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Rezensionen verfasst von
Johanna Gassner "Tabascofanatikerin" (Bayern)
(REAL NAME)   

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Walt Disney - Dschungelbuch IV Folge 4 - Mogli Kämpft Gegen Das Feuer [Musikkassette]
Walt Disney - Dschungelbuch IV Folge 4 - Mogli Kämpft Gegen Das Feuer [Musikkassette]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Wald brennt - Mogli handelt, 30. Januar 2012
Ich kann mir denken, dass etliche Menschen noch NICHTS von dieser Hörspielserie um den Disneyfilmklassiker "Das Dschungelbuch" wissen oder gehört haben. Es ist auch nicht ein Hörspiel zum Film, sondern mehrere Geschichten, die so "zwischen den Zeilen" passieren.
Ich kenne bisher seit Jahren leider nur diese eine Episode.
Gerne werd ich sie aber rezensieren:

Der im indischen Dschungel aufgewachsene junge Mogli und der Panther Baghira sind mal wieder auf dem Weg zum Menschendorf, wo Mogli gegen seinen Willen wohnen soll (entwickelt sich langsam zum Running Gag, nicht wahr?).
Beide bemerken eines Nachts eine Massenflucht verschiedener Tiere durch den Urwald. Des Rätsels Lösung: der Wald hat Feuer gefangen und dieses breitet sich weiter aus. Mogli kann die Elefantenarmee, die zufällig des Weges kommt, dazu überreden, Feuerlöschversuche zu starten. Während die Elefanten also einen auf Dschungelfeuerwehr machen, stürzen sich Mogli und sein Babyelefantenfreund in etliche Gefahren.

Kommen wir zu den Punkten, die mir am Hörspiel gefallen:
die Sprecher sind zum Teil gut ausgewählt und passend (ja, es sind neue Sprecher, NICHT die Originalstimmen aus dem Film), die Soundkulisse (sowohl Musik als auch Toneffekte) können sich hören lassen, die Story ist spannend und der Cliffhanger am Ende (ein Gewehrschuss in weiter Entfernung) sorgt für noch mehr Spannung. Baghira fungiert auch als Erzähler der Handlung und macht das sehr gut.
Doch natürlich gibt es etliche Details, die mir nicht so gefallen haben.
Nummer Eins: der Babyelefant. Einer der besten Kumpels vom Mogli, der deutlich ein Kind sein soll, wird von einem erwachsenen Sprecher gesprochen, jedoch ohne Hochpitschen oder sonstwas, dafür mit einer hoch angelegten Stimme. Da diese Figur etwa ab dem zweiten Drittel der Kassette eine grosse Rolle spielt und oft zu hören ist, ist das mehr oder minder eine Qual.
Auch dürften Fans Figuren wie Balu der Bär, die Wolfsfamilie und Schlange Kaa vermissen, denn sie tauchen im gesamten Hörspiel nicht auf.
Und bevor die Elefanten versuchen, den Waldbrand zu löschen, müssen sie ein leidlich unterhaltendes, aber lustloses Dschungelfeuerwehrlied dahintröten. Hätte man sich sparen können.
Last but not least: auch wenn das Hörspiel den Eindruck vermittelt, einiges Interessantes über das Leben im indischen Dschungel erzählen zu wollen: ein Löwe lebt NICHT dort.
Ich zitiere diese kleine Stelle, in der Mogli die ersten vor dem Feuer flüchtenden Tiere bemerkt:
Mogli: "Baghira! Wach auf! Ein Löwe!"
Baghira (gähnend): "Ein Löwe? Das kann nicht sein, die schlafen nachts!"
Nein, es kann deswegen nicht sein, weil Löwen da gar nichts verloren haben. Oder aber der Löwe hat sich ordentlich verlaufen und ist zufällig in dieses Inferno reingeraten.

Insgesamt also schwankt dieses Hörspiel qualitativ im Mittelfeld: Kinder (und Erwachsene) dürfen sich auf eine actionreiche Geschichte und viele tolle Figuren freuen, doch getrübt wird das Ganze durch das Fehlen von einigen beliebten Charakteren und möglicherweise durch den Babyelefanten. Dennoch hörenswert!


Otto's Ottifanten Nr.8 - Ottifant hat Geburtstag
Otto's Ottifanten Nr.8 - Ottifant hat Geburtstag

3.0 von 5 Sternen Kindergeburtstag auf ostfriesisch, 30. Januar 2012
Wieder eine dieser Hörspielserien, von denen ich nur eine oder zwei Episoden kenne. Trotzdem glaube ich, einen Eindruck von den "Ottifanten" vermitteln zu können.

Der "Ottifant" ist ja seit Jahrzehnten DAS Maskottchen des ostfriesischen Komikers Otto Waalkes.
In den 1980ern hatte sich - noch vor der Trickserie - eine Hörspielserie entwickelt, die mit der Trickserie der 1990er allerdings nichts zu tun hat.

