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B. Grobbel "begrobbel"
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The Endless River
The Endless River
Preis: EUR 21,99

3 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade! Pink Floyd verabschiedet sich jetzt endgültig in seichte Gewässer., 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Endless River (Audio CD)
Ich hab Roger Waters bei den späten Alben ab "A Momentary Lapse of Reason" immer als Songwriter vermisst, denn er war immer der Mann mit den Ideen und Konzepten, die den früheren Werken ihre Einzigartigkeit verliehen. David Gilmour ist ein guter Musiker, aber er war nie ein Visionär. Das "Division Bell"-Album war ok, wenn auch wenig spannend. Es war bis jetzt das PF-Album, was ich am seltensten hören wollte, wie gesagt: Bis jetzt.
"The Endless River" ist musikalisch ebenso fade wie z.B. Mike Oldfields Versuch, mit "Songs from a Distant Earth" einen Roman von Arthur C. Clarke zu vertonen. Musikalisch sind sich diese beiden Alben näher, als es einem lieb ist...
"The Endles River" plätschert so vor sich hin, und an keiner Stelle sagt es mir: "Hör mir zu!" Brian Enos Ambient-Konzept geht hier voll auf.
Ich hab mir extra die CD bestellt, in der Erwartung, dank meiner audiophilen Hifi-Anlage (Naim + Sonus Faber... End of Namedropping) im Sound zu schwelgen. Pustekuchen! Räumlichkeit ist ok, der Sound ist klar und hell, aber die Dynamik? "The Endless River" plätschert pipidünn aus Boxen, die schon bei 10Uhr-Stellung des Lautstärkereglers beim Nachbarn an die Tür klopfen. Während ich diese Rezension schreibe, lese ich in meiner Liste, dass ich zu Dhafer Youssefs Album "Birds Requiem" eine Bewertung schreiben soll... "The Endles River" ist von "Birds Requiem" musikalisch und klanglich Lichtjahre entfernt.

Schade ums Geld. Und vor allem: Schade um Pink Floyd! The endless river ends here now.


Der Knacks
Der Knacks
von Roger Willemsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was ist das da, das Eigentliche im Uneigentlichen?, 18. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Knacks (Taschenbuch)
Ich bin ein großer Bewunderer von Roger Willemsen, aber dieses Buch find ich formal und inhaltlich stellenweise sehr problematisch. Zu oft verheddert sich R.W. in dunklen, geschmackvollen, aber letztendlich uneigentlichen Phrasen, die in viele Richtungen interpretierbar sind. Zu oft vermutet R. W. hinter seinen Thesen allgemeingültige, d.h. auf alle Menschen anwendbare Erkenntnisse; wer ein Grundstudium Philosophie absolviert hat sollte wissen, das Allaussagen, angewendet in der realen Welt, nicht selten zu Bullshit (Danke, Mr. Frankfurt!) führen. Die Welt, das Leben, der Mensch bzw. das menschliche Wesen sind in ihrer Gesamtheit viel zu komplex, um auf einen einfachen Nenner gebracht werden zu können. Wer das mißachtet, droht im Esoterik- und Lebenshilfe-Nirvana zu enden.

Stark und von großer Intelligenz und Weißheit geprägt ist das Buch an den Stellen, wo R.W. aus dem realen Leben erzählt bzw. konkrete Bezüge zur Welt knüpft. Dafür drei Sterne, den Rest kenn ich leider zur Genüge aus meinem Grundstudium Philosophie...


