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cain1999

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Das Licht in den Schatten. Die Schattengilde 01.
Das Licht in den Schatten. Die Schattengilde 01.
von Lynn Flewelling
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasy, wie sie besser kaum sein kann, 6. März 2003
Es gibt wenige Bücher, die mich bisher dermaßen gefesselt haben, wie Lynn Flewellings "Schatten-Gilde"-Romane. Als ich mir die drei Bände im vergangenen Jahr holte, wusste ich nicht, dass ich sie innerhalb von drei Tagen regelrecht verschlingen würde.
Als Alec von Kerry zu Unrecht im Kerker sitzend auf den mysterieusen und gerissenen Seregil í Rhiminee trifft, ahnt er noch nicht, dass dieser sein bis dato ruhiges und einsames Leben in den Wäldern durcheinanderbringen würde. Der Waise verspricht Seregil nach deren gemeinsamer Flucht ihn innerhalb von drei Tagen nach Wolde zu bringen, wo sich ihre Wege wieder trennen würden. Doch schon lange bevor die Beiden dort ankommen, ist dem Leser bereits klar, dass Seregil und Alec auch weiterhin zusammen bleiben würden.
Seregil, der sich sehr schnell als Dieb, Spion, Gauner, Barde und Adliger herausstellt (und dabei in jeder Rolle eine überzeugende Leistung absolviert), beschließt den jungen Alec unter seine Fittiche zu nehmen.
Die Lektionen, die er dem Jungen erteilt (Schwertkampf, Etikette, Schlösser knacken etc.) sind spannend und auch für den Leser äußerst interessant, zumindest ging es mir dabei so. Natürlich bleibt die Geschichte nicht allein bei Alecs Ausbildung stehen. Bereits in Wolde legen sie sich mit Mächten an, die gefährlicher nicht sein könnten und die Beiden werden ihr ganzes Können und eine gehörige Portion Glück brauchen, um heil aus dieser Situation wieder heraus zu kommen.
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, nur soviel. Seregil und Alec sind die sympathischsten Charaktere, die mir seit langem untergekommen sind und Lynn Flewelling ist eine Autorin, die es geschafft hat, dass ich nicht nur eine tiefe Liebe den Protagonisten gegenüber gehegt habe, sondern auch all den Nebencharakteren, die in ihren Detaills und Ausarbeitung eigentlich schon nicht mehr als Nebencharas bezeichnet werden dürften.
Ein großes Plus gab es bei mir für die langsame, sanfte Entwicklung der Beziehung zwischen Seregil und Alec, die sich stetig in die Richtung vom Freund zum Geliebten bewegt, diesen letzten Schritt aber bis zum Ende des zweiten Bandes vorbehält. Das Ganze wirkt niemals aufdringlich und findet in einer Welt statt in der es recht normal zu sein scheint wenigstens bi-sexuell zu sein.
Einen Kritikpunkt gab es für mich jedoch und der liegt nicht bei Lynn Flewelling. Die Übersetzung! Zugegebenermaßen beschränken sich hierbei die Mängel größtenteils auf den ersten Band. Einige Passagen wirken sehr holprig und muss es denn sein dass man Eigennamen wie Alec von Ivywell erst ins Deutsche übersetzt und dann am Ende doch wieder ins Englische rücktransferiert? Gott sei Dank belässt es der zweite und dritte Band bei den Original-Bezeichnungen. Man kann natürlich auch sofort zum Original greifen.
Eigentlich sollte jeder, der Fantasy in irgendeiner Weise mag, einmal in diese genialen Bücher reinschauen. Während "Das Licht in den Schatten" und "Der Gott der Dunkelheit" viel Unterhaltung und eine wundervoll detaillierte Welt bieten, wartet der dritte Band "Unter dem Verrätermond" mit einer politischen Intrige auf, die sich zwar über hunderte von Seiten hinwegzieht und somit die Story wesentlich langsamer und ruhiger macht als Band 1 und 2, mich aber trotzdem keine Sekunde lang gelangweilt hat. Zudem erfahren wir hier endlich mehr über Seregils Vergangenheit und sein Volk.
Bleibt eigentlich zu hoffen, dass es nicht das letzte Abenteuer zwischen Seregil und Alec war.