Hauptfiguren sind der kleine Ottifant und seine Familie: Papafant, Mamafant und Schwesterfant (wehe, es fragt mich einer, warum er nicht Bruderfant heisst).
Sie leben auf dem ostfriesischen Land inmitten von Menschen, die restlichen Figuren sind also KEINE Ottifanten.
Damit müssten sie dort eigentlich fast schon einen Freakstatus haben, doch ihr Leben läuft normal und friedlich ab.
In dieser Geschichte dreht sich alles um Ottifants siebten Geburtstag und um den spannenden Tag davor. Er rätselt, was er bekommt, diskutiert mit seiner Schwester drüber und den Geburtstag verbringt er mit einem gelungenen Schultag, einer Party und etlichen Spielen.

Viel passiert abgesehen davon nicht. Die Essenz der Story ist die Freude eines Kindes auf seinen Geburtstag.
Die Sprache der Figuren ist sehr gefärbt vom Otto-Franchise ("Küsselchen aufs Rüsselchen", "Um Ottos Willen!", "Ottomobil", etc...) und dementsprechend humoristisch aufgelegt: immer gibt es irgendeinen Spruch oder eine lustige Weisheit für den Alltag.
Die Figuren sind ganz in Ordnung, man kann sich diese Familie teilweise als seine eigene vorstellen. Die restlichen Figuren - bis auf die Bekannte Trudigunde Schnatterjan - sind eher farblos und es gibt nicht viele von ihnen. Es gibt da noch die süsse Klassenkameradin Steffi von Ottifant, aber von ihr hört man auch nicht viel.
Was die Sprecher angeht, muss ich wieder sagen: erwachsene Sprecher für Kinderrollen einzusetzen kann in den Hörerohren wehtun. Das trifft ausgerechnet auf die Hauptfigur zu. Ottifant wird sogar vom selben Sprecher gesprochen, der schon das Elefantenkind in der Dschungelbuch-Hörspielreihe gibt. Seufz.
Die anderen Stimmen sind wesentlich passender und eträglicher, das gilt auch für den Rest der Familie. Frau Schnatterjahn klingt herzlich, wie ein Jedermanns ältere Tante oder Bekannte und Klassenkameradin Steffi hat eine erfrischend natürliche Stimme. Da stellt man sich direkt das schüchterne aber intelligente Mädchen aus der eigenen Schulzeit vor.

Nun gut, man kann sich gerne mal trauen, sich diese Geschichte anzuhören. Sie ist okay, einsteigerfreundlich und kann Laune machen. Vor allem natürlich Kindern, die selbst wissen, wie gross die Freude auf den Geburtstag ist.


Attack of the Killer Hog - Angriff des Killerschweinchens
Attack of the Killer Hog - Angriff des Killerschweinchens
DVD ~ Agustin Cavalieri

2.0 von 5 Sternen Unglaublicher Trash, nicht für Jedermann, gewürzt mit komischer Konfusion, 30. Januar 2012
Zuerst einmal: bei dieser DVD ist sich selbst die Filmseite ofdb.de nicht ganz sicher, ob dieser Film hier gekürzt ist.
Mein Eindruck ist, dass dieser Film nicht gekürzt wurde. Es mag auch daran liegen, dass es eh nicht viel zu kürzen gäbe.

Die Handlung im Groben: In einer argentinischen Grossstadt hält ein mordendes Plüschschwein (ja, wirklich) die Menschen in Angst und Schrecken. Scheinbar wahllos lauert es irgendwelchen Leuten auf und tötet sie, vorzugsweise mit allem, was Klingen hat.
Zwei Vermittler aber sind dem teuflischen Wesen auf der Spur.

Was ich eben geschrieben habe, sollte bei aller Absurdität logisch genug klingen.
Denn man darf mir glauben: in diesem Film passieren so viele Dinge, die einfach nicht erklärt werden (oder sollten, vielleicht sind sie zu mystisch!).
Warum ist ausgerechnet ein Schwein aus Plüsch als Killer? Keine Ahnung.
Warum ist eine Rede Adolf Hitlers zu hören, während wir ein kleines Mädchen sehen, das nach ihrem Kurzauftritt keine Rolle mehr spielt? Was weiss ich?
Wieso trifft einer der Ermittler einen zwergenhaften Rabbiner, der die Lösung des Falls in hebräischen Kreuzworträtseln sieht und Blut (!) trinkt? Keiner weiss es.
Und weshalb werden die Gestalten in diesen Film von Österreichern und Schweizern synchronisiert? Ein Mysterium.
Und die Fragen hören nicht auf...

