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Rezensionen verfasst von
Re(i)mbrandt "Re(i)mbrandt" (Bergkamen)

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Alien [Blu-ray]
Alien [Blu-ray]
DVD ~ Tom Skerritt
Preis: EUR 7,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich der einzig wirklich Wahre ALIEN, 6. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Alien [Blu-ray] (Blu-ray)
Tja, die Geschmäcker sind verschieden. Daher respektiere ich, wenn vorwiegend Jüngere mit Alien 1 (aber auch mit dem nicht minder genialen »2001 – Odysee im Weltraum«) wenig bis gar nichts anfangen können und stattdessen diesen Celloloid-Wirrwarr namens »Prometheus« in den Himmel loben (der für mich altes Schlachtross eine einzige Enttäuschung ist). Das zahlungskräftige Kino-Blockbusterpublikum zählt seit jeher zur jüngeren Riege, ist heute wohl oder über auf atemlos-bombastische Special-Effect-Orgien à la Transformers geeicht. Und empfindet jede ruhige Einstellung von mehr als zwei Sekunden Dauer wohl schon als ödes Stillleben. Schade, aber man muss den auf Hyper-Speed ausgelegten Zeitgeist als Kinofilmmacher leider berücksichtigen, wenn man nicht pleite gehen will.

Wenn man auf genau diese cineastische Musicclip-Hektik aber mal zwei Stunden verzichten kann und bereit ist, sich auf einen größtenteils gelassenen, dafür aber stimmungsvollen und packenden Szenenaufbau einzulassen, der ohne computergenerierte Effektorgien auskommt und die raffinierten Schockelemente in wohl dosierter Reduziertheit einsetzt – der liegt bei Alien 1 so was von richtig.

Ich habe Alien 1 1980 im Kino zum ersten Mal gesehen – und war nach 20 Sekunden schon hin und weg! Begeistert kratzte ich damals meinen mageren Gefreiten-Wehrsold zusammen, um nach Dienstschluss noch so oft wie möglich ins Lichtspielhaus eilen zu können – nur um Alien mit den Augen regelrecht aufzusaugen. (Nun, ich gebe zu, dass ich mich damals ziemlich heftig in Frau Weaver verguckt hatte, aber das war bei Weitem nicht die einzige Schwärmerei, die dieser Meilenstein bei mir ausgelöst hat.)

Hier stimmt einfach alles – die beklemmende, dreckige Atmosphäre kaum verhohlenen Verfalls, die 1 zu 1 die Endzeitstimmung der damals langsam versickernden Punk-Ära nicht nur in GB widerspiegelt. Die Schauspielerriege ist durchweg hervorragend. Die von Giger beeinflussten Bauten sind buchstäblich aus einer ganz anderen Welt. Die Story birgt natürlich ihre kleinen Logik- und Erzähllücken, aber die fallen nur Erbsenzählern auf. Und wenn man sieht, mit welch simplen Tricks damals eine finster-befremdliche Planetenoberfläche glaubwürdig gezaubert wurde (mit nicht viel mehr als Nebel, Wind und einem Studioscheinwerfer), dann kann man nur staunen – und denken: weniger CGI ist manchmal mehr.

Das Tolle an Alien 1: Jeder kann den Streifen in jene Schublade stecken, die ihm genehm ist – und es dürfte immer die richtige sein: »Surrealistischer SF-Thriller« passt hier ebenso wie »Psycho-Reißer« oder »Space Opera«.

Nochmals die Warnung: Wer in Sachen Horror immer gleich Kunstblut in Tankwagenmenge und Bühnenbilder wie im Schlachthaus erwartet, möge bitte die Zitter-Finger von Alien 1 lassen. Dieser Streifen ist etwas für Entschleunigungs-Genießer, obwohl er natürlich seine rasanten Passagen hat. Aber die eben in angemessener Dosierung, nicht als abstumpfende Dauerschleife.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 2, 2015 7:53 PM CET


You're Not Alone
You're Not Alone
Wird angeboten von Disco100
Preis: EUR 85,00

5.0 von 5 Sternen Galaktische Klasse zum astronomischen Preis, 5. August 2014
Rezension bezieht sich auf: You're Not Alone (Audio CD)
Ich habe mir die LP damals als junger Spund zulegt, weil ich damals meine Perry-Rhodan-Phase hatte und das Cover so schön spacig fand ;-) Mit der Mucke konnte ich, fangfrisch, wie ich noch war, allerdings nicht so viel anfangen. Also hab ich die Scheibe irgendwann verkauft. * schäm *

Ich Dämel!

Welche Hochklasse gerade diese Scheibe entfaltet, hat sich mir erst Jahre später erschlossen. Wahrscheinlich ist diese Musik für allzu junge Sturm-und-Drang-Hörer nicht unbedingt das richtige – aber jetzt, in »den besten Jahren« (ich hab die guten also schon hinter mir ;-D ), ist diese Platte mein täglicher Viagra-Ersatz: Ich stehe voll und ganz hinter ihr!

