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rockofages "Rock Of Ages" (Hollyweird)

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The Devil of Shakespeare [With CD]
The Devil of Shakespeare [With CD]
von Billy McCarthy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,74

5.0 von 5 Sternen GREAT STORY - very recommended reading !!!, 20. Oktober 2004
Darian Fable ist im Jahre 2015 der Mega-Top-Star in Hollywood überhaupt, die Filmindustrie und Millionen von Fans liegen ihm zu Füssen und aufgrund dieser Popularität erhält er für seine Filme Unsummen an Gagen und schwelgt im Luxus. Darian war Jahre zuvor - als David Faulkner - in einer heruntergekommenen Trailer-Park Siedlung namens Pleasant-Park, einem Vorort von Chicago unter erbärmlichen Umständen, "gesegnet" mit einem gewalttätigen Alkoholiker als Vater und einer Tante, die als Prostituierte anschaffen ging, aufgewachsen. Nun, mit 39 möchte er sich, unterstützt durch seine Frau Faith, eine ehemalige Schönheitskönigin und seit Jahren seine gnadenlos harte und gleichwohl unbeliebte Managerin komplett aus dem Filmgeschäft zurückziehen auf sein luxuriöses Landhaus in Connecticut. Doch das passt weder dem Filmstudio, noch den Journalisten oder den Fans und auch seine Vergangenheit, die er bei seinem unantastbaren Star-Ruhm immer verbergen konnte, holt ihn nun ein. Jetzt beginnt die "hässliche" Seite der Medaille, die Schattenseiten der VIP's, die wir alle (?) doch immer so bewundern und anhimmeln, für die Leute sogar nachts aufstehen, um sich dieses kranke Szenario auf dem roten Teppich vor den Oskar-Verleihungen anzusehen. Doch wie sieht es hinter den Kulissen bei diesen Menschen aus, die sich alles leisten können, wovon wir nicht mal zu träumen wagen. Welchen Preis mussten sie für den Erfolg bezahlen, was ist dabei auf der Strecke geblieben ?

Dieses Buch, erzählt von einem Insider besticht durch Detailwissen über die Mechanismen in Hollywood - die natürlich auch auf die Musikbranche umgesetzt werden können. Es berichtet in vielleicht absichtlich ein wenig überzeichnet in deutlicher Sprache - die Protagonisten nehmen kein Blatt vor den Mund bei ihren Aussagen - wie es zugeht hinter der Glitzer und Glamour-Welt, die nach außen hin "Fame & Fortune" verkauft, aber im Grunde bevölkert wird von Heerscharen bemitleidenswerter Menschen, die das System nicht durchschauen. Jeder will der "One in a Million" werden....
Wer ist nun der Author dieses Buches, dieser Billy McCarthy ? Es handelt sich bei ihm um den Drummer der Band D'MOLLS, seinerzeit nannte er sich Billy Dior, der mit seiner Band einen Deal bei Atlantic Records hatte und somit sicher aus dem Nähkästchen plaudern kann. Vor D'MOLLS gründete er mit CC DeVille eine Band namens SCREAMING MINIS in Hollywood. Im Alter von 21 brauchte er damals 6 Wochen, um einen Deal bei Atlantic zu erhalten, 20 Jahre später brauchte er 6 Jahre um einen Vertrieb für sein erstes Buch zu finden ! Das übrigens ein absolutes Novum auf dem Literaturmarkt darstellt, denn es enthält ein von Billy komponiertes Stück mit dem Namen "The Devil Of Shakespeare", das wirklich grandios zu dem Buch passt und die Stimmung, die der einsame Multimillionär in seinem Prachtschloss durchmacht, wiedergibt. Das Stück ist auch noch in einer Instrumental-Version erhalten, die noch stimmungsvoller ist und ein tolles Gitarren-Solo aufweist. Unterstützung hat sich der aus Chicago stammende und nach seiner Zeit in L.A. wieder dorthin zurückgekehrte Billy von namhaften Leuten aus Chicago geholt. Geschrieben hat er den Song zusammen mit Chip von ENUFF Z'NUFF, der auch Bass spielt, James "JY" Young von STYX spielt Gitarre, Ron Flynt von 20/20 am Piano und als Sänger konnte man Jani Lane (ex-WARRANT) gewinnen. Natürlich spielt Billy selbst Schlagzeug, klar.
Nach anfänglichen holprigen Lese-Schwierigkeiten - es werden doch einige englische Slang und Business-interne Ausdrücke verwandt - liest sich das Buch flüssig und nach dem ersten Part macht es fast süchtig und den dritten Part verschlingt man geradezu ! Man muss kein Rock-Fan oder einmal in Los Angeles oder in Chicago gewesen sein, oder gar die Band D'MOLLS kennen, um hier Lesevergnügen zu haben, es hilft aber sicherlich. Ich bin kein erfahrener Buchkritiker, Reich-Ranizki hätte sicher anders geurteilt, aber hätte der alte Herr das hier überhaupt gelesen / kapiert ? Das Buch ist toll geschrieben und hält uns alle einen Spiegel vor, dieses "Celebrity-Theather" aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Billy McCarthy ist hier mit seinem ersten Buch, das sicher nicht so schnell auf Deutsch erscheinen wird, ein sarkastischer Meisterstreich zu den zu hinterfragenden Marktmechanismen des Showgeschäfts gelungen, und lose gibt er auch zu, dass sein Hauptcharakter entfernt mit all den Ups and Downs an seinem eigenen Werdegang orientiert ist. Er wiederlegt somit die These des dummen unselbständigen Musikers, und straft alle Lügen, die Musiker (und hier speziell Drummer...) pauschal mit Klischees belegen, was mit seiner ehemaligen Band sicher oft geschehen ist.


