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Rezensionen verfasst von
Thomas K-Bär "Student"

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Physical Graffiti/Remaster(Vin
Physical Graffiti/Remaster(Vin

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neben IV das Beste der Zep-Four! Ein Monument...., 16. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Physical Graffiti/Remaster(Vin (Audio CD)
Handwerklich ist Physical Graffiti wohl das ausgereifteste Album von Led Zeppelin. Musikalisch geht man hier etwas gezähmter zu Werke, als noch auf den ungestümen ersten Beiden Alben der Band, wo man sich einfach von Cream oder Jimi Hendrix hat inspierieren ließ, allerdings härtemäßig deftiger zu Werke ging. Erst mit ihrem dritten Album wurden sie eigentändig, IV machte sie zu Göttern im Rock Olymp und diese Position, die sie dort innehaben, festigten sie mit diesem grandiosen Doppelalbum, welches soundmäßig absolut erwachsen und ausgereift klingt, wo jeder Song überzeugen kann und Jimmy Page sich an der Gitarre mehr profiliert, als auf den Alben zuvor, wo Robert Plant besser singt, als je zuvor, wo auch John Bonham und John Paul Jones durch Kreativität und Ideenreichtum glänzen, dieses Album ist ein Monument. Was Sgt. Peppers für die Beatles oder Tommy für The Who bedeutet, das ist Physical Graffity für die Zep-Four. Kashmir besitz wohl das am meisten geklaute Rockriff aller Zeiten (Rage against the machine war einer der Diebe). Doch nicht nur dieser Song ist ein Highlight. Welche Highlights gibt es noch? Alle Songs sind klasse und unsterblich, nie klangen die Zep-Four kreativer und virtuoser, nie klangen sie einstudierter und erwachsaener, dies ist wahrlich ein Album, mit dem man auch seine Großeltern glücklich machen kann. Zeitloser kann Rockmusik kaum sein.Es ist zwar etwas anspruchsvoller und sogar progressiver als die fünf Alben zuvor, doch es ist einfach das Beste. Punkt!
CHEERS!


Empire
Empire
Preis: EUR 7,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metal auf höchstem "State of the Art" Niveau, 8. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Empire (Audio CD)
Queensryche gehören zur absoluten Elite der anspruchsvollen Rockmusik, sie sind die kultiviertesten Vertreter des Genres.
Mit EMPIRE lieferten sie ein OPERATION MINDCRIME ebenbürtiges, allerdings etwas kommerziellers Nachfolgewerk ab. Der Sound ist vollkommen ausgewogen und fein nuanciert, besonders das Schlagzeug Scott Rockenfields klingt hier etwas gedämpfter und erträglicher, als noch zwei Jahre zuvor auf Mindcrime.
Die Songs sind allesamt klasse gemacht, sie zeugen von der handwerklichen Fertigkeit und Kompetenz sämtlicher Musiker, die mit Leib und Seele dabei sind.
Der Eröffnungssong BEST I CAN ist eine wunderbare, lebensbejaende Hymmne mit (natürlich) tollem Gesang Geoff Tates und treibenden Rhythmen, die Gitarrenarbeit steht dem in nix nach.
Auch THE THIN LINE ist ein toller, leicht progressiv angehauchter Song, allerdings nicht ganz dem Opener ebenbürtig, besonders penetrant ist hier der Einsatz des Synthesizers. Weiterhin klingt Tates Gesang eher untypisch und tief, leicht befremdlich.
JET CITY WOMAN knüpft wieder nahtlos an den Opener an und übertrifft diesen sogar an Progressivität. Ebenfalls eine Hymmne.
DELLA BROWN ist etwas träge, dennoch sehr emotional und von göttlicher Gitarrenarbeit und komplexen Rhythmen gekennzeichnet. Vielleicht etwas zu langatmig und monoton, doch der Gesang Tates, der ungewöhnliche Rhythmus und das göttliche Gitarrensolo machen dieses musikalische Kleinod zu einem Aufhorcher.
ANOTHER RAINY DAY WITHOUT YOU: Ebenfalls eine klasse Hymmne.
EMPIRE: Ist ein sehr dramatisches Stück, sehr emotional und inbrünstig gesungen, Tate steigert sich in die Lyrics hinein und dieses Stück ist in seiner dynamik und Power ebenfalls DAS Highlight des Albums.
RESISTANCE: Siehe auch ANOTHER RAINY DAY.....
SILENT LUCIDITY: Eine Ballade mit Gänsehautgarantie UND Tiefgang, mehr als eine Schnulze, hier werden Emotionen vermittelt.
HAND ON HEART: Noch eine emotionale, kraftvollle und packende Hymmne.
ONE AND ONLY: Noch packender und noch kraftvoller, als Hand on Heart.
ANYBODY LISTENING: Leicht balladesk, allerdings noch bewegender und packender, als Silent Lucidity, der Gesang, die Stimmungen, die Atmosphäre, die Gitarrenarbeit, all dies wird hier einheitlich und unnachahmlich verwoben zu einem Stück epischen Ausmaßes. Absolut genial.
Dieser Song, das Titelstück, Best I Can und JET CITY WOMAN sind die unbestreitbaren Höhepunkte des Albums, ohne die übrigen Songs in Abrede stellen zu wollen, denn sie alle haben Aussagekraft, Tiefgang, Power und Anspruch, hier wird Rockmusik auf höchstem Niveau geboten, absolut jenseits aller Klischees, innovativ und anspruchsvoll. Mit traditionellem Metal hat dies kaum noch etwas zu tun, ProgRock ist es aber auch nicht. Es sind Queensryche, das musss als Qualitätsgarantie ausreichen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 24, 2009 10:12 AM CET


