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Beiträge von Jost Weiss
Top-Rezensenten Rang: 3.252
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Rezensionen verfasst von Jost Weiss "Soulfinder" (Dinslaken, NRW Deutschland)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Inferno im Münchener Westend, 9. Februar 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die nächtliche Observierung endet mit einer Katastrophe, ein langweiliger Routinejob gerät zum Fiasko: Nachdem die Polizisten Markus Diller und Erich Kessel die Überwachung einer verdächtigen Wohnung im Münchener Westend vorzeitig abgebrochen haben, fährt der drogensüchtige Kessel mit voller Absicht den jungen Dealer Amir Aslam an, der bei der Attacke schwer verletzt wird. Keller und Dissel machen sich in ihrem Dienst-BMW aus dem Staub, suchen den Schutz ihrer jeweiligen Wohnungen auf. In seiner setzt sich der abgewrackte Kessel erst einmal den langersehnten "Schuss", während der gutsituierte Diller daheim in seiner Mittelklasse-Welt über Möglichkeiten der Schadensbegrenzung nachdenkt. Derweil bricht im nächtlichen Münchener Westend das Chaos aus: Anscheinend gab es Augenzeugen für den "Unfall", denn der sogenannte Mob macht mobil gegen die ständige Präsenz der Anti-Terror-Bekämpfer in ihren zivil-getarnten Einsatzfahrzeugen. Zunächst fliegen nur Steine, dann Molotow-Cocktails. Der Anschein eines Bürgerkrieges im eh von ethnischen Konflikten gebeutelten Westend. Diller hat alle Hände voll zu tun, um verräterische Spuren (vor allem am Dienst-BMW) zu beseitigen, und Kessel, der nur sporadisch seinen Dienst versieht, hangelt sich von einem Heroin-Rausch zum nächsten. Doch der Druck auf beide - seit langer Zeit kumpelhaft miteinander verbunden - wächst von Tag zu Tag: Der neue Polizeipräsident März möchte sich mit einer raschen Aufklärung des Falls profilieren, und die türkischstämmige Staatsanwältin, die mit der Klärung des Falles beauftragt wurde, ahnt mehr als Diller recht sein kann. Georg M. Oswald hat mit "Unter Feinden" einen erschreckend realistischen Kriminalroman geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern weiss. Es wundert mich nur, dass ich bis dato noch nichts von diesem Autor gehört oder gelesen habe. Das wird sich allerdings in Zukunft ändern.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Mord in der Idylle, 3. Februar 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Eigentlich passt er nicht so recht in unsere Zeit, der Postbote Johannes Stifter, der im beschaulichen Dorf Germerow im nödlichen Brandenburg an sechs Tagen in der Woche seinen Dienst versieht. Etwas weltfremd, realitätsfern und träumerisch wirkt er, stets auf der Suche nach Gleichförmigkeit und Kontemplation. Und die findet er immer dann, wenn er sich nach Feierabend seiner Doktorarbeit über Foucault widmet, an der er schon seit zehn Jahren schreibt. In diesen Momenten ist die Welt des Johannes Stifter in Ordnung - wenn er in seinem Häuschen am Waldrand sitzt und bei Selbstgedrehten und einem Glas Rotwein der Philosophie sich widmet. Und etwas verliebt ist er, unser Postbote. Nämlich in Annika Strelski, eine Frau aus dem Dorf, als mehrfache Mutter völlig überfordert, als Frau vielfach desillusioniert und enttäuscht. Die scheinbare Dorfidylle erfährt einen jähen Riss, als im Wald eine übel zugerichtete Leiche gefunden wird: Es handelt sich um den Ex-Lover von Annika, und ausgerechnet Johannes Stifter ist es, der die Leiche als Erster entdeckt. Von nun an nimmt sein Leben einen turbulenten Verlauf, denn zunächst gilt er als einer der Hauptverdächtigen, bevor er gemeinsam mit dem berufsmüden Kommissar Thalmeier zum Ermittler wird. Stifter muss erkennen, dass er lange Zeit einer trügerischen Idylle aufgesessen ist und die so konservativ wirkenden Dorfbewohner durch langgehütete Geheimnisse schicksalhaft miteinander verbunden sind. Und am Ende wirkt Johannes Stifter wie ein Geläuteter, einer, der viele Illusionen über Bord geworfen hat und ein Stück erwachsener geworden ist. Tanja Weber hat mit "Sommersaat" ein spannendes Debüt geschrieben, das sich vor allem durch seine Liebe zum Detail auszeichnet: Die Charaktere der Dorfbewohner sind fein gezeichnet, und die Protagonisten wirken authentisch und glaubwürdig. Auch wenn das Buch hie und da kleine Längen aufweist, so ist es der Autorin doch gelungen, mit Worten eine atmosphärische Dichte zu weben, die den Leser hineinzieht in die Geschehnisse rund um das hochsommerliche Germerow. Und das tut auch der winterlichen Lesestube gut.