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Rezensionen verfasst von
Manuela Weissmann (Wien)
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Travelite Koffer Madeira, 72 cm, 84 Liter, anthrazit/grün, 82301-04
Travelite Koffer Madeira, 72 cm, 84 Liter, anthrazit/grün, 82301-04
Preis: EUR 64,19

5.0 von 5 Sternen Praktisch und in guter Qualität, 5. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Optimale, mittlere Größe. Sehr praktisch sind die 2 großen Seitentaschen (für Schuhe z.B.). Dezentes, elegantes grau mit grünen Akzenten. Gutes Preis/Leistungsverhältnis.


Travelite Reise-Henkeltasche Style 83 Liters Schwarz 83401-01
Travelite Reise-Henkeltasche Style 83 Liters Schwarz 83401-01
Preis: EUR 79,95

5.0 von 5 Sternen Sieht gut aus und ist praktisch, 5. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schöne Reisetasche in guter Qualität und optimaler Größe. Sehr praktisch sind die 2 großen Seitentaschen (für Schuhe z.B.), das Hauptfach ist absperrbar.


Maos letzter Tänzer: Vom chinesischen Bauernjungen zum gefeierten Ballettstar
Maos letzter Tänzer: Vom chinesischen Bauernjungen zum gefeierten Ballettstar
von Li Cunxin
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine mutmachende Biografie und Einblicke in Chinas Zeitgeschichte, 6. Februar 2013
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist die Lebensgeschichte von Li Cunxin, der 1961 in ärmlichen, bäuerlichen Verhältnissen als 6. von 7 Brüdern in China aufwächst. Seine Familie ist arm, jedoch sehr liebevoll und fürsorglich und er liebt seine Eltern über alles. Er sieht seine Zukunft zunächst genauso wie jene seiner Brüder, seiner Eltern und deren Vorfahren – als armer Bauer. Und doch hat er tief in sich immer den Wunsch, aus diesem vorgezeichneten Leben herauskommen und auch seiner Familie eines Tages helfen zu können. Ganz stark haben sich in ihm die Fabeln verankert, die ihm sein Vater erzählt hat, vor allem jene vom Frosch, der am Grund eines Brunnens gefangen ist, nur ein Stück des Himmels sehen kann und sich sehnlichst wünscht, auch einmal den Rest der Welt kennenzulernen, aus dem Brunnen entkommen zu können. Auch Cunxin möchte aus seinen engen Grenzen ausbrechen.
Eines Tages wird er von „Talentsuchern“ für die Pekinger Balletschule von Madame Mao auserwählt, die im ganzen Land nach jungen, formbaren, vor allem sehr dehnbaren, gelenkigen und Schmerz-unterdrückenden Burschen und Mädchen sucht. Interessant dabei ist, dass er nicht nach seiner Vorliebe für Tanz, Musik oder nach einem Talent in diese Richtung auserwählt wird. Lange Zeit sieht er sich auch überhaupt nicht als begabt an und hat große Angst zu scheitern. Alleine wegen seines Pflichtgefühls seiner Familie, seinen Freunden und dem Dorf gegenüber möchte er es unbedingt schaffen, arbeitet sehr hart an sich, damit er niemanden eine Schande bereitet. Denn das ganze Dorf ist stolz auf ihn und blickt auf ihn.
Dank eines Lehrers, der ihn mit Aufmerksamkeit, Zuspruch und einer weiteren Fabel motiviert, entdeckt er die Leidenschaft für den Tanz und das Ballet. Nachdem er – nach einer leichten Öffnung des Landes – Gelegenheit hat, ausländische Filme mit Star-Balletttänzern zu sehen, ist sein Feuer vollends entfacht und er möchte auch einmal zu den besten Tänzern der Welt zählen. Noch immer für seine Familie und für China.