Was ich vor Jahrzehnten verkannt habe, ist mir heute sonnenklar: Keine Sekunde an diesem Werk ist langweilig oder gar ein Füller. Jahrelang gab es dieses Saitenquäler-Juwel nicht als Neuauflage. Jetzt ist es endlich wieder da. DANKEEEE!

(…pssst: Wer zumindest mal in das Album reinhören will, kann gern mal auf YouTube »You’re not alone« eingeben)


Misdemeanour-Remaster
Misdemeanour-Remaster
Preis: EUR 13,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klangweilig!, 5. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Misdemeanour-Remaster (Audio CD)
Die Achtziger waren die glatte Folter: fast überall nur noch Synthie-Geklimper und Elektronik-Drums. Leider Gottes sind wohl auch UFO damals auf diese grassierende Klangeweile aufgesprungen. Dieses Album zeigt sicher einige gute Ansätze – und der Gitarrist hat’s echt drauf. Dafür zwei Sterne. Aber dank dieser Synthie-Soße, die hier fast jeden Ton überdeckt wie Mehltau die Rosen, klingt die Scheibe erschreckend nach unrasiertem Boy George.


Prometheus - Dunkle Zeichen
Prometheus - Dunkle Zeichen
DVD
Preis: EUR 9,99

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bitte, bitte nicht auf noch eine Mordsetzung von Blade Runner!!!!!!, 28. Juli 2014
Als würde Motörhead die Wildecker Herzbuben covern: So verkorkst kommt mir Prometheus vor.

Stammt dieses cineastische Ärgernis tatsächlich aus der Hand von Ridley Scott? DEM Ridely Scott?? Dem genialen Schöpfer von Alien 1 (für mich der beste aus dieser Reihe), von Blade Runner, Legende, Gladiator …???

Kaum zu glauben. Entweder haben die Produzenten dieses Films dem guten Herrn Scott während des Drehs permanent Crystal Meth in den Tee geschmuggelt. Oder er ist inzwischen, da auch nicht mehr ganz fangfrisch, von allen guten Geistern verlassen.

Natürlich türmt sich sogar für solch einen Meisterregisseur eine schier unlösbare Aufgabe auf, soll er einen Meilenstein wie »Alien 1« 35 Jahre später wieder zum Leben erwecken. Genauso hätte man von da Vinci verlangen können, eine Mona Lisa 2 auf die Leinwand zu bringen.

Herr Scott wäre gut beraten gewesen, entweder ganz die renommierten Finger von dem Projekt zu lassen. Oder aber da weiterzumachen, wo Alien 4 aufgehört hat. Das Ende dieses Films birgt schließlich üppiges Potenzial für eine plausibel klingende und spannende Alien-5-Episode

Aber nein – er musste sich ja auf dieses verschwurbelte Prequel einlassen, das dann das dann am bitteren Ende doch nicht ganz so 1 zu 1 das Alien-Universum widerspiegelt.

Klar weist z. B. auch Alien 1 Ungereimtheiten im Drehbuch auf – aber die fallen kaum ins Gewicht. Denn allein schon die genialen Charakterstudien all dieser verkrachten Existenzen, die sich auf dem Seelenverkäufer namens Nostromo zusammenraufen müssen – das war einfach 1a inszeniert damals. Allein dieser Crew zuzusehen erhebt den Ur-Alien immer noch zu einem Seh-Vergnügen erster Güte.

Prometheus dümpelt indes einige Parsec von dieser Top-Qualität entfernt durch die galaktische Dunkelzone. Drehbuch-Wirrwarr, eine zur Bedeutungsschwangerschaft aufgeblasene Schulhof-Philosophie – ach, es ist einfach ein Graus. Peinlich zu sehen, dass man etwa die Hauptdarstellerin erkenntbar unter dem Aspekt gecastet hat, auf Biegen und Brechen eine Dame zu finden, die der damals noch jungen S. Weaver äußerlich ein wenig ähnlich sieht. Was allerdings in die Hose geht, denn Ellen Ripley ist wie Highlander – es kann nur eine geben. Dieser Härtesten unter der Exo-Sonne kann »die Neue« nicht das Wasser reichen.

Und statt Ch. Theron hatte man auch eine Schaufensterpuppe abfilmen können – die hätte ein ähnliches Minimalmaß an Schauspielkunst zuwege gebracht und wäre billiger gekommen. Und dieser auf Greis geschminkte Jüngling – jedes Schülertheater hat bessere Maskenbildner. Wenn man diesen Irrsinn zum ersten Mal sieht, fallen einem vor Entsetzen die Erdnüsschen aus der Hand.