The Devil of Shakespeare [With CD]
The Devil of Shakespeare [With CD]
von Billy McCarthy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,74

5.0 von 5 Sternen Brilliantes Buch über die Hintergrunde im Showbusiness !!, 18. Oktober 2004
Darian Fable ist im Jahre 2015 der Mega-Top-Star in Hollywood überhaupt, die Filmindustrie und Millionen von Fans liegen ihm zu Füssen und aufgrund dieser Popularität erhält er für seine Filme Unsummen an Gagen und schwelgt im Luxus. Darian war Jahre zuvor - als David Faulkner - in einer Slum-ähnlichen Trailer-Park Siedlung namens Pleasant-Park, einem Vorort von Chicago unter erbärmlichen Umständen, "gesegnet" mit einem gewalttätigen Alkoholiker als Vater und einer Tante, die als Prostituierte anschaffen ging, aufgewachsen. Nun, mit 39 möchte er sich, unterstützt durch seine Frau Faith, eine ehemalige Schönheitskönigin und seine gnadenlos harte und gleichwohl unbeliebte Managerin komplett aus dem Filmgeschäft zurückziehen auf sein luxuriöses Landhaus in Connecticut. Doch das passt weder dem Filmstudio, noch den Journalisten oder den Fans und auch seine Vergangenheit, die er bei seinem unantastbaren Star-Ruhm immer verbergen konnte, holt ihn nun ein. Jetzt beginnt die "hässliche" Seite der Medaille, die Schattenseiten der VIP's, die wir alle (?) doch immer so bewundern und anhimmeln, für die Leute sogar nachts aufstehen, um sich dieses kranke Szenario auf dem roten Teppich vor den Oskar-Verleihungen anzusehen. Doch wie sieht es hinter den Kulissen bei diesen Menschen aus, die sich alles leisten können, wovon wir nicht mal zu träumen wagen. Welchen Preis mussten sie für den Erfolg bezahlen, was ist dabei auf der Strecke geblieben ?

