der TV-Show "Monty Python's Flying Circus" - allen voran die Titelmelodie "Liberty Bell" - machen viel Freude. Zu Lachen gibt es allemal etwas, besonders dann, wenn das Ensemble sichtbar seinen Spaß bei der Arbeit hat und auch mal "lächerlich" sein kann.
ABER: Ich hab mich mit bestimmten Erwartungen an diese Aufzeichnung rangewagt, die letztendlich dann eher ungenügend erfüllt wurden.

Damit zu den Kritikpunkten: hätte man dieses Konzert einfach als eine Art "Spamalot" über das Leben des Brian mit Opernelementen behandelt, wäre das nicht so ein großes Problem. Doch dies alles ist eigentlich ein feierliches Konzert anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Monty Python. Selbst Eric Idle erwähnt dies gleich zu Beginn.
Und für eine Aufführung zum Truppenjubiläum hab ich mir anderes vorgestellt als Eric Idle, der hin und wieder seine Kollegen auf die Bühne bitten darf.
Ohne Witz: es dauert fast eine Stunde, bis man Terry Jones und Terry Gilliam das erste Mal zu Gesicht bekommt und das auch nur für ein paar kleine Auftritte. Dies gilt auch für Carol Cleveland und Neil Innes, die immerhin auch seit jeher der Truppe verbunden waren. Michael Palins Auftritte sind zwar öfter und länger, aber auch insgesamt und nüchtern betrachtet recht spärlich gesät. Immerhin darf er zum Schluss, praktisch als Bonus, den immer noch wunderbar funktionierenden "Lumberjack" geben.
Warum steht Eric Idle das ganze Konzert über auf der Bühne und die anderen Pythons werden bei ihrem eigenen Jubiläum für ihre kurzen Auftritte als "Stargäste" bezeichnet? Wo ist John Cleese abgeblieben? Bis zuletzt konnte ich keine klare Information ausfindig machen, warum er fehlt, abgesehen von der vagen Bezeichnung, dass er einfach nicht konnte. Freilich muss ich mich nicht mehr drüber wundern, warum der Sechste im Bunde - Graham Chapman - nicht anwesend sein konnte (er ist tot, ein Gewester, ein dahingeschiedener Python).
Ach und noch eine Sache, was die Musik angeht: im Film selbst gab es doch wunderbare Musiknummern wie der "Engelschor" am Anfang oder das Titellied während des Vorspanns. Wieso wurden sie nicht mit gesungen? Gerne hätte ich mir das in dieser Dimension angehört.

Bei aller musikalischen Perfektion und bei allem Pomp: diese Jubiläumsfeier hinterlässt immer noch einen bittersüßen Geschmack.
Da macht mir eher schon Monty Pythons "Live at the Hollywood Bowl" von 1982 mehr Spaß. Weniger Pomp und Glanz, dafür mehr Monty Python.

Fazit: "Not the Messiah" ist und bleibt vor allem hörenswert und ich kann Python-Fans immer noch raten, es sich zumindest einmal zu Gemüte zu führen. Aber wegen der schon angesprochenen Punkte, die ich persönlich dabei vermisse, gibt's eben nicht die volle Punktzahl. Sorry.

Ein paar Worte noch zur DVD: Bild und Ton sind völlig in Ordnung, an beiden Kriterien habe zumindest ich nichts zu meckern, so dass auf diesem Felde schon mal Genuss garantiert sein dürfte.
Lob gibt es auch für das relativ aufwendig animierte und mit Ton unterlegte DVD-Menü. Es stehen dem Zuschauer Untertitel in insgesamt 23 Sprachen (+ Englisch für Hörgeschädigte) zur Verfügung.
Die Extras stellen dar: eine knapp halbstündige Hinter-den-Kulissen-Dokumentation "Der Weg zur Albert Hall" (aber auch hier wird John Cleeses Fehlen nicht begründet), zwei sehr kurze Filmchen, die einen weiteren kleinen Einblick in die Produktion des Konzerts vermitteln ("The Bright Side...", "Showtime!") sowie Sing-Alongs zu sechs der gut 26 Liedern (es wird der gesungene Text eingeblendet mit animierten "Singhilfen").
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2014 4:51 PM MEST


