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rockofages "Rock Of Ages" (Hollyweird)

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Roses
Roses
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 22,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschieht mal ein Wunder und wird der Song gespielt ?!?, 24. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Roses (Audio CD)
Es ist wohl einzigartig in der Tonträgergeschichte- zumindest kenne ich keinen vergleichbaren Fall : Eine Band veröffentlicht ein Album, 3  Monate später wird eine Single ausgekoppelt - und was ziert das Cover ?? Dasselbe Bild wie beim Album !! Yogi Lang direkt drauf angesprochen antwortet, ihm wurden einige inakzeptable Vorschläge gemacht, und er wollte diese Farben auch hier für sich sprechen lassen und er hat ja wahrlich genug Arbeit in das Album gesteckt, wobei man ihm natürlich zustimmen muss. Das Feedback, dass die Band auf den Track "Roses" bekam, war so gut, dass sie die Zusammenarbeit mit Ray Wilson nun also erneut promoten, der Song hat Potential, auch im (Mainstream-) Radio gespielt zu werden, vielleicht wachen ja mal einige wenige Moderatoren auf ? Oder kommt da der Spruch "Wenn's in den Radio-Charts ist, dann spielen wir's !"- Wie ein Titel aber da reinkommt, das können sie nicht beantworten !! Jedenfalls haben RPWL alles getan und hier einige Highlights des Albums "World Through My Eyes" ..ähem..gestrafft, allerdings mit System, zum Teil noch mal im Studio überarbeitet. So wurde aus dem urspr. 7:10 langen "Sleep" hier ein 4:50 langes Edit, das immer noch als Song stimmig ist. "3 Lights" wurde nur um 30 Sekunden gekürzt und ist immer noch fast ein Siebenminüter. Sicher ist mir die Band nicht böse, dass ich auch hier wieder die Albumversion bevorzuge, denn mitten im wunderschönen Gitarrensolo wird ausgefadet. "Roses" findet sich hingegen sowohl in einem (radiofreundlichen ?) Edit, als auch in der Albumversion. Und als Bonmot zum Schluss noch : Wenn Ray Wilson selbst "Roses" auf seiner Solo-Tour spielt, dann muss der Song wohl was haben. Daumendrücken für die sympathischen, bescheidenen Bayern !
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2011 10:06 AM CET


Torn Between Dimensions
Torn Between Dimensions
Preis: EUR 17,39

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stellenweise schön - phasenweise seltsam., 5. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Torn Between Dimensions (Audio CD)
Achtung : Bitte NICHT mit den Kriegsfetischisten von AT WAR verwechseln !! Unter dieser Bezeichnung musiziert ein extrem begabtes Trio um den Gitarristen und Komponisten Glenn Snelwar ( ex-GORDIAN KNOT) Er hat sich für dieses Instrumental-Projekt mit zwei Könnern umgeben, die anerkannte Profis sind : Einerseits der Grammy-nominierte Bassist Michael Manring, laut dem vorliegenden Info „einer der besten Bassisten der Welt" und der durch sein Mitwirken bei WARLORD und natürlich hauptsächlich FATES WARNING bekannte Drummer Mark Zonder. Er hat daneben übrigens in den 80ern auch mit ANIMOTION (Hit auch bei uns : "I engineer") gearbeitet sowie weiterhin mit CHROMA KEY und kürzlich mit Joacim Cans. Die drei haben ein phasenweise recht schwer zu hörendes Progressiv-Werk eingespielt, das die Grenzen von der U- zur E-Musik mit Fusionklängen und Experimental-Parts einige Male überschreitet und nicht leicht zu konsumieren ist. Nun ist es ja nicht einfach, die Aufmerksamkeit des geneigten Hörers über eine Albumstrecke zu gewinnen, und so wünscht man sich auch prompt bei einigen Stellen die Stimme von John Arch oder eben Ray Alder herbei, da die Musik eben (zwangsläufig ?) phasenweise dementsprechend schön klingt und ein Gesang nahe läge. Doch die Platte bleibt instrumental und da sind einige, fast schon monoton wirkende schräge Parts zu vernehmen, absichtlich dissonant gestaltet, die dem Hörer einiges an Geduld und Offenheit abverlangen. Das absolute Können der drei Akteure mit verschachtelten Rhythmen, verschleppten Breaks und Taktwechseln bewahrt sie dann aber leider doch nicht vor einer gewissen Ratlosigkeit, die sie mit einigen Stücken hinterlassen. So wird in "Grasping At Nothing" in einer Free-Jazz-artigen Atmosphäre Spannung aufgebaut, die dann in oft wiederholten Riffs mündet aber doch irgendwo tatsächlich im Nichts landet. "Coming Home" hingegen wiederum ist ein entspanntes sanft-schönes Gitarrenstück. Gespielt von Multi-Istrumentalist Glenn Snelwar, der hier für folgendes gecredidet wird : Electric and acoustic guitars, mandolin, e-bow, keyboards and string section programming. Sicherlich sind die musikalischen Fähigkeiten unbestreitbar, wenn aber ein geradezu nerviges Stück wie "The Event Horizon" dabei herauskommt, muss ich zugeben, mit dem Album zeitweilig meine Schwierigkeiten zu haben.


