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rockofages "Rock Of Ages" (Hollyweird)

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Tearing Down The Walls
Tearing Down The Walls
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 19,86

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein vergessenes Album, das leider in Europa unterging, 13. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Tearing Down The Walls (Audio CD)
Nur alle ca. 40 CD's kommt es vor, dass auf einem Album ein dermaßen fesselnder, toller Track enthalten ist, der alleine den Kauf der CD rechtfertigt und das andere Material überragt. Auf dieser CD sind gleich zwei derartige Stücke, die beiden Balladen "White Train" und "Breath Of Heaven". Doch zunächst einige Worte zu der Sängerin E.G. DAILY, die bereits Ende der 80er zwei -mittlerweile sehr gesuchte- Alben auf A&M Records im AOR bzw. Pop-Rock Stil veröffentlichte, und auf "Lace Around The World" von 1989 war der Titeltrack damals das Highlight der kleinen Sängerin mit der großen Stimme, die leicht rauchig aber dennoch lieblich klingt. Nach sehr langer Pause kam das dritte Album der Sängerin und Schauspielerin aus Beverly Hills im Eigenvertrieb heraus, die übrigens in Amerika eine vielbeschäftigte "Voice-over"-Akteurin ist, d.h. sie leiht vielen Zeichentrickfiguren ihre Stimme. Die einschmeichelnde Stimme, in die ich mich nach wie vor verlieben könnte, trägt hier 10 eher ruhige Songs vor, teilweise mit leichtem Country-Einschlag unterlegt und im allgemeinen sehr radio-friendly. Dabei werden selbst nicht ganz so tolle Songs durch diese einprägsame Stimme aufgewertet. Und dann eben die zwei Megatracks, auf denen neben E.G. der Pianist Daniel Alexander mit äußerst einfühlsamem Klavierspiel glänzt : "White Train"- mitkomponiert von Jack Ponti, den Insider noch von seiner Mitarbeit bei vielen Rock-Bands wie z.B. BATON ROUGE kennen könnten. Und dann zum Abschluss der zweite Höhepunkt "Breath Of Heaven", ein getragenes Lied (im Original von Amy Grant), wird von der Sängerin mit viel Hingabe und Ausdruck interpretiert, und wer es kennt, weiß wovon der Text handelt, im Grunde ein deutliches Glaubensbekenntnis. Ihre Popularität mag hier gen Null tendieren, wenige Spezialisten kennen sie noch, aber dass die zweifache Mutter nach wie vor gefragt ist, geht aus dem Booklet hervor, in dem steht, dass die Clubs in Hollywood sie ab und an bitten, sich doch mal wieder zu zeigen. Für die ersten beiden E.G.DAILY Platten wird hierzulande ein Kurs von 70-80 Euro aufgerufen; diese 3., die ich aufgrund der zwei Super-Balladen wärmstens empfehle, könnt ihr zum Normalpreis (noch) bei der Künstlerin selbst auf ihrer Homepage bestellen.