Rayman Origins
Rayman Origins
Preis: EUR 22,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Jump'n'Run-Vergnügen, 21. April 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Rayman Origins (Videospiel)
Der französische Videospieleheld Rayman blickt nun praktisch auf eine 17 Jahre lange Karriere zurück und wie man an "Rayman Origins" sehen kann ist sie noch lange nicht am Abebben.
Europas Antwort auf Klempner Mario und Sonic dem Igel feierte sein Debüt 1995 auf dem gefloppten Atari Jaguar und überraschte nicht nur mit seinem ungewöhnlichen Helden, sondern unter anderem mit seinen Levels, die doch weitaus herausfordernder waren als die kindliche Grafik sie erscheinen lassen mag.
In den letzten Jahren wurde Rayman leider mehr und mehr von den irrsinnigen und witzigen, doch mittlerweile etwas abgenutzten Rabbids verdrängt.
Nun, seit Ende 2011, gibt es endlich ein "normales" Hüpf- und Rennspiel mit Rayman im Zentrum. Lohnte sich das Warten?
Die Frage kann getrost mit Ja beantwortet.

Ich komme sofort zu den nennenswerten Einzelheiten des Spiels:

GAMEPLAY: es überzeugt. So einfach ist das :)
Ich konnte es auf der Playstation 3 zumindest anspielen und spielte es dann vollständig auf der Wii. Bei beiden dieser Versionen war die Steuerung einfach und schnell erlernbar, auch in hitzigeren Gefechten und rasanten Sequenzen lässt einen zumindest die gute Steuerung nicht im Stich. Denn in den schwierigeren, stressigeren Phasen kommt es oft auf die Sekunde oder die Hälfte einer Sekunde an. Gut, dass die Handhabung der Steuerung sich dabei nicht überfordernd auswirkt.
Zur Wii-Version lässt sich sagen, dass man hauptsächlich die Fernbedienung wie ein normales Gamepad (= senkrecht & knöpfedrückend) hält. Wii-übliches Gehampel und Posen entfällt hierbei.
Zum Spielprinzip lässt sich sagen: man läuft, wie es sich für 2D gehört, von links nach rechts und umgekehrt. Nur in wenigen Abschnitten verwandelt sich das Spiel kurzzeitig in einen Shooter bzw. Shoot-em-up in der Luft (mit Mosquitos).
Aufgabe ist es, sämtliche unterschiedliche Levelwelten zu durchstreifen, größere Bossgegner dabei zu schlagen, möglichst viel Einsammelbares einzusammeln (dazu komm ich noch) und dazu noch rasante Extra-Levels zu bestehen, die ein Höchstmaß an Konzentration erfordern. Im Laufe der ersten Welten erlernen die Spielfiguren ihre Fähigkeiten wie Fliegen, Schläge austeilen und Tauchen.
Apropos: man kann keinen Schwierigkeitsgrad auswählen, doch im Spiel findet sich alles wieder: von kinderleicht über fair-schwer bis hin zu erbarmungslos. Gerade letzteres dürften den Frustpegel gelegentlich steigern und das vor allem bei jüngeren Spielern, weswegen ich "Rayman Origins" eher älteren Spielern empfehlen möchte. Hier gilt das Prinzip: Zähne zusammenbeissen, nicht aufgeben, weiterversuchen. Ist auch nicht so schwer, denn man hat immerhin unbegrenzt Leben.
Wo ich schon von Leben spreche: Es gibt keinen Energiemeter, an dem man die Restenergie ablesen kann. Normalerweise stirbt die Spielfigur bei einem Sturz oder beim Treffer eines Feindes, allerdings können Herzen eingesammelt werden, die einen sofortigen Tod verhindern.
Bis zu vier Spieler können "Rayman Origins" spielen (allerdings nur lokal, über Internet verbundene Mitspieler sind leider nicht möglich). Ich habe das Spiel fast ausschließlich mit meinem Partner gespielt und dadurch sind nicht nur unsere Überlebenschancen gestiegen (stirbt ein Mitspieler, kann der andere ihn quasi zurückholen), sondern auch der Spielspaß :)
Aber keine Sorge: zwischendurch oder bei jedem Spielgang kann man nach Bedarf Spieler hinzufügen oder auslassen.

