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Rezensionen verfasst von
Thomas K-Bär "Student"

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Strange Highways
Strange Highways

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut Genialer Metal voller Zeitgeist! Unterbewertet!, 4. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Strange Highways (Audio CD)
Neben dem umstrittenen ANGRY MACHINES mit dem ebenso umstritetnen Ausnahme Gitarrero Tracy G ist auch STRANGE HIGHWAYS eines der wohl unterbewertetsten Rockscheiben überhaupt. NAch einer kurzen, leider gescheiterten Reunion mit Black Sabbath (DEHUMANIZER 1992) hat Dio was härtere und aggressivere Musik mit schrägen Tönen betrifft wohl Blut geleckt und verabschiedete sich endgültig vom magischen Drachen und Elfen Image, soften 80ies Posermetal und legte eine den 90ern zeitgemässe Wuchtbrumme hin. Dio knüpft mit diesem sehr schwer im Magen liegenden, sperrigen und düsterem Album direkt am ohnehin schon serh harten DEHUMANIZER an, nahm Black Sabbath Drummer gleich mit ins Schlepptau und zog sich sowohl den Hass Tony Iommies und zugleich vieler alter Fans zu, die gerade soi melodiosche Alben wie LAST IN LINE oder SACRED HEART so liebten, die warme Atmosphäre, die Magie, die Melodien... Um dann ins kalte Wasser der Arktis geschmissen zu werden. Melodisch ist auch dieses Album irgendwie, allerdings ist es sehr düster, seeehr heavy und brachial, jenseits melodischer Mitsingrefrains. Songs wie das langsame und schleppende, sehr schräge STRANGE HIGHWAYS, oder das rhythmisch vertrackte und wuchtige EVILUTION oder das recht schrullige JESUS, MARY AND THE HOLY GHOST wildern in unbekannten Territorien und fischen in unbekannten, tiefen musikalischen Gewässern, die Dio zuvor nie befahren hat, in denen er sich abetr trotzdem meisetrhaft schlägt und man sich fragt, warum ein dermassen brilliantes und auch innovatives Album nirgendwo zu bekommen ist. Ich ziehe dieses Album sogar HOLY DIVER vor, nicht weil es modern klingt, sondern weil es auf abgedroschene Phrasen verzichtet, geniale und abwechslungsreiche Rhythmusarbeit und absolut durchgeknalltes und virtuoses Gitarrengeschrammel jenseits dieser Galaxie zu bieten hat.
Höhepunkte sind: STRANGE HIGHWAYS, GIVE HER THE GUN, JESUS MARY & THE HOLY GHOST und EVILUTION.
CHEERS!


