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Beiträge von Rolf Dobelli
Top-Rezensenten Rang: 232
Hilfreiche Bewertungen: 12815
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Rezensionen verfasst von Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz)
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3.0 von 5 Sternen
Die Vorteile und Grenzen der Portfoliotechnik im Beschaffungsmanagement, 20. November 2012
Die Beschaffung ist in Unternehmen alles andere als ein Nischenthema. In dem hochkomplexen Umfeld, in dem gerade Industrieunternehmen agieren, wird professionelles Beschaffungsmanagement zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Die Ansätze der Portfoliotheorie können hier einen wichtigen Beitrag leisten und helfen, bestmöglich mit Lieferanten, Beschaffungsmärkten sowie Angebots- und Nachfragemacht umzugehen. Dieses Büchlein liefert einen ersten Überblick über Grundlagen, unterschiedliche Ausprägungen und Anwendungsmöglichkeiten der Portfoliotechnik in der Beschaffung. Es ist kein umfassender Praxisleitfaden, sondern eher ein Einführungswerk für die akademische Aus- und Weiterbildung. getAbstract empfiehlt es angehenden wie auch aktiven Einkaufsmanagern als einführende Fachlektüre.
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4.0 von 5 Sternen
Die sechs Verbrauchertrends in der Finanzbranche, 13. November 2012
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert? Das wäre die denkbar schlechteste Strategie für die angeschlagene Finanzbranche. Wer sein Institut allen Anfeindungen und widrigen Bedingungen zum Trotz auf Kurs halten will, muss das Geschäftsmodell von Grund auf überdenken, sagen die Unternehmensberater Peverelli, de Feniks und Capellmann. Sie haben sechs Verbrauchertrends identifiziert, die in Interviews und Handlungsanleitungen näher erläutert werden, und zeigen Banken und Versicherungen, wie sie sich diesen Trends anpassen können, ohne ihre Profitabilität zu gefährden. Einige Denkarbeit - wie man etwa die widersprüchlichen Interessen von Aktionären und Kunden in Einklang bringt - bleibt allerdings Aufgabe des Lesers. Die vielen Fallbeispiele, die grafische Gestaltung und die anschauliche Sprache motivieren zur sofortigen Umsetzung der Ideen. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen Strategen, Geschäftsführern und Marketingchefs in der Finanzbranche.
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4.0 von 5 Sternen
Möglichkeiten der nachhaltigen Geldanlage, 13. November 2012
Wer glaubt, nach der Lektüre dieses Buches sein nachhaltiges Portfolio bereits aufgestellt zu haben, liegt falsch. Der Autor gibt zwar jede Menge Hinweise und Ratschläge, tut zu einigen Produkten auch seine Meinung kund, aber er nimmt dem Anleger die Arbeit nicht ab. Das Buch taugt als Nachschlagewerk und als Schritt-für-Schritt-Arbeitsanleitung, allerdings weniger zur gemütlichen Lektüre im Wohnzimmer. So werden beispielsweise viele Internet-Tipps gegeben; sinnvollerweise hat man den Laptop bei der Lektüre gleich neben sich. Wer sein Depot eigenverantwortlich gestalten möchte, findet jede Menge Rechercheansätze und Denkanstöße. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die mit ihrem Geld nicht nur Rendite erwirtschaften, sondern auch Gutes tun wollen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
"Natürlich" ist nicht dasselbe wie "nachhaltig" !, 13. November 2012
