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Rezensionen verfasst von
Grobi "Borussenleser"

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Dein göttliches Herz entflammt
Dein göttliches Herz entflammt
von Kelly Keaton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Kurzweilig, aber überladen und überhastet - 3,5 Sympathiepunkte, 25. Februar 2014
Kelly Keaton hat in diese Trilogie wirklich jeden Mythos gepackt, der in den letzten Jahren –im Jugendbuchgenre – aus der Versenkung geholt wurde. Hexen, Geister, Götter, Halbgötter, Vampire (schon wieder Vampire!), Gestaltwandler und viele viele mehr.
Und irgendwo hier liegt auch die eigentliche Schwäche der Reihe: Ein intensiverer Schwerpunkt wäre in diesem Falle von Vorteil gewesen. Statt sofort alle möglichen Wesen ins Rennen zu schicken, aber kaum Erklärungen und Hintergründe zu liefern, hätte sich die Autorin auf einige wenige Mythen festlegen und diese intensiver betrachten können.

Denn Kelly Keatons Schreibstil, ihr Witz, ihre Figuren und ihre Ideen sind grundsätzlich toll; sie werden aber von einer überbordenden, dafür viel zu knapp gehaltenen Handlung quasi erschlagen.

Nach einem spannenden Auftakt, in dem sich Protagonistin Ari gegen einen unheimlichen Angreifer zur Wehr setzen muss und unerwartet in der von Hurrikanen zerstörten Welt von New 2 (ehemals New Orleans) landet, verfeuert Keaton eine schöne Szene nach der anderen. Die Lovestory entwickelt sich viel zu schnell und klischeehaft, die Charaktere aus Aris WG bleiben zu unscheinbar, die Welt der Novem (übernatürliche Wesen, die in New 2 das Sagen haben) wird allenfalls angerissen. Stattdessen geht es direkt und ohne Zwischenstopp weiter in die griechische Mythologie.

Ich kann nicht behaupten, mich gelangweilt zu haben. Ich fand die Geschichte eigentlich gut. Aber Keaton hat unheimlich viel Potenzial verschleudert. Alles wäre soviel besser geworden, wenn sie sich etwas mehr Zeit gelassen hätte und an der ein oder anderen Stelle noch vehementer die Klischeeschale aufgebrochen hätte (ich sach nur „der Vampir mit den schwarzen Haaren und den sturmgrauen Augen“).

Da ich den Folgeband gelesen habe, weiß ich, dass die Geschichte im nächsten Band etwas stärkere Schwerpunkte setzt. Wirklich gelungen sind außerdem die stimmungsvollen Bilder von New Orleans.

Fazit: Das gewisse Etwas ist da und fehlt doch. Viele Szenen bleiben zu oberflächlich, viele (vielleicht einfach zuviele!) gute Ansätze werden zu ehrgeizlos verfolgt und es schleichen sich immer wieder Stereotype in die Handlung. Weil ich das Buch dennoch mochte 3,5 Punkte.


Das Rosie-Projekt: Roman
Das Rosie-Projekt: Roman
von Graeme Simsion
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Forrest Gump heißt jetzt Don Tillman, 25. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Das Rosie-Projekt" ist ein - etwas überteuertes - aber ausgesprochen unterhaltsames Buch.
Vorgesetzt man kann sich mit dem Schreibstil anfreunden.
Denn die Geschichte ist in ihren Bildern und Beschreibungen spartanisch gehalten. Die einzelnen Szenen sind knapp, auf das Nötigsten reduziert, gehen quasi nie ins Detail, was kaum verwundert, denn das „Rosie-Projekt“ war ursprünglich als Drehbuch vorgesehen und wurde von seinem Verfasser im Nachhinein zum Roman umgearbeitet.

Das merkt man dem Buch an, tut der Qualität aber keinen Abbruch!

