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Beiträge von Rissa
Top-Rezensenten Rang: 124.119
Hilfreiche Bewertungen: 24
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Rezensionen verfasst von Rissa
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5.0 von 5 Sternen
Das Rolandslied als historischer Roman, 11. Mai 2013
Inhalt Herbst 777: Die Mauren und die Nachhut der Franken stehen sich am Ibaneta-Pass gegenüber, die Franken, unter ihnen die Paladine König Karls, stehen kurz vor ihrer endgültigen Niederlage. Arima Garcez, Mündel des Königs, Verlobte des Paladins Roland, Geliebte des Mauren Afdza Asdaq und Herrin der Burg Roncevaux, sieht allerdings noch eine Möglichkeit, die Vernichtung der fränkischen Nachhut zu verhindern und ihren Verlobten zu retten. Eine große Rolle spielt dabei ein Ereignis aus der Vergangenheit, das sowohl Roland als auch Afdza betrifft. Doch wie konnte es überhaupt zu dieser Situation kommen? Meine Meinung Die Vorlage für diesen Roman bildet das Rolandslied, eine Sage aus dem Hochmittelalter, die in die historisch belegten Ereignisse aus dieser Zeit eingebettet wurde. Da diese gelegentlich nicht übereinstimmen ist es die Aufgabe des Autors, Sage und belegte Ereignisse so unter einen Hut zu bringen, dass ein glaubhafter, unterhaltsamer Roman entsteht. Richard Dübell gelingt dieser Spagat sehr gut - in einem ausführlichen Nachwort kann man viele zusätzliche Informationen finden. Die Charaktere fand ich glaubwürdig: Roland, der nicht verlieren kann und als Neffe des Königs auch nicht verlieren darf, der nicht weiß, wie er mit Niederlagen umgehen soll; Afdza Asdaq, der Maure, dessen Status unklar scheint, Roland aber gleich durchschaut, Arima, die Roland hätte lieben können, wenn sie ihm zuerst begegnet wäre, und nicht zuletzt Karl, der das Wohl seines Königreichs über das Einzelner stellen muss, dabei aber den Blick auf seine Paladine verliert. Da es schon in der Vorlage um die letzte große Schlacht der Paladine geht, dürfen Politik, strategische Überlegungen und Beschreibungen von Belagerungen und Kämpfen nicht fehlen, auch Verrat und diverse Intrigen spielen eine Rolle. Wer dem nichts abgewinnen kann sollte die Finger von diesem Roman lassen, auch wenn Richard Dübell dies nicht übertreibt. Der Schreibstil ist durchgängig flüssig, leicht und angenehm zu lesen, und gelegentlich lockern einzelne witzige Sprüche oder Ereignisse die Szenen auf, ohne, dass dabei ins Lächerliche abgedriftet wird. Ein wenig schade fand ich es, dass durch den Prolog schon von Beginn an klar war, dass es in diesem Roman auf die eine Schlacht hinausläuft, auch wenn es nach der Sage gar nicht anders hätte passieren können, doch so wurde einiges an Spannung aus dem Roman herausgenommen. Fazit Eine glaubhafte Romanumsetzung des Rolandslieds, mit einer kleinen Liebesgeschichte garniert. Lesenswert für alle, die sich für das Frühmittelalter und die Zeit Karls des Großen interessieren.
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3.0 von 5 Sternen
Bester Teil der Reihe, 16. Januar 2011
Wieder einmal werden Lindsay und Alex getrennt, diesmal will An Reubair, ein Verehrer Lindsays, den wir schon aus dem letzten Buch kennen, diese unbedingt zur Frau. Dazu muss er aber Alex loswerden... Tja, was soll ich sagen? Der Abschluss der Reihe ist immerhin in meinen Augen gleichzeitig das beste Buch. Wobei dies nicht zwingend heißen muss, das es wirklich gut ist. Nicht verstanden habe ich das Misstrauen zwischen Mutter und Sohn. Auch das Machogehabe von Alex zu Beginn des Buches, der alles vergessen zu haben scheint, was er je über Emanzipation wusste, hat mich doch sehr gestört. Am schlimmsten war aber das Ende: War das wirklich so geplant, dass die Reihe so endet? Da fehlt doch etwas, mindestens ein Kapitel. Solche offenen Enden mag ich ja gar nicht! Dennoch hat es mir gefallen, dass Trefor sich endlich mal dazu durchringen konnte, nicht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Es gab nicht mehr ganz so viele sinnlose Gespräche, nicht so viele Anachronismen wie vor allem im ersten Band, und auch keine völlig sinnlosen Nebencharaktere. Das Buch ließ sich recht nett lesen, doch weiterempfehlen würde ich es nicht.