Was mich am meisten ärgert: Alien 1 zieht einen vom ersten Moment an durch seine perfekte Stimmung in den Bann. Bedrohung, Verfall und Ausweglosigkeit, wohin man blickt. Prometheus setzt dem eine fast klinisch saubere Umgebung entgegen, die nur eines hervorruft: Gähnen. Ja, und sogar die aufwändig generierte Terragen-Landschaft wirkt bestenfalls so »bedrohlich« wie Lanzarote im Regen. Und auch dieses Höhlensystem ist irgendwie zum Piepen.

Einen Stern gibt es für die gefühlt fünf Sekunden wirklich guter Spaceart: Der Ringplanet im Firmament ist wirklich atemberaubend in Szene gesetzt. Aber das ist wirklich das Einzig Nennenswerte an dieser Lebenszeitverschwendung, die außerdem vor nervtötenden Selbstzitaten strotzt (ja, klar, auch diesmal wird dem Roboter wieder mal der Kopf abgerissen – an was erinnert mich das bloß, Herr Scott?).

Prometheus 2 wird sich wohl nicht verhindern lassen. Aber darf ich hier in Stoßgebet vortragen? Danke. Also: BITTE, BITTE HERR SCOTT, VERSUCHEN SIE SICH NIEMALS AN EINER FORTSETZUNG VON BLADE RUNNER! DAS WÄRE MORD AN EINEM KINO-JUWEL – UND DAS WÜRDE ICH NICHT ÜBERLEBEN!


Leidenschaft
Leidenschaft
Preis: EUR 3,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geistiger Mikro-Penis eiert durchs Leben. Oder auch durch zwei. Oder drei …, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Leidenschaft (Kindle Edition)
Bevor wieder das Geschrei losgeht …

Die Punktvergabe berücksichtigt die Literaturgattung, der »Leidenschaft« zugeordnet werden muss: Hochspannungslektüre mit einem Spritzer Handbremsen-Erotik.

Diese Sparte ist keineswegs wertvoller oder minderwertiger als das, was vermeintliche Bildungsbürger immer gern als »hochgeistige Bildungslektüre« empfehlen.

Aber ebenso wenig, wie ich eine Beethoven-Symphonie nur deswegen runterpunkten kann, weil beim guten alten Ludwig van so wenig Heavy-Metal-Gitarren vorkommen, so wenig kann ich »Leidenschaft« deswegen abstrafen, weil hier der bedeutungsschwangere literaturnobelpreisliche Tiefgang nicht ganz so ausgeprägt ist. Ganz ehrlich, wer derart Schwerblütiges sucht, ist bei anderen Wortschöpfern der Marke »Dichter und Denker« sicher besser aufgehoben, Abteilung »Werthers Leiden«. Wer aber ein spannendes und auch intellektuell stellenweise fesselndes Lesevergnügen zu schätzen weiß, das zudem druckvoll und sprachlich virtuos erzählt wird – der macht hier garantiert nichts falsch.

Die Story hat es in sich: Horace, der Protagonist der alles überspannenden Hauptstory, eiert als geistiger Mikro-Penis durch sein Leben im sonnigen Florida. Und durch die anderen Leben auch, die ihm das Universum bereits geschenkt und auf meistens gewaltsame Weise wieder genommen hat. Denn immer wieder verfällt dieser Dämel im Laufe der Jahrtausende einer bestimmten Femme fatale, die diesen Simpel mit fadenscheinigsten erotischen Mitteln um den Finger wickeln und finanziell ausweiden kann. Als Leser kann man es wirklich nicht fassen, wie widerstandslos sich Horace und seine Forrest-Gump-Vorfahren stets aufs Neue hinters Schlafzimmerlicht führen lassen.

Ist allein schon die Hauptstory mit zahlreichen Mysterien und Spannungselementen gespickt, so führen uns auch die drei eingebetteten Historien-Geschichten nicht minder oft aufs leserische Glatteis, und das gekonnt: Der Autor entführt uns ins alte Ägypten, ins alte Griechenland und ins alte Rom. Dort kommen sich Horace und seine Angebetete immer wieder auf verschiedenen Ebenen ins erotische Gehege. Wobei es Horace ist, der nicht unbedingt den »Kürzesten« hat, aber bei bestimmungsgemäßer Benutzung desselben immer wieder den Kürzeren zieht.

Aaaaber – die wahre Ursache der schicksalsträchtigen und meistens tödlich endenden Verbumsfiedeleien dieses Dauerbewohners des erotischen Iditotenhügels liegt sogar noch weiter zurück als die Hellenische Antike – aber mehr sei hier nicht verraten. Der unerwartete Schluss jedenfalls verblüfft ungemein!

