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marco

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Funktionaltransformationen: Fourier-, Laplace- und Z-Transformation
Funktionaltransformationen: Fourier-, Laplace- und Z-Transformation
von Wolfgang Preuß
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur für Leute die sich bereits auskennen., 16. Dezember 2006
Dieses Buch geht nur kurz und auf einem relativ hohen Level auf die Theorie der Funktionaltransformationen ein. Es deckt dafür allerdings (fast) alle Formeln, die es in diesem Zusammenhang gibt, ab. Dem letzten Rezesensenten möchte ich darin zustimmen dass es als Werk um sich an die Thematik heranzuarbeiten gänzlich ungeeignet ist. Allerdings muß man dafür wohl wirklich universitäre Veranstaltungen besuchen, ich zumindest habe bisher noch kein Buch entdeckt welches sich diesem Thema auf dem Level eines Einsteigers nähert.

Ich persönlich bin froh dieses Buch entdeckt zu haben, einfach weil es gerade jemandem wie mir, der eben diese Transformationen grundsätzlich kennt aber wenn er sie mal braucht erst mal sein Wissen auffrischen muß, eine große Hilfe sein kann. Sehr schön finde ich hierbei, dass das Buch mit sehr vielen Beispielen aus dem technischen Bereich arbeitet. Diese Helfen eben sehr sich die Thematik zu verdeutlichen.

FAZIT: Neulinge -> Finger weg und ab in die Uni (oder FH)

"Profi" -> Als Grundlage zur Wissensaufbereitung durchaus gut geeignet, zumal eben die drei wichtigsten Funktionaltransformationen abgedeckt werden.

4 Sterne weil ich das Buch schon oft und gewinnbringend bemüht habe. Dennoch Geschmackssache auch bei Fortgeschrittenen. Auf jedenfall zunächst in der Bibliothek besorgen und prüfen ob man damit klar kommt und dann gegebenenfalls erst zugreifen.


Die unendliche Geschichte
Die unendliche Geschichte
von Michael Ende
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch meiner Jugend, 15. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Die unendliche Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Die unendliche Geschichte ist auch nach so vielen Jahren noch etwas Besonderes. Ich schätze ich habe sie vor 23 Jahren das erste mal gelesen, das letzte mal vor ich glaube 6 Jahren und dazwischen noch mindestens 5 mal. Jetzt wo ich dies schreibe denke ich schon wieder, dass es Zeit werden würde es mal wieder zur Hand zu nehmen.

Das Buch zeugt von ungeheurer Kreativität und läßt vor dem geistigen Auge des vorwiegend jungen Lesers so schöne und vielseitige Landschaften und Kreaturen entstehen, es ist einfach eine Freude.

Was mir an dem Buch im Nachhinein besonders gefallen hat ist dieses verteckte Aufwerfen grundsätzlicher lebensphilosohischer Fragen. Besonders nennenswert wäre als Beispiele zum einen die Stelle, als sich Bastian mit Graograman über die Inschrift auf dem Amulett unterhält und die Meinung äußert es gäbe doch nichts unproblematischeres als seinen eigenen Wünschen zu folgen. Daraufhin erklärt Graograman dass dieser Weg der Wünsche auch gefährlich sein kann, wenn man sich auf ihm verirrt. Wer hat später sich nicht schon mal rückblickend gefragt ob er in seinem Leben nicht so einiges (oder Alles) falsch gemacht habe. Diese Problematik wird hier sehr kindgerecht angesprochen. Auch die Stelle mit dem Werwolf im Gelichterland ist durchaus interpretierbar. Dieser erzählt Atreju davon dass Phantasien in der realen Welt als Lügen missbraucht werden - und im Prinzip kann man das so deuten, dass die Leser später genau abwägen sollen was sie glauben. Frühkindliche Erziehung zu medienkritischem Verhalten - überspitzt gesagt. Solche Stellen gibt es noch viele Weitere, allerdings sind mir die meisten Interpretationen hierzu erst mit den Jahren gekommen aber erwähnen wollte ich diesen Aspekt dennoch einmal.