Dieses Buch, erzählt von einem Insider besticht durch Detailwissen über die Mechanismen in Hollywood - die natürlich auch auf die Musikbranche umgesetzt werden können. Es berichtet in vielleicht absichtlich ein wenig überzeichnet in deutlicher Sprache - die Protagonisten nehmen kein Blatt vor den Mund bei ihren Aussagen - wie es zugeht hinter der Glitzer und Glamour-Welt, die nach außen hin "Fame & Fortune" verkauft, aber im Grunde bevölkert wird von Heerscharen bemitleidenswerter Menschen, die das System nicht durchschauen. Jeder will der "One in a Million" werden....
Wer ist nun der Author dieses Buches, dieser Billy McCarthy ? Es handelt sich bei ihm um den Drummer der Band D'MOLLS, seinerzeit nannte er sich Billy Dior, der mit seiner Band einen Deal bei Atlantic Records hatte und somit sicher aus dem Nähkästchen plaudern kann. Im Alter von 21 brauchte er 6 Wochen, um einen Deal dort zu erhalten, 20 Jahre später brauchte er 6 Jahre um einen Vertrieb für sein erstes Buch zu finden. Das übrigens ein absolutes Novum auf dem Literaturmarkt darstellt, denn es enthält ein von Billy komponiertes Stück mit dem Namen "The Devil Of Shakespeare", das wirklich grandios zu dem Buch passt und die Stimmung, die der einsame Multimillionär in seinem Prachtschloss durchmacht, wiedergibt. Das Stück ist auch noch in einer Instrumental-Version erhalten, die noch stimmungsvoller ist und ein tolles Gitarren-Solo aufweist. Unterstützung hat sich der aus Chicago stammende und nach seiner Zeit in L.A. wieder dorthin zurückgekehrte Billy von namhaften Leuten aus Chicago geholt. Geschrieben hat er den Song zusammen mit Chip von ENUFF Z'NUFF, der auch Bass spielt, James "JY" Young spielt Gitarre, Ron Flynt von 20/20 am Piano und als Sänger konnte man Jani Lane (ex-WARRANT) gewinnen. Natürlich spielt Billy selbst Schlagzeug, klar.
Nach anfänglichen holprigen Lese-Schwierigkeiten - es werden doch einige englische Slang und Business-interne Ausdrücke verwandt - liest sich das Buch flüssig und nach dem ersten Part macht es fast süchtig und den dritten Part verschlingt man geradezu ! Man muss kein Rock-Fan oder einmal in Los Angeles oder in Chicago gewesen sein, oder gar die Band D'MOLLS kennen, um hier Lesevergnügen zu haben, es hilft aber sicherlich. Ich bin kein erfahrener Buchkritiker, Reich-Ranizki hätte sicher anders geurteilt, aber hätte der alte Herr das hier überhaupt gelesen / kapiert ? Das Buch ist toll geschrieben und hält uns alle einen Spiegel vor, dieses "Celebrity-Theather" aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Billy McCarthy ist hier mit seinem ersten Buch, das sicher nicht so schnell auf Deutsch erscheinen wird, ein sarkastischer Meisterstreich zu den zu hinterfragenden Marktmechanismen des Showgeschäfts gelungen, und lose gibt er auch zu, dass sein Hauptcharakter entfernt mit all den Ups and Downs an seinem eigenen Werdegang orientiert ist. Er wiederlegt somit die These des dummen unselbständigen Musikers, und straft alle Lügen, die Musiker pauschal mit Klischees belegen, was mit seiner ehemaligen Band sicher oft geschehen ist.


Above Heaven, Below Heaven (Digipack)
Above Heaven, Below Heaven (Digipack)
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 15,20

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frische, noch erweiterungsfähige Newcomerin mit Talent, 24. September 2004
Den weiten Weg von Osaka, Japan nach Hamburg hat die hübsche Saeko Kitamae zurückgelegt, um hier ihre Bestimmung zu finden, und ein Metal-Album aufzunehmen. Meine japanische Kollegin im Radio klärte gleich auf, dass sie "Saiko" auszusprechen ist. Eine Info liegt mir leider nicht vor, aber aus anderen Quellen ist doch tatsächlich zu erfahren, dass die Gute von ihren Eltern auf "Metal-Entzug" (?) in die Schweiz geschickt wurde, dort ein Magazin mit einer Anzeige für Wacken las, noch ein letztes Mal ein Festival besuchen wollte, dann aber so begeistert war, dass sie ihren Eltern per Handy mitteilte, sie mache nun Heavy Metal ! In Hamburg gab sie eine Anzeige auf "Ambitious Japanese singer seeks musicians - No Drugs !" - und reagiert haben wohl Lars Ratz und Michael Ehre aus dem METALIUM-Camp, denn jene sind hier maßgeblich am Songwriting und der Produktion beteiligt. Michael außerdem sowohl als Gitarrist sowie Drummer ! Zusätzlich konnte auch Hermann Frank als Lead Gitarrist gewonnen werden. Mit "Zen Metal" wird das hier Gebotene bezeichnet, dieser Neuerfindung eines weiteren Namens hätte es gar nicht bedurft, denn Saeko bietet hier powervollen traditionellen Heavy Metal im wahrsten Sinne des Wortes und überzeugt mit ihrem kraftvollen, aufgrund ihrer Herkunft aber natürlich hellem Organ und wird unterstützt von kompetenten Leuten.
Leider ist der Sound - bei manchen Songs fällt dies mehr auf - etwas zu trocken bzw. hölzern und die Drums leicht schepprig, was ein wenig negativ ins Gewicht fällt. Durch diesen dumpfen Schlagzeugsound wird z.B. der Song "Nature Of Mortality" abgewertet. Textlich wiederum ist das Album durch und durch positiv und lebensbejahend, was wirklich mal erfrischend ist, dies in der Metal-Szene zu hören. Auf einer Strecke von Track 6 bis 8 sind m.E. hier die Highlights vorzufinden, und eine einfühlsame Piano-Ballade schließt sich an, wobei die Künstlerin nicht spielen lässt, sondern selbst hinter den Tasten sitzt.
Am Ende wird es dann in dem herrlich schwerfällig treibenden "Song Of Delight" textlich mit einem flammenden Appell fast philosophisch, definitiv eine Frau, die über das nachdenkt, was so in der Welt passiert und nach dem Outro / der Umkehrung des Intro's - man beachte die Bezeichnung - hat sie dann doch evtl. doch ein wenig Heimweh (?) und spricht in dem "hidden track" fast schon mit tränenunterdrückter Stimme einige Textzeilen in Japanisch ein.
Ein nicht alltägliches Album einer Frau, die meinen Support hat : DOMO ARRIGATO, SAEKO !


