wintersale15_70off Hier klicken mrp_family Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV
Profil für Jan Markus Mäuer > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Jan Markus Mäuer
Top-Rezensenten Rang: 334.126
Hilfreiche Bewertungen: 165

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Jan Markus Mäuer "Frybird" (Bonn)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
The Man in the High Castle [OV/OmU]
The Man in the High Castle [OV/OmU]
DVD

4.0 von 5 Sternen Bisher "nur okay", aber mit Potenzial nach oben, 15. Januar 2015
Hatte nicht gehört das da was im Serienbereich zu produziert wird, musste aber sofort mal reinschauen, immerhin war Phillip K. Dick immer ein Garant für mindestens interessante Umsetzungen seines Stoffes.

Den Piloten selber fand ich , wie im Titel geschrieben "okay". Die Umsetzung des Nazi/Japaner besetzten Amerikas ist solide, auch wenn echte Geniestreiche bei den visuellen Details und dem Worldbuilding bisher noch ausblieben. Die Schauspieler leisten solide Arbeit, mit dem bekanntesten Kopf Rufus Sevell als schneidigen Nazi-Schurken aber auch sonst ordentlicher Besetzung.
Bisher litt die Geschichte jedoch unter sehr trockener Exposition, mit Charakteren die sich gegenseitig endlos Sachen erzählen die sie schon wissen, und den etwas flach fachmännischen Start von Handlungssträngen, die nicht viel aussergewöhnliches Boten trotz des selten so gesehenem Settings (Der interessanteste Handlungsstrang über zwei politische Größen aus dem Deutschen und Japanischen Lager, die im Geheimen über die drohende Möglichkeit eines kommenden Krieges um die USA diskutieren, kam vergleichsweise zu kurz für mich)
Auch verstehe ich nicht ganz den Sinn dahinter, aus dem Plot-wichtigem Buch-im-Buch in der Adaption einen Film zu machen (der zumindest im Pilot nicht wirklich gezeigt wird), aber naja.

Trotz aller Kritik ist jedoch dieser recht authentische und wenig effekthascherische Blick in ein alternatives Universum einer der momentan interessantesten Serienprojekte, und viele angefangene Stränge im Piloten machen Hoffnung das die Sache noch einiges an Fahrt aufnehmen kann.

Ich würds definitiv weitergucken.


Carrie [Blu-ray]
Carrie [Blu-ray]
DVD ~ Chloe Moretz
Preis: EUR 9,97

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut gemeinte Ansätze, aber dank lauwarmer Umsetzung eher überflüssig, 28. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Carrie [Blu-ray] (Blu-ray)
(Könnte Spuren von Spoiler enthalten, aber nichts was man nicht schon in einem Trailer gesehen hätte)
Ich bin ein großer Fan der ersten Verfilmung von Brian De Palma und habe inzwischen auch endlich mal das Buch gelesen. Kurzgesagt, es gibt Interessante eigene Ansätze im Remake, aber leider wird nichts daraus gemacht.

Wirklich gut gefallen hat mir Julianne Moore als Margaret White. Sie spielt die Rolle SEHR viel realistischer als Piper Laurie (die den Originalfilm bis heute für eine Komödie hält), und kommt verstörend manisch daher. Zusammen mit Chloe Grace Moretz (die sich wirklich wirklich viel Mühe gibt, aber einfach nicht die Aura einer Sissy Spacek hat, die fast perfekt für die Rolle war) entwickelt sie zudem eine interessante Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die in kurzen Momenten geradezu liebevoll ist und die anderen Momente umso unheimlicher macht. Ebenso gefiel mir Portia Doubleday als Chris Hargensen, die eine befremdliche Balance zwischen verzogene Göre und kaputte Psychopathin findet.
Auch nett war das man ein paar mehr Stellen vom Buch übernommen hatte, z.B. die Konfrontation zwischen der Schule und Mr. Hargensen, was einigen Handlungspunkten mehr Tiefe verleiht.
Diese Momente sind jedoch nur sehr kurz und überschatten nicht, das der Film als Gesamtes einfach nicht an den "Originalfilm" herankommt. Oft wirkt der Film überhastet und eilt von Plotpunkt zu Plotpunkt ohne viel Kontext zu etablieren. Billy Nolan ist fast nonexistent, Sue Snell und Tommy Ross wirken, trotz versuchen Sue's Zerrissenheit in der Buchvolage besser zu etablieren, langweilig und unsymphatisch. Das Ende macht nur Sinn wenn man das Buch gelesen hat (der Kontext dazu wurde aus dem Film geschnitten), Nebencharaktere bleiben auf der Strecke.
Und spätestens zur "Prom Night" fällt auf, das die Regie nicht annäherend das Talent eines Brian De Palma hat. Wo ersterer einen wunderbaren Übergang von einer fast schon traumgleichen Atmosphäre zu dem Alptraum der folgt geschaffen hat, fehlt es hier sowohl dem Schulball als auch dem darauf folgendem Massaker an Atmosphäre und Substanz und wirft rückblickend einen Schatten auf den auch sonst eher selten Denkwürdigen Film.

