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Rezensionen verfasst von
Lieselotte Schiesser (Kreuzlingen, Schweiz)
(REAL NAME)   

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Erinnerungen an eine Ehe: Roman
Erinnerungen an eine Ehe: Roman
von Louis Begley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kastenwesen, 3. Dezember 2013
Begley folgt in diesem Buch über eine unglückliche und gescheiterte Ehe, einem Vorgehen, das er bereits in "Ehrensachen" und anderen seiner Werke verfolgte: Er seziert bei den Betrachtungen über die Gründe für das Scheitern, das "Kastenwesen" der Oberschicht der amerikanischen Ostküsten-Society. Sein Protagnonist Philip - Schriftsteller wie Begley selbst - hört erst (eher unwillig) dem Lamento einer alten Bekannten über ihren längst verstorbenen und von ihr geschieden gewesenen Ehemann zu. Philip kannte und schätzte diesen Mann, und seine Erinnerungen an ihn unterscheiden sich von jenen der verbitterten Frau erheblich. Da er aber einräumt, dass sich Fassade und Kern eines Menschen sehr voneinander unterscheiden können, versucht er der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Beinahe journalistisch interviewt er möglichst viele Bekannte und Freunde des Verstorbenen und des früheren Paares. Dabei wird - quasi nebenbei - auch die Struktur der Gesellschaft seziert, die abseits des amerikanischen Traums vom "jeder der will, kann es schaffen" besteht: Der "Altadel", der zwar den Erfolg eines "Selfmademan" anerkennt, aber gleichzeitig die Nase darüber rümpft, dass der Emporkömmling den gesellschaftlichen Code nicht schon mit der Muttermilch aufgesaugt hat. Daneben zeichnet er das Psychogramm einer Frau, die vor allem an sich selbst scheitert, das aber nicht erkennen kann/will.

Wer ein Buch mit Action will, ist bei Begley eigentlich immer an der falschen Adresse - er ist der eher distanzierte Erzähler. Auch hier entwickelt sich das Bild langsam und kühl - trotz häufigen Redens über Sex. Die Erzählweise ist unspektakulär und Begley geht sparsam mit schmückenden Attributen um, was seine Texte ruhig, aber eben auch recht nüchtern sein lässt. Personen und Orte werden zwar genannt, aber wie sie aussehen oder welche Atmosphäre sie umgibt, erschliesst sich nicht durch ausführliche Beschreibungen, sondern aus der vermittelten Atmosphäre und der eigenen Vorstellungskraft.

In einer vorhergehenden Rezension wird behauptet, dieser Roman bewege sich mit der Beschreibung der Ehe im Bereich der Klatschpresse. Das halte ich für ein Missverständnis - sowohl des Romans als auch der Klatschpresse. Der Unterschied liegt nicht nur darin, dass Klatschpressen-Mitteilungen über High-Society-Ehen kürzer, knalliger und kurzfristig unterhaltender sind. Sondern vor allem darin, dass die Gesellschaftsstruktur, die ein Scheitern oder Gelingen beeinflusst, nicht offengelegt wird und sich dort auch niemand darum bemüht, Vorgefallenes aus unterschiedlichen Blickrichtungen zu beleuchten. Für die Yellow Press wäre das auch eine glatte Überforderung.


The Cook
The Cook
von Wayne Macauley
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,03

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ultimative "Kochshow", 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: The Cook (Taschenbuch)
Eines kann man verprechen, ohne vom Inhalt des Buches viel zu verraten: Die Leser/innen werden Kochshows wie "Jamie's Kitchen" oder deren deutschen Pendant "Rachs Restaurantschule" künftig mit anderen Augen sehen... Um "The Cook" von Wayne Macauley auf Englisch lesen zu können, muss man kein Englisch-Crack sein (wenn man's ist, schadet das aber nicht): Der titelgebende Koch ist der 17-Jährige Zac, der als letzte Chance vor dem Knast, die Koch/Restaurantschule eines bekannten Fernsehkochs besuchen kann. Er erzählt seine Geschichte - und so schreibt Macauley sie auch: weitgehend einfacher Wortschatz, schnörkellos. Gewöhnen muss man sich einzig daran, dass der Protagonist absolut keine Kommas verwendet. Hin und wieder liest man deshalb manche Sätze zweimal, um sie einmal zu verstehen. Ansonsten nimmt die Geschichte ihren Lauf: Zac ist wild entschlossen, seine Chance zu ergreifen und aus den neugewonnenen Kenntnissen grösstmöglichen Profit für sein Leben zu schlagen. Er wird zum glühenden Verfechter der Haute Cuisine und des Credos von "alles frisch zubereiten". Als die Kochschule den Bach runtergeht, weil der TV-Koch sich a) wenig engagiert und b) um seine eigene Karriere kämpfen muss, wird Zac Privatkoch bei der Familie eines reichen Börsenspekulanten und träumt von einem eigenen Restaurant. Mehr sei hier nicht erzählt, weil das den Lesegenuss nun wirklich ruinieren würde. Das Buch selbst hält die Spannung nämlich mühelos bis zum Schluss.


