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Rezensionen verfasst von
Grobi Schalke "Borussenleser" (Dortmund)

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Wir beide, irgendwann
Wir beide, irgendwann
von Jay Asher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach, einfach nett, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Wir beide, irgendwann (Gebundene Ausgabe)
Bei diesem Buch die Messlatte zu hoch anzulegen ist unnötig. Denn es ist genau das, was es vorgibt zu sein. Eine süße Geschichte über die Liebe, einbettet in eine nette Idee und in kleine Seitenhiebe gegen Facebook bzw. gegen die Verschmelzung des Lebens mit seinem digitalen Abbild.

Für mich persönlich bot "Wir beide. Irgendwann" wunderbare Leseunterhaltung für einige Stunden, ohne jemals langweilig zu sein, allerdings auch ohne allzu tiefgründig zu sein. Lesemotor war die hartnäckige Stimme in meinem Kopf, die permanent fragte, "Kommen sie wohl zusammen? Kommen sie? Kommen sie nicht? Oh bitte, lass sie zusammen kommen! Bitte, bitte...", so dass ich bis zum Schluss mit Emma und Josh fieberte. Was nicht allzu schwer fällt. Denn Jay Asher hat mit Emma und Josh zwei wirklich liebenswert-ehrliche Charaktere erschaffen, die sich Mitte der 90er Jahre bei der Suche nach der wahren Liebe selbst im Weg stehen. Doch dann schaltet sich das Schicksal ein. Ein Blick in die Zukunft - via einer Facebookseite, die sich auf unerklärliche Weise auf Emmas erstem Computer aufbaut - verrät, dass Emma 15 Jahre später kreuzunglücklich sein wird, Josh hingegen ein zufriedenes Leben führen wird. Dieses Wissen verändert die Sichtweise der beiden auf die Gegenwart. Während Josh seinem zukünftigen Glück mit Highschoolschönheit Sidney auf die Sprünge helfen will, versucht Emma verzweifelt, ihre eigene wenig vielversprechende Zukunft zu verändern, ohne recht zu wissen, wie das überhaupt gehen soll.

Das Buch liest sich angenehm, die Seiten wandern in kürzester Zeit von rechts nach links und nebenbei gewinnt man beim Lesen eine wenig spektakuläre, aber dennoch wahre Erkenntnis: Den einen und einzigen Weg durchs Leben gibt es nicht. Aber es gibt die ein oder andere Entscheidung, die sich im Nachhinein als falsch erweist und die man vielleicht - ganz vielleicht - mit einem Blick ins eigene Herz und einem kurzen Check-Up des Verstandes besser hätte treffen können.

Fazit: Soooooooooooo schön!


Finding Sky Die Macht der Seelen 1: Roman
Finding Sky Die Macht der Seelen 1: Roman
von Joss Stirling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sagenhaft plump, 11. Dezember 2012
Den hier so oft gerühmten flüssigen Schreibstil konnte ich in dem Buch leider nicht finden: Stattdessen seitenweise nichtssagende, oberflächliche, inhaltslose Dialoge. Die Idee an sich mag nett sein, die Geschichte selbst entwickelt sich aber derart plump, dass es ich schon nach dem ersten Viertel keine Lust mehr hatte, weiterzulesen, mich dann aber doch bis zum Ende durchgequält habe, um eine Ahnung davon zu bekommen, warum dieses Buch derart viele positive Bewertungen bekommen hat.
Das weiß ich allerdings immer noch nicht. Die Geschichte wird eher noch schlechter, der Schreibstil grenzt bisweilen an 7.-Klasse-Aufsatzqualität.

Die Handlung lehnt sich an das Grundgerüst der romantischen Fantasy an. Schüchternes Mädchen kommt sn neue Schule, trifft mysteriösen, gutaussehenden Typen und verliebt sich augenblicklich. Das Mädchen heißt Sky, der Junge Zed. Daneben gibt es jede Menge übersinnliche Geheimnisse und Fähigkeiten, die anscheinend keinen besonderen Regeln unterliegen, sondern einem neuartigen Pool von Superman-Genen entspringen. Schließlich gibt es noch eine Reihe von Bösewichten, die sich extrem dumm anstellen, damit dem Happy-End nichts im Wege steht. Sarkastischer Unterton? Unvermeidbar. Das ist einfach zu simpel, um fesselnd zu sein.