Also muß das Hauptaugenmerk darauf liegen das es sich hier um das schönste, kurzweiligste und vielseitigste Kinderbuch handelt welches ich jemals gelesen habe (und gerade als Kind war das einiges). Hätte ich es nicht schon seit 23 Jahren oder würde ich es nicht mehr finden würde ich es auf jeden Fall kaufen.


Die Diktatur des schönen Scheins. Wie grafische Oberflächen die Computernutzer entmüntigen
Die Diktatur des schönen Scheins. Wie grafische Oberflächen die Computernutzer entmüntigen
von Neal Stephenson
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr subjektive, oberflächliche aber unterhaltsame Darstellung, 15. Dezember 2006
Dieses Buch wurde mir und meinen Kommilitonen in einem Hochschulkurs zur Kommunikationsgestaltung emphfolen, allerdings fragte ich mich nach der Lektüre warum. Wahrscheinlich fühlte mein (noch sehr junger) Dozent hier sein Weltbild (obwohl er wie fast alle Gestalter mit dem Mac arbeitet) in dem Buch verifiziert. Aber zum Thema:
Das Buch ist auch in der Übersetzung (ich gestehe ich habe den Vergleich nicht) sehr angenehm zu lesen. Dass irgendwelche Fachtermini vom Übersetzer nicht passend übersetzt wurden, kann man find ich verzeihen. Mich jedenfalls (als jemand der tagtäglich mit dem Zeug arbeitet) hat es nicht gestört und ich verstehe nicht recht wie man sowas als Aufhänger benutzen kann.
Ich habe mir das Werk dereinst immer auf der Straßenbahnfahrt zwischen Hochschule und Wohnung gegönnt und dafür war es genau das Richtige. Man sollte sich darüber im Klaren sein dass hier die Fragestellung der Handhabbarkeit und Nutzerfreundlichkeit weder auf einem sehr hohen noch auf einem sehr sachlichen Niveau diskutiert werden. Der Autor macht nichts anderes als pointiert und gewitzt seine Erfahrungen und damit seine Sicht auf die Dinge wiederzugeben.

Es gibt nur drei Sterne von mir aus folgenden Gründen:
Erstens ist das Buch wirklich nur was zum Zeitvertreib für Zwischendurch, man kann weder viel Neues daraus ziehen noch kann man es wirklich als Meilenstein der Belletristik bezeichnen. Man kann es sich holen . . oder es eben bleiben lassen, für mich hätte es keinen Unterschied gemacht.
Zweitens muß ich gestehen dass ich oftmals nicht konform gehe mit Herrn Stephensons Ansichten. Das fängt schon beim Titel an. Das Verwenden von GUIs macht es eben auch Hausfrauen möglich mit Rechnern zu arbeiten. Das Maskieren und Abstrahieren der Funktionen des Systems schützen das System dabei vor unqualifiziertem Anwenden der falschen Funktionen. Man könnte darüber diskutieren ob der normale Heimanwender nicht eher durch das Verzichten auf GUIs entmündigt werden würde. Wenn man von jedem der mit Rechnern arbeiten will (oder muß) erst mal verlangt dass er einen Kurs in UNIX (Linux) absolvieren muß, damit er beim Versuch eine Datei zu löschen nicht aus Versehen "rm -r /" eingibt, kommt das einer Selektion des Personenkreises, der aus dieser Technologie seinen Nutzen ziehen kann, gleich. Da muß man doch fair sein und je nach Zielperson entscheiden welches System das richtige ist. Ausserdem schiesst Herr Stephenson oftmals mit seinen Vergleichen über das Ziel hinaus. Wenn er Betriebssysteme mit realen Armeen der Geschichte vergleicht so beinhaltet der Vergleich zwangsläufig eine Wertung der Militärgeschichte, und dass er davon keine Ahnung hat, gelingt im wahrlich blendend zu demonstrieren. Ähnlich kritisch wird es wenn er sich als Philosoph betätigt. Auch hier kommt er über ein gerüttelt Maß Vulgärphilosohie nicht hinaus. Ich hätte hier sowas zwar nicht erwartet, aber wenn er sowas schon versucht dann sollte es schon eine gewisse Qualität haben. Wirklich treffend sind wenn dann lediglich die technischen und allgemeinen Vergleiche (z.B. Bohrer, Autohäuser, usw.). Aber das ist jetzt wiklich nur als persönlicher Geschmack aufzufassen.