Favorites
Favorites
Wird angeboten von DSB Versand
Preis: EUR 17,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der unterbewertetsten Bands dieses Planeten !, 27. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Favorites (Audio CD)
Yeah ! Die ewigen Underdogs veröffentlichen eine Best-Of mit gleich 19 Tracks, also wirklich "Value for money" ! Beim abscannen der Tracklist jedoch verdunkelt sich ein wenig die Miene : Kein einziger neuer Song! (ist ja fast schon ein ungeschriebenes Gesetz bei solchen Compilations)
Doch HALT : Beim Anhören stellt sich doch tatsächlich heraus, dass der letzte Song "Man Without A Heart" NICHT der gleichnamige Song auf "Welcome To Blue Island" ist ! Ein unkluger Schachzug, oder ist 2002 schon zu lange her, sich zu erinnern, äußerst kurios und verwirrend. Des weiteren stellt sich heraus, dass einige Songs entweder neu eingespielt oder zumindest nachträglich verändert worden sind, so ist "My Heroin" gegenüber der Version auf "Tweaked" verkürzt worden, das Einzählen fehlt und die Instrumentierung variiert. ENUFF Z'NUFF haben in ihrer mittlerweile 20-jährigen Bandgeschichte kein einziges schlechtes Album veröffentlicht, vielleicht mal ein nicht ganz so gutes, aber alle 11 (Studio)- Alben auf fast so vielen verschiedenen Labels sind gut. Das wird hier von meiner Warte aus recht gut repräsentiert mit einem Querschnitt, wobei der Schwerpunkt mit gleich 9 Songs auf den ersten 3 Alben liegt (...die im übrigen auch von vielen als die besten angesehen werden.) Songs, die man immer wieder gerne hört, klar logisch "New Thing" und "Fly High Michelle" vom Debut, die Singles "Mothers Eyes" und "Baby Loves You" vom Meilenstein "Strenght" und das eingängige, geradezu zum Mitsingen zwingende "Right By Your Side" von "Animals With Human Intelligence". Das im Jahre 1994 erschienene "1985" ( mit alten Songs aus jenem Jahr) ist nicht vertreten, jedoch handelt es sich bei "Man Without A Heart"( 2003 Version ?!) um ein Überbleibsel aus jenen alten Sessions. Auch "Peachfuzz" von 1996 bleibt unberücksichtigt, aber für ein Box-Set fehlt dann halt (leider) doch die Popularität. Mit dem beatles'quen "My Dear Dream" von "Tweaked", 1995 wird auch diese Phase der Band berücksichtigt. Man hätte zumindest den ein oder anderen Track aus dem nach wie vor unveröffentlichtem gesuchten Album "Vitamin A" hier mal einstellen können. Mit dem Track "Everything Works If You Let It" wird die Verbundenheit zu CHEAP TRICK hier nochmalig dargestellt, denn es ist natürlich eine Coverversion der Chicago-Buddies der Band. Und auch ein anderer berühmter Sohn Chicagos, nämlich STYX's James Young tritt in "Believe In Love" von "Paraphernalia", 1998, noch einmal als Gast in Erscheinung. Alles in allem eine selbstverständlich erfreuliche Sache, die hoffentlich ein paar neue Anhänger findet, neben den "positiv-Bekloppten" (wie ..ähem.. mich) , die sich das Ding auch wegen dem Cover geholt hätten ! (und jene Minderheit schlägt nächsten Monat bei der optimalen visuellen Ergänzung hierzu, nämlich der ersten ENUFF Z'NUFF DVD "Suck It And See", wohl auch gleich zu !)


Jack Blades
Jack Blades
Wird angeboten von CAPITAL-DISCS
Preis: EUR 5,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein recht gewöhnungsbedürftiges Album, 5. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Jack Blades (Audio CD)
Jack Blades ist Bassist, Songwriter und einer der beiden Sänger in NIGHT RANGER und auch einer der vier DAMN YANKEES. Desweiteren hat er für andere Künstler wie AEROSMITH, OZZY, STYX, ROGER DALTREY, JOURNEY, CHER, ALICE COOPER etc. oder auch im Country-Bereich etliche Songs geschrieben und auch mehrere Künstler produziert, so z.B. GREAT WHITE. Neben all dieser Arbeit ist dies jedoch sein erstes Soloalbum, wobei NIGHT RANGER wirklich ein Talent-Jungbrunnen zu sein scheint, denn 4 der 5 Mitglieder haben z.T. mehrere Soloalben herausgebracht.
Auch nach mindestens 10 Durchläufen kommt die Scheibe irgendwie nicht an den Rezensenten ran, und die Ursachensuche gestaltet sich schwierig. Es ist handwerklich sauber gemacht, die sympathische Stimme von Jack hört man immer gerne aber gleich eine ganze Armada von Gästen ( 4/5 von NIGHT RANGER,  von DAMN YANKEES, Warren DeMartini, Neal Schon, Michael Lardie usw.) können leider auch nicht garantieren, dass man zumindest einmal das erhabene Gefühl verspürt : "Ja Super ! - DAS isses !" Wobei die Erwartungshaltung ggf. zu hoch war, nach den letzten beiden tollen NIGHT RANGER Platten und der genialen KELLY KEAGY-Scheibe "Time Passes". Sicherlich ein SOLO-Album ist dazu da, Ideen außerhalb der Hauptband zu verwirklichen, aber dennoch sind die zwei an dieses Material erinnernden Songs "Sea Of Emotions", "To Touch The Sky" sowie das balladesk-schöne "Natures Way" die guten Songs dieser Platte - und sie hätten unbemerkt auf der nächsten NIGHT RANGER-LP stehen können.
Es mag womöglich konservativ und borniert klingen, aber ein Sprechgesang oder verschrobene Songparts passen irgendwie nicht.
Sorry, ein Track wie "On Top Of The World" klingt zu gewollt aus dem Melodic-Konzept ausbrechen wollend, und dies gelingt hier nicht. Als Resumee ist festzustellen, dass ich Jack Blades und alles was er macht überaus schätze, das Album ist beileibe nicht schlecht. (vor allem wenn man den Quatsch, den der Öffentlichkeit als Hard Music zur Zeit so angedreht wird, hört...) Ich bewerte es jedoch mit dem Hintergrund seines Backkataloges, und da verweise ich im Zweifelsfalle auf das Album seines Drummers Kelly oder gleich zu "Neverland".


