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Rezensionen verfasst von
Thomas K-Bär "Student"

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Stormwatch [REMASTERED]
Stormwatch [REMASTERED]
Preis: EUR 18,57

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich Remastered! Zu Unrecht unter Wert verkauft!, 3. Februar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stormwatch [REMASTERED] (Audio CD)
STORMWATCH ist in musikalischer Hinsicht der Schwanengesang von Jethro Tull. Es ist nämlich das letzte Album gewesen, welches starke Folk Rock-Elemente enthielt und welches Tull in einem Metier zeigt, welches sie vorbildlich und meisterhaft beherrschten, dessen kreatives Potential aber zu Neige gehen schien. Wer dieses Album noch nicht hat, aber HEAVY HORSES kennt, der sollte sich auch dieses, im gigantischen Repertoire der Band untergegangene Album besorgen, welches völlig zu Unrecht unter Wert verkauft wurde, da man glaubte, Anderson und Co hätten sich erlaubt, Heavy Horses zu kopieren. Stilistisch ähnelt STORMWATCH ohne Zweifel seinem Vorgänger, klingt aber wesentlich düsterer, härter und pessimistischer, als das fröhliche und melodische Heavy Horses. Auch der Ohrwurmfaktor ist auf S'tormwatch nicht so hoch, dafür sind die Songs aber etwas progressiver, ja fast schon heavy. Anderson spielte die Bassgitarre übrigens selbst, da Bassist John Glascock an einem Herzfehler erkrankte und in Folge dessen dann auch starb.
Da der Bandboss selbst die vier dicken Seiten rupft, sind die Songs auch Basslastiger ausgefalllen, dafür sind die Orchestrationen nicht mehr so delikat und feinfühlig, aber dennoch vorhanden, weshalb ich Stormwatch den Nachfolgealben "A" oder BROADSWORD ohne zu zögern den Vorzug gebe. Songmässig musste ich zunächst auch schlucken, weil die neuen Kompositionen schwerer zugänglich sind, dennoch aber zu gefallen wissen.
Absolute Höhepunkte sind zweifelsohne DARK AGES mit seiner sehr dunklen Grundstimmung und seinem zerfahrenen Aufbau, textlich und kompositorisch trifft Anderson mal wieder den Nagel auf dem Kopf. Auch ORION, ein düsterer Stampfer mit wundervoller Gänsehautmelodie weiß ebenso zu gefallen, wie das flott und rockige NORTH SEA OIL. Einzige Enttäuschung ist leider SOMETHINGS ON THE MOVE mit seinem 0-8-15 Riff a la Deep Purple.
Die Basslastigkeit der Kompositionen fällt am deutlichsten bei
WARM SPORRAN, DARK AGES und OLD GHOSTS auf.
Die Bonustracks und der perfekt remasterte Sound machen das Album zum Pflichtkauf. Wer sich bis dato um STORMWATCH drückte, hat keine Ausrede mehr!!!


