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Rezensionen verfasst von
Thomas K-Bär "Student"

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Leben in der Urzeit
Leben in der Urzeit
von Zdenek V. Spinar
  Gebundene Ausgabe

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informativ und üppig illustriert!, 8. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Leben in der Urzeit (Gebundene Ausgabe)
Bücher über Dinosaurier oder urzeitliches Leben gibt es zu Hauf.
Dieses interessante und brilliant illustrierte Sachbuch gewährt einem einen sehr eindrucksvollen Einblick in die Erdgeschichte und die Entwicklung des Lebens von der Ursuppe bis zum Ende der Eiszeit. Der Autor verfällt nicht in Fachchinesisch, sondern erklärt es verständlich, geht aber dennoch ins Detail. Die phantastischen Illustrationen von Burian sind die eindrucksvollsten Darstellungen urzeitlicher Landschaften und Ökosysteme, die mir bekannt sind. Das Buch ist kein ausschliessliches Lehrbuch, sondern wendet sich an interessierte Laien, was durch die spektakulären und aufwändigen Illustrationen und Gemälden, die sich durch einen unglaublichen Detailreichtum auszeichnen, deutlich wird. Kein Museum kann die Welt der Urzeit so lebendig werden lassen, wie dieses Buch!
ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!


Close To The Edge (Bonus Tracks)
Close To The Edge (Bonus Tracks)
Preis: EUR 12,47

