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Management-Journal (München)

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Das Scrum-Prinzip: Agile Organisationen aufbauen und gestalten
Das Scrum-Prinzip: Agile Organisationen aufbauen und gestalten
von Boris Gloger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Machen Sie Ihr Unternehmen agil, 19. April 2014
"Scrum" ist ursprünglich ein Prinzip aus der Software-Entwicklung, längst aber zum universellen Leitmotiv junger, fortschrittlicher Unternehmen auf der ganzen Welt geworden. Dahinter verbirgt sich die Idee, komplexe unternehmerische Probleme nicht über die althergebrachten Prozesse und konventionellen Muster zu lösen, sondern über die selbstorganisatorischen Kräfte aller Beteiligten. Scrum ("das bewusste Gestalten der Zukunft") baut auf die Kreativität des Teams (und deren "Feedbackschleifen") und die Fokussierung auf das Ergebnis ("Kundenbedürfnis"). Nicht das Unternehmen steht im Mittelpunkt, sondern das gemeinsam definierte Ziel - unabhängig von Hierarchien und früheren Erfahrungen.

Scrum als Fundament agiler Organisationen

In ihrem Buch "Das Scrum-Prinzip" zeigen Boris Gloger und Jürgen Margetich, dass "Scrum" als Fundament "agiler Organisationen" dient, die den Mut aufbringen, auf allen Entscheidungsebenen vom Mainstream abzuweichen, um schneller zu werden ("Verbesserte Time-to-Market", "Stärkung der Liefer- und Leistungsfähigkeit"), besser zu kommunizieren ("Echtes Teamwork") und das Unternehmen schlussendlich in eine vorteilhaftere Wettbewerbsposition zu führen ("Business is the winner"). Die Autoren liefern Ihnen eine Blaupause dafür, sofern Sie die "Bereitschaft aufbringen, eine flexible Struktur zu schaffen. Zu allererst ist dafür die Flexibilität im Denken nötig".

Agile Organisationen

Fünf Entwicklungsstadien zeichnen agile Organisationen bei der Produktentwicklung aus. Eine gemeinsame "Vision", aus der eine "Roadmap" erstellt wird, das "Release" und die nachfolgenden "Sprints/Iterationen" (Prototyping) und schlussendlich die Integration der neuen Prozesse in die "eigene Arbeit." Die Auswirkungen von Scrum sind dann in zweierlei Hinsicht zu spüren: Innerhalb des Teams, das nun alle verfügbaren Kanäle nutzen kann, um kreative Kräfte freizusetzen und beim Kunden, der bessere und schnellere Ergebnisse honoriert.

Management-Journal - Fazit: Agilität verspricht allen Unternehmen mit direkter Kundenbeziehung einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Stärkere Kundenbindung und überdurchschnittlich gute Ergebnisse dürfen Organisationen erwarten, die bisherige Hierarchien, Prozesse und Arbeitsweisen durch Scrum-Methoden erneuern.

Wolfgang Hanfstein, Management-Journal


Warming-up in Seminar und Training: 45 Übungen und Projekte zur Unterstützung von Lernprozessen (Beltz Weiterbildung)
Warming-up in Seminar und Training: 45 Übungen und Projekte zur Unterstützung von Lernprozessen (Beltz Weiterbildung)
von Stefan König
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Locker machen vor dem Meeting, 11. April 2014
Müdigkeit, Desinteresse, Ängste und Misstrauen unter den Teilnehmern - das sind die Killerfaktoren für Seminare und Workshops. Denn die Beteiligten halten sich dann mit Wortmeldungen konsequent zurück, der Seminarleiter wird zum Alleinunterhalter. Soweit muss es natürlich nicht kommen. Mit Hilfe von Lockerungsübungen können die Moderatoren die Teilnehmer "zurückholen", für positive Stimmungen sorgen, die Aufmerksamkeit neu justieren und sogar Berührungsängste abbauen. Im wörtlichen Sinne.