Fazit: Unterdurchschnittlicher Einheitsbrei. Keine Fortsetzung für mich, bitte!


Unearthly. Heiliges Feuer
Unearthly. Heiliges Feuer
von Cynthia Hand
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Mittelteil-Sorgen... wie so oft, 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Unearthly. Heiliges Feuer (Taschenbuch)
Ich will, ich will, ich will.... es genauso lieben wie Band eins. Aber es geht einfach nicht. "Heiliges Feuer" krankt leider genau an den Problemen, die soviele Mittelteile von Trilogien mir sich bringen. An einer gewisse Bruchstückhaftigkeit, an einer unterschwelligen Angestrengtheit, die sirrende Spannung aus dem ersten Teil auch diesmal wieder zu transportieren es aber einfach nicht zu schaffen. Was wohl auch nicht so einfach ist: Denn die ersten Rätsel sind gelöst, die Dreiecksgeschichte zwischen Clara, Tucker und Christian ist zu einer Seite hin entschieden und nach dem Angriff von Schwarzengel Samjeeza ist erstmal Ruhe eingekehrt.

Und so kam ich 150 Seiten lang erst einmal gar nicht in die Geschichte hinein. Da war einfach kein Anreiz, kein Lockmittel,
keine Spannung, nichts woran man sich als Leser festbeißen wollte. Und erst im zweiten Drittel entfaltete immerhin Cynthia Hands Schreibstil wieder ihren beeindruckenden Sog, der vor allem in der Art und Weise begründet liegt, wie sie Dinge erfasst und mit viel Einfühlungsvermögen lebendig werden lässen. Von wem stammt das Zitat? "Alles was leicht aussieht, erfordert harte Arbeit." So könnte man es wohl ausdrücken: Die Leichtigkeit von Hands Schreibstil fußt auf durchdachten und gut ausgearbeiteten Szenen und Figuren.

Dennoch reicht das Buch nicht an den ersten Teil heran. Viele Entwicklungen sind zu vorhersehbar, laufen zu glatt ab und fließen dramaturgisch gesehen nicht gut zusammen. In anderer Hinsicht gelingt es Hand dann wieder sehr gekonnt, neue Türen zu öffnen, in die man als Leser gerne hineinschaut. Dazu zählt vor allem die erneute Unsicherheit Claras bezüglich ihrer Gefühle für Christian.

Fazit: Als Gesamtpaket leider nicht ganz so gut wie der Vorgänger! Aber immer noch empfehlenswert.


Töchter des Mondes, Band 01: Cate
Töchter des Mondes, Band 01: Cate
von Jessica Spotswood
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Romantisches Buch für junge Mädchen, 26. November 2012
"Töchter des Mondes" gleicht in seinem Aufbau 1:1 dem inhaltlichen und stilistischen Schnitt in diesem Genre. Liebe, Spannung, Ungewissheiten. Das alles mischt sich in dem Roman zu einer ansprechenden, aber wenig überraschenden Einheit. Großen Raum nimmt das Motiv der ersten Liebe ein, so dass die Geschichte für ein jüngeres Publikum sicher einige vergnügliche Lesestunden verspricht.
Mir persönlich hat sich das Buch aber einfach nicht ins Herz geschlichen.

Gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie Jessica Spotswood einerseits Elemente historischer Gegebenheiten ausarbeitet, andererseits aber recht locker auslegt. Ähnlich vielleicht Blazons "Wolfszeit", in der ein grober gesellschaftlich-historischer Rahmen zwar vorgelegt, aber - weit entfernt davon, wirklich altertümlich zu sein - eher lässig mit Bildern und Sprache gefüllt wird.
So fügt sich Ich-Erzählerin Cate einerseits den Gepflogenheiten eines älteren Jahrhunderts, schlägt aber recht überzeugend den Tonfalls eines "selbstbewussten" jungen Mädchens an.

Ohne großen Längen steuert die Autorin die Stützpfeiler ihrer Geschichte an, lässt Cate - die älteste von drei Schwestern - von der bisweilen schwierigen Beziehung zu ihren jüngeren Geschwistern erzählern, von den magischen Begabungen der drei und der Angst, als Hexe entlarvt zu werden. Von der Bedrohung und Unterjochung durch die hexenfeindliche Bruderschaft und von ihren verwirrenden Gefühlen zu Nachbarssohn Paul und dem jungen Finn.

