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Rezensionen verfasst von
joshi_82 (Bücherzauber)

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Tanz der Engel: Roman
Tanz der Engel: Roman
von Jessica Itterheim
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Tanz der Engel, 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Tanz der Engel: Roman (Taschenbuch)
Nachdem mich der erste Teil der Trilogie leider ein wenig enttäuscht zurückgelassen hatte, hoffte ich sehr, dass mich "Tanz der Engel" mehr überzeugen kann. Grundsätzlich ist das tatsächlich gelungen, doch leider gibt es immer noch störende Faktoren, die mir aus "Schloss der Engel" noch gut im Gedächtnis geblieben sind - und das nicht im positiven Sinn. Da wäre als erstes Ich-Erzählerin Lynn. Wieder empfand ich sie als einfach nur nervig. Eifersüchtig, naiv, wehleidig und unsicher bis zum Geht-nicht-mehr hat sie mich stellenweise so genervt, dass ich sie am liebsten mal ordentlich geschüttelt hätte, um sie zur Vernunft zu bringen. Statt Probleme anzusprechen, leidet sie lieber vor sich hin, ist unheimlich zickig und vergeht fast vor Selbstmitleid und Sehnsucht nach ihrer großen Liebe. Würde sie bestimmte Dinge einfach mal ansprechen, wäre ihr Leben vermutlich viel einfacher. Leider ging es mir mit Christopher hier diesmal ganz ähnlich. Sein ewiges Hin und Her (und ebenfalls nicht über Probleme zu sprechen) hat ihn mir nicht gerade sympathischer gemacht. Gut gefallen hat mir hingegen Aron, der Lynn nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst, und so versucht, mehr aus ihr heraus zu holen, als man von ihr erwarten würde.
Die Geschichte an sich ist wieder sehr interessant und spannend. Gerade das letzte Drittel hat es wirklich in sich und hier haben die Autorinnen ganze Arbeit geleistet. Die Szenen, die in Venedig spielen, haben mich direkt wieder in diese faszinierende Stadt katapultiert und ich konnte mich unheimlich gut hineinversetzen, wenn die beiden ihre Protagonisten durch die Stadt gejagt haben. Der Schreibstil von Diana und Jessica Itterheim lässt sich wunderbar flüssig lesen, ist detailliert und fesselnd. Das Ende ist mit einem Cliffhanger versehen und auch die anhängende kurze Vorschau auf den dritten Teil "Fluch der Engel" tut sein übriges, um den Leser neugierig zurückzulassen. Für mich steht fest, dass ich auch Teil 3 lesen werde. Ich hoffe sehr, dass Lynn endlich ihre nervigen Charaktereigenschaften ein wenig zurückstellt und dafür die Stärke entwickelt, die sie dringend braucht, um eine Protagonistin zu werden, mit der man richtig mitfiebern kann.
Fazit:
An Einfallsreichtum und Talent mangelt es dem Mutter-Tochter-Gespann ganz sicher nicht. Wir lernen neue Gestalten kennen, ein Ausflug nach Venedig birgt Spannung pur und die Charaktere geben Geheimnisse von sich preis, die man so nicht erwartet hätte. Leider entschädigt das alles nicht für die oftmals extrem nervige Protagonstin Lynn. Neugierig auf "Fluch der Engel" bin ich trotzdem und hoffe auf einen noch besseren finalen Band.


Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt
Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt
Preis: EUR 1,49