Aber: genau das ist es, was das "Killerschweinchen" auszeichnet.
Es mag ein arg schlechter Film sein, aber die mehr oder minder unbeabsichtigte Komik und die Verwirrung, die sie regelmässig stiftet, hält ihn von einem Absturz in gähnende Langweile ab (auch wenn die Szenen hier und da straffer sein könnten).
Und habe ich schon die irre Synchronisation erwähnt? Nichts gegen Österreicher und Schweizer, aber diese Figuren - zum Grossteil Latinogestalten - mit österreichischem Dialekt etwa zu hören ist zu bizarr und köstlich als das ich es unerwähnt lassen könnte. Die Sprecher machen ihren Job mehr schlecht als recht, sorgen dafür aber wiederum für einige Lacher.
Einziger Nachteil alldem: das titelgebende Schwein rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Nicht nur, weil es relativ wenig mordet, sondern auch weil viele Charaktere und Geschehnisse im Film erscheinen, die das Plüschschwein in Sachen Absurdität und Verrücktheit sogar noch übertreffen.

Inhaltlich also lässt sich sagen: dieser Horrorschinken ist garantiert nicht Jedermanns Geschmack. Er mag den einen zu ekelhaft, den anderen zu wirr, wiederum anderen zu öde erscheinen. Doch wer ein Faible für Trash hat und dabei nicht mehr so viele Schmerzen spürt, kann ruhig einen Blick darauf werfen.
Es gibt zahlreiche bessere Trashfilme, aber der hier gehört immerhin nicht zum Schlechtesten (= Langweiligsten), finde ich.
Trotzdem sind mehr als 2 Sterne dem Film nicht wirklich gerecht. Er mag unterhaltsam sein, aber immer noch kein wirklich guter Film ;)

Technisch? Die Bildqualität ist auf ordentlichem VHS-Niveau (was auch an so manchen Streifen am Bildschirmrand zu beobachten ist), der Ton leider etwas leise.

An Extras gibt es vor allem Trailer und zwei Folgen der 2003 in Deutschland produzierten Mini-Animationsserie "Captain Vitamin", die übrigens nichts mit dem Hauptfilm zu tun haben. Auch diese Serie ist verrückt für sich.


Der heilige Franziskus
Der heilige Franziskus
von Joyce Denham
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reizendes christliches Märchenbüchlein für die Kleinen, 30. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der heilige Franziskus (Gebundene Ausgabe)
Das Werk "Der heilige Franziskus" ist ein vor allem an jüngere Leser gerichtetes Buch, das sie über das Leben des heiligen Franziskus (auch bekannt als Franz von Assisi oder Francesco) informiert.
Hierbei werden einzelne Stationen seines Lebens aufgenommen und kindgerecht erklärt, allzuviel Detailreiches sollte man daher nicht erwarten.
Diese Stationen sind etwa die Taufe von Franziskus, sein lasterhaftes Leben vor dem Wandel (sein Treffen mit einem Bettler), sein Ritterleben, sein Wechsel zum Leben als "Ritter Christi" und seine Begegnung mit dem Wolf von Gubbio.
Auch die heilige Chiara (auch Klara) wird einmal erwähnt, doch die Hauptfigur bleibt Franziskus.
Wie gesagt ist die Erzählung seines Lebens kindgerecht gehalten. Das spiegelt sich nicht nur in der Erzählweise wieder (auch wenn Bestrafungen Franziskus' durch seinen Vater oder Kriegshandlungen nicht unerwähnt bleiben) sondern auch in den liebevollen, farbenfrohen, aber nicht allzu detailreichen Bebilderungen zu jedem Kapitel. In meinen Augen ist das eine gute Methode, um Kinder für diese Geschichten zu interessieren.
Und für Erwachsene? Ich hatte zum Beispiel dieses Buch geliehen bekommen, um mich mehr über Franziskus Leben und Schaffen für einen künstlerischen Auftrag zu informieren. Immerhin gab es mir einen ausreichenden Überblick.


Twinings Selection Green Tee 25 Teebeutel
Twinings Selection Green Tee 25 Teebeutel
Wird angeboten von Candyhouse - Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 3,39

5.0 von 5 Sternen Probierpack mit erfrischenden Grünteesorten, 30. Januar 2012
Zugegeben, bei der Entdeckung dieser Zusammenstellung war ich leicht überrascht, immerhin war Twinings für mich eher repräsentativ für schwarze Tees (mal abgesehen von fruchtigeren Ausnahmen).
Aber natürlich griff ich zu, aus Neugier und weil ich sehr gerne grünen Tee trinke.
Und ich kann sagen: auch hier lohnt es sich, zu Twinings zu greifen.
Diese Packung enthält fünf Sorten mit je Fünf Beuteln: Grüner Tee Pur, mit Zitrone, mit Orange, mit Jasmin und mit Apfel.
Jede Sorte - bis auf Apfel - kannte ich vorher schon und auch die Twiningstees munden wundervoll und erfrischend, auch mein persönlicher "Neuling", der grüne Tee mit Apfel, schmeckt sehr gut.

Man kann also gut und gerne zugreifen, wenn man grünen Tee ohnehin mag oder ihn mal probieren will beziehungsweise wenn man sich zwischen diesen fünf Sorten, die auch seperat erhältlich sind, nicht entscheiden kann.