Zur Handlung: Don Tillman, Professor mit Asperger-Syndrom (explizit gesagt wird das nicht; wie der Autor auch durchgängig letzte Schlussfolgerungen vermeidet), sucht die Frau fürs Leben. Anders: Er sucht die perfekte Ehefrau. Wissenschaftler durch und durch entwirft er einen 16seitigen Fragebogen, um ungeeignete Kandidatinnen von vorne herein auszuschließen:
- Raucherinnen
- Veganerinnen
- Zuspätkommerinnen

Dann platzt Rosie in sein Leben – Raucherin, Vegetarierin, Zuspätkommerin. Und Don Tillmans Welt gerät an allen Ecken und Enden aus den Fugen.

Das Buch lebt von der Gegensätzlichkeit der Protagonisten. Auf der einen Seite Don Tillmann mit seiner Nüchternheit, seiner Durchorganisiertheit, seinem Wunsch Emotionen und Berührungen zu vermeiden. Auf der anderen Seite Chaotin Rosie – die in kein Raster passt und zu der sich Tillman dennoch – für ihn völlig unerklärlicherweise – hingezogen fühlt.

Die Interpretationen und Einschätzungen Tillmans zusammen mit dem trockenem, kargen Schreibstil (der aufgrund des Charakters Tillmans ausgesprochen passend ist) sind Unterhaltung pur - obgleich der Verlauf der Geschichte vorhersehbar ist.

Fazit: Liebenswert und witzig! Der Typ Don Tillman erinnert in seinen Unschuldigkeit, seinen hehren Moralvorstellungen und realitätsfernen Einschätzungen seiner Umwelt stark an Forrest Gump. Auch hinsichtlich seiner Hollywoodtauglichkeit! Denn das Buch wird bereits verfilmt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2016 12:59 PM CET


Paladin Project. Renn um dein Leben
Paladin Project. Renn um dein Leben
von Mark Frost
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Popcorn-Kino für den Kopf, 25. Februar 2014
Mir persönlich hat das Buch von der ersten Seite an gut gefallen.

Und das obwohl…

… es (für meinen Geschmack) zuviel sich überschlagende Action gibt, die in einem Blockbuster-Film vermutlich ganz unterhaltsam ist, hier aber kaum Eindruck hinterlässt.

… und die Grundidee absolut nicht neu ist. Ein Junge entdeckt an sich besondere Fähigkeiten und wird von einer Horde Fieslinge gejagt. Gab es bei "Nummer Sechs" schon, gab es bei "Percy Jackson" und zuletzt bei den „Liga der 17“.

Insgesamt merkt man dem Buch an, dass es a.) von einem Drehbuchautor verfasst wurde und b.) von einem Drehbuchautor verfasst wurde, der schon diverse Superhelden zum Leben erweckt hat. Mark Frost hat Hollywood-Erfahrung und die Vorlage für die beiden Fantastic-Four-Filme geliefert.

Kein Wunder also, dass sein Held Will West (schon der Name ist nach bester Marvel-Comics-Manier) dem gängigen Superhelden-Schema entspricht. Er agiert schlau, ist reflektiert, bescheiden und zu Beginn völlig ungeübt hinsichtlich seiner Fähigkeiten - ganz ähnlich wie Peter Parker im ersten Teil von Spiderman; ein Sympathieträger durch und durch, mit dem man sofort mitfiebert. Man möchte wissen, was es mit den übernatürlichen Erscheinungen, ekligen Monstern und mit dem seltsamen Internat auf sich hat, das Will ein Stipendium anbietet und in dem sich eine Reihe äußerst ungewöhnlicher Charaktere tummeln. Und man möchte wissen, welches Geheimnis Will West birgt.

Dieses Geheimnis wird wohl erst in den nächsten Bänden gelöst. Mark Frost gibt in diesem Auftakt-Band nur wenig preis und schafft es dennoch 500 Seiten lang die Spannung zu halten, indem er gekonnt Spannungsspitzen streut, intrigante Bösewichter erschafft und den Witz nicht zu kurz kommen lässt. Gefallen haben mir aber vor allem die vielen technischen Spielereien - Syn-Apps und Spionagetechnik - die Mark Frost in der Geschichte unterbringt.