Ein Kleidungsstück geht noch rein in die Tüte - warum auch nicht? Nie waren Kleider so billig wie heute, zumindest für Menschen in den Industrieländern. Ein US-Amerikaner kauft durchschnittlich 64 Kleidungsstücke im Jahr, ein Deutscher kommt immerhin auf die Hälfte. Ein Kaufrausch mit Schattenseiten, die Andreas Engelhardt in seinem Buch nicht ausspart: schlimme Arbeitsbedingungen in asiatischen Fabriken, giftige Chemiebomben auf Baumwollfeldern, energieintensive Chemiefaserherstellung. Völlig zu Recht stellt er die Frage, ob wir uns überquellende Kleiderschränke in Zukunft noch leisten können - und liefert indirekt die Antwort: Konsumverzicht im Westen? Das wird China schon zu verhindern wissen, zu abhängig ist das Land vom Textilexport. Nachhaltig angebaute und fair gehandelte Baumwolle? Schön und gut, aber letztlich ist kaum jemand bereit, höhere Preise zu bezahlen. Mit seinem permanenten Ja, aber" erweist sich Engelhardt als Pragmatiker, er lässt den Leser aber etwas ratlos zurück. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die sich ein Bild der Textilindustrie machen möchten, bevor es zum nächsten Einkaufsbummel geht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Druck im Beruf muss nichts Schlechtes sein, 13. November 2012
Mitarbeiter in Verkauf und Kundenmanagement sind einem immer höheren Erfolgsdruck ausgesetzt. Deshalb hat Thomas Trilling ein Buch verfasst, das sich vertriebstypischen Stresssituationen widmet. Das Ziel: den Druck so ummünzen, dass er in einer Leistungssteigerung und einer erhöhten Lebensqualität resultiert. Hoch anzurechnen ist Trilling, dass er sehr praxisorientiert schreibt: Das Buch ist voll von konkreten Übungen und Trainingsprogrammen, mit denen man auf der Stelle beginnen kann. Dass die Ratschläge sich explizit an Vertriebsmitarbeiter richten sollen, geht bisweilen etwas unter - die meisten Tipps lassen sich ebenso auf andere Berufe anwenden. Einiges kommt etwas banal daher, etwa wenn es heißt: Es ist nicht gesund, negative Dinge in sich aufzustauen." Dieser Satz ist zudem ein gutes Beispiel für die zwar leicht konsumierbare, aber oft unpräzise Sprache. Von einem Buch, das sich einem psychologischen Thema widmet, dürfte man erwarten, dass es die plakativen Bezeichnungen positiv" und negativ" nicht so inflationär verwendet. Insbesondere wegen der hohen Umsetzbarkeit empfiehlt getAbstract es aber allen Verkäufern und jedem, der sich für Techniken zur Leistungssteigerung und Stressvermeidung interessiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Warum kommt M-Commerce jetzt erst richtig in Fahrt?, 13. November 2012
Seit einer Weile schon werden jährlich ein paar Bücher zum Thema auf den Markt geworfen, doch erst jetzt kommt die Sache richtig in Fahrt: Mobile Commerce. Mit der Veröffentlichung von Apples iPhone 5, dem Samsung Galaxy S III und anderen Smartphones sowie dem Mobilfunkstandard LTE, dem Nachfolger von UMTS, bricht das Goldene Zeitalter für den M-Commerce an. Das meint zumindest Gerrit Heinemann - und man ist geneigt, ihm zu glauben. Der BWL-Professor bringt seine Leser auf den neusten Stand: der Technik, der Geschäftsmodelle und der Nutzerwünsche. Kernstück seiner Betrachtungen sind sieben Erfolgsfaktoren für den neuen M-Commerce, die er aus einer leider nicht näher erläuterten Analyse von Benchmark-Unternehmen abgeleitet hat. Die Informationsfülle ist groß: Das Buch bietet eine wahre Fundgrube neuer Studien, Vergleiche, Diagramme und Fallbeispiele. Mankos sind allerdings der mitunter etwas professorale Stil, die spärliche Leserführung und das langweilige Layout. Vor allem aber fragt man sich, warum sich in einem Buch, das 2012 erschienen ist, an mehreren Stellen Mutmaßungen darüber finden, was im Jahr 2011 wohl passieren wird. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die sich schnell und umfassend über M-Commerce informieren wollen - gern auch per Zusammenfassung auf dem Smartphone.