Fazit: Mit »Leidenschaft« hat der Autor eine neue Literaturgattung maßgeblich mitgeschaffen: die Eso-Fiction. Diese Kombination aus Esoterik und (Science) Fiction macht beim Lesen gradiosen Spaß. Und sie regt überdies zum Nachdenken an. Ich jedenfalls hoffe auf möglichst viele weitere (S)Exemplare dieses noch reichlich jungfräulichen (geht das bei dem Thema überhaupt) Literaturzweiges!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 4, 2014 9:09 PM MEST


Anatomie Skelett / menschliches Modell inkl. Schutzabdeckung, Standfuß auf Rollen und Lehrgrafik, lebensgroß 181cm
Anatomie Skelett / menschliches Modell inkl. Schutzabdeckung, Standfuß auf Rollen und Lehrgrafik, lebensgroß 181cm

3.0 von 5 Sternen Skelett hui, Standfuß pfui, 12. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Frau befindet sich zurzeit in ihrem Examen zur Ergotherapeutin und wünschte sich so ein Teil.

Der Knochenkumpel selbst ist ganz in Ordnung. Das alles ließ sich auch rasch und leicht zusammenbauen. Also: gut gemacht!

Was indes wirklich Mega-Schei…e ist: Der Standfuß ist derart wacklig konstruiert, dass das Skelett nach ein paar Tagen von selbst zusammengekracht ist. Grund: Das Schräubchen, das Standfuß und -stange verbindet und – gefühlt! – das Gewicht eines prallen Zementsacks tragen soll, ist extrem schwach auf der Brust. Gerade mal drei dünne Punktverbindungen sollen dieses Berg-Gewicht zusammenhalten – man muss kein Dipl.-Ing. sein, um die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens zu erkennen. Das ist ungefähr so bescheuert, als wolle man einen zentnerschweren Eichenbalken mit zwei Klecksen UHU an der Decke befestigen. Da muss sich dringend was ändern!


Wie sie eine wirklich spannende Geschichte schreiben, von der sich der Leser nicht losreissen kann: Die 5 notwendigen Bestandteile einer guten Geschichte
Wie sie eine wirklich spannende Geschichte schreiben, von der sich der Leser nicht losreissen kann: Die 5 notwendigen Bestandteile einer guten Geschichte

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein 1a-Crashkurs beim Ronaldo der Spannungs-Literatur!, 19. April 2014
Zu Beginn mal gleich Hand aufs Herz …

Angenommen, die berühmte gute Fee tritt eines Nachts von außen an Ihr Schlafzimmerfenster. Hartnäckig übertönt die Gute durch lautes Klopfen an die Glasscheibe Ihr penetrantes Schnarchen. Aufgeweckt, wie Sie nunmehr sind, erlauben Sie der Fee Einlass in Ihr Schlafgemach. Dieser weibliche Gandalf in schön will Ihnen doch tatsächlich einen Wunsch erfüllen! Geil!

Leider Gottes hat der nichts mit dem zu tun, was man in einem Schlafgemach außer heia machen sonst noch so erledigen kann. Nachdem Sie Ihren inneren Lustmolch grummelnd zurück in den Tümpel Ihrer Geheimbegierden geschickt haben, finden Sie den eigentlichen Wunsch, bei Nachttisch-Licht betrachtet, eigentlich gar nicht so übel. Dummerweise verknüpft diese blondgelockte Himmels-Schnitte das Ganze an eine fiese Bedingung: Sie haben zwar die Wahl unter zwei Verlockungen, müssen sich jedoch für eine entscheiden. Die andere verfällt.

So, jetzt mal Butter bei die Mutter: Womit also will Sie dieser Geist begeistern? Option eins: Sie dürfen ein halbes Jahr Tag für Tag den Chef-Sportreporter von »RTL Stuss« nach Herzenslust löchern, wie Sie ein exzellenter Fußballer werden können. Option zwei: Die gute Fee gewährt Ihnen ein leider nur sechsstündiges persönliches Intensivtraining mit Ronaldo.

Schnell – wofür entscheiden Sie sich?

Den Mikrophonhalter? Gut, dann brauchen Sie ab jetzt gar nicht mehr weiterzulesen. Tschüss!

Ach? Ihnen sagt der Crashkurs bei Ronaldo zu? Gratulation! Dann sind Sie bei diesen Zeilen goldrichtig. Vorausgesetzt, Sie wollen nicht unbedingt ein berühmter, gut bezahlter Fußballstar werden, sondern ein berühmter, gut bezahlter Star-Schriftsteller.

Denn genau das erwartet Sie bei »WIE SIE EINE WIRKLICH SPANNENDE GESCHICHTE SCHREIBEN, VON DER SICH DER LESER NICHT LOSREISSEN KANN«: ein Crash-Kurs beim Ronaldo der Spannungsliteratur – bei Ha. A. Mehler.