Mo'S Barbeque
Mo'S Barbeque
Preis: EUR 20,36

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erneut sehr gut ( wenn auch 2 Covers mir nicht so gefallen), 27. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Mo'S Barbeque (Audio CD)
Die zwei Workakoholics sind, keine 19 Monate nach ihrem starken Erstling „Moving Along Swiftly" und ein Jahr nach dem letzen THUNDER-Killeralbum "Shooting At The Sun" (das in GB eher erschien) zurück mit einem zweiten Album unter dem Banner ihrer beiden Namen. Und dies entpuppt sich immer mehr als Möglichkeit, ihren Einflüssen und Song-Ideen nachzugehen, die sie unter dem THUNDER-Konzept nicht verwirklichen können, obwohl, und das ist etwas kurios dabei, hier ein Song erscheint, denn THUNDER bisweilen als Cover-Version live aufführen, nämlich Stevie Wonder's "Living For The City". Gleich drei andere Coverversionen sind vorzufinden, wovon klar das stärkste der alte FREE Song "Come Together In The Morning" ist, der Danny's Stimme gelegen kommt. Es spricht aber auch für Luke, dass man im Sinne eines Songs einmal zurücktritt : das sich langsam entfaltende "On A Day Like Today" wird ergänzt von einem Trompeter, bevor es ein wenig rumpelt und der Organist / Keyboarder Mark Taylor dann zu einer gefühlvollen Einlage einsetzt, die den Song dominiert. Weiterer Höhepunkt ist das wie seinerzeit "Change" oder "Better Times" wiederum melancholische "Illogical" - Morley hat den Dreh einfach raus, Songs zu komponieren und mit ihren Schwingungen Emotionen auszulösen, Dannys einfühlsame Stimme trägt natürlich ihren erheblichen Teil dazu bei. Der passende Albumtitel legt den Vergleich nahe - es ist tatsächlich wie bei einem echten Bar-B-Q : Man probiert mal hier- mal dort, da swingt es, dort groovt es, hinten rockt, vorne funkt es, manche Sachen schmecken einem eben nicht ( Bei mir sind es die Songs "Why Did You Do It" und "I Can't Stand The Rain"- letzteres womöglich aufgrund einer ätzenden Disco-Version irgendeiner Truppe in den 70ern. Natürlich sehe ich auch dass die beiden eine sich langsam steigende Version des Songs umarrangiert haben, bei der man sich beim Piano-Solo wie in einem Western-Saloon vorkommt ! )
Und eingeladen zu diesem Barbeque haben zwei sympathische Gastgeber, die erneut ein hochmusikalisches Album vorgelegt haben.