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5.0 von 5 Sternen
Ein Spiel um Magie und Rache, 6. November 2012
Das Drama Der Sturm gehört zu Shakespeares komplexesten Stücken, obwohl es, oberflächlich betrachtet, sehr einfach gestrickt ist: Ein entmachteter Herzog beschwört mithilfe seines magischen Dieners einen Sturm herauf, um seine Feinde auf seine Insel zu locken und sich grausam an ihnen zu rächen - und um seine Tochter mit dem Prinzen zu verkuppeln. Der Plan ist klar, die Ausführung zauberhaft: Mit vielen magischen Tricks entfesselt Prospero, der von Interpreten gern als Alter Ego Shakespeares betrachtet wird, ein Illusionsspiel sondergleichen und entgeht dabei souverän den Attacken versoffener Schiffbrüchiger und fischschuppiger Ungeheuer. Zu Shakespeares Zeit bot sich das Bild der einsamen Insel geradezu als Projektionsfläche für Ängste an: Man grauste sich vor den fremden Völkern, von denen die Seefahrer berichteten. Obwohl uns dieses Gefühl mit der immer weitergehenden Erschließung der Welt abhandengekommen ist, gehört Der Sturm auch für heutige Leser zu Shakespeares faszinierendsten Werken.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Die Geschichte von Amazon, 6. November 2012
Amazon-Gründer Jeff Bezos hat mit seinem Internetportal den Buchhandel auf den Kopf gestellt. Sein Biograf Richard L. Brandt schlüsselt auf, welche Strategien zum bahnbrechenden Erfolg des Unternehmens geführt haben - und was Jeff Bezos' Persönlichkeit dazu beigetragen hat. Sympathisch ist, dass das Buch im Vergleich zu anderen Biografien schon auf den ersten Blick aus der Reihe tanzt: Auf dem Cover prangt nicht das übliche Porträt des Protagonisten, stattdessen macht nur eine schlichte schwarze Fläche auf den Amazon-Gründer neugierig. Und mit nicht einmal 200 Seiten beschränkt sich die Biografie auf das Wesentliche - eine seltene Tugend in dieser Sparte. Die Lobeshymnen auf Jeff Bezos mögen etwas gar überschwänglich sein, aber ansonsten empfiehlt getAbstract dieses flüssig und packend geschriebene Buch allen, die sich für die Unternehmensgeschichte von Amazon und für Innovationen im E-Commerce-Bereich interessieren.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wie könnte ein europäischer Superstaat aussehen?, 6. November 2012
Ist ein europäischer Superstaat die Lösung für die Krise der Eurozone? Nach Auffassung von Henrik Müller vom Manager Magazin ja. Für ihn ist eine Weiterentwicklung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion eine unabdingbare Voraussetzung für die Wiederherstellung des Vertrauens der Finanzmärkte. In seiner fundierten wirtschaftspolitischen Analyse beleuchtet er grundlegende Probleme der Eurozone, etwa die fehlenden Regulationsmechanismen. Sein Buch ist ein entschiedenes Plädoyer für mehr Staat - auf europäischer Ebene. Leider blendet er dabei die Interessenlage der großen Drei in Europa - Frankreich, Deutschland und Großbritannien - fast vollständig aus. Noch sind sie es, die in der EU den Ton angeben, und es ist fraglich, ob sie in absehbarer Zeit dazu bereit sein werden, nationale Souveränität an Brüssel abzugeben. getAbstract empfiehlt diesen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Zukunft Europas jedem, der beim Thema Eurokrise mitreden will.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Wie steht es um die internationale Automobilwirtschaft?, 6. November 2012
Die deutsche Automobilwirtschaft zählt zu den Schlüsselbranchen des Landes und steht auch im internationalen Wettbewerb bestens da. Doch geht es langfristig aufwärts? Oder ist die gute Position nur ein konjunkturbedingter Ausreißer in einem langen Abwärtstrend? Volkswirt und Branchenkenner Willi Diez zeigt mit Zahlen und Fakten, was die deutschen Automobilbauer zu erwarten haben - und nicht nur sie, sondern auch ihre internationalen Mitbewerber. Zum schnellen Erfassen werden die Zahlen in vielen Tabellen, Diagrammen und Abbildungen dargestellt, was schon allein zur Auflockerung nötig ist, denn Lesespaß bietet die wissenschaftliche Bestandsaufnahme nicht. Stellenweise wird es zudem sehr abstrakt und theoretisch. So können Praktiker getrost die ersten 20 Seiten überspringen, in denen es um wissenschaftliche Theorien und Konzepte zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit im Allgemeinen geht. Ansonsten aber gilt: So viel gut recherchiertes und kompakt aufbereitetes Zahlenmaterial zur Automobilindustrie wird kaum anderswo zu finden sein. getAbstract empfiehlt das informative Buch vor allem Strategen der Autobranche, aber auch Studierenden der Betriebswirtschaft.
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