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Beiträge von Johanna Gassner
Top-Rezensenten Rang: 2.052
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Rezensionen verfasst von Johanna Gassner "Tabascofanatikerin" (Bayern)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Auch für Nicht-Tangotänzer, 27. August 2008
In einem Punkt widerspreche ich der Rezension von Mary K.: ich mag diese CD, auch wenn ich mit Tango nichts am Hut habe. Ja, überhaupt mit Tanzen habe ich nichts am Hut, darunter fällt auch Tango (was aber nicht heisst, dass ich das alles hassen würde). Doch als ich durch Zufall diese CD zu hören bekam, war das eine lohnenswerte musikalische Erfahrung. Es ist Musik, wie ich sie im Grunde mag: handgemacht, abwechslungsreich, etwas international, etwas, das die Gefühle anspricht. "Tango bitter sweet" erfüllt diese Kriterien und wer, wie ich, kein Tango tanzen kann oder will, der hört sie einfach so. Da tanzt die Seele einfach mit :) (besonders geht mir das so bei meinem Lieblingsstück "Milonga Tati"). Geeignet ist z.B. "Tango bitter sweet" beim Entspannen (zumindest die ruhigeren Stücke) oder als Hintergrundmusik während eines Abendessens. Ob diese Musik auch echte Tangotänzer anspricht, dazu bitte ich Sie, die Rezensionen der anderen Hörer zu lesen ;) Wenn ich also mal was Neues von Quadro Nuevo zu hören bekäme, ich würde wieder zuhören.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Klassiker des Jump'n'Run für unterwegs, 12. August 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Earthworm Jim, der Name an sich ist fast schon Empfehlung. Anfang der 90er Jahre errang der Regenwurm mit dem Superanzug einen hohen Kultstatus in der Videospielewelt, weil das comicartige und durchgeknallte Spielprinzip sehr gut ankam und das nicht nur bei Kindern (ich denke auch, dass eher Erwachsene den Humor und die kleinen Brutalitäten des Spieles schätzen werden). Auf dem Super Nintendo, Sega Megadrive, Nintendo64 und dem PC hatte Jim bislang seine Auftritte. Zu kurz kamen Handheld-Spieler zwar nicht gerade, doch mit der GBA-Version des allerersten EJ-Titels hat man Zockern einen großen Gefallen getan: es gibt den Klassiker für unterwegs! Der Kauf lohnt sich: Grafik und Musik unterscheiden sich nur minimal vom Original (okay, die Grafik geriet etwas ruckeliger, ist aber immer noch detailreich und die Musik ist nicht mehr ganz so flott). Der Spielwitz blieb erhalten. Weiterhin kann der Spieler entscheiden, wie er vorgehen möchte - ob nun Steuerung oder Schwierigkeitsgrad. Wie schon erwähnt gibt es nur minimale Änderungen an der GBA-Version, die nur aufmerksame EJ-Spieler bemerken werden, etwa dass Jim nicht mehr sein cooles "Oooouh yeah!" ausstößt, wenn er auf einen Kontrollpunkt stößt. Einmal ruft er (beim Allwettfliegen) sogar ein deutsches "Toll!" (Warum??) und wie sich Jim selber ausversehen den Kopf mit seiner Laserkanone wegpustet ist nicht mehr enthalten (wenn der Spieler einmal nichts tut, macht Jim verschiedene Dinge von selbst). Vom Schwierigkeitsgrad her (allgemein) ist das Spiel kleinen Kindern schonmal nicht zu empfehlen, denn selbst der leichte Modus gestaltet sich bei den letzten paar Leveln schonmal als recht happig. Doch andere sollten sich Earthworm Jim für den Gameboy Advance bzw. den GBA-kompatiblen Nintendo DS nicht entgehen lassen, denn Spaß macht das Spiel immer wieder. Ein Klassiker eben. Bleibt zu hoffen, dass die Gerüchte um neue Earthworm Jim-Werke in der Zukunft sich bewahrheiten werden. :)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Zumindest eine sehr interessante Lektüre, 12. August 2008