Queensryche (Remastered)
Queensryche (Remastered)
Preis: EUR 10,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie Live ist es wirklich??, 20. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Queensryche (Remastered) (Audio CD)
Die Studiosongs der ursprünglich nur als demo erhältlichen selbstbetitelnden EP sind stilistisch sehr heavy, brachial, ungestüm, aber dennoch von handwerklich einmaliger Klasse und Ausgereiftheit. Man orientiert sich noch sehr eng an Black Sabbath, Judas Priest oder Iron Maiden. Diese erste Aufnahme der Band ist wohl ihre mit Abstand härteste und düsterste, qualitativ aber über jeden Zweifel erhaben und schon recht eigenständig, trotz der stilistischen Nähe zu den Vorbildern. Der Sound ist für eine eigenproduzierte Demo überwältigend. Der erste Song hat eine Menge von Iron Mmaiden, besonders die Gitarrenläufe, allerdings ist der Gesang Tates noch cleaner und höher und das rhythmische Grundgerüst etwas vertrackter. Eine geniale Hymmne! Der zweite Song NIGHTRIDER ist wohl das brutalste Stück der Band, hat eine Menge von Black Sabbath, erinnert mich vom sehr tiefen Riffing her an TRASHED aus Born Again oder NEON KNIGHTS aus Heaven and Hell, mit fettem Doublebass Gewummer und einer Brachialität, wie sie nie wieder von Queensryche zu hören war. Der Gesang allerdings ist ebenfalls wie beim Titelsong sehr hoch und clean und natürlich melodisch, was man vom Gekreische von Judas Priests Rob Halford nicht behaupten kann. Die Gitarrenduelle sind typisch Maiden oder Rainbow. BLINDET schlagt in eine ähnliche Kerbe, ist aber nicht ganz soo melodisch. THE LADY WHORE BLACK besitzt dann endgültig die Bandeigenen Trademarks, cleane Gitarren, Emotionen, Stille, Getragenheit, Atmosphäre... Die vier Studiotracks sind allesamt genial, aber nun kommen wir zum kleinen Manko der Live Bonustracks: Sie sind von den Studioaufnahmen nicht im geringsten zu unterscheiden, zumindest nicht, was Gesang und Gitarrenspuren anbelangt. Schlagzeug und Bass sind eindeutig als Liveaufnahmen zu identifizieren, weil sie sich deutlich von den Studioversionen des nachfolgenden Albums WARNING unterscheiden, allerdings scheint es mir, dass man die Tonsbandpuren mit den Gitarren und dem Gesang über die Liveaufnahmen gelegt hat und nur noch die Basslinien und das Schlagzeugspiel als tatsächliche Liveaufnahmen übrig blieben. Die Liveaufnahmen sind also zu fünfzig Prozenr gefälscht, auch wenn es unglaublich klingt. Ich habe mir die zeit genommen, mir die Liveaufnahmen mehrmals mit dem Kopfhörer genauestens anzuhören, anschliessend nahm ich mir die entsprechenden Studioaufnahmen von WARNING zur Brust und stellte bei Gesang und Gitarre keine Unterschiede fest, selbst in den feinsten Nuancen wichen sie nicht voneinander ab. Versteht das bitte nicht falsch, Queensryche sind eine perfekte Liveband, aber sooo perfekt wie im Studio kann selbst so eine begnadete Band Queensryche nicht klingen. Lediglich bei TAKE HOLD OF THE FLAME und bei EN FORCE sind deutliche Unterschiede auch bei Gitarre und Gesang festzustellen, mit viel Wohlwollen lass ich auch noch WARNING und NIGHTRIDER durchgehen, weil es in feinsten Nuancen von den Studioversionen abweicht, aber der Rest klingt absolut identisch, bis auf Bass und Schlagzeug wohlgemerkt. Das Publikum scheint wie auf Knopfdruck zu reagieren, als würde es sich von selbst abschalten, noch bevor der erste Ton eines Songs ertönt. Wenn man den Sound des Publikums und der Ansagen Tates mit den Sound der eigentlchen Songs vergleicht, so kommt man zum Schluss, dass die Band beim Ausbuddeln der verschollenen livetapes zur Verwertung als Bonusmaterial doch erheblich im Studio herumgedoktert hat. Wer die EP noch gar nicht hat, der soll zuschlagen, wer sie in der ursprünglichen Version schon besitzt und einen Neukauf nur wegen der Livetracks in Erwägung zieht, der sollte sich auf eine leichte Enttäuschung gefasst machen. Dennoch höre ich dieses Album gerne und erteile Queensryche Neulingen, die die EP noch nicht kennen, den Kaufbefehl!!