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht mehr zu toppen! MaYestätisch!, 7. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Close To The Edge (Bonus Tracks) (Audio CD)
Yes sind in der Musikszene absolute Ausnahmeartisten, denn sie verstehen es, gegensätzliche musikalische Ideen miteinander zu verweben und dennoch absolut eigenständig und originell zu klingen. Der Sound von Yes orientiert sich irgendwo zwischen The Who und dem neuzeitlichen Komponisten Igor Strawinsky. Bemerkenswert ist, dass sich Yes von anderen Bands dahingehend unterscheidet, dass ähnlich wie in einem Orchester, ALLE Instrumente zu einem sinfonischen Ganzen verschmelzen und sogar Bass und Schlagzeug Leadparts (keine Soli) übernehmen und somit ein mehr als kontrastreicher Sound mit vielen Nuancen und Feinheiten entsteht, für die man schon ei geschultes Ohr braucht. Wo beispielsweise die Schlagzeuger vergleichbarer Bands Lücken im Rythmusfundament mit einer Orgie an Synkopen zu stopfen versuchen, um sich in den Vordergrund zu stellen (wie z.B. Keith Moon von The Who), hält sich Schlagzeuger Bill Bruford betont zurück und setzt ungewöhnliche rhythmische Akzente, wo man sie nicht vermutet hätte oder sigar für deplaziert hält. Auch der Bassist Chris Squire gibt sich nicht damit zufrieden, den Bass nur als Rhythmusinstrument einzusetzen. Verfolgt mal die irren Basslinien beim Intro!
CLOSE TO THE EDGE ist DAS Opus Magnum der Band. Obgleich eigentlich alle Alben der Band zwischen 1971 und 1980 absolut wegweisende Meilensteine der Musikgeschichte sind, erreicht keines von diesen die Klasse dieses Werkes: Den Titelsong muß man wohl als zerklüftet und sperrig bezeichnen, dennoch klingt dieser am Ende dennoch sclüssig und stimmig und jeder einzelne Ton, so verwirrt und deplaziert er beim ersten Hören erscheinen mag, erfüllt seinen Zweck als Stück eines großen Puzzles. Die Einleitung zu dem Stück ist eine übernatürliche, idyllische und extraterrestrisch anmutende Klangkulisse, die dann in ein Gewitter aus Kakophonie übergeht, was beim ersten Hören sicherlich erschrecken mag, dennoch wohl durchkomponiert ist.
Alle Instrumente agieren nebeneinander und ergänzen sich kontrapunktisch, ähnlich einen Orchester; hier duelliren sich Bassgitarre (wie oben erwähnt), normale Gitarre und Schlagzeug in einem dreiminütigen Solospiel mit undefinierbaren rhythmischen Grundgerüst, ehe das Stück dann erst konkrete Formen annimmt. Die Mittelpassage enthält wunderschöne, getragene Melodien aus Keybord, Sithar und Mellotron sowie der engelsgleichen, androgynen Stimme Jon Andersons, ehe dann die brachiale Kirchenorgel hervorprischt und garantiert jedem Hörer eine Gänsehaut beschehrt, auch wenn dieser Anfangs seine Schwierigkeiten mit dem Stück gehabt haben sollte. Nach dem herrlich üppigen Orgel-/Syntheziser-Intermezzos nimmt der Song die selbe kakophonische und fluktuierende Struktur des Anfangs an, diesmal aber dominiert ein sehr jazzinspiriertes Hammondorgelsolo. Nach 19 Minuten musikalischer und emotionaler Berg- und Talfahrt klingt dieses Meisterwerk aus, um in ein noch bewegenderes und emotionaleres, allerfdings etwas stringenteres und vor allen Dingen akustisches Stück, nämlich AND YOU AND I überzugehen, welches keine so zerklüftete und zerfahrenne Struktur aufweist, dafür aber Emotionen pur vermittelt, was Yes ja schon immer vermochten. Hier dominiert kein Klanggewusel, sondern präzise Akustikgitarre, erwas Keybord und mehrere sich überlappende, göttliche Gesangsmelodien. Nach dieser balladesken Erholungspause folgt dann SIBERIAN KATHRU, welches vage mit dem Titelsong vergleichbar ist, allerdings ein wesentlich einfacheres, weil nicht auf Sonatenhauptsatzform zurückgreifendes rhythmisches Fundament besitzt, dafür aber gut rockt und eingängige Melodien enthält, ohne jedoch die Komplexität und den sinfonischen Charakter des Titelsongs aus den Augen zu verlieren. Das sehr barocke Cembalosolo, das auch Bach nicht besser hätte hinbekommen können trägt seinen Teil dazu bei, dass dieser tolle Abschlußsong den Hörer jenseits von Raum und Zeit verweilen lässt. Dieses Album verkörpert Yes wie kein anderes, es verkörpert sogar das Genre des ProgRock in sich, denn es ist maßgebend für das, was viele Bands in vergleichbarer Weise zu toppen versucht haben und dabei meistens scheiterten. Dieses Album klingt wie ein Echo aus einer anderen Zeit. Traut euch, lasst euch vom ersten Eindruck nicht täuschen, habt Geduld und ihr werdet verstehen, warum dieses sehr beeindruckende und majestätische Album das Prädikat MEISTERWERK, oder passender MA.YES.TERWERK mit Fug und Recht tragen darf!


Relayer (Expanded and Remastered)
Relayer (Expanded and Remastered)
Preis: EUR 9,99