45 Übungen für den Seminaralltag

Stefan König stellt in seinem Buch "Warming-up in Seminar und Training" 45 Lockerungsübungen vor, die Sie je nach Gruppengröße und Ausrichtung der Veranstaltung sehr einfach durchführen. Gut: Zu jeder Übung gibt es eine kleine Gebrauchsanweisung, die die Fragen zur Teilnehmerzahl, zur Dauer, Location, Ausführungen und Variationsmöglichkeiten erläutert. Die Bandbreite reicht dabei von 5-Minuten-Übungen zur Überbrückung der Mittagsmüdigkeit bis zu "Türöffner"-Spielen, bei denen die Teilnehmer vor allem Vertrauen bilden sollen.
Das Buch erscheint nunmehr in der zweiten Auflage. Neu hinzugekommen sind weitere Warm-Ups aus dem beruflichen Alltag von Therapeuten, Schauspielern, Trainern und Lehrern.

Management-Journal - Fazit:

"Warming-up in Seminar und Training" ist ein ausführliches Hand- und Praxisbuch für Trainer, Moderatoren und Seminarleiter. Ungemein nützlich dank der komprimierten, gut gegliederten Darstellung der Übungen.

Oliver Ibelshäuser, Management-Journal


Erfolg hat, wer Regeln bricht: Wie Leidenschaft zu Spitzenleistung führt. Ein Ausnahmeunternehmer packt aus
Erfolg hat, wer Regeln bricht: Wie Leidenschaft zu Spitzenleistung führt. Ein Ausnahmeunternehmer packt aus
von Mike Fischer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit guten Ideen und Leidenschaft zum Top-Unternehmer, 10. April 2014
Wie ist das Gefühl, wenn der Chef über ein paar Monate hinweg ausfällt und dann feststellen muss, dass er gar nicht gebraucht wurde? "Großartig", sagt der Unternehmer Mike Fischer. Der "Top-5-Arbeitgeber im Mittelstand" ist Fahrschulbetreiber, hat einen LKW-Fahrerverleih und nebenbei "den größten Pizza-Service Deutschlands" aufgebaut. Fischer war damals vor allem stolz auf sein Top-Team, das ihn während eines Krankenhausaufenthalts keineswegs vergessen, wohl aber erstklassig ersetzt hat. Davon handelt sein Buch "Erfolg hat, wer Regeln bricht". Aber natürlich auch von dem bedingungslosen Einsatz für seine Ziele, seine Mitarbeiter und von dem Mut, mit unverbrauchten Methoden sich bis an die Spitze zu kämpfen.

So klappt die Chef-Mitarbeiter-Kommunikation

Fischer ist ein Optimist, ein Fighter, der Leidenschaft bei sich und anderen entfachen kann. Sein Credo: "Nur wenn Sie das Feuer am Brennen halten, können Sie das Feuer bei anderen entdecken." Er fordert viel und gibt noch mehr zurück. In kurzen Episoden schildert er in dem Buch seine Vision vom Unternehmer als Führungsfigur, die sich nicht hinter Schreibtisch und Machtposition verschanzt, sondern ganz vorne mitmischt. Das ist seine Interpretation von Regelbruch: Althergebrachte Hierarchieklischees aufbrechen und strategisch einen Schritt weiter denken als die Wettbewerber. Kernstück seiner unternehmerischen Philosophie ist der direkte Draht zu seinen Leuten. Dafür hat er "12 Forderungen für ein glückliches Miteinander" formuliert. Hier die besten acht. Zur Nachahmung dringend empfohlen.
1. "Verwöhn mich nicht". Persönliche Zuwendung ist wichtiger als eine Gehaltserhöhung.
2. "Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben." Sprechen Sie sofort Probleme offen an, sobald diese zur Belastung werden.
3. "Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht." Kritik ist OK, den anderen an die Wand spielen aber nicht.
4. "Sei nicht fassungslos, wenn du von anderen hörst, dass ich deine Entscheidungen für fragwürdig halte." Kein Grund zur Panik, wenn Gerüchte im Raum stehen. Viele lassen sich in einem kurzen Gespräch gleich entschärfen.
5. "Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns" Jeder muss Fehler machen dürfen, um daraus zu lernen.
6. "Mach keine vorschnellen Versprechungen". Wer ernst genommen werden will, muss zu seinem Wort stehen.
7. "Unterbrich mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle." Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzustellen - ohne zu belehren oder vorschnelle Lösungen anzubieten.
8. "Lache nicht über meine Ängste". Wer die Sorgen seiner Mitarbeiter bagatellisiert, demotiviert sie.