5.0 von 5 Sternen Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt, 13. Juli 2014
"Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt" ist die Vorgeschichte zum am 15. August erscheinenden Roman "Flammenwüste". Mit dieser Kurzgeschichte schafft es Akram El-Bahay auf nur wenigen Seiten den Leser vollkommen in seinen Bann zu ziehen. Mit einem großartigen Schreibstil und detaillierten Beschreibungen seiner orientalisch anmutenden Welt, zaubert er Bilder in den Kopf des Lesers, die durchaus filmreif sein könnten.
Karawanenführer Kadim wird unvermittelt in ein Abenteuer hineingezogen, von dem er nie zu träumen gewagt hätte. Drachen, Magie und Zauberer gibt es seiner Meinung nach nicht, weswegen er es kaum glauben kann, als er genau damit konfrontiert wird. Zwar ist die Charakterzeichnung der einzelnen Figuren hier nicht besonders tiefgründig, doch das kann man in einer Kurzgeschichte auch gar nicht unbedingt erwarten. Trotzdem sind die Protagonisten allesamt interessant und bergen die ein oder andere Überraschung. Kadim schließt man ziemlich schnell ins Herz, denn er ist sympathisch, mutig und aufopfernd.
Die Geschichte an sich ist ziemlich spannend und von Anfang bis Ende klebt der Leser förmlich an den Seiten, denn eine Atempause gönnt der Autor weder uns noch seinen Protagonisten.
Fazit:
Wer Märchen aus 1001 Nacht, Drachen und Fantasy mag, ist hier genau richtig. Mit seinem wunderschönen und detailreichen Schreibstil zieht Akram El-Bahay die Leser in seinen Bann und macht mit dieser kurzen Vorgeschichte Lust auf "Flammenwüste" (erscheint am 15.08.).


Schlaf nicht ein
Schlaf nicht ein
von Michelle Harrison
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

5.0 von 5 Sternen Schlaf nicht ein, 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Schlaf nicht ein (Gebundene Ausgabe)
Elliot, der Ich-Erzähler dieser Geschichte, hat seit einem Unfall, bei dem er fast gestorben wäre, unheimliche Erlebnisse. Nachts, wenn er schläft, sieht er Geister und immer wieder entfernt er sich aus seinem eigenen Körper. Diese beängstigenden Erfahrungen werden immer schlimmer, bis er eines Tages Probleme bekommt, wieder in seinen Körper zurückzukommen...
Das klingt nicht nur unheimlich, das ist es auch. Michelle Harrison hat es geschafft, mir immer wieder Gänsehaut zu bescheren, denn sie beschreibt die Momente, in denen Elliot Kontakt zu Geistern hat, so detailliert und gruselig, dass man sich fühlt, als wäre man mittendrin. Diese Szenen fand ich unheimlich spannend.
Elliot ist ein recht sympathischer Protagonist, der verständlicherweise sehr ängstlich reagiert, diese Angst im Laufe der Geschichte jedoch immer mehr in den Griff bekommt. Er versucht, die Gründe für seine Schlafstörungen und die Geistersichtungen herauszubekommen und gerät immer wieder in unheimliche Begegnungen. Hilfreich ist es da natürlich auch nicht unbedingt, dass er anfängt, in einem Museum zu arbeiten, in dem es angeblich spuken soll. Dort lernt er Ophelia kennen, die ein recht ungewöhnlicher Charakter ist, dafür jedoch auch wahnsinnig interessant. Ihre Vergangenheit offenbart sich für Elliot und auch den Leser erst nach und nach und sorgt für einige Überraschungen. Überhaupt ist es der Autorin gelungen, den Leser nicht nur mit einem tollen Schreibstil zu fesseln, sondern auch mit überraschenden Wendungen, die zumindest ich so nicht vorhergesehen habe. Die Spannungskurve ist durchgängig relativ hoch, denn immer wieder begegnen Elliot Geister oder reale Menschen machen ihm das Leben schwer.
Fazit:
Die unheimliche Atmosphäre, interessante Charaktere, überraschende Wendungen und ein toller Schreibstil fesseln den Leser an das Buch. Gruselschauer sind garantiert, denn die Autorin hat wirklich Talent, unheimliche Szenen gekonnt zu beschreiben.


