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Rezensionen verfasst von
Johanna Gassner "Tabascofanatikerin" (Bayern)
(REAL NAME)   

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Die unfreiwilligen Reisen des Putti Eichelbaum.
Die unfreiwilligen Reisen des Putti Eichelbaum.
von Bernt Engelmann
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Amüsante und auch spannende Einblicke in das Leben des "Putti" Eichelbaum, 6. Januar 2016
Kann die Geschichte eines Juden, der mit seiner Familie aus Nazideutschland vertrieben wird, sogar lustiges enthalten? Und darf man das erzählen?

Bernt Engelmann, Jugendfreund der Hauptfigur, tat dies. Erzählt wird die wahre Geschichte des Richard "Putti" Eichelbaum, Sohn eines erfolgreichen und beliebten Anwaltes, Berliner und Jude. Schon 1933, im ersten Jahr des Dritten Reiches, fliehen er und seine Eltern aus ihrer Heimat und das ist der Anfang einer Odysee, sie sich in den Jahren danach von Italien über die Schweiz und Südamerika bis hin in die USA ziehen wird. Dort angekommen schlägt er sich mit verschiedenen Jobs durch, bis er als Soldat (obwohl als "feindlicher Ausländer" klassifiziert) einberufen wird, um für die US-Armee im Kampf gegen die Nazis zu dienen.

Dieses Buch bietet einiges: eine gute Prise Humor, historische Hintergrundinformationen und einen Einblick in das Leben eines Jungen, der aufgrund seiner Religion die eigene Heimat verlassen muss und vieles neues lernen muss. Doch ist dies alles auch lesbar? Definitiv ja.
Bernt Engelmann beschreibt diese relevanten Lebensepisoden seines Freundes mithilfe von Dokumenten und Eichelbaum selbst. Trotzdem verkommt das Buch nicht zur trockenen Biographie oder Geschichtslektion. Es ist eine recht persönliche Geschichte, die neben den Nöten und Tragödien auch die Freuden des Lebens (etwa Liebesgeschichten) und zahlreiche Anekdoten auf den Tisch legt. So werden amüsante Ereignisse aus der Zeit in "Puttis" Soldatenkarriere geschildert und humorvolle Gespräche zitiert (teils auch mit Galgenhumor). Langeweile kommt da kaum auf. Ergänzt wird die Geschichte mit einigen Schwarzweiss-Fotos (sowohl aus Eichelbaums Leben als auch etwa Fotos von politischen Grössen jener Zeit) und Jahreszahlen mit historischen Fakten dazu.
Was mich persönlich allerdings ein wenig stört ist das abrupte Ende. Es mag mit einer befriedigenden Note für die Hauptfigur enden, allerdings hätte ich zumindest einen Epilog oder ähnliches erwartet, um etwa zu erfahren, wie es Eichelbaum nach dem Krieg erging.

Wer gerne Biographien zu Personen jener Zeit des Dritten Reichs und Zweiten Weltkriegs liest und sich nicht daran stört, dass diese auch mal von weniger berühmten Persönlichkeiten stammen können, wird mit Sicherheit Gefallen an diesem Buch finden.


Dr. Oetker Prinzessin Lillifee Glasur mit Erdbeergeschmack, 10er Pack (10 x 125 g)
Dr. Oetker Prinzessin Lillifee Glasur mit Erdbeergeschmack, 10er Pack (10 x 125 g)
Preis: EUR 9,90

2.0 von 5 Sternen Geschmacklich okay, wäre da nicht die ungeeignete Konsistenz der Glasur..., 1. Dezember 2015
Ich schreibe hier lediglich eine Rezension, weil man vielerorts nur diese Glasur findet, sollte man die Idee bekommen, Gebäckstücke mit rosafarbener Glasur zu schmücken. Diese Rezension gilt übrigens auch für ein ganz ähnliches Produkt, dass ebenfalls eine rosa Lillifee-Glasur darstellt, nur zum Aufweichen fürs Wasserbad, ohne Angabe des Geschmacks dafür mit einem Hinweis auf einen "Feenglitzer" oder sowas ähnliches.

Wie gesagt, vielerorts finde ich nur diese eine rosa Glasur und dann ist es bitter, folgendes darüber zu schreiben:
Zwar gibt es geschmacklich nicht viel auszusetzen (sehr zuckrig eben mit einer leichten fruchtigen Note), aber mich enttäuscht doch sehr, dass diese Glasur nicht härtet und farblich konstant bleibt wie andere Glasuren (wie etwa Schokolade). Nicht mal nach Stunden.
Da kann man etwa Kuchen, Donuts oder was auch immer am Abend mit dieser Glasur brav nach Anleitung bedecken und dann die ganze Nacht in Ruhe lassen: die Glasur läuft zur Seite, tropft und hinterlässt eine ziemlich durchsichtige, rosaschimmernde dünne Schicht, die die Glasur sein soll. Auch an den Fingern klebt das Produkt dann entsprechend feucht. Wenn ich mir dann vorstelle, dass dieses Produkt auch für Kinder gedacht ist, kann ich Eltern nur raten, auf eventuell vermehrte Kleckereien zu achten.

Jedenfalls: Vom Geschmack her mag es noch gehen, aber solange diese Glasur sich nicht auf dem Gebäck halten kann, nehme ich mir doch die Zeit und schau mich nach Ersatzprodukten um, versuche mich an einer selbstgemachten Glasur oder beschränke mich auf andere Sorten. Auf "Lillifee" verzichte ich besser in Zukunft.


Rebel Kitchen - Chocolate Mylk - 200ml
Rebel Kitchen - Chocolate Mylk - 200ml
Wird angeboten von BeautyBox Products UK
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Kräftig und gut schmeckender Kakao-"Ersatz", 13. November 2015
Sie sind in der Laune, sich mal einen Kakao zu Gemüte zu führen, der nicht zwingend mit Kuhmilch hergestellt werden muss? Aus welchen Gründen auch immer?
Gute Produkte in der Hinsicht gibt es einige und die "Chocolate Mylk" von Rebel Kitchen gehört definitiv dazu.
Zuerst einmal: Sicherlich bietet sie einen Eigengeschmack und schmeckt nicht ganz genau wie z.B. Nesquick. Aber das ist jetzt keine negative Anmerkung. Denn der Eigengeschmack stört (mich zumindest) überhaupt nicht. Der Geschmack ist sogar recht kräftig, sehr schokoladig-intensiv. Und das gefällt mir am besten an dem Produkt. Falls Sie nichts für Kokos übrig haben (der Milchersatz hier ist eben aus der Kokosnuss): Ich für meinen Teil schmecke kaum Kokos heraus, sondern hauptsächlich Schokolade.
Nebst veganen Kakaos wie von Alnatura oder alpro kann ich diesen ebenfalls sehr empfehlen.