Es hätte weit schlimmer kommen können, aber trotz einiger Ansätze ist diese moderne Verfilmung von Carrie einfach von zu geringem Wert. Mit dem 70er Original ist man weit besser bedient, und wer eine moderne Fassung der Geschichte sehen will, sollte eher zu "Chronicle" greifen.


Don Jon [Blu-ray]
Don Jon [Blu-ray]
DVD ~ Joseph Gordon-Levitt
Wird angeboten von the-dvd-house
Preis: EUR 6,72

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gordon-Levitt's "Real Life Moneyshot", 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Don Jon [Blu-ray] (Blu-ray)
Sehr unterhaltsamer Film über Objektifizierung, der dankbarerweise weit über üblicher Sozialkritik über "Objektifizierung der Frau" oder "Objektifizierung von Liebe" hinausgeht und auf einen tieferen kulturellen Kern des Ganzen abzielt. Joseph Gordon-Levitt ist absolut fantastisch als symphatischer Hauptdarsteller (trotz seines Jersey-Dudebro-Auftretens), witziger Skriptschreiber und überraschend talentierter Regisseur. Das Ende ist süß und die Auftritte von Anne Hethaway, Channing Tatum und Cuba Gooding Jr. waren eine netter Überraschung, wenn auch nicht annäherend so toll wie Tony "Wer ist hier der Boss?" Danza als stereotypen Italoamerikanischen Vater.
Alles in allem also eine unterhaltsame leichte Indie-Komödie mit selbstsicherer Message und ein filmischer Hattrick für Gordon-Levitt.


Conjuring [Blu-ray]
Conjuring [Blu-ray]
DVD ~ Vera Farmiga
Preis: EUR 9,97

7 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Solider, aber mäßiger Horrorfilm, subtil-unangenehmer Propaganda Film, 4. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Conjuring [Blu-ray] (Blu-ray)
Basierend auf einer "wahren Geschichte", handelt der Film von einer siebenköpfigen Famile im Jahre 1971, die in ein Farmhaus einziehen und prompt von dämonischen Kräften terrorisiert werden. Nachdem die seltsamen Ereignisse zunehmend bedrohlich werden, richten sie sich an Ed und Lorraine Warren, zwei Ermittler des Paranormalen, um den Spuk aus dem Haus zu vertreiben.

Insbesondere bei Horror ist es so eine Sache, einen Film als “wahre Geschichte” zu verkaufen. Bei Conjuring bin ich dazu verführt, zu glauben das die Beteiligten wirklich davon überzeugt sind, das es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Immerhin sind sowohl die Perrons als auch Ed und Lorraine Warren echt, und die beiden letzteren (die auch in der oft verfilmten Amityville Horror angelegenheit involviert waren) sind “renommert” auf ihrem Gebiet.
Doch hier liegt auch das größte Problem des Films begraben. Für die einen “renommiert”, sind die Warrens anderswo eher als kontrovers angesehen, und das aus gutem Grund. Nicht nur das die ganze “paranormale” Community bestenfalls fragwürdig ist, haben sich über die vielen Jahre in der das Pärchen arbeitete und Bücher schrieb genug Hinweise dafür angesammelt, dass von ihnen geschilderte Ereignisse verdreht wurden. (Ausserdem haben sie mal versucht einen Mörder freizusprechen aufgrunde einer dämonischen Besessenheit…für die meisten leute schon ziemlich starker Tobak).
Solche höchst umstrittenen Leute als Protagonisten zu haben ist etwas, was ich womöglich tolerieren/ignorieren kann um meinen Spaß mit einem gut gemachten Horrorfilm zu haben. Dummerweise jedoch ist der Film voller kleiner Anmerkungen, Dialogen und Zeilen, die die Warrens recht unreflektiert zu Himmel loben und ihre Arbeit (bei der es selbst in dem Film oft scheint, als würden sie sich Fakten aus dem Hintern ziehen) legitimieren…genauso wie ähnlich oft die Perron Famile unterschwellig dafür kritisiert wird, keine katholisch getauften Kinder zu haben. Würde dies ein oder zwei Mal im Film passieren, wäre das vielleicht nur ein kleiner Kritikpunkt, aber im Film selber fühlt sich das ganze wie konstante Stichelei an.