Drama
Drama
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 12,59

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was sollen die vernichtenden Kritiken?, 29. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drama (Audio CD)
DRAMA ist ein absolutes Ausnahmealbum von Yes, welche ja auch schon den Ruf einer Ausnahmeband 'genießt.
DRAMA wartet nicht mit der göttlich genialen Stimme Jon Andersons auf, sondern mit dem neuen Sänger Trvor Horn, der seine Sache mehr als gut macht und mit seiner respektablen Stimme, die ein klein wenig an die von Greg Lake (ELP, KING CRIMSON) erinnert, sich alleridings stilistisch eng an Anderson orientiert. Horn macht seine Sache so gut, dass man fast vergisst, dass Anderson nicht mehr hinter dem Mikro steht.
Ausserdem singt ja auch noch Bassist und Bandboss Chris Squire und lässt Horn fast nie Alleine zu Stimme kommen. Bei den alten Alben mit Sänger Anderson tat Squire auch ganz schön seinen Senf als Backgroundsänger hinzu. Also warum die Aufregung?
Dafür dass Horn am Mikro überhaupt nicht unangenehm auffält, begeht Yes' zweites Markenzeichen Steve Howe an der Gitarre fast schon Stilbruch, denn man glaubt, einen vollkommen anderen Gitarristen zu hören. Seine halbakustische Steel-Gitarre fällt fast vollkommen weg, dafür bedient er sich schwerer, fast schon metallischer Riffs aus dem Korpus einer Fender Strátocaster, einem Instrument, an dem sich Musiker wie Hendrix und Blackmore einen großen Namen gemacht haben.
Wichtigstes Trademark der Band sind aber die irren Basslinien Squires, welcher als der wohl innovativste und beste Bassist der Rockszene anzusehen ist.
Auch die komplexen und tiefgründigen Songstrukturen sind nicht nur yestypisch, sondern sind hier wohl stärker vertreten, als auf älteren Alben (ausser Close to the Edge und Relayer natürlich!!!) und natürlich erst recht noch stärker als auf den grottigen Nachfolgealben, auch wenn dort wieder Anderson hinterm Mikro seinen rechtmäßigen Platz einnahm. Was sogenannte Fans an DRAMA kritisieren, auf Yes Konzerten aber dennoch lauthals OWNER OF A LONELY HEART mitgröhlen, dem wohl schlechtesten Song aus dem Repertoire der Band, kann ich nicht verstehen, denn DRAMA klingt mehr nach Yes als zum Beispiel TORMATO oder BIG GENERATOR!
Zu den Songs braucht nicht viel gesagt zu werden, denn bei Yes weiß man was man hat, ausser vielleicht bei den kommerziellen Nachfolgealben, die eigentlci viel eher ein Grund zum Schreien sein sollten, als DRAMA, dem wohl am gemeinsten verrissenen und unterbewertetsten Album der Band. Alleine MACHINE MESSIAH oder INTO THE LENS rechtfertigen ohne Zweifel schon fast im Alleingang einen Kauf dieses tollen, beinahe schon vergessenen Albums.
CHEERS!!!
PS:
Wer wissen will, was Horn heute so macht, wo Anderson wieder bei Yes singt: Er ist Produzent von tATu.


Nursery Cryme
Nursery Cryme

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einstand für Collins und Hacket! Und was für einer....., 29. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nursery Cryme (Audio CD)
...denn dieses wundervolle Album, beginnt mir einem Song, der an sich schon Kaufanreiz genug sein sollte, selbst wenn die anderen Stücke schlecht wären, was sie aber beileibe nicht sind.
THE MUSICAL BOX ist wohl das beste Stück auf dem Album, mit einem wundervollen, cleanem Gitarrenintro, und Melodien, dass es einem kalt dem Rücken runterläuft. Schon beim ersten Hören nahm mich dieses herrliche Prog-Kleinod gefangen und erregte eine wohlige Gänsehaut, und das obwohl der Begriff Ballade für diese kleine Minisinfonie keineswegs zutrifft. Anfangs noch zart, dann aber sehr hart und rockig. Härtemäßig wird sogar THE KNIFE vom Vorgängeralbum übertroffen. Neuzugang Steve Hacket zeigt hier an der Gitarre, sowohl an der akustischen, als auch an der elektrischen, was er draufhat und das ist wirklich beachtlich. Wahrscheinlich neben BAKER STREET MUSE von Jethro Tull und HÈART OF THE SUNRISE von Yes der beste und tiefgründigste Progsong überhaupt. GÖTTLICH.
FOR ABSENT FRIENDS ist dann auch der gesangliche Einstand für Collins, eine herrlich melancholische Ballade, seicht und keinem wehtuend. Leider wirkt dieser Song hier recht deplaziert, errinnert er doch an die seichteren Songs von Genesis aus dem Radio, als eben dieser Phil Collins Gabriel am Mikro ablößte.
THE RETURN OF THE GIANT HOGWEED dann schlägt in eine ähnliche kerbe, wie zuvor THE MUSICAL BOX, sehr aggressiv, allerdings ohne ein dermaßen göttliches Intro. Wahrscheinlich der verrückteste, zerfahrenste und kurioseste Song von Genesis und nicht nur musiklisch makaber (an dieser Stelle verweise ich auf andere Rezensionen). Einfach nur wild und crazy....
SEVEN STONES ist ebenfalls sehr tiefgründig und atmosphärisch dicht geflochten, eingeleitet durch eine wundervoll warm vor sich her röhrende Hammondorgel. Sehr melodisch, allerdings etwas lahmarschig, aber nach THE MUSICAL BOX und dem Auswuchs GIANT HOGWEED braucht das Album eine kleine Atempause. Hätte auf TRESSPASS eine etwas bessere Figur gemacht.
HAROLD THE BARREL ist noch so eine Kuriosität, eher ein Scherz, denn ein ernstes Musikstück. Dennoch sehr unterhaltsam und witzig.
HARLEQUIN ist ähnlich wie FOR ABSENT FRIENDS. Nett, schön, mehr aber auch nicht, bestenfalls Rührselig.
Dann aber:
THE FOUNTAIN OF SALMACIS: Zu diesem Song kann ich nicht viel sagen, ausser dass er vom Intro, welches von einer wundervollen Mellotron und Gitarrenmelodie getragen wird, ein klein wenig an King Crimson erinnert. Dieses wundervolle Kleinod ist dem eigentlich schon nicht mehr überragbaren Eröffnungssong ebenbürtig. Hier lassen sich leichte Remineszenzen von YES heraushören. Besonders rhythmisch ist dieser Song interessant arrangiert, denn ich finde, dass Collins und Rutherford in diesem geheimnisvollem Progwunderwerk ihre wohl beste Leistung der gesamten Bandgeschichte hinlegen. Das Keybord/Orgelsolo könnte von Daft Punk sein, zumindest weiß man jetzt wo die geklaut haben. Das Bass/Schlagzeug-Intermezzo direkt danach ist einfach unglaublich.
Der erste und der letzte Song alleine rechtfertigen also schon einen Kauf des Albums, die anderen Songs als Füller zu bezeichnen wäree allerdings Ketzerei, denn ein ProgRockalbum kennt keine Füller.
Das Booklet trägt dann noch mit seinen tollen Zeichnungen zum überragenden Gesamteindruck bei.
CHEERS!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 19, 2011 10:13 PM MEST