Child of Light (Deluxe Edition inklusive Download Code)
Child of Light (Deluxe Edition inklusive Download Code)
Preis: EUR 11,00

5.0 von 5 Sternen Ein gelungener RPG-/Jump & Run-Mix, aber auch ein Kunstwerk, 29. September 2015
STORY:
Ende des 19. Jahrhunderts: Die kleine Prinzessin des Herzogtums Austria (nein, nicht ganz das reale Österreich oder Österreich-Ungarn) fällt in einen tiefen Schlaf. Sie findet sich in einer anderen Welt namens Lemuria wieder, wo sie auf allerlei dunkle Kreaturen, aber auch auf hilfreiche Gefährten trifft. Auroras Aufgabe - so wird sich zeigen - ist es, Umbra "die Königin der Nacht" und deren Töchter unschädlich zu machen, da diese Lemuria und auch Austria in Dunkelheit und Terror stürzten...

GAMEPLAY:
Am ehesten würde ich "Child of Light" als eine Mischung als Jump & Run und RPG (Rollenspiel) bezeichnen.
Einerseits steuert man die Hauptfigur Aurora durch diverse Landschaften, um diese zu erkunden und um versteckte Items zu finden (später auch fliegend), andererseits sind in diesen Landschaften auch reihenweise böse Kreaturen verteilt und sämtliche Kämpfe mit ihnen und den Boss-Gegnern ähneln wiederum RPG-Spielen: Aurora und ihre nach und nach angeschlossenen Gefährten haben eigene Waffen, magische Kräfte, Stärken und Schwächen sowie eigene Lebensenergie- und Kampfkraft-Meter. In diesen Kämpfen sind allerdings immer zwei Spielfiguren gleichzeitig erlaubt (egal bei wievielen Gegnern), sodass auch Strategie gefragt ist, welche Kämpfer jeweils am besten taugen.
Aber jeder gewonnene Kampf belohnt den Spieler, im besten Fall mit Rangsteigerungen einzelner Kämpfer, aber auch mit Items und Fertigkeitspunkten.
Dieses Spielprinzip ist simpel und gut zu steuern, sodass auch Anfänger sich damit gut zurechtfinden dürften. Dennoch müssen sich erfahrene Spieler nicht davor fürchten, sich zu langweilen.
Gesteuert wird grundsätzlich mit Tastatur und Maus. Die Maus dient dabei auch dazu, Auroras ständigen Begleiter Igniculus zu steuern. Das klingt umständlich, wird sich aber als notwendig und praktisch erweisen (Igniculus kann unbegrenzt in alle Ecken und Wände gelangen, um Items zu sammeln sowie weitere Aufgaben erledigen, die Aurora nicht stemmen kann).

GRAFIK:
Die Grafik sticht locker in diesem Spiel heraus und wirkt wie ein grosses Kunstwerk, in dem gespielt wird: Ein Mix aus Aquarellmalereien und wenig 3D verwandeln "Child of Light" in eine Augenweide. Dabei wirkt die Hauptfigur Aurora stets dreidimensional, während alles andere (auch die meisten anderen Figuren) zweidimensional wirken. Ob das mit dem Clash zweier verschiedener Welten zu tun hat? Die Animationen sind flüssig und ebenso schön anzusehen.

MUSIK UND SYNCHRONISATION:
Die Musik stammt aus der Feder der jungen, kanadischen Musikerin Béatrice Martin a.k.a. Cœur de pirate und trägt wesentlich zur Atmosphäre und zum Spielspass bei. Wunderschöne Klänge, mal subtil, mal episch-wuchtig, begleiten Aurora durch das Spiel.
Eine Synchronisation gibt es nicht in "Child of Light", da jede Konversation in Untertiteln abläuft. Lediglich kann man in wenigen Abschnitten des Spiels eine Erzählerin sprechen hören, aber das war's auch schon. Stimmen der eigenen Spielfiguren hört man niemals (auch kein "Uff" oder "Aah" bei Treffern durch Gegner), was sie leider ein wenig unlebendig wirken lässt. Lediglich die feindlichen Kreaturen geben Schreie oder sonstige Töne ab, wenn sie auf Begegnungen oder Treffer reagieren.

MENÜS UND OPTIONEN:
Das Hauptmenü bietet die üblichen Notwendigkeiten in einem Spiel: Starten eines neuen Spieles, Laden eines alten Spielstandes ("Continue", Ändern der Spieleoptionen, aber auch das Nachlesen des Abspanns, DLC (Downloadable Content) und der Wechsel zu UPlay, der Ubisoft-eigenen Spielerplattform zum Download von Items und anderem (mehr dazu unter "Extras").
Beim Beginnen eines neuen Spieles kann zudem der Schwierigkeitsgrad gewählt werden (Normal oder Schwer).
Innerhalb des Spieles gibt im Menü (in dem wiederum etwa Optionen geregelt werden können) weitere Untermenüs: etwa das Inventar, das gesammelte Tränke, Aufträge und anderes wiederspiegelt. Dann gibt es noch das Menü mit einer Art Fähigkeiten-Stammbaum "Skills", in denen gewonnene neue Fähigkeiten bei jeder Spielfigur zu verwalten sind. Und nicht zu unterschätzen ist auch das "Oculi"-Menü, in dem gesammelte verschiedenfarbige Kristalle zu grösseren bzw. neuartigen Kristallen verschmolzen werden können, die ihrerseits die Spielfiguren etwa in Kraft oder Magie stärken.
Dies klingt alles aber komplizierter als es ist, sehr bald hat man die Prinzipien verstanden und den Dreh raus.