Geduldigere und womöglich auch gläubigere Naturen können darüber hinwegsehen und finden einen durchaus solide gemachten Horrorfilm mit authentischem 70ies Feeling und guten Darstellern.. Wie schon in “Insidious” hat Regisseur ein gutes Gespür für Atmosphäre. Doch leider verläuft sich hier der Film zu oft in Klischees und billige Schocker-Szenen, um wirklich aus der Masse herauszustechen. Es gibt zwar trotz alle dem eine handvoll Szenen, die es mit effektiver Subtitität und teuflischer Verspieltheit schaffen, echten Grusel zu schaffen (die meisten davon waren schon in Trailern zu sehen), doch auch hier ist die überdramatische Musik etwas zu oft dabei die Stimmung zu zerstören damit auch der im Halbschlaf liegende Zuschauer merkt, das das was gerade gezeigt wurde wirklich wirklich unheimlich sein soll. Und während Insidious im Szenenaufbau oft neue Wege betrat und interessante Ideen auszuprobieren, sind die Ereignisse hier doch zu oft altbekannt und vorhersehbar.
Und schlimmer noch das The Conjuring nicht die stärken von Insidious teilt, so haben beide Filme ein ähnlich schwaches Finale, wobei “The Conjuring” hier auch wieder das Ideenreichtum seines spirituellen Vorgängers vermissen lässt.

Alles in allem ist “The Conjuring” ein Horrorfilm, den man sich durchaus ansehen kann. Doch angesichts der unbequem im Drehbuch plazierten Propaganda, sowie dem wenig ideenreichen Vertrauen auf billigen Schock-Grusel, sollten doch erstmal alle Alternativen ausgeschöpft werden, bevor man auf diesen Film zurückgreift.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2013 10:49 PM MEST


The Bay - Nach Angst kommt Panik
The Bay - Nach Angst kommt Panik
DVD ~ Kristen Connolly
Wird angeboten von Movie-Panel
Preis: EUR 7,41

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Aufwändiger, aber eher schwacher Found Footage Schocker, 26. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: The Bay - Nach Angst kommt Panik (DVD)
Inszeniert als „Enthüllungsvideo“ einer vertuschten Katastrophe, zusammengeschnitten aus „geleaktem“ Bildmaterial und nacherzählt von einer Augenzeugin, handelt „The Bay“ von einem kleinen Amerikanischen Fischerdorf, dass während dem Tag der Unabhängigkeitsfeier von mutierten Parasiten heimgesucht wurden die sich auf grausame Weise aus ihren Opfern herausfressen. (Nebenbei sei bemerkt, das es die Viecher, genannt Cymothoa exigua wirklich gibt und sie tatsächlich die fiese Eigenschaft haben, die Zungen ihrer Wirte zu fressen und zu ersetzen, auch wenn sie natürlich in ihrer normalen Form kleiner und ungefährlicher sind. Netter Touch).

Als Freund von „Found Footage“ Horrorfilmen (von denen es zugegebenermaßen sehr wenige gute gibt), war ich sehr angetan von der Idee eine Horrorgeschichte mit Hilfe von verschiedenen Videoaufnahmen, Protokollen und Fernsehberichten zu erzählen, statt wie üblich durch die Linse einer einzigen Kamera.
Doch leider ist dieses launig im Stile von „Truther“-Verschwörungsvideos wie „Loose Change“ inszenierte Spektakel dank schwacher Story und schwachem Writing nicht das, was ich mir gewünscht habe.