33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine atemberaubende Achterbahnfahrt für die Ohren!, 4. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Relayer (Expanded and Remastered) (Audio CD)
Wie gut, dass dieses Ausnahmewerk des 70er ProgRocks nun auch remastered vorliegt! Der Klang ist sehr viel ausgewogener und feiner nuanciert als auf der ursprünglichen CD Version, so trägt man der unglaublichen Komplexität eines Stückes Rechnung, welches alles an musikalischen Ergüssen verarbeitet, die einem menschlichen Hirn entspringen können, nähmlich das zerfahrene, weit ausladende und am Rande der Selbstinszenierung üppig inszenierte GATES OF DELIRIUM. Die konkrete Struktur dieses über 21 Minuten dauernden Opus lässt sich nur sehr schwer in passende und dem Inhalt angemessene Worte fassen. Am ehesten lässt sich der Aufbau als amorph und formlos bezeichnen, losgelößt von jedweder musikalischer Struktur und Form, anfangs eher fröhlich vor sich her frickelnd, dann in einem musikalischem Rundumschlag ausartend, wie er ausgeflippter und freakiger nicht sein könnte. Anfangs noch melodisch und idyllisch, dann aggressiv und durchgeknallt. Die ansonsten eher engelsgleiche Stimme des Sängers Jon Anderson klingt teilweise schon bissig und aggressiv.
Absolut dominant im Sounddschungel sind die verschiedenen, teils klassisch inspirierten, dennoch unabhängig voneinander gespielten Gitarrenmelodien Steve Howes, der mit seiner jenseits aller musikalischer Konventionen liegenden Art zu spielen die Lücke im Sound zu füllen vermag, die der Weggang des klassisch trainierten und sehr talentierten Rick Wakeman hinterlässt, was den schweizer Ersatzkeyborder Patrik Moraz allerdings nicht in Abrede stellen soll. Auf Klavier und Hammondorgel, die Instrumente, an denen sich Wakeman am liebsten und auch am besten austobte, wurde verzichtet, dafür greift der nicht minder talentierte Moraz verstärkt zu Synthesisern und Mellotron, welche die Gitarren- und auch Basswände zu durchdringen versuchen, leider aber im Hintergrund bleiben. Die Basslinien des Herrn Squire sind auch eher betont introvertiert und nicht so ausgefallen wie zuvor auf CLOSE TO THE EDGE oder FRAGILE. Die an Bombast nicht zu toppende musikalische Zerstörungsorgie dauert etwa vierzehn Minuten an, davon etwa über die Hälfte in Solopassagen ausufernd, ehe sie sanft ausklingt, und ähnlich wie bei CLOSE TO THE EDGE von Keybord- und Mellotron-Teppichen dominiert wird, und eine wundervolle Melodie den Hörer wieder beruhigt. Zu SOUND CHASER lässt sich kaum etwas anderes sagen, ausser das hier der Name Programm ist; Ein Ton jagt den nächsten, das Gitarrensolo in der Mitte des Songs toppt alles an Virtuosität und Epik, allerdings ist SOUND CHASER etwas stringenter.... und noch rasanter als GATES OF...; übertrifft sogar seine Agressivität, das futuristische Keybordsolo kurz vor Schluss und die zerfahrenen, freejazzigen Rhythmen machen auch dieses Stück zu einem echten Highlight. Das abschliessende TO BE OVER steht im krassen Gegensatz zum kakophonischen Rest des Albums und scheint den verängstigten, verwirrten, atemlos zurückgebliebenen und schockierten Hörer trösten zu wollen. Mir ist kein Album bekannt, welches einen derartigen Grad an Komplexität an den Tag legt. Die Remastering-Kur macht den Sound durchsichtiger und klarer, das Coverartwork und die informativen Linernotes im Booklet rechtfertigen ohne Weiters einen Kauf dieses Sci-Fi-Epos für die Ohren, auch für diejenigen, die das Album bereits haben lohnt es sich, da sich noch weitere klangliche Nuancen und Feinheiten im zerklüfteten Sound versteckt hielten, die es jetzt mit guten Kopfhörern zu entdecken gilt. ABSOLUT EMPFEHLENSWERT FÜR MUSIKALISCH WAGEMUTIGE!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2010 12:32 AM MEST