Zur Klarstellung: Seller und Bestseller pflastern die literarische Vita von Ha. A. Mehler wie die Leichen den Weg von Django. Also, wenn sich einer damit auskennt, wie man packende, wirklich zündende und verkaufsträchtige Geschichten schreibt, dann ist es der ehemalige ZDF-Redakteur, heutige freie Schriftsteller und Leiter einer Literaturschule mit Sitz in den USA.

Wo wir schon von den USA sprechen: Ist es nicht Deutschland, das immer wieder als Land der Dichter und Denker besungen wird? Mag sein. Leider liegen zwischen Klischee und Wirklichkeit einige Mega-Parsec. Oder kennen Sie in Deutschland irgendeine Berufsschule, in der man sich als angehender Pegasus-Reiter zum Profi-Schriftsteller ausbilden lassen kann? Ebend!

Nein, in Deutschland gibt es in puncto guter Bücher zwar Unmengen Deutschlehrer, Germanistik-Professoren und Buch-Kritiker – Leute also, die wahrscheinlich selber kaum etwas von Rang zu Papier bringen können, was den Begriff Literatur halbwegs rechtfertigen würde. Die aber ex cathedra alles zum Thema (besser) wissen. Kein Wunder, aber ein Witz, dass man als angehender Griffelschwinger ausgerechnet im Heimatland der Dichter und Denker von diesen pensionsberechtigten Oberlehrertypen so rein gar keine echte Hilfe beim Schreiben eines erfolgreichen Buches oder einer spektakulären Story erwarten kann.

Da kommt so ein Kleinod wie »WIE SIE EINE WIRKLICH SPANNENDE GESCHICHTE SCHREIBEN, VON DER SICH DER LESER NICHT LOSREISSEN KANN« genau richtig. Es ist ein Crash-Kurs, strotzend vor komprimiertem Praxiswissen. Nicht mehr. Nicht weniger.

Auf knapp 120 Seiten offenbart hier ein waschechter Spannungsautor alles, was man als angehender Schriftsteller wissen muss, um selber packende und zündende Storys zu Papier zu bringen.

Mit diesem Blitz-Einstieg schließt Ha. A. Mehler eine echte Lücke in der deutschen Buchlandschaft. Denn thematisch verwandte Ergüsse von fest angestellten Buch-Kritikern gibt es zwar schon zur Genüge. Aber, um mal im Eingangsbild zu bleiben: Es ist ein Unterschied, ob man gut über Ronaldo berichten kann oder ob man am Ball dieselbe Brillanz zeigt wie eben dieser Edel-Kicker.

Ha. A. Mehler lässt seine Leser hier erstmals und ohne Genanterie über seine Schultern blicken. Am Beispiel mehrerer eigener Topselling-Geschichten führt er angehende Schriftsteller an die fünf Bedingungen heran, die eine Spannungsstory von echtem Schrot und Korn unbedingt erfüllen muss. Alle, wirklich alle guten Geschichten – von Homers »Illias« angefangen bis zu Frau Rowlings »Harry Potter« – weisen exakt diese fünf Erfolgszutaten auf.

Pech, wenn man die als Jung-Autor nicht kennt. Aber um an dieser Stelle die Spannung (!) nicht zu ruinieren, bleiben diese fünf essenziellen Voraussetzungen hier noch ungenannt. Aber zum Trost die gute Nachricht …

Jeder, der die Feder gekonnt schwingen oder die Tastatur behämmern will, kann diese fünf Bedingungen erlernen. Dazu reicht schon dieses Buch. Denn – und auch das dürfte den deutschen Dünkel-Denkern schwer missfallen – die Schriftstellerei ist zum allergrößten Teil ein Handwerk. Zugegeben, ein ungeheuer kreatives, befriedigendes, ja geradezu phänomenal erfüllendes Handwerk – aber eben ein Handwerk. Natürlich erfordert dieser Job Talent, Leidenschaft und Spaß an der Sache. Die bringt ja auch Ronaldo auf, wenn er auf dem Rasen mit der Lederkugel zaubert.

Aber diese Qualitäten alleine hätten sogar ein Ausnahmetalent wie diesen Ronaldo niemals zum Spitzenfußballer gemacht. Nein, sogar er, der Star, trainiert sich täglich die Seele aus dem Leib. Auch er musste sie erst lernen und anwenden, die essenziellen Grundlagen seines von ihm ausgeübten Hand- bzw. Fußwerks.

Gleiches muss, sollte und kann ein angehender Schriftsteller tun: nämlich die grundlegenden handwerklichen Fähigkeiten seiner Profession schlicht und ergreifend erkennen, lernen und ausüben. Für eine so genannte Kulturnation wie Deutschland ist es beschämend, dass sich für diese unumgängliche Basis-Wissensvermittlung keine einzige offizielle Stelle zuständig fühlt. Da muss erst ein Spitzen-Autor in die USA auswandern, um von dort aus diesen ungeheuer wichtigen »Nachhilfeunterricht« zu erledigen. Aber besser so als gar nicht.