Management-Journal - Fazit: Mike Fischers "Erfolg hat, wer Regeln bricht", ist ein Lehrstück über exzellente Mitarbeiterführung - gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in denen der direkte Kontakt zum Alltag gehört.

Oliver Ibelshäuser,Management-Journal


Leistung durch Coaching: Mitarbeiterführung in einer virtuellen Arbeitswelt (Haufe Fachbuch)
Leistung durch Coaching: Mitarbeiterführung in einer virtuellen Arbeitswelt (Haufe Fachbuch)
Preis: EUR 35,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Coaching wird bei der Mitarbeiterführung immer wichtiger, 8. April 2014
Berufliches Coaching und gute Führungsarbeit sind ganz eng miteinander verwandt. Rainer Czichos ist ein Pionier unter den Business-Trainern und -Autoren: Sein Ansatz lautet: Professionelle Führungskräfte handeln gegenüber ihren Mitarbeitern immer auch als Coach, um die fachlichen und sozialen Kompetenzen auszubauen. Sein Praxisbuch "Leistung durch Coaching, ist ein Trainingscamp für Manager und Teamleiter, die hier die Spielregeln für ein "positives, unterstützendes Führungsverhalten" lernen und üben können.

Nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm scheren

Czichos ist davon überzeugt: "Wer seine Leute im Dialog erreichen will, muss "auf der gleichen Wellenlänge funken". Deren Bedürfnisse verstehen, individuelle Stärken optimal nutzen und helfen, Defizite und Schwächen auszugleichen. Der erste Schritt dorthin heißt zuhören, Fragen stellen, reden lassen. Czichos gibt zahlreiche konkrete Beispiele und Tipps, um die Zusammenarbeit mit jedem einzelnen Mitarbeiter künftig deutlich zu verbessern und Verhaltensänderungen ("Motipulation") in die gewünschte Richtung als gemeinsames Ziel zu definieren. Die vom Autor detailliert beschriebene LIFO-Methode leistet dabei gute Dienste. Sie ist ein wichtiges Instrument, um Mitarbeiter nach Temperamenten und Arbeitsweisen zu kategorisieren und auf die passenden Stühle im Team zu setzen.

Management in virtuellen und internationalen Projektgruppen

Einen Schwerpunkt seines Ratgebers zur Mitarbeiterführung macht die Arbeit mit virtuellen Teams aus. Denn Abteilungsleiter stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn sie kaum persönlichen Kontakt mit den Schlüsselspielern der eigenen Mannschaft haben oder sich auf häufig wechselnde Besetzungen einstellen müssen. Aber selbst bei international zusammengestellten Arbeitsgruppen kann der Manager eine "Team-Identität" verankern, wenn alle bereit sind, die kulturellen Unterschiede als willkommenen Erfahrungsschatz zu begreifen und nicht mit stereotypen Vorurteilen abzuqualifizieren. Der Coach kann viel dazu beitragen, indem er sich mit seinem Verhalten authentisch für gemeinschaftliche Werte und Ziele der Projektarbeit einsetzt. Als Vorbild funktioniert.

Management-Journal - Fazit: Ein sehr guter Business-Ratgeber für Führungskräfte. Czichos macht Managern anhand vieler konkreter Beispiele deutlich, wie sie Mitarbeiter stärker fördern und fordern und gleichzeitig den Spirit des gesamten Unternehmens verbessern.

Oliver Ibelshäuser, Management-Journal


CEO-Kommunikation: als machtvolles Instrument zur Unternehmensführung
CEO-Kommunikation: als machtvolles Instrument zur Unternehmensführung
von Katja Nagel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 48,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der richtige Aufritt für den Chef, 2. April 2014
Integrität, Entscheidungsstärke, Entschlossenheit, Fachkompetenz, Weitsicht, Risikobereitschaft und Verantwortungsgefühl - die Liste der Kriterien, die Top-Manager und CEOs erfüllen müssen, um Ihren Posten (und ihr Gehalt) zu rechtfertigen, ließe sich fast endlos fortsetzen. Ist aber gar nicht nötig, denn alle "Skills" münden schlussendlich in den beiden Kernkompetenzen "Führung" und "Kommunikation".