The Magnificent Seventh
The Magnificent Seventh
Preis: EUR 51,65

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen They did it again! WARUM IST DIESE BAND NICHT GRÖSSER ?!, 9. März 2005
Rezension bezieht sich auf: The Magnificent Seventh (Audio CD)
Die großartige Siebte der donnernden Briten beginnt mit dem hymnenhaften "I Love You More Than Rock'n'Roll", der ersten Single und einem weiteren Erfolg in der Bandgeschichte, denn dies ist nicht weniger als die 17. (!) Single der Band, die den Sprung in die britischen Top 40 schaffte.
Bin ich allein der Ansicht, dass der Beginn von "The Gods Of Love" dem Anfang eines METALLICA-Songs nachempfunden ist ? Welcher wird hier nicht verraten, selbst anhören - es ist ein weiterer eindringlicher Song mit engagiertem Gesang von Danny Bowes - weiterhin einem der charismatischsten Sänger des Rocks.
Auch die längeren Kompositionen, die beiden über 6-Minuten-Stücke "Monkey See, Monkey Do" und das zunächst an BOWES & MORLEY ( welch Zufall !?) erinnernde, dann in einen Monster-Song mutierende "Together Or Apart", weisen wieder ein hohes Niveau auf.
Doch der absolute Ohrwurm kommt dann in Form des eingängigen "Amy's On The Run" rüber, das bereits jetzt 'everbody's darling' zu sein scheint, solch ein Hit-Potential hat dieser tolle Song, dessen Melodielinie sich im Hirn eines jeden Hörers einfräst.
Der Ansicht, dass hier Filler vorhanden sein sollten, kann ich nicht zustimmen, selbst diese vermeintlichen Songs, so wie das ruhige "I'm Dreaming Again" oder das bluesige "One Foot In The Grave" verfügen über diese erhabene besondere Art des mitreißenden Songwritings vom Kopf der Band, Gitarrist Luke Morley, der einmal mehr die Stücke im Alleingang geschrieben und die Chose dynamisch und powervoll produziert hat.
Moment, bei dem letzten Song, "One Fatal Kiss" hat ihm die britische Rock-Ikone RUSS BALLARD ( RAINBOW, ARGENT, MAGNUM) geholfen.
Track 7 sollte unbedingt noch erwähnt werden, nachdem sie vor 2 Jahren in die Sonne schossen, faden sie jetzt rockig und packend in selbige, ebenfalls ein Super-Song.
Und wenn auch "Man" in dem riffigen Lied 9 geschrieben und gesungen wird, wir wissen alle, was gemeint ist : "You Can't Keep A Good BAND Down" !!!
Wenn ich so stillschweigend den Titel des Albums im Eröffnungssatz übersetze, und dann auch noch ohne Gänsefüßchen, dann darum, weil ich beim Thema THUNDER schon lange nicht mehr objektiv sein kann, zählte doch "Shooting At The Sun" zu meinen absoluten 3 Highlights 2003. Das wird beim neuen Baby, das erst vor wenigen Tagen das Licht der Welt entblickte, wohl nicht anders sein. Auch andere Kritiker sind voll des Lobes, siehe meine drei Vorredner und ich schliesse mich den 5 Sternen an.
Nur dass sich das auch auf breite Käuferschicht umsetzt, ist eher Wunschdenken, sonst würden wohl mehr als gerade mal drei Shows (Hamburg, Bochum, München) Ende März in Deutschland angesetzt werden.