STORY: Rayman und seine Kumpels genießen ihr faules Dasein dermaßen lautstark, dass einer unoten Omi im unterirdischen Land der Toten eine Ader platzt. Sie initiiert einen Aufstand, der die friedliche Welt Raymans mit Chaos und allerlei schrecklichen Kreaturen verpestet. Letztere nehmen auch die Nymphen (so ne Art Schutzpatroninen mit wenig an) dieser Welt gefangen, die es zu retten gilt.
Dies wird vor allem im lustigen Film zu sehen sein, der am Anfang eines neuen Spiels zu sehen ist.
Während des Spiels wird dann eher nebenbei und dünn auf den Fortgang der Geschichte eingegangen, also z.B. wenn man eine Nymphe befreit hat, wenn der Zugang zu gewissen Bereichen endlich gewährleistet ist und wenn dann doch mal wieder eine Filmsequenz zu sehen ist (dies aber eher selten).
Somit kommt "Rayman Origins" ohne große Textblöcke, Filmszenen und Dialoge aus, was auch durchaus einen Vorteil birgt: der Spielspaß wird damit kaum gebremst.
Man kann von dieser Handlung halten, was man will, ich persönlich finde sie irrekomisch und immer noch besser als das ausgelutschte "Held (Name einfügen), oh rette uns, nur du kannst uns und diese Welt vom Elend befreien". Gut, letztendlich ist es das, das aber weitmehr verrückter und unterhaltsamer dargestellt.

GRAFIK: Die Grafik ist ein Traum, nicht nur im Hinblick auf den State of the Art der Videospiele, in denen eine 3D-Grafik realistischer aussieht als die andere. Diese wunderschöne, cartoonhafte und flüssige Grafik verdient ein dickes Lob. Gerne verliert man sich in diesen bis ins Details schönen Welten, die auch mal düsterer sein können. Inhaltlich reichen sie von mit saftigen Wiesen überzogenen Urwäldern über australisch angehauchte Wüstenlandschaften (mit monströsen Musikinstrumenten), Unterwasserhöhlen und höllisch heissen Großküchen bis hin zu Roboterfabriken.
Doch noch schöner anzusehen als die Leveldesigns sind sicher die Figuren. Ob gut oder böse: sie bringen mit ihrer comicartigen Mimik einen immer wieder zum Lachen, sodass man auf die Bösen nicht immer so lang böse bleiben kann, auch wenn sie einen zum zehnten Mal in Folge getötet haben. Bossgegner wie der "Angry Bird" (ja, er heisst so) sind so ein gutes Beispiel. So ist "Rayman Origins" voller Leben und Spaßpotenzial, schon mal durch die Grafik an sich.
Einziges Problem: die Kamera scheint - ab zwei Spielern - sehr gerne mal weit zurückzugehen, sodass Figuren und Gegenstände nur noch miniaturhaft erscheinen. Dies soll Überblick verschaffen, kann aber gerade hinsichtlich einiger Aktionen wie auf schwer erreichbare Plattformen springen einen Nachteil darstellen. Daran muss man sich wohl oder übel gewöhnen.

MUSIK UND SYNCHRONISATION: Auch der Soundtrack ist traumhaft gut, denn auch hier ist die Reichweite groß.
So abwechslungsreich die Levelwelten sind, so sehr ist das - logischerweise - auch der Soundtrack.
Großteils erinnert er an Weltmusik (Südamerika, Australien...), geht dann über ins Jazzige, mal glaubt man sich in einem mexikanischen Tanzfest wiederzufinden und gerne ertönen auch rythmische Gitarrenklänge oder Banjomusik...um EINIGE Beispiele zu nennen. Ja, sie merken, man darf "traditionellere" Töne eher erwarten als rein elektronische. Öfter geht es fröhlich zu, aber in bedeutungsschwangeren Levels wie Bosslevels schraubt sich die musikalische Begleitung deutlich selber eins weiter hoch. So entstanden dafür teilweise wirklich coole, mitreissende Titel.
Sprache gibt es nicht wirklich in "Rayman Origins", dafür sprechen die Figuren allesamt "traumäisch", eine in Raymans Welt gesprochene Kunstsprache, die immerhin untertitelt wird. Die Stimmen gehen auch immerhin von ulkig bis äußerst ulkig. :)
Ach ja: am meisten zu hören dürften die "Lums" sein, die kleinen gelb-leuchtenden Wesen, die man möglichst massenhaft einsammeln muss. Gerne singen sie hier und da in traumäisch, was gelegentlich auch Erinnerungen an die Raving Rabbids weckt.