Hell to Pay
Hell to Pay
Wird angeboten von echolot-records
Preis: EUR 9,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Doch nochmal Rückkehr zu alter Stärke . . . ?!, 25. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Hell to Pay (Audio CD)
Ein in dieser Form nicht erwartetes, starkes Album legt der Veteran des melodischen Hard Rocks, Don Dokken vor. Und, um es vorwegzunehmen, m.E. das beste DOKKEN-Album seit "Dysfunctional" (1995), klar besser wie "Long Way Home" und einen Tick stärker wie das gute "Erase The Slate" (1999).
Ob dies an einem endlich mal stabilen Line-Up zu liegen scheint ? In dem ehemaligen Anwalt (!) Jon Levine hat man einen hochtalentierten Gitarristen, der sogar seine Kanzlei schloss, um mit der Band zu touren. Er war übrigens vor einigen Jahren mal für DORO tätig gewesen. Bassist Barry Sparks, der vor kurzem seine Solo-CD veröffentlichte, ist seit 3 Jahren ein klarer Gewinn für die Band, nun.. wenn er nicht gerade mit einer anderen Band wie TED NUGENT oder den B'Z unterwegs ist. Eine Konstante bleibt natürlich Wild Mick Brown hinter der Schiessbude, so sicher war das nicht, denn er selbst wollte Gerüchten zufolge hinschmeißen, als ihm die Eskapaden von Don zu bunt wurden vorletztes Jahr. Das ist alles vergessen, wenn man einsteigt in "The Last Goodby" bei groovendem kickenden Sound und sich einfach wohlfühlt. Wie eh und je, sind es diese mid-tempo Songs, die der Band am besten zu Gesichte stehen, die Musiker harmonieren perfekt, der Gesang ist astrein. Die Produktion von Don selbst, sicher zu einem Bruchteil der Kosten in den 80'ern übernommen, ist rein und klar punktuiert, man hört jede Klangnuance heraus. Weitere Songs in diesem Stil sind das ebenfalls elegant aufgebaute "Escape",
Super-Gesang, mein Lieblingssong auf der Platte oder das recht schwer und heavy treibende "Prozac Nation"; in dem nach meinem Verständnis all die Beruhigungsmittel, Antidepressiva und Medikamente aber auch Drogen wie Heroin, Kokain, Hasch, Crack und Alkoholika wie Jim Beam, Jack Daniels "angeklagt" werden. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Meister dann selbst in seiner Dankesliste schreibt : "Entschuldigung, falls ich jemand vergessen habe, ich war betrunken, als ich das schrieb".
Und in dem im Grunde als Power-Metal zu bezeichnenden " Don't Bring Me Down", dem schnellsten Song hier, beweisen sie, dass sie durchaus noch headbangen können. In der wunderschönen emotionalen Ballade "Care For You", am Ende des Albums noch einmal unplugged zu hören, nimmt man das Tempo raus, hätte auch auf "Dysfunctional" sein können - erinnert an "Nothing Left To Say". So ein Titel wäre 1988 als Single mit mordsteurem Video gechartet, heutzutage nimmt man nicht mal mehr ein Video auf, weil das die Blindheimer bei den Fernseh-Stationen eh nicht senden - Sad but true !
Auch die aufkommende Kritik, dass das letzte Album viel zu kurz war, hat man sich zu Herzen genommen, und läuft hier bei 48:22 Minuten ins Ziel ein, mit einem wirklich starken Album, dessen Live-Umsetzung in Deutschland hoffentlich unter glücklicheren Umständen erfolgt, als der letzte Versuch vor 2 Jahren.