EXTRAS:
Es gibt eine Deluxe Edition des Spieles in einer speziellen Verpackung, die man sich besorgen sollte, um etwa an ein Buch mit Kunstwerken, Schlüsselanhänger oder den Zugang zu weiteren digitalen Goodies fürs Spiel zu kommen. Diese digitalen Goodies kann man allerdings auch auf Amazon als Downloads kaufen.
Wer das Spiel zumindest auf dem PC spielt, ist spätestens ab da obligatorisch mit dem Spieleservice UPlay von Ubisoft verbunden. Dort kann man im Spiel gesammelte Punkte nutzen, um spielrelevante Items dazuzukaufen (wie Oculi-Kristalle und Zaubertränke) oder Concept Art als Downloads zu erwerben. Im Prinzip ist dagegen nichts zu sagen, mir persönlich wäre es lieber gewesen, "Child of Light" mehr mit Steam zu verknüpfen, um etwa Errungenschaften und Sammelkarten ergattern zu können.
Übrigens sind all diese Downloads nicht nötig, um das Spiel zu bewältigen, sondern mehr "nice to have".

FAZIT:
"Child of Light" bietet Stunden in einer zauberhaften, beeindruckenden aber auch dem Untergang geweihten Welt, die es zu erkunden gilt. Die RPG-Elemente wurden in meinen Augen gut eingesetzt bzw. umgesetzt, Kämpfe machen auch am Ende noch Spass. Ich kann dieses Spiel sehr empfehlen, auch Spielern auf Anfänger-Level und Fantasy-Freunden.


Broken Age
Broken Age
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf mehreren Ebenen schöner Adventures-Spass der alten Schule, 29. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Broken Age (Videospiel)
STORY:
Shay und Vella sind zwei junge Leute, die offenbar nichts miteinander zu tun haben: Shay ist Passagier und "Held" seines eigenen Raumschiffes, in dem er zeitlebens ein Dasein mit öden, falschen Missionen und seiner überbehütende Mutter fristet. Vella lebt in ihrem friedlichen Dorf Sugar Bunting, in dem sie allerdings als nächstes Jungfrauenopfer für das zu erwartende Monster Mog Chothra auserwählt wurde. Shay sucht nach einem Ausweg aus der quälenden Routine, während Vella einen Ausweg aus ihrem bevorstehenden Schicksal sucht. Beide werden sich daraufhin mit neuen Welten, Charakteren und Aufgaben ausgesetzt sehen...

GAMEPLAY:
Das Gameplay in "Broken Age" könnte nicht einfacher sein: Point and Click, also mit der Maus etwas anklicken und somit aktivieren. Daher gibt es nicht viel mehr zur Steuerung zu sagen.
Ein Menü à la "Monkey Island 1" (mit Befehlen wie "Spreche", "Benutze", "Schiebe"...) gibt es nicht. Klickt man etwa auf eine Person, wird automatisch mit ihr gesprochen. Klickt man auf einen Gegenstand, wird dieser eingesteckt (sofern möglich), benutzt oder beschrieben.
"Broken Age" ist ein Adventure-Spiel. Das bedeutet, dass der Spieler eine Figur (in dem Fall eben zwei) durch die Geschichte steuert, sie mit Figuren sprechen lässt, sie Gegenstände sammeln lässt und dabei Lösungen für Rätsel finden muss, um voran zu kommen.
Doch letzteres ist nicht so einfach verdient, denn die Rätsel sind oftmals kniffelig bis sehr schwer. Wenn ich im Titel meinte "alte Schule", dann vor allem so, dass der Spieler um mehrere Ecken zu denken hat, um an eine Lösung eines Rätsels zu kommen. Dies ist anspruchsvoll genug und kann den Spieler mehrere Stunden lang gut beschäftigen, ihm aber auch einige frustrierende Momente bescheren.
Dabei gibt es auch Abwechslung: Einige Rätsel bedürfen ein gutes Timing und andere enthalten bestimmte Muster, die es zu erlernen gilt.

GRAFIK:
Eine wahre Augenweide ist die Grafik, die mehr aussieht wie ein handgemaltes Bilderbuch: Farbenfroh (zumindest zu meisten Teilen), liebevoll mit Details gefüllt und einfach angenehm fürs Auge. Auch die Animationen sind sehr schön geraten. Jede Welt bietet ihre eigenen Schönheiten.

MUSIK UND SYNCHRONISATION:
Der Soundtrack ist stimmungsvoll und gelungen geraten. Diverse Stimmungen und Stile sorgen für grossartige musikalische Untermalungen.
Was die Synchronisation angeht, habe ich für meinen Teil den englischen Originalton gewählt. Daher kann ich leider nicht sagen, wie die deutsche Synchronisation ausgefallen ist. Die englische jedenfalls halte ich auch für gelungen. Hier sprechen Elijah Wood (ja genau, der aus "Der Herr der Ringe") und Masasa Moyo (u.a. Sarah im Film "Team America") die Hauptrollen, weitere zahlreiche und meiner Meinung nach gut gewählte Sprecher verleihen ihren Figuren ebenso ihre liebenswerten bis interessanten Persönlichkeiten.

MENÜS UND OPTIONEN:
Das Hauptmenü bietet das Starten eines neuen Spieles, das Laden eines alten Speicherstandes und das Konfigurieren der Optionen (Bild, Ton, Untertitel...). Es stehen insgesamt acht Speicherstände zur Verfügung. Das Spiel lässt den Spieler entscheiden, ob man dabei manuell speichern möchte oder automatisch speichern lässt (in mehreren Zeitabständen). Ich empfehle ersteres, da man dann einfach mehr Kontrolle hat und bei Bedarf nach einem misslungenen Lösungsversuch zu einem ganz bestimmten Punkt zurückkehren kann. Aber auch bei manuell gespeicherten Speicherständen wird jedes Mal gefragt, ob man hier von nun an automatisch speichern lassen möchte. VORSICHT: Stimmen Sie dem zu, kann man diesen Speicherstand praktisch nicht mehr auf "manuell" umpolen.
Während dem Spiel ist es ebenfalls möglich, die Spieleoptionen zu beeinflussen, ansonsten steht das manuelle Speichern zur Verfügung und das Verlassen des Spiels.
Im Spiel gibt es lediglich ein Untermenü für das Inventar sowie ein Symbol, um auf den anderen Charakter zu wechseln (von Shay zu Vella und umgekehrt).