World Through My Eyes
World Through My Eyes
Preis: EUR 17,58

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach traumhaft schön !, 3. März 2005
Rezension bezieht sich auf: World Through My Eyes (Audio CD)
Auf die aus dem bayerischen Freising stammende Band RPWL bin ich aufmerksam geworden, als das Magazin "Empire" ihr zehnminütiges "Gentle Art Of Swimming" auf ihre Art-Rock CD nahmen : Ein musikalisch erhabenes Epos mit großartigem edlen Abschluss. Daran knüpft das Quartett, übrigens zu Beginn eine PINK FLOYD-Coverband, nun an und ihre Verbundenheit zu dieser Band dringt auch auf ihrem mittlerweile schon viertem Album durch. Sowie ebenfalls die Nähe zu Frühwerken von GENESIS - so fühlt man sich bei dem Opener "Sleep" an "The Carpet Crawlers" erinnert. Das ganze in wieder üblichem Top-Sound sowie ausgewiesen perfekter Instrumentierung. "Start The Fire" gleitet locker und elegant dahin, ist aber dennoch meilenweit von Easy-Listening entfernt, ganz im Gegenteil - das größte Erlebnis hat man, wenn man sich das RPWL'sche Klanguniversum über Kopfhörer erschließt. Denn dann ist fast die Intensität, die sauber ausgefeilten Kompositionen, und die Intention spürbar, dass sich die Band hier extrem viel Mühe gegeben hat und jeder Ton passt. "Everything Was Not Enough" ist das nächste Stück, auch es startet langsam und eher verhalten, entfaltet sich aber dann zu einem kleinen Trip mit am Ende weiblichem Operngesang, der zunächst etwas befremdlich rüberkommt. Bei "Roses" tritt dann Sänger (und Keyboarder) Yogi Lang zurück, und überlässt einem prominenten Gast das Mikro, und gibt offen zu, dass er den Song nie zu seiner Zufriedenheit interpretieren konnte. Respekt für soviel Ehrlichkeit, obwohl mir seine leicht angeraute Stimme selbst sehr gut gefällt. Und den Wunschkandidaten hat man mit RAY WILSON gewinnen können, diesen Song einzusingen, der allein ironischerweise fast die Qualität der letzten Solo-Scheibe des Engländers in den Schatten stellt.
Im nächsten Stück, den "drei Lichtern", spielt sich ein ähnliches Szenario wie im zweiten Song ab, der zunächst leichte Song entwickelt sich zu einem kleinen Vakuum, in dem man sich befindet, umgeben von Geräuschen, während die 4 Musiker einen mitnehmen in ihre Welt und man sich einfach wohlfühlt und das Keyboardsolo ist da nur noch das I-Tüpfelchen, das von einem verträumten Gitarrensolo abgelöst wird. Am Ende des Songs setzt die Band den Zuhörer wieder in der harten Realität ab - symbolisiert durch Alltagsgeräusche eines Bahnhofs.
Doch weiter geht die Reise jetzt Unterwasser, was an das Album "EmOcean" des bayrischen Landsmannes HUBI MEISEL erinnert, wobei mir das hier einen Tick besser gefällt, nicht nur weil hier auch mal eine härtere Gitarre erklingt. Solch Kleinigkeiten wie aufsteigende Bläschen eines U-Boots geben dem Ganzen einen faszinierenden Touch, das man sich alles wirklich bildlich vorstellen kann. Und habe ich schon gesagt, dass Yogi hier stimmlich gar an JOHN WETTON erinnert ? Nach einem Tag des entspannten Ausruhens auf dem Kopfkissen mit toller BEATLES-artiger Begleitmusik widmen wir uns nun dem Titelstück, einer weiteren 10-minütigen gar meisterlichen Komposition, die zunächst leicht verschroben sicher nicht gleich jedem zugänglich erscheint, kurz vor der 3-Minuten-Marke dann aber einen rhythmisch gefangen nimmt. Auch hier ist wieder Hin-und Zuhören geboten, um die Tiefe des Songs zu entdecken, aber es lohnt sich absolut. Denn mit Worten lässt sich das nicht mehr beschreiben, was die Band hier zelebriert.
Vielleicht versuche ich's noch mal mit dem neben "Day On My Pillow" kürzesten Song der Platte "Wasted Land", da dies wohl die "kommerziellsten", für Einsteiger zugänglichsten Songs dieses Albums sind. Auch hier die Kleinigkeiten, die Fills, das ist einfach astreines Musizieren auf höchstem Niveau.
Bei 71 Minuten muss man irgendwann mal ein Ende finden, um wieder in der Realität zurückzukommen, das wird mit dem letzten Stück nicht leicht, denn es ist ein eher schwermütiges Stück, auch wenn die Gitarren noch mal einen Trip in glückliche Sphären startet, am Ende bleibt man, nachdem die Tür zum Studio zugemacht wurde, allein staunend zurück und fragt sich, wie die vier so schöne Musik schaffen können.