E5-770:My Mother'S Name
E5-770:My Mother'S Name
Wird angeboten von cd-dvd-shop
Preis: EUR 1,58

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zieht einem nach mehrmaligem Anhören magnetisch an !, 22. August 2004
Rezension bezieht sich auf: E5-770:My Mother'S Name (Audio CD)
Eine außergewöhnlich interessante Platte hat die Kanadierin Lucie Idlout vorgelegt. Sie gehört dem Stamme der Inuit (Eskimos) an und kommt aus dem Territorium Nunavut. Dort wurden in den 40ern von der Kanadischen Regierung alle Minderheiten numerisch erfasst : Lucie's Mutter Leah Idlout-Paulson (als ob der Name so schwer wäre !) bekam auch solch eine "Plakette", die hier auch abgebildet ist und eben die Zuordnung "E5-770". Soviel zur Namensgebung dieser Platte, die vielschichtig ist und zunächst mal gar nicht einzuordnen ist, denn im Grunde ist es einerseits sowohl World-Music, aber auch (Hard)Rock, dann gelegentlich mit wiederum schrägen experimentellen Ideen. Getragen wird das Ganze von Lucie's Stimme, die bisweilen schroff und fast schon befehlend, dann wieder einfühlsam einen in ihren Bann zieht. Gitarre spielt die attraktive Sängerin auch noch und ein Instrument, dass hier als Inuit-Drum bezeichnet wird. Beim ersten Anhören fliegt der (alternative) Mix noch irgendwie an einem vorbei, doch wie ferngesteuert will man das noch mal hören und siehe da : versteckte Kleinigkeiten wie im Hintergrund ablaufende (Stammes-) Gesänge wie bei "Sounds Of Sadness" entfalten sich erst bei mehrmaligem Anhören. Das schwer riffende "I will rise for you" ist klar Heavy-Rock mit dem Gesang voll in den Vordergrund gemischt - passt hier aber - bei jaulenden Gitarren im Background. "Big Red Chair" ist eine gesungene Anklage an den Vater, der wohl die Familie verlassen hat und sie lässt hier ihren ganzen Frust raus mit einem verhaltenen "Sorry Mom" am Schluss.. Gegen Ende der CD in den drei längsten Stücken, die sich alle langsam entfalten spielt Lucie dann ihre Stärken voll aus, nämlich den Hörer gefangen zu nehmen und ihn nicht mehr loszulassen, das ganze gipfelt in dem sich hypnotisch trommelnd aufbauenden "Aija ja". Und nun bin ich ihr erlegen -und drücke "Repeat"...
Der Song "Birthday" wurde übrigens für den Film "Crime Spree" mit Harvey Keitel und Gerard Depardieu lizensiert, und diese Platte gewann auch beim Canadian Aboriginal Music Award 2003 in der Kategorien : Best Female Vocalist. In Kanada bereits 2003 erschienen, hat das Berliner Label B&3 hier einen Glücksgriff getan und das Debut dieser Ausnahmekünstlerin im Juni diesen Jahres in Deutschland veröffentlicht.


Brand New Morning
Brand New Morning
Preis: EUR 11,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WOW - die "Alten Herren" legen ein Killeralbum hin !, 21. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Brand New Morning (Audio CD)
Nach dem nicht gerade überzeugenden "Breath Of Live" Album herrschte Skepsis, ob es die - mit Verlaub - "Alten Herren" von MAGNUM noch einmal schaffen würden, zumal ja auch "Goodnight L.A." und "Rock Art" schon gar nicht das Gelbe vom Ei waren. Und, um es vorwegzunehmen, Tony Clarkin haut hier mal locker 9 Super-Songs raus, die an "Wings Of Heaven" und "Vigilante" anknüpfen, als seien 2-3 und nicht 16-17 Jahre ins Land gezogen.
Jawohl, die neue MAGNUM ist ein Killeralbum und Mitanwärter auf den Thron bei den Jahresabrechnungen zu den besten Platten. Beginnend mit dem Titeltrack, der sich schön atmosphärisch (und übrigens kurioserweise zu Beginn an AC/DC erinnernd) in die Ohrmuscheln schiebt, dann satt losrockt und einen Refrain hat, der sich im Kopf einnistet, wird dies fortgeführt in "We All Run".
Auch ein Ohrwurm mit hohem Erinnerungswert, toller Produktion und hier muss eingeschoben werden einem Drummer aus Fleisch und Blut, das war beim Vorgänger anders. Ja, Harry James sitzt jetzt hinter der Schiessbude, wobei er m.E. auch noch bei THUNDER Mitglied ist und macht seinen Job wie immer präzise und songdienlich exakt. Über keinen Titel auf dieser Platte gibt es was schlechtes zu sagen, tatsächlich wahr. In ihrem eigenen herrlich traditionellem Stil rocken sie sich durch die gesamte Strecke, Bob Catley hat einmal mehr eine Sternstunde, und auch Mark Stanway an den Keyboards erhält Gelegenheiten, sich in Szene zu setzen. Dann mit "Hard Road" ein weiterer toller Song mit unerwartetem Break, und dann zum Schluss, der alten Gepflogenheit entsprechend mit "The Scarecrow" wieder ein sehr langer Rausschmeißer. Dies ist schon fast eine kleine Hymne mit spannungsvollem Aufbau, mehreren Breaks und kleiner jam-artigen Einlage.
Respekt, die Engländer haben hiermit eine der Überraschungen in dem beileibe nicht veröffentlichungsarmen Rock-Jahr 2004 hingelegt.