Long Live Rock & Roll (Rmst)
Long Live Rock & Roll (Rmst)
Preis: EUR 8,39

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Name ist Programm!, 5. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Long Live Rock & Roll (Rmst) (Audio CD)
In den späten Siebzigern, als Punk und New Wave auf dem Vormarsch waren und das Genre des klassischen HardRock zu überollen drohten, ging der ehemalige Deep Purple Gitarrero und Jon Lords Lieblingsfeind Nr. Eins keine Kompromisse ein und lieferte ein Album ab, das sich alller Klischees und Stilelemente des damals ins Abseits geratenen Genres bedient. Im Vergleich zum Vorgängeralbum RISING, dem wohl besten und spektakulärsten Studioalbum der Regenbogenformation, wurden die Songs etwas kommerzieller, aber Stilbruch begann Blackmore hier keinesfalls. Schade nur, dass die anspruchsvollen und progressiven Keybordnuancen, die RISING zu etwas Besonderem machten, hier fehlen. Auch Dios Stimme kommt hier nicht ganz sooo gut zur Geltung, wie auf dem Vorgängeralbum. Dennoch aber ist das Album hier in einem Atemzug mit Rising zu nennen. Zum einem wegen Dio, zum anderen wegen Drummer-Legende Cozy Powell (RIP). Die Songs sind hier nicht mehr ganz so heavy und wuchtig, ausser dem Killersong KILL THE KING vielleicht, welchen man schon dem Genre des Heavy Metals zuordnen muss, auch wenn dieses Genre damals noch in den Geburtswehen lag. Interresant ist, dass beim orientalisch angehauchten, geheimnissvollen GATES OF BABYLON im Riff fast vollständig auf die E-Gitarre verzichtet wurde und der Song vom Keybord, von Streichersequenzen und vom Bassgroove lebt, kein Wunder, denn die vier dicken Saiten wurden hier auch vom Bandboss persönlich gezupft. Die Fender Stratocaster kommt hier lediglich beim Solo zum Einsatz, das aber nicht zu knapp. Als heavy kann man diesen Song nicht bezeichnen, Pop ist es aber auch nicht, denn er gehört noch zu den längeren Nummern des Albums. Der Titelsong ist heute noch ein Klassiker in der Liveshow von Dio, ein wahrer Killersong, der wirklich rockt, ohne allerdings Neues oder aufregendes zu bieten. Dieser Song bedient sich wohl am meisten der gängigen Rockklischees. Dennoch eine Hymmne, die auf jeder Rockparty Programm sein sollte, wie auch schon der Name des Albums Programm ist. Auch das eher kommerzielle LADY OF THE LAKE weiß durch einen tollen Groove und durch geschickte Melodieführung zu überzeugen. Dios Stimme und Blackmores Gitarre bilden hier die Eckpfeiler, auch wenn letztere etwas sparsamer eingesetzt wird, als man es vom Egomanen Blackmore gewohnt ist. L.A. Connection hätte auch vom kommerziellen, radiotauglichen Nachfolgealbum DOWN TO EARTH (hier schon ohne Dio, der ging zu Black Sabbath und machte auf Heaven and Hell da weiter, wo Rising aufhörte), stammen können und skizzierte schon den Weg, den Blackmore einschlug, hin zu Hits, weg vom epischen HeavyRock. Das war wohl auch der Anlass, warum Dio ging. Auf diesem Song kommt Dios Stimme kaum zur Geltung. Was dieses Album in Genre-Kreisen so unsterblich macht, sind der Titelsong, der bereits erwähnte Nackenbrecher KILL THE KING und der fetzige Stampfer THE SHED, welcher ebenfalls noch zu den härteren Nummern des Albums zählt. Tiefpunkt ist wie ich finde, das minimalistische, nur von Dios Stimme lebende, komplett ohne Gitarrensolo auskommende RAINBOW EYES, welcher eigentlich nichts aussagt und bei dem es sich um eine Schwarzweißkopie von CATCH THE RAINBOW handelt. Dennoch aber ein interessanter Kontrast. Hier wird HardRock mit jeder Pore gelebt und geatmet. Der Sound ist überwältigend und die Musiker sind allesamt mehr als kompetent.
CHEERS!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2015 6:40 PM CET