Ride the Lightning
Ride the Lightning
Preis: EUR 8,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer braucht da noch St. Anger?, 30. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Ride the Lightning (Audio CD)
Ich kann all die Kritiker nicht verstehen, die glauben, St Anger stelle eine musikalische Rückbesinnung zu den achzigern dar. Nicht ein einziges Solo, stumpfsinnige Prügelsongs und sehr dumme Arrangements. Nein, mit den alten Glanztaten hat die neue Scheibe nichts zu tun, was höchstens diejenigen behaupten, die RIDE THE LIGHTNING nie gehört haben und glauben, alle alten Scheiben von Hetfield und Co würden sich so anhören, wie das Geschepper auf der neuen Scheibe. St Anger mit RIDE THE LIGHTNING zu vergleichen, ist eine Beleidigung für diesen Metalklassiker von 1984. Wesentlich differenzierter durchkomponiert, als das Debutalbum, aber dennoch sehr Heavy.
Leichte Inspirationen im Songwriting bezogen die Mannen um Hetfield von Maiden und Black Sabbath, allerdings wesentlich intensiver und härter. Der Opener FIGHT FIRE WITH FIRE fängt sehr angenehm ruhig und unplugged, beinahe schon folkloristisch an, explodiert dann aber in einer Trash-Metal Orgie mit Nackenbrecher-Garantie. Der Titelsong bietet wunderbare Ohrwurm-Melodiebögen (hier sind leichte Einflüsse von Iron Maiden zu hören), gleichzeitig aber auch epische Heavyness und einen für Hetfield ungewöhnlich hohen Gesang. FOR WHOM THE BELLS TOLLS ist einfach nur genial, das sehr abwechslungsreiche und dynamische Intro dauert über zwei Minuten, ehe Hetfield anfängt zu singen.
FADE TO BLACK ist besser als alle Nothing else matters zusammen, und beweist, wie einfallslos Metallica heute sind und wie vielversprechend innovativ sie früher waren. Die das Album kröhnende Instrumental- und Bombastorgie mit monumentalen Charakter und progressiven Einschlag, THE CALL OF KTULU macht RIDE THE LIGHTNING dann endgültig zum unsterblichen Klassiker, der höchstens noch von MASTER OF PUPPETS übertroffen und neben allen Alben von Maiden in jede anständige Headbanger-Sammlung gehört! CHEERS!!!


The Yes Album (Expanded & Remastered)
The Yes Album (Expanded & Remastered)
Preis: EUR 8,99

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast so perfekt, wie die späteren Glanztaten von Yes!, 11. Oktober 2003
Ein klein wenig unausgegoren ist THE YES ALBUM im Vergleich zu den alles in den Schatten stellenden Nachfolgealben CLOSE TO THE EDGE, FRAGILE oder RELAYER schon, dennoch macht es große kreative Sprünge im Vergleich zu den erszten beiden, stilistisch noch eng an den BEATLES oder KING CRIMSON orientierten Alben der Band aus Birmingham. Durch den Einstieg des Ausnahmegitarristen
STEVE HOWE, dessen Art zu Spielen sich aller Beschreibungsversuche entzieht, begann der Sound von Yes "zerklüfteter" und progressiver zu klingen. Schon der erste Song YOURS IS NO DISGRACE bietet dem Neuling in der Band die Möglichkeit, sich an seinem Instrument voll ausztutoben. Man sollte zum Vergleich mal die etwas wuchtigere und üppigere Version des Songs vom Livealbum YESSONGS zum Vergleich heranziehen, denn die Studioversion klingt nicht so flüssig, sondern etwas abgehackter, auch der etwas schiefe Gesangston Jon Andersons ist zunächst ein Grund zu schlucken. Der Song an sich und das geniale Solospiel an der Gitarre im Speziellen aber heben dieses Kabinettstückchen weit über den Standart früherer Veröffentlichungen, auch das Bassspiel Squires beginnt, unkonventioneller und eigenwilliger zu werden. Yes-Neulingen sei gesagt, dass die Bassgitarre bei Yes kein Rhythmusinstrument, sondern ein gleichberechtigtes Solo- bzw. "Kontrainstrument" zur Gitarre ist. Die im Lyceum aufgenommene Liveversion des Gitarreninstrumentals CLAP bietet HOWE weiteren Raum, sich voll an der Akustikgitarre auszutoben. Eine derartige rasante Fingerfertigkeit habe ich nur selten an eiener akustischen Gitarre gehört. Wirklich Klasse! STARSHIP TROOPER dann ist das erste große Highlight des Albums, ja es ist sogar ein Allltime-Klassiker, der im Studio sogar noch besser rüberkommt, als später in der "Schrammelversion" auf Yessongs. Die Struktur des Stücks ist dreigeteilt und wirkt nicht so aufgesetzt und an den Haaren herbeigezogen, wie zuvor bei YOURS IS NO DISGRACE, sondern wesentlich durchdachter. Daher ist dieses tolle Stück der erste waschechte ProgRock-Song von Yes. Die Schlussakkorde dauern fast so lange, wie der Song an sich und grooven mit Gänsehautgarantie aus den Lautsprechern. ALLE Instrumente sind hier gleichberechtigt, der Bass klingt hier wie ein gespannter Muskel, der zunächst im Hintergrund pumpt, um sich dann vor die Gitarre zu drängen. Auch der Gesang klingt hier viel besser; Jon Anderson nagelt jeden Ton fest. ALL GOOD PEOPLE ist eine klasse
Gute-Laune-Hymmne, mit a Capella-Einleitung und etwas Akustikgitarre. Klingt zunächst sehr folkloristisch; hat etwas von Jethro Tull. Der zweite Teil des Songs ist ein klassischer Boogie-Rockker und steht zum Anfaqng dieses Liedes im scharfen Kontrast. A VENTURE erinnert an den viele Jahre später erschienenen Stampfer DON'T KILL THE WHALE vom Album TORMATO, ist aber etwas unspektakulärer. PERPETUAL CHANGE kling anfangs total ausgeflippt und freakig, hat aber alles, was ein guter Prog-Song haben muss, nähmlich alles an musikalischen Ergüssen, was in acht Minuten reinpasst. Die Bonustracks sind leider überflüssige Schnipsel aus den Studiosessions. Fragt sich nur, warum es die Studioversion zu CLAP nicht auf die Ursprungsversion des Albums schaffte und man mit der Liveversion desselben Vorlieb nahm... Ansonsten bleibt ein überdurchschnittliches, sehr solides, aber noch etwas unausgergorenes Frühwerk der ProgRock Innovatoren.
Aber schon ab hier zeigt sich: Yes spielen keinen Prog, Yes SIND ProgRock. Kann sich sehen lassen!