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Der "Flitzer" unter den Kaffeemaschinen, 11. Januar 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Sie besticht vor allem durch ihr originelles, unverwechselbares Design - die Russel Hobbs 18517-56 Mini Kaffeemaschine, und zudem "braut" sie einen Kaffee, der schwarz, heiss und äusserst wohlschmeckend daherkommt und jeden Liebhaber der schwarzen Bohne bereits am Morgen verwöhnt. Entwickelt wurde der "Flitzer" unter den Kaffeemaschinen in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern von Britanniens beliebtester Automarke, und das sieht man dem Maschinchen auch an: Das "Mini"-Logo prangt gut sichtbar über dem schwarzen Einschaltknopf, und die Glaskanne zieren die typischen schwarz-weissen Ralleystreifen. Allerdings ist die "Russel Hobbs" nicht nur ein echter Eye-Catcher (und eine Zierde für jede Küche), sondern auch eine hochwertige, gut verarbeitete Kaffeemaschine, mit der das Kaffeekochen wirklich Spass macht: Sobald der Einschaltknopf gedrückt ist und das rote Sicherheitslämpchen brennt, "schnurrt" das Teil geräuscharm los und produziert es zügig das morgendlich so unentbehrlich erscheinende Gebräu. Bereits nach zehn Minuten ist die Maximalmenge von zwölf Tassen durchgelaufen. Und wer sich bereits vorher ein Tässchen gönnen möchte, der kann dies problemlos tun, denn bei Entnahme der Kanne greift unverzüglich der Tropf-Stopp der Maschine. Als praktisch erweist sich zudem der herausnehmbare Filterträger, mit dessen Hilfe sich die gebrauchten Papiertüten mühelos entsorgen lassen. Einziger Kritikpunkt: Der "Einfüllstutzen" zum Wassertank ist derart eng geraten, dass dessen Befüllung - vor allem mit einer vollen Kanne - zum Problem werden kann.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Traumzeit"..., 1. Dezember 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Wenn es draussen kalt, nass und ungemütlich wird, dann freue ich mich auf meine warme, behagliche Wohnung. Besonders der Schlafraum ist dazu angetan, nach einem stressigen Tag eine Oase der Ruhe anzubieten. Einen Ort zum Träumen, zum Entspannen und zum Schlafen. Seit kurzem ziert die Mako-Satin-Bettwäsche von Bierbaum meine werte Bettstatt. Sie ist nicht nur eine echte Augenweide, sondern verwöhnt auch meinen Körper. Der Stoff aus hundertprozentiger Baumwolle streichelt angenehm meine Haut, ohne zu "erdrücken". Die ansprechende Optik mit leuchtenden Farben peppt jede "Traumlandschaft" auf. Der praktische Reissverschluß sorgt dafür, dass lästiges Knöpfen entfällt. Auch nach dem Waschen zeigt sich der Stoff farbbeständig - und vor allem: schnell trocknend. Fazit: Die "Traumzeit" existiert nicht nur im australischen Busch. Sie hat jetzt auch einen festen Platz in meinem Schlafzimmer gefunden. Angenehme Ruhe!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Handlich und innovativ, 7. November 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Wer es handlich mag und trotzdem nicht auf innovative Technik verzichten möchte, dem kann ich die neue Nikon S9100 empfehlen. Mit ihrem Zoom vergrössert sie 18fach und bildet somit die Vorhut einer neuen Kamerageneration. Bislang war es lediglich grösseren Modellen vorbehalten, mit einem derart effektivem Zoom aufwarten zu können. Bei der Nikon S9100 liegt der nutzbare Brennweitenbereich zwischen 25 bis 450 Millimeter, und das ist mehr als ausreichend für den Allroundeinsatz. Somit ist die Nikon S9100 dem Vorgängermodell - der S8100 - deutlich überlegen. Die Nikon-Ingenieure haben sich (diesmal) wirklich ins Zeug gelegt und die Messwerte für Randabschaltung, Farbsäume und Verzeichnung deutlich verbessert. Auch bei vollem Tele unterstützt der Bildstabilator zuverlässig. Der Rauschfilter ist gut abgestimmt und sorgt für unverfälschte, gestochen scharfe Fotos. Den Kreativen unter uns rate ich allerdings vom Kauf ab, denn die Nikon bietet kaum Raum für eigene Ideen.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Hell wie der "Stern von Bethlehem", 4. November 2011