Heaven & Hell
Heaven & Hell
Wird angeboten von moviemars-amerika
Preis: EUR 12,41

14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eher HEAVEN als HELL! Vergesst die Ozzy-Alben....., 13. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Hell (Audio CD)
....denn Ronnie James Dio ist eindeutig der bessere Sänger.
Seine Stimme ist neben der von Bruce Dickinson, den anno 1980 noch niemand kannte, die beste im Metal-Business und im Gegensatz zu seinem untalentierten Vorgänger Ozzy war Dio weder für seine Drogenexzesse und sein marzialisches Gehabe auf der Bühne bekannt. Die Songs sind allesamt Klassiker und es gibt keinen Ausfall und selbst bei den Nummern, die nicht auf Anhieb zünden, begeistert Dio mit seiner göttlichen Stimme, wodurch sich wohl auch sein Künstlername erschliesst:
Dio = Gott.
Mit Ketzerei hat das nichts zu tun, auch nichts mit Arroganz, denn Dio singt einfach göttlich und seine Stimme fügt sich sehr gut in den Sound Black Sabbaths ein. Zugegeben:
Bill Wards Schlagzeugspiel und Geezer Butlers Basslinien waren in der Vergangenheit Black Sabbaths wesentlich freizügiger und origineller, doch Toni Iommies Gitarrenarbeit und die Qualität sämtlicher Kompositionen wiegt dieses geringfügige Manko locker wieder auf.
NEON KHNIGHTS ist eine fetzige Uptempo-Granate, die ordentlich in den Allerwertesten tritt und über einen Gänsehauterregenden Gesang mit Ohrwurmcharakter verfügt.
CHILDREN OF THE SEA besitzt ein sehr ruhuges, akustisches Intro, untermalt von Dios malerischer Stimme. Der Song ist eher langsam und behäbig, die Atmosphäre aber ist mystisch und geheimnisvoll.
LADY OF THE LAKE ist ein simpler, gut eingängiger Rocksong.
HEAVEN AND HELL ist wohl der beste Song den Black Sabbath je geschrieben haben, sehr düster, sehr melodisch, geheimnisvoll, magisch, dynamisch, gänsehauterregend, atmosphärisch dicht und einfach nur himmlisch.
WISHING WELL ist ein sehr melodischer Rocksong mit Ohrwurmcharakter; hätte auch aus der Feder von Dios alten Brötchengeber Ritchie Blackmore stammen können.
DIE YOUNG: Sehr vgeheimnisvolles keybordgetragenes Intro, danach entwickelt sich der Song ähnlich wie Neon Knights, die Mittelpassage ist einfach nur göttlich, auch wenn sie etwas an Queen erinnert.
WALK AWAY: Wie zuvor auch WISHING WELL ein für Black Sabbath eher untypischer, an Ritchie Blackmores Rainbow erinnernder Song.
LONELY IS TTHE WORD ist ebnfalls ein sehr langsamer Song mit göttlicher Gitarrenarbeit und sehr melancholischer Stimmung, ja beinahe sogar traurig. Tony Iommie spielte nie besser.
Fazit: Für alle Rockfans PFLICHTKAUF!!!!
CHEERS!