EXTRAS:
Wer über die PC-Spielerplattform "Steam" spielt, hat die Möglichkeiten, 45 Errungenschaften ("Achievements") zu erlangen sowie virtuelle Sammelkarten zu ergattern. Die Errungenschaften sind in ihrer "Natur" gemixt: einige erhält man automatisch nach der Erledigung relevanter Rätsel, bei anderen sollten Rätsel auf eine spezielle Weise gelöst oder Geheimnisse entdeckt werden. Dies sorgt ebenfalls für einigen Spielspass.
Im Spiel selbst gibt es sonst keine nennenswerten Extras, also auch keine Filmsequenzen zum nochmal Ansehen, kein Concept Art zum Entsperren oder ähnliches.

FAZIT:
"Broken Age" ist in meinen Augen ein grossartiges Adventure, das einen lange beschäftigen und fesseln kann und das nicht nur mit anspruchsvollen Rätseln, sondern auch mit einer guten Prise Humor, wunderschönen Grafiken, einem stimmungsvollen Sound und mit einer ganzen Reihe liebenswerten und interessanten Figuren. Die Story kann manchmal etwas verwirrend oder überladen wirken, dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Sollten Sie Adventures der Sorte "Simon the Sorcerer" oder "Monkey Island" (oder andere Titel von LucasArts) mögen, sollten Sie "Broken Age" ruhig eine Chance geben.


Valiant Hearts: The Great War [PC Uplay Code]
Valiant Hearts: The Great War [PC Uplay Code]
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Spielerlebnis zum Ersten Weltkrieg, 17. April 2015
STORY:
1914: Der Erste Weltkrieg bricht aus. Betroffen davon sind u.a. der alte französische Bauer Emile, sein deutscher Schwiegersohn Karl, der amerikanische Fremdenlegionär Freddy und die belgische Krankenschwester Anne. Sie alle versuchen, oftmals mithilfe des geschickten Hundes Walt, den Krieg zu überleben bzw. beim Überleben zu helfen.

GAMEPLAY:
Der Spieler steuert alle diese vier Figuren abwechselnd, je nach dem, wie die Story verläuft.
"Valiant Hearts" kann keinem einzigen, eindeutigen Genre zugeordnet werden. Vielmehr ist es ein Mix aus Adventure-, Geschicklichkeits- und Rätselspiel. Zumeist ist man mit dem Lösen diverser Rätsel beschäftigt, um in den nächsten Abschnitt der Geschichte zu gelangen (wie komme ich an die Zange, um den Stacheldraht zu durchtrennen/wie komme ich an den feindlichen Soldaten vorbei...), muss aber gelegentlich auch als Krankenschwester Anne halsbrecherische Autofahrten im Duell mit feindlichen Panzerfahrzeugen bewältigen, in ihrer Rolle Verletzten helfen (im Form eines Quicktime-Events) oder als Freddy so manchen gegnerischen Stützpunkt in Grund und Boden schiessen.
Letzteres ist übrigens eine der wenigen Momente, in denen man gezielt auf gegnerische Punkte schiesst. Denn meistens löst man Rätsel und Probleme in eher friedlicher Weise im Gegensatz zu Kriegs-Shootern, in denen das Töten des Gegners im Vordergrund steht.
Die Tastensteuerung am PC, erweist sich als einfach zu erlernen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, die Steuerung nach eigenen Wünschen anzupassen.
Der allgemeine Schwierigkeitsgrad ist leicht gehalten, auch Anfänger sollten es schaffen, die Rätsel und andere Aufgaben in kurzer Zeit zu verstehen und zu lösen. Selbst wenn nicht: Eine "Brieftaubenfunktion" stellt auf Wunsch in gewissen Zeitabständen zwei dezente Hinweise bereit und nach jedem Tod der aktuell gespielten Figur setzt man das Abenteuer im zuletzt automatisch gespeicherten Spielstand fort.

GRAFIK:
Diese ist in 2D gehalten, sowohl im Stil als auch in der Spielweise. So steuert der Spieler die Figuren von links nach rechts und umgekehrt in einer Welt im Comiczeichenstil. Dies soll aber nicht bedeuten, dass durch diese Optik das Grauen des Krieges verharmlost oder versteckt wird. Sicherlich sieht man keine fürchtertlich entstellten Gesichter oder Gedärme, dafür aber genügend Blut und Leichen, um den Spieler an die Ernsthaftigkeit dieser Geschehnisse zu erinnern, ohne sich dabei in diesen Grausamkeiten zu suhlen.
Die Grafik ist sehr schön anzusehen, dabei detailreich und trotzdem übersichtlich gehalten. Die Figuren wirken trotz eingeschränkter Mimik und Sprachfähigkeit lebendig, die Farben sind oftmals bewusst weniger sättigend und schrill eingesetzt. Die Animationen sind geschmeidig und flüssig.

MUSIK UND SYNCHRONISATION:
Dialoge gibt es hier nicht, die Figuren sprechen - wenn überhaupt - ein französisch/englisch/deutsch gefärbtes Kauderwelsch, das beiweilen für Erheiterung sorgt. Was die Figuren eigentlich meinen, wird stattdessen in Sprechblasen als Symbole angezeigt.
Eher spielen hier vor allem Musik und Geräusche bedeutende Rollen. Der Soundtrack ist sehr schön anzuhören und sorgt für viele emotionale Momente. Der einzige ordentlich gesprochene Text kommt hin und wieder aus dem Off, entweder vom Erzähler (der den Spieler durch die Handlungsabschnitte führt) oder von den Spielfiguren, die etwa ihre eigenen Briefe an die Familie im Off sprechen.

MENÜS UND OPTIONEN:
Das Hauptmenü bietet folgende Auswahlpunkte: Fortsetzung eines alten Spielstandes oder Beginn eines neuen Spiels, Kaptitel und Sammlungen von bisherigen Errungenschaften (quasi ein Überblick über bisher Geleistetes), Optionen (Steuerung, Ton) und Aufzählung der Mitwirkenden.
Innerhalb eines Spiels gibt wiederum weitere Menüpunkte: so lassen sich mit der Tabulator-Taste Tagebucheinträge, Kriegsfakten und die Items-Liste aufrufen. Mit F1 können eventuelle Hinweise auf Rätsellösungen angezeigt werden. Aber auch hier können Ton und Steuerung etwa geändert werden, ohne dafür ins Hauptmenü wechseln zu müssen.
Insgesamt kann man sich hier ebenfalls nicht beschweren, alles ist übersichtlich gestaltet und vorhanden. Allerdings gibt es keine mehrfachen Speicherplätze, die belegt werden können.