Mal ehrlich, beim Lesen des Buches kann man sich wohl nicht entscheiden, ob man lachen oder weinen soll: "Generation Doof" - der Titel sagt alles. Zwei junge Autoren, die aber (und das finde ich wenigstens ehrlich) keinen Hehl draus machen, selber dazuzugehören, verfassten ihre Erfahrungen, Gedanken und Thesen zu dieser Generation zu einem Buch. Darunter sind jene Menschen zu verstehen, deren Erziehung eher fragwürdig ablief und die über ein erheblich löchriges Basiswissen, wenn überhaupt, verfügen. Die Altersspanne ist weit - nicht nur Kinder und Teenager zählen dazu. Und behandelt werden Themen wie Arbeit(ssuche), Bildung, Erziehung, Liebe, Sex oder auch der heutige Lebensstandard. Geschmückt werden diese Kapitel mit tatsächlich erlebten und passenden Anekdoten der Autoren, zudem mit Zitaten und kleinen Grafiken. Man kann den Autoren lediglich unterstellen, dass sie die Sache ein wenig einseitig sehen. Es GIBT durchaus wirklich kluge und verantwortungsbewusste Menschen dieser Generation, doch meiner Meinung nach geht man zu wenig auf sie ein. So fehlt ein wenig das gewisse Gegengewicht. Ausserdem haben mich die sich wiederholenden Satzspiele genervt ("...ist so groß/doof/klein/bunt/intelligent wie - bitte Objekt einfügen"). Am Anfang ist es noch spritzig, doch zu häufig gesäät fällt sowas eher negativ auf. Und woher sie ihre mitgelieferten Fakten haben, wird nicht belegt. Gut an dem Buch ist der Unterhaltungswert - wie gesagt, zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen gibt es einiges. Dies kann aber schnell in eine gewisse leichte Verzweiflung umschlagen, wenn man liest, wie dumm sich manche Zeitgenossen anstellen können (etwa die einigermaßen bekannte "Miss Ostdeutschland"-Nummer). Daher finde ich nicht, dass "Generation Doof" ein reines Humorprodukt ist. Was aber jetzt keinen Manko darstellt. Und wäre das Buch von jemandem geschrieben worden, der sich nur oberflächlichst mit dieser Generation befasst hätte nach dem Motto "Sowas gabs früher nicht, früher war einfach alles besser", vielleicht hätte die Glaubwürdigkeit noch mehr gelitten (etwa so nützlich wie Memoiren von Teenagern). Kann man aus dem Buch etwas lernen? Nun, ein paar Denkanstöße liefert es sicher, Tipps nur vage. Unterm Strich kein perfektes Buch, dennoch eine Leseprobe wert.
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31 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Stromlinienförmiger Fantasyfilm mit flachem Plot, 10. August 2008
Ich weiss, dass ich damit gegen viele positive Stimmen gehen werde, aber das Risiko geh ich mal ein: "Der Sternwanderer" hat mich nicht überzeugt. Ich bekam diesen Film in die Hand gedrückt mit der Empfehlung, ihn auf jeden Fall mal anzusehen. Neugierig legte ich ihn rein, gegen Fantasyfilme bin ich nicht abgeneigt. Schon andere Vertreter des Genres wie "Time Bandits" oder "Big Fish" konnten mit den richtigen Mitteln begeistern. Doch beim "Sternwanderer" trat schnell Ernüchterung ein. Doch zuerst zur Handlung: Ein Dorf in England wird von einer Steinmauer umzäunt und streng bewacht (sozusagen eine britische DDR). Einem jungen Mann gelingt es jedoch, den steinalten Wächter zu überlisten (aber mal ehrlich, mich hat's kaum überrascht) und entdeckt auf einem mysteriösen Jahrmarkt in dieser "neuen Welt" eine attraktive Frau und 9 Monate später wird ihm auch schon das Ergebnis vor die Tür gelegt. Nach 18 Jahren möchte nur dieses, ein Junge namens Tristan, die doofe Dorfschönheit Victoria ehelichen, doch stellt sie eine