Des Finders Lohn: Kriminalroman
Des Finders Lohn: Kriminalroman
von Ruth Rendell
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warnung - kein Krimi, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Des Finders Lohn: Kriminalroman (Broschiert)
Die vier Sterne-Wertung für Ruth Rendells "Des Finders Lohn" bezieht sich auf das Buch als solches. Nicht auf den "Kriminalroman", als den der Verlag (blanvalet) das Buch bezeichnet. Denn genau das ist es nicht: ein Kriminalroman. Als Krimi müsste man ihm Null bis maximal einen Stern geben. Der Kuckuck weiss, welcher Teufel blanvalet geritten hat, diesen Roman als Krimi zu bezeichnen - er erfüllt nirgends die Kriterien für einen solchen (Mord/Verbrechen und dessen Aufklärung im Zentrum der Handlung).
Ruth Rendell hat in früheren Jahren - damals noch bei Diogenes - auch im deutschsprachigen Raum Romane unter dem Pseudonym Barbara Vine veröffentlicht und in die Reihe dieser Bücher passt "Des Finders Lohn". Diese waren eben keine Krimis. Wer "Heuschrecken", "Keine Nacht dir zu lang" oder "The chimney sweeper's boy" oder "The blood doctor" gelesen hat und diese Bücher schätzt, der wird auch "Des Finders Lohn" (im Original "Portobello") mögen: Einen Roman, in dem die Leben mehrerer Personen verknüpft und erzählt werden. Die Leben der rund um die Londoner Portobello Road (daher der Originaltitel) wohnenden Protagonisten werden verknüpft, als der junge Joel auf der Strasse einen Herzanfall erleidet und dabei sein eben abgehobenes Bargeld verliert. Dieses findet der Kunsthändler Eugene, der eine Fundmeldung an einen Laternenmast hängt. Daraufhin melden sich Lance, ein kleiner Gauner, und Joel. Der Roman entwickelt sich einerseits rund um Eugene und seine Verlobte, die Ärztin Ella, andererseits um Joel - dessen Ärztin Ella eine Weile wird - und im Lance und die ihm "zugewandten Orte".
Die Zeichnung der Personen ist gelungen, manchmal auch amüsant und man bleibt gerne bei der Stange. Lediglich der Schluss des Buches ist etwas schwach geraten - zuviel (literarischer) Süssstoff schliesst ein eher herbes Buch ab.


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Wird angeboten von DruckerpatronenExpress
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen sehr gute Qualität zum unschlagbaren Preis, 25. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Bei der Farbqualität kann zu den Original-Druckpatronen kein Unterschied festgestellt werden. Der damit erzielte Druck ist einwandfrei, die Patronen sind ergiebig und die Lieferung erfolgte prompt. Mehr kann man nicht erwarten.


SCHAPURO 10227-900 Damen Schuhe Outdoor Leder/Sympatex Schnürer schwarz [Gr. 38.0]
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5.0 von 5 Sternen typischer Haferlschuh, 25. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
einwandfreie Qualität, gute Passform - und wie bei einem Haferlschuh üblich, muss er erst ein bisschen eingelaufen werden. Der Schuh kann guten Gewissens empfohlen werden.


Semler Gina G5032-040-017, Damen Halbschuhe, Grau (grigio 017), EU 38 (UK 5)
Semler Gina G5032-040-017, Damen Halbschuhe, Grau (grigio 017), EU 38 (UK 5)

5.0 von 5 Sternen chic und sehr bequem, 25. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Besser kann es mit einem Paar Schuhe nicht gehen: weiches, hellgraues Wildleder, chice und sehr bequeme Form, moderater Absatz, gute Passform.


Believing the Lie: A Lynley Novel (Inspector Lynley)
Believing the Lie: A Lynley Novel (Inspector Lynley)
von Elizabeth George
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4.0 von 5 Sternen guter Roman, aber kein wirklicher Krimi, 26. Juni 2012
Elizabeth George fährt in ihrem neuesten Roman "Believing the lie" ihr gesamtes, bekanntes und beliebtes Personal auf: Linley, Havers, beide St. James'und auch noch Isabelle Ardery. Zudem wird Linley "under cover" nach Cumbria geschickt, um den Unfalltod des Neffen eines geadelten Fabrikanten (für Badezimmereinrichtungen) zu überprüfen. Vordergründig geht es um die Frage, ob der ehemals suchtkranke Sohn der Familie womöglich zu schlechten alten Gewohnheiten zurückgekehrt sein könnte. Linley nimmt die beiden St. James' zur Unterstützung mit - Barbara Havers erledigt die in London dazu anfallenden Recherchen. Aus dieser Handlungsanlage entwickelt sich ein - durchaus spannender - Roman, in dessen Mittelpunkt aber weniger die Ermittlung rund um den Todesfall steht als die Aufdeckung der Geheimnisse und Probleme aller Beteiligten. Ausdrücklich "aller Beteiligten" - auch der ermittelnden: Deborah St. James' (Fast-)Bessenheit vom Wunsch nach einem eigenen Kind wirkt sich dabei besonders stark auf den Gang der Ereignisse aus. Aber auch jede und jeder Andere hat etwas, das er nicht so gerne ans Tageslicht gezerrt sieht oder sähe.
Das Ganze ist sehr gut und oft auch wunderbar ironisch geschrieben - aber es ist kein wirklicher Krimi.