Zwar hat der Film einige sehr effektive Szenen (insbesondere der konstante Blick auf ein hoffnungslos überfülltes Krankenhaus, in dem die infizierten Opfer reihenweise auf grausige Art wegsterben) und zeigt Stolz ein höheres Budget und bessere Effekte als man es von der Art von Film gewohnt ist, aber das hilft auch nicht über die Stumpfsinnigkeit vieler anderer Szenen weg. Konstant wird man erschlagen von der kaum getarnten aggressiven Botschaft des Films oder gelangweilt von einem Subplot über eine junge unwissende Famile auf dem Weg zur Katastrophe der nicht wirklich zu etwas führt oder genervt von redundanten Montagen und Flashbacks. Am schlimmsten ist jedoch die Protagonistin des Films, die auf eine kaum glaubwürdige Weise die Ereignisse nacherzählt und an den unpassensten Stellen „comedic relief“ bietet und allgemein zu uninvolviert agiert als das sie zur Stimmung des Films beiträgt.

Traurig das Barry Levinson, der mit „The Machinst“ einen eindringlich minimalistischen Thriller geschaffen hat, aus diesem ambitionierten Film keine Runde Sache machen konnte und ein bestenfalls mittelmäßiges Endergebnis abliefert.


Stoker - Die Unschuld endet [Blu-ray]
Stoker - Die Unschuld endet [Blu-ray]
DVD ~ Mia Wasikowska
Preis: EUR 7,65

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kunstvoll inszeniert, spannend gespielt., 26. Juni 2013
Der wohlhabende Architekt Richard Stoker stirbt am 18. Geburtstag seiner geliebten Tochter, der verschlossenen und etwas eigenen Außenseiterin India.
Zur Beerdigung taucht der ihr unbekannte und sehr mysteriöse Onkel Charlie auf um einige Zeit im Haus zu leben. Während ihre Mutter Evie den charismatischen Verwandten schnell als einen sehr willkommenen „Ersatz“ für ihren verstorbenen Mann empfindet, bleibt India skeptisch gegenüber dem eigentlich Fremden, der sich mit etwas zu sehr Interesse in ihr Leben drängt. Doch als India tatsächlich einige unheimliche Einblicke in die dunkle Seite ihres Onkels gewährt werden, entwicklelt sie eine zunehmende Faszination für ihn.

Regisseur Park Chan-Wook, der vor einigen Jahren international mit dem surrealen Rache-Thriller Oldboy für Aufregung gesorgt hat (und dessen bisherige Filme mir alle sehr symphatisch, wenn auch manchmal nicht so ganz zugänglich waren) liefert hier seinen ersten amerikanischen Film ab und alle Befürchtungen, das dies mit einem Qualitätsverlust einhergeht sind fürs erste unbegründet. Im Gegenteil, Chan-Wook ist hier krass und morbid wie eh und je, doch dank der großartigen Inszenierung dieser finsteren Familiengeschichte ist „Stoker“ sein vielleicht bester Film.

Das Casting ist hierbei ein nicht zu unterschätzendes Element des Erfolgs. Insbesondere Matthew Goode, den ich schon in „Watchmen“ sehr interessant wenn auch völlig falsch gecastet fand, ist großartig als unheimlicher aber auch charismatischer Charlie und darf hier die volle Bandbreite seines Könnens zeigen. Die junge Protagonistin Mia Wasikowska überzeugt ebenfalls vollends und auch wenn Nicole Kidman mir persönlich eher unsymphatisch ist, so ist sie hier ideal besetzt und füllt ihren Charakter exzellent aus.

Das Drehbuch von Wentworth Miller (der Protagonist von „Prison Break“) mag zwar ab und an eine Lücke hinterlassen und man kann schon früh sehen, wie in etwa die Geschichte enden wird, doch finden sich auf den Weg dahin immer wieder kleinere Kniffe und Wendungen, die einen über Details rätseln lassen und einen gespannt an der Stange halten.

Doch am Ende ist es Park Chan-Wooks Film. Mit geradezu exzessiv poetischen Bildern versteht der Regisseur alleine durch diese dramatisch, unheimlich oder ab und zu auch mal schwarzhumorig zu sein und durch diese tolle visuelle Inszenierung ist der Film eigentlich niemals weniger als wundervoll.