Im Schatten des Mondlichts - Das Erwachen
Im Schatten des Mondlichts - Das Erwachen
Preis: EUR 0,99

4.0 von 5 Sternen Im Schatten des Mondlichts - Das Erwachen, 15. Juni 2014
Der erste Band der "Im Schatten des Mondlichts"-Reihe führt den Leser ein in die Welt der Werkatzen. Naomi ist eine sympathische junge Frau, die sich endlich von den Fesseln ihrer Großmutter befreien möchte, die sie bisher an der viel zu kurzen Leine gehalten hat. Nun beginnt für Naomi ein ganz neues Abenteuer, denn sie beginnt ihr Studium weit weg von ihrer Familie. Wir lernen Naomi kennen, die froh ist, endlich zu tun, was sie selbst will und andererseits doch ihre Familie vermisst. Naomi lernt in kurzer Zeit neue Freunde kennen, beginnt sich einzuleben und wohlzufühlen, verliebt sich und ist einfach glücklich. Bis zu dem Tag, an dem sie sich immer seltsamer zu fühlen beginnt...
Bis zu diesem Moment plätschert die Geschichte größtenteils vor sich hin, was allerdings nicht unbedingt heißt, dass sie langweilig ist. Die Autorin lässt sich Zeit, ihre Charaktere und deren Eigenarten vorzustellen. So lernt man alle gut kennen, keiner bleibt oberflächlich und der ein oder andere sorgt dann noch für so manche Überraschung. J.J. Bidell hat einen angenehmen Schreibstil und beschreibt detailliert die Umgebung, in der sich Naomi nun befindet. Größtenteils wird die Geschichte aus Naomis Sicht erzählt, ab und an wechselt die Perspektive jedoch auch zu anderen ihrer Charaktere. Dadurch bekommt man einen guten Überblick über die wichtigsten Ereignisse. Auch für die mystischen Elemente der Geschichte lässt die Autorin sich Zeit. Man erfährt, was es auf sich hat, mit der Verwandlung und dem Leben der Werkatzen allgemein. Naomi muss sich erst zurechtfinden in dieser neuen Situation, doch sie ist nicht alleine und bekommt unerwartete Hilfe. J.J. Bidell bringt hier ihre eigenen Ideen ein, so dass man nicht das Gefühl hat, das alles so schon einmal gelesen zu haben, was mir wirklich gut gefallen hat.
Auch Band 2 "Die Fährte" verspricht spannend zu werden, denn die Geschichte endet recht offen, so dass man einfach weiterlesen muss, um zu erfahren, wie es mit Naomi, Roman und ihren Freunden weitergeht.
Fazit:
"Im Schatten des Mondlichts: Das Erwachen" ist der tolle Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie. J.J. Bidell versteht es, den Leser mit einem schönen, detaillierten Schreibstil, gut ausgearbeiteten und größtenteils sympathischen Charakteren und einer spannenden Geschichte zu unterhalten und zu fesseln. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


Obsidian, Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Obsidian, Band 1: Obsidian. Schattendunkel
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