X - The Movie
X - The Movie
DVD ~ Anime

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Event mit kleinen Mängeln!, 1. März 2003
Rezension bezieht sich auf: X - The Movie (DVD)
Ich verfolge den Manga zu X seit nunmehr mehr als sechs Jahren und bin absolut von der Reihe fasziniert und begeistert. Als ich meine Finger endlich an den Movie bekommen habe, habe ich dementsprechend hohe Ansprüche an den Film gesetzt. Zugegeben, meine Erwartungen hat der Film nicht erfüllt. Kann er auch nicht, denn eine dermaßen komplexe Story mit solch'ausgefeilten Charakteren wie es 'die Himmels-und Erddrachen nun mal sind, kann man einfach nicht in 90 Minuten realisieren.
Dennoch muß ich sagen, dass diese 90 Minuten sehr gut genutzt wurden. Die Story wurde zwar arg verkürzt und bis auf den Helden Kamui Shirou und seinen beiden Freunde Fuuma und Kotori bekommt man nur einen sehr knappen Einblick (wenn überhaupt siehe Seishirou/Subaru) auf die Personen, aber was dann letztendlich vorgestellt wird ist logisch, spannend und auf mega-geile Weise umgesetzt.
Die Animation kann man einfach nur als gelungen bezeichnen. Keine langweiligen Standbilder, die an den Nerven zerren, sondern eine äußerst flüssige Umsetzung der Bewegungen. Das Chara-design ist klasse. Die Figuren kommen sehr gut rüber, was ja nicht als gegeben bezeichnet werden kann, wenn man nach einer Manga-Vorlage arbeitet.
Die Musik ist herrlich düster und passt super zu den jeweiligen Szenen. Am meisten beeindruckt hat mich hierbei der starke Kampf zwischen Seishirou Sakurazuka und Subaru Sumeragi, einer der Höhepunkte des Filmes, den man aber ruhig weiter nach hinten verlegen können und nicht gleich an den Anfang.
Das alternative Ende ist spannend, lässt aber darauf hoffen, dass die Mangaversion mit noch etwas besserem aufwarten kann.
Ich empfehle immer wieder sich die untertitelte Version anzusehen, da die japanischen Seiyuu die Atmosphäre wesentlich besser rüberbringen. Trotzdem hat man sich bei der deutschen Synchro nicht so einen Patzer erlaubt, wie es bei "Vision of Escaflowne" der Fall war.
Alles in allem ein sehr guter Film, der aber nie an das Original heranreichen wird und es glaube ich auch gar nicht erst versucht.


Der Greif
Der Greif
von Wolfgang Hohlbein
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker!, 30. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Greif (Taschenbuch)
Der Greif war für mich die allererste Erfahrung, die ich mit Hohlbein gemacht habe und ich bin diesem grandiosen Autor auch nach 10 Jahren treu geblieben.
Dieses Buch ist bis heute eine seiner besten Geschichten überhaupt, obwohl ich gerade bei seinen Jugendromanen arge Schwierigkeiten habe einen Favoriten zu nennen, da Spiegelzeit, Dreizehn, Die Prophezeihung oder Midgard nicht minder lesenswert waren, um nur ein paar seiner anderen Romane beim Namen zu nennen.
Das Buch fesselt mit einer unglaublich düsteren Atmosphäre in einem durch und durch spannenden Handlungsrahmen. Mark ist ein Protagonist mit dem man sich mühelos identifizieren kann. Seine anfangs etwas seltsame Freundschaft zu dem Dämonen Yezariael ist klasse beschrieben und dient an vielen Stellen des Buches zur Auflockerung der Atmosphäre. Yezariaels Sprachgewohnheiten dürften für einige Lacher sorgen.
Wer einmal angefangen hat den Greif zu lesen, sollte sich lieber etwas Zeit einplanen, denn man wird das Buch nicht mehr aus de Hand legen können. Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur. Da ist es eigentlich schade, dass vielen seiner neueren Romane diese Faszination fehlt.


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