Sehr interessant wird auch die politische Entwicklung des Landes beschrieben, wie sie sein Leben beeinflusst und prägt und wie sich die Unterrichtsgegenstände und Personen verändern, aufgrund von politischen Veränderungen.

Cunxing ist dann letztlich einer der ersten Auslandsstudenten, dem ein Sommerpraktikum im Ausland, in Amerika, gewährt wird. Er ist völlig überwältigt und beeindruckt vom Lebensstandard und vor allem von der Freiheit des Individuums im Westen. Er ist auch völlig überrascht, dass sich der Westen vollkommen anders darstellt, als es von der chinesischen Propaganda jahrelang vorgezeichnet worden ist. Er erkennt, dass nicht der Westen in Armut und Unterdrückung lebt – so wie es die chinesische Propaganda ihm vorgegaukelt hat - sondern China! Er schwankt lange zwischen Loyalität, Unsicherheit, Enttäuschung und dem Wunsch nach Freiheit, auch künstlerischer Freiheit. Letztendlich entschließt er sich, im Westen zu bleiben, was ihm mit Hilfe seiner Freunde und Mentoren in Amerika nach einigen Schwierigkeiten gelingt.

Es ist ein sehr schönes Buch über eine sehr interessante, inspirierende Lebensgeschichte, die Mut macht. Es geht um ein Aufwachsen mit Werten, Liebe, Unterstützung, aber auch mit harter Arbeit, Entbehrungen, Armut, Disziplin, Schmerzen. Ein Buch, das Mut macht, an sich selbst zu glauben.
Gleichzeitig ist es ein interessanter Einblick in Chinas aktuelle Geschichte, von einem individuellen Blickwinkel. Von einem anderen Blickwinkel als Jung Changs in „Wilde Schwäne“ und nicht so umfassend, aber dennoch faszinierend und teilweise staunen machend.


Führung von Projektorganisationen: Ein Leitfaden für Projektleiter, Projektportfolio-Manager und Führungskräfte projektorientierter Unternehmen
Führung von Projektorganisationen: Ein Leitfaden für Projektleiter, Projektportfolio-Manager und Führungskräfte projektorientierter Unternehmen
von Günter Rattay
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 45,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Führung für Projektmanager – endlich, 4. Februar 2013
Der Projektleiter eines Projekts muss sein Team führen und Führungsaufgaben erledigen, wie jede andere Führungskraft auch. Und doch gibt es so viele und so wesentliche Unterschiede zwischen einem Projektleiter und einer Linien-Führungskraft. Z.B. wird ein Projektleiter oft nicht als Führungskraft gesehen bzw. akzeptiert, weil ihm die formale Macht (Hierarchie-, Positionsmacht) fehlt, oder er muss mit einem bunt zusammengewürfelten Team arbeiten, das er vielleicht gar nicht selbst zusammenstellt hat, dessen Mitglieder womöglich nicht die am fachlich geeignetsten oder die völlig überlastet sind, weil sie schon in mehreren anderen Projekten arbeiten. Diese und viele weitere Unterschiede greift das Buch auf. Endlich ein fundiertes Fachbuch, das sich speziell mit der Führungsarbeit in Projekten beschäftigt! Es werden verschiedene Führungsmodelle und –prinzipien vorgestellt, aus denen man sich je nach Persönlichkeitstyp, Stil, eigenen Werten, Unternehmenskultur etc. die für sich passenden Elemente herausholen kann. Es ist vieles dabei, das anregt, über den eigenen Stil und die eigenen Methoden nachzudenken und ermutigt, Neues auszuprobieren. Sehr interessant sind auch die aktuellen Entwicklungen, die hier „führungsbezogen“ dargestellt werden: agiles Projektmanagement, Management von Widersprüchen, Momente der Wahrheit, das Smarte Führungsmodell … Mir gefällt besonders die Praxisorientierung des Buches: Es enthält nicht nur theoretische Modelle, sondern viele Beispiele, Tipps und Situationen, denen man in der Praxis als Projektmanager tatsächlich tagtäglich begegnet. Inspirierend und empfehlenswert!