Lock Up the Wolves
Lock Up the Wolves
Preis: EUR 5,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Völlig zu Unrecht verrissenes Metal/Blues-Experiment., 2. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Lock Up the Wolves (Audio CD)
Anfang der neunziger krempelte Dio seine Band komplett um. Ein Gittarist, der bei den Aufnahmen des euen Albums LOCK UP THE WOLVES erst siebzehn war (gemeint ist Rowan Robertson), der zeitweilige AC/DC-Schlagzeuger Simon Wright, der jetzige Stratovarius-Keyborder Jens Johannson und natürlich der kleine Mann mit der großen Stimme selbst. Man entfernte sich etwas von der gewohnten Linie, weg von den Fantasyklischees, weg von Drachen und Elfen, dafür aber experimentierte man ein wenig mit Blues, was wohl nicht gerade wenig auf Simon Wright und Rowan Robertson zurückzuführen ist. Die Songs sind alle immer noch Metal, atmen aber dennoch starke Blues-Vibes, sind also im Groß eher langsam, aber dennoch kraftvoll, vor allem im Sound. Die packende, transparente und zeitgemäße Produktion des Albums ist eines seiner Stärken, aber auch die Songs können überzeugen. Mit WILD ONE und WALK ON WATER sind zwei klasse Uptemponummern im Stile von WE ROCK oder STAND UP AND SHOUT vorhanden, die einen Vergleich mit ihren Vorbildern nicht zu scheuen brauchen. Das Groß der Songs allerdings ist, wie bereits erwähnt, eher schleppend langsam, was auf den stark vertretenen Blueseinfluss zurückzuführen ist. Am ehesten hört man dies beim Titelsong heraus, welcher ein wenig an Shame on the Night vom Holy Diver Album erinnert, allerdings etwas düsterer klingt, ja sogar fast schon etwas von Dios Black Sabbath Phase (1980-1982) hat. Sehr zähflüssig und langsam. Eben dies gilt auch für EVIL ON QUEEN STREET, TWISTED und BETWEEN TWO HEARTS. Hier verschmelzen Metal und Blues zu wirklich gelungenen Songs. Epische Powerballaden mit monumentalen Charakter findet man höchsten in Form des Abschlusssongs MY EYES, welcher sehr dynamisch und abwechslungsreich ist und in welchem Dio Zitate aus früheren Songs aus seiner Rainbow und Black Sabbath Phase eingebaut hat.
Ich weiß nicht, was es an diesem tollen Album auszusetzen gibt. Wer Holy Diver mag, wird auch hiermit keine Probleme haben.
CHEERS!


