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Rezensionen verfasst von
I. beljan
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Sounds Of The Universe
Sounds Of The Universe
Wird angeboten von Allround-Medien 24
Preis: EUR 8,39

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sounds like große Koalition, 25. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Sounds Of The Universe (Audio CD)
"Sounds of the Universe" ist, wenn man den unterschiedlichen Kritiken glauben mag, ein Album der Extreme: Die einen finden es genial, experimentell und wegweisend; die anderen finden es einfach nur verproduziert und langweilig, nichts als eine schwache Kopie einstiger Größe.

Über die Gründe, warum das Album so kontrovers diskutiert wird, kann man natürlich gern spekulieren. Ein Problem könnte an den geschürten Erwartungen liegen. Denn noch vor Veröffentlichung des Albums hatte die Band ein sehr elektronisches Album mit Stilmitteln der früheren 80er Jahre angekündigt. Der alt gediente Fan freute sich deshalb auf klassischen Synthpop Marke "Some Great Reward" oder "Black Celebration". Wer mit solchen Hoffnungen in die erste Rotation von "Sounds of the Universe" hineinging, musste jedoch zwangsläufig enttäuscht sein.

Klar besteht "Sounds of the Universe" zu großen Teilen aus Vintagesounds aber nach 80ern klingt das Album trotzdem nicht. Die Lieder sind kaum tanzbar, Soundexperimente scheinen manche Melodien ("in chains, "come back) bewusst zu zerstören und dann taucht bei fast allen Songs dieser seltsam schrammelnde Sixteesgitarrensound auf, der bei Synthpop nach landläufiger Stammtischmeinung nun wirklich nichts zu suchen hat. Ist "Sounds of the Universe" deshalb ein schlechtes Album? Mitnichten.

Das liegt unter anderen daran, dass Martin Gore ein Songschreiber aller erster Güte ist, der nach einen kleinen Durchhänger während der "Exciter" Phase wieder zu alter Qualität zurück gefunden hat. Es liegt vielleicht auch an der wieder gewonnenen Bandchemie. Beim ersten hören des Albums hatte ich das Gefühl, als wäre das ganze Album in einer einzigen Session live in einer Garage eingespielt worden. Es klingt roh und handgemacht und das, obwohl DM Musik auf eine völlig andere Art produziert wird. "Sounds of the Universe" wandelt zudem gekonnt auf den Spuren schwarzer Musikgenres, wie Blues, Soul oder Gospel - eine Entwicklung, die spätestens seit "Songs of faith and devotion" fester Bestandteil des DM Universums ist.

Wie gut dieser Stilmix funktioniert, zeigen z. B. die ersten beiden Singles "Wrong" und "Peace". Beim ersten hören klingt "Wrong" nach Electropop per excellence. Doch schwebt unter den Synthsounds eine deutliche Rockattitüde mit, die in den 80ern kaum denkbar gewesen wäre. "Peace" widerrum verbindet Elektronik mit klassischem Gospel - für die einen ein unakzeptabler Stilbruch, für mich ein Albumhighlight, ein neuer Klassiker für meine eigene Best of.

Auch weitere Stücke unterstreichen den Trend: "Fragile Tension" ist eine leicht schräge Hymne mit Schrammelgitarre. Bei "Jezebel" trifft Jarre den Bossa Nova und bei "Come back" wird eine hübsche Ballade (Man schaue sich mal die Studiosession bei Youtupe an) mit Effekten und Gittarengekreische aufgeblasen und zerschreddert. "Little Soul" widerrum ist eine fluffige Lagerfeuerballade. "In sympathy" und "Perfect" sind wunderschöne Popnummern, radiotauglich und hitverdächtig und "Corrupt" und "Miles away" klingen verrucht und sexy. Man ahnt es schon: "Sounds of the Universe" ist meiner Meinung nach ein richtig gutes Album.