Und: Obgleich der Autor eine unglaubliche Geschwindigkeit vorlegt, nimmt er über die gesamte Handlung hinweg betrachtet immer wieder wohltuend das Tempo raus und schafft dennoch viele spannende Szenen.

Fazit: Ein spannendes Jugendbuch im Stil von Nummer Sechs – toll für Jungs und für Mädchen, die sie sich auch für Verfolgungsjagden und Kämpfe begeistern können. Von mir nur einen Punkt Abzug, dafür, dass sich Autor Frost zu sehr an gängigen Hollywood-Filmen orientiert, die Action manchmal zu laut wird (was gar nicht nötig wäre) und die Charaktere zu schematisch bleiben.


Aura - Verliebt in einen Geist: Band 1
Aura - Verliebt in einen Geist: Band 1
von Jeri Smith-Ready
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In der Gesamtheit zu schwach, 25. Februar 2014
Ich bin unentschlossen. Bis zur Hälfte sind Spannungsbogen, Charakterentwicklung und Dynamik des Buches gelungen. Die Autorin wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf und die Dialoge sind immer wieder angenehm witzig.

Aber dann… flachen die jeweiligen Kurven – bildlich gesprochen - stark ab.
Ich bin selbst kein Klappentextleser, möchte daher nicht zuviel verraten, weil die Geschichte vor allem auf den Ereignissen der ersten Seiten aufbaut, aber nach diesem „Höhepunkt“ entwickelt sich die Story kaum weiter.

Die Autorin hätte die Verschnaufpause vor allem nutzen müssen, um die Welt von Aura stärker zu konturieren. Die Grundidee ist ja ähnlich wie bei Jonathan Strouds „Lockwood und co“ – aus unerfindlichen Gründen wird die Welt seit einiger Zeit von Geistern und Schatten heimgesucht, sehen können diese Erscheinungen aber nur Kinder und Jugendliche eines bestimmten Alters, weswegen ihre Dienste von Geisterjägern und von der Justiz (bei der Aufklärung verschiedener Umstände) benötigt werden.
So weit so gut – Aura hat den Verdacht, dass ihre eigene Familiengeschichte etwas mit dem Auftauchen der Geister in der „echten Welt“ zu tun hat. Schließlich taucht ein mysteriöser neuer Schüler auf, der anscheinend mehr weiß, als es zunächst scheint.
In all diesen Handlungselementen bleibt die Autorin allerdings ausgesprochen vage.

Stattdessen verlegt sie sich darauf, Auras Gefühle für ihren Freund Logan und den geheimnisvollen Zach in einer Art Zeitschleife zu rekapitulieren. Die Szenen drum herum tragen kaum zum Vorantreiben der Handlung bei, bieten wenig Spannung, sind dafür aber wesentlich zu lang geraten. Zum Beispiel diese Sache mit der Bettwäsche – erst aussuchen, überlegen wer bezahlt, überlegen, ob man sie waschen soll, Bett beziehen, abziehen, Wäschekorb, neu beziehen und so weiter… solche Längen tragen nicht dazu bei, den Leser bei der Stange zu halten.

Erst auf den allerletzten Seiten wird es wieder spannend; um dann in einer weiteren Wendung einigermaßen ruhig auszuklingen.

Fazit: Nach einem guten Start allzu ereignislos, monoton und unkonturiert hinsichtlich der Hintergründe. Ich bin unentschlossen – ein zweiter Teil muss für mich persönlich nicht unbedingt sein.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2014 9:06 AM MEST


Die Auslese - Nur die Besten überleben: Roman (Die Auslese-Trilogie, Band 1)
Die Auslese - Nur die Besten überleben: Roman (Die Auslese-Trilogie, Band 1)
von Joelle Charbonneau
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nettes Buch, wenn da nicht…, 19. Februar 2014
… wie schon von vielen vor mir beschrieben, dieses unsagbar dreiste Abkupfern von den „Tributen von Panem“ wäre. Suzanne Collins Trilogie hat im Jugendbuchbereich Maßstäbe gesetzt – und jeder Nachahmer muss sich zwangsläufig mit ihr messen.
Dieser Vergleich fällt für Joelle Charbonneau ziemlich bescheiden aus. Zu auffällig sind die vielen großen und kleinen Ideen, die die Autorin fast ohne eigenes Zutun übernommen hat.
Das beginnt bei den Charakteren und zieht sich durch alle Bereiche der Handlung - Katniss heißt hier Cia, Peeta heißt Thomas, Cato heißt Roman; daneben gibt es diverse Gegner und Förderer auf der Ebene der Politik, die ebenfalls an das große Vorbild angelehnt sind.