When Heaven Gets Dirty
When Heaven Gets Dirty
Wird angeboten von fullservice
Preis: EUR 4,64

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absoluter Hit - Tolle Frontfrau - Starke Stimme !!, 22. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: When Heaven Gets Dirty (Audio CD)
Die neue Single der Finnen LAB um ihre charismatische Sängerin Ana. Also wenn dieser eingängige Ohrwurm kein Hit wird, was dann ? Kokettiert hat die Band schon vor 2 Jahren mit lasziven Themen damals mit dem Cover ihrer "Beat The Boys"-Single, sozusagen die weibliche Softcore-Variante des "Too Fast For Love" Covers. Diesmal ist es die stimmliche Version, die verführerisch mit einschmeichelndem Timbre vorgetragenen Texte über einer melancholischen Melodie. Eine Prise HIM, ein Esslöffel THE RASMUS, eine amtliche fette Produktion von passend dazu Hiili Hiilesmaa ( u.a HIM, LORDI u.v.a.) sind die Zutaten dieses melodiösen Pop-Rock mit ganz leichten Alternativelementen.
Live ist die Sängerin, äh sorry...die Band ein absoluter Hingucker und hat im November bei ihrer Tour im Vorprogramm von XANDRIA und ENTWINE den m.E. besten Eindruck aller drei Bands hinterlassen. Also ich habe in den letzten Jahren keine Frontfrau gesehen, die mit ihrer Präsentation solch einen verführerischen erotischen Eindruck auf der Bühne hinterlassen hat ! Die Frau ist der Hammer !!! (Wer in der Nähe der Auftrittsorte wohnt, die Band ist im März, diesmal als opener der Band ZERAFINE wieder unterwegs.)
Abgerundet wird die Single eben nicht mit sinnlosen Radio-Edits oder Remixes (Danke !) sondern mit zwei weiteren Stücken, die Appetit auf das künftige Album "Where Heaven Ends" machen, das unglücklicherweise am letzen Tourtag, dem 29.03.2005 in Deutschland verspätet erscheinen wird. Das auch schwermütige "Machine Girl" und das langsame getragene hingehauchte "Hardcore" (na, das passt ja !) LAB hat das Zeug dazu, die nächste Band aus Finnland zu werden, die ganz groß raus kommt, Platz 1 (!) in Finnland sind sie mit diesem Lied schon übrigens.Was Deutschland anbetrifft : Eine "Heavy-Rotation" lediglich bei mir im Wohnzimmer bringt denen nichts. Ob das Ding hier chartet, was konsequent wäre, darüber entscheiden Medien mit mehr Marktmacht in den nächsten drei Monaten bzw. letztendlich Ihr.