EXTRAS:
Es besteht in jedem Abschnitt die Möglichkeit, unterschiedliche versteckte Gegenstände einzusammeln (jeweils etwa drei bis fünf). Diese stellen bedeutsame Alltags- und Kriegsgegenstände dieser Epoche dar und mittels Text wird ihr Verwendungszweck erklärt (z.B. provisorische Gasmasken oder Kriegszahlungsmittel), oftmals gibt es auch Originalbrieftexte von Soldaten von der Front zu lesen.
In allen Abschnitten - die ihrerseits in unterschiedlichen Phasen und Orten des Krieges spielen - gibt es zudem informative Texte zu Schlachten, Hungersnöten und anderen Krisen, begleitet von kolorisierten Fotos aus dieser Zeit, zu lesen.
Die wichtigsten Figuren des Spiels geben zudem immer öfters Einblick in ihre Freuden, Sorgen und Nöte mittels Tagebucheinträge, die nach und nach ergänzt werden (je nach Spielfortschritt).
Apropos Fortschritt: Hat man besonders bedeutsame Abschnitte durchgespielt und besondere Leistungen vollbracht (etwa alle versteckten Items gesammelt) kann man sogenannte Achievements sammeln.
Auf der Ubisoft-eigenen Spieleplattform "Uplay" werden diese Achievements gesammelt und angezeigt, man kann dort aber auch wenige Rewards freischalten. Diese sind aber lediglich - immerhin schöne - gesammelte Einzelbilder aus den Cutscenes. Das war's aber leider auch.
Im übrigen hätte ich als PC-Spieler diese Achievements lieber in Steam gehabt als auf Uplay, für das ich mich extra anmelden musste, um "Valiant Hearts" überhaupt spielen zu können. Eine der wenigen wirklichen negativen Kritikpunkte hier.

FAZIT:
"Valiant Hearts" beeindruckt auf mehreren Ebenen und wenn mehrfach behauptet wurde, es sei eines der besten Spiele des Jahres 2014, dann ist diese Aussage nicht unbegründet.
"Valiant Hearts" ist damit wohl ein gelungenes und berührendes Tribut der französischen Spieleschmiede Ubisoft (sonst bekannt für "Rayman", die "Raving Rabbids" oder auch "Assassins Creed") an die Opfer und Gefallenen des Erstes Weltkrieges, das nicht auf Ballerei und Zerstörung setzt, sondern aufs Rätsellösen und das an die Menschlichkeit auf und ausserhalb des Schlachtfeldes erinnert, was dem Spiel eine gewisse Tiefe verleiht.
Dieses Spiel ist auch Anfängern zu empfehlen, jedoch nicht unbedingt Kindern (trotz des Comicstils).


Fantasy Life
Fantasy Life
Preis: EUR 34,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf mehreren Ebenen sehr hübsches Rollenspielchen, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fantasy Life (Videospiel)
STORY:
In dieser Story ist man selbst der Held: Der Spieler befindet sich im Reich Reveria, genauer in der Stadt Kastell, um ein Leben zu beginnen (mit "Leben" ist immer sozusagen eine berufliche Laufbahn gemeint). Dort begegnet er oder sie einem sprechenden Schmetterling, der fortan ein ständiger Begleiter (und Wortführer) ist. Während man also versucht, seinen Job zu meistern, wird Reveria von einer geheimnisvollen himmlischen Erscheinung bedroht, die sogar in die Auslöschung dieses Reiches münden kann. Also muss der Spieler dazu diese verhindern, dabei mehrere Herausforderungen annehmen, Charaktere, Völker und neue Gebiete kennenlernen.

GAMEPLAY:
"Fantasy Life" ist ein sogenanntes RPG, ein Rollenspiel. Man schlüpft in eine Rolle und arbeitet an den eigenen Fähigkeiten mittels Items und erfolgreich bestandener Herausforderungen. Man ist dabei selbst der Held, baut sich vor dem eigentlichen Spiel also in einem Avatar-Maker und gibt sich einen kurzen Namen. Der Lebensinhalt besteht hauptsächlich aus Kämpfen, Erfüllen von Quests (also, wenn Figuren den Spieler um einen Gefallen bitten wie eine Besorgung und dafür Geld anbieten), Sammeln sowie Kauf und Verkauf von Items und dem Erreichen des höchstmöglichen Ranges innerhalb eines Berufes. Dies verspricht einiges Abwechslung und so ist es auch: Diverse Aufgaben gibt es zu erledigen und die gibt es immer wieder, auch berufsspezifische.
Apropos: Es gibt insgesamt 12 verschiedene Berufe oder eben "Leben", die man ausüben kann (Alchemist, Angler, Schmied, Schreiner, Koch, Jäger, Magier, Söldner, Schürfer, Paladin, Schneider, Holzfäller). Es ist möglich, nach einem vollständig beendeten Leben ein neues zu beginnen und dabei die alten erworbenen Fähigkeiten zu behalten (lediglich Spezialfähigkeiten aus dem alten Leben sind dann nicht mehr umsetzbar). Ich beispielsweise habe als Holzfällerin angefangen und habe danach als Sölderin weitergemacht, als solche war ich immer noch fähig, Bäume (auf normale Arten) zu fällen. Als ich allerdings nach der Söldnerkarriere ein weiteres neues Leben wählte, war ich nicht mehr in der Lage, meine tollen Riesenschwerter in Spezialattacken zu nutzen. Nur als Beispiel und kleine "Warnung" (und mein einziger wirklicher Wermutstropfen).
Die Steuerung ist schnell erlernt und einfach. Man bedient das Spiel vor allem über die Knöpfe, der Touchscreen ist optional nutzbar (allerdings spielt es sich meist mit Knöpfen, da Laufen und Kämpfen zu den häufigsten Aktivitäten gehören und auf diese Weise funktionieren). Die Kamera-Perspektive lässt sich per Schultertasten leicht verschieben (nach links oder rechts), was gerade in Kampfsituationen oder im Fall von versteckten Items nützlich ist. Kurzum: Steuerung passt!