Mehr als 100 Interviews mit Top-Managern

Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende sind gefordert, die "Kultur und Werte eines Unternehmens nach innen und außen vorzuleben" und dabei das "Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit zu prägen. " In ihrem Buch "CEO-Kommunikation" erläutert Katja Nagel die Grundlagen dafür, nimmt sich die Besonderheiten in der Binnen- oder Außendarstellung vor. Die Autorin hat mehr als 100 Führungskräfte in Deutschland und der Schweiz interviewt, um detaillierte Einblicke in deren Erfolgsmodelle zu erhalten. Diese "Insider-Kenntnisse" fließen als Zitate ein und vermitteln praktische Tipps. Zudem stellt sie die "Unternehmensphilosophie zur CEO-Kommunikation" erfolgreicher Unternehmen wie Vaillant oder Zeppelin detailliert vor.

Authentisch und emotional rüberkommen

Nagel lässt keinen Zweifel daran, dass die Qualität der CEO-Kommunikation den Geschäftserfolg und den Unternehmenswert maßgeblich beeinflusst. Authentisch muss sie sein und emotional. Und zielgruppengerecht. Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob der Chef die Aktionäre anspricht, mit dem Betriebsrat verhandelt, die Presse bedient oder das Firmenjubiläum eines Mitarbeiters in wohlwollenden Worten würdigt. Nagel erörtert ausführlich die Unterschiede in den jeweiligen Anforderungen und erklärt, wie man beim Publikum punktet. Übrigens auch auf den Plattformen der sozialen Netze! Management Journal-Fazit: In ihrem Buch "CEO-Kommunikation" erläutert Autorin Katja Nagel ausführlich, wie der "Boss" sich und sein Unternehmen souverän präsentiert. Ihr zur Seite stehen mehr als 100 Führungskräfte unterschiedlicher Branchen, die in kurzen Statements über Erfahrungen berichten und praktische Hinweise geben.

Wolfgang Hanfstein, Management-Journal


Verkaufen kann von selbst laufen: Wie Topverkäufer mit System mehr Umsatz erzielen
Verkaufen kann von selbst laufen: Wie Topverkäufer mit System mehr Umsatz erzielen
von Steffen Ritter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit voller Motivation zum Kunden, 27. März 2014
Nach mehreren Jahren als Verkäufer im Außen- oder Innendienst kann schon mal die Puste ausgehen. Wer seine Kunden zunehmend als "anstrengend" erlebt und den "Kick" beim Einsatz vor Ort vermisst, braucht das "Fresh-up", das Steffen Ritter mit seinem Buch "Verkaufen kann von selbst laufen" verordnet.

Ritter lässt die Frösche raus

Ritter verzichtet komplett auf trockene Businesssprache und lässt stattdessen "die Frösche hüpfen", um Ihnen den Sprung aus der "Eigentlich-sollten-wir-mal"-Stagnation in die "Jetzt-machen-wir-aber"-Haltung zu ermöglichen. Klar geht es dabei um Selbstorganisation, Motivation und serviceorientiertes Denken. Das Ganze aber bitte mit System: Denn "A"-, "B"- und "C"-Kunden sollten Sie nicht nur treffsicher unterscheiden, sondern auch systematisch und zielgerichtet bedienen. Ein "A"-Kunde verdient die volle Aufmerksamkeit. Die Zeit holen Sie rein, indem Sie sich bei "C"-Kunden nicht verzetteln und auf die wesentlichen Leistungen beschränken. Der Effekt: Mehr Effizienz im direkten Kundendialog, mehr Spaß im Team und sicher auch bessere Ergebnisse.

Management Journal - Fazit: Humorvoll und originell verpackt Autor Steffen Ritter seine System-Tipps in "Verkaufen kann von selbst laufen". Gut zu lesen, einfach umzusetzen. Treffer.