Das Ganze läuft aber so glatt nach Schema F, dass sich bei mir einfach kein Spannungsgefühl einstellen wollte. Und wenngleich mir der Charakter Cate gut gefallen hat, fehlten mir überzeugende Handlungen, die mir den Charakter wirklich näher bringen konnten. Cate bleibt doch über weite Strecken vornehmlich Erzählerin und ist insbesondere damit beschäftigt, die eigenen magischen Fähigkeiten und die ihrer Schwestern geheim zu halten. Das ist natürlich einerseits nachvollziehbar und logisch, in Anbetracht der bestehenden Bedrohung, als Hexe verfolgt zu werden. Andereseits aber eben auch schade.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Cate und Finn hat mich nicht ganz überzeugt. Die Art und Weise, wie sich bei Cate so ganz plötzlich für Finn romantische Gefühle einstellen, erschien mir zu einfach gestrickt. Da fehlten mir die "Magie" zwischen den beiden, die "Funken", ein spürbares Feuerwerk, vor allem eine Entwicklung. Vom ersten Auftauchen Finns, über gelegentliches seichtes Geplänkel bis zum völligen Verliebtsein empfand ich den Weg als wesentlich zu kurz, Finn als zu blass und als Charakter zu austauschbar.

Fazit: Zu glatt, zu widerstandlos, aber für ein jüngeres Publikum sicher eine schöne, romantische Geschichte. Betonung liegt auf romantisch, denn die Spannung geht bei der routinierten Vorgehensweise der Autorin etwas verloren. Dennoch bin ich gespannt auf die Fortsetzungen, die dann sicherlich aus der Perspektive der jüngeren Schwestern Tess und Maura verfasst sein werden - vor allem darauf, inwieweit es der Autorin gelingt, die Charaktere auch als Erzähler voneinander abzugrenzen.


Anna im blutroten Kleid: Roman (Heyne fliegt)
Anna im blutroten Kleid: Roman (Heyne fliegt)
von Kendare Blake
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blutleere Geisterjagd, 15. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kendare Blakes Schreibstil ist prinzipiell gut und lebt von seiner Unmittelbarkeit - bereits auf der ersten Seite steckt der Leser mitten in der Geisterjagd und von da an gibt es erstmal keine Längen und keine Durststrecken. Stattdessen fließt recht zügig literweise Blut, taumeln Leichen und fliegen Gliedmaßen umher. Nichts für schwache Nerven! Daher ist die Altersempfehlung ab 14 Jahren absolut folgerichtig. Eine Altersempfehlung ab 16 wäre auch nicht falsch gewesen.

Zum Inhalt: Der 17jährige Cassio Lowood reist mit seiner Mutter durchs Land und macht Jagd auf Geister. Bisher hatte er damit nie Probleme. Erst Geistermädchen Anna bringt Cas an seine Grenzen. In ihr vereinen sich Unschuld und Dämonenhaftigkeit in einer Weise, die Cas schlichtweg vor Rätsel stellt. Gemeinsam mit seinem neu gewonnenen Freund, dem Telepathen Thomas, Highschool-Schönheit Carmel und den beiden Hitzköpfen Chase und Will macht er sich ans Werk, Anna endgültig ins Jenseits zu befördern. Doch schon bald hat er Zweifel, ob dies tatsächlich das Richtige ist.

Obgleich das Buch seitenweise ins Horrorgenre driftet, wird dem Ekelfaktor meist schnell Einhalt geboten. Häufig steht dem Schrecken ein Augenzwinkern gegenüber, und die Nervenstärke von Ich-Erzähler Cas verhindert größtenteils echtes Unbehagen.

Die Handlung selbst - die stilistisch zwischen Grusel, Thriller, paranormale Romanze und Urban Fantasy schwankt - bleibt für meinen Geschmack insgesamt zu oberflächlich und farblos. Vor allem Held Cas war mir als Ich-Erzähler zu langweilig. Blake schaffte es einfach nicht, bei mir Interesse für einen über weite Strecken unnahbaren, unterkühlten Charakter zu wecken. Hier fehlen Ecken und Kanten, Vorlieben, Schwächen, Motive, Antrieb etc., die sich in Taten und Gedanken manifestieren. Dasselbe gilt für die übrigen Charaktere, aus denen man viel mehr hätte machen können. Insbesondere aus Gedankenleser Thomas.