Man Doki - Soulmates Absolutely Live: On Tour 2004
Man Doki - Soulmates Absolutely Live: On Tour 2004
DVD ~ Leslie Mandoki

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ambitioniertes Werk, 13. Februar 2004
Leslie Mandoki, der ungarische Musiker (Schlagzeuger, Percussionist und Sänger), der sich mittlerweile auch als Produzent einen Namen gemacht hat, legt ein Jahr nach der CD "Soulmates" eine DVD mit seinem All-Star-Ensemble vor, die sehr umfangreich ausgefallen ist. Gleich 18 Namen mitunter weltweit sehr bekannter Künstler stehen auf dem Cover und tragen alle zu einem vielseitigen, musikalisch hochwertigem jazzigem Rock-Pop Projekt bei. Gezeigt werden Live-Mitschnitte von Konzerten in gleich 4 Städten (Berlin, Magdeburg, Köln, Budapest) wobei der Schwerpunkt mit 67 Minuten bei Berlin liegt, ergänzt durch kurze Mitschnitte der anderen Auftritte. Natürlich konnten nie alle der wohl über 20 Akteure zeitgleich an den Gigs teilnehmen, es scheint sich jedoch ein harter Kern um Leslie gebildet zu haben, Ian Anderson am Gesang und natürlich Querflöte und Al Di Meola an der Gitarre waren stets dabei, gleichfalls der bekannte Jazz-Bassist Anthony Jackson. Saxophonvirtuose Bill Evans darf im Grunde nicht unerwähnt bleiben. ( In Ungarn beim Konzert waren auch die beiden TOTO Mitglieder mit dabei)
Die sicher nicht gleich eingängigen Songs entfalten ihre Eindringlichkeit erst bei ernsthaftem Beschäftigen sprich konzentriertem Zuhören. Ein 14-minütiges Stück, wie das wunderbare "Look Up To The Sky" offenbart sich einem nicht gleich und verlangt dem Zuhörer / Konzertbesucher sicher auch einiges ab. Aber gerade darin liegt die Stärke, in dem Song liegt eine Kraft verborgen, die es zu entdecken gilt. ( Das geht hier gut - denn zum Glück liegt die Limited Edition mit zusätzlicher Bonus Audio CD vor, von der man sich die Lieder noch mal anhören kann !) Ausgerechnet am Silvester-Abend habe ich einige Kumpels "gezwungen", sich mit mir diese DVD anzuschauen, sicher nicht der geeignete Rahmen, was wiederum zeigt, dass sich hierbei ein ruhiges Selbststudium eher anböte. Dann erkennt man auch die feinen Nuancen, welche die Perfektionisten hier sowohl in Leslie's Studio am Starnberger See, als auch bei den Gigs eingeflochten haben.
Ein besonderer Moment für den Initiator sicher die Rückkehr in seine Heimatstadt Budapest, (passend hierzu der dort eingespielte Song "Carry Me Home") aus der er unter dramatischen Umständen 1975 in die BRD flüchtete. Man merkt den Auftritten an, dass sich hier keiner in den Vordergrund spielt, sondern alle songdienlich zum Gesamtbild beitragen, die Protagonisten sind selbst alle Stars, die sich nichts mehr beweisen müssen. Die Moderation übernahm übrigens der ex-MTV- VJ Ray Cookes, den die älteren noch kennen könnten ( ja, damals konnte man den Sender noch ab und zu mal anschauen !!) Es ist angenehm, Ian Anderson zum ersten Mal ( seinen Aussagen zufolge !) Songmaterial singen zu hören, dass er nicht selbst geschrieben hat. Oder Bobby Kimballs und Chris Thompson's Stimmen zu hören. Oder auch Al Di Meola ruhig und sachlich interpretierend seine Gitarre auf seine unnachahmliche Weise klingen zu lassen.
Weiterhin ist eine 33-minütige "Man Doku - The Spirit Of The Soulmates" Sequenz zu sehen, bei der die Studioaufnahmen in Tutzing ausführlich beleuchtet und mit Interviews aller Beteiligten gewürdigt werden. Dies ist m.E. etwas zu ausführlich geraten, denn bei der 10. herzlichen Umarmung der Musiker untereinander oder dem 15. gegenseitigem Lob, wie freundschaftlich und fair doch alles zuging, ist man versucht, vorzuskippen. Nichtsdestotrotz ist es interessant zu sehen, wie man einem Mann der quasi ALLES erreicht hat, nämlich Steve Lukather, noch eine Freude machen kann : Ganz einfach - man gibt ihm die Chance mit SEINEM Idol, Jack Bruce von CREAM zu musizieren. Wie ein kleines Kind feixend freut er sich : "Mensch, ich konnte mit Jack Bruce "Sunshine of your love" spielen, wie cool ist das denn !!" Jedenfalls wird der besondere Geist dieses ausschließlich analog produzierten Projekts deutlich, wobei alle Interviews in Englisch geführt sind, Peter Maffay spricht deutsch ( er singt jedoch natürlich in Englisch u.a. auf dem Song "Daydream" auch von der letztjährigen "Soulmates" CD.) Dann kommt noch ein 15-minütiges Interview mit Leslie Mandoki selbst, bötchenfahrend auf dem Starnberger See erzählt er seine Lebensgeschichte. Kleines Manko : Er ist bisweilen ein wenig schlecht zu verstehen. Leslie ist einer der weltweit geachtetsten Produzenten geworden, die Dankesliste zu seinem 10-jährigen Studiojubiläum liest sich wie ein "Who is who" des gesamten Musik-Business querbeet durch alle Stile !
Wie gesagt, bei Interesse unbedingt die Version mit der Zusatz Ausio CD - 13 Songs über 75 Minuten (!)- besorgen.
Ein ambitioniertes Werk, das wieder mal auf Ablehnung bei einigen Jazz-Puristen stieß, mir gefällt's, und die Bewohner von 10 deutschen Städten haben im April 2004 erneut das Vergnügen, diese Musik live (=life) genießen zu können.