MENÜS UND OPTIONEN: Das Menü beschränkt sich ausschließlich auf die Wahl des Speicherplatzes. Man kann also von einigen Speicherplätzen einen auswählen, um diesen zu bespielen und später nochmal auszuwählen. Abzulesen ist dabei auch die Erfolgsbilanz (eingesammelte Items). Doch sonst gibt es nichts. Keine Auswahl eines Schwierigkeitsgrades, keine Konfiguration von Bild oder Ton, nichts. Irgendwo auch verschenkte Optionen.

EXTRAS: Als Extras kann man wohl die optionalen, freispielbaren Levels nennen, die sich im Spiel befinden.
Ich will möglichst nicht viel verraten, nur soviel: es gibt ein "Hauptspiel" und es gibt ein richtiges "Bonuslevel", das man freispielen KANN. Dieses Bonuslevel - das oben erwähnte Land der Toten - ist nicht so schnell zu erreichen und bedarf einiger anstrengender Vorarbeit (wobei sich dieses Bonuslevel dann auch als, äh, ausgesprochen herausfordernd darstellt). Auch hier könnte es hilfreich sein, mindestens einen Mitspieler zu bemühen.
Ausserdem können Spielfiguren entsperrt werden.
Anstatt dass man bei jedem Spielgang als Rayman oder sonstwelche gleiche Figur wählen muss kann man nämlich gern auch zwischendurch wechseln, etwa von Rayman zum (original blauen) Globox oder zum roten Globox oder zu einem der Kleinlinge oder oder oder...diese gilt es nach und nach mittels "Electoons" (einzusammelnde Grinsegesichter) zu erkaufen.
Wer in diesem Rayman-Titel Minispiele erwartet, wird überrascht werden: es gibt keine.
Leider kann man auch die kleinen Filmsequenzen zwischendurch nicht separat anschauen. Eigentlich schade.

FAZIT: definitiv eines der besten Spiele, die ich in letzter Zeit zocken konnte, schon mal auf der Wii, aber auch im Bereich der Jump'n'Runs ein Volltreffer. "Rayman Origins" ist prall voll mit Gags, Spielspaß (vor allem im Team), visueller Schönheit und damit eigentlich auch mit Gründen zum motivierten Weiter- oder Nochmalspielen.
Spieler feiern hier mit Rayman ein willkommenes und gelungenes Wiedersehen, aber auch für "Nicht-Eingeweihte" bietet das Spiel viel Vergnügen. Trotz gelegentlicher Schwächen und kleiner Frustrationsschübe gibts die volle Punktzahl, weil die Vorteile immer noch locker überwiegen.

Ein großartiges, erquickendes Spiel, gern davon mehr!


Städter 489141 Backform Motivbackform Kuchenform Donutform
Städter 489141 Backform Motivbackform Kuchenform Donutform
Preis: EUR 17,82

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prima für Donutfans und Hobbybäcker, 9. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte mir damals diese Donutbackform gekauft, weil ich gerne mal selbst Donuts erschaffen wollte, doch Backformen dafür waren sehr schwer zu finden. Darum bin ich auch froh, mit dieser Backform sowas wie einen Volltreffer gelandet zu haben.
Inzwischen hab ich gut 10 Ladungen Donuts damit gebacken und bin immer noch zufrieden (auch meine "bebackten Gäste", die die so zubereiteten Donuts essen konnten).
Die Backform selbst ist eine stabile, relativ leicht (nicht in der Spülmaschine!) zu reinigende Backform, also kein Produkt aus Silikon oder ähnlichem. In ihr passen 12 Donuts, die etwas kleiner geraten als die Donuts, die man sonst in Cafés, Bäckereien oder ähnlichen Läden sieht. Fürs Naschen zwischendurch sind sie aber nicht zu klein geraten. Man sollte nur aufpassen, wirklich die Formen nur halb so voll mit dem flüssigen Teig zu füllen, da sonst das Loch verschwindet.

Auch gut: auf der Packung steht das Rezept für den Teig, der auch wirklich gut schmeckt und simpel zu mischen ist.
Bereitet man ihn nach den angegebenen Mengen zu, kommt man gut auf zwei Ladungen Donuts (also so, dass man damit die Backform 2x hintereinander in den Ofen schieben könnte). Wer wirklich nur 12 Donuts braucht, sollte die Mengenangaben dafür besser halbieren.
Ausserdem steht auch ein Rezept für einen Glasurvorschlag, für "Zitrone-Quark". Je nach dem wem das zusagt ist der Rezeptvorschlag nützlich oder nicht.
Wer andere Glasuren bevorzugt, kann fertige Glasuren zum Schmelzen wie Schokolade, Vanille, etc. im Laden finden oder eigene Fruchtglasur einfach zubereiten (Puderzucker + Saft).
Die Beschriftung der Packung ist übrigens in Deutsch, Englisch und Französisch.