Oliver Ibelshäuser, Management Journal


Digitale Geschäftsmodelle richtig einschätzen
Digitale Geschäftsmodelle richtig einschätzen
von Christian Hoffmeister
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Erfolgsmodelle für das Internet-Startup, 27. März 2014
Zahllose Startups, die sich "irgendwas mit Internet" auf die Fahnen schreiben, erblicken jedes Jahr das Licht der Wirtschaftswelt. Viele von ihnen überleben die ersten Monate nicht. Dabei fehlt es nicht unbedingt an dem langen Atem, um auch mal eine Durststrecke durchstehen zu können. Es mangelt vielmehr an einem tragfähigen Business-Plan, der klar regelt, wann und in welchen Summen Geld fließt. Christian Hoffmeister greift jungen Unternehmensgründern unter die Arme und bewahrt sie vor vorschnellen und teuren Fehlentscheidungen. Sein Buch "Digitale Geschäftsmodelle richtig einschätzen" erläutert sehr detailliert die Erfolgsrezepte der Major-Player im Internetsektor. Im gleichen Zug warnt Hoffmeister davor, die Business-Modelle der IT-Giganten einfach kopieren zu wollen. Der Schuss geht nach hinten los. An den Beispielen Google, Facebook, Apple und Co. belegt der Autor sehr genau, dass ein paar Wissenshäppchen aus Fachzeitschriften und Wirtschaftsportalen zu User-Zahlen, Online-Werbung oder vermeintlichen Killer-Apps nicht ausreichen, um selbst ein erfolgreiches Geschäft zu (be)gründen. Vielmehr sollten sich junge Unternehmer zunächst mit den ungeschriebenen Spielregeln der Märkte vertraut machen, die Hoffmeister erstklassig auf den Punkt bringt.

Vorsicht! Virtuelle Fans sind keine echten Kunden

Eine der häufigsten Fehlannahmen für vielsprechende "Free"-Angebote lautet: "Wenn ich mit meinem neuen Internet-Angebot nur möglichst viele Nutzer anlocke, rollt der Rubel von ganz allein. Facebook und Twitter machen es ja vor". Falsch! - sagt Hoffmeister, "Bei digitalen Waren ist es nicht ratsam, viele kostenlose Nutzer aufzubauen, denn damit sinkt die Zahl der Käufer, die bereit sind, die Kosten der nichtzahlenden Nutzer zu übernehmen". "Negative Netzwerkeffekte" heißt diese Regel. Besser: Über kostenlose Angebote die User einsammeln und binden, indem die zunächst unsichtbaren "Wechselkosten" nach oben geschraubt werden. Und dem Anwender damit den Seitensprung zum Wettbewerber verleiden, weil Datenverlust droht oder die Abmeldung zu stressig ist. Apple hat es mit iTunes vorgemacht. Facebook beherrscht das Prinzip und die meisten Software-Hersteller sowieso.

Der frühe Vogel fängt den Wurm...

... oder beackert ganz naiv das Feld für die Großbauern, die später die fette Ernte einfahren. Hoffmeister warnt davor, brillante Ideen und innovative Produkte voreilig in Geschäftsfelder zu packen. Obwohl ein "First Mover Advantage" gewöhnlich eine exzellente Ausgangsposition beschert, gilt es den Moment abzupassen, in dem die "kritische Masse" erreicht werden kann. "Nutzerakzeptanz", so Hoffmeister, "benötigt viel Zeit und verläuft nicht linear". Die Geschichte ist voll mit Beispielen von verfrühten Markteinführungen. Auch prominente Unternehmen hat es dabei erwischt wie Apple ("Newton"), Microsoft ("Tablet") und Siemens ("Smartphone SL 45"). An Geduld und Vorbereitung hat es gefehlt mit dem Ergebnis, dass diese Märkte nun von anderen bespielt werden. Vermeidbarer Fehler.

Management Journal - Fazit: "Digitale Geschäftsmodelle richtig einschätzen" ist ein unverzichtbares Buch für junge Unternehmensgründer. Chancen und Risiken der Startups im Internetbereich werden hier vortrefflich analysiert.