4.0 von 5 Sternen Obsidian - Schattendunkel, 9. Juni 2014
"Obsidian - Schattendunkel" ist wohl wieder einmal eines dieser Bücher, welches die Lesegemeinschaft absolut entzweit. Durchaus verständlich für mich, da man vieles so ähnlich schon einmal gelesen hat, doch mich hat das nicht wirklich gestört, denn Jennifer L. Armentrout konnte mich trotzdem mit eigenen Ideen und interessanten Charakteren für sich gewinnen.
Katy, die Ich-Erzählerin der Geschichte, ist eine Buchbloggerin (was für mich schon ein Grund war, dieses Buch lesen zu wollen), die nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter in eine neue Stadt zieht. Dort dauert es nicht lange, bis sie auf Daemon trifft, der ihr nicht gerade freundlich gesinnt zu sein scheint. Ganz im Gegensatz zu seiner Schwester Dee, mit der Katy sich schon nach kurzer Zeit anfreundet. Dass die beiden Geschwister ein Geheimnis umgibt, bleibt Katy nicht lange verborgen und im Laufe der Geschichte offenbart sich dieses natürlich auch.
Besonders gut gefallen hat mir die Chemie zwischen Daemon und Katy (auch wenn sie mich stellenweise ein wenig genervt hat mit ihrer Schwärmerei). Die beiden liefern sich ständig hitzige Wortgefechte und können doch nicht voneinander lassen. So geht das durch das komplette Buch hindurch und es macht einfach Spaß, die Beziehung zwischen den beiden zu verfolgen.
Die Grundidee der Geschichte ist recht spannend, auch wenn ich einige Handlungen von Katy nicht unbedingt nachvollziehen konnte. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich die Protagonisten weiter, man erfährt, warum Daemon so ist, wie er eben ist und das in Katy viel mehr steckt, als man anfangs noch dachte.
Die Spannungskurve ist anfangs eher niedrig und steigert sich erst etwa ab der Mitte des Buches, wenn Katy erfährt, welches Geheimnis Daemon und Dee vor ihr zu verbergen versuchen. Trotzdem wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Größtenteils dreht sich dieser erste Teil der Reihe eher darum, die Figuren einzuführen und deren Beziehung zueinander aufzubauen. Grundsätzlich ist dieses Buch in sich abgeschlossen, allerdings möchte ich persönlich gerne mehr erfahren über Katy und ihre Beziehung zu Daemon und natürlich hoffe ich, dass sich die Spannung noch ein wenig steigert im nächsten Teil, der bereits in diesem Herbst erscheinen soll.
Die Autorin hat einen schönen fesselnden Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Witzige Szenen ließen mich immer mal wieder schmunzeln.
Fazit:
"Obsidian - Schattendunkel" ist ein gelungener Auftakt, bei dem ich hoffe, dass das vorhandene Potenzial in den nächsten Teilen noch ordentlich ausgeschöpft wird. Parallelen zu anderen Büchern sind nicht von der Hand zu weisen, doch trotzdem konnte die Autorin mich mit interessanten Charakteren, viel Witz, einer spannenden Handlung und vor allem der Chemie zwischen den Hauptfiguren überzeugen. Ich bin gespannt auf die im Herbst erscheinende Fortsetzung.


So finster, so kalt: Roman
So finster, so kalt: Roman
von Diana Menschig
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen So finster, so kalt, 30. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: So finster, so kalt: Roman (Taschenbuch)
Märchenadaptionen lese ich immer wieder gerne, ganz besonders dann, wenn sie schön gruselig sind. "Hänsel und Gretel" fand ich schon in der Grimm'schen Fassung recht unheimlich und Diana Menschig hat das dann nochmal getoppt, indem sie dieses Märchen mit alten Sagen aus dem Schwarzwald vermischt. Die Atmosphäre, die sie dabei erschafft, ist durchweg düster und unheimlich. Die Geschichte spielt sich mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit ab, in der erzählt wird, welche Ereignisse dazu führten, dass plötzlich Kinder in dem kleinen Dörfchen im Schwarzwald verschwinden. Diese Mischung hat mir unheimlich gut gefallen und vervollständigt das Bild für den Leser ganz wunderbar.
Merle, die nach dem Tod ihrer Großmutter in ihre Heimat zurückkehrt, ist eine typische Karrierefrau, die eigentlich alles erreicht hat, was man mit Geld erreichen kann. Doch wirklich glücklich ist sie in letzter Zeit nicht mehr damit. Sie macht sich immer wieder Gedanken darüber, was sie vom Leben wirklich will und an diesem Punkt in ihrem Leben lernt sie den geheimnisvollen Jakob kennen, der ihr dabei helfen soll, herauszufinden, was es mit dem alten Dokument aus dem Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter auf sich hat. Merle ist eine recht sympathische Protagonistin, auch wenn ihre Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehbar für mich waren. So misstraut sie im einen Moment Jakob, wirft sich ihm im nächsten jedoch wieder an den Hals. Leider hatte ich bei der Autorin ebenfalls den Eindruck, dass sie nicht so recht wusste, was genau sie mit Jakob anstellen wollte. Einerseits wird immer mal wieder betont, dass er seine eigenen Ziele verfolgt und der Eindruck verstärkt, dass man ihm nicht trauen kann, doch wirklich aufgelöst wird am Ende nicht, warum das so sein sollte. Dieser Faden in der Geschichte wird einfach losgelassen und als Leser fragt man sich unwillkürlich, ob da nicht etwas vergessen wurde.
Ganz besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin das Märchen in die Geschichte eingeflochten hat. Eines ist gewiß: alles ist ganz anders als es in der Grimm'schen Version von "Hänsel und Gretel" war. Bei diesen Szenen läuft dem Leser unwillkürlich der ein oder andere Gänsehautschauer über den Rücken, denn düsterer geht es kaum. Doch nicht nur "Hänsel und Gretel" kommt hier zum Zuge, auch Teile von anderen Märchen erkennt der Leser wieder.
Fazit:
Trotz kleiner Schwächen konnte mich Diana Menschig mit ihrer Version von "Hänsel und Gretel" wirklich beeindrucken. Die Mischung zwischen Gegenwart, Märchen und Sagen gefällt mir besonders gut. Der Spannungsbogen ist größtenteils hoch und die Atmosphäre schön düster. Empfehlenswert nicht nur für Märchenfans.