A Noseful of Soup
A Noseful of Soup
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Eine Entdeckung!, 5. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Noseful of Soup (MP3-Download)
Ich bin auf Man's an Idiot gestoßen, weil sie/er einen Song der Tiger Lillies ("The Birdcatcher" vom Album "Die Weberischen") coverte und diese (also die Tiger Lillies) auf Facebook den YouTube-Link verbreiteten.
Man's an Idiot machen auf eine einfache, rohe Art wunderschöne dunkle Songs. Die Stimme erinnert manchmal an Leonard Cohen und Stewart Staples (Tindersticks) in Personalunion. Die bisweilen wehmütige Ukulele erinnert manchmal an And Also The Trees unter Einfluss der Tindersticks.
Das Einzige, was manchmal etwas nervt ist die Tatsache, dass einige Songs kein "natürliches" Ende finden sondern ausgefadet werden.
Die Musik klingt deshalb roh und kantig, weil sie noch nicht zum Zwecke der Massenkompatibilität von uninteressierten und überbezahlten Profis zu Tode produziert wurde. Zudem sind einige Texte (z.B. Alone) echte "Runterzieher", wie man sie z.B. auch von Black Heart Procession kennen könnte.

Man's an Idiot haben schon das zweite Album angekündigt, und die bereits fertigen Songs lassen die gleiche Qualität vermuten, ist von mir also schon so gut wie gekauft.

Reinhören lohnt sich! A Noseful of Soup


Vexations (Ltd.Deluxe Edt.)
Vexations (Ltd.Deluxe Edt.)

16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik mit viel Herzblut!, 22. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Vexations (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD)
Das neue Album von Get Well Soon ist so wie das erste... und trotzdem anders. Noch immer bewegt sich K. Gropper irgendwo zwischen Divine Comedy und Radiohead. Noch immer klingt seine Musik trotz der Vergleiche eigenständig. Und noch immer ist seine Musik ein Füllhorn an musikalischen Ideen.
Get Well Soon haben das Glück, keinen externen Produzenten einkaufen zu müssen, der dann irgendwie den musikalischen Charakter einer Band zu Gunsten einer leichteren Konsumierbarkeit wegflext.
Wer das Debutalbum von Get Well Soon kennt (und so wie ich tausende male bei voller Lautstärke gehört hat) wird sein Gehör trotzdem ein wenig neu justieren müssen: Klang "Rest Now, Weary Head!..." noch rotzig, dreckig, kantig so ist "Vexations" insgesamt ruhiger, gemäßigter und hat auch etwas weniger Spannungsbögen.
Die Deluxe-Edition ist übrigens Skizzenbuch mit festem Leineneinband und Silberprägung, darin Fake-Fotos, Skizzen und natürlich Songtexte; ich muss sagen, Konstantin Gropper hat einen coolen Humor: Nicht jeder stößt mit Kardinal Ratzinger auf ein Weißbier an.

Für die Deluxe-Edition gibts von mir 6 von 5 Sterne.


Die fünf Sinne: Eine Philosophie der Gemenge und Gemische (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Die fünf Sinne: Eine Philosophie der Gemenge und Gemische (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
von Michel Serres
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,00

37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inspirierend, nicht belehrend!, 17. Januar 2010
Wenn man mich fragen würde, welches Buch ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, "Die fünf Sinne" von Michel Serres gehört auf jeden Fall in die engere Auswahl.

Serres beschreibt in diesem Buch nicht zum hundertmillionsten mal die technische Funktionsweise des menschlichen Sinnenapparats. Wer einen Blick ins Inhaltsverzeichnis wirft, wird bei Kapitelüberschriften wie "Segel, Hülle, Schleier", "Visite", "Landschaft (lokal)", "Der gemischte Ort" etc. eine solch hardwarelastige Einengung auch gar nicht vermuten. Serres nimmt statt dessen seinen Leser an die Hand, führt diesen zurück in seine Innenwelt und erzählt (nicht "erklärt"!) diesem, wie er sich in seiner inneren und der äußeren Welt (was immer das sein mag) verhält und warum. Als Leser bleibt man ab und zu stehen und erkennt dabei Sachverhalte, die er im Buch nicht gelesen hat. Am Ende des Buchs verbleibt im Leser eine gesteigerte Sensibilität, eine schärfere (Selbst-)Wahrnehmung. Und: Die Grenzen der eigenen Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit werden ohne schmerzhafte Belastungen erweitert, selbst dann, wenn man mit Herrn Serres nicht d'accord geht.
Ein weiterer Lerneffekt ist die Meta-Erkenntnis, dass nichts Einfach ist, dass nichts einfach zu erklären ist, dass die Reduktion von Komplexität unterhalb eines angemessenen Maßes lediglich zu innerer Verkrüppelung und zu Fehlwahrnehmungen führt. Eingefleischte Statistiker und knallharte Logiker bzw. Anhänger der analytischen Philosophie seien hier gewarnt: Sofern das Buch seine Wirkung tut, der Schock wird verheerend und nachhaltig sein!