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Wer dieser Tage auf der Suche nach einer kompakten und handlichen, aber dennoch leistungsstarken Taschenlampe sein sollte, dem kann ich guten Gewissens die "Workx SOS 5" empfehlen. Sie liegt mit ihren 141 Gramm (inklusive Batterien)wie ein Leichtgewicht in der Hand, wartet aber dennoch mit einer Leuchtstärke von 66 Lumen auf. Wem da vor Helligkeit die Augen übergehen, der kann mittels elektronischem Schalter die Cree-LED stufenlos bis auf zehn Prozent ihrer Höchstleistung zurückdimmen. Wenn's blinkt, sind die zehn Prozent erreicht. Der Lichtstrahl der "Workx SOS 5" reicht im Maximal-Modus 169 Meter weit, gedimmt sind's immerhin noch 39 Meter, wobei der Multi-Facetten-Reflektor für eine großflächige Ausleuchtung sorgt. Die mitgelieferten drei 1,5-Volt-Batterien (AAA)lassen sich problemlos in den Batteriecontainer der Lampe einsetzen und sorgen 110 Stunden (Zehn-Prozent-Modus) beziehungsweise 10 Stunden und 15 Minuten (Maximal-Modus) dafür, dass mir (und meiner Umgebung) ein Licht aufgeht. Und auch wenn aus der Tugend einmal eine Not werden wollte, erweist sich die Lampe als helfende Begleiterin, denn sie ist mit einem SOS-Blinklicht für Notsituationen ausgestattet. Fazit: Ich bin seit etwa drei Wochen im Besitz der Lampe und möchte sie nicht mehr missen. Ich habe ihr sogar einen Spitznamen gegeben: Sie ist mein "Stern von Bethlehem".
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Weder Fisch noch Fleisch, 4. November 2011
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Er hätte ein großer literarischer Wurf werden können, der Roman "Selbstauslöser" von Michael Lister. Doch was in der Verkleidung eines Thrillers daherkommt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als mißglückter Versuch, Spannung und schriftstellerisches Know-How miteinander zu verbinden. Dabei ist die Grundidee zum Plot des Buches vielversprechend: Es geht um den nächtlichen Überlebenskampf eines Mannes in den Wäldern Nordfloridas. Remington James, Mitarbeiter in einer Werbeagentur und passionierter Hobby-Fotograf, liebt es, die Wälder seiner Heimat zu durchstreifen, die wilden Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Eines abends entdeckt er, dass eine seiner installierten Kamerafallen Bild für Bild einen Mord aufgezeichnet hat. Noch geschockt von dem, was seine Kamera ihm soeben offenbart hat, steht Remington bald dem skrupellosen Mörder leibhaftig gegenüber. Eine gnadenlose Jagd beginnt, die erst im Morgengrauen ihr Ende finden soll. Eigentlich ein Stoff, aus dem gute und spannungsreiche Thriller gemacht sind, doch Michael Lister begeht den Fehler, mit ganzen Sätzen zu geizen. Ja, in großen Teilen besteht die Story lediglich aus einer Aneinanderreihung von Wörtern: "Herbststimmung. Verglühendes Rot. Abtauchende Sonne". Das kann man ja mal machen, doch bei Lister ist diese Verknappungsstrategie geradezu inflationär eingesetzt, so dass aufkeimen wollende Spannung "wortgewaltig" erstickt wird und der Lesefluss ins Stocken gerät. Hinzu kommen die schier endlosen inneren Monologe des Protagonisten Remington James, der sich gerade in einer Sinnkrise befindet und sein bisheriges Leben - vor allem das ungeklärte Verhältnis zu seinem kürzlich verstorbenen Vater und die schwächelnde Beziehung zu seiner Ehefrau Heather - Revue passieren läßt und hinterfragt. Sicher: Auch diese Seite des Buches ist wichtig. Sie wird nur in unglücklicher Weise mit der eigentlichen Handlung - dem Überlebenskampf in tiefster Wildnis - verquickt. Und so kommt es, dass "Selbstauslöser" weder Fisch noch Fleisch ist. Weder ein flüssig geschriebener, spannender Thriller, noch eine metapherreiche Parabel, die die Sinnkrise eines vom Leben und sich selbst Enttäuschten zum Inhalt hätte.