Sacred Heart
Sacred Heart
Preis: EUR 5,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packende, kraftvolle Rockmusik mit riesiger Stimme., 25. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Sacred Heart (Audio CD)
SACRED HEARD ist wohl das keybordlastigste, aber auch das kommerziellste Album des inzwischen betagten Herren. Keyborder Claude Schnell zeigt, was er drauf hat, besonders beim epischen Titelsong, der ein einzigartiges mystisch-magisches Flair versprüht und das nicht nur aufgrund der tollen Stimme Dios. Die Midtempolastigen Stücke sind das, was Dio am besten beherrscht, schnellere Songs sind nicht ganz so seine stärke, zumindest haben sie nicht den Klassikerstatus, wie die Titelsongs von Holy Diver, The Last in Line oder halt von diesem Album. Auch klasse ist die leidenschaftliche Rocknummer ROCK 'N' ROLL CHILDREN, eine Anspielung auf Dios Hear'n' Aid Projekt, welches obdachlosen Jugendlichen in LA zu Gute kam. Packende Melodien, toller Gesang und ein im Vergleich zu LAST IN LINE wieder transparenter, zeitgemäßer Sound. Sicher gibt es auch hier Füller, aber alleine der Titelsong, das rasante, powervolle KING OF ROCK'N'ROLL, besagtes ROCK'N'ROLL CHILDREN oder auch der kommerziell angehauchte, leicht poppige Stampfer HUNGRY FOR HEAVEN oder das düstere ANOTHER LIE rechtfertigen einen Kauf des Albums. Die kommerzielle Linie führte Dio zwei Jahre später mit DREAM EVIL fort. An Sacred Heart gibt es nicht viel auszusetzen, und es nur zu verreißen, weil es zu melodisch und nicht heavy genug ist, zeugt von Kleingeist. Wie für alle Alben des Meisters gilt hier: KAUFEN!
CHEERS!


A Passion Play [REMASTERED] [ORIGINAL RECORDING REMASTERED]
A Passion Play [REMASTERED] [ORIGINAL RECORDING REMASTERED]
Preis: EUR 9,99

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich nehme alles zurück! Kommt Zeit kommt Rat....., 25. Februar 2004
Viel Kunden fragen sich jetzt vielleicht, warum ich zwei verschiedene Rezensionen zum selben Album verfasse:
Meine erste Rezension verfsste ich in einem wesentlich kritischeren Grundtenor, weil ich mich damals mit A PASSION PLAY nicht anfreunden konnte. Zum Kontrast hier meine aktuelle Meinung, die wesentlich positiver ausfällt, zumahl ich ja nun Zeit genug hatte, mich mit diesem Epos auseinanderzusetzen.
Wer meine Rezensionen kennt, der weiß vielleicht, dass es mir eigentlich nie progressiv genug sein kann (siehe Yes, Genesis).
A PASSION PLAY ist das progressivste, was Jethro Tull jemals der Musikwelt zumuteten. Es ist nicht so stringent und flüssig durchkomponiert wie der kongeniale Vorgänger THICK AS A BRICK, sondern wesentlich zerfahrener, abgehackter, jazzlastiger, dafür aber auch abwechslungsreicher. Man muss Anderson für seinen Ideenreichtum Respekt zollen, denn einfallsreicher und anspruchsvoller klangen sie nie wieder und nachdem dieses tolle, auch von mir zunächst zu Unrecht verissene Album vernichtende Kritiken einheimste, wandte Anderson sich der kommerzielleren Musik zu und schrieb eine leichter verdauliche Fortsetzung des Epos, nämlich WARCHILD, welches ebenfalls noch sehr progressiv ist, allerdings auch offener und zugänglicher. An meiner Meinungsänderung bezüglich dieses Albums erkennt man, dass die Alben, die man zunächst ratlos in die Ecke schmeißt, am Ende doch am besten sind, weil sie nicht so schnell zünden, dafür aber länger brennnen.
Das Stück zeigt besonders Bassist Jeffrey Hammond und auch Schlagzeuger Barriemore Barlow auf ihrem Höhepunkt in der Band. Die Interaktion zwischen Bass und Schlagzeug ist absolut genial, besonders weil Hammond ja auch an der Komposition des Stücks mitbeteiligt war. Überdimensionale Rhythmen und weit ausladende Keyboredpassagen machen das Album zu einer Bombastorgie ohne Gleichen. Leider wirkt der Einsatz des Synthesizers etwas deplaziert und fehl am Platze, auch die Flöte wurde von Anderson schonmal verschwenderischer eingesetzt, dafür kommt aber das Saxophon zum Einsatz und das nicht zu knapp, was den avantgardistischen Touch noch verstärkt. Die aksutischen zwischenpassagen allerdings sind atemberaubend emotional, zumal die Akustikgitarre hier ein wenig mehr Verwendung findet, als noch auf THICK AS A BRICK. Man findet hier sogar mittelalterlich folkloristische Passagen, die schon auf die Richtung hindeuten, die Anderson zwei Jahre später mit MINSTREL IN THE GALLERY einschlug. Etwas weniger Synthesizer und mehr Querflöte hätten dem Album gut getan, weil es dann etwas organischer klingen würde. Ein kleiner Lichblick in dieser düsteren Inszenierung musikalischen Irrsins ist das Monty Python inspirierte Hörspiel THE STORY OF THE HARE WHO LOST HIS SPECTACLES, welches soweit ich weiß von Bassist Jeffrey Hammond vorgetragen wird. Einfach nur witzig und kurios. Nach hundertmaligem Konsum dieses Epos (eine andere Bezeichnung wäre unangemessen) vertsehe ich nun die inneren Zusammenhänge im Song. Es gibt aber immer noch viel Schatten auf dem Album, besonders die kakophonischen Ausbrüche der Band in einigen Passagen. Doch diese verstärken den Kontrast und machen das Stück umso dynamischer, abwechslungsreicher, beinahe schon zu einem Musical, besser noch, zu einem Theaterstück. Repräsentativ für Tulls Musik ist dieses Werk nicht, dennoch aber hebt es sich deutlich von allen anderen Tull Alben hervor. Genauso wie für THICK AS A BRICK hat Anderson heirfür den Musiknobelpreis verdient, schade nur, dass einen solchen nicht gibt.