Während der Einstieg also ausgesprochen vielversprechend ist, fehlt der Geschichte vor allem in der zweiten Hälfte die Tiefe, eine Entwicklung der Charaktere und glaubwürdige Erklärungen, so dass die guten Ansätze letztlich im Nichts verpuffen.
Schade!

Fazit: Blutgrusel. Größtenteils angenehm zu lesen, aber ingesamt zu farblos. Für mich steht fest, dass ich mir die Fortsetzung, die in Amerika bereits unter dem Titel Girl of Nightmares erschienen ist, nicht zulegen werde.


Sternenfeuer: Gefährliche Lügen: Roman (PAN)
Sternenfeuer: Gefährliche Lügen: Roman (PAN)
von Amy Kathleen Ryan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Spannendes Buch - wankelmütige Helden, 12. November 2012
Sternenfeuer entbehrt vor allem eines - Charaktere, die der Leser bedingungslos lieben kann, die immer das Richtige tun, und wenn sie doch einmal Fehler machen, schnell wieder auf Kurs kommen. Im Grunde spielt die Geschichte auf zwei Ebenen: Der Erzähl-Ebene und der Ebene, die darunter liegt, eine psychologische Ebene. Hier geht es um die Funktionsweise von Menschen und Massen - eine Ebene, die sich vor allem dem Thema Macht und Machtmissbrauch widmet, dem Thema Missbrauch im Allgemeinen.
Hier kommt leider fast niemand in dem Buch gut weg. Immerzu schwanken die Sympathien des Lesers - gerade hat man geglaubt, einen Protagonisten ins Herz geschlossen zu haben, tut er etwas völlig unerwartet Blödes. Andererseits zeigen auch die vermeintlich Bösen, dass der Mensch aus mehr als aus Schwarz- und Weißtönen besteht. Das macht das Ganze natürlich schwierig, denn Bücher funktionieren vor allem dann gut, wenn sich Gut und Böse voneinander abgrenzen. "Sternenfeuer" gleicht in der Art und Weise, wie Menschen guten Glaubens einer Herde folgen, falsche Schlüsse ziehen oder in höchsteigens ausgelegte Fallen tappen eher einer Tragödie, ist allerdings viel näher an der Realität, auch wenn das eher beunruhigend ist.
Die Spannung resultiert vor allem aus den vielen unerwarteten Wendungen und der Stärke der beiden "Helden", Kieran und Waverly. Die beiden sind - irgendwann in der Zukunft - Besatzungsmitglieder eines Raumschiffes, das sich auf dem Weg zu einer neuen Erde befindet. Die alte Welt scheint untergegangen, verloren zu sein. Kieran und Waverly stehen kurz vor der Hochzeit, als ihr Raumschiff überfallen und die beiden getrennt werden. Von nun an ist nichts mehr, wie es war: Waverly, die zusammen mit anderen Mädchen auf das fremde Schiff entführt wird, sieht sich vor der unmöglichen Aufgabe, eine Flucht zu bewerkstelligen. Kieran muss unvorbereitet in eine Führungsrolle hineinwachsen.
Fazit: Ein anspruchsvoller Jugendroman mit Helden, die nicht immer heldenhaft sind. Größtenteils spannend. Auf den letzten Seiten allerdings in seiner Unberechenbarkeit und Tragödienhaftigkeit schon wieder zu berechenbar und tragödienhaft. Es wäre schön, wenn die Geschichte in der Fortsetzung etwas Neues bieten würde. Ich bin gespannt!


Unearthly. Dunkle Flammen
Unearthly. Dunkle Flammen
von Cynthia Hand
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Nein, überirdisch, 7. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Unearthly. Dunkle Flammen (Taschenbuch)
Gerade ausgelesen und absolut begeistert. Ich kann für „Unearthly“ eine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben. Der Schreibstil ist so flüssig und gleichzeitig so gefühlvoll, dass man in einen regelrechten Leserausch verfällt.
Fans von Twilight werden ihre absolute Freude an diesem Schmöker haben!
Muss ich zur Handlung noch viel sagen? Nach all den Rezensionen?
Also gut: Clara ist ein Engelblut – ihre Aufgabe, eine einzigartige Aufgabe, die alle Engel auf Erden haben, führt sie ins idyllische Wyoming, wo sie Highschool-Traumtyp Christian das Leben retten soll. Der weiß davon natürlich nichts. Und Clara muss sich nicht nur in die neue Umgebung eingewöhnen, sondern auch einen Plan schmieden, wie sie Christian kennenlernen und retten kann. Tja, und dann ist da auch noch der undurchsichtige Tucker…
Glück und Leid in der Highschoolzeit, ca. 430 Seiten lang und trotzdem nicht langweilig. Aber Hands Clara ist ein so klarer und sympathischer Charakter, dass man jede Leseminute gerne bei ihr ist.
Fazit: Rundum gute Leseunterhaltung für eigentlich jedes Alter! Aber wohl doch eher für Frauen… Ein guter Schmachtfetzen, eben. Auch wenn ich gerade sehe, dass die Rezensentin vor mir anderer Meinung ist.