Serres Sprache ist klar und alltagssprachlich gefärbt (man muss sich seine Hörner also nicht an Wittgenstein oder Heidegger abgestoßen haben, um ihn zu verstehen), gelegentlich formuliert er seine Sätze mit einem poetischen Grundton. Seine Bilder bzw. Metaphern sind einfach nachvollziehbar, haben aber eine frappante Wirkung: Sie regen den Leser unwillkürlich zum Weiterdenken an, denn sie speisen sich aus einer alltäglichen Wahrnehmungs- und Erfahrungssphäre. Die Denk- und Argumentationsstruktur, die Serres entfaltet, ist eher rhizomatischer, also vielfach verzweigter, hierarchieloser Natur. Trotzdem verliert man nie den roten Faden, statt dessen wächst im Leser eine Erkenntnis heran, vielfältig und nachhaltig.

Um die philosophischen Ansprüche dieses Buches zu begreifen benötigt man kein abgeschlossenes Magisterstudium in Philosophie (ein Bachelor reicht), und selbst philosophisch Interessierte bleiben nicht blöd zurück, sondern werden ebenso gern an die Hand genommen.
Das Buch taugt leider nicht dazu, um damit in philosophischen Seminaren und Gesprächskreisen zu posen, dazu ist Serres sowieso zu unpopulär und zu wenig radikal; Derrida, Foucault und Deleuze sind da beeindruckendere Namen zum gelegentlichen wirkmächtigen Fallenlassen.

Neurophysiologen und deren Apostel seien übrigens gewarnt: Gleich im ersten Kapitel spricht Serres von "Seele"! Hoffentlich habe ich Sie hiermit vor der Peinigung derselben durch den Gebrauch solcher und ähnlicher Begriffe bewahrt. Es wäre mir ein mitmenschliches Anliegen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 10, 2011 11:46 AM MEST


Practical Arduino: Cool Projects for Open Source Hardware (Technology in Action)
Practical Arduino: Cool Projects for Open Source Hardware (Technology in Action)
von Jonathan Oxer
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,95

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Einsteiger und Fortgeschrittene., 17. Januar 2010
Endlich ein Exemplar, aber die Warterei hat sich gelohnt!

Das Buch von Oxer und Blemings ist kein Sammelsurium beliebiger Projekte, es berücksichtigt die Basisphilosophie, die hinter dem Arduino-Projekt steht: Jeder, auch Nicht-Elektroniker (!) sollen mit der Plattform eigene Ideen, Prototypen etc. entwickeln können. Alles bleibt quelloffen, jeder kann die Plattform nach eigenen Bedürfnissen verändern und die Innovationen mit anderen Nutzern teilen.