Twinings Selection Black Tee 25 Teebeutel
Twinings Selection Black Tee 25 Teebeutel
Wird angeboten von Candyhouse - Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 3,29

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarze Teesammlung zum Probieren und Geniessen, 30. Januar 2012
Twinings hatte sich im Laufe der letzten Jahre zu einer meiner Lieblingsteemarken entwickelt. "Schuld" daran tragen vor allem ihre schwarzen Tees.
Diese kann man mit dieser Selection-Packung mit fünf unterschiedlichen schwarzen Tees kennenlernen oder nochmal geniessen.
Diese Sorten sind Earl Grey, Lady Earl Grey, Darjeeling, Prince of Wales und English Breakfast. Geschmacklich sind sie einander sicher nicht Lichtjahre entfernt, aber jeder Tee hat seinen Charakter. Der English Breakfasttee etwa ist der stärkste unter diesen Sorten und das schmeckt man auch - eine gute Alternative zum Morgenkaffee (allerdings eignen sich alle diese Sorten hervorragend dafür). Und der Lady Earl Grey hat einen leicht fruchtig-milderen Geschmack.

Kurz: mit diesen Schwarztees kann man eigentlich nichts falsch machen. Und auch wenn man kein Teefan oder -kenner ist und trotzdem einem guten Tee nicht abgeneigt ist, kann sich ruhig ein Tässchen dieser Zusammenstellung gönnen.
Auch ist sie prima geeignet für Entscheidungsschwache, die vor einem Teeregal voller Twiningssorten stehen und nicht wissen, welche sie kaufen sollen.


Die Pinguine - Band 1
Die Pinguine - Band 1
von Sven Himmen
  Broschiert
Preis: EUR 12,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Einstiegsband, 16. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Pinguine - Band 1 (Broschiert)
Die Pinguine - das sind zum einen zwei Pinguine. Sie haben keine Namen, unterscheiden sich lediglich dadurch, dass einer der beiden ein Härchen am Kopf hat und sich auch anders verhält als sein Freund.
Beide leben angeödet im ewigen Eis vor sich hin, kommentieren mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus ihre Lebensumstände, ungewöhnliche Vorkommnisse und ihre Versuche, aus ihrem Alltag etwas Vernünftiges herauszuholen.

Zum anderen ist dies eine Webseite, wo quasi die Geburt dieser molligen Seevögel stattfand, die seit Jahren in regelmässigen Abständen die Leserschaft mit neuen Strips versorgt. Dazu erscheint nun dieses erste Buch.

Würde ich "Die Pinguine" mit anderen Comics vergleichen, so würde ich sie ein bisschen als eine Mischung aus "Garfield" und den dadaistischen Comicgeschichten von (Stefan) Katz & (Max) Goldt bezeichnen. Vor allem inhaltlich. Die Trägheit und der Sarkasmus des Katers Garfield mixt sich durchaus mit dem oft herrlich sinnlosen Humor von Katz & Goldt.
Optisch sind die Zeichnungen einfach gehalten, aber der Zeichner Sven Himmen macht sich auch darüber gerne lustig, nicht nur in den Strips selbst, sondern auch im "Bonusmaterial". Man mag sich zuerst vielleicht ärgern über diese Schlichtheit, doch gerade in dieser entfalten sich viele der Gags (apropos Gags: auch u.a. Freunde von Wortspielen kommen auf ihre Kosten).

Freilich ist es Voraussetzung, sich auf diesen Stil einlassen zu wollen.
Aber wer sich unsicher ist, kann ja erst einmal auf diepinguine.de Probe lesen.

An dieser Stelle fragt sich sicher der eine oder andere Interessent: wozu das Buch kaufen, wenn man dasselbe Material kostenlos online lesen kann?
Das schon erwähnte Bonusmaterial, das nicht zahlreich, aber immer noch interessant und vor allem unverzichtbar für Fans sein dürfte, allen voran die Entstehungsgeschichte der putzigen Viecher, verfasst vom Autor selbst.

Ein Nachteil, für den ich einen Stern abziehe: das Preis-/Leistungsverhältnis.
Für 12 Euro hätte ich mehr Material erwartet bzw. für dieses Material einen etwas kleineren Preis. Gut, ich ärger mich schon, wenn ich für einen "volleren" Manga knapp 7 Euro zahlen muss (v.a. wenn ich dran denke, wie viel weniger ich dafür in DM-Zeiten gezahlt hätte), aber dennoch möchte ich das erwähnen.

Doch immer noch ist es ein geeigneter Einstiegsband in die eisige Welt der Pinguine, von denen es - so hoffe auch ich - noch mindestens einen weiteren Band geben wird.
Die Pinguine - eine Serie an amüsanten Strips für Zwischendurch, zum Abschalten und Schmunzeln.

Last but not least ein weiterer Lesetipp zum selben Autor: sein Buchdebüt "Nicht immer nur meckern".