Going for the One
Going for the One
Preis: EUR 5,00

30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sphärisch, Verträumt und Virtuos! Phantastisch!, 11. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Going for the One (Audio CD)
Nach dem kurzen, aber deshalb nicht schlechten Gastspiel des schweizer Pianisten Patrick Moraz an den Keybords beim Album RELAYER, dem wohl progressivsten und schwindelerregendsten Album der Musikinnovatoren (dies ist nicht abwetend gemeint!), kehrte Kult-Tastenmann Rick Wakeman zurück. Soundmässig wurde man etwas vernünftiger; nach den Sci-Fi-Ausflügen auf dem Parforceritt des Vorgängeralbums kamen wieder etwas organischere und klassischere Klänge. Gut dass dieses unterbewertete Album namens GOING FOR THE ONE jetzt auch remastered vorliegt! Der Opener und auch gleichzeitige Titelsong klingt in den ersten drei Minuten wie ein spritziger und flotter Rocksong mit tollen Einlagen an der Slidegitarre. Über den penetranten und nervtötenden Ausklang des Songs aber sollte man den Mantel des Schweigens decken. Daher ist ausgerechnet der Titelsong der schwächste des Albums. TURN OF THE CENTURY kommt absolut ohne Schlagzeug aus und enthält nur spärliche Percussion-Elemente. Daher entsteht hier eine Art musikalischer Schwebezustand wie bei THE REMEMBERING vom Yes Doppelalbum TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS, dominantes Insrument ist die Akustikgitarre Steve Howes, sehr virtuos und sehr klassisch inspiriert. Auch die E-Gitarre kommt hier nicht zu kurz. PARALLELS dann baut auf brachialer Kirchenorgel unter Rick Wakemans Kommando, rhythmisch ist dieser Song eher flott wie auch der Titelsong, klingt aber wesentlich angenehmer, die Gitarrenlinien Howes ziehen sich nicht in der Form einfacher Akkorde durch den Song, sondern eines beständigen Solospiels im Hintergrund, während der Monsterbass-Sound Chris Squires zusammen mit dem treibenden Schlagzeugspiel Alan Whites den Song rhythmisch dominieren. Das Orgelsolo ist dann ein weiteres Highlight dieses Songs. WONDEROUS STORIES ist dann ein ähnliches Stück wie TURN OF THE CENTURY, nur stringenter, enthält aber ebenfalls wunderschöne Melodien.
AWAKEN ist dann das Herzstück des Albums und neben CLOSE TO THE EDGE und HEART OF THE SUNRISE zu den beeindruckendsten Stücken der Band, sehr anmutig und gänsehauterregend. Die Kirchenorgel und das Klavier sind Herzstück des Songs aber auch die Harfe und der sehr psychedelische Refrain entführen einen in eine völlig andere Welt. Man befindet sich regelrecht ind Trance. Das ist eher ProgRock der moderateren Sorte, nicht so frickelig zusammengeschustert wie RELAYER, aber viel atmosphärischer.
Wirklich klasse gemacht, auch die Bonustracks sind weit mehr als nur Füllwerk. Für lange Zeit war dieses beeindruckende Album das letzte große Highlight der Band, bis dann MAGNIFICATION kam....