FAZIT: Wenn man sich nichts anspruchvolles und lediglich ein wenig Unterhaltung erwartet kann das Buch (neben tausender anderer Werke) eine Option sein. Wenn man sich mit den Themen des Buchs eher gehaltvoll und basiert beschäftigen möchte ist es eher ungeeignet.


ActionScript für Flash MX - Das Handbuch
ActionScript für Flash MX - Das Handbuch
von Colin Moock
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr guter und fundierter Einstieg in und eine umfassende Referenz zu ActionScript (1.0), 29. November 2006
ACTIONSCRIPT FÜR FLASH MX - DAS HANDBUCH

Auf dieses Buch möchte ich nichts kommen lassen, war es doch mein Einstieg in die Programmierung mit ActionScript und ich habe es wirklich gerne gelesen. An der konkreten Praxisrelevanz der Beispiele die Moock bringt kann man zweifeln, allerdings muß man sich klar darüber sein dass hier Beispiele zur Verdeutlichung und keine real zum Einsatz kommende Programmfragmente geboten werden sollen. In dem ActionScript-basierten Web-Projekt an dem ich parallel zu diesem Buch mitwirken durfte, habe ich jedenfalls zur Orientierung oftmals die angegebenen Codefragmente zu Rate gezogen, was auch immer zum Ziel führte. Die meisten Beispiele, gerade die umfangreichen, kann man sich übrigens auf Herrn Moocks Homepage runterladen. Der Link hierfür ist in Vorwort oder Einleitung angegeben.

Inhaltlich verfolgt das Buch genau die Linie, welches man von einem Einsteigerbuch, welches es ist, erwarten kann. Es fängt bei den absoluten Grundlagen an. Zunächst erklärt es alles Nötige was man über Flash MX wissen muß um Programme mit ActionScript zu schreiben, danach werden alle Datentypen, Programmablaufstrukturen sowie das Schreiben von Funktionen usw. bis ins Detail durchgenommen wobei Herr Moock als Mitentwickler der Sprache auch immer einen kleinen Blick zuläßt der etwas tiefer geht. Die wichtigsten systemeigenen Objekte werden ebenfalls behandelt wobei hier (natürlich) das Hauptaugenmerk, und auch inhaltlich der meiste Platz, auf die MovieClips verwendet wird. Moock geht auch auf die objektorientierte Programmierung mit ActionScript ein und rundet so das Buch als wirklich umfassenden Einstiegsband ab.