Das westliche Debüt des koreanischen Kultregisseurs ist ein fantastischer Erfolg und schon jetzt ein persönlicher Kandidat für den besten Film des Jahres. Toll.


Phoenix Wright - Ace Attorney [Blu-ray]
Phoenix Wright - Ace Attorney [Blu-ray]
DVD ~ Takumi Saito
Preis: EUR 13,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll verrückte Videospieladaption, 13. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Adaption der beliebten GBA/Nintendo DS Adventure Serie von Takashi Miike (Audition, Ryu ga Gotoku, Thirteen Assassins) um den Anfänger-Anwalt Phoenix Wright, der sich in einem eigenwilligen Justizsystem im Duell mit den Anklägern für das Unrecht seiner Mandanten kämpft.
In der Hauptsache hier eine Adaption des ersten Spieles, in dessen leicht veränderter Handlung es vornehmlich um den Mord an Phoenix Mentorin und dessen Hintergründe geht.

Auch wenn man es nicht unbedingt erwartet, es ist im großen und ganzen die bisher beste Verfilmung eines Videospiels bisher. Die Absurdität der Welt, der Charaktere und der gesamten Idee, Gerichtsdrama in einem Anime-artigen Licht zu präsentieren geht über bloße Parodie hinaus und lebt in seiner ganz eigenen Welt. Trotz dem vielen Humor wird aber auch nicht vor der manchmal düsteren Materie zurückgeschreckt.

Allgemein beweist Miike Liebe zum Detail und hält sich sehr nah an die Vorlage ohne sie zu kopieren, lässt sich aber auch Spielraum für einen eigenen Stil und eigene Ideen (und veralbert quasi seinen eigenen Film im Film in Form eines abgedrehten Flashbacks) und präsentiert das ganze sehr lustig und sehr sehr abgefahren.

Lob verdient zudem Phoenix Wright Darsteller Hiroki Narimiya, der sowohl als schusseliger Anfänger als auch als cleverer Investigator beweist, dabei ausgezeichnetes komödiantisches Timing hat und sein Gesicht verziehen kann das selbst Jim Carrey ihn Respekt zollen würde. Die anderen Anwälte im Spiel sind ebenfalls gut gecastet, nur manche Charaktere, insbesondere Detective Gumshoe, wirken einfach etwas seltsam.

Etwas gemischte Gefühle auch bei den englischen Untertiteln, einerseits ganz nett, das hier die Übersetzungen des Spiels beibehalten wurden, andererseits natürlich insbesondere für Aussenstehende umso seltsamer wenn man merkt das die gesprochenen Namen komplett anders sind als die im Untertitel. Ausserdem hatte die Übersetzung teils üble Grammatik und Rechtschreibfehler.

Alles in allem wie gesagt ein sehr unterhaltsamer und lustiger Film und darüber hinaus eine nahezu perfekte Umsetzung des Videospiels. Schon allein wegen der vielen Potenziell abgedrehten Justizvollzieher kann für mich eine Fortsetzung nicht früh genug kommen.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 5, 2013 2:32 PM MEST


Die Sehnsucht der Falter [Blu-ray]
Die Sehnsucht der Falter [Blu-ray]
DVD ~ Scott Speedman
Preis: EUR 13,98

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht wirklich Horror, Nicht wirklich lang genug, aber ein Interessanter Blick auf altbekannte Themen, 11. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sehnsucht der Falter [Blu-ray] (Blu-ray)
Das junge Mädchen Rebecca freut sich auf das letzte Jahr in einer abgelegenen Internats-Mädchenschule, wo sie mit ihrer SEHR engen Freundin Lucy zusammenlebt. Doch dann taucht Ernessa auf, eine seltsame neue Mitschülerin, zu der sich Lucy hingezogen fühlt während Rebecca misstrauisch ist.
Als beide Mädchen durch den passiven (oder vielleicht aktiven?) Einfluss Ernessas immer weiter auseinander treiben und in ihre eigenen Obsessionen gedrängt werden, häufen sich für Rebecca seltsame Ereignisse, und bald fürchtet sie ihre beste Freundin im wortwörtlichen Sinne zu verlieren.