Dance of Death
Dance of Death
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 13,52

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut anbetungswürdig!, 6. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Dance of Death (Audio CD)
HAMMER!
Ich finde es übertrifft qualitativ so ziehmlich alles, was Maiden uns nach 7TH SON andrehen wollten. Der erste Song, der ja bereits als Single ausgekoppelt wurde und schon länger als Clip auf VivaPlus läuft, ist eine typische Adrian Smith-Komposition in bester SEA OF MADNESS (1986) oder BACK IN THE VILLAGE (1984)-
Tradition, nur etwas wuchtiger vom Sound her.
Der zweite Song RAINMAKER klingt sehr heavy und brachial, die Melodie allerdings konnte sich nicht auf Anhieb in meine Gehörgänge festbeißen. NO MORE LIES dann war das erste große Highlight des Albums. Anfangs besaß es noch eine sehr verdächtige Ähnlichkeit mit THE CLANSMAN, klingt anfangs nur etwas abgehackter und sperriger, sprich progressiv, so ähnlich aufgebaut wie HALLOWED BE THY NAME (1982), TO TAME A LAND (1983) oder BRAVE NEW WORLD.
Der Refrain klebt jetzt noch in meinen Ohren.
MONTSEGUR fällt im Vergleich dazu ein klein wenig ab, klingt aber noch härter als RAINMAKER. Der Titelsong dann schlägt dann wie zuvor NO MORE LIES in die episch-monumentale Bresche, ist allerdings viel komplexer, mit mehreren kontrapunktisch agierenden und in sich selbst verschachtelten Melodien. Erinnert teilweise an BLOODBROTHERS (2000) und stark an HALLOWED BE THY NAME. Das Stück ist zu großen Anteilen akustisch gehalten.
GATES OF TOMORROW ist nicht ganz so episch, rockt dafür aber wie Sau und hat einen genialen Refrain.
Die von Schlagzeuger McBrain und Adrian Smith verfasste Nummer NEW FRONTIER ist ein Killer mit einem Nackenbrecherriff a la NEON KNIGHTS (BLACK SABBATH) oder THE MERCENARY von BRAVE NEW WORLD. Der Song PASCHENDALE ist der unwiederrufliche Killer des Albums, den er hat alles. Anspruchsvolle Komplexität a la ALEXANDER THE GREAT oder THE LONELINESS OF A LONG DISTANCE RUNNER
(1986), cineastischen Bombast a la DREAM OF MIRRORS, THE NOMAD oder SIGN OF THE CROSS, viel Atmosphäre und Tiefgang, sehr eingängige Melodien a la THE CLANSMAN oder CAUGHT SOMEWHERE IN TIME und eine wuchtige Brachialität wie zu frühesten NUMBER OF THE BEAST-Urzeiten, kurzum: Absolut perfekt. Die Gitarrenarbeit des Stratocaster-Triumvitats Murray/Smith/Gers ist königlich..
FACE IN THE SAND orientiert sich ebenfalls an PASCHENDALE, ist aber anfangs etwas moderater und stringenter. Danach eine absolute Bombastorgie mit Gänsehautgarantie. BLOOD BROTHERS kommt dem sehr nahe, besonders wegen der swingenden Nuancen des McBrain'schenSchlagzeugspiels.
AGE OF INNOCENCE ist ein super Midtempo-Rocker in bester STRANGER IN A STRANGE LAND oder POWERSLAVE-Tradition, lediglich die Melodie ist nicht ganz soo stark.
JOURNEYMAN ist der ruhige Pol des Albums, der zum Relaxen einlädt und nein, es ist keine Coverversion von Jethro Tull, orientiert sich stilistisch aber recht eng an dieser ProgRock-Legende.
Man kann sehr viele Parallelen zwischen dem neuen Opus und dem Dickinson-Soloalbum CHEMICAL WEDDING und dem unterbewertetem VIRTUAL XI ziehen, nur klingt DANCE OF DEATH viel härter und druckvoller, was nicht zuletzt am Produzenten Kevin Shirley liegt. Auch wenn sich nicht alle Kompositionen auf gleich hohem Niveau befinden, sage ich:
LEUTE, IHR WERDET DANCE OF DEATH LIEBEN!