Wenn man sich dieses Buch zulegt sollte man sich über ein paar Dinge im Klaren sein:
1. Wie schon mehrfach gesagt ist es ein Einstieg und keine Referenz. Das Original "Actionscript - The definitive Guide" ist beides, aber bei der Übersetzung dachte man sich wohl das man Einstieg und Referenz besser voneinander trennen sollte (um zwei kostspielige Bücher im Programm zu haben, anstelle von einem? :) ). So sind aus dem Buch Moocks im deutschsprachigen Raum die beiden Bände "Das Handbuch" und "Die Referenz" geworden. Wenn man bereits Kenntnisse in ActionScript hat und ein Nachschlagewerk sucht ist man also mit der besagten Referenz besser bedient. Das erklärt übrigens auch das häufige Verweisen im Handbuch auf die Referenz, weil sie im Original in denselben Band integriert waren.
2. Dieses Buch handelt von Actionscript 1.0. Das bedeutet z.B. das in dem Kapitel über Objektorientierung das Sprachkonstrukt class{..} überhaupt nicht erwähnt war, weil ActionScript überhaupt noch nicht für Objektorientierung gedacht war. Dennoch geht Herr Moock einen Umweg und zeigt dem Leser die Implementierung von Klassen über die Prototypenkette, die gewisserweise den Kern der Sprache bildet. Wenn man das Kapitel über die Objektorientierung liest bekommt man so einen sehr tiefen Einblick, ist das doch die Grundlage auf welche das syntaktisch neuere Vorgehen mit den üblichen Befehlen wie -class- "aufgesetzt" wurde. Wenn man allerdings alle syntaktischen Möglichkeiten des ActionScript 2.0, wie es heute der Standard ist, kennen lernen möchte kommt man nicht umhin Moocks Buch "Essential ActionScript 2.0" zu kaufen, in dem eben alle Neuerungen behandelt werden, oder gar auf andere, wahrscheinlich weniger tiefgehende, Bücher auszuweichen.

Stilistisch kann man diesem Buch tatsächlich vorwerfen dass zu viele Sprünge gemacht werden, ich selbst empfand das allerdings immer nur als Vorschlag. Das Buch soll so aufgebaut sein dass es, obwohl es Einsteigerbuch ist, möglich sein soll einfach ein Kapitel aufzuschlagen, das einen interessiert, und man loslegen kann. Wenn man dann an eine Stelle kommt wo ein nicht so erfahrener Programmierer vielleicht mit der Syntax für eine Funktion Probleme hat, bekommt er dann eben den Hinweis doch in dieses oder jenes Kapitel zu schauen. Mich hat das nie gestört, zumal ich zugestehen mag das es für jemanden störend sein kann, der das Buch wirklich von Anfang bis Ende durcharbeitet und ständig auf solche (dann überflüssigen) Verweise trifft.

FAZIT: Für jemanden der sich nur dann auf sicherem Terrain wägt wenn er wirklich die Grundlagen des Systems kennt, mit dem er arbeitet, ist dieses Buch genau das richtige. Wenn jemand aber nur die Syntax braucht, und das möglichst aktuell, bietet sich dieses Buch eigentlich nur an wenn man sich wenigstens die Referenz und noch das "Essential ActionScript 2.0" dazu kauft (und vielleicht für die ganz aktuellen das demnächst erscheinende Buch Moocks über AS 3.0). Für das eingangs erwähnte Projekt hätte, bei aller Begeisterung, dieses Buch als Arbeitsgrundlage nicht ausgereicht. Daher leider nur vier Punkte für ein Buch das wirklich jeden Cent wert war den ich damals investiert habe.

ACTIONSCRIPT FÜR FLASH MX - DIE REFERENZ

Nachdem ich nun festgestellt habe, das diese Rezension auch unter dem Buch "Die Referenz" angezeigt wird, möchte ich auch noch ein, zwei Worte zu diesem Buch verlieren.

Die Referenz ist wirklich hervorragend . . wenn man weiß wonach man sucht. Es werden keine inhaltlichen Gliederungen nach Gesichtspunkten wie Art und Beziehungen der einzelnen Klassen und Methoden untereinander vorgenommen, sondern es werden alle, aber wirklich ALLE, Klassen und Methoden die unter ActionScript 1.0 zur Verfügung stehen nach dem Alphabet geordnet aufgelistet. Die einzelnen Inhalte werden nicht nur ausführlichst beschrieben und wirklich alle Argumente, welche jeweils möglich sind, durchgekaut, es werden außerdem noch reichlich Beispiele gebracht um die Funktionsweise des gesagten zu erläutern.
Ich selbst habe damals bei diesem erwähnten Projekt viel mit der Drawing-API gearbeitet. Zu diesem Thema gab es im Handbuch nichts, weil das dann schon sehr weit gehen würde, aber in der Referenz gibt es seitenlange Abschnitte die man durcharbeiten kann als würde man eine Anleitung aus einem Lehrbuch lesen. Danach und mit ein bißchen Übung (klar) konnte ich mit der Drawing-API wirklich ordentlich was anfangen.
Im Anhang gibt es nach der alphabetischen Referenz noch einige Kapitel über das Einbinden von Videos, die Unterschiede zu JavaScript, HTML und ActionScript, und und und ...
Also eine absolute Empfehlung an dieser Stelle.