Abgedreht [Director's Cut]
Abgedreht [Director's Cut]
DVD ~ Jack Black
Preis: EUR 10,25

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschwedete Klassiker - Eine Hommage an Kreativität, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Abgedreht [Director's Cut] (DVD)
Eine kleine Videothek läuft lausig - die DVD hat schon längst Einzug in die Medienwelt gehalten und nur wenige Kunden verirren sich dahin, um VHS-Kasetten auszuleihen. Doch dann gerät das Geschäft aus den Fugen: der meschuggene Freund Jerry (Jack Black) des jungen Videothekars Mike (Mos Def) lädt sich nach einem Unfall magnetisch auf und löscht beim Hereinspazieren in den Laden alle Videobänder. Die Kunden sind verärgert und als die Ursache für das Unglück herausgefunden wurde, will auch noch eine weitere Kundin "Ghostbusters" ausleihen.
Aus lauter Verzweiflung und Mangel an Alternativen drehen die zwei Freunde den Film kurzerhand selbst nach, mit Hobbykamera, unfreiwilligen Komparsen und jede Menge gebastelter Kinkerlitzchen für die Spezialeffekte.
Diese hausgemachten Fassungen, von Jerry getauft "Geschwedete Filme", sprechen sich rum - und ein unerwarteter Ansturm füllt die Videothek, die Filme werden auch noch von den begeisterten Kunden unterstützt. Doch der Ärger lauert mit der Zeit auf die Crew, nicht nur wegen des maroden Gebäudes, auch in Form von Anwälten gegen Urheberrechtsverletzungen...was tun?

"Be kind rewind", hier unkreativ und austauschtbar eingedeutscht "Abgedreht", hat zweierlei Gesichter.
Einerseits lebt der Film davon, sämtliche populäre Filmklassiker auf billigste Art und Weisen in einzelnen Szenen nachzuspielen.
Andererseits - und das ist eigentlich paradox - enthält er eine nicht zu unterschätzende Botschaft: Kreativität ist alles, damit lässt sich "billig" nicht automatisch mit "schlecht" abstempeln. Denn was Mike und Jerry in ihrer Not unternehmen, um diese Filme mit wenigen Mitteln nachzuspielen ist köstlich anzusehen und erstaunlich dazu. Das kommt auch davon, wenn man bereits Filme gewohnt ist, die Millionen von Dollars in den Wind blasen und am Ende dennoch nach Nichts aussehen.

Diese Botschaft wird gegen Ende noch deutlicher, als die Leute einen Film mit eigener Handlung drehen.
Und es macht nicht nur Lust, selbst wieder eigene Ideen in die Realität umzuwandeln, es rührt auch an neben all dem Lachen. Weil auch deutlich wird, wie viele Menschen sich von diesem Filmverfahren anstecken lassen, was gar nicht erwartet wurde.

Was die Story angeht hab ich aber nicht nur Loblieder zu singen.
Neben diesem Hauptplot - dem Drehen eigener Filmfassungen - wird auch das Vorbild von Mike, der (reale) Jazzmusiker Fats Waller behandelt, der angeblich damals im Gebäude dieser Videothek zur Welt kam.
Manchmal ist diese Nebengeschichte eben hervorragend mit dem Rest verwoben, manchmal weniger, mit anderen Worten: gelegentlich wirkt diese Koexistenz der Fats Waller-Handlung erzwungen, unglücklich reingerutscht.
Dann gibt es wenige Szenen, die man sich gleich hätte sparen können, da sie nichts zum Film beitragen und schnell vergessen sind (etwa Mikes Zuneigung zur Laiendarstellerin Alma).

Dennoch: der Film ist meiner Meinung nach gelungen und nicht nur fürs Auge ein Genuss.
Unterstützt wird er von gut aufgelegten Darstellern wie eben Jack Black, Mos Def, Danny Glover und von etlichen Komparsen (zum Glück nicht von verbrauchten Hollywoodgesichtern gespielt, wie man das anderswo gern umgesetzt hätte).

Doch letztendlich war es der Regisseur Michel Gondry, der seine Kreativität walten liess. Meiner Meinung nach ist sein Merkmal das wirre und doch wunderschöne visuelle Spiel mit Bildern, das zwar in "Abgedreht" nur teilweise durchscheint (in den Montagen, die zeigen, welche Filme nachgedreht werden), aber man dürfte wenig vermissen.
Man sollte es sich nicht entgehen lassen, mal andere Werke von Gondry kennenzulernen und zwar nicht nur andere Filme wie "Vergiss mein nicht", sondern auch bekannte bildgewaltige Musikvideos wie "Around the World" von Daft Punk.