For Those About to Rock (Special Edition Digipack)
For Those About to Rock (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 10,99

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WUMMS!! Welch ein Sound.... Welch eine Musik! Brilliant!, 31. August 2003
Nach dem überragenden BACK IN BLACK konnten AC/DC eigentlich nur schwächer werden, zumal BACK IN BLACK fast schon HIGHWAY TO HELL übertraf. FOR THOSE ABOUT TO ROCK aber ist ein würdiger Nachfolger, alleine schon der Titelsong knallt (im wahrsten Sinne des Wortes) aus den Boxen und rechtfertigt als wohl härtester und brachialster Song von AC/DC schon alleine den Kauf dieses Albums. Die meisten anderen Songs können dieses Niveau sogar halten! Mit Ausnahme des müden LETS GET IT UP und SNOWBALLED können alle Songs qualitativ nahtlos zum Titelsong aufschließen: Besonders SPELLBOUND, C.O.D. , NIGHT OF THE LONG KNIVES(toller Refrain), sowie EVIL WALKS und den Brachialgroover INJECT THE VENOM machen dieses Album unvergessen.
Trotz der absolut perfekten Produktion von Mutt Lange klingt der Sound authentisch. Mutt Lange hat den Sound nicht produziert, sondern regelrecht inszeniert. Dennoch glaube ich, dass sich vor allem Schlagzeuger Phil Rudd am meisten auf dem Album verausgabt. Nie klang sein Schlagzeugspiel härter und intensiver, nicht mal auf BACK IN BLACK. Besonders das edle Digipack der Remastered Edition mit vielen Fotos und Hintergrundinformationen und natürlich die Aufmachun machen das Album zu einem Knüller und werten es nochmals auf. Dieses Album gehört in jede Rocksammlung, genau wie HIGHWAY TO HELL, BACK IN BLACK, POWERAGE, HIGH VOLTAGE und das völlig unterbewertete FLICK OF THE SWITCH. KAUFEN, HÖREN, STAUNEN, ABROCKEN!!