Pepper'S Ghost
Pepper'S Ghost
Preis: EUR 18,28

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das erste Meisterwerk des noch jungen Jahres !!!, 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Pepper'S Ghost (Audio CD)
Mit Jahrmarktatmosphäre beginnt das neue (Konzept-)Album der Briten, doch bald schon ist man zuhause im vertrauten Umfeld und beginnt eine weitere Reise in die Klangwelten der Sound-Zauberer: "Bedlam Fayre" startet ähnlich flott, nicht ganz so heavy wie vor 2 Jahren "Witch-Hunt", aber wie bei dem konstant hohen Niveau der Band üblich, rockt der Opener des 6. Studioalbums edel und eingängig und leitet die Geschichte ein. Jene dreht sich um die Themen Wahrnehmung, Missinterpretation und Wahnsinn. "Pepper's Ghost" war eine Erfindung eines gewissen Henry Pepper im 19. Jahrhundert, der mittels Glas und Reflektion eine "Geistererscheinung" auf die Bühne projizierte. Die ganze Story wird wieder liebevoll illustriert und die Musiker agieren als Comic-Helden in viktorianischer Zeit. Doch zurück zur Musik: "Smoke And Mirrors" beginnt mit sanften Gitarrenklängen, bevor Clive Nolan sein Keyboard erklingen lässt. Er hat einmal mehr alle Texte und die Musik zusammen mit John Mitchell und Mick Pointer geschrieben, sowie das Album produziert und mit Helfe von Karl Groom (THRESHOLD) das Engineering vollzogen. Die gefühlvolle Gitarre von John, der elegante Gesang von Rob Sowden lassen diesen für ARENA-Verhältnisse eher kürzeren Song zu einem ersten Highlight werden. "The Shattered Room" ist dann mit fast 10 Minuten doppelt so lang und hier wird sich dann wieder die Spreu vom Weizen trennen: Liebhaber der Band (hinterm PC sitzende eingeschlossen ...) werden es geradezu lieben, sich auf einen erneuten Flug zu begeben in die Dimensionen des Herrn Nolan und das Album bereits jetzt als den ersten Höhepunkt 2005 bezeichnen. Für Newcomer oder aber Außenstehende, selbst für solche, die die Band schon live sahen (damals als Vorgruppe von SAGA vor 3 Jahren kamen leider von drei Bekannten eher negative Kommentare ..., nach anfänglicher Skepsis wurde ich aber vor 2 Jahren überzeugt), wird es auch hier keinen Einstieg geben, was schade ist. Denn das symphonisch-sphärische Stück mit mehreren Tempiwechseln vertont eine multiple Persönlichkeit und den Kampf mehrerer Ichs miteinander. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes Kopf-Musik, aber m.E. leichter zugänglich wie die letzte MARILLION. Die Augen der Lara Moon bitten um "Gehör" in einer schönen Ballade, die an GENESIS-Zeiten pre-1980 erinnert. "Tantalus" beginnt mit einem Klavierintro auch balladesk, schaukelt sich dann aber hoch zu einem instrumental gestalteten Kampf zu dem oben angesprochenen Thema Wahnsinn. "Purgatory Road" wird eingeleitet von einer schneidenden Gitarre, bevor Keyboard-Kaskaden und das Schlagzeug den Song auf die Reise schicken, der mit einem eingängigen charismatischen Refrain ("I'm here to stay ...") versehen ist, und das Tempo dessen wird nach einem Mittelteil mit vocoderverfremdeten Stimmen verdoppelt, wobei man kaum merkt, wie die musikalischen Genies dies so hinbekommen haben, mein Lieblingssong der Platte. Das Herzstück des Albums ist das 13-minütige "Opera Fanatica", wahrlich eine kleine Mini-Oper mit eingefügten Operngesang-Snippets, in der wieder sämtliche Register gezogen werden, und über deren vielschichtigen Aufbau alleine eine kleine Abhandlung verfasst werden könnte.
ARENA, deren Output sehr hoch ist - nach "Contagion" erschienen 2004 noch 2 EPs namens "Contagious" und "Contagium" und auch erst Ende letzten Jahres die "Live And Life" - haben sich und ihrer Fangemeinde hier zum zehnjährigem Bandjubiläum das beste Geschenk gemacht. Die 5 Sterne vergebe ich bewusst, das ist auch bitter nötig in einer traurigen Zeit, wo tatsächlich 40.000 Menschen sich "Schnappi, das Krokodil" als Single kaufen !!
Begebt euch auf den Trip, der außer dass die Musik süchtig machen kann, keine Nebenwirkungen hat!