GRAFIK:
Grafisch bekommt man einiges geboten: Sowohl farbenfrohe Umgebungen und niedliche Figuren im "Chibi"-Stil als auch saubere Animationen und eine Ansicht aus der Vogelperspektive (also von oben schräg herab quasi). Damit kann man sich gut anfreunden. Schade nur, dass so keinerlei Mimik bei den Figuren möglich ist und so alle mit eingefrorenen Gesichtszügen agieren.
Auch die Items sind gut gezeichnet, die Texte gut lesbar.
Zwischendurch - je nach Fortschritt der Story - gibt es als Einschübe kurze Trickfilmchen im Animestil zu sehen (hauptsächlich mit Musik begleitet), die ihrerseits auch sehr hübsch anzusehen sind.
Der 3D-Effekt ist ein gut aussehendes Gimmick, aber nicht sonderlich nötig, um das Gameplay zu unterstützen (wie etwa in "Super Mario 3D Land").

MUSIK UND SYNCHRONISATION:
Die Musik ist meiner Ansicht nach gelungen, denn sie klingt schön bis wunderschön und sorgt für die richtige Atmosphäre (besonders in Naturgebieten wie Wäldern oder Wüste), sie wechselt sogar je nach Tageszeit (Tag/Nacht). Im Spiel sind zudem wenige auf japanisch gesungene Stücke (d zu hören, sei es im Abspann oder in den Kneipenfesten, die stattfinden, sobald man in einem Beruf Meister geworden ist (jeder Beruf hat dabei sein eigenes Liedchen).
Eine Sprachausgabe existiert nicht, gesprochenes erscheint in Textblasen. Lediglich Stöhner und Schreie sind während der Kämpfe zu hören.

MENÜS UND OPTIONEN:
Das Hauptmenü zu Beginn besteht lediglich aus den Optionen "Spiel starten" und "Erwerbbare Extras".
Startet man das Spiel, hat man die Wahl zwischen drei Speicherständen (so können auch etwa zwei weitere Personen dasselbe Cartridge nutzen, um ihr eigenes Spiel zu führen).
Innerhalb des Spiels dann hat man ein Menü mit mehreren Optionen (wie "Items", "Ausrüstung", "Lizenzen", "Optionen"...) verfügbar, es ist aber übersichtlich gehalten. Es braucht nur einige Eingewöhnung, um die Orte zu wissen, wo welche Angaben zu finden sind.
Dann wiederum, stehts unten in der Ecke zu sehen, gibt's eine "Rucksack-Funktion", über welche man acht ausgewählte Items aussuchen und konsumieren kann (z.B. Heilungstränke während einem harten Kampf).

EXTRAS:
Es ist möglich, die kleinen animierten Zwischensequenzen sowie den Soundtrack separat zu geniessen. Es ist ein Feature, das im Spiel gewissermassen noch erarbeitet werden muss. Dann kann man sie in einer Art Theaterfunktion nochmal gucken bzw. hören.
Zu guter Letzt - als grösstes Extra - kann man sozusagen eine neue Region zur bereits bestehenden Welt im Spiel dazukaufen inklusive neuer Quests, Items und Figuren. Voraussetzung ist nebst der Bezahlung (im 10 Euro-Bereich), dass man bestimmte Fortschritte im Spiel bereits erreicht hat (Story durchgespielt, eine bestimmte Charakterlevel-Anzahl...man sollte also schon eine Weile durchspielen und kann daher dieses käufliche Extra nicht zu Beginn nutzen).

FAZIT:
Wer sich "Fantasy Life" besorgt, wird kaum einen Fehler machen - auch als RPG-Neuling! Selbst wenn die Story nicht so begeistern mag, ist das Spiel immer noch eine schöne Möglichkeit, langweilige Stunden zu füllen, unterstützt durch hübsche Grafiken, einen atmosphärischen Soundtrack und durch einen Spritzer Humor. "Fantasy Life" dürfte eines der interessantesten Nintendo 3DS-Titel überhaupt sein.


The Lost Diary Of Count Von Cosel
The Lost Diary Of Count Von Cosel
von Carl Von Cosel
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,33

3.0 von 5 Sternen Kein Tagebuch! Eher schon die Memoiren des schwerverliebten Grafen, 21. November 2014
Was man auch von Carl Tänzler (bekannt auch als "Carl von Cosel") und seiner Geschichte halten mag, sie ist in jedem Fall faszinierend genug: Als deutscher Arzt auf mehreren Gebieten in den USA verliebte er sich 1929 in eine kubanische Jugendliche namens Elena Hoyos, die er für die ihm lang versprochene Frau seines Lebens hielt. Unglücklicherweise erkrankte sie zuvor an der Tuberkulose und erlag zwei Jahre später der Krankheit. Von Cosel aber arrangierte nicht nur ihre recht luxuriöse Grabstätte, er war auch davon überzeugt, dass sie ihm weiterhin als Braut gehört und sie wieder zum Leben erwachen könne. Also stahl er den Leichnam eines Nachts im Jahre 1933 und bewahrte Elena neun Jahre lang bei sich zuhause auf, bis die Tat eines Tages aufflog und zur überregional bekannten Klatschgeschichte verkam.

Ich komme gleich mal zum grössten Kritikpunkt des Buches: Es ist kein "Lost Diary", kein Tagebuch. Vielmehr sind es die Memoiren des Autors, die - wenn ich nicht irre - damals in den Jahren nach der "Ehe" aufgeschrieben und unter dem Titel "The Secret of Elena's Tomb" in einem amerikanischen Fantasy-Magazin bekannt wurden.
Inwiefern ist das relevant? Von einem Tagebuch kann man erwarten, dass der Autor (in der Regel) nicht beabsichtigt, dass andere Menschen den Inhalt kennen. Somit kann der Inhalt unreflektierter und ungefilterter ausfallen, ohne Rechtfertigungen, brisanter Stoff also. Doch Memoiren sind sehr wohl für ein Publikum gedacht und daher schrieb von Cosel mit Bedacht ins Buch, was die Leser wissen sollten bzw. wollten.

Immerhin schrieb von Cosel nicht nur von seinem Leben in Florida, sondern auch von seiner Jugend, die Aufschluss über die merkwürdigen Visionen seiner "Traumfrau" geben und vielleicht so mehr Verständnis dafür wecken, warum sich von Cosel ausgerechnet die junge Elena aussuchte.
Dafür schrieb er so gut wie nichts über seine eigentliche deutsche Ehefrau oder über seine Kinder mit ihr ins Buch. Platz finden wie gesagt vor allem seine übernatürlichen Erlebnisse und sein Leben in den USA bis zum Moment seiner Freilassung nach dem Skandal.