The Last in Line
The Last in Line
Preis: EUR 7,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvoll und packend. Ein Klassiker des Genres.,, 24. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: The Last in Line (Audio CD)
Es ist überraschend, wie leicht es Ronnie James Dio geschafft hat, ein seinem Debütalbum ebenbürtiges Album zu erschaffen. Im Vergleich zum Vorgänger klingt der Sound hier recht staubig und altbacken, dafür bestechen fast alle Songs durch ihre Qualität. Der Opener WE ROCK heizt ordentlich ein und rockt noch mehr, als sein Name es vermuten lässt.
Tolles Riff, toller Gesang, toller Rhythmus, der in die Nackenmuskulatur geht. Der Titelsong fängt ruhig an, fast schon balladesk, dafür aber entwickelt sich das Stück zu einem alles niederwalzenden, epischen Rockstampfer mit starkem Keybordeinschlag (Keybordteppich passt schon eher), tollen Gitarrenlicks und natürlich tollem Gesang Wahrscheinlich ist dieser Song der wohl beste Song aus Dios Solokarierre. BREATHLESS ist ein weiterer erstklassiger Rocksong, zwar nicht ganz so fetzig wie WE ROCK und auch nicht ganz so episch wie der Titelsing, weiß er dennoch zu gefallen, weil seine melodie gut ins Ohr geht. I SPEED AT NIGHT ist zwar sehr wuchtig, schnell und heavy, zumahl er den Opener in diesen Aspekten zu toppen versucht. Und dabei scheitert. Leider Überflüssig. Das Riff wurde allerdings elf Jahre später von Iron Maiden wiederverwertet (im Song MAN ON THE EDGE), so wurde dieser Song doch noch nützlich. ONE NGHT IN THE CITY ist eine tolle, fetzige, treibende und zugleich melodische Hymmne zum Headbangen, Luftgitarrespielen und Mitsingen. Einfach nur göttlich. EVIL EYES ist genau dasselbe, sehr melodisch, dennoch rockig. Ebenfalls daumen hoch.
MYSTERY schlägt in die kommerziellere Bresche und ist sehr melodisch, allerdings auch etwas klischeehaft. Trotzdem auch hier: Beide daumen nach oben! EAT YOUR HEART OUT ist leider aucxh ein kleiner Durchhänger, uninspiriert, allerdings mit überrraschenden Brakes und halbwegs ohrwurmtauglichenm Melodien. Das Solo in diesem Stück aber ist einfach nur genial und entschädigt einen für den ansonsten eher unterdurchschnittlichen Song.
EGYPT ist dann der Epos, der das Album zusammen mit seinen anderen Eckpfeilern LAST IN LINE und ONE NIGHT... zu einem unsterblichen Klassiker macht. Diesewr Song ist sehr langsam und schleppend, allerdings dennoch heavy und auch mysteriös geheimnissvoll, dynamisch und fesselnd. Spannend gemacht. Jeder Mattenschwinger, Headbanger und Luftgitarrenspieler sollte dieses Album kennen, denn in der Metalszene gilt es als Allgemeinbildung.
Fazit: Fast alles, was Dio anpackt, ist Gold wert. Ein unsterblicher Rockklassiker, trotz des Sounds. Eine Remastering Kur bietet sich an...
CHEERS!