Nie mehr Schule - Immer mehr Freude
Nie mehr Schule - Immer mehr Freude
von Andreas Salcher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der talentierte Schüler hat noch immer Feinde, 12. September 2012
Pünktlich zu Schulanfang erscheint Andreas Salcher neues Buch mit dem provokanten Titel „Nie mehr Schule“. Und wie jedes Jahr zu Schulanfang frage ich mich, was die Schüler wohl heuer in ihrem Schulalltag erwartet, was sich in den letzten Jahren – seit Beginn der intensiven Schul- und Bildungsdiskussion – getan hat. Antworten auf genau diese Frage liefert Salchers neues Buch. Er zieht Bilanz: Was hat sich seit Erscheinen seines Buchs „Der talentierte Schüler und seine Feinde“ getan. Er greift viele Themen aus seinem 2010 erschienenen Buch auf und schaut sich an, wie die Situation zwei Jahre danach, nach unzähligen Diskussionen, Studien, Verhandlungen, Konzepten, Pisa-Tests, Lippenbekenntnissen etc. aussieht. Diese Bilanz ist erschreckend. Unsere Schulen werden weiterhin ständig teurer - und schlechter. Das Schulsystem ist nach wie vor veraltet, vernichtet Talente, treibt Lehrer in die Resignation, erstickt jedes Quäntchen an Motivation und Eigeninitiative, lässt die Kosten für Nachhilfe explosionsartig ansteigen und „produziert“ nach wie vor „schlechte Ergebnisse“.

Gleichzeitig stelle ich eine Ermüdung in der Schul- und Bildungsdiskussion fest. Sind uns und unseren Medien marode Banken, Wirtschaftskrisen und Korruptionsaffären wichtiger als die Verbesserung der Ausbildung unserer Kinder? Anstelle eines gesamtheitlichen, innovativen Schulkonzepts und tiefgreifender Veränderungen ist nur punktueller, anlassbezogener Aktionismus (wie z.B. die Diskussionen zu einer täglichen Turnstunde aus Anlass der Olympischen Spiele) zu finden.
Salchers Buch hat einen zweiten Teil. Dieser Teil heißt „Immer mehr Freude“. Hier beschreibt er die sogenannte lebendige Schule. Wie sie aussieht und wo es sie schon gibt. Die lebendige Schule ist ein Ort, an dem Kinder mit Freude und Neugier lernen, wo gegenseitige Wertschätzung herrscht, ein Miteinander von Lehrern, Eltern und Schülern. Dieser Teil macht Freude und Mut.

Salchers Buch hat mich wieder aufgerüttelt und mir gleichzeitig im "Freude"-Teil gezeigt, dass und wie es gehen kann und dass es genug positive, inspirierende Beispiele gibt.
Jedenfalls eine Buchempfehlung nicht nur zu Schulbeginn!


André Heller: Feuerkopf. Die Biografie
André Heller: Feuerkopf. Die Biografie
von Christian Seiler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreativität, Zeitgeschichte, Charisma, 24. Mai 2012
Ich habe das Buch nach der Biografie von Steve Jobs gelesen und in diesem unmittelbaren Vergleich war es noch einmal um eine zusätzliche Ebene interessant.

Einerseits vom Vergleich und den Gemeinsamkeiten der Persönlichkeiten her: was macht eine besonders kreative, erfolgreiche Persönlichkeit aus, warum ist ein Mensch charismatisch, zieht andere in seinen Bann und polarisiert gleichzeitig enorm, was gehört dazu, erfolgreich zu sein, etwas Einzigartiges zu schaffen. Beide zeichnet die Verbindung von Kunst und Technik aus, beide bedienen sich schon existenter Formen und Vorbildern und verbinden diese zu etwas Neuem, das Menschen erstaunt und berührt. Über diese Ebenen nachzudenken, regen beide Bücher an.