85+Live
85+Live

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Old school rules !!!, 4. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: 85+Live (Audio CD)
Yeah, yeah, yeah : Back from the dead !! Eine weitere tolle Band ist doch tatsächlich nach 14 Jahren Inaktivität wieder zusammengekommen, die Mitglieder haben sich wieder zusammengefunden, (Sänger Rich Wilde wohnt inzwischen immerhin in North Carolina) während die anderen ja in San Francisco beheimatet sind. Anlässlich ihrer Reunion-Shows auf dem Bang your head!!!-Festival erschien im Vorfeld diese äußerst liebevoll gestaltete CD, natürlich mit den 6 Songs der EP (oder Mini-LP) von 1985 angereichert mit weiteren 6 Songs, aufgenommen im (legendären) Nachtclub The Stone in San Franciscos im Jahre 1985.
Sänger bei allen Songs ist Carl Albert, und spätestens jetzt müssten Liebhaber der Atlantic-Years-Phase (ihrer besten Zeit !) von VICIOUS RUMORS aufhorchen - Ja, der Super-Sänger war vor seiner Zeit bei Geoff Thorpe's Band der Frontman der RUFFIANS.
Zugegeben, ich hatte die EP mehrere Jährchen nicht auf dem Plattenteller, so ist es jetzt wie ein Wiedersehen mit alten lieben Bekannten, wo man sich verspricht, sich zukünftig wieder öfters zu sehen ! This is Power-Metal at it's very best !! Und speziell im deutschen Untergrund gab es wohl kaum eine Band, die bei den Metal-Spezialisten mit so wenigen Songs Liebhaberstatus erreichte. ( Die einzigen die mir da einfallen, sind TANTRUM mit ihrer 4-Song Mini-LP von 1986) Unverfälschter reiner Metal mit Sinn für Melodie und sauberem Gesang, wie man ihn heute mit der Lupe suchen muss, herrscht hier vor. Twin harmony guitar leads des Axemen-Duos Craig Behrhorst und Chris Atchinson angetrieben von Drummer Luke Bowman. Also 100% mein Thema, und ich hatte wahrlich Freudentränen in den Augen, Zeuge beider Auftritte in Balingen zu sein, und dann die Band auch noch zu ihrem einzigen (!) Radio-Interview live bei mir im Studio als Gäste zu haben.
Das war keine abgespulten Retro-Auftritte, sondern Spielfreude pur, echte Begeisterung und Sänger Rich, der nach Carl's Abgang 1986 schon dem Line-Up angehörte, bringt es tatsächlich fertig, die Songs unverfälscht und mit ähnlichem Charisma rüberzubringen.
Das schöne Booklet, illustriert mit vielen alten Photos (u.a. der Bandmitglieder mit größeren Bands, für die sie damals eröffneten) und alten Flyern und Tickets, sowie den Songtexten ist wirklich eine gelungene Sache, da könnten sich manche mit "Einlegeblättchen" ein Beispiel dran nehmen !
Als Zugabe bekommt ihr sechs Live-Versionen, wobei sich drei Songs wiederholen. Als kleine Kritik sei angemerkt, dass zweimal ein störendes Echo bei der Aufnahme ( und auch mal 'ne Rückkopplung) zu vernehmen ist, deswegen ein Stern Abzug. Aber hier ist live speziell der leicht progressive Song "Ruffian" ( Die Bandhymne ?) zu vermelden, etliche Tempiwechsel und Breaks dominieren ihn. Es macht einfach Freude, Killer-Songs "Run For Cover" und "Fight For Your Life" wieder anzuhören. GET IT !!!