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2.0 von 5 Sternen
Vergangenheit und Gegenwart, 26. Dezember 2010
In diesem Roman werden zwei Geschichten erzählt, zum Einen die der frisch geschiedenen Glaskünstlerin Nora Manin in der Gegenwart und zum Anderen die ihres Vorfahren Coradino Manin, der ein Glasbläser im Venedig des 17. Jahrhunderts war, wobei ich keine Informationen darüber finden konnte, ob er wirklich gelebt hat oder ob es sich um eine Erfindung der Autorin handelt. Für sich genommen wären beide Geschichten wohl recht nett, wenn sie ein wenig ausführlicher erzählt würden. Die Autorin versucht aber, beide Geschichten zusammen auf gerade einmal dreihundert Seiten zu erzählen, so dass beide nicht tief genug gehen, als dass man eine Verbindung zu den Personen eingehen könnte. Die Geschichte im Coradino wird zudem nicht immer in chronoligischer Reihenfolge erzählt, und ein Kapitel erscheint sogar zwei Mal im Buch, wobei es sich bis auf wenige Sätze um genau den gleichen Text handelt, was den Eindruck erweckt, als hätte der Roman unbedingt eine bestimmte Seitenzahl erreichen müssen. Der Teil des Romans, der in der Gegenwart spielt, handelt größtenteils davon, wie Nora Informationen über ihren Vorfahren sucht und sich selbst in einem neuen Beruf bewähren will. Der Teil ist ein typischer Frauenroman, mit (fast) Allem, was dazugehört. Die Übersetzung ist nicht sehr angenehm zu lesen, da viele italienische Begriffe und Sätze nicht oder nur teilweise übersetzt wurden, was den Lesefluss stört. Es gibt auch keinen Glossar, in dem diese Sätze noch einmal übersetzt würden. Der Inhalt des Romans hätte so Einiges mehr hergeben können, alleine die Geschichte des Glasbläsers hätte Material für einen ganzen, eigenen Roman liefern können, nicht nur für knapp die Hälfte dieses dünnen Romans. So aber ist das Buch keinesfalls überzeugend.
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3.0 von 5 Sternen
Interessanter Einblick in die Zeit vor der Christianisierung, 17. November 2010
"Botin der Götter" von Frank Littek ist ein historischer Roman mit mystischen Elementen, der die Kämpfe zwischen Franken und Sachsen zur Zeit Karls des Großen beschreibt. Der Beginn des Buches verläuft recht gemächlich, die Hauptpersonen, ein junger Sachse und eine heidnische Priesterin, treffen während einer Versammlung aufeinander, von nun an kreuzen sich ihre Wege regelmäßig. Das Leben und Bräuche der Sachsen werden vorgestellt, und man hat lange Zeit den Eindruck, dass es sich um einen rein historischen Roman handelt. Doch dem ist nicht so, denn die Heldentruppe trifft des Öfteren auf Götter in Menschengestalt. Da dieses Buch zu Kriegszeiten spielt dürfen Schlachten natürlich nicht fehlen. Diese werden zu Beginn recht ausführlich dargestellt, zum Ende hin werden die Beschreibungen aber kürzer, bis zu dem Punkt, da nur noch auf einer halben Seite über den Verlauf berichtet wird. Diese Entwicklung empfinde ich als positiv, da ein Großteil der Kriegshandlungen doch immer ähnlich verlaufen ist, doch leiden besonders zum Schluss hin auch andere Beschreibungen unter den Kurzfassungen. Ich hatte teilweise den Eindruck, als hätte der Autor unter Zeitdruck gelitten und hätte das Buch schnell fertig schreiben müssen. Der Schreibstil ist flüssig, man kann das Buch gut lesen. Die Personen wurden gut beschrieben und charakterisiert, so dass man sie sich gut vorstellen und ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Die Fantasyelemente empfand ich aber als störend und aufgesetzt. Die letzten 50 Seiten empfand ich als extrem schwach, da hätte ich mehr erwartet. Alles in Allem ein Buch, das man lesen kann, wenn man etwas über die Zeit Karls des Großen wissen will, da es ja nicht so viele Romane gibt, die zu dieser Zeit spielen. Andererseits ist "Botin der Götter" aber auch ein Buch, das man nicht gelesen haben muss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Elfenkind?, 10. November 2010
Dies ist der zweite Band der "Ritter der Zeit"-Reihe. Am Ende des ersten Bandes sind Lindsay und Alex ins 21. Jahrhundert zurückgekehrt, doch ihr Kind wird entführt, noch bevor es einen Namen hat, und Lindsay und Alex begeben sich kurz hintereinander auf unterschiedlichen Wegen auf die Suche, die natürlich eine Zeitreise fordert. Lindsay sucht ihr Kind, Alex sucht Lindsay, und das Kind... Tja, das Kind ist schon erwachsen, nur wenige Monate jünger als seine Eltern, und auf der Suche nach Erklärungen. Habe ich im ersten Band zumindest noch eine gewisse Motivation für die Handlungen der Helden erkannt fehlt hier für mich oft jeder Zusammenhang, viele Aktionen der Hauptpersonen kann ich nicht nachvollziehen. Es passieren mir zu viele Zufälle, die Rolle einiger Personen ist mir überhaupt nicht klar. Die Hauptpersonen wurden mir über das Buch hinweg immer unsympatischer. Ich hoffe, dass der dritte Band eine Auflösung bringt und zumindest ein paar der Unklarheiten beseitigt werden.