Jedoch kann ich nicht vergleichen, ob man mit dieser Backform besser bedient wäre als mit einem sogenannten Donut-Maker, da ich letzteres nie benutzt habe. Aber wer nicht alles mit Maschinchen und Geräten zubereiten will und/oder trotzdem auf simple Art und Weise leckere Donuts zaubern will, der ist mit diesem Produkt schon mal sehr gut bedient.


Mara und der Feuerbringer, Band 03: Götterdämmerung
Mara und der Feuerbringer, Band 03: Götterdämmerung
von Tommy Krappweis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgesprochen guter Abschluss der Mara-Trilogie, 23. März 2012
Wer sich an meine vergangenen Rezensionen zu Band I und II der Fantasybuchreihe "Mara und der Feuerbringer" erinnern mag, weiss, dass ich sie überaus gelobt habe.
Und bei Band III mache ich keine Ausnahme: Autor Tommy Krappweis (neuerdings auch seine autobiographische Ader entdeckend) schließt hiermit die Buchreihe gekonnt und gelungen ab und das mit dem spannenden wie unheilvollen Untertitel "Götterdämmerung".

Genausogut könnte man dieses Wörtchen umschreiben mit "Jetzt wird es ernst", denn so sieht's aus: Mara Lorbeer, die 14-jährige Protagonistin, erlebt hier praktisch das große Showdown der mythologischen Geschichte, die unsere Welt und Gegenwart mit der nordisch-germanischen Götterwelt verknüpft. Sie, als auserkorene Seherin, hat die äußerst schwierige Aufgabe, den "Feuerbringer" samt seinen Sidekicks zur Strecke zu bringen und dazu erhält sie Unterstützung, unter anderem vom Münchner Professor Weissinger, der ihr schon seit Band I zur Seite gestanden hat.

Es erübrigt sich zu sagen, dass ich nicht allzuviel von der Handlung berichten kann, ohne wichtige Elemente davon zu verraten. Aber soviel lässt sich sagen: Alte Bekannte wie neue Charaktere geben sich in "Götterdämmerung" die Ehre und die Handlung bleibt spannend. Besser noch: das Spannungsbarometer steigt mehr denn je, somit erfüllt das Buch seinen Zweck als "Großes Finale" großartig.

Schauplätze (reale, v.a. in München, wie mythische) sowie Situationen wechseln häufig, trotzdem verliert der Leser nicht den Überblick, sondern kann sich auf das Hier und Jetzt gut konzentrieren. Das ist sehr lobenswert, vor allem dadurch, da sich "Mara" größtenteils an junge Leser richtet.
Wie schon erwähnt: die Spannung kommt nicht zu kurz und auch nicht der Humor. Doch auch so manche Grausamkeit und so manchen Moment purer Verzweiflung lässt Krappweis durchsickern und ich schätze das sehr, immerhin geht es um Untergang und Sieg, das Zusammenspiel bzw. gegnerische Spiel zwischen Göttern und Menschen. Dass da nicht immer alles happy verläuft ist klar und gerade so manche Düsterheit verleiht dem Roman die entscheidende Würze.

Die Figuren sind natürlich Geschmackssache. Manche können sich in Mara sehr gut hineinversetzen, andere empfinden sie als pubertierende Zicke. Aber in meinen Augen erfüllt sie ihre Rolle als jugendliches, oftmals überfordertes "Göttermedium", das nach bereits überstandenen Erfahrungen langsam über sich hinauswächst, gut.
Der Rest vom Ensemble ist durchaus greifbar und unterhaltsam, vor allem sicherlich die menschlichen Charaktere wie Professor Weissinger, seine ebenso geschichtskundige Exgattin, das bereits bekannte Münchner Polizistenpaar und die Mutter von Mara, Christa Lorbeer. Göttergestalten sind gleich eine ganze Reihe vertreten genauso wie andere mythologische Figuren. Ein Fest für Mythologieinteressierte, vielleicht mögen da jüngere unter ihnen ihre Lieblingsfiguren herauspicken.