Enter By the 12th Gate
Enter By the 12th Gate
Wird angeboten von ZUMM31
Preis: EUR 7,98

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein edler Klassik Trip eines begnadeten Musikers, 13. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Enter By the 12th Gate (Audio CD)
Ein Musiker einer Band veröffentlicht ein Solo-Album - ein relativ häufiger Fall. Wenn, wie in diesem Falle, die Musik aber so ganz anders wie die der Stamm-Combo ist, was relativ selten vorkommt, verdient dies m.E. ein besonderes Augenmerk. Klar eine oft gehörte Floskel ist da "Ich wollte mal was anderes machen als mit der Band". Jemand der das auch wirklich in die Praxis umgesetzt hat, ist Michael Pinnella, der Keyboarder der Band SYMPHONY X, der uns im letzten Spätherbst ein rein instrumentales, stark klassisch eingefärbtes Werk kredenzt hat, das mit dem bisweilen heftigen Prog-Metal seiner Band überhaupt nichts zu tun hat. Was den Reiz seiner (bis auf eine Ausnahme) Eigenkompositionen nicht schmälert, sondern eher erhöht.
Auch ohne Gesang wird hier ein exzellentes Hörvergnügen abgeliefert, für diejenigen, die bereit sind, sich in Michaels Klangwelten zu begeben, die eindeutig von der Klassik geprägt sind. Auch Guitar-Wizard und Bandkollege Mike Romeo hat ausgeholfen, tritt aber zurück und nicht ins Spotlight hier. Selbstverständlich ist, dass die Keyboards bzw. das Klavier die dominierenden Instrumente sind und durch die teilweise an Soundtrack-Scoreboards erinnernde Musik führen. Welche Fantasie-Bilder sich da im Kopfe des Zuhörers bilden, bleibt jedem frei. ("Welcome To My Daydream" heißt passend dazu ein Stück !) Von dieser Warte aus, war und ist dieses wunderschönes Album jedenfalls eine Bereicherung, die so richtig in den Winter passt, so dass auch im Nachhinein auf dieses Ende 2004 untergegangene Kleinod noch eingegangen werden sollte. Michael ist der jüngste von 6 Brüdern wie aus dem Booklet hervorgeht, und dass auch der Kleinste enormes Talent hat belegt er hier und es ist dem Mann durchaus zuzutrauen, dass er in größerem Rahmen für Orchester als Komponist tätig ist, wenn dies ohnehin nicht schon geschehen ist. Gleich drei über das Album verteilte Tracks, "Piano Concerto" betitelt deuten zumindest darauf hin. Das Album hat er im übrigen seiner 2004 verstorbenen Mutter gewidmet.