Bedingung: er muss ihr den Stern bringen, der da eben vom Nachthimmel zur Erde fiel. Dieser Stern ist jedoch ein blondes Mädchen mit einer wertvollen Edelsteinkette und nach ihr sowie der Kette sind auch andere, dafür finstere Gestalten her und das aus verschiedenen Gründen... Unschwer zu sagen, dass der Einzige mit koscheren Hintergedanken der junge Tristan ist. Aber okay, auch diese Geschichte, basierend auf einen Roman, kann man unterhaltungsvoll inszinieren. Doch in meinen Augen ging vieles in die Hose. Wo fange ich an...eine gewisse Spannung kann sich nicht aufbauen, weil viele Handlungsteile und das Ende zu vorhersehbar sind, weil alles ausgelatschten Pfaden folgt. Was streng nach Drehbuchkodex passieren soll, passiert auch. Wer stirbt und wer nicht, wer Grausames tut und wer nicht. Auch die Entwicklung der Liebesgeschichte dürfte keinen überraschen und wird ebenso streng nach Hollywood-Muster insziniert. Weiter im Text...was mich sehr stark genervt hat, war der Soundtrack. Nun gut, ich persönlich stehe ohnehin nicht auf austauschbaren Orchesterkleister, doch zieht er sich leider penetrant und laut durch den gesamten Film und ich meine damit: nahezu jeder Furz verdient hier scheinbar seine eigene Einspielung eines gewaltigen Orchestereinsatzes. Darunter leidet auch so mancher Dialog, wie ich finde. Kommen wir zur Botschaft des Films. Diese ist auf den ersten Blick nützlich vor allem für jüngere Zuschauer: "Sei einfach du selbst". Doch wird sie gegen Ende des Films nicht nur widersprochen (wenn Tristan sich nicht nur optisch sehr verändert hat und dadurch quasi ein Supermann geworden ist), sondern auch mit dem Holzhammer serviert. Bestes Beispiel wäre der Piratenkapitän (gespielt von Robert de Niro), der sich vor seiner Mannschaft hart gibt, aber in Wirklichkeit eine schwule Seite hat. Er bekommt den Rat, mal er selber zu sein. Und das muss natürlich geschehen, indem er wie eine Bilderbuchtunte auf dem Christopher Street Day im Rosakleidchen und Schminke herumtänzelt. Wäre es nicht der wunderbare Robert De Niro gewesen, der sich so dargestellt hätte, mir hätte das nicht mal ein Schmunzeln entlockt. Aber gut, ich möchte fair sein und daher zwei statt einen Stern vergeben: einige gute Szenen und Ideen hat der Film, etwa, dass die Hexen darin stärker altern je größer der Zauber ist, den sie benutzen. Es gibt ein paar wirklich gelungene, visuelle Schauwerte und wie schon gesagt kassieren ein paar wenige Darsteller wie Robert De Niro Sympathiepunkte. Auch die Maske hat gute Arbeit geleistet und die Computereffekte sind recht gelungen. Doch all das verpufft so schnell inmitten penetranter Musik und einer erschreckenden Dürftigkeit und Originalitätsmangel der Handlung. Darum werd ich mir den Film wohl nicht so schnell ein zweites Mal angucken. Fans von neueren Fantasywerken wie "Der Herr der Ringe" jedoch werden bestens bedient sein. Die DVD-Ausstattung sieht folgendermaßen aus: Teile des Menüs sind mit Musik und Animationen unterstützt. Als Extras kann der Zuschauer unter anderem Trailer (auch zu anderen Filmen), ein Making Of und eine unterhaltsame Collage an verpatzten Filmszenen betrachten.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Banaler Trashschinken aus der Zeit der Klon-Panikmache, 27. Juli 2008