"Practical Arduino" beinhaltet 14 Projekte, die systematisch alles abdecken, was mit der Hardware prinzipiell umzusetzen ist: Messen, Steuern, Regeln, Datenein-/ausgabe, Soundwiedergabe. Dabei werden auch GPS, RFIDs und das lizenzfreie 433Mhz-Funkband berücksichtigt. Und alles wird so erklärt, dass selbst Nicht-Elektroniker auch nur Teile der einzelnen Projekte in eigene Ideen übernehmen können.
Jedes der Projekte ist in der Darstellung systematisch identisch aufgebaut: Einleitung, Bauteileliste, Grundlagen, Aufbau der Hardware, Software, Variationen. Alles begleitet durch Fotos, Schaltpläne, Grafiken. Der Programmcode, Web-Adressen und wichtige Hinweise sind typografisch deutlich vom Rest des Textes abgesetzt.
Die einzelnen Projekte nehmen übrigens kontinuierlich an Komplexität zu: Es beginnt mit einer Funkfernsteuerung für Elektrogeräte, geht über Oszilloskop und Sprachsynthesizer bis hin zur umfangreichen telemetrischen Erfassung von Fahrzeugen.

Basics (Parallel-/Reihenschaltung, Ohmsches Gesetz, Spannungsteiler, Verschaltung von Transistoren, Lesen von Schaltplänen etc.) werden ebenfalls in separaten Kapiteln erklärt; stets so, dass man auch als Laie nicht gleich aus Frust das Gewehr ins Getreide wirft.

Das Buch ist eigentlich super und ideal für alle, die sich in die Möglichkeiten des Arduino-Prinzips einarbeiten wollen.

Warum also nur 4 Sterne?
- Die o.g. Basics werden wirklich nur sehr knapp erklärt; blutige Anfänger, die "nur" technische Applikationen für ihren Design-Prototypen basteln wollen (eine der Grundgedanken des Arduino-Projekts) werden vielleicht doch gelegentlich zu Grundlagenliteratur zur Elektronik/Elektrotechnik greifen müssen.
- Die Fotos sind schwarz-weiß und grottenschlecht weil kontrastarm! Nicht-Elektroniker können z.B. nicht immer wissen, dass es Kondensatoren gibt, die wie äußerlich fast genau wie Widerstände aussehen und sich nur in Details (Farbe) unterscheiden. Die Bauanleitungen funktionieren aber meistens nach dem "Zugeschaut und Mitgebaut"-Prinzip, da ist jedes Detail wichtig, auch für einen nachhaltigen Lerneffekt.

Trotzdem ist das Buch uneingeschränkt jedem Arduino-Nutzer bis zum Fortgeschrittenen-Status zu empfehlen und meiner Meinung nach jeden Cent wert, selbst dann, wenn man die vorgestellten Projekte nicht nachbauen möchte.
Einsteiger sollten sich aber auf jeden Fall auch noch das Buch "Getting Started with Arduino" von Massimo Banzi zulegen.


Wer hat Angst vor Niketown?: Nike-Urbanismus, Branding und die Markenstadt von morgen
Wer hat Angst vor Niketown?: Nike-Urbanismus, Branding und die Markenstadt von morgen
von Friedrich von Borries
  Taschenbuch

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich gut., 26. Juni 2005
Eins vorneweg: "Wer hat Angst vor Niketown?" sollte man mal gelesen haben. Wem markenspezifische (Über-)Lebensangebote am A*** vorbei gehen, der kann sich in diesem Buch darüber informieren, was man da tatsächlich nicht verpaßt hat.
Dr. Friedrich von Borries (Bj. 1974), bekennender Sneaker-Träger und somit selbst potentielles "Opfer", zeigt sehr schön einige offene bzw. verdeckte Marketing-Mechanismen solcher Großkonzerne auf, die sich bewusst auf Zielgruppen stützen, deren Teilnehmer ihre Lebenssituation nur oberflächlich reflektieren wollen oder können (was sich ja durch sämtliche Bevölkerungsschichten zieht). Und Borries spielt dort sämtliche Stärken seiner Argumentation aus, wo er, der "Raumtaktiker" (Soll das ein Stadtplaner mit erweiterten Kompetenzen sein?) sozusagen aus dem Nähkästchen plaudert und "raumtaktische" Strukturen des Marketings beschreibt (Nutzung bzw. Infiltration vorhandener Lebenswelten inkl. politischer Gebilde; parasitäre Nutzung von politischen und historisch gewachsenen Strukturen im öffentlichen Raum; Einbindung von Zielgruppen und deren soziale Kontexte, Interessen und Versammlungsorte in Marketingstrategien etc.).
Unser "Raumtaktiker" versucht manchmal auch, diese Erkenntnisse zu extrapolieren (oder besser: weiterzuspinnen), was aber nicht selten in die Hose geht. "Niketown" als regelstiftende Superstruktur im gesellschaftlichen Raum ist nur dann denkbar, wenn andere möglichen (weil strategietechnisch gleichwertige) Superstrukturen entweder strategisch kongruent oder nicht vorhanden sind. Will heißen: Störungen müssen ausgeschlossen sein, um eine lineare Kausalität zu begründen (siehe: E. Mach bzw. M. Serres "Der Parasit"). Aber den Fokus auf EINEN Weltkonzern zu legen und darauf dann eine Art Dystopie aufbauen zu wollen ist von vielen Science Fiction-Autoren spannender und überzeugender umgesetzt worden.