Wonderful World
Wonderful World
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 14,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUPER Sänger - melodische Rock-Songs, tolle Live Band !!!, 25. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Wonderful World (Audio CD)
Seit Tagen rotiert bei mir im Dauerbetrieb nichts anderes : Diese holländische Band kam still und leise aus dem absoluten Nichts, spielten im Vorprogramm von FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE auf deren bis Ende Mai laufender Tour und ihr Debut bläst mich geradezu um. Sie haben den wohl unglücklichsten Bandnamen für deutsche Ohren seit VIXEN und das mit dem Unbekannt-Sein bezieht sich nur auf Deutschland, in den Niederlanden ist der mit einer wunderbar charismatisch und ausdrucksstarken Stimme ausgestatte Syb van der Ploeg ein bekannter Mann, seine ehemalige Band DE KAST, die Songs in der Landessprache machten, (auch Drummer Nico Outhuijse spielte bei ihnen) sind dort Mega-Stars gewesen, so ungefähr die holländischen BAP ! Nun der Schwenk ins Englische und als Vergleichswert lässt sich HAREM SCAREM nennen. Also ganz leichte Nu-Breed Einflüsse, durchaus mal heftigere Riffs aber immer kristallklarer reiner Gesang a la Harry Hess. Die vorzügliche Produktion genügt Major-Level Ansprüchen und solch ein Juwel gibt's bei uns nicht 'mal käuflich zu erwerben, traurig aber wahr. Die Songs sind eingängig, verfügen über genügend Drive, Kick und Eingängigkeit sowie MELODIE und Refrains, dass man sofort mitsingen will. Das Titelstück und der treibende Song "Stay" sind wahrlich Meisterwerke, deren Brillanz sich auch nach dem x-ten Mal Hören nicht abnutzt. Das mit Moll-Tönen unterlegte "Planet Earth" geht in dieselbe Richtung. Das bedrohlich beginnende "Rise And Shine" nimmt einen in seinen Bann - ein weiterer Killer-Track, der härteste hier : doch selbst wenn Syb laut und kraftvoll singt, bleibt er immer noch melodisch und harmonisch, wo andere zum Schreihals mutieren. Die verträumten Balladen sind auch schön.(wunderbar : "Turn The Key") Im Grunde kann man hier kein Haar in der Suppe finden hier, da dies eine durchgehend starkes Album ist, kein einziger 'Filler' vorhanden. Jetzt auf einmal hier erhältlich, seit ca. 1 Woche. Absolute Kaufempfehlung !!


Abyss
Abyss
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 7,44

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Yeah !!! Those were the days !, 23. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Abyss (Audio CD)
"Oh, Yeeeeaaaaahhhhhh" !!!" Mit diesem sehr langen Schrei, der Track heißt auch noch "Screaming", wird das Album eröffnet und bereits da hat man das Gefühl, das Album wird gut. Und so kommt es dann auch : Die vier Engländer bieten auf ihrem Album Nr. 4 wieder "Rock with a harder edge" - entspringen so also in gewissem Sinne dem nahezu ausschließlichem AOR Spektrum ihres neuen Labels. Diese Band, und so wichtig ist oft ein Buchstabe, ist eben NICHT zu verwechseln mit der - auch englischen - Band LIONHEART, in deren Reihen sich 1980 mit Dennis Stratton, Frank Noon und Jess Cox drei Leute (späterer) namhafter Bands, nämlich IRON MAIDEN, DEF LEPPARD und TYGERS OF PAN TANG befanden. Steve Grimmet, der heutige Sänger von LIONSHEART hingegen war damals Frontmann der Band GRIM REAPER, bevor er sich 1988 der Band ONSLAUGHT anschloss und mit ihnen deren bestes Album "In Search Of Sanity" einspielte. Von dieser Power (immerhin waren ONSLAUGHT zu Beginn eine Hardcore-Punk Band !) ist was hängengeblieben, LIONSHEART sind definitiv keine Weichspüler, sondern bewegen sich auf hartem aber immer melodischem Terrain, und die dynamisch kraftvolle Stimme Steve's (irgendwo zwischen Jorn Lande und Kal Swan /LION bzw. BAD MOON RISING) weiß zu überzeugen und verleiht den Tracks einen rauen Charme. Auch in den beiden Balladen "I Need Love" und "If You Cut Me" wird durch eben seine charakteristische Stimme aus durchschnittlichen gute Songs. Außer dem doofen Geflüster zu Beginn von " I'm Alive" und ggf. zwei nicht so ganz überzeugenden Songs, gibt's nichts auszusetzen, so dass die Platte allen Freunden traditioneller Klänge der NWOBHM ( = New Wave of British Heavy Metal) empfohlen werden kann, denn im Grunde wird hier diese alte Zeit hier mit traditionellen Mitteln beschworen : Daumen hoch !