Zur "Story": Wir sehen jede Menge Menschen, die sich sportlich betätigen und immer wieder dabei von geheimnisvollen Überwachungsmännern in Trainingskleidung beobachtet werden. Darüber hinaus weisen die Athleten kaum eine besonders hohe Intelligenz aus. Des Rätsels Lösung: diese Sportler sind jüngere Klone von wichtigen Menschen in einer Art olympischen DDR eingezäunt und sollen gesund gehalten werden, damit sie später in ein Labor gelockt, getötet, eingetütet und verbraucht werden. Denn: ein jüngerer Klon eines Politikers z.B. bietet diesem, wenn er alt ist, das nötige jüngere Duplikat eines Herzens beispielsweise. Nunja, ob das noch was bringt, wenn der Klon tot ist?... Egal: ein Klon entschwindet und landet in einer amerikanischen Stadt, wo man ihm schon auf den Fersen ist. Was unterhält in diesem Streifen von 1979? Schauspieler (samt Synchronsprechern), die die Mimik und Schauspielkunst von zurückgebliebenen Talkshow-Gästen besitzen, bemüht futuristische Computerräume (dabei sieht es letzten Endes so aus, als würden die Wissenschaftler Demos von den primitivsten aller Atari 2600-Spiele zugucken) und eine herrlich hanebüchene Story - was will man mehr? Hier hat man aber wenigstens versucht, die ganze Zeit über eine unheimliche Stimmung aufzubauen. Gelingen tut das letztendlich aber nicht durch all die kleinen Momente des Spasses, den man ab und zu hat. Weniger spaßig ist die DVD-Ausstattung: nicht neu beim Label "Laser Paradise", es fehlen sämtliche gute Extras (lediglich ein paar Trailer zu anderen Horrorschinken und schwer lesbare Biografien einer Nebendarsteller) und der Originalton ist nicht enthalten. Dafür ist der Film ungekürzt. Aber mal ehrlich: was hätte man auch wirklich kürzen sollen?
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0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Roadmovie mit Horror nebenbei, 27. Juli 2008
Um es kurz zu machen für die Ungeduldigen: Leider KEINE "wahre Perle des Trash" (Covertext), leider KEINE "Stimmungsrakete" (Covertext) und leider auch NICHT "witzig" (Covertext). Man kann sagen, bei diesem Horrorfilm machen etwa nur 5% des Films den Horror aus und das enttäuscht. Aber zur Handlung: zwei Freunde (wenn man es so nennen will) sind im Auto auf dem Weg zu einer Hochzeit - aber von der kriegt man nie etwas im Film zu sehen, eher will Spießer Adam seine Ex-Freundin - also die Braut - nochmal sehen und ihr seine Liebe gestehen, während sein Kumpel Harley ein Draufgänger mit besorgniserregendem Hang zu sexistischen Witzen und Sex selber ist. Auf dem Weg nehmen sie noch so nebenbei eine knapp bekleidete Anhalterin mit, doch währenddessen werden sie gelegentlich von einem Monstertruck mit dem "Monster Man" verfolgt. Doch wie schon gesagt, ist der Film eher eine Enttäuschung. Ganz ehrlich, hätte ich ein Roadmovie mit kleinen Horroreinlagen und derben Pubertätsspäßen von der untersten Schublade gewollt, dann hätte ich einen Glücksgriff hingekriegt. Doch ein richtiger Horrorfilm ist es nicht. Erst gegen Ende gibt die Handlung Gas, wenn es um den Monster Man (man kann sagen eine Kopie von Leatherface) und seinen satanistischen Körperschnippel-Experimenten geht. Bis dahin ermüdende wenige Verfolgungsjagden, jede Menge Bluffs, etwas Sex und vor allem Gespräche über sexuelle Aktivitäten. Blöah. Tut mir leid, aber unter Gruselfilmen, die so schlecht sind dass sie wieder gut sind, verstehe ich was anderes und ich kenne so einiges. Und unter guten Gruselfilmen stell ich mir erst recht was anderes vor. Auch Fans von Monstertrucks kann ich diesen Streifen nicht empfehlen, da die Monstertruck-Szenen keinen großen Raum einnehmen und es nur ein Truck ist, der zu sehen ist. Zur DVD-Ausstattung kann man sagen, dass immerhin ein paar Extras draufkamen, nämlich Making Of, Trailer, Fotogalerie und anderes. Die Sprachen sind in Deutsch und Englisch verfügbar und laut Onlinequellen ist diese DVD-Fassung ungekürzt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Neuer Lesestoff vom Kalkmann, 8. Juli 2008