Lizard
Lizard
Wird angeboten von empire-music
Preis: EUR 16,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Archetypischer ProgRock mit übertriebenem Jazz-Einschlag!, 9. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Lizard (Audio CD)
Das Debutalbum von King Crimson wirft sich wie ein sehr langer Schatten auf alle nachfolgenden Alben. LIZARD bildet da keine Ausnahme, dennoch wird hier alles aus dem facettenreichem Genre des ProgRock herausgeholt, was musikalisch herauszuholen ist, die Grenzen zum Jazz, aber auch zu Klassik und zum Folk werden tangiert und verschwimmen. Inspiriert ist die Musik auf diesem Kunstwerk zweifellos von Ausnahmeartist und Musikrevolluzzer Frank Zappa, andererseits diente es auch als Referenzwerk für die Alben RELAYER von Yes und A PASSION PLAY von Jethro Tull. Wer diese wegweisenden und legendären Alben mag, wird auch LIZARD in sein Herz schliessen.
Yes-Sänger Jon Anderson hat hier einen gelungenen Gastauftritt im Titelsong. Hier scheint er wohl auch Blut geleckt zu haben, was die Idee zum Yes-Albums RELAYER betrifft. Auf LIZARD erwartet den geneigten Hörer ein Ideenoverkill erster Güte und man dürfte zunächst mit dem Gedanken spielen, durch die Zeit zu Reisen und sich selbst vom Kauf abhalten. Doch mit allen guten Alben ist das so. Kommt Zeit, kommt Rat. Irgendwann ist die Herausforderung zu reizvoll, um nicht angenommen zu werden und man zwingt sich, das Album anzuhören, um dann erst den Wert schätzen zu lernen. Zum übertriebenen Jazzeinschlag trägt übrigens Saxofonist Mel Collins bei, der ein Jahr zuvor auf IN THE WAKE OF POSEIDON seinen Einstand gab. Der Eröffnungssong CIRCUS ist sozusagen ein Wink mit dem Zaunpfahl in zweierlei Hinsicht: Mel Collins frühere Band hieß so, zweitens kann man die Musik dieses Albums nur als Zirkusreif bezeichnen. Der neue Sänger macht seinen Job auch nicht schlecht, Greg Lake kann er aber nicht vergessen machen. Dennoch ein hörenswertes Album, dass zwar schwer im Magen liegt, dafür aber sehr nahrhaft ist. Übrigens ist Mel Collins heute Mitglied in Helmut Zerletts Band aus der Harald Schmidt Show.
Kauft es!