Der Film eilt schnell zu der Schlussfolgerung, das Ernessa eine Art Vampir ist und macht das von vornherein mit dem Einfügen von Bram Stokers Dracula und später noch präziser dessen spirituellen Vorgänger „Carmilla“ als Lernstoff klar.
Doch trotz der gedrängelten Assoziation zerstreut der Film glücklicherweise schnell den Gedanken daran, das es sich hier um ein Zwischenstück von „Twilight“ und „Interview mit einem Vampir“ drehen könnte und verleiht dem Plot eine gewisse Bodenständigkeit und den Charakteren ein wenig Tiefe, die den Film zwar oft weit weg von „Horror“ und mehr Richtung „Drama“ treibt, aber eine interessante Interpretation von Vampirmythologie sowie eine wendungsreiche Handlung abliefert.

Ein echter Glücksgriff ist dem Film dabei mit Lily Cole als Ernessa gelungen. Cole hat ein ziemlich ungewöhnliches Aussehen, was ihrer Rolle als andersartiges, mysteriöses Mädchen natürlich zu gute kommt, und schafft es mit kleinen aufblitzenden Gesichtszügen und einem ständig wechselnden Temperament eine Subtilität in ihre Antagonistenrolle zu packen.

Als etwas problematisch erweist sich aber hier die Umsetzung des Plots. Mit unter 90 Minuten ist der Film ziemlich kurz, hat aber viel Stoff, was dazu führt das Handlungsstränge sehr schnell mit fast schon irritierend rasanten Schnitten abgearbeitet werden. Das verhindert zwar das der Film trotz mangeldem Gruselfaktor langweilig wird, sorgt aber auch gleichzeitig dafür das man sich kaum für die Situationen akklimatisieren kann.
Das Rebecca und Lucy beste, engste Freundinnen sind wird kaum etabliert, genauso wie oft die Zeit fehlt den Einschlag schockierender Wendungen darzustellen oder Atmosphäre aufzubauen. Die Inszenierung wirkt einfach übereilt und schadet der Geschichte, die nur selten Platz zum Atmen hat.

„The Moth Diaries“ ist ein bewusst kleiner Film, der mit einer unverbrauchten und ungewöhnlichen Vampirstory zu überzeugen weiß, die zwar nicht sonderlich gruselig, aber immer interessant ist. Es wäre nur schön gewesen, wenn man sich ein wenig mehr Zeit genommen hätte, Atmosphäre und Charaktere wirken zu lassen, statt von einer Plotentwicklung zur nächsten zu hetzen.


Iron Man 3 - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
Iron Man 3 - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Robert Downey Jr.
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 14,80

1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sollte versagen, tut es aber nicht., 5. Mai 2013
Den Ereignissen von „The Avengers“ folgend, ist Tony Stark alias Iron Man in den Augen der Öffentlichkeit inzwischen zu einem nahezu symbolischen Helden geworden. Doch er selbst hat die Ereignisse nicht so gut verkraftet wie er denkt und leidet unter sporadischen Panikattacken und Flashbacks die dazu führen das er sich 100% obsessiv auf die Entwicklung neuer und besserer Iron Man Rüstungen konzentriert.
Als die USA von plötzlichen Bombenanschlägen und dem Auftauchen eines Terroristen namens „The Mandarin“ erschüttert wird, macht sich Tony selbst zum Ziel der Angriffe und endet ohne seine Technologien und Ressorcen gestrandet irgendwo im nirgendwo, gejagt von scheinbar übermächtigen Gegnern.

Iron Man 3 ist nicht unbedingt in einer beneidenswerten Situation und macht es sich auch nicht einfacher. Nicht nur, das es die theoretische Fortsetzung eines lange Zeit für unmöglich gehaltenen Filmprojekts ist, das in vielerlei Hinsicht unmöglich von Iron Man 3 getoppt werden kann, es ist auch noch der notorisch immer schwierige dritte Teil der jetzt auch noch beweisen muss, das die Marvel Superhelden Filme auch noch in ihren „Einzel-Held-Filmen“ sehenswert ist. Zudem ist der Film selbst wieder losgelöster vom größeren Marvel Universum (Tatsächlich ist es der erste Iron Man Film ohne einen Auftritt von Fan Favoriten Samuel L. Jackson als Nick Fury). Und im Verlauf seiner Handlung tut er sich auch keinen Gefallen gegenüber eingefleischten Comicfans, mit einigen dramatischen Änderungen gegenüber der etablierten Mythologie, die bereits durch viele negative IMDB Reviews „gerächt“ wurden.