Auch die Grundidee ist dieselbe: Während es bei Collins die Hungerspiele waren, zu denen die Protagonisten antreten mussten, wird Cia für „Die Auslese“ ausgewählt, ein Programm, mit dessen Hilfe die Regierung die tauglichsten Jugendlichen ausfindig machen möchte, um diese auf lange Sicht in die Politik zu integrieren.
Hier gibt es auch gleich den ersten logischen Schnitzer: Nach einem umfangreichen theoretischen Test werden die Kids in der freien Natur ausgesetzt, um sich den Weg zurück zur Ausbildungsbasis zu erkämpfen.
Schön und gut, wird sich die Autorin gedacht haben. Aber wie wird das Ganze ähnlich spannend wie die „Tribute von Panem“? Ganz einfach: Die Kids sollen zwar vor allem den Rückweg finden, sie dürfen aber (Obacht!) dabei auch gerne den ein oder anderen Mitstreiter aus dem Weg räumen. Wie nett. Und ausgesprochen unsinnig!
Mordlust als Qualitätsmerkmal künftiger, verantwortungsvoller Politiker?
Anscheinend, denn kaum verlassen die Jugendlichen nach dem (wo hab ich das gleich noch mal gelesen?) Countdown ihre Metallbox, beginnt auch schon das obligatorische Töten.
ACHTUNG SPOILER - Irgendwann tauchen diverse Mutationen auf (an was erinnert mich das?), Thomas verletzt sich am Bein (ich glaub, ich hab ein deja vu), Cia erklettert Bäume (hm… hab ich das nicht….???) usw. usw. Ein kleiner Unterschied zu den „Tributen von Panem“: Die Jugendlichen werden nicht per Kamera bespitzelt, sondern tragen mit Wanzen ausgestattete Armbänder. Endlich eine neue Idee? Natürlich nicht! Die gab es nämlich schon bei Collins Vorbild „Battle Royal“.

Fazit: Ein im Grunde nettes, gut geschriebenes Jugendbuch, das sich zu ausgiebig bei den „Tributen von Panem“ bedient, und deswegen kaum mehr ist als ein lauer Abklatsch. Spannend wird es immer dann, wenn die Autorin eigene Ideen unterbringt – aber wie gesagt – tut sie das nur selten.


Verwandte Seelen - Eine Liebe zwischen Unsterblichkeit und Tod
Verwandte Seelen - Eine Liebe zwischen Unsterblichkeit und Tod
Preis: EUR 2,99

27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich schlunzte durch meine Wimpern? - Ausdruck grauenvoll, Story flach., 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich mache es kurz.
Die Veröffentlichung bewegt sich auf dem Niveau eines schlechten Groschenheftchens - sowohl hinsichtlich der Handlung als auch der Ausdrucksweise. Während der Autorin anfangs noch die ein oder andere Szene gelingt (gefallen hat mir die Flucht aus dem Dorf), steuert die Handlung zielsicher auf einen langweiligen Schmachtfetzen zu.
Das alleine wäre nicht einmal so schlimm. Wenn der Schreibstil nicht so mangelhaft wäre.

Leider fehlen der Autorin die Möglichkeiten, ihrer Geschichte echtes Leben einzuhauchen.
Mal abgesehen davon, dass sich Wörter wie quatschen und schlunzen nicht allzu gut im Lesefluss machen, wimmelt es nur so von nichtssagenden Plattitüden.
Ausdrücke wie „unbeschreiblich“ und „faszinierend“ sind phantasielos und sagen schlichtweg gar nichts. Schriftstellerei funktioniert so einfach nicht – hier geht es darum, Bilder zu erzeugen. Und das klappt nur mit einer entsprechenden sprachlichen Breite und einer guten Grammatik.