Seelenraub: Riley Blackthorne - Die Dämonenfängerin 2
Seelenraub: Riley Blackthorne - Die Dämonenfängerin 2
von Jana Oliver
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hin- und hergerissen - immer noch, 2. November 2012
Meiner Rezension zum ersten Band kann ich kaum etwas hinzufügen. Meiner Ansicht nach ist die Dämonenfängerin-Serie weiterhin eine nette Reihe mit Stärken und Schwächen. Größter Minuspunkt ist diesmal die Tatsache, dass der Titel schlichtweg absurd wirkt, weil die Dämonenfängerin einfach keine Dämonen fängt - okay, (Achtung Mini-Spoiler), diese niedliche Elster zur Hälfte des Buches zählt irgendwie nicht.
Auch sonst ist das Buch insgesamt eher handlungsarm und besteht vorwiegend aus Dialogen und kaum aus Ereignissen. Zwar schafft es Jana Oliver glaubwürdige Figuren und stimmungsvolle Szenerien zu erschaffen (Stärke), doch ein fesselnder Spannungsbogen gelingt ihr nicht (Riesenschwäche).
Zum Inhalt: Hauptfigur Riley Blackthorne sucht nach dem Überfall auf die Dämonenfänger nach Ursachen und vor allem nach demjenigen, der ihren Vater aus dem Grab gestohlen und zum Leben erweckt hat. Erklärungen gibt es erst auf den letzten Seiten, die mir - zugegeben - gut gefallen haben. Bis dahin aber hängt Riley vor allem irgendwie in der Luft, ebenso wie Beck, der ehemalige Partner ihres Vaters, der sich langsam aber sicher seiner Gefühle für Riley bewusst wird. Die aber hat genug um die Ohren: Ihr Freund Simon mutiert zum religiösen Fanatiker - und nervt gewaltig, auch den Leser - und der geheimnisvolle Ori verdreht ihr ganz schön den Kopf.
Fazit: Weit entfernt davon ein Brüller zu sein. Trotz gut ausgedachter Figuren und einem erfreulich kitschfreien Gefühlschaos bei allen Beteiligten fehlen vor allem Spannungselemente. Die Dialoge gleichen das Manko leider nur teilweise aus. Neben etlichen Wiederholungen und holprigen Formulierungen, hat mich vor allem das ständige "Yeah Mädel" zermürbt.