Psycho Psycho
Psycho Psycho
Wird angeboten von ts-discovery
Preis: EUR 8,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen They are back !!! FINALLY !!! Zerstört euere Fernseher !!!, 13. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Psycho Psycho (Audio CD)
18.Februar 1988, Waldkirch, Diskothek Arche : Am Ende eines wahnwitzigen total euphorischen Gigs stehen die Hälfte der etwa 130 Anwesenden bei NASTY SAVAGE zusammen mit den Vorbands EXUMER und ATOMKRAFT auf der Bühne, bangend, schreiend, Luft-Gitarre-spielend, ausgelassen fröhlich, sich gegenseitig zuprostend etc. Es gibt Konzerte, die vergisst man nie ! Das scheint auch Ben Meyer, dem damaligen und heutigen Gitarristen so zu gehen, der mir doch tatsächlich nach 15 Jahren per Mail bestätigte, dass dies einer ihrer denkwürdigsten Shows war.
Die verrückten Florida-Boys(?) aus Brandon sind endlich zurück. Nachdem die Reunion ja eigentlich schon bereits 1998 auf dem Bang Your Head!!!-Festival vollzogen wurde, ließ viel neuer Stoff jahrelang auf sich warten, altes Demomaterial wurde zweitverwertet und mit nur 2 neuen Songs aufgepeppelt vorletztes Jahr bei dem Re-Release von "Wage Of Mayhem". Doch 2004 wollen sie es noch mal wissen - im "Penetration Point" (1989) Line-Up übrigens, also mit Richard Bateman am Bass, der 1987 bei AGENT STEEL im Tour-Line-up war. Und sie setzen genau dort an, die Platte hätte also auch als Nachfolger 1991 erscheinen können, denn die Gruppe hat als eine der ganz wenigen ihren ureigenen, unverwechselbaren Stil. NASTY SAVGE sind sozusagen ihr eigenes Trademark, was nur ganz wenigen Bands wie z.B. RAVEN oder ANVIL noch gelang. "Techno-Thrash" sagte man damals zu solch abgefahrener Musik, lange bevor die Bezeichnung Techno bei der Dance-Musik benutzt wurde. Die gebellten Lyrics von Fernsehzertrümmerer Ronnie, die hohen willenlosen Sirenenschreie, das vertrackte, leicht sperrige Songwriting, zwar sehr heavy aber nie nur Vollgas, immer mit kleinen Raffinessen durchsetzt aber trotz der Härte immer mit leichtem Melodic-Touch der Riffmaster Ben Meyer und Davis Austin. Komischerweise gar nicht eingängig, aber dennoch sehr interessant, weil man die Songs nicht so leicht nachvollzieht, sie deswegen mehrfach hören muss und will. Als Beispiel sei hier "Triumphal return" herausgenommen, so viele Breaks, verschachtelte Rhythmen wie hier vorzufinden sind, setzt einiges an Übung bei den Headbangern voraus, wenn man sich dann demnächst bei den Gigs nicht blamieren will : Plötzlich ein Stop, dann geht's anders wieder weiter- fantastisch. Dies wird in "Betrayal System" fortgesetzt. "Savage Desire" ist natürlich ein Relikt vom legendärem Demo von 1984. Oder auch ein Nackenbrecher wie "Hell Unleashed" der Erinnerungen an "Indulgence", das 2. Album von 1987 aufkommen lässt.
Und der Titeltrack mit seinem x-mal wiederholtem "Psycho Psycho" gräbt sich tief in der Hirnrinde ein, zumal er am Ende der CD noch mal aufgerufen wird ! Der verschrobene Stil der Band fand schon immer mein Gefallen, insofern bin ich froh, dass es nach so ewig langer Zeit endlich Nachschlag gibt !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 20, 2013 2:48 PM MEST


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