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5.0 von 5 Sternen
Die Invasion William the Conquerors aus Sicht eines Angelsachsen, 10. September 2010
Der junge Angelsachse Caedmon, nach einem Überfall der Wikinger auf sein Heimatdorf unter einem steifen Bein leidend, wird von seinem Vater in die Normandie geschickt, wo er dem Bruder des englischen Königs als Übersetzer dienen soll. Hier trifft er auf Willhelm den Eroberer, besser als William der Bastard bekannt. Gut 20 Jahre lang begleitet man Caedmon, wie er versucht, zwischen Normannen und Angelsachsen, zwischen dem König und seinem Volk zu vermitteln. Wie schon in Gablés historischem Erstling, "Das Lächeln der Fortuna", setzt sie auch in ihrem zweiten historischen Roman wieder eine fiktive Person, die einem König nahe steht, ins Zentrum ihrer Geschichte, um über das Leben und die Politik im 11. Jahrhundert zu berichten. Gablé beschreibt das Miteinander und oftmals eben auch Gegeneinander von Angelsachsen, Normannen und Nordmännern aus Skandinavien sehr glaubhaft, die Hauptperson ist nicht ohne Ecken und Kanten. Wie könnte es anders sein, der Protagonist kann ohne eine Partnerin nicht glücklich werden. Schon sehr früh lässt die Autorin erkennen, wer die Glückliche sein wird, doch steht diese Liebesgeschichte über lange Zeit hinweg eher im Hintergrund und ist keinesfalls so prägnant, wie man es aus anderen Werken des Genres kennt. Ich habe diesen Roman bereits mehrfach gelesen, er gehört absolut zu meinen Lieblingsromanen, wie die anderen historischen Romane von Rebecca Gablé auch. Vergleichbar gute Bücher kenne ich sonst nur von Autoren außerhalb des deutschsprachigen Raums.
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3.0 von 5 Sternen
Der Abschluss der Trilogie, 22. März 2010
Duncan, dessen Geschichte in "Der Gast des Kalifen" erzählt wird, macht mit deinen beiden erwachsenen Töchtern eine Pilgerreise nach Konstantinopel. Als er dann allerdings ermordet wird schwört Caitriona, seine ältere Tochter, Rache und begibt sich auf die Suche nach dem Mörder. Nebenbei erfährt sie vom Geheimnis um die "mystische Rose". Wie auch bei den Vorgängern ist die Haupthandlung in eine Rahmengeschichte eingebettet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. In diesem dritten Band erfährt man endlich, was diese Rahmenhandlung eigentlich mit Murdos und Duncans Familie zu tun hat. Dieser dritte Teil hat mir persönlich nicht mehr so gut gefallen wie die ersten Teile der Trilogie. Caitriona ist eine sehr emanzipierte Frau, wie ich sie mir im Mittelalter sehr schwer vorstellen kann. Ihre Schwester Alethea dagegen ist ein verwöhntes Püppchen, mit dem man gar nicht warm werden kann. Die ersten beiden Bände waren durch wenige Fantasyaspekte keine reinen historischen Romane. In diesem dritten Band ist die Mystik wesentlich ausgeprägter vorhanden, was sich zum Ende hin mehr und mehr zuspitzt. Wer Verschwörungen um Templer und Theorien um verschiedene Artefakte aus der Christenheit mag wird diesen Roman lieben. Mir war es dann aber ein wenig viel des Guten, deshalb von mir nur gute drei Sterne.