Influences & Connections - Vol. One: Mr. Big
Influences & Connections - Vol. One: Mr. Big
Wird angeboten von musikdrehscheibe
Preis: EUR 14,17

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich mal ein ordentliches Tribute Album !!, 5. Januar 2004
Ein Tribut der besonderen Art erscheint dieser Tage und es sind wirklich dermaßen viele namhafte Künstler tätig, dass man in diesem Falle wahrlich nicht von einem schnell zusammengeschusterten Projekt sprechen kann. Und Leute wie Nancy Wilson, John Waite, Steve Lukather, Yngwie Malmsteen oder Paul Rodgers machen wohl nicht bei Billigprojekten mit. Es handelt sich also um 13 Neueinspielungen von Songs der US-Band, die hauptsächlich in Japan so big war und ist und sich 2002 aufgelöst hat. Die Abwesenheit von sowohl Eric Martin als auch ex-Gitarrist Paul Gilbert ( jener stieg ja schon vor einigen Jahren aus) lässt bedingt auf Unstimmigkeiten schließen. Denn der Rest, also Billy Shehan, Pat Torpey und Richie Kotzen scheint sich weiterhin gut zu verstehen. Mit Paul Rodgers als Sänger eröffnet das Trio mit dem Titel "Mr. Big" furios den Reigen, sehr interessant denn der Song ist ja im Original von FREE ! Pat ist durchgehend als Drummer dabei, sowie Lanny Cordola (HOUSE OF LORDS, MAGDALLAN) als Gitarrist und oft Chuck Wright als Bassist. Bei solchen Alben bietet sich im Grunde nur eine 'Track by Track' Besprechung an, wobei ich eben bei manchen Songs passen muss, in Unkenntnis des Originals. Anyway, "Take Cover" haben sich Doug Pinnick und Ty Tabor von KING's X angenommen, incl. eines extrem hohen Kreischers, ansonsten korrekt. Joe Lynn Turner hätte es sich einfacher machen können, hat sich aber ausgerechnet zwei der wohl schwersten Songs, nämlich das wahnwitzige "Colorado Bulldog" und das gleichermaßen schnelle "Daddy, Brother, Lover, Little Boy" ausgesucht. Letzteres mit Yngwie an der Klampfe, erinnert in dieser Version an "Speed King", ersteres mit Marty Friedmann (MEGADETH). John Waite(BABYS, BAD ENGLISH) hat eine ähnlich charismatisch-markante Stimme wie Eric Martin, schade dass sie hier für das schlechteste MR.BIG Stück in meinen Augen, "Wild World" nicht gefordert wird. Dann darf Glenn Hughes mit seinem Organ glänzen und zwar auf "Price You Gotta Pay", so nebenbei erwähnt Steve Lukather an der Gitarre, erneut stark ! ( Leider ist der Song "Alive And Kicking", den auch Glenn einsang, nicht auf der vorliegenden CD enthalten, wirklich schade !) Ann Wilson veredelt mit ihrer nach wie vor beeindruckenden Stimme "Promise Her The Moon", dass sie, damit's wieder stimmt zu "Promise Him The Moon" abwandelt ! Man merkt schon, dass ist hier ein Stell-Dich-Ein des "Who is Who" der Rock-Musik ! Weiter geht's mit "Addicted To That Rush" am Gesang und Gitarre (!) dieses Mal Billy"Jetzt will ich auch mal singen" Sheehan, sowie Richie an der Harmonica. Mickey Thomas singt dann "Just Take My Heart" ein, und dann kommt sogar noch Film-Star Keanu Reeves am Bass zu einer Einlage in dem Song "Shine". Die dritte Version des Liedes nachdem Kotzen ihn erst zuletzt auf seinem Album neu einsang. An der Gitarre Stevie Salas, auch er nahm mehrere Alben auf. Nun darf auch Pat mal singen, auf "Crawl Over Me", dafür spielt Matt Sorum (THE CULT, GUNS'N ROSES) Schlagzeug. Ok, es musste kommen, der größte Hit der Band "To Be With You" gesungen von Richie Kotzen, insofern skurril, da er ja erst 7 Jahre später in die Band einstieg. Komplett umarrangiert in einer slow-motion Version wird der Song irgendwie verhunzt. "Green-Tinted Sixties Mind" mit Donnie Vie (ENUFF Z'NUFF) als Sänger versöhnt mich da wieder ein wenig. Handwerklich hat man sich hier große Mühe gegeben, man hört die Spielfreude und offensichtlich ist auch alles in demselben Studio eingespielt worden. An die Originale kommt man nicht dran, aber wenn jedes derartige Album mit soviel Liebe zum Detail hergestellt worden wäre, hätten wir nicht so eine Schwemme von unnötig hingeschmierten Tribute-Alben.