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Torso: Roman
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von Wolfram Fleischhauer Gebundene Ausgabe |
| Preis: EUR 19,99 |
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die bizarre Welt des Martin Zollanger, 6. Oktober 2011
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Wer schon mal ein Buch von Wolfram Fleischhauer gelesen hat, der weiss, dass es dem Autor anscheinend mühelos gelingt, Spannung mit literarischer Qualität und somit Anspruch zu verbinden. Nun hat der gebürtige Karlsruher seinen ersten Krimi vorgelegt, und bei mir waren die Erwartungen entsprechend hoch: Würde Fleischhauer auch dieses Genre meistern? Diese Frage kann ich jetzt und für mich mit einem eindeutigen "Ja" beantworten. Im Mittelpunkt des literarischen Thrillers steht der desillusionierte Hauptkommissar Martin Zollanger (61), ehemals Volkspolizist in der DDR, gesundheitlich angeschlagen und auch psychisch nicht immer im grünen Bereich anzusiedeln. "Zolli" hat die "Wende" noch nicht ganz verkraftet, leidet unter ihren materiellen, gesellschaftspolitischen und ideologischen Folgeerscheinungen. Das Bizarre seines Berufes wird ihm erneut vor Augen geführt, als im achten Stock eines abbruchreifen Plattenbaus in Berlin-Lichtenberg eine Leiche gefunden wird. Das scheinbar Absurde: Es handelt sich um einen Frauentorso mit aufdrapiertem Ziegenkopf. Und kaum haben sich der Hauptkommissar und sein Team von dem grauenhaften Anblick des Torsos auch nur einigermaßen erholt, wird in dem Tempelhofer Nachtclub "Trieb-Werk" (nomen est omen!) eine zweite Leiche entdeckt. In einem parallelen Handlungsstrang tritt die zwanzigjährige Elin Hilger (sie erinnert ein wenig an Stieg Larssons Lisbeth Salander) auf den Plan, Sozialfall und Sozialarbeiterin in einer Person. Sie glaubt nicht an den Selbstmord ihres Bruders Eric und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Was sie herausfindet, lässt sowohl Zollanger als auch Berlins Upper Society das Blut in den Adern gefrieren. Und als dann noch der entkräftete Hauptkommissar in die Schusslinie der Ermittlungen um die Leichenfunde gerät, kann sich niemand - vor allem der Leser nicht - der allgemein wachsenden Verwirrung entziehen. Wolfram Fleischhauer hat mit "Torso" einen überaus spannenden und sprachlich ansprechenden Thriller kreiert, mit Zollinger und der jungen Elin schillernde Persönlichkeiten erschaffen. Der Autor lässt es sich auch nicht nehmen, harsche Gesellschaftskritik zu üben und kriminelle Transaktionen dubioser Banken auf's Korn zu nehmen. Vor allem aber hat er das erreicht, was ein gutes Buch auszeichnen sollte: die Leserschaft von der ersten bis zur letzten Seite voll in Beschlag zu nehmen.