Fazit: Um mal auf das Niveau der typischen Fünfzigerjahre-Werbebotschaften abzurutschen – »WIE SIE EINE WIRKLICH SPANNENDE GESCHICHTE SCHREIBEN, VON DER SICH DER LESER NICHT LOSREISSEN KANN gehört in jedes Haus!« Na ja, zumindest auf den Tisch jedes Literaturfreundes. Denn …

Diejenigen, die den Literaturbestand eigenhändig um einige hochklassige Exemplare bereichern wollen, sollten dieses kleine, aber feine Werk als unverzichtbaren Schnelleinstieg benutzen. Es ist für jeden Schreiber so wichtig wie der DUDEN. Es wird jeder ihrer Geschichten einen Qualitätsschub verleihen, den sich angehende Autoren nicht im Entferntesten vorstellen können.

Aber auch für anspruchsvolle Leser und Menschen, die einfach nur Spaß an guten Geschichten haben, wird dieses kleine Büchlein eine unversiegbare Freudenquelle sein. Denn nach der Lektüre wird man jede weitere Top-Story und jeden Bestseller mit noch mehr Vergnügen lesen – erkennt man doch erst dann mit Bewunderung die geheimen Kunstgriffe, die die Autorin oder der Autor angewandt hat, um aus einer simplen Story einen unwiderstehlichen Hochspannungsmagneten zu machen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 12, 2014 1:12 PM MEST


Die Bibel des finanziellen Erfolgs - Die 10 Gebote des Reichtums
Die Bibel des finanziellen Erfolgs - Die 10 Gebote des Reichtums
Preis: EUR 3,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie werde ich reich?, 25. März 2014
Ach, sie liegt ja so nahe, die 1-Million-Euro-Frage: »Wie werde ich reich?« Zugleich aber entlarvt »Wie werde ich reich?« den Fragesteller. Unerbittlich. Und zwar als jemanden, der vom Geheimnis des Reichtums keinen blassen Dunst hat. Noch nicht. Denn er hat ja jetzt die Chance, »Die Bibel des finanziellen Erfolgs« von Richard R. Folg zu studieren. Um die Antwort zu erkennen auf: Wie werde ich reich? So viel sei verraten: Jedenfalls nicht, indem Reichtum als alleiniges Lebensziel definiert wird, dem sich alles andere unterzuordnen hat. (Diese aufwühlende Quintessenz lässt dann auch den Ärger über das platte Autoren-Pseudonym vergessen.)

Zurück zum Thema: »Wie werde ich reich?« zählt zu jenen Such-Phrasen, bei denen der Zugriffszähler bei Google regelmäßig heißläuft. Es muss also was dran sein am »Wie werde ich reich?«. Und daher empfiehlt sich »Die Bibel des finanziellen Erfolgs« als brillant geschriebene 180-Seiten-Lektüre, die eine schmerzliche Wissenslücke nach der anderen rund ums Reichwerden schließt. Derer gibt es genug. Die meisten bei uns in Deutschland. Leider.

Zugegeben, Napoleon Hills »Denke nach und werde reich« haben in unserem Lande bestimmt schon einige Leute als Nachttischlektüre erkoren. Auch T. Harv Ekers Leitfaden »So denken Millionäre« bereichert (!) zweifellos so manches Bücherregal zwischen Flensburg und München. Aber es wirft ein bezeichnendes Licht auf den nervtötend linken deutschen Zeitgeist, dass sich die wenigsten armen Schlucker trauen, sich dazu zu bekennen, ihre Nasen überhaupt in solche »kapitalistisch bösen« Werke zu stecken. »Armut für alle!« Diesem Credo klatscht der dumme deutsche Michel inzwischen begeistert Beifall.

In diese vor allem in Deutschland schwärende Wunde legt der Autor schon ziemlich am Anfang seinen überaus begabten Schreib-Finger. Ja, man darf in diesem unserem Lande der Kinderschänderei das Wort reden und kann dennoch später ohne Schwierigkeit ein ziemlich hohes Tier bei den Grünen werden – siehe Daniel Cohn-Bendit. Mit Pädophilie haben die bis zum Erbrechen toleranten, sprich: im Rückgrat-Sektor voll entkernten Deutschen kaum ein moralisches Problem. Wehe aber, jemand stellt diese Tabu-Frage: »Wie werde ich reich?« Wenn er Glück hat, wird er darob belächelt. Meist aber wird er als böses Kapitalistenschwein abgestempelt. Eins, das man tunlichst totschlagen sollte. Denn noch immer gilt in Deutschland die Fehlformel: arm = gut, reich = böse. Kein Wunder also, dass es in Deutschland weitaus schwerer ist, sein finanzielles Glück zu genießen als in anderen Regionen dieser Welt.