Oliver Kalkofe bringt endlich eine neue Staffel seiner Sendung "Kalkofes Mattscheibe" heraus und beinahe zeitgleich ein neues Buch mit Kolumnen über sein Lieblingsthema: das Fernsehen. Dies ist deutlich zu merken, wenn man das ganze Buch durchliest. Die einzelnen Texte befassen sich mit dem aktuellen Fernsehprogramm an sich und mit "Einzelschicksalen" wie den Skandal um Eva Herman oder der GEZ. Die Botschaft, so wahr sie auch ist, steht von Anfang an fest und zieht sich durch das ganze Druckerzeugnis: das deutsche Fernsehen ist beinahe nur noch zu Schrott verkommen. Ich finde, wenn er es ein paar Mal weniger erwähnen würde, käme die Botschaft noch besser an, denn immer wieder gekautes Essen schmeckt nicht unbedingt besser ;) Und das sich viele Fernsehsender mittlerweile einen Dreck drum scheren, wie gute Unterhaltung tatsächlich funktioniert, war auch vor diesem Buch schon kein Geheimnis mehr (u.a. durch Kalkofe, der dieses Thema bereits in seinen anderen Büchern und seiner Show sich vornahm). Ein großer Pluspunkt des Buches ist jedoch, dass es recht aktuelle Themen behandelt und witzig geschrieben ist. Wie Wikipedia treffend beschrieb, fasst Kalkofe seine Kolumnen in einer "Mischung aus Hoch- und Fäkalsprache", doch darauf sollte man sich schon erstmal einlassen können. Doch langweilig wird das Lesen dadurch schon mal nicht. Besonders empfehlen möchte ich die Vorworte zu Beginn des Buches und das letzte Kapitel "Es ist nicht alles schlecht", eine Auflistung hervorragender Fernsehserien und -shows, für die es sich noch lohnt, einzuschalten. Dazwischen kleine Auflockerungen wie Fotos, ein TV-Horoskop und Quizfragen ala "Wer wird Millionär". Sei am Ende noch gesagt: ich als großer Kalkofe-Fan hatte mein Vergnügen an diesem Buch, ein literarischer Knaller des Jahres 2008 ist es vielleicht nicht ganz, aber für andere Fans auf alle Fälle eine Empfehlung. Andere kann ich ruhig dazu raten, einmal zumindest reinzuschnuppern.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Neues Brot für die Welt, 2. Juli 2008
Zum Kern der Handlung lässt sich folgendes sagen: Bernd das Brot, miesepetriges Backerzeugnis und unfreiwilliger Star des Senders KI.Ka., hat ein Haus eines Onkels geerbt. Dumm nur, dass Chili das Schaf und Briegel der Busch sozusagen wie Kletten sein Haus mitbesetzen. So hat Bernd nicht nur keine Ruhe wegen seinen alten "Freunden", sondern kommt durch sie auch noch ungewollt in die Haare mit seinen Nachbarn und den Hütern des Gesetzes. Aus dieser Story haben die Köpfe hinter Bernd, Chili und Briegel eine neue Serie produziert und schon Staffel 1 kann mit spannenden und amüsanten Episoden aufwarten. Wer es noch gar nicht kennt: dies ist im Großen und Ganzen eine Show, in der Puppen und menschliche Schauspieler gemeinsam auftreten. Und die Hauptzielgruppe sind zwar Kinder, doch wie sonst immer kann auch diesmal Bernd das Brot eine weite Reihe von erwachsenen Fans unterhalten und kann dadurch nicht als "kindisch" abgetan werden. Mit ein wenig Ironie, klamaukfreien Humor und Altbewährtem wie Neuem macht diese Serie Spaß und erhebt auch keinen moralischen Zeigefinger, mit dem in jeder Folge es heisst "Heute lernen wir folgendes". Hin und wieder treten auch prominente Gäste wie Oliver Kalkofe oder Tommy Krappweis (Erinder/Produzent/Autor) als Cameo auf. Wer wen mag ist zwar Geschmackssache, doch uninteressanten und schmerzhaft