Klammroth: Roman
Klammroth: Roman
von Isa Grimm
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klammroth, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Klammroth: Roman (Taschenbuch)
"Klammroth" ist eines dieser Bücher, die ich einfach nicht aus der Hand legen konnte, bis das letzte Wort gelesen war. Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil und mischt gekonnt Thriller- mit ein paar Mystery-Elementen. Das macht die Geschichte noch spannender, als sie ohnehin schon ist. Anais ist eine etwas ungewöhnliche Protagonistin, die in ihrem Leben schon viel durchmachen musste. Große Sympathien konnte ich für sie nicht empfinden und doch hat mich ihre Geschichte berührt. Im Verlauf der Geschichte erfährt man immer mehr von ihrer Vergangenheit und den Ereignissen, die in Klammroth stattgefunden haben. Isa Grimm schafft dabei eine beklemmende Atmosphäre, die einen nicht mehr loslässt und immer wieder mit Gruselmomenten für Gänsehaut sorgt. Unerwartete Wendungen sorgen immer wieder für Verblüffung beim Leser und genau wie Anais weiß man nicht so wirklich, wem sie hier trauen kann und wer ihr ans Leder will. Auch Anais selbst sorgt für Überraschungen, von denen sie selbst nicht einmal etwas ahnt. Dadurch ist die Spannungskurve natürlich dementsprechend durchgängig recht hoch. Gerade zum Ende hin passieren schockierende Dinge, die nicht unbedingt für zartbesaitete Leser geeignet sind, denn stellenweise geizt die Autorin nicht mit grausamen Umschreibungen.
Die Kapitel in diesem Buch sind recht kurz gehalten, meist mit einem kleinen Cliffhanger, so dass man oft gar nicht anders kann, als einfach weiterzulesen.
Fazit:
Isa Grimm ist eine tolle Neuentdeckung für mich. Mit "Klammroth" vereint sie gekonnt Thriller und Mystery. Unheimliche und oftmals gruselige Ereignisse, ein packender Schreibstil und überraschende Wendungen machen es schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen.