Angry Machines
Angry Machines

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultivierte Wut! Absoluter Geheimtipp!, 29. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Angry Machines (Audio CD)
Ich weiß nicht, warum so viele Leute dem kleinen Mann mit der großen Stimme das Recht versagen, neue Wege zu beschreiten und mal was anderes auszuprobieren, als die xte Holy Diver Kopie...
So gut Holy Diver und Last In Line auch waren, die Alben danach waren nur Kopien davon (Ausnahme:Lock Up The Wolves), nicht schlecht, allerdings etwas farblos, auch wenn der eine oder andere gute Song dabei war. Nach der gescheiterten Black Sabbath Reunion (Dehumanizer) holte sich Dio den ausgefallenen mexikanischen Gitarristen Tracy Gri Jalva an Bord und legte so tolle düstere und experimentierfreudige Alben wie Strange Highways und eben dieses Angry Machinesvauf den Tisch. Es ist immer noch Dio, allerdings viel schwerer zugänglich als Last In Line, viel sperriger, düsterer, härter, aggressiver, wütender und kälter... Keine Lyrics über Drachen und Elfen, sondern über die nackte Realität, wenn auch metaphorisch verpackt.
Der Eröffnungssong INSTITUTIONAL MAN ist ein sehr langsames, schlleppendes, aber dennoch sehr kraftvolles und düsteres Stück, leichte Blues, aber auch Industrial Einflüsse, ein geniales Stück in bester Black Sabbath-Tradition mit genialen Lyrics über Isolation und Aussenseitertum.
DONT TELL THE KIDS ist eines der Lieder, die dann Fans verstörten, die den Eröffnungssong noch gut fanden: Sehr aggressiv, sehr schnell, eher in Marilyn Manson Richtung gehend mit sehr dissharmonischen Sequenzen, teilweise aber auch an Motörhead erinnernd.
BLACK ist ein weiteres Lied, welches so gar nicht zu Dio passt: Sehr Industrial lastig, disharmonisch, chaotisch, verstörend. Aber dennoch hörenswert.
HUNTER OF THE HEART ist dann wieder eines der etwas zugänglicheren Lieder in klassischer Dio Tradition, nur düsterer und härter. Cooler Groove und ein geniales Bass Intro.
Das verstörende STAY OUT OF MY MIND ist der Höhepunkt des Albums. Fast schon schleppender Doom Metall in bester Black Sabbath Trdition (WarPigs, etc) mit einem göttlich coolem Gitarrengroove und verstörenden, verzweifeltem Gesang Dios und einem bizarrem Keybord/Geigen Intermezzo in der Mitte, wie aus einem Horrorfilm entnommen. Trotz der Langsamkeit dieses Stückes entfaltet es vieeel Power und Agrression, Vinnie Appices Schlagzeugsynkopen sind unglaublich.
BIG SISTER ist dann wieder ein etwas fröhlicheres Lied, allerdings auch im MidTempo Bereich angesiedelt.
DOUBLE MONDAY ist dann die MOB RULES Kopie. Ein klassischer Metal Song im Modernen Gewand, allerdings mit interessanter Akustik Passage in der Mitte, wo man sie nicht erwartet.
GOLDEN RULES ist dann Dios einziger New Metal Song mit interessanten Rhythmus Wechseln, Dissharmonischen Gitarrensequenzen und Industrial-verdächtigen Rifffs und Grooves, hätte auch Marilyn Manson oder den Deftones gut zu Gesicht gestanden (bis auf den Gesang versteht sich!!). Intro und Outro (beides Klavierpassagen) lassen einen dermassen sperrigen Song nicht vermuten.
DYING IN AMERICA erinnert anfangs unverschämterweise an eine melodramtisch übersteigerte Version von Metallicas Enter Sandman. Ein geniales Lied, ähnlich wie Hunter Of The Heart.
Die abschliessende Ballade THIS IS YOUR LIFE fällt vollkommen aus dem Kontext des Albums heraus, weil sie völlig laff und uninspiriert ist, da kann auch Dios tolle Stimme nichts mehr retten. Der Kontrast mag vielleicht reizvoll sein, leider aber bediehnt sich diese Ballade aller Klischees. Abgesehen von diesem kleinen Ausrutscher ist Angry Machines ein sehr gelungenes Album, welches aber vieeele Durchläufe benötigt, ehe man sich damit anfreunden kann... Auch ich mochte dieses Album zunächst nicht, inzwischen aber höre ich es gerne, weil es Dios innovativstes Album ist und man mal was anderes vom großen kleinen Meister hört...
KAUFEN WENN IHR MUTIG SEIT!
CHEERS!