FAZIT: Wenn man sich das Handbuch holt muß man sich eigentlich die Referenz auch besorgen, sie ist einfach eine (fachmännisch ausgedrückt) Wahnsinnshilfe. Aber auch für andere ActionScript-Programmierer ist sie auf jeden Fall interessant. Es gilt allerdings dasselbe wie für das Handbuch. Wer syntaktisch auf dem aktuellen Stand sein will muß zusätzliche Literatur anschaffen, oder eben auf andere ausweichen (in diesem Fall würde ihm aber durchaus was entgehen). Aber deswegen hier auch einen Punkt Abzug.


Moderne Betriebssysteme (Pearson Studium - IT)
Moderne Betriebssysteme (Pearson Studium - IT)
von Andrew S. Tanenbaum
  Taschenbuch

34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen DAS BUCH ZUM THEMA aber sehr leidlich übersetzt., 28. November 2006
Dieses Buch gilt nicht für umsonst als das Standardwerk für Betriebssysteme. Es wird zunächst auf die geschichtliche Entwicklung der Systeme eingegangen. Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich dann mit den grundlegenden Konzepten zu eigentlich allen relevanten Belangen wie Prozesse, Threads, Deadlocks, Speicherverwaltung usw. Auch ein gesondertes Kapitel zu verteilten Systemen findet sich. Hier wird jeder Aspekt sehr ausführlich beleuchtet. Es folgen dann zwei Fallbeispiele, nämlich (natürlich) einmal UNIX/LINUX und auch Windows 2000. Hier werden die Konzepte nochmals in ihrer konkreten Implementierung durchgegangen. Um die Sache abzurunden gibt Tanenbaum zu jedem Bereich noch einen Ausblick und berichtet über den aktuellen und zu erwartenden Forschungsprozess.
Was mich (als ehemaligen C64-User) noch gefreut hat war dass Tanenbaum bemüht ist sein Werk so allgemein zu halten, dass selbst heute unbedeutende Systeme wie CP/M grob angerissen werden. Mit seinen Ausführungen hier verbindet er gleichzeitig Prognosen für die Zukunft solcher Systeme. Am Beispiel CP/M eben erwähnt er z.B. dass dieses System ob seiner simplen Struktur und Verwaltung für bestimmte Geräte durchaus wieder in Betracht gezogen werden usw. (Deswegen sollte man das Buch allerdings nicht kaufen die Kapitel hierzu sind wirklich kurz und nicht für Nostalgiker gedacht).

Leider sehe ich mich gezwungen diesem Buch, zumindest der Übersetzung, 2 Sterne abzuziehen. Sprachlich ist das Buch stellenweise fast schon als Zumutung zu bezeichnen. Die Zusammenhänge sind teilweise so umständlich formuliert dass man manches schon zwei- bis dreimal durcharbeiten muß bis der Groschen fällt. Am Anfang dachte ich es läge vielleicht an mir aber die Lektüre anderer Bücher zum Thema hat mich dann (zum Glück) eines anderen belehrt. Da das Buch auch von meinem BS-Dozent als Lektüre empfohlen wird, wurde er mal von einem Kommilitonen, der wohl auch Probleme hatte mit dem Werk, darauf angesprochen ob er (der Dozent) denn das Buch in einer neueren Auflage mal gelesen habe die letzten Jahre. Daraufhin hat besagter Prof sich mal die aktuelle Auflage zu Gemüte geführt und hat sich sinngemäß folgendermaßen geäußert:
-Obwohl ich nicht gut Englisch kann (das stimmt :) ) versthe ich, wenn ich das Original lese, was gemeint ist. Wenn ich die deutsche Übersetzung lese dann verstehe ich oftmals nicht was die da meinen, obwohl ich bescheid weiß.-
Nachdem ich selbst inzwischen ein bischen bewanderter in dem Gebiet bin, bin ich auch zu dem Schluss gekommen dass entweder die Übersetzung unter grossem Zeitdruck fertig werden mußte, der Übersetzer einfach nicht eines Tanenbaums Kompetenz zum Thema gewachsen war (was ich Herrn Baumgarten aber nicht unterstellen möchte) oder das es seitens des Verlages versäumt wurde die Übersetzung durch Lektor(en) gegenlesen zu lassen und es damit nicht vermochten die Verständlichkeit in die Übersetzung zu portieren.