Dann noch ein paar Worte zur DVD:
Das Menü ist zum Teil animiert, mit Ton unterlegt und verkörpert sehr passend das Konzept des Films.
Die Sprachen sind Deutsch und Englisch, es gibt deutsche Untertitel, die obligatorische Szenenauswahl, die Extras und eine Handvoll Trailer zu anderen Filmen wie "Das Waisenhaus".
Die Extras: das wären ein Making Of, ein Gespräch zwischen Regisseur Gondry und Hauptdarsteller Jack Black, ein Portrait des im Film behandelten Städtchens Passaic, die Eigenproduktion des Fats Waller-Films in voller Länge zum Selberanschauen und ein bisschen anderes mehr.
Nur eines hab ich hier schmerzlich vermisst: Trailer zum Film.
Warum?
Weil etwa dem Zuschauer die tolle von Gondry selbst "geschwedete" Version des offiziellen Filmtrailers entgeht. Es ist traurig, wenn lauter Trailer zu anderen Filmen enthalten sind, aber nicht mal zum Hauptfilm selber.
Zugegeben, das ist kein Beinbruch und nicht so ergiebig wie ein Making Of, aber ich halte es für erwähnenswert.

Was ist das Fazit von "Abgedreht"?
Der Film mag seine kleinen Schwächen haben, aber Filmfreaks und Fans (und solche, die nah dran sind) sollten sicherlich mal ein Auge darauf werfen, sich von Einfallsreichtum und Herzblut vor und hinter der Kamera anstecken lassen und wenigstens zum Schmunzeln angeregt werden.
Eine Träne wird man während des Filmes wohl kaum vergießen, mit gewisser Wahrscheinlichkeit - bildlich gesehen - eher danach, wenn man nach diesem Filmgenuss wieder in die eigene Realität der Filmwelt tritt und erneut sieht, mit welcher Seelenlosigkeit Reissbrettfilme mit viel Kohle am laufenden Band allerortens fabriziert werden.
Die Liebe zum Film sollte eben belohnt werden mit Filmen, mit Liebe gemacht.


Mrs. Fry's Diary
Mrs. Fry's Diary
von Mrs. Stephen Fry
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frau Fry plaudert frei heraus, 25. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mrs. Fry's Diary (Gebundene Ausgabe)
Stephen Fry - ein verheirateter Mann und Familienvater? Ein Trunkenbold und verantwortungsloser Tunichtgut?

Sich das vorzustellen ist nicht einfach, schliesslich gehört er ohne Zweifel zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Englands. Er hat schon etliche Bücher geschrieben und in Film und Fernsehen mitgewirkt, macht aus seiner Homosexualität keinen Hehl und er wird im Grossen und Ganzen als Gentleman gesehen.
Dieses Bild dürfte nun durch das Tagebuch einer gewissen Edna Fry ordentlich verzerrt werden. Edna Fry ist laut diesem Buch die Gattin von ihm und das immerhin seit 16 Jahren. Mit ihm hat sie ein Rudel von sechs Kindern. Oder doch sieben? Sie ist sich selbst da nicht ganz sicher (das Baby wird noch gesucht).
Ausserdem verbringt sie ihr Leben als ganz normale Hausfrau, während Stephen scheinbar als einfacher Fensterputzer und später auch Taxifahrer die Brötchen der Familie verdient.
Sie träumt derweil, mit dem Schreiben von Gedichten ihr Leben zu bereichern. Doch desöfteren glaubt sie, hinter der Fassade ihres Mannes ein Doppelleben zu entdecken.

Es muss wohl nicht erklärt werden, dass das Buch nicht ganz der Realität entspricht. Man kann es also - trotz der realen Nebenfigur - als fiktives Buch betrachten.
Geschrieben ist dieses in der ersten Person in Tagebuchform. Das heisst, dass nahezu jeder Tag im Jahr einen Eintrag beinhaltet. Mal umfassen die Einträge nur ein paar Zeilen, andere gleich ein paar Seiten. Und letzteres sind Geschichten mit mehr Relevanz, so dass wir nicht nur banale Alltagsgeschichtchen einer gelangweilen Hausfrau ertragen müssen. Aber auch selbst die sind unterhaltsam.
Dafür sorgt ein Schreibstil, der an feines Upper Class English erinnert, bei dem sich eine Person wie Edna Fry vielleicht bedienen würde, um sich selbst zu erhöhen. Ausserdem ist sie stets optimistisch, egal wieviel Chaos die Kinder und der Ehemann stiften. Vor allem aber strotzt das Tagebuch vor Pointen, die den Geschichten erst den richtigen Pfiff verleihen.
Ein Beispiel?
Bitte (von mir ins Deutsche übersetzt):

"Letzten Abend gingen Stephen und ich ins Kino. Wir konnten uns erst nicht entscheiden, was wir uns ansehen wollten: Avatar 3D oder den aktuellen Woody Allen? Allerdings kann ich diese lächerliche Brille nicht ausstehen, also schauten wir Avatar."

oder auch:

"Oh du liebes Bißchen! Stephen hat seinen Du-weisst-schon mit Sekundenkleber eingeschmiert! Wie gern würde ich es jemandem anvertrauen, doch meine Lippen sind versiegelt."