Vom literarischen Wert beider Bücher gibt es enorme Unterschiede: Feuerkopf ist wunderschön geschrieben, sehr stimmig und wohl überlegt aufgebaut. Die Gliederung ist sehr übersichtlich, die einzelnen Kapitel sind gut proportioniert und die Fotos sehr gut ausgewählt und eingesetzt. Als Leser behält man leicht den Überblick und weiß immer, wo man sich in der Lebensgeschichte, in welchem Abschnitt und in welcher Zeitepoche befindet. Das Buch ist sehr sorgfältig, liebevoll geschrieben und möchte den Ansprüchen und der Qualität seines 'Protagonisten' gerecht werden.
Das trifft alles auf die Steve Jobs-Biografie leider nicht zu und ich hatte eher den Eindruck, dass das Buch noch nicht fertig ist. Es hätte noch ein paar Überarbeitungsschleifen benötigt (aber dazu ist wahrscheinlich Steve Jobs zu früh gestorben).

Was mir besonders gut an der Heller-Biografie gefällt, ist der zeitgenössische kulturgeschichtliche Bezug. Eng verwoben mit den Lebensetappen des André Heller entsteht hier ein 'Sittenbild' der österreichischen (Kultur-)Geschichte, beginnend 1895 mit dem Groß-/Bildungsbürgertum, über das Erziehungssystem dieser Zeit, das Künstlernetzwerk des Cafe Hawelka, wie begegnen Helmut Qualtinger, H.C. Artmann und vielen anderen wieder, erleben das Entstehen eines innovativen Radiosenders, die Geburt des Austropops und das Wiederaufleben des Wiener Liedes und Wiener Dialekts, wir werden erinnert an politische Strömungen und Entwicklungen, begegnen hautnah Größen der modernen zeitgenössischen Kunst etc.

Eine inspirierende, zeitgeschichtlich interessante Biografie, die zu Gedanken und Diskussionen über Kreativität, Erfolg, den Kunstbegriff sowie über die Frage 'was treibt Menschen an' anregt.


Ich habe es nicht gewusst
Ich habe es nicht gewusst
von Andreas Salcher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Puls der Zeit, 9. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Ich habe es nicht gewusst (Gebundene Ausgabe)
Das ist sein bisher bestes Buch! Einen ähnlichen Gedanken hatte ich schon bei 'Meiner letzten Stunde', aber da wusste ich ja nicht, was noch kommen würde.

Ich habe es praktisch verschlungen! Es liest sich total flüssig, interessant, abwechslungsreich, es ist sehr gut aufgebaut, übersichtlich, sehr klar. Es ist quasi ein Page-Turner.

Dieses Buch trifft haargenau den Puls den Zeit, die aktuellen Probleme, die brennenden Themen. Es erinnert mich an eine Weltausstellung: doch gezeigt werden hier nicht die neuesten technischen und kunsthandwerklichen Höchstleistungen, sondern es ist ein Überblick über die kritischen Zustände auf der Welt, eine Schau über die traurigen und existentiell bedrohenden 'Leistungen' der Menschheit. Es geht um die großen, vordergründigen Themen wie Klimawandel, Umweltkatastrophen, Hunger etc, aber auch um Fehlleistungen auf der menschlich-sozialen Ebene wie Gier, Egoismus, Intoleranz, Macht usw.

Der Autor schreibt in der Einführung, dass es sich um ein anstößiges Buch handelt, eines, das Widersprüche hervorrufen wird und soll. Abgesehen vom Cover, das auf mich anklagend und vorwurfsvoll wirkt und am ehesten Widerspruch bei mir hervorruft, hat sich in mir hauptsächlich inhaltliche Zustimmung breit gemacht.