And Then There Were Three
And Then There Were Three
Wird angeboten von musea
Preis: EUR 17,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was hat dieses Album zu bieten?, 8. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: And Then There Were Three (Audio CD)
Genesis.... Da scheiden sich die Geister der Musikwelt. Da gibt es die Proggies, die eher auf die alten Alben mit Peter Gabriel und Steve Hacket stehen, während Fast Food Musikkonsumenten
eher die seichten Kompositionen aus den Achtzigern bevorzugen, die sicher auch ihren Reiz haben. Ich gehöre eher zu den Proggies und daher kann ich diesem Album nicht all zu viel abgewinnen.
Zu den Pluspunkten:
- das Albumcover ist einfach nur genial und hat mich überhaupt erst dazu gebracht, dieses Album zu kaufen.
- der Eröffnungssong DOWN AND OUT zieht zum letzten Male alle Register der progressiven und rockigen Phase der Band und schraubt daher die Erwartungen nach oben. Dieses geniale Stück ist neben MAMA und DANCE ON A VOLCANO wohl einer der besten Songs der Phil Collins Ära.
- Das Schlagzeugspiel Phil Collins ist einfach nur zum Niederknien und er beweist, dass er viel mehr kann, als seichte Balladen zu singen. Sogar die seichteren Songs dieses Albums warten immerhin noch mit interessanten rhythmischen Akzenten auf.
Zu den Minuspunkten:
- nach dem atemberaubenden Song DOWN AND OUT fällt das restliche Songmaterial ins bodenlose ab und kann nicht im Geringsten das Niveau des Eröffnungssongs halten.
Dies ist eigentlich der einzige Minuspunkt, doch leider wiegt dieser schwerer als alle Pluspunkte zusammnen.
Wenn es DOWN AND OUT nicht gäbe und das Schlagzeugspiel genauso gefällig und einfältig wäre, wie in den Achtzigern, wäre meine Kritik vernichtender ausgefallen. Proggies werden enttäuscht sein, Popfans werden dieses Album allerdings vergöttern.


Killers
Killers
Wird angeboten von BestSellerRecordshop
Preis: EUR 6,24

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Album der Di'anno - Ära!, 2. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Killers (Audio CD)
Nachdem für meinen Geschmack zu schlecht produzierten Debütalbum, auf welchem Di'annos Gesang doch eher nach Punk, als nach Metal klang, widmete sich nun die Produzentenkoryphäe Martin Birch dem Sound der Band. Angefangen mit einem brilliantem Instrumental namens IDES OF MARCH treten die Mannen um Bandboss Steve Harris, der das gesamte Album im Alleingang komponierte ordentlich in den Hintern und legen mit dem knackigem WRATHCHILD ordentlich nach. Zu diesem Song muss ich nicht viel sagen, da ich ihn als bekannt vorraussetze.
Darauf folgt dann MURDERS IN THE RUE MORGUE mit seinem ruhigem Intro, danach aber verwandelt sich dieses Stück in das tempomässig schnellste Lied der Bandgeschichte; mitsingen ist hier zwecklos, da kommt keiner mehr mit. ANOTHER LIFE bietet ein geniales, sich durch den ganzen Song ziehendes Dauerduell zwischen beiden Leadgitarren von Adrian Smith, welcher auf diesem Album sein Debut hat, und von Altmeister Dave Murray. GENGHIS KHAN ist dann ein weiteres gutes Instrumental, welches aber etwas vertrackter ist, als IDES OF MARCH, dafür aber nicht so fett in den Hintern tritt. INNOCENT EXILE ist noch so ein kompromissloser Arschtreter mit leichten Punk Attitüden.
KILLERS dann ist ein Song, den viel zu wenig Maiden Fans kennen, da er auf keinem Livealbum zu finden ist. Aber er ist besser als alle Songs des Debutalbums. Das Gitarrenspiel ist genial, ebenso wie Diannos Gesang, welches hier um Längen besser ist, als noch im Jahr zuvor. PRODIGAL SONG ist eine wunderbare, gänsehauterregende Halbballade mit akustischem Einschlag und wundervollem Gitarrensolo, Di'anno zeigt hier sein ganzes Können. PURGATORY tritt dann noch einmal punkig in den Allerwertesten, DRIFTER dann lässt bereits die Richtung erahnen, die die Band dann ein Jahr später mit Number of the Beast einschlägt. Der auf der Ursprünglichen CD nicht enthaltene, dennoch aber brilliante Song TWILIGHT ZONE setzt diesem kompromisslos auf den Punkt gespielten Album das Sahnehäubchen auf. Endlich hat man im Booklet auch die Texte und der Sound ist nochmal um eine Ecke besser, als auf der alten CD-Version.
PFLICHTKAUF!!!!
CHEERS!!!