Es sind nur zwei von vielen Einträgen. Die Geschichten sind meist durcheinandergewürfelt und nicht von grosser Relevanz für den eigentlichen roten Faden, eben jenen, dass Edna Fry so langsam ahnt, dass ihr Mann irgendetwas verbirgt und sie dieses Geheimnis zu lüften versucht.
So wechselt man zwischen beliebigen "Zwischengeschichten" und einer eigentlichen, durchgehenden Handlung.
Ich erwähne dies, weil "Mrs. Fry's Diary" Lesern, die eine ungestört fliessende Handlung unbedingt bevorzugen, weniger Spass machen dürfte. Ich kann es eher Lesern empfehlen, die es nicht als störend empfinden, eben im Tagebuchtakt oder im Anekdoten- und Kolumnenstil zu lesen.

Und mit "beliebig" meine ich nicht "vergessenswert" oder "nicht die Zeit wert", sondern, dass die kleinen Geschichten dazwischen eben eigentlich für die gelegentliche Erheiterung sorgen und sich dabei in den Themen fleissig abwechseln: mal geht es um die einzelnen Kinder (die irrwitziger Weise zum Beispiel "Brangelina" oder "Hugh Jr." - nach Hugh Laurie - heissen), in anderen Malen beschreibt Edna ihre Besuche eines Dichterinnenclubs, dann wiederum berichtet sie von Meinungsaustauschen mit den mehr oder minder verzweifelten Lehrkräften ihrer Kinder, aber im Zentrum dürfte ihr Mann Stephen stehen, der praktisch ihre Welt darstellt, auch wenn ihm die Pflege seiner Ehe scheinbar nicht allzu sehr am Herzen liegt.
Müsste ich diese Ehe mit einer anderen der Popkultur vergleichen dann mit der von Homer und Marge Simpson aus der Trickserie "Die Simpsons", oder um es auf den Punkt zu bringen: er verbockt und sie vergibt. Oder so ähnlich.

Doch weg von Vergleichen.
Wie schon gesagt, der Witz des Buches wird durch amüsante Anekdoten einer englischen Familie, durch die gelungen Pointen und den schier unzerstörbaren Optimismus von Edna Fry bestimmt - was auch ihr Mann oder die Kinder für Unfug stiften, Edna sieht darin eigentlich immer das Gute.
Und somit bleibt auch dem Leser eine gewisse heitere Laune erhalten, so nach dem Motto "Humor ist, wenn man trotzdem lacht". Und Lachen beim Lesen von "Mrs. Fry's Diary", das kann durchaus vorkommen!

Den Stern Abzug gibt es lediglich dafür, dass - so sehr mir diese übrigens recht aktuelle Werk von Fry gefallen hat - es nicht so ein prägendes Leseabenteuer war wie das grandiose "Geschichte machen" oder das autobiographische "Columbus war ein Engländer". Im Hinblick dessen halte ich 5 Sterne dann doch für übertrieben, aber allemal bleibt dieses fryische Tagebuch ein Kauf- und Lesetipp!

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass dieses Buch bislang nur auf Englisch erschienen ist. Eine deutsche Übersetzung existiert noch nicht auf dem Buchmarkt (Stand: Mai 2011).


Tohuwabohu: Staffel 1-3 (Folgen 01-12) [3 DVDs]
Tohuwabohu: Staffel 1-3 (Folgen 01-12) [3 DVDs]
DVD ~ Jazz Gitti
Preis: EUR 19,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nonsens pur aus Österreich, zum ersten Mal käuflich zu erwerben, 14. Mai 2011
Menschen wie ich, die aus dem süddeutschen Raum kommen, kennen ganz sicher das "TV-Chaotikum" aus Österreich namens "Tohuwabohu".
In dieser Trash-Sendung versteht sich Tohuwabohu als eigener kleiner Sender (zuerst Radio, dann TV), der den Siegeszug durch die Fernsehlandschaft abhalten möchte. Das ist im Großen und Ganzen auch der rote Faden durch fast alle Folgen, eine Handlung im klassischen Sinne gibt es ganz und gar nicht, der Name der Show ist also Programm.
Und das darf man sich ruhig zu Herzen nehmen: Was heute längst praktisch in Hollywood-Kinofilmen Standard ist, hatte Tohuwabohu schon vorgelebt: kurze bis extrem kurze Filmschnipsel füllen die Folgen, ein Ausschnitt jagt den nächsten, Selbstgedrehtes mischt sich mit Fremdmaterial, Originalton mit berühmten Songs, kein Satz passt auf den nächsten oder vorherigen Satz (zumindest scheinbar nicht), alle möglichen Leute und Tiere schummeln sich dazwischen, Endergebnisse und Outtakes wechseln sich ab...
Erwiesen hat sich dieses Konzept als neuartig und herrlich absurd. So ernten auch Witze, die sonst wegen ihrer lahmen Pointe oder halbwitzigen Dialoge eher durchfallen würden, einen Lacher, weil man kaum noch Zeit bekommt, die Pointen zu "verdauen". Auch ein Grund zum Lachen.