Destroy All Monsters
Destroy All Monsters
Wird angeboten von HOZ-Records
Preis: EUR 13,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Definitely NOT the worst that can happen !!! :-), 5. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Destroy All Monsters (Audio CD)
Dies ist bereits das 6. Solo-Album des ehemaligen MR. BIG-Sängers, wobei er natürlich lange vor seiner Zeit bei jener Band sich selbst einen Namen gemacht hatte. Erst letztes Jahr um diese Zeit erschien "I'm Going Sane", gefolgt von einer EP mit Coverversionen im Akustikgewand und nun ist das Arbeitstier schon wieder am Start. Nun ist Eric Martin eben mit einer sehr markanten ( und m.E. angenehmen) Stimme ausgestattet, dass man ihn beim ersten gesungenen Wort erkennt. Auch diese CD überzeugt erneut mit einem Stil, der auf einem Grat zwischen Melodic Rock und Pop-Rock wandelt mit gelegentlichen Kurzausflügen : "I Can Die Now" hat z.B. einen Reggae-Beat als Grundlage und das belanglose "Living In Black And White" ist mit einem lahmen Geplätscher der einzige schlechte Track hier. Ansonsten verbreitet die Platte einfach ein relaxtes Laid-Back Feeling und unterhält mit guten Songs, mal uptempo, mal ruhig aber immer mit tollem Gesang. Sicher nicht mehr so heavy wie der Vorgänger, aber dennoch gut. "Janie Won't Open" und "You're Too Good For Him" sind sogar phänomenal, "Where Are You" immer noch klasse. Vielleicht noch ein Wort zum Drumsound, der auf drei Tracks etwas unangenehm auffällt, da einfach nur draufgekloppt wird. Es sind drei Drummer aufgeführt, darunter Eric's Frau Denise Martin ( auf der letzten CD gab's ein "Hochzeitsfoto" !) Wenn sie es denn bei den angesprochenen Songs sein sollte, war dies eher ungeschickt, aber das ist eine Lappalie am Rande. Neun der zwölf gebotenen Lieder gefallen mir hier, somit ist dies der erste Höhepunkt im brandneuen Jahr. ( Cooles Cover, aber Schreibweise der Buchstaben E und M direkt bei EXTREME's "III Sides To Every Story" abgekupfert !)