Aber, um meiner Meinung nach fair zu sein, objektiv gesehen waren die Iron Man Filme schon immer problematisch. Iron Man 1 wäre in allen Dingen ein mittelmäßiger Film würde er nicht gerettet werden durch das großartige Casting, allen voran eben Robert Downey Jr., und Iron Man 2 war nur eine mäßig zufriedenstellende Fortsetzung, die dank der Versprechungen des kommenden Avengers Films und etwas kompetenteren Actionszenen ursprünglich recht leicht davonkam.
Man kann sich durchaus darüber streiten, aber ich finde das Iron Man 3 glücklicherweise den richtigen Weg geht und sich hauptsächlich darauf konzentriert, Spaß zu machen, was zwar oftmals auf Kosten von Handlung und Logik geht, aber so gut unterhält das das erst im Nachhinein etwas stört, wenn überhaupt.

Zwar ist es technisch gesehen der „düsterste“ Teil der Reihe, aber erhält dennoch seinen leichteren Ton und schafft es trotzdem (auch dank Robert Downey Jr.'s gewöhnt toller Performance) den psychologischen Schaden seines Protagonisten und die Dramatik der Ereignisse treffend zu thematisieren. Es macht zudem Spaß zu sehen das der Film immer wieder auf Plotelemente fällt, die anderswo oftmals auf ein enttäuschtes Stöhnen oder ein genervtes Seufzen treffen (z.B. der Einführung eines kleinen Jungen als temporärer Sidekick für Tony Stark) aber hier so augenzwinkert verspielt angegangen werden, das auch diese Spaß machen. Das führt auch zu einer fast schon schockierenden Plotwendung, die zwar darauf aus ist Hardcore-Fans aktiv zu verärgern und im Plot jetzt auch nicht übermäßig clever ist, aber auf einer Meta-Ebene so brilliant ist, das es den Film für mich ein Stück weit aufgewertet hat. Doch sollte das einem nicht gefallen, bekommt man hier dank Neuzugang Shane Black als Regisseur und würdigen „Kanonenfutter-Gegnern“ auch endlich mal einige spannende und gut inszenierte Actionszenen.
Dennoch sollte es angesprochen werden, das der Film bei weitem nicht perfekt ist. Wie bereits angedeutet häufen sich Plotlücken, die oftmals nur für eine coole Szene oder einen netten Gag in Kauf genommen werden. Das zieht sich bis zum Ende/Epilog des Films, das den Protagonisten zwar auf einen interessanten Kurs führt und einen treffenden Schlusstrich zieht, der einen über die Zukunft der Iron Man Filme und Tony Starks Rolle in der unvermeidlichen Avengers Fortsetzung rätseln lässt, aber trotz der Überlänge des Films überhastet wirkt. Und auch wenn alte Iron Man Filme dem Konzept nie fremd waren, ist das exzessive Product-Placement hier an einem Punkt, wo es auf eine ablenkende Weise auffällt.

Gemischte Gefühle gibt es bei den Neuzugängen im Cast. Über Ben Kingsley braucht man kaum Worte zu verlieren, er ist fantastisch als Super-Terrorist Mandarin und genießt seinen völlig überzogenen Charakter. Guy Pearce als Stark-Rivale Aldrich Killian, der eine persönliche Vendetta gegen den Protagonisten führt, ist zweidimensional, weiß aber durch sein schleimiges Charisma zu unterhalten. Andere Charaktere sind jedoch weitestgehend uninteressant, doch am schlimmsten trifft es einen der neuen primären Nebencharaktere, die Wissenschaftlerin Maya Hansen, gespielt von Rebecca Hall. Diese springt immer wieder zwischen „Langweilig“ und „Unsinnig“ hin und her und ist dafür das viele Dinge der Handlung auf ihr basieren im großen und ganzen erstaunlich nutzlos.
Und auch der andere große weibliche Nebencharakter, Gwyneth Paltrow's Pepper Potts, hats irgendwie schwer. Sie wurde in den früheren Teilen immer wieder als Plotdevice und „Damsel in Distress“ missbraucht, was Macher und Darsteller sogar zugegeben haben. In Iron Man 3 wird sie ein bisschen mehr in die Action und den Plot miteinbezogen und ist darin aktiver involviert, doch dennoch kann man sich einfach nicht von ihr als hilfloses Plotelement trennen und auch wenn sie zwischenzeitlich einen Moment im Rampenlicht bekommt, fühlte sich selbst dieser für mich etwas fehlgeleitet an.