verbrauchten Visagen wie Sonya Kraus oder Wigald Boning begegnet man hier nicht ;) Und die DVD-Ausstattung sieht so aus: teilweise mit Animationen aber immer mit Musik unterlegt präsentieren sich die Menüs. Sprachauswahl (eh nur Deutsch) oder Untertitel gibts keine. Wählbar sind die einzelnen 20 Episoden (allerdings kann man innerhalb einer Folge mit der Kapiteltaste ein wenig vor- oder zurückrücken). Zudem gibt es als Bonus die heiss erwartete neue Nachtschleife des KI.KA. "Bernd in Hell 2", das Titellied gesungen von Dirk Bach und ein kleines Making Of über die Visual Effects der Serie, kommentiert von Tommy Krappweis. Und ach ja, wer den einen Easter Egg auf einen der 2 DVDs findet, wird mit einem Audiokommentar zur 1. Folge belohnt.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Großangelegtes Gekloppe ohne besondere Story oder Schauwert, 22. Mai 2008
Indianer gut, Wikinger böse, Wikinger böse zu guten Indianern, nur ein junger Ex-Wikinger noch gut, er sein im Kampf gegen Wikinger. Das ist die ganze Story, die sich hier über den ganzen Film erstreckt. Und wie sie hier umgesetzt wird ist weder ein Fest fürs Hirn noch fürs Herz noch fürs Auge. Zugegeben: Ich kenne weder die literarischen Vorlagen noch den Originalfilm von 1987 dazu. Darum kann ich schon mal keine Vergleiche anstellen, wie sich der Film zu den anderen Referenzen verhält und ich beschränke mich in dieser Kritik nur auf diesen Film. Jedenfalls hat der Film ein Hauptelement und das ist Gewalt. Ich möchte nun keine große Debatte um gezeigte Brutalität in Filmen starten, denn ich selbst sehe auch hin und wieder solche Filme. Doch ich kenne bessere Filme mit höherem, ja sagen wir, Unterhaltungswert. An Gewalt mangelt es in "Pathfinder" nicht: hier rollt ein Kopf, da wird ein Schädel gespalten, dort fliegt ein Auge und woanders rennen arglose Wikinger wie Indianer in Holzpfähle rein, doch dass man sich dabei nur auf die einfachse Elemente der dünnen Handlung beschränkt ist ärgerlich. Es fängt damit an, dass die Charakterdarstellung schwarz-weiß gemalt wird: Die Indianer sind ausnahmslos die Guten und die Wikinger sind ausnahmslos die Schlechten, bis auf den Helden des Films natürlich, der als kleiner Junge von den Indianern zum Recken großgezogen wird. Warum dies und jenes passiert, geschieht also nur, weil die Wikinger halt das Land besetzen wollen. Aber warum gerade dort? Was gibt denen den Antrieb dazu? Das erfahren wir nicht. Als ob das nicht genug wäre, dürfen auch sämtliche Klischeeszenen nicht fehlen, etwa die obligatorische Softsex-Szene zwischen Held und seiner indianischen Freundin nach einem großen Kampf und vor einem großen Kampf. Erscheint der Gedanke etwa zu logisch, dass die Wikinger jederzeit während dem Techtelmechtel auftauchen könnten? Wie gesagt, die Handlung wird nicht gerade bevorzugt behandelt. Aber auch wer hauptsächlich Gewicht auf die Schauwerte (die ja im modernen Kino längst größte Aufmerksamkeit bekommen) legt, wird möglicherweise enttäuscht sein: nahezu alles erscheint schwarzweiss und viele Szenen sind dermaßen saublöd unterbelichtet (ob nun im Wald, in einer Höhle oder in den Bergen, gutes Wetter mit Sonne gibt es ohnehin nicht), dass man das Geschehen oft nicht nachvollziehen kann. Das die Schnitte oft schnell und die Kameraarbeiten oft derb wackelig geraten sind, brauch ich in der Zeit des heutigen Kinos wohl nicht erwähnen. Die Effekte und die Maskenarbeiten sind dagegen erwähnenswert. Aber was nützen sie, wenn sie den Rest nicht tragen können? Mein Tipp: wer unbedingt Gewalt und was fürs Auge aber auch mehr Story will, dem empfehle ich z.B. "Sin City", der vielleicht nicht gerade realistisch ist, aber für einen wesentlich erquickenderen Filmabend sorgt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Daumen in der Mitte, was die Ausstattung angeht, 1. Mai 2008