Warum ich trotzdem keine 5 Sterne gebe, liegt daran, dass ich "Sounds of the Universe" als zu lang empfinde. Ich störe mich daran, dass die wirklich guten Dave Gahan Kompositionen "Hole to feed", "Come back" und "Miles away" scheinbar per Zufallsprinzip ins Album befördert wurden, ohne dabei eine runde neue Albumstruktur zu schaffen. Beispiele gefällig? Für mich sind sowohl "In chains" als auch "Hole to feed" jeweils würdige 1. Albumtitel. Beide Titel hintereinander lassen "Sounds" ein bisschen schwerfällig in die Gänge kommen. "Come back" dagegen wurde verrockt, weil das Album sonst in der Mitte zu ruhig geworden wäre. "Miles away" ist eher ein Schlusssong, eine gefühlte Alternative zum ebenfalls tollen "Corrupt". Hier fehlte es der Band offensichtlich an einer klaren Entscheidung. So wirkt Sounds of the Universe nicht wie ein schlüssiges Album zweier guter Songschreiber sondern ein bisschen nach Kompromiss Marke große Koalition.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 22, 2011 6:28 PM MEST


Sony DCR-SX30ES Camcorder (Memory Stick, 60-fach optischer Zoom, 4 GB interner Speicher, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display, Bildstabilisator, Touchscreen) silber
Sony DCR-SX30ES Camcorder (Memory Stick, 60-fach optischer Zoom, 4 GB interner Speicher, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display, Bildstabilisator, Touchscreen) silber

83 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Günstig, handlich auch am mac, 21. Juli 2009
Die Sony DCR-Sx 30 ES ist ein günstiger Digitaler Camcorder. Die Videos haben keine HD Qualität sondern werden in PAL Auflösung aufgezeichnet. Bild und Tonqualität sind in Ordnung. Mit dem internen 4 GB Speicher kann man etwa 1 Stunde Film aufzeichnen. Es empfiehlt sich gerade für Urlaubseinsätze eine zusätzliche Speicherkarte zu kaufen. Das Akku hielt bei mir locker einen Tag durch. Wobei ich bis zu 50 Minuten Rohmaterial pro Tag aufgezeichnet hatte.

Die Filmdateien können einfach per USB Kabel und der beiliegenden Software importiert werden. Auch am Mac mit Imovie 09 ist der Import der Filmdateien ein Klacks. Videoschnitt mit Imovie oder Final Cut funktionieren also völlig unproblematisch.

Empfehlenswert für alle die die eine leichte, handliche Kamera suchen, die auf Auto Focus und Auto Blende vertrauen möchten und denen HD nicht so wichtig oder viel zu Speicher fressend sind.

Für Semiprofessionelle Nutzer, die gern Licht setzen und mit Mikro Puschel arbeiten möchten ist die Kamera natürlich nicht gemacht. Wer allerdings ein bisschen Ahnung von Einstellungsgrößen und Videoschnitt hat und eine ruhige Hand besitzt kann durchaus gute Ergebnisse erzielen.


Ultra
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Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,80

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen melancholisches Gänsehautalbum, 2. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Als 1997 "Ultra" auf dem Markt kam, war ich Anfangs doch ein bisschen enttäuscht. Das Album war mir viel zu langsam, es fehlten richtige Hits - alles wirkte auf mich, wie ein leiser Abgesang auf heroische vergangene Tage. Jetzt fast 10 Jahre später muss ich feststellen, dass ich mich geirrt hatte. "Ultra" ist nicht lahm - es ist melancholisch und es ist vor allem kein Abgesang auf die Vergangenheit. Ganz im Gegenteil: Ultra klingt auch heute noch frisch, als wäre es erst vor Wochen produziert worden. Dabei ist es, wie eigentlich jedes Depeche Mode Album, völlig eigenständig in seinem Sound. Keine andere Band schafft es so unterschiedlichste Musikstile, wie Elektropop, Dance, Minimaltechno, Trip Hop, Rock oder Blues auf so souveräne Art und Weise zu verknüpfen. Auch die Qualität der Songs ist durchweg phantastisch. Für eine schüchterne Ballade wie "The Bottom Line" oder für "Freestate" mit seinen Steelgitarren würden sich viele hochgehandelte Songschreiber beide Hände abschneiden. "Barrel of a gun" ist ein spröder Knaller, der in der Indiedisco auch heute noch richtig abgeht. Dazu ein bisschen Oldshool-Depeche Mode mit "Its no good", dass poppige "Useless", der wunderbare Abschlußsong "Insight" oder auch Martins "Home" für mich der perfekte Depeche Mode Song überhaupt...

Ich könnte eigentlich Stunden so weiter machen.

Mein Fazit: Für mich gehört "Ultra", neben "Violator" oder "Songs of Faith and Devotion" klar zu den Top 3 Depeche Mode Alben. Die Rangfolge dabei ist eigentlich unerheblich. Ach ja, - ich bin übrigens auch einer dieser Depeche Mode Fans, die Martins Gitarrensounds lieben und die sich bei der Depeche Mode Party immer darüber aufregen, dass zu viel 80er Synthikram gespielt wird.


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