The Warning (Remastered)
The Warning (Remastered)
Preis: EUR 10,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillianter Einstand für eine brilliante Band!, 29. August 2004
Rezension bezieht sich auf: The Warning (Remastered) (Audio CD)
Nach der 1983 veröffentlichten, selbstbetitelnden EP brachten Queensryche 1984 ihr erstes reguläres Album heraus, welches für ein Debut absolut erstklassig ist und eigentlich für ein Debut schon zu gut ist. Bereits der erste Song WARNING zieht bereits alle Register ihres Könnens, auch wenn er stark an Iron Maidens Flight Of Icarus erinnert, allerdings dramatischer klingt. Geoff Tates Stimme entfaltete bereits damals ihr volles Timbre. EN FORCE ist ebenfalls ein stark an Maiden erinnernder Song, doch wenn man glaubt, er sei vorbei, kommt es noch zu einem akustischem Resümmee der Leitmelodie begleitet auf der Snaredrum und von Tates malerischer Stimme. Damit hat man nicht gerechnet.
DELIVERANCE ist auch noch mal ein Song in klassischer Metal Tradition, schnell, aggresssiv, aber dennoch melodisch und rhythmisch leicht vertrackt. NO SANCTUARY ist dann bereits ein Queensryche Song mit allen Trademarks der Band, eine klasse Halbballade, melodramatisch, tragisch, verträumt, pathetisch aber dennoch kraftvoll mit gänsehautgarantierenden Melodien und Stimmungen und ganz bestimmt keine Schnulze wie sechs Jahre später Sielent Lucidity. NM 156 ist ein sehr gelungenes, elektronisches Stück mit Stakkatto Riff und ungewöhnlichem Rhythmus, experimentelle Percussion angelehnt an die bekannte Blue Man Group (die es damals noch nicht gab) genialem Refrain und ebenfalls schauerlichem Gesang.
TAKE HOLD OF THE FLAME ist dann eine GÖTTLICHE Hymmne, die recht ruhig und balladesk anfängt, sich dann aber in Härte und Dynamik steigert zu einem dramatischen Riffgewitter mit göttlichen Gesängen und einem coolen Drumgroove. BEFORE THE STORM ist rhythmisch recht vertrackt, hat aber ebenfalls einen hymmnenhaften Refrain und geniale Melodien. Er geht langsam über in CHILD OF FIRE, welcher trotz seiner Power innen drin noch eine ruhige akustische Passage enthält. Das reguläre Abschlussstück des Albums ROADS TO MADNESS ist das wohl beste Stück im Repertoire der Band: Episch, monumental, dramatisch, melancholishc, verzweifelt, düster, atmosphärisch dicht geflochten, Tate läuft hier zu Höchstform auf, seine Stimme klang fast kaum besser, er steigert sich in die Lyrics hinein und befindet sich beinahe selbst auf der Straße in den Wahnsinn. Anfangs schleppend langsam, ähnlich wie Black Sabbaths Heaven And Hell (mit Dio am Mic), dann leicht balladesk unterlegt mit Streicher Sequenzen und akustischen Gitarren, schaurigen Melodien, ehe es sich dann in einer Speedmetalhymmne steigert mit Maiden-mässigen Gitarrenläufen und sehr inbrünstigem Gesang.
Mein absoluter favorit auf dem Album, auf einem Debut hätte man solch einen Geniestreich (wie auch alle anderen Songs!) kaum erwartet! Nach solch einem genialen Einstand konnte die Band eigentlich nur schwächer werden, doch sie schaffte es, das seeehr hoohe Niveau zu halten. Die Remasteringkur lässt einen vergessen, dass das Album vor zwanzig Jahren aufgenommen wurde. Die Bonusstracks sind klasse, THE PROPHECY knüpft nahtlos an den Titelsong oder DELIVERANCE an, die Liveversion von THE LADY WHORE BLACK überzeugt ebenso wie das brachiale TAKE HOLD OF THE FLAME, nur das tates Stimme anno 1991 nicht mehr ganz soo frisch wie 1984 klingt, besonders bei den Höhen. Dennoch: Dieses Album ist eine unterschätzte Perle in der Geschichte der Rockmusik, jeder der sich halbwegs ernsthaft mit Rockmusik befasst, darf es nich nicht erlauben, dieses Meiterwerk nicht zu besitzen!
Kaufen und Abtauchen!
CHEERS!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 11, 2013 8:12 PM MEST