Dream Evil
Dream Evil
Preis: EUR 5,99

13 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von vielen über-, von vielen unterbewertetet..., 24. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Dream Evil (Audio CD)
DREAM EVIL ist ein klasse Rockalbum, welches allerdings von vielen Fans überbewertet wird, viele Fans allerdings verkennen auch dieses Album. Es ist in der Tat eine Scheibe, die die Gemüter spaltet, gehasst und vergöttert.
Zugegeben: Der Sound ist einfach nur matschig und schwach, vollkommen kraftlos und nicht annähernd so spritzig wie auf Holy Diver oder dem Nachfolgealbum Lock up the Wolves.
Der Produzent (Angelo Arcuri; scheint wohl nur Praktikant Dios gewesen zu sein...) hat einfach nur geschlampt. Leider war dies Ende der achziger Gang und Gäbe, Minimalismus bei Rockproduktionen walten zu lassen. Das 1976 erschienene RISING von Dios alter Band Rainbow kann einen besseren Sound aufweisen, kein Wunder, Martin Birch (Deep Purple, Black Sabbath, Iron Maiden) hatte Rising soundtechnisch verdedelt...
Zu den Pluspunkten von DREAM EVIL:
Das Coverartwork ist genial, im Gatefold Design, also sich über Vorder- und Rückseite des Albums erstreckend.
Das Groß der Songs:
NIGHT PEOPLE ist ein Uptempo-orientierter Song, sehr schnell, leichte Remineszenzen an NEON KNIGHTS von Black Sabbath besitzend, allerdings nicht so düster, dafür aber etwas geheimnissvoller. Dios Stimme ist wie immer Garant für Atmosphäre und Tiefgang, Emotionen und Power, seine Lyrics ebenfalls, auch wenn seine Texte nicht wirklich viel aussagen....
DREAM EVIL: Das Riff ist geklaut von Rainbows MAN ON THE SILVER MOUNTAIN, also nichts neues, dafür besitzt auch dieser Song Tiefgang.
SUNSET SUPERMAN: Auch dies ist ein klasse Rocksong, eher midtempolastig, das Riff ist auch nichts Neues, das RAd konnte Neuzugang Craig Goldie nicht neu erfinden. Eigentlich ist der Song schon unverschämt einfallslos, das Intro ist von Holy Diver geklaut, die Melodie allerdings ist klasse, Dios Stimme sowieso und somit wird ausgerechnet dieser Song zu einem Highlight des Albums, auch wenn er nichts bietet, was man nicht schon irgendwo gehört hat. Der Rhythmus im Mittelteil ist von WE WILL ROCK YOU geklaut, das Solo allerdings ist nicht schlecht.#
ALL THE FOOLS SAILED AWAY: Eine kraftvolle Rockballade, ähnlich arrangiert wie EGYPT oder THE LAST IN LINE (besonders strukturell), allerdings etwas fröhlicher und nicht so düster.
Kurzweiliger Höhepunkt ist das Keybordsolo Claude Schnells (was für ein Name) kurz vor dem Gitarrensolo.
NAKED IN THE RAIN ist ebenfalls ein kraftvoller Rocksong, allerdings genauso melancholisch wie ALL THE FOOLS, nur ein wenig schneller. Dios Gesangsmelodien sind gänsehauterregend, hier fast schon traurig.
OVERLOVE fängt vielversprechend an, nach den Schlagzeugsynkopen Vinnie Appices allerdings verliert er sich im leicht Belanglosen, auch wenn er Power hat, bzw haben sollte.
I COULD HAVE BEEN A DREAMER ist leider, trotz tollen Gesangs der Tiefpunkt des Albums, eher Schlager als Metal. Peinlich, trotz des rockigen Anfan'gsriffs.
FACES IN THE WINDOW ist dann wieder iene Entschädigung für diesen Hänger, rockig, geheimnissvoll und melodisch.
WHEN A WOMAM CRIES: Hier gilt dasselbe, wie für den Vorgänger.
Fazit: DREAM EVIL ist selbstverständlich nicht mir HOLY DIVER, LAST IN LINE oder LOCK UP THE WOLVES (dem vielleicht unterbewertetsten Album der Band) vergleichbar, hat aber seine Momente und ist Freunden des melodischen Hardrocks a la Magnum oder Scorpions durchaus zu empfehlen.
CHEERS!