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sanfter Start und furioses Ende, 30. August 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Andreas Eschbach legt mit seinem jüngsten Roman ein Epos vor, das wie ein Jugendbuch beginnt und wie ein Sci-Fi-Thriller endet. Dazwischen hat er eine Geschichte gewebt, die den Leser über weite Strecken in Atem hält und deutliche Bezüge zum aktuellen Zeitgeschehen aufweist - zur klaffenden Schere zwischen Arm und Reich und damit verbundener sozialer Ungerechtigkeiten. Sie sind es nämlich, die den kleinen Hiroshi Kato - selbst sozial unbedarft - dazu anmieren, mit Hilfe einer sensationellen Erfindung alle Menschen zum Reichtum zu führen und damit sämtliche sozialen Unterschiede auszulöschen. Die beiden Konstanten des Buches sind jener Hiroshi, Sohn einer Hausangestellten, sowie die zehnjährige Charlotte, Tochter eines französischen Botschafters. Wir dürfen verfolgen, auf welch sanfte Weise sich die beiden zu Beginn der Story kennenlernen und welch schicksalhafte Wendungen ihre anfängliche Freundschaft nimmt. Über Jahre - gar Jahrzehnte - begegnen sich Hiroshi und Charlotte immer wieder. Und richtig spannend wird es dann, wenn Hiroshi seine genial anmutende Erfindung präsentiert... Dies war mein erster "Eschbach", und ich war begeistert von dem Buch. Der Mann ist nicht nur ein begnadeter Erzähler, sondern auch ein Meister in der Kunst des "Infotainment", denn wie er die Prinzipien der Nanotechnologie derart veranschaulicht, dass es auch der Laie (einigermaßen) versteht - dafür allein sollte er schon fünf Sterne erhalten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Auch für den reifen Leser!, 7. August 2011
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Rein äußerlich gesehen ist das Buch der reinste Hingucker, und es ziert seit etwa vier Wochen mein Bücherregal. Kommen Freunde zu Besuch, so heisst es stets: "Wow, is` ja krass! Du liest auf Deine alten Tage wieder Jugendbücher?" Worauf ich dann meine "Schandtat" guten Gewissens zugebe und in der Regel erwidere: "Na klar. Das Buch wäre auch was für Dich." Denn "Atherton - Das Haus der Macht" ist mehr als "nur" ein Jugendbuch: Es ist der spannende und vielversprechende Auftakt einer Trilogie, die durchaus "erwachsengerechte" Themen wie Umweltschutz, Klimakatastrophe und die sich vergrössernde Schere zwischen Arm und Reich zum Inhalt hat. Bei "Atherton" handelt es sich um einen Planeten, der aus drei Ebenen besteht - den Highlands, der Heimat der Mächtigen und Reichen, dem Tabletop, wo die arbeitenden Bauern leben, und den Flatlands, einer unbewohnbaren Einöde, die von müll- und menschenfressenden "Vernichtern" bevölkert wird. Ein Gesetz besagt, dass es zwischen den einzelnen Ebenen keinerlei Kontakt unter den Siedlern geben darf. Doch der flinke Kletterkünstler Edgar - jugendlicher "Held" der Story - setzt sich über das Verbot hinweg und macht eine phantastische Entdeckung: Die Highlands scheinen sich auf Tapletop herabzusenken. Gleichzeitig entdeckt Edgar ein geheimnisvolles Buch, mit dessen Hilfe die Geschehnisse auf Atherton entschlüsselt werden können. Edgar beschliesst, sein Leben zu riskieren, um seine Heimat zu retten. "Das Haus der Macht" ist eine packende Lektüre für Jugendliche wie für Erwachsene. Leider hat Teil Eins auch ein Ende. Und zwar gerade dann, wenn's mal wieder so richtig spannend wird. Doch es besteht Hoffnung: Teil Zwei - "Die Flüsse des Feuers" - erscheint im Januar und der Abschluss der Trilogie - "Der dunkle Planet" - im Juni 2012. Und mit diesen beiden Bänden werde ich mir meine "alten Tage" weiter versüssen.
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