Borries formuliert seine Thesen und Beobachtungen eigentlich sehr gut und man könnte das Buch eigentlich in wenigen Stunden zügig durchgelesen haben. Aber: An einigen Stellen schwelgt der Autor im modischen Diskurston übermütiger Jungakademiker. Er nervt gelegentlich mit Konstruktionen wie: "Für das Verständnis der Funktionsweise der urbanen Markenerlebnisräume ist vielmehr von Relevanz, dass neben der fremdreferentiellen Identitätskonstruktion durch die affirmative Konsumption und Rekombination präformierter Identitätsfragmente die innenbezogene Selbstwahrnehmung in der aktiven Teilnahme an einem Erlebnisangebot ein weiterer wichtiger Bestandteil der Identitätsdefinition ist." Wen will er damit beeindrucken? Sowas ist zwar noch nicht ganz so inhaltsleer wie vergleichbare selbstverliebte Wucherungen in manchen De:Bug- oder Testcard-Artikeln, aber solche Geräusche hat Borries eigentlich nicht nötig, wie er im Rest des Buches beweist; er kann sich auch glaubwürdiger ausdrücken. Schlimmer noch sind aber Ausbrüche wie "Simulation ist Realität. Realität ist Simulation." Damit kann man sich nun wirklich nur noch die Haare föhnen. Borries versäumt es gelegentlich, solches Geschwätz wirklich mit Leben zu füllen; z.B. ahnt man erst mit Unterstützung durch die (recht üppige und vielgestaltige) Literaturliste, dass er sich hier wohl auf den Simulationsbegriff nach Bourdieu bezieht. Solcher Umgang mit beliebten Großbegriffen beeindruckt nur noch Studienanfänger der Medienwissenschaften.
Also: Wer sich am zeitgenössischen Diskurs-Singsang nicht stört und bislang noch keine SF-Literatur gelesen hat, der wird das Buch mögen. Es fördert zumindest die konsum- bzw. gesellschaftskritische Sehschärfe. Und das ist gut so. Auch hier ;)
So, und jetzt geh ich shoppen.


Toshiba SD-230 E Multiregion DVD-Player schwarz
Toshiba SD-230 E Multiregion DVD-Player schwarz

4.0 von 5 Sternen Das Minimum!, 25. September 2003
Es gibt z.Z. wirklich sehr viele Billiggeräte, aber wenige, die ihr Geld auch wert sind.
Der Toshiba ist sein Geld auf jeden Fall wert. Gut ausgestattet mit vielen Anschlußmöglichkeiten (S-VHS, RGB, Composite, Digital...), reichlich Formate zur Wiedergabe (MP3, JPEG...) und solider Technik (Toshiba stellt seine Laufwerke selbst her).
Optisch dezent und mit einem wertigen Finish, nicht übermäßig groß das Gehäuse.
Bild und Ton sind mehr als OK, bei der CD-Wiedergabe sollte man aber, sofern man höhere Ansprüche stellt, auf einen "echten" CD-Player zurückgreifen, denn hier ist der Klang nur durchschnitt (mittenbetont, wenig Transparenz; reicht gerade mal für Phil Collins).
Toshiba hat keine Wundermaschine entwickelt, sondern "nur" ein gutes Alltagsprodukt. Gelegenheitsnutzer werden auf jeden Fall sehr zufrieden sein. Im Vergleich zu anderen Low Budget-Geräten sollte man den Toshiba, neben Panasonic und Sony, also als das absolute Minimum betrachten.