Folgerichtig macht der Autor die bundesdeutsche Neidgesellschaft als einen ganz großen Hemmschuh auf dem Weg zum persönlichen finanziellen Erfolg dingfest. Diese Missgunst wird aus Sicht des Verfassers noch durch Sozialisten angeheizt, also durch die Light-Version der Kommunisten. Letzten Endes aber entlarvt der Autor sowohl Hell- als auch Dunkelrote als Blender, die links reden, aber rechts handeln. Es ist erhellend zu lesen, wie in dem Buch ausgerechnet Karl Marx (einer der Schöpfer von arm = gut, reich = böse) als Anstifter entlarvt wird – für den Massenmord an Abermillionen, die unter Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot und Castro dem Kommunismus und Sozialismus geopfert wurden.

Dem Autor geht es bei dieser Abrechnung darum, dem Leser eines klarzumachen: »Wie werde ich reich?« ist alles andere als eine unmoralische Frage. Im Gegenteil: »Wie werde ich reich?« ist sogar eine sehr natürliche und nachvollziehbare Lebensaufgabe. Dennoch führt die Formulierung in die Irre – aber dazu später!

Warum haben gerade in Deutschland so viele Menschen so ein Problem mit dem Reichtum? Das Problem, dass sie entweder kein Geld haben – oder sogar kein Geld haben wollen? Die schier unerträgliche Linksaußen-Berieselung in diesem Land ist sicherlich ein Grund dafür, wie der Autor in seinem Buch nachvollziehbar darlegt. Aber er führt noch weitere Reichtums-Barrieren auf: falsche Vorbilder im Elternhaus, die ebenfalls aus der linken Ecke stammende populäre Vorstellung, der Erfolg eines Menschen hänge vor allem von den Genen ab, dem Talent, der Umwelt, der Schule, Glück oder Schicksal. Und dann gibt es natürlich noch das Anti-Vorbild der extremen Superreichen, angesichts deren die Frage »Wie werde ich reich?« einen überaus bitteren Beigeschmack annimmt. Der Autor erwähnt hier völlig zurecht Mord-Schurken wie Rockefeller oder die Fugger.

Aber – und das ist das Schöne an dieser Reichtums Bibel – es gibt immer noch einen goldenen Mittelweg. »Wie werde ich reich?« zu fragen ist mehr als statthaft, im Gegensatz zu: »Wie werde ich stinkreich?« Eine »nur« sieben- oder achtstellige Summe auf dem Guthabenkonto ist doch auch schon ganz nett, oder? Und sie ist erreichbar – vor allem: ganz ohne List und Tücke. Mit Recht weist der Autor darauf hin, dass die allermeisten Millionäre in Deutschland für die Antwort auf die Frage »Wie werde ich reich?« ihre Seele eben nicht dem Teufel verkauft haben, wie es Rockefeller oder Gates gemacht haben mögen. Und jetzt nähern wir uns dem interessanten Kern dieses Buches!

Zum einen lässt der Autor in Form von Interviews Zeitgenossen zu Wort kommen, für die sich die Frage »Wie werde ich reich?« nicht mehr stellt. Schlicht und ergreifend, weil sie es schon sind: darunter so illustre Namen wie Helmut Aurenz, Klaus Kobjoll oder Matt Feshbach. Hier kann der Leser gewissermaßen am »lebenden Objekt« nachvollziehen, wie die Antwort auf »Wie werde ich reich?« lauten muss. Am Schluss dann lüftet der Autor das universelle Geheimnis des finanziellen Erfolges – auf Basis von einhundert Interviews mit Millionären, die namentlich nicht erwähnt werden.

Finanzieller Reichtum hat immer und ausschließlich seine Ursachen im ideellen Reichtum eines Menschen. Menschen, die es aus eigener Kraft zu Reichtum gebracht haben, haben diesen Weg eben nicht genommen, weil sie sich die Frage »Wie werde ich reich?« gestellt haben. Nein, vielmehr hat in ihnen eine nicht vom Reichwerdenwollen beherrschte Vision gebrannt, eine Idee. Außerdem haben sie sich unverrücklich dafür entschieden, diese Idee Realität werden zu lassen – komme, was wolle! Zudem haben sie ihre Ziele systematisch verfolgt, überdurchschnittlich viel Verve investiert, die Qualität ihrer Ergebnisse ständig hochgeschraubt, Durchhaltevermögen gezeigt, Verkaufstalent entwickelt, das Ohr am Kunden gehabt und hohe ethische Ansprüche an sich selbst gestellt. Wer diese Qualitäten hat oder entwickelt, der wird um bedeutenden finanziellen Reichtum gar nicht herumkommen. Finanzieller Reichtum ist nämlich »lediglich« eine unweigerliche Folge all dieser Aktivitäten und Qualitäten. Es gehört zum großen Verdienst dieses Buches, genau diesen völlig unterschätzten Zusammenhang besonders deutlich aufzuzeigen. Oder handelt es sich schon um ein Naturgesetz?