Irgendetwas positiv? Naja, das Buch ist billig!

Fazit: Für mich ein absoluter Fehlkauf! Flach und schlecht geschrieben.


Die Pan-Trilogie, Band 3: Die verborgenen Insignien des Pan
Die Pan-Trilogie, Band 3: Die verborgenen Insignien des Pan
Preis: EUR 3,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bitte nochmal ganz langsam zum Mitschreiben, 8. Februar 2014
Nach meinen begeisterten Kritiken für Band 1 und 2 dieser Reihe muss ich diesmal ein wenig zurückrudern.
Die Autorin hat bis hierher viele Geheimnisse angesammelt und etliche Fragen aufgeworfen – im Finale bleibt sie eine fundierte Auflösung jedoch schuldig.

Das Buch wirkt mit seinen ungezählten kurzen Zeit- und Ortssprüngen völlig zusammengestückelt. Ab und zu wusste ich daher weder, in welcher Zeit, noch an welchem Ort ich mich befand. Vor allem mit der „Erschaffung“ ständig neuer höhlenartiger Räume hat die Autorin es meiner Meinung nach etwas übertrieben.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Liebesgeschichte zwischen Felicity und Lee ist weiterhin sehr süß und die meisten Szenen sind für sich genommen gelungen – aber in ihrer Gesamtheit tragen sie leider nicht allzu viel zur Auflösung bei. Die wird nämlich erst ganz spät wie eine vergessene und lieblos hergerichtete Bestellung auf den Tisch geknallt.
Auf den letzten Seiten gibt es dann noch einen Harry-Potter-mäßgen Ausblick auf die „Jahre danach“ – finito.

Rückblickend muss man also sagen, hat sich die Autorin etwas stiefmütterlich um das Fantasy-Fundament ihrer Geschichte gekümmert, während sie sich vergleichsweise viel zu enthusiastisch in Belanglosigkeiten gestürzt hat, die kaum etwas zu den zentralen Punkten der Handlung beigesteuert haben – abgesehen davon, dass sie nett zu lesen waren.

Beispiel? Wer war nochmal Richard Cosgrove? Wozu diente seine Figur? Und wohin ist sie im letzten Teil verschwunden? Hm…

Als würden ihr gegen Ende des Buches die Seiten ausgehen, hakt Sandra Regnier viele Stränge der Geschichte stattdessen abrupt ab und schmeißt die Erklärungen halbgar hinterher. Wie war das mit Phyllis? Und mit Coreys kleiner Schwester? Und was hatten die Feen da genau für Intrigen laufen? Warum waren Liam und Finn mal die Guten, mal die Bösen? Wie funktioniert das jetzt genau mit den Zeitsprüngen? Und inwieweit weiß Felicitys Mutter nochmal Bescheid?

Gegen Ende musste ich vieles zweimal lesen, um überhaupt noch mit dem Tempo der Autorin mitzukommen.
Was wirklich schade ist - um eine ansonsten ausgesprochen unterhaltsame Serie!

Fazit: Kurzweilig, flott geschrieben aber hinsichtlich des Aufbaus und der abschließenden Erklärung verwurschtelt.


Die Pan-Trilogie, Band 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan
Die Pan-Trilogie, Band 2: Die dunkle Prophezeiung des Pan
Preis: EUR 3,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal eine Serie mit einem tollen Mittelteil, 29. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
War die Handlung zu Beginn des ersten Buches noch etwas hölzern und klischeehaft, scheint sich Sandra Regnier inzwischen richtig warm geschrieben zu haben.

Der Schreibstil wirkt federleicht, die Gedanken von Heldin Felicity und die Dialoge sind bisweilen urkomisch, und die Geschichte bekommt endlich ein richtiges Fundament.
Im Gegensatz zu der etwas bruchstückhaften Art des ersten Bandes, laufen nun viele Elemente der Handlung logisch zusammen und immer wieder gibt es einen kleinen Aha-Effekt, wenn die Autorin scheinbaren Belanglosigkeiten plötzlich einen Sinn gibt.