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4.0 von 5 Sternen
Wie der Vater so der Sohn, 22. März 2010
Nachdem Murdo im ersten Band der Reihe ins Heilige Land aufgebrochen war, um seinen Vater zu finden, wird hier die Reise von Duncan, Murdos Sohn, auf der Suche nach dem "Schwarzen Stamm", einem Stück des Kreuzes, beschrieben. Duncan erfährt von seinem Onkel, was es mit dem Kreuz auf sich hat und begibt sich auf die Suche danach. Auf einem Abschnitt seiner Suche gerät er in Gefangenschaft. Während Duncan als "Gast" des Kalifen auf seine Hinrichtung wartet, schreibt er seine Erlebnisse auf in der Hoffnung, sie seiner Tochter, die in Schottland lebt, irgendwie zukommen zu lassen. So werden Duncans Erlebnisse, die zu seiner Gefangennahme geführt haben, in Rückblenden erzählt. Wie schon im Vorgängerband ist Duncans Geschichte eingebettet in eine Rahmenhandlung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Auch sind hier wieder gewisse Fantasyaspekte zu finden. Die Erscheinung, die bereits Murdo begegnet ist, steht nun Duncan zur Seite. In diesem Roman sind nicht so viele langatmige Passagen vorhanden wie im Vorgänger, dafür fand ich die Reiseschilderungen dieses Mal nicht ganz so spannend. Trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Deshalb gibts von mir wieder einmal vier Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein Schotte auf Kreuzzug, 22. März 2010
Papst Urban ruft zum Kreuzzug, und viele Edelleute folgen dem Aufruf. Auch Ranulf, der Herr eines Gutes auf den Orkneys, folgt mit seinen älteren Söhnen den Aufruf, so dass Murdo mit seiner Mutter alleine zurückbleibt. Doch aufgrund von Intrigen verliert die Familie das Land, und so wird Murdo gezwungen, dem Vater hinterherzureisen, damit er die Ordnung wiederherstellen kann. Auf dieser Reise lernt Murdo viele Leute kennen und erlebt einige Abenteuer. Doch den Vater findet er lange Zeit nicht. Am Ende gelangt er in den Besitz eines für die Christenheit bedeutenden Gegenstandes... Dieser Auftakt einer Reihe ist für mich nicht leicht zu bewerten. Die Passagen, in denen Murdos Reise beschrieben sind, haben mir sehr gefallen, sie waren recht spannend beschrieben und konnten mich mitreißen, so dass ich immer mehr darüber erfahren wollte. Allerdings ist die Schilderung der Reise durchsetzt mit Beschreibungen politischer Handlungen. Immer mal wieder wird ein Kapitel eingeschoben, in dem der politische Hintergrund, Probleme aufgrund des Pilgeransturms oder eine diplomatische Beziehung beschrieben wird. Diese sind zwar sehr interessant, wenn man sich für Hintergründe interessiert, allerdings sind sie sehr langatmig beschrieben und drängen zum Querlesen. Das Ganze ist eingebettet in eine Rahmenhandlung: Ein junger Mann im ausgehenden 19. Jahrhundert wird in eine geheime Bruderschaft aufgenommen. Was dieser mit der Hauptgeschichte zu tun hat erfährt man erst in den nächsten zwei Bänden der Reihe, "Der Gast des Kalifen" und "Die Tochter des Pilgers". Ein paar wenige Fantasyaspekte sind enthalten, man sollte dieses Buch nicht mit der Erwartung lesen, einen reinen historischen Roman vorliegen zu haben. Für die spannende Reiseerzählung gibt es von mir 5 Sterne, für die langatmigen Passagen gibts ein wenig Abzug.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Zeitreise ins mittelalterliche Schottland, 22. März 2010
Der amerikanische Lieutenant Alexander MacNeil und die englische Reporterin Lindsay Pawlowski geraten auf einem Flug über Schottland in ein Zeitloch und landen im 14. Jahrhundert zur Zeit Robert the Bruce. Ich habe vor mehreren Jahren die "Schwert der Zeit"-Reihe von Julianne Lee gelesen, die mir sehr gut gefallen hat. Aus diesem Grund habe ich mir nun auch die nächste Reihe der Autorin besorgt. Während die Gespräche und Handlungen der Personen in der ersten Reihe noch glaubwürdig waren, ist dies hier überhaupt nicht gelungen: Die Protagonisten geraten mitsamt der Fliegerausrüstung in die Vergangenheit, doch erzeugt diese kaum Aufsehen. Auch die Tatsache, dass die beiden im Mittelalter gelandet sind akzeptieren sie sehr schnell. Dass Alex kaum Ahnung vom mittelalterlichen Englisch hat wird von den anderen Menschen hingenommen und bereitet sonst kaum Probleme. Dass Lindsay, die sich als Junge ausgibt, nicht erwachsen wird, ist quasi auch egal... Die Liste könnte ich beliebig fortsetzen, so viele Logiklöcher habe ich gefunden. Natürlich handelt es sich bei diesen Roman um historische Fantasy, trotzdem sollte doch das Handeln der historischen Personen, die nichts von der Herkunft der beiden Protagonisten wissen, ihrer Zeit angemessen sein. Zusätzlich hat mich Lindsay ziemlich genervt. Als emanzipierte moderne Frau lässt sie sich viel zu leicht unterbuttern, sie spielt eigentlich kaum eine Rolle. Sie fügt sich viel zu schnell in die Rolle des Dieners ein. Zwei Sterne gibt es für die Idee, die an sich nicht schlecht ist. Hoffentlich sind die anderen beiden Bände der Reihe besser...
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