Rage for Order
Rage for Order
Preis: EUR 10,98

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr experimentierfreudig und Einfallsryche!, 22. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Rage for Order (Audio CD)
RAGE FOR ORDER ist ein oft unterschätztes Album, welches unter Klassikern wie WARNING, OPERATION MINDCRIME oder EMPIRE häufig unter geht, obwohl es diesen Meilensteinen musikalisch in nichts nachsteht. Die Atmosphäre auf diesem Output ist eher düster und sehr geheimnisvoll, was auch auf den intensiven, aber niemals nervenden Synthesizereinsatz zurückzuführen ist. Schlechte Songs findet man hier nicht, denn schlechte Songs gibt es im Wortschatz der Band nicht. Am höchsten aber ragen NEUE REGEL, LONDON, SCREAMING IN DIGITAL, CHEMICAL YOUTH und GONNA GET CLOSE TO YOU heraus, weil es sehr düstere und experimentierfreudige Stücke mit schaurigén Melodien sind und Gänsehaut garantieren. Die übrigen Songs wie WALK IN THE SHADOWS oder THE WISPER sind aber auch mehr als gelungen, nur etwas konventioneller im Songwriting. Dennoch sollte man ein Album niemals nach der Summe seiner Songs bewerten, sondern immer als Gesamtkunstwerk betrachten. Geoff Tate sang auf klaum einem Album besser, auch nicht auf EMPIRE oder MINDCRIME. Bei jedem einzelnen Song laufen mir kalte Schauer den Rücken runter... Emotion, Genialität, Wahnsinn und Power. Dass das Album das elektronischste im Repertoire der Band ist, stört mich nicht, ich halte es neben MINDCRIME und THE WARNING für das beste der Band, sogar noch weit vor EMPIRE. Der Sound ist überwältigend, die Instrumentalarbeit über jeden Zweifel weit erhaben, hier sind fünf Meister am Werk, die absolute Kontrolle über ihre Instrumente ausüben, und nicht umgekehrt, wie es im Heavy Bereich häufig der Fall ist. KAUFEN UND STAUNEN!


Born Again
Born Again
Wird angeboten von tws-music-eu
Preis: EUR 19,75

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deep Black Sabbath. Mächtiger Monumental-Rock., 31. Juli 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Born Again (Audio CD)
Nach dem Rausschmiss des begnadeten Gesangsgottes Ronnie James Dio aufgrund schwerer Querelen beim Mixing-Prozedere des Livealbums LIVE EVIL suchte sich Iommi einen ebenbürtigen Rockstar als Ersatz: Deep Purple Frontman Ian Gillan verleit mit seinem sehr hohen, Falsetto Gekreische dem ohnehin schon sehr düsteren und brutalen Album Born Again einen ungewohnten Kontrast und passt sehr viel besser zum Sound der Band, als Kritiker zunächst angenommen hatten. BORN AGAIN ist das wohl düsterste und brachialste Sabbath Album überhaupt, auch das musikalisch experimentierfreudigste und virtuoseste. Also keine Deep Purple Kopie, wie Alt-Sänger Ozzy scherzhaft anmerkte. Von Gillan kennt man ebenso wie von Dio keine Drogenskandale. Schade das dieses kreative Lineup so kurz <Bestand hatte, denn es hatte sehr viel Potential! Produziert wurde dieses Album von Soundboard Koryphäe Robin Black, der sich durch seine Arbeit mir Jethro Tull einen veritablen Ruf erarbeitete. Die Songs sind allesamt klasse bis schlimmstenfalls mittelmässig.
TRASHED ist eine flotte Rocknummer, die sehr bekannt ist und gut abgeht. Ich kannte das Lied schon lange bevor ich dieses Album besaß, ohne es mit dem Namen Black Sabbth in Verbindung gebracht zu haben. Klingt ähnlich wie Never Say Die oder Neon Knights, nur etwas wilder, brachialer, aber auch fröhlicher.
STONEHANGE ist ein sehr gelungenes Instrumental aus Keybord und Percussion. Sehr Atmosphärisch und geheimnissvoll, schade, dass es nur knapp zwei Minuten Dauert.
DISTURBING THE PRIEST: Gillan schreit in Rob Halford-verdächtigen höhen und lacht böse, wie ein Dämon. Dieses Stück ist sehr düster, fetzig, dynamisch, abwechslungsreich und dennoch mystisch-geheimnisvoll. EIne echte Perle im Fundus der Band, wenn nicht sogar einer der zehn besten Sabbath-Songs überhaupt. Rythmisch ist es sehr interessant arrangiert.
THE DARK: Dunkles, düsteres Bass Gewaber, ein dunkles Instrumental, welches übergeht in das ungestüme und brutale
ZERO THE HERO: Dieser Song ist sehr langsam und schleppend mit famoser Giatrren und Bassarbeit. Rhythmisch sehr simpel, aber Bass und Gitarre biehten einen interessanten Kontrast zueinander. Gillans Gesang ist hier Monoton, fast schon rappend (!!!), der Refrain geht aber gut ins Ohr.
DIGITAL BITCH ist ein klassischer Heavy Metal Song im Judas Priest Gewand, mit leichten Deep Purple Einschlag. EIn netter Aufhorcher, mehr aber nicht.
BORN AGAIN ist eine melancholische Ballade, düster, geheimnisumwoben, traurig, psychedelisch, ein guter Song für Beerdigungen und verregnete Nachmittage.
HOT LINE ist wieder so ein deep Purple Versatzstück, nur härter, für das Abschlussstück KEEP IT WARM gilt leider das selbe. Nicht, dass diese Songs schlecht wären, nur klingen sie nicht ganz sooo nach Black Sabbath und passen auf diesem insgesamt sehr dunklem und harten Album nicht ins Bild.
Dennoch rate ich jedem, nicht auf die zerreissenden Kritiken zu hören, die dieses Album zu Unrecht unter Wert verkaufen, denn es ist wirklich klasse. Jeder der dran zweifelt, wird sehr schnell vom Gegenteil überzeugt und mehr als positiv überrascht werden!
Schade, dass es von der dazugehörigen Tour anno 83 kein Livealbum im Stile Live Evils gibt, denn es wäre interessant zu hören, wie Falsetto-Schreihals Gillan die alten Ozzy-Stücke interpretiert hätte.
Kein Black Sabbth Album macht dem Namen so sehr alle Ehre, wie BORN AGAIN.
CHEERS!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2011 11:31 AM MEST