Wenn das schon Memoiren sind, so kann man sich vorstellen, dass von Cosel sich mit allerlei pikanten Details zum Leben mit seiner Liebsten eher zurückhielt: Was er angeblich so mit seiner Braut anstellte liest sich höchst platonisch, als hätte er nur mit ihr gesprochen, sie beschenkt und an ihrer Wiederherstellung weitergearbeitet (liest sich aber natürlich ebenso interessant, besonders da von Cosel ja meinte, sie kommunizierte auch mit ihm).
Die Geschichten sollten aufgrund MÖGLICHER Ausschmückungen ebenfalls mit Vorsicht genossen werden: So behauptete von Cosel in seinem Buch, dass Elena Hoyos zu Lebzeiten seinen Heiratsplänen zusagte und von ihnen auch angetan war. Neutralere Quellen erzählen dagegen, dass Hoyos derartiges nicht vorhatte und hauptsächlich als Patientin von ihrer Tuberkulose geheilt werden wollte. Aber später als Leiche konnte sie ja nicht "Nein" sagen.

Leider füllen auch etliche Nebensächlichkeiten das ohnehin dünne Buch, vor allem Beschreibungen darüber, wie von Cosel sich sein jeweils neues Zuhause einrichtete oder wie es sich mit einem bestimmten neuen Nachbarn lebte. Wissen Sie, der Mann lebte mit einer LEICHE in einem Haus. Zumindest hätte ich persönlich gerne mehr über letzteres erfahren (jaja, ich kranke Seele).

Ergänzt wird das Buch durch ein Vorwort, einen Epilog (nicht verfasst von von Cosel) und Bebilderungen bei den Kapiteleinteilungen (allerdings nichts, was nicht auch durchs Internet gegeistert wäre).

Insgesamt aber bleibt es ein interessantes, durchaus faszinierendes, nichtsdestotrotz schnell durchzulesendes Buch. Zugegeben, es ist (nach Blogeinträgen und anderen Internetquellen) das erste Werk, das ich zu dieser Geschichte las, aber immerhin kommt sie direkt von Carl von Cosel selbst.
Wer also sich speziell dafür interessiert - oder auch allgemein zum Thema Nekrophilie - kann also den "Lost Diaries" ruhig eine Chance geben.


Sailor Moon Figure Keychain Part-2~20th Annivesary PVC Mascot Swing~Sailor V
Sailor Moon Figure Keychain Part-2~20th Annivesary PVC Mascot Swing~Sailor V
Wird angeboten von J1TOY
Preis: EUR 10,99

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4.0 von 5 Sternen Ist das Sailor V in deiner Hose oder freust du dich so, mich zu sehen?, 16. November 2014
Sailor V, bekannt sowohl als Vorgängerserie zur japanischen Manga- und Animeserie "Sailor Moon" als auch als spätere Kollegin dieser Helden (dann aber eben als Sailor Venus), hat - wohl dank des aktuellen "Sailor Moon"-Revivals - ihren eigenen Schlüsselanhänger und der ist nicht nur in Japan erhältlich. Löblich!
Im alltäglichen Gebrauch erfüllt sie auch ihren Zweck: Sieht gut aus, hält die Schlüssel zusammen (allerdings öffnete sich das Kettchen zweimal von selbst ohne mein Zutun, man sollte besser ein wenig aufpassen oder Sailor V an eine andere Kette stecken) und nach etwas mehr als einem Monat stelle ich erfreut fest, dass keine Farbe abgegangen ist. Die Figur sieht praktisch noch aus wie beim Kauf damals.
Insofern: Passt! Aber ich denke, auch als reines, schön aussehendes Sammelstück für Fans ist der Schlüsselanhänger natürlich geeignet.


Scribblenauts Unlimited - [Nintendo 3DS]
Scribblenauts Unlimited - [Nintendo 3DS]
Preis: EUR 10,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hübsche Idee, kreativer Zeittotschläger mit wenigen Macken, 2. Oktober 2014
STORY:
Maxwell und Lily sind Bruder und Schwester (und nur zwei von 42 Kindern!), die beide auf Wunsch der Eltern die Welt entdecken sollen. Während ihrer Reise spielt Maxwell einem hungernden alten Mann einen Strich, indem er ihm einen fauligen Apfel zaubert. Der Mann legt zur Strafe einen Fluch auf Schwester Lily, die sich langsam aber sicher in Stein verwandelt. Maxwell hat nun die Aufgabe, den Schaden wieder gut zu machen, indem er 60 sogenannte Starites (grosse Sterne) sammelt und die bekommt er dadurch, dass er auf der ganzen Welt Menschen mit ihren Wünschen und Problemen hilft.