Perfect World
Perfect World
Wird angeboten von rocktom5
Preis: EUR 7,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kelly Hansen - Garant für guten melodischen Rock !, 30. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Perfect World (Audio CD)
Hinter diesem Namen steckt der HURRICANE Sänger Kelly Hansen, der sich mit dem Produzenten und Multi-Instrumentalisten Fabrizio V. Zee Grossi zusammengetan hat und auf diesem Album ausschließlich Cover-Versionen interpretiert.
Neben dem Hit "Just Like A Pill" von PINK handelt es sich um Stücke, die Liebhaber von Platten der Künstlerinnen JENNIFER PAIGE, NATALIE IMBRUGLIA oder AMANDA MARSHALL kennen könnten. Zumindest letztere ist ja in Deutschland sehr beliebt. Aber ihr "I Believe In You" wird in einer eigentümlichen (Mitklatsch-) Version wiedergegeben, auch wenn der Gesang natürlich astrein ist und Alex De Rosso ein tolles Gitarrrensolo hinlegt. ( Am Album ist erneut das gleiche Musikerteam beteiligt wie bei der VERTIGO Platte, also auch JM Scattolin an der Gitarre, Biggs Brice am Schlagzeug und den Keyboarder von Yngwie, Adam Forgione hat man sich noch dazugeholt.)
Kelly Hansens Powerstimme überzeugt hier einmal mehr, ein Paradebeispiel für das kraftvolle Organ ist das Stück "Out of Bounds", problemlos kommt er nach wie vor in hohe Regionen und dies ohne zu kreischen. Seine Stimme ist eben angenehm rein und dennoch voluminös und beim Rezensenten hat er einfach einen Stein im Brett- seit 1988, dem Jahr der gigantischen "Over The Edge" von HURRICANE.
Das Songmaterial auf der vorliegenden CD ist größtenteils softer gehalten, die Popsongs werden jedoch in ein hardrockiges bzw. AOR-Gewand gekleidet, was meines Erachtens sehr gut gelungen ist. Nachvollziehen kann man dies schön an dem Lied "Do You Love" (dessen Original ich nicht kenne, es mir aber als sanfteren Song vorstellen kann)
Das interessante an dieser CD ist, dass man immer wieder Songs hört, die einem bekannt vorkommen, man kann sie aber nicht zuordnen - zumindest ging's mir so bei "Overnight Sensation" mit dem 'Sun's coming up'- Refrain
Mitunter wurde Kritik laut an der Veröffentlichungsflut von Frontiers, wer all die Platten kaufen soll, kann ich auch nicht beantworten. Aber ob nun HURRICANE, UNRULY CHILD, HEAVEN AND EART, INTO THE LIGHT oder diese Scheibe hier- jede Platte mit Kelly Hansen als Sänger ist ein Gewinn !


Live at the Gods
Live at the Gods
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 25,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Damit tat sich die Band keinen Gefallen... :-/, 27. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Live at the Gods (Audio CD)
Die Band HARDLINE hat eine wahrlich seltsame Karriere hinter sich, gegründet 1991 von den BRUNETTE Mitgliedern Johnny und Joey Gioli, veröffentlichten sie alsbald ihr Debut "Double Eclipse" mit Neal Schon als Gitarrist. Dann war 10 Jahre Sendepause, bis vergangenes Jahr ihr 2. Album Begeisterung in der Melodic-Rock Community auslöste.
( Mittlerweile ist Josh Ramos, ex-THE STORM und TWO FIRES Lead Guitarist der Band)
Und nun bereits ein Live-Album, das ebenso wie die Alben von JEFF SCOTT SOTO und HAREM SCAREM auf dem letztjährigen GODS Festival in England aufgezeichnet wurde.
Doch im Gegensatz zu den erstgenannten ist dieser Mitschnitt eine Enttäuschung und schadet der Band eher, denn der Mix und die phasenweise arg danebenliegenden Background-Sänger(innen) sind unglücklich bis schrecklich. Von Seiten der Band ist handwerklich im Grunde alles ok, man hat kurzerhand den Produzenten der letzten CD, Bob Burch als neuen Bassisten verpflichet. Die Gesangsleistung von Johnny, natürlich auch bekannt durch etliche Alben und Touren mit AXEL RUDI PELL, ist gewohnt gut. Eine von den drei Backgroundsängern ( "one male - two female") ist auch noch Gudrun Laos, die mit ihrer Band selbst eine gesuchte Scheibe veröffentlichte vor Jahren, was aber offensichtlich kein Garant für stimmigen Gesang ist ! Manchmal ist das echt so daneben, dass man lieber vorskippt ! ("Face The Night", " Rhythm From A Red Car" oder "Only A Night") Wenn man Bands wie ALLIES oder VENICE mit auch oder gerade live hervorragendem mehrstimmigem Background-Gesang erlebt hat, ist man evtl. verwöhnt, aber das hier ist schon unbefriedigend. Und ein Drum-Solo von Bob Rock, auch wenn er Veteran ist und auf unzähligen Platten von NELSON bis VINNIE VINCENT'S INVASION gespielt hat, braucht ernsthaft auch keiner.
So ist dann auch die Studio-Section dieser CD das erfreulichste, hier zeigt sich die Band von einer anderes bluesigeren Seite und ein Stück des letzten Albums "II" wird in einer unplugged-Version dargeboten.