Images and Words
Images and Words
Preis: EUR 6,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metal mit Köpfchen. Absolut hinreißend., 10. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Images and Words (Audio CD)
Dream Theater sind eine Band, die sich ausnahmlos aus Virtuosen zusammensetzt, welche allesamt eine klassische Musikausbildung an Universitäten durchlaufe haben und diese Talente auch zur Schau stellen in einem der mitreißensten und intelligentesten Rcokalben der Musikgeschichte, in einem Atemzug zu nennen mit Queensryches Operation Mindcrime und Jethro Tulls Thick As A Brick. Klassischer Heavy Metal im Stile von Iron Maiden oder den besagten Queensryche verschmilzt mit siebziger Jahre ProgRock a la Yes, Genesis oder eben Jethro Tull zu einer genialne vielschichtigen Melange, welche ihren Zenith auf diesem Output erlebt. Alle Songs vermitteln atemberaubende Virtuosität am Rande der Selbstinszenierung und gleichzeitig Emotionen, dass sich einem beim Hören der Songs die Haare aufrichten. Sanfte Momente, epische Progressivität und fetzige Heavyness kulminieren hier perfekt zu einem klanglichen Meisterwerk aus einem Guss. Am besten gefallen mir die Songs PULL ME UNDER, METROPOLIS und LEARNING TO LIVE. Hier wird eine Atmosphäre erzeugt, die einen nicht mehr los lässt und Sounds durch die Boxen gejagt, in die man sich hineinlegen will. Dieses Album trieb mir einst Freudentränen in die Augen, heute kenne ich es trotz der Komplexität in und Auswendig, dennoch aber hat es seinen Reiz nicht verloren. James La Bries Stimme klingt fabelhaft, das Drumming Mike Portnoys erinnert an Phil Collins Glanztaten in der Siebzigern bei Genesis (bevor sie zur Pop Band wurden), Keybord und Gitarre jagen einander und duellieren sich, dass es einfach nur spass macht, zuzuhören. Heavy Metal kann auch Kunst sein. Auch Saxofon oder exotische Percussionelemente finden ihren Weg in den Sound der Band und intigrieren sich perfekt in de Sound der Band, ebenso wie die balladesken Klavier und Akustikpassagen. Dream Theater werden ihrem Ruf als ambitionierteste Rockband Amerikas auf diesem Album am meisten gerecht. Trotz der teilweise sehr relaxten Passagen, bei denen man sich zurücklenen kann und der Progressivität im Aufbau der Songs kann ich auch jedem Headbanger dieses Album empfehlen, der Abwechslung sucht vom Schleudertrauma verursachenden Einheitsbrei des Genres (Bands wie Iron MAiden, Dio und Queensryche sind von diesem Klischee ausgenommen), ebenso wie ich dieses göttliche, himmlische und geniale Album auch Menschen empfehlen kann, die mit dem Genre des Hardrocks oder des Heavy Metals nix zu tun haben, denn hier wird jeder Musikstudent egal welcher Stilrichtung seinen Meister finden in einem Album von fünf Musikern, die allesamt einen Stern in der Hall Of Fame des Rock verdient haben. Pflichtstoff für jeden, der eine Stereoanlage oder einen Discman besitz, denn für solche Musik wurden Boxen und Kopfhörer geschaffen!!!! Kauft, schweigt und genießt! CHEERS!