Beavis und Butt-head, zwei völlig verblödete 15-jährige Amerikaner und immer dümmlich lachend, gehören inzwischen fest zu der Welt der Kulttrickserien aus den USA. Eine Serie, in der nur scheinbar sinnloses Zeug passiert, aber im Großen und Ganzen eine Reflexion der amerikanischen Jugendkultur darstellt. Nun ist sie schon um die 15 Jahre alt und Jahre dauerte es, bis man die zwei Chaoten endlich auf DVD bewundern konnte. Doch leider leider: es ist keine "complete Collection". Vielmehr hat Mike Judge, der Erfinder, Sprecher, Komponist, Zeichner etc... der Trickserie sich dazu verleiten lassen, seine persönliche Auswahl zu treffen und das stinkt mir: was haben Fans davon, wenn ein Einzelner (auch wenn es der Schöpfer ist) bestimmt, was auf die DVD kommt und was nicht. Letzten Endes also kann man zwar viele Folgen sehen, aber nicht alle. Es ist auch nicht staffelsortiert, durchgehend chronologisch oder eben vollständig. Auch wenn die allererste Folge, "Frog Baseball", optisch offensichtlich in den Anfängen stand, so ist sie doch Kult unter den Fans, aber leider ist sie nicht mal bei den Extras dabei. Ausserdem fiel mir auf, dass so manche Folge nicht mal ungeschnitten ist. Beispiel 1: in "Rabies scare" wird Beavis von einem Hund gebissen und muss sich bei einem Arzt schmerzhaften Impfungen unterziehen. In den letzten Sekunden der Folge sehen wir den Arzt diabolisch lachen, während er auf ein Blatt Papier guckt (welches erst nur für den Arzt sichtbar ist). Dann: abrupte Schwarzausblende und die Folge ist zu Ende. Was soll das? Darf der Zuschauer nicht wissen, was da gespielt wird? Beispiel 2: in "Patiens Patiens" bekommt Butt-head eine Gebissspange verpasst, die ihm beide Kiefer zusammenpresst, während Beavis eine Brille verschrieben bekommt und dadurch nichts sehen kann. In den letzten Sekunden der Folge versucht Butt-head, ihm etwas zu erklären. Im Original schimpft Beavis ihn dann "Rede nicht mit deinem Hintern, sondern mit deinem Mund!". Auf der DVD fehlt die Szene. Fairerweise sind die Folgen, die auf den DVDs enthalten sind, teilweise wirklich gut und Klassiker sind auch dabei, etwa "No laughing" oder "The final judgement of Beavis". Aber andererseits hätten a) locker mehr Folgen draufgepasst und b) die Fans ohnehin eine möglichst vollständige und besser durchorganisierte Box verdient. DVD 3 enthält einige Extras, am besten ist die (einzige) Dokumentation der DVD, in der u.a. Mike Judge über die Gründung der Serie, ihre Machart und die Reaktionen darauf sprechen. Darüber hinaus gibt es zu sehen: die von Beavis und Butt-head kommentierten Musikclips (aber auch nur eine Handvoll), Gastauftritt-Ausschnitte und ein Thanksgiving-Special mit Kurt Loder. Die Qualität des Materials ist bestenfalls TV-Qualität, allerdings kann man hier wohl kaum auf eine Glamour-Optik oder glasklaren Sound hoffen. Die Menüs sind auf DVD 1 & 2 gleich aufgebaut, Animationen wie auch Ton sind inbegriffen. Sprachmäßig gibt es nur den englischen Ton (zum Glück, würd ich sagen), dafür gibt es massig Untertitel in sämtlichen Sprachen. Apropos: die deutschen Untertitel sind so lala. So manches übersetztes Wortspiel kann noch mit einem zugedrückten Auge angenommen werden, so manch anderes eher nicht.
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