Oliver Ibelshäuser, Management Journal


High-Energy-Organisationen: Wie Unternehmen ihre Potenziale voll entfalten
High-Energy-Organisationen: Wie Unternehmen ihre Potenziale voll entfalten
von Wolfgang Jetter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

5.0 von 5 Sternen Volle Kraft für das Unternehmen, volle Rückendeckung für den Mitarbeiter, 27. März 2014
Die deutsche Wirtschaft braucht "High-Performance-Unternehmen", um sich international behaupten zu können. Derzeit produziert sie aber vor allem eine wachsende Schar an müden, von Burn-out und Überforderung bedrohten Mitarbeitern. In seinem Buch "High-Energy-Organisationen" geht Autor Wolfgang Jetter der Frage nach, wie der Spagat zwischen leistungsstarken Unternehmen und leistungswilligen Mitarbeitern künftig zu meistern ist. Denn beides ist untrennbar miteinander verbunden.
Antworten darauf findet der Unternehmens- und Managementberater (unter anderem Siemens, BMW) in den Ergebnissen psychologischer und neurologischer Forschung. In seinem "High-Energy-Management-Modell" erläutert Jetter, wie die Führungsfiguren im Unternehmen die verborgenen Ressourcen ihrer Mitarbeiter nutzen, die psychischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Energiequellen zur Entfaltung bringen. Dafür tritt das Unternehmen in Vorleistung und schafft mit einem "ganzheitlichen Managementansatz (mentale Dimension)", "klaren Strukturen (psychische Dimension)", "Kultur (spirituelle Dimension)" und "Mitarbeiterfixierung (emotionale Dimension)" den passenden Rahmen. Das Ergebnis: Hohe Identifikation der Mitarbeiter mit der eigenen Firma, überdurchschnittliche Motivation und Leistungsbereitschaft bei sinkender Gefahr von Überforderung oder Entfremdung. Das Ideal einer "High-Energy-Organisation".

Management Journal - Fazit: "High-Energy-Organisationen" ist mehr Grundlagen- als Praxisbuch. Organisationspsychologen und Personalverantwortliche großer Unternehmen werden hier dennoch zahlreiche gute Ideen für Mitarbeiterförderung finden, die sich rasch umsetzen lassen.

Oliver Ibelshäuser, Management Journal


Führung im Vertrieb: Mit der richtigen Führung zu besseren Vertriebsergebnissen
Führung im Vertrieb: Mit der richtigen Führung zu besseren Vertriebsergebnissen
von Heinrich Wickinghoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 32,90

5.0 von 5 Sternen So klappt's im Verkaufsteam - Tipps und Tools für Vertriebsleiter, 27. März 2014
Ulrich Dietze und Heinrich Wickinghoff sind langjährige Vertriebsprofis, die in ihrem gemeinsamen Buch "Führung im Vertrieb" detaillierte Antworten auf die Frage geben, warum bestimmte Unternehmen im Vertrieb so viel erfolgreicher sind als der Durchschnitt - unabhängig von Konjunkturphasen, Produkten und Preisgestaltung. Dietze hat dafür die Vertriebsstrategien von über 2000 Unternehmen analysiert und ausgewertet. Im Ergebnis stellt er fest, dass Organisationen, die ihre Verkaufsmethodik im Rahmen eines "Total Quality Selling" (TQS) festschreiben, deutlich erfolgreicher agieren. Dietze fordert dabei, das Unternehmensinteresse und die Bedürfnisse des Kunden im Gleichgewicht zu halten. Nur so kann der Käufer eine "klare und eindeutige Entscheidung treffen". Dietze erläutert das Konzept hinter TQS im ersten Teil des Buches. Dann übernimmt Heinrich Wickinghoff, der basierend auf TQS die wesentlichen Bausteine der Vertriebsführung erläutert: "Kommunikation", "Motivation", "Empowerment" sowie "Controlling/Steuerung/Vertriebsprozesse". Führungskräfte müssen das praktische Wissen aus allen vier Bereichen verinnerlichen und anwenden können, um ihre Mannschaft bestmöglich auf die künftigen Aufgaben vorzubereiten. Gut: Wickinghoff schreibt in verständlichen Worten, nutzt Checklisten, praktische Beispiele und kurze Zusammenfassungen, um die zentralen Aussagen exakt auf den Punkt zu bringen. Davon profitieren vor allem junge Führungskräfte, die sich einen Crash-Kurs im Umgang mit den eigenen Mitarbeitern wünschen.