Tohuwabohu erschien zum ersten Mal 1990 auf der Bildfläche und existierte bis 1998. Gesendet wurde auf dem ORF, dem Bayerischen Rundfunk und auch auf 3sat.
Schöpfer ist der zu jung verstorbene Helmut Zenker, auf dessen Kappe auch die bekannte österreichische Krimiserie "Kottan ermittelt" geht.
Bis 2010 konnte Tohuwabohu in keiner Form käuflich erworben werden mit der Begründung, dass es aufgrund des massiv genutzten Fremdmaterials wie Lieder und Archivaufnahmen nicht möglich wäre, dies zum Kauf anzubieten.
Nun ENDLICH und dazu noch als eine DVD-Box kommen Fans wie ich auf ihre Kosten.

Auf dieser DVD-Box, die vorerst die einzige bleiben soll, sind zwölf reguläre Folgen und damit die ersten drei Staffeln enthalten. Als Bonus gibt eine dreizehnte Folge, die eigens für den Wettbewerb um die Goldene Rose von Montreux 1992 erstellt wurde. Doch soweit ich sehen konnte, hatte Tohuwabohu wohl damals den Kürzeren gezogen.
Wann und vor allem ob die restlichen 46 Folgen noch auf den Markt kommen werden das entscheidet wohl der Erfolg dieser DVD-Box.

Was die Folgen inhaltlich angeht: die ersten paar Folgen hatten noch lange nicht die lebhafte Hektik und Schnelligkeit der späteren Folgen, welche dann den Standard bildeten, erst nach der Hälfte der zwölf Folgen etwa dreht man die Geschwindigkeitskurbel merklich nach oben.
Am Anfang der Geschichte von Tohuwabohu war man noch eher darauf konzentriert, eine gewisse Hintergrundgeschichte zu bieten: Brigitte Jazz oder auch Jazz Gitti genannt will mit einem neuen Sender namens Tohuwabohu profitieren. Geldgeber, gespielt von Franz Suhrada und später auch von Günter Tolar, sind über das Programm alles andere als begeistert. Für sie könnten das Niveau und die Qualität nicht viel tiefer sinken und verlangen gefälligst erfolgreiche und damit profitable Sendungskonzepte. Doch zum Glück finden sich immer neue ruhmgeile Opfer, die bei Jazz Gitti sich als Schauspieler anbieten und da sich das gesamte Senderbüro in einem Wohnwagen befindet (später zumindest), kann Jazz Gitti bei Bedarf vor Steuereintreiber und vor der Polizei flüchten.
Fans sehen es so oder so, aber ich finde die späteren Folgen, die noch chaotischer und flotter wurden, am besten. Nicht zuletzt, weil auch das Personal zunahm. Dieses bestand im Wesentlichen aus österreichischen Künstlern, Schauspielern, B- und C-Prominenten der 1990er, unter ihnen Fritz Muliar, Vera Rosswurm, Simone, Chris "Voice of ÖBB" Lohner, Sigi Maron und sogar Formel 1-Kommentator Heinz Prüller.

Doch zurück zur DVD: Die Folgen sind allesamt in TV-Qualität, also eine "Digital Remastered Edition" oder derartiges sollte man leider nicht erwarten. Aber da das Warten der Fans so lange dauerte, denke ich, kann man das mal verzeihen.
Auf jeder der drei DVDs befinden sich vier Folgen mit Ausnahme der dritten DVD, worauf sich noch als (einziges) Extra die Montreux-Folge befindet.

Die DVD-Menüs sind animiert und auch mit Ton unterlegt (vor allem Musik), man kann die Folgen auswählen, aber eine Kapitelauswahl im Menü dazu gibt es nicht.
Neben der schönen Box gibt es noch ein überraschend textreiches Booklet, das zu jeder Folge das Erscheinungsjahr, die Darsteller und allgemein zur Show fünf relativ tiefsinnige Kolumnen enthält (Verfasser leider nicht zu erfahren).

Fazit: was gibt es besseres für Fans?
Tohuwabohu ist wieder da! In altem Glanz auf einem modernen Medium.
Wer Tohuwabohu bereits kennt und liebt, der wird beim Anblick und Ansiehen dieser DVD-Box sicher vor Freude auf die "Goschn fliang", wer dagegen Tohuwabou gar nicht kennt und zudem außerhalb des österreichischen und süddeutschen Raums entstammt, dem kann ich nicht garantieren, ob ihm der Humor zusagt oder er die wienerisch-österreichische Sprechweise verstehen wird.
Doch zutrauen kann ich es den Leuten, einmal probeschauen lohnt sich allemal. Und ich hoffe, dass diese wunderbare Trashshow durch die Veröffentlichung der DVD-Box einmal mehr vor dem Vergessen bewahrt werden kann.


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