Ist das Buch somit perfekt?
Nun, perfekt mag kaum ein Buch sein, dieses ebenso nicht und ich hätte doch ein paar Punkte, die mich persönlich etwas gestört haben.
Zuerst einmal die an Kinder und Jugendliche gerichteten (ich nenn sie jetzt mal so) Anbiederungen, die sich hin und wieder im sonst gut geschriebenen Text bemerkbar machen, wohl damit er sich flüssiger liest. Gut, andererseits bin ich vielleicht doppelt so alt die wie eigentliche Zielgruppe, insofern kann ich nicht groß meckern.
Wie ich schon vorher negativ bemerkt habe, dass ich auf diese und jene moderne (nicht ganz zeitlose) Anspielung auf Phänomen unserer Tage eher verzichtet hätte, so auch hier.
Aber diese beiden eben genannten Punkte sind jedenfalls verschmerzbar.
Noch eher zwiebelten mich beim Lesen aufgegriffene Klischees, die so sicher nicht gedacht waren, aber so schon x-mal vor allem in Filmen erlebt werden konnten. Hier und da hätte die Geschichte etwas weniger Kitsch und Pathos vertragen und auch auf den wieder auferweckten Toten mochte man wohl nicht verzichten (ja, es ist Fantasy, aber trotzdem...).
Hinzu kommen Elemente in der Geschichte, die mehr oder minder eher kurz abgehakt (oder überhaupt nicht behandelt) werden als ordentlich erläutert. Gern würd ich ein Beispiel nennen, ABER...ja, keine Spoiler hier.

FAZIT: trotz alledem gebe ich dem Buch alle fünf Sterne, weil der Lesespaß vorhanden und groß war. "Götterdämmerung" ist ein schöner und aufregender Abschluss einer Fantasygeschichte, die sich quasi hier bei uns abspielen könnte und damit schon begeistern kann.

Und wer sich mehr für die nordische Sagenwelt begeistern kann, der findet im Anschluss des Romans eine alphabetisch geordnete Reihe an Begriffs- und Namenserklärungen, Literatur- und Webseitenempfehlungen. Auch eine persönliche Soundtrackempfehlung gibt Tommy Krappweis darüber hinaus.


Walhalla
Walhalla
DVD ~ Kim Annweiler
Preis: EUR 4,99

3.0 von 5 Sternen Interessantes, aber dennoch mittelmässiges Trickfilmvergnügen, 25. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Walhalla (DVD)
Walhalla ist ein dänischer Trickfilm der 80er Jahre und laut diversen Informationsquellen die teuerste dänische Filmproduktion bislang gewesen (die leider das Geld nicht mehr zurückgewinnen konnte).
Er war auch ein Film meiner Kindheit wie bei vielen anderen sicher auch, deren Jugend nicht nur durch Disneyproduktionen geprägt wurde.
Immerhin mag Walhalla schon eher an den europäischen Geschmack anknüpfen, doch ich für meine Person muss sagen: nach über 20 Jahren hab ich den Film wiedergesehen, aber für mich hat er den Test der Zeit nicht bestanden.
Aber der Reihe nach:

In der nordischen Sagenwelt leben die Menschen in ihrem eigenen Reich Midgard. Dort bekommt eine Familie unerwartet Besuch vom Gott des Donners Thor und seinem heimtückischen Göttersidekick Loki. Letztere speisen im Hause der Familie, doch schafft es dabei Loki auf Kosten der Kinder, Thors Zorn zu erregen.
Als Wiedergutmachung müssen die Kinder - Bruder und Schwester - mit in die Heimat Thors, wo sie Hausarbeit erledigen sollen (und auch hier macht ihnen Loki das Leben schwer).
Dort lernen sie auch den quickfidelen Zwergriesen Quark kennen sowie weitere Gottheiten dieser anderen Welt, während sie versuchen, in die Freiheit zu gelangen.