The Chemical Wedding
The Chemical Wedding
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 8,56

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der vielschichtigsten und innovativsten Metalalben!, 14. April 2004
Rezension bezieht sich auf: The Chemical Wedding (Audio CD)
Mit ACCIDENT OF BIRTH verlies Dickinson die Experimentierfreude und er widmete sich wieder klassischen Heavy Metal im Stile früher Iron Maiden. Mit CHEMICAL WEDDING wurde er wieder etwas experimentierfreudiger. Einerseits ist dieses Album waschechter Heavy Metal, dennoch aber fern aller Klischees. Eigentlich ist es ein Konzeptalbum über den britischen Künstler William Blake. Das Cover und sämtliche Bilder im Booklet sind von ihm, auch die Texte sind von ihm inspiriert. Die Musik ist hier geistreicher als die vieler anderer Metalbands (Maiden und Queensryche sind da zum Glück Ausnahmen), innovativ und einfallsreich obendrein auch noch, moderne Alternative Rock Elemente sind hier ebenso zu finden, wie klassische Metal Versatzstücke. Alle Songs sind klasse, auch wenn sie anfangs ein wenig sperrig sind und nicht ganz so schnell ins Ohr gehen, wie so manch alter Maiden Klassiker. Es zeichnet sich aus, dass Adrian Smith hier Gitarre spielt. Insgesamt würde ich dieses sehr ungewöhnliche, ausgewogene und clevere Album zwische Jethro Tulls AQUALUNG, Black Sabbaths SABBATH BLOODY SABBATH, Maidens SEVENTH SON und Queensryches PROMISED LAND einordnen. Absolute Spitzenklasse. Anspieltips sind THE TOWE, THE ALCHEMIST, JERUSALEM, und der Titelsong.
CHEERS