Das wichtigste ist jedoch das Gefühl, die Stimmung, die das Buch bei mir hinterlassen hat: Es ist eine unglaublich positive Stimmung, eine 'Aufbruchsstimmung'. Das Buch macht Mut und Lust, etwas zu verändern, etwas zu bewegen, Initiativen zu setzen, zu handeln, kleine Dinge sofort zu verändern. Das Buch ist sehr nachhaltig ' beim Einkaufen, beim Wegwerfen, beim Licht auf- besser gesagt AB-drehen - kommt es mir immer wieder in den Sinn. Es ist zu meinem ständigen Begleiter im Hinterkopf geworden!

Besonders beeindruckt haben mich die vielen, inspirierenden Geschichten über Einzelinitiativen und positiven Tipping Points.
Das Buch hat bewirkt, dass ich mich nicht wie ein 'armes Opfer' fühle, das zu klein und unbedeutend ist, um etwas zu verändern, sondern als Gestalter, der sehr wohl Einfluss hat ' zumindest auf seine ganz unmittelbare Umgebung und auf seine eigenen Gedanken und Taten.


Kerberos Gier
Kerberos Gier
von Sylvia Grünberger
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Thematik, fesselnd umgesetzt, 8. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Kerberos Gier (Broschiert)
Ein spannender Thriller, in dessen Mittelpunkt ein lernfähiges Computerprogramm namens Kerberos steht. Noch nicht zur Gänze fertiggestellt, ist es bereits im derzeitigen Entwicklungsstadium darauf ausgerichtet, den Anwender als dynamisches Computerspiel zu täuschen. Während Kerberos im Computer des Benutzers spioniert und den Spielverlauf auf seine Person abstimmt, leitet er gleichzeitig die Informationen weiter. Dahinter steckt eine skrupellose Organisation, die diese Software mit allen Mitteln fertiggestellt haben will, um sie ihrem wartenden Kundenkreis verkaufen zu können. Erpressung, Entführung und Mord begleiten die Entwicklungsstufen.
Erschreckend war für mich dabei vor allem, dass es sich bei derartigen Programmen nicht um science fiction handelt, sondern sie gegenwärtig jederzeit nachvollziehbar sind. Die Feststellung, was sich auf der Festplatte meines Computers an Informationen angesammelt hat, die mißbräuchlich verwendet werden könnten, wirkte beunruhigend auf mich. Denn es geht dabei nicht unbedingt um das Lüften streng gehüteter Geheimnisse, sondern um Schlussfolgerungen. Wie transparent uns ein Spion im Rechner machen könnte, ist mir beim Lesen bewusst geworden. Die Thematik lässt einen nachdenklich zurück.


Bis zur Unendlichkeit
Bis zur Unendlichkeit
von Gabriel Barylli
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Viel Humor und Tiefgründigkeit, 13. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Bis zur Unendlichkeit (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist sehr skurril, dicht und humorvoll. Man ertappt sich ständig dabei, wie man vor sich hinlächelt, kichert oder lauthals lacht. Es ist sehr abwechslungsreich und spannend. Man fragt sich dauernd, wie es wohl weitergehen wird und was als nächstes passieren wird. Doch man errät es nie. Auf solche Gedanken und Wendungen kommt man nie. Es strotzt voll Fantasie, Kreativität und Intelligenz.

Es gibt einen Haupt-Handlungsstrang mit einem Ehepaar als Hauptfiguren. Doch daneben eine Fülle von Nebenschauplätzen und Personen, die sehr detailreich beschrieben werden und weit, weit von der eigentlichen Handlung wegführen. Der Leser wird mit diesen diversen Personen weit in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft geführt.

Das Buch beinhaltet zahlreiche esoterische Modetrends und Strömungen. Nichts wird verschont, über alles macht sich Barylli mit sehr feinem Humor lustig. Man findet mittelalterliche Samurai-Lehren, Meditation, Trancereisen, schamanistischen Lehren über Engel, Auren, Seelenwanderungen, Re-Inkarnationstheorien, Traumdeutung, Astrologie, diverse Therapieansätze etc. Das Vokabular stammt aus den jeweiligen esoterischen Bereichen, Barylli muss sich intensiv damit auseinandergesetzt und gut recherchiert haben. Es werden gut die unterschiedlichen, aktuellen Wege der spirituellen Suche aufgezeigt, eingebettet in Beziehungsprobleme.