Dracyr - Das Herz der Schatten
Dracyr - Das Herz der Schatten
von Susanne Gerdom
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Dracyr - Das Herz der Schatten, 23. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Dracyr - Das Herz der Schatten (Taschenbuch)
Als großer Fan von Susanne Gerdom konnte ich mir "Dracyr - Das Herz der Schatten" natürlich nicht entgehen lassen. High Fantasy lese ich unheimlich gerne, wenn die vom Autor erschaffene Welt, die dort lebenden Geschöpfe und die Geschichte mich fesseln können. Und genau das hat Susanne Gerdom wieder einmal geschafft. Mühelos gelang es mir, schon von den ersten Worten an, in eine Welt voller Dracyr und Magie einzutauchen. Kay, die eigentlich nur auf Rache für ihre Familie sinnt, schließt man als Leser schnell in sein Herz, denn sie ist mutig und liebenswert. Damian, der Sohn des Dracyrlords, der Kays Familie auseinandergerissen hat, kann man nur schwer einschätzen und gerade das macht ihn so wahnsinnig interessant. Im Laufe der Geschichte erfahren wir, warum er so ist, wie er eben ist. Die Chemie zwischen den beiden ist faszinierend und passt einfach wunderbar zu der Geschichte, die die Autorin hier erzählt. Auch die anderen (Neben-)Charaktere sind allesamt großartig ausgearbeitet und der ein oder andere hat so einige Überraschungen für den Leser parat. Überhaupt ist diese Geschichte fesselnd und sehr spannend geschrieben. Susanne Gerdom hat einen wunderbaren Schreibstil, mit dem sie den Leser an das Buch zu fesseln weiß und der das Kopfkino ganz von allein zum Laufen bringt. Detailliert und liebevoll beschreibt sie nicht nur ihre Protagonisten und die Welt, in der ihre Geschichte spielt, auch die Dracyr kommen hier nicht zu kurz. Diese Wesen sind einfach nur wunderbar und für mich die wahren Helden der Geschichte. So faszinierend, kraftvoll, liebenswert und gleichzeitig doch auch voller Angst vor einer höheren Macht, möchte man sie - genau wie Kay - einfach nur beschützen, auch wenn sie das eigentlich gar nicht nötig hätten.
Fazit:
Susanne Gerdom zählt nicht umsonst zu meinen Lieblingsautorinnen. Mit "Dracyr - Das Herz der Schatten" entführt sie den Leser nach Albrastor, in dem Dracyr und deren Schattenreiter herrschen. Mit vielen überraschenden Wendungen, facettenreichen Charakteren, den liebenswerten Dracyr und ihrem wunderbaren Schreibstil fesselt die Autorin den Leser regelrecht an das Buch und lässt darauf hoffen, dass die Geschichte bald fortgesetzt wird. Ein absolutes Muss für High Fantasy-Fans und solche, die es noch werden wollen.


Die gestohlene Zeit: Roman
Die gestohlene Zeit: Roman
von Heike Eva Schmidt
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die gestohlene Zeit, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die gestohlene Zeit: Roman (Taschenbuch)
Nachdem mich das Debüt der Autorin ("Purpurmond") damals leider ein wenig enttäuscht hatte, obwohl ich ihre Ideen durchaus gut fand, hoffte ich, dass es mir mit diesem Buch nicht ebenso gehen würde. Glücklicherweise hat Heike Eva Schmidt dieses Mal meinen Geschmack schon viel eher getroffen. Die Idee, einen Teil der Geschichte in der Zwergenwelt spielen zu lassen, finde ich wirklich toll. Dieses kleine Volk ist absolut faszinierend und die Sagen, die in diese Geschichte verflochten wurden, haben mir gut gefallen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die verschiedenen Zeitebenen hier unterzubringen. So werden die Protagonisten aus ihrer gewohnten Zeit mal eben in die Zukunft katapultiert, nachdem sie gefühlt nur ein paar Tage im unterirdischen Reich von Zwergenkönig Laurin leben mussten. Dieser Zwergenkönig ist ein ziemlich bösartiger und hässlicher Wicht, genau wie seine Untertanen auch. Sein größter Wunsch ist es, Emma für sich zu gewinnen (und das zur Not auch mit Gewalt), weil diese seiner großen Liebe Similde (die vor vielen Jahrhunderten ebenfalls vor ihm geflüchtet ist) zum Verwechseln ähnlich sieht. Emma möchte sich in dieses Schicksal natürlich nicht so ohne weiteres fügen und flüchtet gemeinsam mit Jonathan, der schon seit langer Zeit ein Gefangener Laurins ist. Zurück aus den Höhlen der Zwerge erwartet die beiden jedoch eine große Überraschung und es sind noch einige Hindernisse zu bewältigen.
Glücklicherweise hat Heike Eva Schmidt dieses Mal ihre Charaktere nicht ganz so jung ausgewählt. Bei "Purpurmond" war ich sehr genervt von der jungen Protagonistin, was hier jedoch glücklicherweise nicht der Fall war. Emma ist mutig und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Ein wenig zu schnell kam mir nur die Zeit vor, die Emma und Jonathan benötigten, um sich an die neue Zeit zu gewöhnen, in der sie gelandet sind. Das hätte man vielleicht noch ein wenig mehr in den Vordergrund rücken können.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen und man kann sich gut in die Umgebung hineinversetzen, die sie hier beschreibt.
Die Geschichte ist fast durchgängig spannend und ganz besonders gut gefallen haben mir hier die garstigen Zwerge. Diese sind toll beschrieben und ganz besonders Laurin sorgt immer wieder für Gänsehaut. Interessante Nebencharaktere sind ebenfalls vertreten, denn nicht nur die Zwerge machen Emma und Jonathan das Leben schwer.
Fazit:
"Die gestohlene Zeit" gefällt mir viel besser als das Debüt der Autorin. Die Mischung aus märchenhaften Sagen, Fantasy und Zeitreise hat mir sehr gut gefallen. Die Zwerge sind ganz anders, als man sie sonst oft beschrieben bekommt und gerade das fand ich absolut faszinierend. Eine wirklich tolle Geschichte.