Fazit: Es fällt schwer von diesem Buch abzuraten und das möchte ich auch nicht. Ich muß nochmals betonen dass es sich um DAS Standardwerk für Betriebssysteme handelt, welches jedes gut sortierte Bücherregal eines Informatikers zieren sollte. Wenn man allerdings des Englischen einigermaßen mächtig ist lohnt sich jedenfalls sowohl ins Original als auch in die Übersetzung zunächst einen Blick zu riskieren und sich danach erst für ein Exemplar zu entscheiden.


UNIX-Werkzeugkasten: Programmieren mit UNIX
UNIX-Werkzeugkasten: Programmieren mit UNIX
von Rob Pike
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach einmalig!, 23. November 2006
Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes. Es ist sehr kompakt (knapp 400 Seiten) und beinhaltet dabei eine Menge Informationen.
Grob gegliedert würde ich es in zwei Hälften teilen.
Knapp die Hälfte des Buches, nämlich genau bis einschließlich Seite 182, wird darauf verwendet den absoluten Einsteiger in das System einzuführen, die wichtigsten Eigenschaften und die passenden Befehle und Konzepte durchzunehmen, den Nutzer in die Shellprogrammierung einzuführen und so ganz nebenbei und in absolut abwechslungsreichem und humorvollen Ton so ziemlich auf alles einzugehen, was ein UNIX-System eigentlich ausmacht.
Die zweite Hälfte geht dann schon mehr ans Eingemachte. Man sollte schon wenigstens etwas Erfahrung in C-Programmierung mitbringen um mit dieser arbeiten zu können. Der Leser wird hier in die Sytemprogrammierung mit C eingeführt. Stdio, UNIX-Sytemrufe, ein extra Kapitel welches sich mit Programmentwicklung und eines welches sich mit professioneller Dokumentation unter UNIX beschäftigt. Und auch hier wieder, gemessen an der verwendeten Seitenzahl, überraschend umfangreich.
Dabei liest sich das Buch weitestgehend wie ein Roman. Es ist, zumindest in der Übersetzung, in einem so lockeren Ton gehalten, es wird zur Verdeutlichung mit so abwechslungsreichen und witzigen Bildern jongliert (wie war das noch gleich mit der Prinzessin UNIX ?) dass es einfach eine Freude ist darin zu stöbern.