Wolfszeit
Wolfszeit
von Nina Blazon
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebevoll konstruierte Werwolflegende, die sehr gemählich Fahrt aufnimmt, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Wolfszeit (Gebundene Ausgabe)
Weniger als drei Punkte hat die Geschichte auf keinen Fall verdient, teilweise eher mehr, obgleich ich mich alles in allem zu keiner besseren Bewertung durchringen kann. Was nicht bedeuten soll, dass ich für das Buch keine Kaufempfehlung gebe.
Die Leselust ist in diesem Falle nur schlichtweg überdurchschnittlich an die Erwartungen gekoppelt.
Vielleicht auch an die jeweilige Lesestimmung.
Wer ruhige, historische Geschichten mag, die sich chronologisch und bisweilen protokollhaft entwickeln und ihren Schwerpunkt mehr auf die Dokumentation von Ereignissen legen, als auf Spannungsmomente und große Gefühle, der wird an "Wolfszeit" nichts auszusetzen haben.
Zum Inhalt: In einem kleinen Dorf in der Auvergne treibt ein blutrünstiger Wolf sein Unwesen. Nach zahlreichen Morden
kann der König die Ereignisse nicht weiter ignorieren und entsendet eine Ermittlerdelegation, die das Tier zusammen mit einer Gruppe Jägern zur Strecke bringen sollen.
Unter ihnen befindet sich auch der junge Zeichner Thomas Auvray, der mit seinem scharfen Blick schon bald die richtigen Schlüsse zieht. Ihm wird klar, dass die Morde weder von einem Wolf begangen wurden, noch von einem einzelnen Wesen.
Aber wer steckt hinter den Bluttaten? Ein Ratespiel beginnt, in dessem Verlauf immer mehr Verdächtige auftauchen.
Nina Blazon spielt - wie in der 'Totenbraut' - mit Elementen des Übersinnlichen, schwankend zwischen Phantastik und nüchterner Entlarvung. Sie entwirft eine Fülle unterschiedlicher und größtenteils glaubwürdiger Charaktere, die der Autorin abwechselnd dazu dienen, den Leser aus verschiedenen Blickwinkeln durch die Geschichte zu führen. Hauptperson jedoch ist der junge Thomas, ein sowohl nüchterner als auch verträumter Charakter, der mir persönlich aber über lange Strecken zu sehr Erzähler als reale Figur ist.
Nach einem spannenden Prolog landete ich erst nach etwa der Häfte des Buches wieder mitten im Geschehen.
Bis dahin legte Nina Blazon vorwiegend Fährten aus, stellte die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander vor und ließ Thomas ebenso wie den Leser im Dunkeln tappen.
Mit einer zarten Liebesgeschichte und spannenden Szenen wartet die Autorin nach dem rasanten Start erst wieder im letzten Viertel auf.
Abgesehen von meiner unentschlossenen Haltung bezüglich des Aufbaus von "Wolfszeit" kann ich eigentlich nur die Sprachwahl kritisieren, die im Gegensatz zu Blazons "Totenbraut" diesmal etwas salopper daherkommt.
Formulierungen wie "Sag mal,..." sind jedenfalls mit Sicherheit nicht zeittypisch. Aber auch hier entscheidet der Geschmack.
Fazit: Mir persönlich zu distanziert und gemächlich, aber keineswegs schlecht gemacht. Eine Empfehlung für alle, die nicht auf jeder zweiten Seite Leidenschaft und lange Zähne erwarten.


Mein böses Herz
Mein böses Herz
von Wulf Dorn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Punktabzug in der Zielgeraden, 15. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Mein böses Herz (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte hat mir - bis fast zuletzt - gut gefallen und hat mich über weite Strecken richtiggehend gefesselt. Punktabzug gab es für mich erst auf den letzten Seiten.
Begeistert hat mich insbesondere die Grundidee, die bereits im Titel des Romans verborgen ist.
Zur Handlung: Seit dem Tod ihres kleinen Bruders Kai wird Doro von Alpträumen und Visionen geplagt. An die Todesnacht selbst hat sie allerdings keine Erinnerungen. Schnell wird klar, dass hier etwas geschehen ist, was sich über Doros Unterbewusstsein an die Oberfläche kämpft. Nach einer Therapie scheint Doro geheilt. Doch dann taucht ein zu Tode verängstigter Junge in dem Schuppen vor Doros Haus auf, der kurz darauf wieder verschwunden ist, und Doro weiß bald nicht mehr, was Realität ist und was nicht. Beharrlich versucht sie, dem Rätsel um dem fremden Jungen auf die Spur zu kommen und nähert sich dabei auch ihren eigenen Geheimnissen.
Wie gesagt: Als Jugendthriller macht sich "Mein böses Herz" über weite Strecken sehr gut. Zartbesaitete Jugendliche, die dieses Buch in die Finger kriegen, sollten allerdings wissen, worauf sie sich einlassen. Einige Passagen - insbesondere solche, die um den Tod von Doros Bruder kreisen - sind wirklich starber Tobak. Ich persönlich habe um diese Geschichte allabendlich einen großen Bogen gemacht und mich auf das Lesen bei Helligkeit verlegt.
Zu meiner Kritik: Da spielt mein altes Thrillerproblem hinein. Die Entwirrung solcher Storys ist mir in diesem Genre einfach zu sehr auf einen Show-Down angelegt. Und auch hier finden die Finten und Fährten für meinen Geschmack nicht wirklich zusammen. Ich müsste spoilern, um deutlicher zu werden. So kann ich nur sagen: zu dramatisch, zu unglaubwürdig.
Wie gesagt: Es ist wohl auch eine Geschmacksfrage.
Mein Fazit jedenfalls lautet: Routiniert, böse, unterhaltsam. Für jüngere Leser aber absolut nicht geeignet. Gegen Ende zu flach.


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