Mission Munroe. Die Touristin -: Band 1 - Thriller
Mission Munroe. Die Touristin -: Band 1 - Thriller
von Taylor Stevens
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Mission Munroe - Die Touristin, 10. Mai 2014
"Mission Munroe - Die Touristin" ist das Debüt der Autorin Taylor Stevens. Wenn man dieses Buch liest, kann man sich kaum vorstellen, dass es tatsächlich das erste Buch von ihr sein soll, denn sie schreibt unglaublich fesselnd, beschreibt die Umgebung, in der die Geschichte spielt so, dass man sich fühlt, als wäre man selbst im afrikanischen Dschungel unterwegs und verleiht ihren Charakteren eine unglaubliche Tiefe, so dass es wirklich schwer fällt, dieses Buch aus der Hand zu legen.
Vanessa Munroe ist eine Protagonistin, die man so gut wie gar nicht einschätzen kann. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind oft schwer nachzuvollziehen, ergeben aber durchaus Sinn, wenn man ihre Lebensgeschichte kennt. Diese wird im Laufe der Geschichte immer mehr offenbart, so dass man die Chance hat, sie besser kennen zu lernen und doch überrascht und schockiert diese Frau immer wieder. Einerseits ist sie durch ihre Vergangenheit ziemlich kaputt, will sich das jedoch nicht anmerken lassen. Durch die schlimmen Ereignisse, die ihren Charakter ausmachen, wird sie zu einer harten, mutigen und unberechenbaren Frau, die jedoch auch immer wieder schwache Momente erlebt. Durch ihre Erfahrungen und ihre Klugheit rettet sie sich aus den schlimmsten Situationen. Auch ihre männlichen Begleiter stehen dieser Frau in nichts nach. Auch deren Ziele kann man nicht einschätzen und so weiß man - genau wie Vanessa - nicht, wem sie hier trauen kann und wem nicht.
Die Autorin lotst ihre Protagonisten erbarmungslos durch unwegsames und ziemlich feindlich gesinntes Land. Man merkt, dass sie sich dort offenbar auskennt, denn nicht nur ihre Beschreibungen der Umgebung, sondern auch die politischen Ränke, die dort geschmiedet werden, beschreibt sie recht detailliert, ohne jedoch zu langweilen.
Die Spannungskurve ist durch die vielen überraschenden Wendungen durchgängig sehr hoch, so dass Munroe, ebenso wie der Leser, kaum dazu kommt, sich zu erholen.
Fazit:
Genau so muss ein Thriller sein: Überraschend, fesselnd, unglaublich spannend und mit absolut undurchschaubaren Charakteren, die noch dazu fantastisch ausgearbeitet sind und ordentlich Ballast mit sich rumschleppen. Wer verrät hier wen, wem kann man trauen und kann man aus diesem Dschungel überhaupt entkommen?
Für mich eines der besten Debüts der letzten Zeit!


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