Die Nacht des Verfolgers: Roman
Die Nacht des Verfolgers: Roman
von Martha Grimes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Blutleeres Pamphlet, 9. November 2011
"Die Nacht des Verfolgers" - Martha Grimes' neuestes auf Deutsch ünbersetztes Buch - knüpft an das 1999 erschienene "Biting the Moon" (sorry, aber ich kenne den deutschen Titel nicht). Im älteren der beiden Bücher geht es um den Kampf zweier jugendlicher Tierschützerinnen gegen Hundekämpfe und "getürkte" Jagd. Die ältere der beiden Tierfreundinnen ist Andi Oliver, die ohne Erinnerung daran, wer sie wirklich ist, durch die USA unterwegs ist. In "Die Nacht des Verfolgers" ist Andi nur unwesentlich gealtert und weiterhin auf ihrer Mission als Tierretterin unterwegs. Dabei landet sie im Städtchen Kongdom und legt sich dort mit einem Schweinemastbetrieb und einem Schlachthof an. Irgendwann taucht ein Typ namens Waylans auf, der von ihr Informationen will, die offenbar in ihrer vergessenen Vergangenheit liegen. So weit der Inhalt des Buches.
Leider ist aus dieser Handlungsanlage kein Krimi geworden und noch nicht einmal ein ordentlicher Roman. Zumindest wenn man voraussetzt, dass ein Roman a) eine in sich schlüssige Handlung und b) sorgfältig gezeichnete Personen haben sollte und c) die darin angelegten Handlungsstränge auch konsequent durchgezogen bzw. Fragen beantwortet werden sollten. Es ist völlig legitim, zu versuchen, in einem Buch über Massentierhaltung und die Zustände in Schlachthöfen aufzuklären. Das kann auch in einem Roman geschehen. Wenn allerdings ausser den Schilderungen dieser Zustände nichts passiert, dann handelt es sich eben nicht mehr um einen Roman (ganz zu schweigen von einem Krimi), sondern um ein Pamphlet (für ein Sachbuch fehlen die Fakten). Das aber hat Jonathan Safran Foer schon besser und nachhaltinger hingekriegt. Und im deutschen Sprachraum kann man sich solche Informationen auf Websites entsprechender Oganisationen einfacher beschaffen.
Grimes' Buch krankt zudem dran, dass die handelnden Personen blutleer bleiben und keine Konturen gewinnen. Die Hauptperson Andi Oliver wird als eine Art "Engel der Tiere" geschildert: hellhäutig, hellblond, strahlend und zwischen naiv und dumm, sehr überlebenstauglich und angeblich sehr zielstrebig. Letzteres bleibt aber eine Behauptung, verlässt sie doch den Schauplatz, bevor sich etwas ändert. Und im richtigen Moment mutieren bei Andis Anblick sogar Auftragskiller zu guten Menschen, die sie beschützen. Das Rätsel um Waylans kann ich hier nicht lösen, ohne dem Buch den allerletzten Rest von Spannung zu nehmen. Ich warne allerdings auch hier vor Enttäuschung. Kurz: Schade um jeden Baum, der gefällt werden musste, um Papier für dieses Buch zu liefern.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2013 12:27 PM MEST


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4.0 von 5 Sternen Hübsch und praktisch, 22. September 2011
Der Hugger ist als Tasche für ein Netbook bestens geeignet und sieht dabei nicht schon auf den ersten Blick wie eine Laptoptasche aus. Okay, wer schon mit der Tasche den Eindruck von Arbeit erwecken will, wird sich dieses Teil kaum anschaffen. Es sieht eher aus, wie eine kleinere Shoppingtasche. Aber das Netbook samt Zubehör ist darin bestens verstaut. Einziger Kritikpunkt: Die eine Aussentasche hat nur einen punktuellen Klettverschluss und das Futter dieses Taschenteils ist ein bisschen grosszügig geschnitten, so dass es unschön vorblitzt, wenn die das Hauptfach des Huggers gut gefüllt ist.


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4.0 von 5 Sternen gutes Produkt, aber etwas gross, 22. September 2011
Die Schutzhülle erfüllt ihren Zweck, das Netbook gegen Stösse und Kratzer zu schützen und sie sieht genau so aus, wei auf den veröffentlichten Bildern. Einziger Kritikpunkt: Sie fällt ein bisschen reichlich aus. Bei Schuhen würde man sagen: Kaufen Sie dieses Modell eine Nummer kleiner. Aber so bleibt auch noch Platz für einen Schreibblock oder den Akku.


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