The Christmas Album
The Christmas Album
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 23,00

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein neuer Klassiker, aber dennoch hörenswert!, 24. Dezember 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Christmas Album (Audio CD)
Die Geschichte von Jethro Tull ist ebenso bewegt, wie lang und sie hier zu erörtern, würde den Rahmen der Rezension sprengen.
Kurzum: Nach dem Album BROADSWORD AND THE BEAST von 1982 mutete uns Anderson zahlreiche halbgare und uninspirierte, an der Oberfläche des kreativ Möglichen hindümpelde Rockalben zu, die weder nach Tull klangen, noch irgenwie andersartige Maßstäbe setzen konnten. In den Neunzigern war dies nicht anders. Mit diesem Album aber, das den abgedroschenen Titel CHRISTMAS ALBUM besitzt, knüpft Anderson weinigstens halbwegs an die von Fans geliebten und vergötterten Alben SONGS FROM THE WOOD, HEAVY HORSES und STORMWATCH (bald endlich auch als Remaster erhältlich)
an. Wer diese Alben liebt, der wird auch mit desm neuen Output keine allzu großen Schwierigkeiten haben, wer aber die Spätachziger-Alben CREST OF A KNAVE oder ROCK ISLAND kennt, der wird merken, dass diese Alben sich wie ein Schatten auf alle nachfolgenden Werke legten; CHRISTMAS ALBUM bildet da keine Ausnahme. Die Neubearbeitungen der alten Klassiker können sich hören lassen, allen voran WHEATHERCOCK (deutsch: Wetterhahn) oder FIRES AT MIDNIGHT übertreffen meines Erachtens nach sogar die Originale, auch wenn dies unwahrscheinlich klingen mag. Die Neubearbeitung von SOLSTICE BELLS allerdings klingt eher saft- und kraftlos, A CHRISTMAS SONG klingt im Original von 1968 wesentlich bewegender und emotionaler als in der neuen Version. Im Original dieses Songs wurden Cellos und Kontrabässe eingesetzt, hier fehlen sie leider. Diese Version erregt bei mir sicher keine Gänsehaut. Bei anderen Songs dieses Albums wurden Streichersequenzen verwendet, warum aber nicht hier? Von den neuen Songs bestechen vor allem JACK FROST und LAST MAN AT THE PARTY, welche sogar in der Tracklist von HEAVY HORSES oder SONGS FROM THE WOOD eine Bereicherung dargestellt hätten. Auch das neue Instrumental WINTER SNOWSCAPE gehört neben den oben erwähnten Songs zu den Faves. Die Klassikbearbeitungen sind eher Easy-Listening für nebenbei, nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt originell. Besonders Bourree glänzte noch im Original von 1969durch seine freche Spritzigkeit und besonders durch das obligatorische Bass Solo, hier vermisst man beides. Auch erkennt man sofort, wer hinterm Schlagzeug sitzt. Doane Perry spielt solide und routiniert, James Duncan aber scheint lediglich die Zählzeiten nachzuschlagen, ohne markante rhythmische Akzente zu setzen, wie man es besonders von Barriemore Barlow gewohnt war. Dieser Makel schlug schon auf THE SECRET LANGUAGE OF BIRDS, Andersons vorletztem Soloalbum zu Buche, besonders fiel dieses lieblose Nachspielen der Zählzeiten auf dem Konzert von Ian Anderson auf der Freilichbühne Wattenscheid mit den Bochumer Symphonikern auf. Hier wurde übrigens eine genau so uninspirierte Version von Bouree dargeboten, GREENSLEEVES klang damals etwas weiter ausladend und mehr nach Klassik, als nach Coctail-Lounge-Jazz. GOD REST YOU MERRY GENTLEMAN findet sich übrigens auch auf dem Tull-Livealbum BURSTING OUT. Was ich an CHRSTMAS ALBUM am meisten vermisse, ist die gediegene, geheimnissvolle Atmosphäre von MINSTREL IN THE GALLERY oder HEAVY HORSES. Dennoch besser als alle Tull Outputs der letzten zwanzig Jahre.