Die Story entwickelt sich rasant weiter: Felicity weiß inzwischen über die Welt der Elfen und ihre Rolle als prophezeite Retterin Bescheid und nimmt die Sache recht gelassen. Viel mehr Sorge bereitet ihr das Verschwinden von Lee. Als es auch noch zwei Tote im Elfenreich gibt deutet alles auf eine von langer Hand eingefädelte Intrige hin. Aber wer intrigiert gegen wen? Um das heraus zu finden, muss Felicity 1. ihre Zeitreisefähigkeiten unter Kontrolle bekommen, 2. Lee retten und 3. das Rätsel um die Insignien Pans lösen.

Sandra Reigner schafft es - mit Witz und Schwung - durchgängig die Spannung zu halten und streut auch die Fantasy-Anteile wesentlich großzügiger als in Band 1.
Kleines Manko: Obgleich das Buch natürlich auch von seiner Rasanz lebt, fallen einige Szenen etwas zu grobmaschig aus. Viel zu kurz abgehandelt wird etwa Felicitys Aufenthalt im Elfenreich und in Avalon. Kaum angekommen ist Felicity auch schon wieder weg. Ab und an wäre ein kurzes Verweilen ganz angenehm.

Aber Fazit ist: Die Pan-Trilogie ist ein großer Spaß. Die Geschichte wird immer phantastischer. Also immer noch: lesen! lesen! lesen!


Die Pan-Trilogie, Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan
Die Pan-Trilogie, Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan
Preis: EUR 3,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anfangs hölzern... dann Kerstin-Gier-mäßig gut, 29. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenngleich die Geschichte etwas abgedroschen beginnt und die Autorin anfangs kaum ein Klischee auslässt, kann ich nur empfehlen dran zu bleiben:
Schreibstil, Spannung und Charaktere entwickeln sich ab der Hälfte des Buches rasant weiter und Autorin Sandra Regnier läuft schließlich fast zu Kerstin-Gierscher-Höchstform auf.

Die Ideen, der wohltuende Humor und die mit jeder Seite selbstbewusster agierende Heldin erinnern zwischenzeitlich sehr an die Diamant-Trilogie – und das ist als großes Lob gemeint. Ich hatte viel Spaß mit inzwischen zwei Teilen dieser Trilogie und freue mich schon auf Teil 3.

Im Zentrum der Story steht Felicity Morgan - pummelig, Zahnspange, aus ärmlichen Verhältnissen, am College festes Mitglied der Uncoolen-Clique. Felicity wird – zu ihrer eigenen Überraschung und auch der aller übrigen – von dem schönen neuen Schüler Lee FitzMor umgarnt. Mit Lee ändert sich für Felicity Vieles. Er bringt Abwechslung und Glamour in ihr Leben, und Felicity genießt die ungewohnte Aufmerksamkeit. Doch sie weiß nicht, wieviel sich bald tatsächlich für sie ändern wird. Denn Lee ist Halbelf und glaubt mit Felicity die den Elfen prophezeite Erlöserin gefunden zu haben.

Wenngleich die Fantasy-Elemente im ersten Band noch wohldosiert sind und auch im weiteren Verlauf der Geschichte nur langsam und manchmal eher nebenbei in die Handlung einfließen, stecken doch jede Menge skurriler Ideen in der Reihe. Manche davon mögen nicht ganz neu sein, einiges ist nicht hundertprozentig ausgereift - alles aber ist lebendig und liebevoll geschrieben und insbesondere die Dialoge haben im zweiten Band der Serie mein Herz erobert.

Außerdem ist nicht alles wie es anfangs scheint. Sandra Regnier ist immer mal wieder für eine Überraschung gut und räumt auch einige der anfänglichen Klischees im Verlauf der Story sehr gelungen aus dem Weg.