Iron Man 3 macht Spaß. Er triumphiert nicht über andere Comicverfilmungen, inklusive „The Avengers“ selbst, aber im großen ganzen ist es der meiner Meinung nach beste Iron Man Film.
Aber er triumphiert zum Beispiel da, wo „The Dark Knight Rises“ stolperte. Trotz der geringeren Ernsthaftigkeit und der Ignoranz gegenüber einer Bodenständigkeit schafft es dieser dritte Teil weit besser seinen Protagonisten als Mensch mit dem harten Preis seiner Superhelden Identität zu konfrontieren, ihn abstürzen zu lassen, ihn wieder aufzubauen und am Ende einen Schlussstrich zu ziehen.
Er ist da erfolgreich wo es zählt und ein guter Start für Marvel Studios' „Phase 2“


Headhunters [Blu-ray]
Headhunters [Blu-ray]
DVD ~ Aksel Hennie
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu recht ein Internationaler Erfolg, 27. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Headhunters [Blu-ray] (Blu-ray)
Roger Brown arbeitet als Headhunter für renommierte Firmen, die Mitarbeiter in hohen Positionen suchen. Ausserdem ist er ein recht erfolgreicher Kunstdieb. Das Ansehen der einen und das Geld der anderen Tätigkeit sollte genug sein um für seine Unsicherheiten zu kompensieren (was er selbst offen zugibt), doch wird er immer wieder in neue Selbstzweifel geworfen. Ein persönliches Problem und eine professionelle Gelegenheit taucht für ihn eines Tages in Form von Clas Greve auf, der nicht nur perfekt für einen Job ist den Roger vermittelt, sondern auch ein besonders seltenes Gemälde besitzt.
Der Diebstahl des Gemäldes läuft ohne Probleme, doch kurz darauf läuft für Roger alles schief. Nicht zuletzt durch Clas' militärische Vergangenheit...

Der norwegische Blockbuster hatte einige Startschwierigkeiten, nicht zuletzt weil der Protagonist ein etwas umständlicher Charakter ist. Ich konnte nicht mit ihm symphatisieren, und es wird auch früh etabliert das er nicht wirklich ein symphatischer Mensch ist, doch ab und an versuchen einige Szenen doch noch eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen, was manchmal fast schon heuchlerisch wirkt.
Doch sobald alles etabliert ist und das Gemälde gestohlen ist, eskaliert die Geschichte sehr schnell auf eine sehr dramatische und spannende Art. Die Plotwendungen überschlagen sich, und zwischen den intensiven Setups explodiert der Film in brutale Gewalt (was einige Make-Up Effekte beinhaltet die mich für die „ab 16“ Freigabe überrascht haben). Abgesehen davon hat der Film einen seltsamen, bitterbösen visuellen Humor, den ich hier schwer beschreiben kann ohne etwas zu verraten, aber der mich zeitweise angenehm, zeitweise aber auch irritierend an „In China Essen Sie Hunde“ erinnert hat.

Das Casting ist gut, mit Aksel Hennie als Protagonisten der erst Richtung Ende seine Talente voll ausspielen kann, dies dann aber auch überzeugend tut, und Nikolaj Coster-Waldau, der absolut großartig in der Serie Game of Thrones ist und auch hier oft die Schau stiehlt (während er in Hollywood für eine 08/15 Rolle in Oblivion verbraten wird). Die Regie ist in etwa das was man vielleicht schon von skandinavischen Filmen erwartet, aber mit einem Hauch von Nüchternheit sehr gut zur Geschichte passt. Und auch wenn ich das Ende ähnlich problematisch wie den Anfang finde, ist das was dazwischen passiert sehr gut geschrieben.

Meiner Meinung zurecht ein Internationaler Erfolg aus Norwegen, den man als Fan von Thrillern und Gangsterfilmen noch vor dem unvermeidlichen US Remake angesehen haben sollte.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5