Bei mir ist der Eindruck entstanden, Barylli kritisiert, dass wir uns oft mit diesen modernen" esoterischen Themen beschäftigen, erstens weil sie modern sind und zweitens aus Alibigründen. Dass wir uns dann weiterentwickelt" fühlen und glauben, uns mit Tiefgründigem und Sinnvollem zu beschäftigen. Dass wir jedoch unser normales" Leben weiter in Dunkelheit und Selbstbetrug führen. Dass wir uns an der Oberfläche mit spirituellen Themen beschäftigen und mit diesem Vokabular um uns werfen, diese Themen jedoch nicht wirklich in unser Leben integrieren und daraus nachhaltig lernen.


Meine letzte Stunde: Ein Tag hat viele Leben
Meine letzte Stunde: Ein Tag hat viele Leben
von Andreas Salcher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibt es ein Leben vor dem Tod?, 6. Oktober 2010
Es ist ein sehr persönliches Buch. Und das macht es zu etwas Besonderem.
Andreas Salcher schreibt, dass es eines der größten Geschenke ist, sich zu öffnen und andere an den eigenen tatsächlichen Befindlichkeiten, Ängsten und Gefühlen teilhaben zu lassen. Dies ermöglicht eine Begegnung abseits von Oberflächlichkeiten und eine Auseinandersetzung in einer Tiefe und Qualität, die uns verbinden kann. Und dieses Geschenk macht uns Andreas Salcher.

Durch seine persönliche Offenheit wird eine Tür geöffnet. Wir erkennen, dass auch nach außen hin sehr erfolgreiche und glückliche Menschen Ängste und Sorgen haben, dass auch sie mit ihrer Endlichkeit hadern, Angst vor dem Tod haben und sich die Sinnfrage stellen. In einer Zeit des hohen gesellschaftlichen Erfolgsdrucks, des Multitaskings in Beruf und Privatleben und der Anforderungen des Ich-Marketings tut es gut, über Themen, die wir gerne vor anderen verbergen, zu lesen. Und zu erkennen, dass jeder Mensch auch diese dunkle, ängstliche und nachdenkliche Seite in sich trägt.
Natürlich gehen wir alle anders damit um. Andreas Salcher gibt anhand von Lebenswegen einzelner Personen, von Modellen, Erkenntnissen und Zitaten weiser Menschen und anhand seines eigenen Umgangs mit den Themen Endlichkeit und Sinn unseres Lebens, Ideen und Anregungen.
Dabei ist seine persönliche Annäherung eine rational-logische. Er bietet nützliche Fragen, Stufenmodelle und Methoden an, wie man für sich seinen persönlichen Lebenssinn und seine Lebensaufgabe finden, wie man seine Beziehungen zu anderen Menschen achtsamer und in höherer Qualität gestalten und wie man dies alles authentisch auch im Alltag umsetzen kann. Andreas Salcher macht uns ein Angebot und ein Geschenk, es geht nicht um den drohenden erhobenen Zeigefinger oder um oberlehrerhafte Belehrungen. Was wir daraus machen oder was wir uns davon mitnehmen, ist unsere Sache und Verantwortung.

Das Buch hat mich sehr berührt, es wirkt auf mich sehr ehrlich und authentisch und macht die Veränderung, die Andreas Salcher durchlebt hat, spürbar. Diese Ehrlichkeit bewirkt auch beim Leser eine Öffnung und eine Konfrontation mit dem eigenen Weg. In diesem Sinne: "Gibt es ein Leben vor dem Tod?"


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