Songs of Life
Songs of Life
Preis: EUR 26,10

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bret solo, stärker als die letzte Poison !, 16. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Songs of Life (Audio CD)
Pünktlich zum 3. Geburtstag seiner Tochter Raine erschien das mittlerweile 3. Soloalbum des Poison Sängers und ihr widmet er auch die erste Single, wozu ein äußerst kostspieliges Video an zehn (!) Locations gefilmt wurde, was Bestandteil dieser CD ist - Song und Video sind wirklich klasse geworden.
Doch zunächst wird mit " Menace To Society" ordentlich losgerockt und Bret beweist mit seinen Mitstreitern, den Calabro Brüdern Cliff und Christy, dass er doch noch durchgehend zu besseren Leistungen als auf der letztjährigen "Hollyweird" fähig ist - nahezu das komplette Album ist stärker als jene Veröffentlichung ! "Bittersweet" ist ein treibender Rocker mit einer upfront Produktion, kickt gut. Das Country-angehauchte und zunächst mit Akustik-Gitarre unterlegte "Forgiveness" ist mein Lieblingsstück auf der CD, hier kommt seine Stimme wieder optimal zur Geltung. Und die E-Gitarrenstelle nach der Bridge könnte ich mir in einer Endlosschleife (air-guitar spielend..) anhören. Losgerifft wird wieder auf "Loaded Gun" so wie später auf "War Machine"- letzteres seinen zahlreichen Verwandten in den US-Streitkräften gewidmet, überraschenderweise mit kritischen Untertönen : "Look into our soldier's eyes, asks no questions- tells no lies - Is it allright ? No, it's not allright !" Dazu passt der Casus Knaxus der CD, das dem 11. September gewidmete "One More Day", spartanisch nur mit Gitarre und Gesang gehalten, und textlich aus der Sicht eines dort gestorbenen erzählt, der sein danach geborenes Kind niemals sah. Bret vermeidet hier die Fallen, in die andere Texter zu dem Thema tappten und appelliert an uns, jeden Tag als Geschenk anzunehmen.
Ein weiterer tiefgehender Song auf diesem sehr persönlichem Album ist " I Remember"- in dem sich Bret erstmals in einem Song mit seiner Krankheit als Diabetiker auseinandersetzt - wusstet ihr dass ein Diabetiker 8 Bluttests und 4 Insulin-Injektionen jeden Tag braucht - das macht bei ihm, seitdem er sechs ist ungefähr 49.640 Injektionen und 99.280 Blut-Tests aus !!
( Zum Zeitpunkt der Drucklegung des Begleitmaterials zur CD. Unglaubliche Zahlen !) Da wir als Bonus (neben dem Video) auch noch einen der guten Songs seines Debuts " A Letter From Deathrow" von 1998 und das wunderschöne "Stay With Me" von seinem Album "Ballads, Blues and Stories" erhalten, bewerte ich diese CD als hervorragend.
( auch wenn ein Wehmutstropfen dabei ist, dass wir hier in Deutschland weder POISON noch Bret seit 13 Jahren live sehen durften)


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