Ein ganz besonderes Merkmal ist dass dieses Buch, obwohl es schon ein paar schöne Jahre auf dem Buckel hat, thematisch keinesfalls veraltet sind. Im Gegenteil! Kozepte und Befehle die noch heute aktuell sind kann man in diesem Buch erläutert finden aber in allen modernen Werken fehlen sie gänzlich. Ich denke hierbei an den DOT(.)-Befehl. Dieser war für eine Aufgabe im Rahmen meines Studiums relevant und ich wußte überhaupt nicht um was es sich hierbei handelt. Weder in Herolds Grundlagenbuch noch in meinem (ansonsten immer von mir gelobten) "Linux in a nutshell" fand ich wirklich etwas zu diesem Befehl. Ich durchforstete schließlich jedes Linux-Buch unserer Hochschulbibliothek und wurde erst fündig als die Bibliothekarin dieses Buch für mich aus dem Keller (wo es irgendwo eingemottet stand) holte. Hier wurde ich fündig und auch sonst war ich gleich so angetan dass ich mir das Buch besorgen mußte. So nebenbei, der DOT(.)-Befehl ist ja nicht nur ein Befehl sondern eigentlich ein Konzept, welches zu Verstehen einem schon behilflich sein kann, aber in keinem moderneren Buch habe ich hierzu bisher etwas gefunden.
Also seines Alters zum Trotz für den geneigten UNIX- oder Linuxnutzer auf jeden Fall eine lohnende Anschaffung, egal ob als Sammlerstück oder als Buch mit dem wirklich gearbeitet wird. Gibt es leider seit Jahren nicht mehr neu zu kaufen und von einer Neuauflage hab ich auch nie gehört. Also greift zu wo immer ihr es findet.


Linux in a Nutshell
Linux in a Nutshell
von Ellen Siever
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muß für jeden Linuxnutzer!, 23. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Linux in a Nutshell (Taschenbuch)
Das ist definitiv kein Lehrbuch und sollte auch nicht als solches gesehen und verwendet werden. Dafür gibt es Kofler oder Herold oder andere.

Dieses Buch ist meiner Meinung nach schlicht DAS Nachschlagewerk zum Thema Linux, welches man parallel zu anderen Lehrbüchern bzw. Studium nutzen sollte. Aber auch der professionellen Linuxnutzer findet hier alphabetisch zu jedem erdenklichen Kommando alle Optionen und die Möglichkeiten werden noch mit Beispielen untermauert.

Fazit: Welches Buch man nutzen möchte um in das System einzusteigen bleibt einem freigestellt. Aber als Nachschlagewerk kommt man einfach um "Linux in a nutshell" nicht herum.


Linux/Unix-Grundlagen: Kommandos und Konzepte (Open Source Library)
Linux/Unix-Grundlagen: Kommandos und Konzepte (Open Source Library)
von Helmut Herold
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Einstieg in die Linux-Welt, 23. November 2006
Ich verstehe nicht warum manche dem Buch ankreiden dass es solche Belange wie Prozesskommunikation behandelt. Ich kann nur sagen dass dieses Buch für meinen Hochschulkurs "Betriebssysteme 1", welcher sich primär mit Linux (bzw. UNIX-Systemen generell) beschäftigt hat die optimale Zusatzlektüre war. In diesem Kurs waren eben auch die gundlegenden Mechanismen des Betriebssystems Thema und deshalb war dieses Buch optimal. Zunächst werden die wichtigsten Kommandos vorgestellt und an gut nachvollziehbaren Beispielen erläutert und danach werden Konzepte vorgestellt die das System selbst betreffen. Ich bin ohnehin der Meinung dass man das System nur begreifen und effizient nutzen kann wenn man eben genau diese Mechanismen kennt und deshalb Kapitel über z.B. Prozesskommunikation gerade in ein Grundlagenbuch gehören. Was soll die Nutzung der Kommandozeile mir überhaupt für Vorteile bringen, wenn ich das System nicht verstehe? Da kann ich doch gleich wieder mit der GUI arbeiten. Im Gegenteil finde ich diese Mischung der Vermittlung an praktisch anwendbaren Befehlen UND der Konzeptgrundlagen als Einführung genau richtig für jemanden der mehr will als nur schnuppern.

Worauf ich vielleicht eher hätte verzichten können sind die Kapitel über Anwendungen wie Latex oder Gimp. Wenn ich mit solchen Programmen arbeiten möchte gibt es auch andere Literatur. Allerdings ist das auch kein echter Nachteil, ist dadurch doch eben eine breite Grundlage gegeben welche die meisten Geschmäcker abdecken sollte.


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