Tatsächlich kann der Autor 10 Gesetze des Reichtums formulieren, von denen einige kaum zu erwarten sind, beispielsweise Gesetz 8 und 9. Und: Ideen, Ideen, Ideen... das ist die Treibhefe, aus der Erfolg gebacken wird. Aber Folg gibt tatsächlich eine »Geld-Idee-Formel« preis, die allein den Kauf des Buches lohnt.

Fazit: »Wie werde ich reich?« ist, allem linken Zeitgeist zum Trotz, eine absolut angemessene Frage im Leben jedes Menschen. Genug Geld für ein selbstbestimmtes Leben zu verdienen ist moralisch wertvoll und nichts Verwerfliches. Dennoch ist »Wie werde ich reich?« die falsche Frage. Auf unterhaltsame und gekonnte Weise schärft dieses Buch das Bewusstsein des Lesers dafür, dass der äußere Reichtum unweigerlich eine materielle Manifestation des inneren Reichtums darstellt. Und das Schöne daran: Um diesen inneren Reichtum freizulegen oder auszubauen, braucht man kein Geld. Auch keinen Bankkredit. Ideen, Visionen, Entschlossenheit, Standvermögen, Überzeugungskraft und Anstand kann man sich entweder aneignen. Oder man kann beschließen, diese Tugenden zielgerichtet zu leben. Dieses Buch bietet jede Menge Anregungen, um genau das zu tun und verdiente finanzielle Erfolge zu feiern.


Stormbringer (Remaster Edition)
Stormbringer (Remaster Edition)
Preis: EUR 11,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein typisches Beamten-Album – Dienst nach Vorschrift, mehr nicht, 19. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Stormbringer (Remaster Edition) (Audio CD)
Kann man über Geschmack streiten? Ja.

Bringt das was? Nein.

Deswegen kann jede Kritik über diese und andere DP-Scheiben nichts anders sein als eine subjektive Sichtweise.

Von daher also: Ich finde die Scheibe ganz nett. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr.

Die meisten Songs sind so aufregend, als würde man Zuchtpilzen beim Wachsen zugucken. Wirklich aufhorchen lassen mich lediglich Stombringer, Lady Double Dealer und Soldier of Fortune. Da finde ich das Burn-Album doch um Längen wuchtiger.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 2, 2014 10:31 AM MEST


Die größten Lügen der Geschichte: Wie "historische Wahrheiten" gefälscht wurden
Die größten Lügen der Geschichte: Wie "historische Wahrheiten" gefälscht wurden
Preis: EUR 4,99

2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungelogen …, 16. Februar 2014
Vor kurzem verfasste ich über den gleichen Autor, Frank Fabian, eine Rezension über eines seiner anderen Geschichtsbücher, die so begann:

»Montag, 3. Stunde: Geschichte«

* würg! *

Wer sich beim Stichwort »Geschichtsunterricht« glatt den Kauf des neuesten Stephen King ersparen kann, weil allein schon bei der Erinnerung an stupides Auswendiglernen von Daten, Herrscherhäusern und Schlachtfeldnamen jede Nervenbahn von blankem Grauen in Beschlag genommen wird, der wird bei diesem Buch endlich eines Besseren belehrt:

Doch, doch, Geschichte kann Spaß machen. Richtig großen Spaß sogar.

Wenn zurzeit vielleicht auch nur bei Frank Fabians... »

Nun ich kann diese meine eigene Kritik nur wörtlich übernehmen, was  "Die Größten Lügen der Geschichte“ angeht.

Angeblich große geschichtliche Persönlichkeiten werden vom selbstgerechten, verrotteten Podest angeblicher  Verdienste gestoßen. Egal, ob diese bislang unantastbaren Historiengrößen nun Luther heißen, Bismarck, Alexander der Große oder Cäsar  - bei Frank Fabian bekommen sie alle ihr Fett weg. Der Autor versteht es meisterhaft, sakrosankten Figuren die Maske vorgeblicher vaterländsicher Verdienste herunterzureißen und sie als das darzustellen, was sie in Wirklichkeit waren: menschenverachtende Egomanen. Egomanen indes, die leider Gottes an den Hebeln der Macht herumfummeln konnten.

Die „Größten Lügen“ gehen aber noch weiter! Selbst "allerheiligste" Figuren werden untersucht, an die sich normalerweise niemand heranwagt: St. Paulus, Moses, Jesus und Mohammed.
Und ja, hier warten erneut einige mächtige Überraschungen auf den eBook-Leser.
Meine Empfehlung: Gleich zubeißen!


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