Flick Of The Switch (Special Edition Digipack)
Flick Of The Switch (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 8,99

29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolutes Killeralbun ohne einen einzigen schwachen Ton!, 29. August 2003
Ich kann all die Zeitgenossen nicht verstehen, die dieses Album schwach finden und es gar als Flop bezeichnen. FLICK OF THE SWITCH ist das wohl unterbewerteste Album der Band, denn alle Songs dieses Album sind im gigantischen Repertoire der Band untergegangen. Warum? Jede Komposition sitzt, und das obwohl AC/DC sich zum ersten mal selbst die Aufgabe des Produzenten zutrauten. Soundmäßig braucht sich dieses Kabinettstückchen nicht hinter den Mutt Lange-Produktionen der drei Vorgängeralben zu verstecken, auch wenn viele das behaupten. Man könnte meinen, dass auch bei diesem fantastischen Album, das sogar FOR THOSE ABOUT TO ROCK übertrifft, Mutt Lange hinter den Reglern gesessen hat. Lediglich der Sound der Becken klingt nervig und penetrant. Die Songs aber kicken sogar die eine oder andere schwächere Nummer von BACK IN BLACK oder FOR THOSE ABOUT TO ROCK aus dem Player. Zwar gibt es hier kein HELLS BELLS und auch keine Dampfwalze wie den Titelsong des Vorgängeralbums, aber es gibt hier auch keine schwachen Songs. ALL KILLER, NO FILLER...
Auf kein Album der Australier trifft diese Attitüde besser zu, denn FLICK OF THE SWITCH klingt sehr kompakt und sehr, sehr druckvoll. Höhepunkte gibt es keine, denn alle Songs sind gleichwertig und das Album kann in einem Rutsch komplett durchgehört werden. Der beste Song des Albums ist das Album selbst. Ignoriert alle, die dieses Album völlig zu Unrecht verkennen und überzeugt euch von der guten Klasse der Songs, die allesamt verschollene Perlen im Repertoire der Band sind. Vielleicht macht diese Tatsache, dass sich hier keine bekannten Klassiker befinden, gerade den Reiz aus. Kein Song braucht sich zu verstecken! Traut euch und ihr werdet Spaß haben!!
KAUFBEFEHL !!!!
CHEERS...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 16, 2013 3:36 PM CET


Let There Be Rock
Let There Be Rock
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 16,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schöpfungsgeschichte des Rock. Brachial!, 23. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Let There Be Rock (Audio CD)
... und Bon Scott sprach:
"ES WERDE ROCK!"
Und es wurde Rock.
Und Bon Scott sah, dass es gut war....
Mit diesen biblischen, eigentlich schon blasphemischen Worten lässt sich dieses Album, welches rrotzfrech und sehr laut den Begriff Rock 'n' Roll neu definiert, am eloquentesten beschreiben. Der Entstehung des Rock widmet sich der ordentlich in den Allerwertesten tretende Titelsong und die entsprechenden Lyrics dazu sind mehr als originell, eigentlich schon auf unverschämte Weise genial. Die Musik an sich ist, wie immer bei AC/DC, einfach, aber gut. Absolut kultig. Jeder Song ist ein Geschoss, das eure Stereoanlagen verwüstet. Lediglich PROBLEM CHILD lässt einem die Stirn runzeln, denn er war bereits auf dem Vorgängeralbum DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP zu finden, dafür wurde auf der europäischen Version einer der Songs von LET THERE BE ROCK rausgenommen, damit PROBLEM CHILD platz hat. Absolut unverständlich. HELL AIN'T A BAD PLACE TO BE, GO DOWN (geiles Duell zwischen Angus Youngs Gibson SG und Bon Scotts Reibeisenstimme), der Titelsong und BAD BOY BOOGIE aber lassen einen dieses Manko nicht nur vergessen, sondern veranlassen einen, ordentlich die Sau rauszulassen. Absolute Killersongs.
Lediglich der Sound ist ein klein wenig unausgewogen und rauhbeinig, so dass einige "Experten" AC/DC in die Punk-Schublade legten, wo sie weiß Gott nicht hingehören.
... und am siebten Tag nahm Bon Scott erstmal einen Schluck Scotch, was nicht heißt, dass er sich vorher nicht auch schon einen genehmigte ...


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