Jethro Tull Live: Bursting Out
Jethro Tull Live: Bursting Out
Wird angeboten von Bessere_Musik
Preis: EUR 27,84

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen G R A N D I O S !, 4. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Jethro Tull Live: Bursting Out (Audio CD)
Für meinen Geschmack haben Jethro Tull, neben Yes und den frühen Genesis die beste und innovativste Band der jüngeren Musikgeschichte, viel zu wenige Livealben veröffentlicht. Wenn es nach mir ginge, hätten die Mannen um den kreativen Kopf Ian Anderson auf jeder Tour ein Livealbum mitschneiden sollen. Die Tracklisting auf diesem Silberling ist überzeugend, es fehlen höchstens VELVET GREEN oder HEAVY HORSES und natürlich MY GOD. Ansonsten überwiegt hier handwerkliches Können, Spielfreude und sehr viel Humor. Das Lineup der Band war nie besser: Barriemore Barlow am Schlagzeug, John Glascock(leider schon verstorben), Martin Barre an der Gitarre, David Palmer und John Evans an den Keybords....
Schade nur dass dieses Lineup ein Jahr später, kurz nach STORMWATCH ausseinanderbrach. Die Instrumentellen Improvisationen sind sehr gelungen und zeugen von Spontanität und Können. Nicht nur der Derwisch an der Flöte, bzw am Mikro und an der Akustikgitarre besticht hier durch seine begnadete Virtuosität, auch die anderen Bandmitglieder tragen ihren Teil zum Gelingen der Show bei. Soweit ich informiert bin, plant Anderson, dieses tolle Livealbum zusammen mit dem völlig unterbewerteten Studionachfolger STORMWATCH remastered und mit Bonustracks neu auf den Markt zu bringen. Das war vorrauszusehen und zeugt von Geldschneiderei, aber vielleicht sind dann ja VELVET GREEN oder HEAVY HORSES dabei....


Allgemeine Geologie (Sav Geowissenschaften)
Allgemeine Geologie (Sav Geowissenschaften)
von Raymond Siever
  Gebundene Ausgabe

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geologie-Bibel! Unverzichtbar für Studenten...., 29. November 2003
Jeder Student der Geographie und vor allen Dingen der Geologie muß dieses Buch haben, den es widmet sich in erschöpfender Form beinahe allen Aspekten der Geowissenschaften. Angefangen mit der Entstehung der Erde und des Sonnensystems und den Grundprinzipien der endogenen Geologie, machen die Autoren einen Sprung in die Mineralogie und Kristallographie und man widmet sich dort in großen Umfang dem Chemismus der Mineralien und den geologisch relevanten Grundzügen der Chemie. Bewundernswert ist, dass die Autoren die nervige und komplizierte Theorie der Elektronenorbitale (s, p, d, f- Orbitale) vereinfachen, in dem sie sich einfach auf das veraltete, aber für Geologen absolut ausreichende Rutherford-Modell zurückgreifen, was dem Inhalt anderer Lehrbücher, zum Beispiel dem Mortimer, der ebenfalls für Geologen unverzichbar ist, wiederspricht. Das Kapitel Mineralogie und Kristallographie, aber auch die Petrologie, die Lehre von den Gesteinen, wird voll ausgeschöpft. Vulkanismus, Sedimentgeologie, Hydrogeologie und Ozeanographie, alle Bereiche der Geologie werden behandelt; einziger Makel ist, dass die Autoren den Bereich der Ozeanographie für meinen Geschmack nur zu streifen scheinen und der Bereich der Paläontologie gar nicht berücksichtigt wird, obwohl die ökologischen Bedingungen prähistorischer Biosphären ebenfalls geologisch relevant sind. Auch beziehen sich die Autoren bei vielen Anschauhungsbeispielen leider oftmals nur auf die Vereinigten Staaten, selten auf Europa, Afrika oder andere, zweifelsohne ebenfalls geologisch interessante Kontinente. Sieht man davon ab, so bleibt immer noch ein essentiell wichtiges Buch für alle Studenten der Geologie und auch der Geographie, denn ich finde, dass die Geologie im Erdkundeunterricht viel zu wenig, sogar überhaupt nicht berücksichtigt wird und viele Geographen oftmals nicht wissen, wie das System Erde als Ganzes funktioniert.
UNVERZICHTBAR!!!


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