Die Story klingt nach Abenteuer und göttlicher Magie, aber man bekommt doch weniger davon als erwartet und das ist nicht einmal mit dem Disneystandard verglichen.
Denn das Hauptproblem in diesem Film ist eine gewisse Langeweile, die sich immer wieder breitmacht. Ich verlange - erst recht in einem Film für Kinder - nicht, dass Leute zu Tode kommen oder andauernd gekämpft wird (was übrigens auch nicht immer spannend sein muss), aber im Grunde genommen passiert oft nicht viel. Auch der Witz hält sich in Grenzen, aber wenigstens bleiben einem popkulturelle Anspielungen gänzlich erspart.
Warum ich mich beschwere? Weil auch eine gewisse Erwartung aufgebaut wird, auch in der Eröffnungssequenz des Films, zudem der Soundtrack zum Teil recht epischklingend aufgebaut wurde.

Die Figuren sind mal so, mal so. Den Kindern - und sicher auch allen anderen - bleibt wohl der kleine, stumme und liebenswerte Troll Quark am besten in Erinnerung, der sogar in jenen Tagen ein kleiner Star war (mit einer eigenen Zeitschrift und einigen eigenen Kurztrickfilmen).
Die eigentlichen Hauptfiguren - die beiden Kinder - sind zu blasse Figuren, als dass man ernsthaft mit ihnen fühlen oder mitfiebern könnte. Der Junge, tja, er wünscht sich ein abenteuerliches Leben und die Schwester ist das sensible Geschwisterchen, das eben mitzieht. Aber abgesehen davon gibt es kaum etwas Interessantes über sie zu erzählen. Vielleicht hätte man den Fokus nicht gerade auf diese beiden Kinder richten sollen.
Interessanter sind da schon die Götter, wobei Thor ganz vorn steht mit seinem väterlich-autoritären Wesen, während sein Begleiter Loki wie ein ausgekochter, trickreicher Schwarzmarktverkäufer daherkommt oder wie ein böser Geist, der Unschuldige immer zu Untaten verführt. Immerhin ist er einer der witzigeren Figuren.
Die anderen wenigen Götter sind nicht unbedingt der Rede wert. Sie treten nicht zahlreich und darüber hinaus recht kurz auf. Erwähnenswert ist ein Duell zwischen Thor und dem Riesen Utgardloki, in der Thor trotz scheinbar einfacher Aufgaben an seine Grenzen stösst.

Die deutschen Sprecher dürften geübten Ohren bekannt vorkommen: Christopher Lee spricht den Donnergott Thor wie auch Odin und unverkennbar ist als der fiese Loki Hans Clarin zu hören (geht schon in Richtung Pumuckl).
Die Kinder werden von den damals jungen Radost Bokel und Sven Hasper vertont, andere bekannte Stimmen sind unter anderem Michael Habeck, Arne Elsholtz und Wolfgang Hess. Für diese doch gelungene Besetzung gibt es einen Pluspunkt.

Die Animation ist für ein Animationsstudio, das nicht gerade mit Produktionen um sich warf, beachtlich aber dennoch hin und wieder dürftig oder besser gesagt: hier und da hätte sie mehr Sorgfalt vertragen.
Die Vertonung ist okay, zu den Sprechern hab ich genug gesagt, die Filmmusik bleibt nicht im Kopf und wenn, dann eher schon das Filmthema, die göttliche Hymne, die auch im Abspann zu hören ist. Gesungen wird nicht, auch wenn es zwischendurch eine musikalische Nummer zwischen den Geschwistern und Quark gibt, allerdings besteht die grundsätzlich aus Pfeifen und rythmischen Geräuschen.

Insgesamt würde ich behaupten, dass es etliche bessere Trickfilme aus dieser Zeit gibt, dennoch Hut ab vor der Swan Film Production, die so ein gewaltiges Projekt überhaupt realisierte, auch wenn das Studio daran später pleite gehen sollte. Ob sich Kinder heutzutage für "Walhalla" interessen, muss man einfach mal ausprobieren. Ob sie sich dadurch für die nordische Mythologie begeistern lassen werden ist auch eine Frage des Probierens, jedenfalls hat es bei mir in meiner Kindheit nicht ganz funktioniert ;)

Zur DVD-Ausstattung: das Menü ist zum Teil mit Animationen und Ton unterlegt, doch eher schlecht als recht.
Es gibt nur die deutsche Tonspur, die Extras sind mager: einige Bildergalerien zum Film, ein Work Reel (wie eine Szene entstanden ist), eine zusätzliche Szene und diverse Trailer (zu Walhalla und zu "Hatschipuh", "Onkel Otto", "Xaver und sein ausserirdischer Freund", "Car Napping" und..."Daniel der Zauberer").


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