Fazit: Wer witzige Fantasy ala Rubinrot mag: Lesen! Lesen! Lesen! Der erste Band hat noch etwas Startschwierigkeiten. Ab der Hälfte setzt der Lesesog ein.


Zersplittert
Zersplittert
von Teri Terry
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die geballte Naivität, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zersplittert (Gebundene Ausgabe)
Nein, das war nichts. Nach einem guten Auftakt, liefert die Autorin mit diesem Mittelteil ein zusammengeschustertes Ereignis-Wirrwarr nach, das vor allem durch seine Fülle an Unlogik und Naivität seitens der Protagonisten glänzt.

Der Leser bewegt sich diesmal fast durchgehend im Kreis - nämlich in der total unentschlossenen Gedankenwelt von Kyla?-Rain?-Lucy?, die dank Persönlichkeitsspaltung die meiste Zeit über selbst nicht weiß, wer sie ist und wem sie trauen kann.
Was sie von Nico halten soll - weiß sie nicht.
Ob sie ihren Eltern trauen kann - weiß sie auch nicht.
Ob ihre Schwester vertrauenswürdig ist - weiß sie nicht.
Ob sie ihrer Ärztin trauen kann - weiß sie nicht.
etc. etc.
So läuft sie mal dem einen, mal dem anderen hinterher, häufig misstrauisch aber viel zu passiv. Ringt sie sich zu etwas durch, begeht sie meistens einen Fehler. Und erst auf den letzten Seiten trifft sie bewusst eigene Entscheidungen.
Bis dahin ist der Weg für den Leser hart und steinig.

Jaaaa, werden jetzt die Kritiker sagen. Aber darüber hinaus gibt es doch soooviele Ereignisse in dem Buch. Und das stimmt. Die gibt es. Nur sind das meiner Meinung nach aus den Fingern gesogene Pseudo-Spannungsspitzen, die die Handlung kaum vorantreiben, kaum Klarheit bringen, unglaubwürdig sind und überdies viel zu oberflächlich abgehandelt werden.

Beispiele? Dazu muss ich SPOILERN.
- Bens Elternhaus wird (vermutlich samt Eltern) von Lordern in die Luft gejagt, keine zwei Seiten später ist das kein Thema mehr.
- Tori taucht wieder auf. Der Leser hat keine Ahnung, warum sie wieder da ist. Eine Erklärung gibt es erstmal nicht.
Seiten später ein Aufeinandertreffen. Wieder keine Erklärung.
Seiten später. Kyla fragt endlich nach. Aha. Tori konnte den Lordern entfliehen. Warum? Eine völlig unglaubliche Erklärung wird mal eben in ein paar Sätzen hingehauen. Eigentlich sollte sie sterben, doch ein verrückter Lorder hat sie entführt, missbraucht, bei sich zu Hause versteckt. Abgang Kyla. Die Sache wird nicht weiter erläutert.
- Lorder und Mitglieder von Kyla/Rains (Rebellen-)Gruppe werden ermordet. Reflektion? Natürlich nicht. Kyla geht zur Tagesroutine über.
etc. etc.

Die Autorin schafft eine Fülle von - an sich - hochemotionalen Momenten, die überhaupt nicht wirklich beim Leser ankommen, weil sie jeweils viel zu knapp durchrast und seitens der Protagonisten nicht "verarbeitet" oder auch nur ansatzweise hinterfragt werden!

Alles in allem war "Zersplittert" für mich nervtötende In-die-Länge-Zieherei. Die Geschichte entwickelt sich nur marginal weiter; einige neue werden Charaktere eingeführt, die Umstände von Kylas Slating werden etwas deutlicher, aber grundsätzlich werden mehrere hundert Seiten lang nur die Infos aus Band 1 breit getreten.

Darunter leidet nicht nur die Handlung, sondern auch die Protagonisten, die einfach total unclever rüberkommen.

Fazit: Stimmig ist nur der Titel des Buches. Zersplittert (!) – in viele naive Gedanken, abgehackte Szenen und unreflektierte Aktionen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2015 8:52 AM CET


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