Live Evil
Live Evil
Wird angeboten von Videomusiconline
Preis: EUR 17,90

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WER NUR EIN SABBATH ALBUM BRAUCHT....., 23. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Live Evil (Audio CD)
.... der möge sich dieses Livealbum holen. Gründe, dass dieses Album das beste im Programm der Band ist, sind folgende:
I: Dio singt besser als Ozzy, sogar die alten Klassiker wie Black Sabbath oder Iron Man klingen mit seiner Stimme wesentlich brachialer, düsterer und geheimnisumwobener.
II: Tony Iommies Gitarrenspiel klang nie brachialer und heavier.
Skeptiker mögen anführen, dass Ozzy der einzige Sänger ist, der das Recht hat, bei Sabbath am Mikro zu stehen. Doch dies sind Behauptungen von Leuten, die Live eviL nicht gehört haben. Dio ist einfach der bessere Sänger, seine Stimme hat ein atemberaubendes Volumen und eine Spannbreite von vier Oktaven.
Dios Stimme klingt angenehmer als das jämmerliche Gewimmere Osbornes. Versteht das Bitte nicht falsch, die Qualität einiger der mit ihm aufgenommenen Scheiben wie Sabbath, bloody Sabbath oder Paranoid soll hier nicht in Abrede gestellt werden, dennoch aber haben die Songs durch Dios Stimme mehr Tiefgang. Sein Timbre ist überwältigend und beim Song Black Sabbath läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken, wenn Dio sich in die Lyrics hineinsteigert und zur Form seines Lebens aufläuft....
Zun den Songs:
E 5150 ist eine klasse Instrumentalnummer, sehr düster vor sich her wabernd, regelrecht angseinflößend und bösartig, allerings auch melodisch. Hier etwas stringenter als die Studioversion.
NEON KNIGTHS klingt noch einen kleinen Tick roher und raubeiniger als die Studioversion von Heaven and Hell, Dio singt noch einen kleinen Tick inbrünstiger.
N.I.B. ist der Studioversion mit Ozzy ebenbürtig, allerdings klingt Dio hier wirklich wie der personifizierte Teufel, und nicht wie eine Heulboje auf Entziehungskur. Schade nur, dass das Bass Solo fehlt, das die Studioversion hörenswert machte.
CHILDREN OF THE SEA ist seeeehr laaaangsaaam. Einer der seltenen, wenn nicht sogar der einfige Fall, der mir bekannt ist, dass die Liveversion desselben Songs langsamer gespielt wird, als die ensprechende Studioversion. Wie zähflussige Lava aus dem düstersten Erdinnern quillt dieser Brecher aus den Boxen hervor. Gehiemnisvoll und melodisch ist er obendrein auch noch.
VOODOO übertrifft die etwas lahmarschige Studioversion bei weitem, Iommies Riff klingt hier tiefer und erdiger, auch die Interaktion Dios mit dem Publikum ist nicht übel, auch wenn letzteres nur schwer warzunehmen ist.
BLACK SABBATH übertrifft die Studioversion an Epik und Boshaftigkeit, auch hier klingt Dios Stimme wie das Böse in Persona. Der Song lebt von nur drei einfachen Noten, vom Schlagzeugspeil Vinnie Appices und von Dios Stimme. Hier machen der Song und die Band ihrem Namen alle Ehre.
WAR PIGS ist der einzige Song, der mich in der Originalversion mir Ozzy mehr überzeugte, weil er anno dazumal spritziger klang.
IRON MAN zeigt Dio wieder von seiner bösen Seite. Angsteinflößend und noch düsterer als Black Sabbath. Vinnie Appices Schlagzeugspiel übertrifft das von Bill Wards bei der Studioversion bei Weitem.
MOB RULES ist ein klasse Rocksong, auch wenn Iommi das Riff von Iron Maidens Sanctuary geklaut hat, welches zwei Jahre früher rauskam.
HEAVEN AND HELL ist der unbestrittene Höhepunkt dieses Albums. Geheimnissvoll, episch, tiefgründig und melodisch. Besser als die Studioversion ist das Stück hier allemal, weil das Riff mehr Power hat und das Solo am Ende des Songs einfach nur atemberaubend ist. Göttlich!
SIGN OF THE SOUTHERN CROSS hält leider nicht mir der atemberaubenden und alles Niederwalzenden Studioversion mit, da die zweite Strophe fehlt und die Stimmung nicht so gut rüberkommt
Dafür aber führt der Song das Vorgängerstück zu Ende, weil hier die letzte Strophe von Heaven and Hell gespielt wird, die beim eigentlichen Song aufgrund des Gitarrensolos fehlte. SIGN OF THE SOUTHERN CROSS und HEAVEN AND HELL sind hier als eine Suite zusammenzufassen.
PARANOID ist leider dem Original mit Ozzy nicht ebenbürtig. Dio gibt sich hier ausnahmsweise keine Mühe, die hebt er sich auf für:
CHILDREN OF THE GRAVE: Noch brachialer, düsterer und rockiger als die Studioversion, Dio singt sich die Seele aus dem Leib.
FLUFF ist ein akustisches Instrumental aus dem Album Sabbath, bloody Sabbath. Leider hört man hier nichts. Absolut überflüssig.
Dafür fehlen leider SABBATH, BLOOODY SABBATH und INTO THE VOID. Mich würde brennend interresieren, wie Dio diese Stücke interpretiert hätte.... Aber man kann nicht alles haben.
Weiteres Manko ist, dass das Publikum kaum wahrzunehmen ist. Am negativsten fällt dies bei Heaven and Hell auf, wo Dio den Kontakt mit den Fans sucht, welche auch antworten, nur leider hört man es hier kaum ("on and on, on and on it's .....").
Doch die arschtight aufeinander eingespielte Band und die klasse Songs aus der Ozzy Ära machen dieses Album zu einem absoluten Klassiker, auch wenn viele dies nicht warhaben wollen. Wer auf Dios Stimme abfährt, oder wissen will, wie sich Sabbath ohne Ozzy anhörten, denn dies ist das Paradebeispiel dfür, dass es auch ohne Ozzy geht, muss dieses Album sein Eigen nennnen!
CHEERS!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2015 1:35 AM CET