No Category
No Category
Wird angeboten von J4G
Preis: EUR 20,00

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr tiefgehende Album, 29. November 2004
Rezension bezieht sich auf: No Category (Audio CD)
Ein sehr vielschichtiges, tiefgehendes Album, das sich wirklich in keine Schubladen einordnen lässt, hat der Amerikaner Shawn Phillips herausgebracht.
Folk, Rock, Country, Jazz, Soul sind die Zutaten, was aber nicht zu einem beliebigen Einerlei, sondern in der Verbindung mit den aussagekräftigen Texten
zu hörenswerten Songs führt. Der in Südafrika lebende Shawn ist ein Veteran der ehrlichen handgemachten Musik, hat 18 Alben produziert, ist seit 30 Jahren unterwegs, sein Album "Second Contribution" bekam sogar Platin.
Seine leicht kauzige Stimme erinnert manchmal an Jack Black oder eben TENICIOUS D., was eine gewisse Diskrepanz zu den ernsten, teils sentimentalen Lyrics darstellt. Denn ein Song wie "The Man" ist in seiner Intensität selten heutzutage vorzufinden, was auch eine hervorragende Instrumentierung in optimaler Ergänzung zu dem nachdenklichen Text bewirkt :
"Surrounded by the selfishness of a world thats full of greed
He does not think about himself, he helps those most in need
He gathers in the strength to care, this ain't no paradise...
...
...and I know that there are more of him and woman equally
working in the world of pain, so the rest of us can be..."
Und Shawn Philips schreibt solche Dinge nicht nur, er leistet auch sehr sehr wertvolle Arbeit, denn er rettet Leben in seiner "Freizeit" indem er sich als Feuerwehrmann und Rettungshelfer nützlich macht, und er hat Recht, diese Tätigkeiten sind zu schlecht bezahlt und werden von der Allgemeinheit zu wenig gewürdigt.
Vielleicht versteht man das eher, wenn man mal nachdenkt, was wirklich wichtig ist im Leben : Das traurige aber wunderschöne "Most Of Us Don't Understand At All" schrieb Shawn, nachdem er im Jahre 1980 in Italien fünf Tage Leute aus einem Erdbeben der Stärke 8.1 ausgegraben hatte !


A Common Prayer
A Common Prayer
Preis: EUR 27,74

5.0 von 5 Sternen Eine unbekannte Band mit grossem Potential !, 10. November 2004
Rezension bezieht sich auf: A Common Prayer (Audio CD)
Anfang 2003 erhielt ich bereits die Debut-CD "A Statue in Stone" der englischen Band und trotz völliger Unbekanntheit weiterhin kommt nun der Nachfolger und das Trio hat zugelegt: Schon alleine der Opener "Weight Of The World" ist einer der schönsten Songs, die der Rezensent 2004 vernahm: einfühlsam, gediegen, mit der prägnanten Stimme von Paul Handyside versehen präsentiert die Band hier einen sensationellen Song, der für Größeres bestimmt ist! Schon alleine aufgrund dieses Super-Songs solltet Ihr Euch diese CD kaufen! BEATLES-like beginnt "Right Time", auch mit tollen Harmonie-Chören, klarem Gesang und sauberer Instrumentierung des Trios, das neben Paul, der auch Gitarre und Klavier spielt, aus Ade Evans, Drums & Gesang sowie Rob Ticel, Bass und Gesang besteht. "Step Lightly" geht in die Singer/Songwriter-Richtung, ein getragener ruhiger Song, der auch Freunden der alten FLEETWOOD MAC oder auch NEIL YOUNGs gefallen wird.
"Good Has Gone" beginnt mit einem Bar-Piano und ist ein weiterer Beleg dafür, dass Paul Handyside, der alle Songs schrieb, ein begnadeter sehr talentierter Songschreiber ist. Der Song spitzt sich zunehmens zu und wird dann wieder langsamer, ganz toll gemacht. "Can't Laugh" wird von der Band selbst mit dem o.e. Neil Young in Verbindung gebracht und im Verlauf des Albums liefert das Trio ehrliche handgemachte Musik mit immer gutem Backgroundgesang ab, ihr Plus ist u.a. wirklich der bei einem Trio rare volle Sound, da eben alle drei singen. "It Can Happen" mit SOUL ASYLUM-Gedächtnis-Touch hat auch absolutes Single-Potential, wenn die große Masse nur die Chance hätte, den grandiosen Song mal zu hören!! Den Abschluss bildet dann das dann mit 6:43 für's (normale) Radio eh zu lange brilliante spannend aufgebaute "This Paradise" mit einigen Tempiwechseln - ein weiteres Indiz für melodisches Songwriting, das im Grunde jedem gefallen sollte/müsste! Einmal mehr fragt man sich: Woran liegt es, dass diese Band nicht größer ist: Liegt es daran, dass sie aus Newcastle kommen, vielleicht nicht die richtigen Leute (in London) kennen, oder ein paar Jährchen zu alt sind für den "Big break"? Was haben z.B. KEANE mit zugegeben einem tollen Song, was BRONZE nicht haben?!? Welche Marktmechanismen entscheiden über Mega-Seller oder weiterhin Krebsen im Untergrund? ...
In der Band steckt sehr viel Potential und dieser Schreiber hier glaubt, dass sie mit solchen tollen ehrlichen Songs eines Tages wirklich erfolgreich werden können!
PS : Noch nicht erschienen bezieht sich vermutlich, was mich sehr freut, auf eine Lizensierung, denn ich habe ja die CD seit 3 Monaten.