A Trick Of The Tail
A Trick Of The Tail

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollkommene Klangkunst. Völlig verkanntes Meisterstück!, 2. April 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
Bevor die einstigen Trendsetter und Revolluzzer anspruchsvoller und progressiver Rockmusik mit AND THEN THERE WERE THREE (nach Steve Hackets Ausstieg) endgültig in seichte und kommerzielle Popgefilde abdrifteten, verabschiedete sich Hacket von der Band mit ihrem wohl besten Werk der Post Gabriel Ära, vielleicht sogar ihr vollkommenstes und schönsttes Werk nach SELLING ENGLAND BY THE POUND. A TRICK OF A TAIL ist tatsächlich der Schwanengesang für Genesis, danach sollten sie nie wieder so himmlisch klingen. Auch wenn hier Phil Collins alleine singt, soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dennoch waschechter Progressive Rock ist. Folgende, allesamt gelungene Songs sollen meine Zeugen sein:
DANCE ON A VOLCANO: Es ist erstaunlich, wieviel ProgRock voller Tiefgang und Komplexität auf höchstem Niveau in nur fünf Minuten reinpassen, früher brauchten sie für einen solchen Ideenoverkill über zehn Minuten, jetzt ist man überrascht, dass es schon nach so kurzer Zeit vorbei ist, erwartete man doch angesichts so komplex entrückter Rhythmen und tempiwechsel eine Zehnminutensinfonie. Dies ist eine Fünfminutensinfonie mit sehr ungewöhnlichen Rhythmen, vertrackten Melodiebögen, geheimnissvollem Gesang und einem tollen Riff.
ENTANGLED: Wundervolle, getragene Akustikgitarren, die sich gegenseitig zu einem feinen Klangteppich verweben, wundervolle, schaurige Mellotron-Melodien am Ende, dass einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Virtuosität, Emotionen, Atmosphäre, hier heißt es: Schweigen, genießen und staunen. Hat etwas von King Crimson....
SQUONK: Dieser Song ist etwas stringenter, es mangelt ihm aber keineswegs an Tiefgang, Atmosphäre und tollen Melodien, in die man sich hineinlegen will.
MAD MAN MOON: Klavierpassagen, die nur von Beethoven oder Schubert besser gemacht hätten werden könne. Leichte Remineszenzen an FIRTH OF FIFTH werden wach, nur sind die Melodien hier noch komplexer und vertrackter und nicht so markant wie auf dem Referanzstück vom SELLING ENGLAND BY THE POUND Album.
ROBBERY ASSAULT AND BATTERY: Ähnlich Skurril und vertrackt, wie DANCE ON A VOLCANO, nur etwas fröhlicher, oder besser gesagt lustiger, die Instrumentalpassage in der Mitte hätte auch aus CINEMA SHOW stammen können...
RIPPLES: Hier gilt es ebenfalls zu geniessen, ähnlich wie MAD MAN MOON, nur etwas seichter und träge vor sich hinplätschernd, die Instrumentalarbeit aber entschädigt für dieses winzige Manko.
Der Titelsong ist nichtz ganz sooo bewegend, aber ebenfallss sehr humorvoll und skurril, hat etwas von HAROLD THE BARREL, locker flockig, angenehm aber ein wenig unspektakulär. Dennoch daumen hoch.
LOS ENDOS: Was für ein Finale! Hier wird bei Genesis zum allerletztem Male auf Ewig ProgRock zelebriert, am Ende rezitiert man nochmals Sequenzen aus DANCE ON A VOLCANO. DIeses Stück beendet das Album, knüpft aber gleichzeitig noch lose Fäden aus dem Eröffnungssong auf, daher wird man auch hier an SELLING ENGLAND BY THE POUND erinnert, wo der Abschlusssong ebenfalls dem Eröffnungslied entspringt.
Niemals klangen Genesis musikalisch so perfekt aufeinander eingespielt und sie bewiesen hier, dass sie auch ohne Gabriel noch zu glanzvollen Taten fähig waren. Phil Collins Stimme klingt souverän und wunderbar, Steve Hackket an der Giatarre zeigt nochmal, was er alles kann, sowohl an der zwölfseitigen akustischen, als auch an der elektrischen. Das Drumming Phil Collins klingt spritzig und kreativ. Das Basspiel Mike Rutherfords ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, Tony Banks am Klavier, an der Orgel und am Mellotron leistet Großartiges und so rundet dies den perfekten Gesamteindruck ab.
KAUFEN, HÖREN UND STAUNEN!!!!
CHEERS!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2008 11:05 PM MEST


The Eternal Idol
The Eternal Idol

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bestes Album der Tony Martin Ära, 30. März 2004
Rezension bezieht sich auf: The Eternal Idol (Audio CD)
Nach drei überragenden Alben mit Ronnie James Dio, einem nicht minder überragenden Album mit Ian Gillan, einem passablen Ausflug mit Glenn Huges fand Tony Iommie endlich einen neuen Sänger auf Dauer, denn weder Glenn Huges, noch mit Ian Gillan blieben länger als ein Jahr in der Band. Ursprünglich singt Huges Ersatz Ray Gillen hier auf diesem Album, aber Iommie lies die Gesangspuren durch Martin neu einsingen und er macht seine Sache wirklich sehr Gut. Mit den Wurzeln aus der Ozzy Ära hat dieses Album kaum noch etwas zu Tun, sondern orientiert sich eher an der Musik, die man mit Dio auf die Beine stellte.
Alle Songs sind melodisch, düster und atmosphärisch, auch wenn viele Köche den Brei verderben, denn für dieses Album alleine verbrauchte man zwei Schlagzeuger (Bev Bevan und Eric Singer) zwei Bassisten (Bob Daysley und Dave Spitz), drei Produzenten und drei Studios. Doch mit Songs wie THE SHINING mit seinem geilem Intro und seinem Powerriff, ANCIENT WARRIOR, HARD LIFE TO LOVE, NIGHTMARE oder dem Titelstück sind der band mal wieder echte Klassiker gelungen, der Sound ist kraftvoll, die Riffs sind dennoch erdig, der Gesang ist himmlisch, wahrscheinlich ist dies das beste Album, das Black Sabbath nach 1983 veröffentlichten., besser als die letzten drei Sabbath Alben mit Ozzy ist es allemal. Dies ist auch endgültig das letzte gute Album der Band, der Nachfolger Headless Cross kann hier nicht ganz anknüpfen...


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