Mob Rules
Mob Rules
Wird angeboten von redroserecords
Preis: EUR 27,00

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metal Rules! Besser als die Ozzy-Alben!, 16. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Mob Rules (Audio CD)
Obwohl Black sabbath mit MOB RULES wieder mehr nach Black Sabbath klingen, als noch auf dem Rainbow - inspirierten HEAVEN AND HELL, finde ich, dass das Nachfolgealbum etwas abfällt, weil es stilistisch auf der selben Stelle zu treten scheint, wie Heaven and Hell. Allerdings klingt der Sound auf Mob Rules wieder roher, heavier und ungehobelter, so wie man es aus der Frühzeit der Band gewohnt war. Dieses rohe, ungeschliffene und authentische Live-Feeling ging auf dem leicht überproduzierten und glattpolierten Heave and hell verloren, auch wenn es zweifelsohne nur gute Songs enthielt. Mob Rules klingt zwar heavier und brachialer, dafür aber nimmt man kaum eine weiterentwicklung war. Wirkliche Klassiker aber sind ohne Frage das geheimnisvolle und düstere, zähflüssig vor sich her wabernde SIGN OF THE SOUTHERN CROSS oder FALLING FROM THE EDGE OF THE WORLD oder das angsteinlößende Instrumental E 5150. Alleine der erstgenannte Track macht dieses Album zu einem Pflichtkauf, auch wenn es Füller im Stile von COUNTRY GIRL oder SLIPPING AWAY gibt, die den Standart der besseren Songs nicht ganz halten können. Drummer Vinnie Appice zeigt, dass ere mehr drauf hat als Bill Ward, Dio singt sowieso göttlich und allein deshalb sollte jeder Metalfan dieses Album sein Eigen nennen!


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