Toshiba SD-230 E Multiregion DVD-Player schwarz
Toshiba SD-230 E Multiregion DVD-Player schwarz

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Minimum!, 25. September 2003
Es gibt z.Z. wirklich sehr viele Billiggeräte, aber wenige, die ihr Geld auch wert sind.
Der Toshiba ist sein Geld auf jeden Fall wert. Gut ausgestattet mit vielen Anschlußmöglichkeiten (S-VHS, RGB, Composite, Digital...), reichlich Formate zur Wiedergabe (MP3, JPEG...) und solider Technik (Toshiba stellt seine Laufwerke selbst her).
Optisch dezent und mit einem wertigen Finish, nicht übermäßig groß das Gehäuse.
Bild und Ton sind mehr als OK, bei der CD-Wiedergabe sollte man aber, sofern man höhere Ansprüche stellt, auf einen "echten" CD-Player zurückgreifen, denn hier ist der Klang nur durchschnitt (mittenbetont, wenig Transparenz; reicht gerade mal für Phil Collins).
Toshiba hat keine Wundermaschine entwickelt, sondern "nur" ein gutes Alltagsprodukt. Gelegenheitsnutzer werden auf jeden Fall sehr zufrieden sein. Im Vergleich zu anderen Low Budget-Geräten sollte man den Toshiba, neben Panasonic und Sony, also als das absolute Minimum betrachten. Dagegen sind No Name-Geräte oder Produkte von Briefkastenfirmen (Dayton etc.), so wenig sie auch kosten, reine Geldverschwendung!


Seven Days of Falling
Seven Days of Falling
Preis: EUR 16,85

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Adorno hätte diese CD gehasst!, 25. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Seven Days of Falling (Audio CD)
Kann Jazz rocken? Ja!
Das Trio hat deutlich Spaß an seiner Musik (wer sie in Leverkusen gesehen hat, der weiß, was ich meine), bleibt aber nicht beim status quo stecken. Wieder kommen neben akustischen Instrumenten Effektgeräte zum Einsatz, aber auch diesmal hat man nicht eine Sekunde lang das Gefühl, diese Technik wäre reiner Selbstzweck. Allerdings wird die Technik auch diesmal nicht so radikal wie z.B. bei Nils Petter Molvaer eingesetzt. Egal. Hauptsache, das Ergebnis stimmt. Klanglich ist die Abmischung OK, an meine derzeitige Referenz, "Shine" von Daniel Lanois, kommt sie nicht heran.
Die Stücke sind abwechslungsreich, d.h. balladesque Stücke, die man auch von der Zusammenarbeit mit Nils Landgren kennt, müssen sich immer wieder mit gefährlich groovenden Tracks messen. Doch alles in allem ist diese CD nicht nur äußerlich eine runde Sache.
E.S.T. sind sich treu geblieben, biedern sich bei niemanden an, sie haben aber seit "Good morning Susie Soho" ihren Stil verfeinert. Allerdings scheint mir die "Starnge place for snow" etwas dramatischer gewesen zu sein, was jedoch auch reine Geschmackssache sein kann.
Anyway: Wer die anderen E.S.T.-CDs hat, der ist sowieso zum Kauf der "Seven days..." verpflichtet. Allen anderen empfehle ich, mit "Gagarins point of view" sich der Entwicklung dieses Ausnahme-Trios zu nähern. Es lohnt sich.


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