Start from the Dark
Start from the Dark
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 29,97

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich würde 8 von 10 mögl. Punkten geben..., 21. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Das Album war kaum 2 Wochen draußen, da fingen die ersten schon zu unken an : "Flop, da schon wieder aus den Top 100 bei uns raus !" Dabei startet die Tour bei uns erst in der 44 KW und da erscheint ein re-entry realistisch...
Dafür dass die Band 12 Jahre weg war, legen die Schweden - komplett im Original Line-up, also wieder mit John Norum - von dieser Warte aus beurteilt ein tolles packendes Rock-Album mit Metal-Anleihen vor. Klar, die heftigen Riffs, die von einigen als Trendanbierung bezeichneten vermeintlich tiefer gestimmten (?) Gitarren, fordern eine Umorientierung heraus, die einige nicht mitmachen wollen. Hat ernsthaft jemand ein zweites "The Final Countdown" erwartet ?! Das Kuriose ist, der Unterzeichner bezeichnet sich auch als Traditionalisten, aber das Album gefällt mir sehr gut - phasenweise sogar ausgezeichnet. Denn die Verbindung der harten Riffs mit dem brillanten Gesang von Joey Tempest, Paradebeispiel hier das Titelstück sorgen zumindest hinter dieser Tastatur und vor diesem Mischpult hier für Begeisterung : "Tonight...this is where we go..." SUPER !! Weitere Beispiele ? Gerne : das verhalten beginnende "Flames", das dann in die Gänge kommt, powervoll abrockt, dann plötzlich wieder abrupt abgestoppt wird, bevor es dann wieder weitergeht mit einem Text, der die Befindlichkeiten in der Band wiedergibt. Nämlich, dass sie es noch einmal versuchen, alles auf dieses Album setzen : "There is no going back, this is what we know, we've come to entertain, asking you to follow" - und man wird live merken, wer das Stück mit den vielen schon Breaks kennt J
Oder das mit schönem Pianointro ( sonst ist von Mic Michaeli wenig zu vernehmen) eingeleitete "Spirit Of The Underdog" mit Chören, den für die Band ungewohnten harten Riffs und einem tollen Gitarrensolo von John. Der sich zurückhält und songdienlich agiert, obwohl eine Textzeile "Sucker for a Guitar-Hero" laute :-)
"America" ist nahezu als Heavy Metal zu bezeichnen, und hier sei mal gesagt, dass die Band immer schon härter war, als sie in der öffentliche Wahrnehmung durch diesen einen Song oder eben "Carrie" (das in Asien ein größerer Hit war) ankam. Genau kann ich mich an einen Artikel im Kerrang! erinnern, dass sie die messtechnisch lauteste Band überhaupt jemals waren !
Was natürlich nichts zu bedeuten hat, aber von TV-Brechmittel Oliver Geissen brauchen sie sich auch nicht als "One Hit Wonder" schimpfen lassen, oder ?! Der Ausfall soll nicht verschwiegen werden : Durch einen konfusen siebten Song namens "Song No.12", der verloren und desorientiert wirkt, bietet man natürlich Angriffsfläche für die Skeptiker. Es mag noch 2-3 weitere Songs geben, mit denen man nicht ganz zufrieden sein kann. Wenn mir aber von 12 Songs 8 gut gefallen, ist es wie o.e. ein Album, zu dem der Daumen ganz klar hochgeht !


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