GAMEPLAY:
"Scribblenauts Unlimited" eine Art Mischung aus Jump & Run, Abenteuerspiel und Puzzle. Man steuert den Protagonisten Maxwell wie in einem 2D-Hüpfspiel nach rechts, links, oben und nach unten. Auf einer Weltkarte kann ausgewählt werden, welches Level gespielt werden soll (das kann eine ägyptische Wüste, eine Grossstadt, eine Feuerwache, die Tiefen des Meere oder auch ein mittelalterliches Schloss sein). In jedem Level begegnet man Menschen oder anderen Wesen, die irgendeine Bitte haben und Maxwell soll dazu mittels seines magischen Notizblockes die Wünsche erfüllen. Wie? Entweder durch das Schreiben eines Objekts (welches auch ein Lebewesen sein kann) oder eines Adjektivs (einer Eigenschaft). Dabei gilt es, möglichst etwas Richtiges zu finden und man kann dabei sogar richtig kreativ werden, denn die Liste der Wörter, die der Block quasi kennt, ist relativ lang (und er kennt sogar eher exotische Begriffe wie "Rabbi", "Guy Fawkes-Maske" oder die 12 Tierkreiszeichen).
Klingt an sich extrem einfach, doch manche Rätsel erweisen sich doch als knifflig und erfordern etwas mehr Gehirnschmalz und Bedenkzeit. Daher wird es nicht so schnell langweilig. Öfters ergeben sich lustige Momente durch die teils irren Wünsche, die die Figuren haben oder die Art und Weisen, wie sie erfüllt werden können. Zudem kann man Objekte und Lebewesen auch mit Adjektiven schmücken (z.B. "lila", "tot", "fliegend" oder "kariert").
Man steuert mit Stylus-Pen und der 3DS-Knöpfe, man wechselt dabei ständig zwischen diesen Steuerungsmöglichkeiten (Stylus-Pen = Eintippen von Begriffen in den Notizblock, Antippen und Verschieben von Objekten/Lebewesen, Knöpfe = Laufen, Springen, Umschauen). Hier und da las ich, dass diese Art der Steuerung eher schlecht ankommt. Ich finde sie auch nicht unbedingt praktisch, aber man gewöhnt sich daran.
Kann man sterben in "Scribblenauts Unlimited"? ...jein.
Wenn Maxwell Verletzungen erleidet, etwa durch Feuer, angreifende Tiere oder Menschen, erscheinen vier Herzen, die sich nach und nach leeren. Verliert Maxwell sein Leben völlig wird lediglich gefragt, ob man das aktuelle Abenteuer fortsetzen oder zurücksetzen möchte. Es gibt also kein "Game Over" in dem Sinne. Das schlimmste, das dem Spieler passieren kann ist, dass er eine Mission (die mehrere Wunscherfüllungen beinhaltet) wieder von vorne machen muss.
Ach ja: Wer die 60 Starites beisammen hat und damit die Schwester rettet, für den ist das Spiel noch nicht vorbei. Danach gibt es noch weitere Missionen, die man lösen und weitere Starites, die man sammeln kann.

GRAFIK:
Die Grafik ist völlig in 2D gehalten, auch gibt es kaum 3D-Effekte, da sich der wesentliche Teil des Spieles ohnehin auf dem unteren Bildschirm abspielt. Nur die ein, zwei Filmsequenzen am Anfang und nach Erreichung des Hauptziels nutzen den 3D-Effekt, aber auch nur auf magerer Ebene.
Aber abgesehen davon: Optisch ist "Scribblenauts Unlimited" recht niedlich und farbenfroh gehalten. Das Figurendesign erinnert an solches wie das der Trickserie "Adventure Time". Schade nur, dass die minimalst gezeichneten Gesichter so gut wie keine Emotionen ausdrücken (dafür sorgen eher Gestik, Symbole und kurze Ausrufe). So wirken sämtliche Figuren leblos.
Die Animationen sind okay, beschränken sich halt, wie eben angedeutet auf die Körperbewegungen der Figuren, ansonsten bewegt sich nicht viel im Bild.

MUSIK UND SYNCHRONISATION:
Auch was die Musik angeht, war ich nicht sonderlich begeistert.
Sie ist nicht schrecklich, aber eher vor sich hin dudelndes Easy Listening, das sich hier und da mal dem jeweiligen Level etwas anpasst (so, dass sie mal mehr nach Weihnachten oder nach Ägypten klingt), aber sie hinterlässt weder einen bleibenden Eindruck noch passt sie zu so manch actiongeladeneren Missionen. Sie erscheint mehr Entspannungsmusik zu sein. Es ist schon soweit gekommen, dass ich im Menü die Musik deaktiviert habe, um über meinen Computer oder anderes eine andere Hintergrundbeschallung laufen zu lassen...oder auch nur mit Toneffekten gespielt hab.
Die Toneffekte? Die sind eher minimal gehalten. Gerade, wenn man mal die Musik ausschaltet, merkt man, wie wenig Ton es gibt. Ab und an meldet sich eine menschliche Figur mit einem wohlwollenden Ton oder mit einem Schrei, manchmal gibt's ein kurzes Platzgeräusch und natürlich die kurzen Jingles bei der Erfüllung von Wünschen...sonst aber wurde mit Toneffekten eher sparsam umgegangen. Ist an sich nicht so wild, aber gerade bei Lebewesen ist das doch schade.

MENÜS UND OPTIONEN:
Das Startmenü verfügt eigentlich über drei wesentliche Menüpunkte: Weiter (also weiterspielen), Optionen und Daten (Verwaltung der Speicherplätze). Von "Optionen" aus kann man bestimmen, ob die Streetpass-Funktion überhaupt aktiviert werden soll (und welcher Avatar dafür verwendet wird), und wie der Sound konfiguriert werden soll (Musik und Ton). Unter "Steuerung" wird lediglich erklärt, wie die Steuerung angelegt ist, man kann sie nicht konfigurieren.
Im Spiel selbst eröffnen sich weitere Menüpunkte. Die Auswahl "Mitwirkende" und "Filme" (maximal zwei, das des Openings und das nach der Lösung des Fluchs) hätten meiner Meinung nach besser ins Hauptmenü gepasst, aber was soll's. Zusätzlich kann man ausserdem jederzeit speichern, das aktuelle Level zurücksetzen (falls man ein paar Aufgaben verbockt hat) und eine Übersicht der zu bewältigenden Aufgaben sehen ("Splitter"). Die Hauptmenüpunkte Steuerung und Streetpass gibt es auch hier.

EXTRAS:
In jedem Level ist es möglich, einen Bruder von Maxwell und Lily freizuspielen. Danach kann man den Spielcharakter tauschen und stattdessen einen der Brüder (am Ende auch Lily) zu spielen. Mal ganz abgesehen davon, dass jeder Bruder sein eigenes Outfit hat (ob Bauernbursche, Piratenkapitän oder anderes) macht diese Option im Spielverlauf keinen Unterschied.
Während des Spiels ist stehts oben rechts ein Symbol vorhanden, das es ermöglicht, sich online Tipps anderer Spieler zu holen, also Lösungstipps von anderen Nintendo 3DS-Nutzern, die das Spiel ebenfalls gespielt haben. Dafür muss die "Streetpass"-Funktion im Menü aktiviert werden.

FAZIT:
"Scribblenaus Unlimited" ist meiner Meinung nach kein Highlight unter den Nintendo 3DS-Spielen, aber sicherlich ein hübsches kleines Spiel, um die Zeit auf kreative Weise tot zu schlagen (auch unterwegs natürlich). Auch junge Spieler könnten ihre Freude an dem Spielkonzept und der farbenfrohen, niedlichen Grafik finden.


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