Management Journal - Fazit: Kompakt, verständlich und alltagsnah vermittelt das Buch "Führung im Vertrieb" das Management-Know-how, das Vertriebsleiter in die vorteilhafte Lage versetzt, eine überdurchschnittlich gute Crew zusammenzustellen, die überdurchschnittlich gute Ergebnisse liefert.

Oliver Ibelshäuser, Management Journal


Sklaven des Wachstums - die Geschichte einer Befreiung
Sklaven des Wachstums - die Geschichte einer Befreiung
von Reiner Klingholz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Morgen ist weniger mehr, 26. März 2014
Grönland wird zu "Grünland", vor allem aber zum Mittelpunkt der nördlichen Hemisphäre mit seiner Hauptstadt und Partymetropole Nuuk, die bei Zuwanderern beliebter ist als London oder New York. Wann das sein wird? Irgendwann gegen Ende des 23. Jahrhunderts, wenn ein Modegenerator individuelle neue Klamotten aus Altkleidung recycelt und winzige Computerchips unter die Haut implantiert werden und ein Handy überflüssig machen.
Reiner Klingholz konstruiert in seinem Buch "Sklaven des Wachstums" eine waghalsige, schaurig-schöne Utopie vom Leben in der Zukunft, das die politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Versäumnisse der Gegenwart längst überwunden hat. In seiner "Glaskugel" entdeckt der Autor ein globales Öko-System, das die einst "erodierten und vergifteten Naturbestände" längst durch "Sekundarbiotope" ersetzt hat. Und eine Gesellschaft fern von nationalstaatlichem Denken und religiösen Grenzen, die Ökonomie und Ökologie ins Gleichgewicht bringt. Bis dahin, so Klingholz, muss ein langer Weg beschritten werden. Kriege und Krisen werden die Begleiter sein, sofern wir die ersten Schritte noch weiter hinauszögern.

Wachstum ist nur ein Zwischenschritt

Vor allem erteilt Klingholz den Wachstumspredigern eine klare Absage, die ihre Wohlstandsprognosen gerne mit Exportrekorden und Verweisen auf den technologischen Fortschritt untermauern. Wachstum ist kein Naturgesetz und dauert nicht ewig. Schon gar nicht in Mitteleuropa, wo die Zahl der Bevölkerung rückläufig ist und ökologische Probleme längst die wirtschaftlichen Höhenflüge der Vergangenheit in Frage stellen. Wo eine Gesellschaft auf Pump lebt und auch die hohen Zinsen der Natur früher oder später begleichen muss. Mit Antworten auf CO2-Belastung und Atommülllager. Klingholz spricht treffend von den "Exkrementen" unseres Wirtschaftens.

Schwellenländer auf der Überholspur

Die große Chance einer globalisierten Gesellschaft, die Güter, Ressourcen und Lebensperspektiven besser verteilen kann, liegt in der Umverteilung. Während Deutschland schrumpft, werden die Länder der Dritten Welt aufholen und die Schwellennationen zu neuen wirtschaftlichen Führungsmächten emporklettern. Höherer Bildungsstand, mehr Einkommen, mehr Wirtschaftskraft und eine wachsende Bevölkerung - das sind die langfristigen Perspektiven, die Afrika zu einem schlafenden Riesen machen. Klingholz zeigt in seinem Buch sehr eindrucksvoll, wie die bisherigen Kategorien zur Wohlstandsmessung wie BIP, Mittelschicht und "Humankapital" neu gefasst werden müssen, um die Zukunft als Chance zu begreifen. Ob das Paradies dann für Europäer, Afrikaner, Asiaten und Amerikaner auf Grönland liegt, ist ungewiss. Aber es wäre gewiss nicht die schlechteste Vorstellung.

Management Journal - Fazit: Autor Reiner Klingholz dreht in seinem spannenden Buch "Sklaven des Wachstums" den Scheinwerfer auf die dringenden Zukunftsfragen, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft längst beantworten müssen: Wie gestalten wir unser Leben jenseits der Wachstumsperioden? Seine Antworten darauf sind einleuchtend und durchaus hoffnungsvoll.

Oliver Ibelshäuser, Management Journal


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