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ru:fus

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Casio EXILIM EX-Z850 Digitalkamera (8 Megapixel)
Casio EXILIM EX-Z850 Digitalkamera (8 Megapixel)

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edles Stück im Scheckkartenformat, 24. Mai 2007
Nach vielen Jahren analoger Fotografie war ich es leid immer mit einer großen Fotoausrüstung herumzulaufen. Eine handliche Kompakte musste her. Die EXILIM EX-Z850 Digitalkamera sieht nicht nur gut aus, sie macht auch hervorragende Bilder, hat einen schnellen und variablen Autofokus (gut bei Motiven, wo das Hauptobjekt nicht im Zentrum steht!), ein praktisches Wählrad für Funktionen und eine ganze Reihe praktischer Motivprogramme, die das Fotografieren vereinfachen. Bei Portraits werden Hauttöne, bei Landschaftsaufnahmen Tiefenschärfe und satte Farben bevorzugt usw. Damit ist man eigentlich für jede nur erdenkliche Situation gerüstet.

Schön auch, dass man durch das Wählrad immer sofort sieht, welches Hauptprogramm man eingestellt hat. Blitzschnell kann man den Modus ändern, wenn es die Situation erfordert. Ein zeitraubendes Durchzappen durch das Menü entfällt. Sehr praktisch ist auch die Dosierbarkeit der Blitzintensität.

Die Kamera liegt gut in der Hand, das große Display hinterlässt einen guten Eindruck, einzig der Ein-/Ausschalter ist etwas zu klein geraten. Negativ fiel mir auch das typische Bildrauschen bei schlechtem Licht und die nicht immer funktionierende Red-Eye-Reduction-Funktion auf. Ein Vorblitz wäre wünschenswert, ist aber in dieser Preisklasse ohnehin nicht üblich.

Im Großen und Ganzen muss man diese Mängel akzeptieren bei einer so kompakten Digitalkamera. Diese Bauweise fordert halt Abstriche, denn der Blitz sitzt zwangsläufig zu nahe an der optischen Achse des Zoomobjektives. Das Dreifach-Zoom hat zwar einen sehr kleinen Telebereich, für die Mehrzahl der Aufnahmen reicht es alle Male. Umso überzeugter ist die Makrofunktion, die bei maximaler Auflösung jedes erdenkliche Fitzelchen perfekt abbildet.

Das Menü ist übersichtlich und einfach. Mittels EX-Taste lassen sich schnell wichtige Einstellungen wie Autofokus-Messfelder, Auflösung oder Empfindlichkeit verändern. Die Videofunktion betrachte ich generell als eine erfreuliche Nebensächlichkeit, die für mich aber eher unwichtig ist. Deshalb kann und will ich dazu kein Statement abgeben. Nicht selbstverständlich in dieser Kategorie allerdings ist Zeit- und Blendenpriorität (A, S). Das finde ich praktisch, denn bei sehr aktionsreichen Motiven möchte ich entscheiden wie lange die Verschlusszeit ist!

Unterm Strich bekommt man mit der Casio EXILIM EX-Z850 eine hervorragend ausgestattete Digitalkamera, die in diversen Test "gut" bis "sehr gut" abgeschnitten hat und ihr Geld wert ist. Ihre Schwächen sind genereller Art: auch andere namhafte Hersteller stolpern in dieser Preisklasse über Bildrauschen, gelegentliche "rote Augen" und ein nur 3fach-Zoom! Die Kamera ist mit der gebürsteten Alufront und der tollen Verarbeitung ausgesprochen edel und hat einen zügigen Autofokus! KAUFTIPP!


Ghost in the Machine
Ghost in the Machine
Preis: EUR 10,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Every Song Is Magic, 25. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ghost in the Machine (Audio CD)
Für eine gebrauchte Lizenzpressung (!) dieser LP habe ich Mitte der achziger Jahre einen horrenden Betrag hingeblättert und hatte noch nicht einmal einen eigenen Plattenspieler - ich musste diese Platte einfach haben! Die Überraschung dieses Albums schlechthin ist "Secret Journey". Etwas düster beginnt der Song; ein fetter Gitarrensound setzt ein; umtänzelt von einem sanft getragenen Choral Stings zusammengemischter Stimmlagen: einfach Klasse! Andys "Handschrift" hätte auch hier besser nicht sein können. Sein Einfluss, seine beinahe unnachahmliche Spielweise wird deutlich stärker. Ein gelungenes Stück! Konzeptionell hat "Ghost" wieder eine klare Linie. Die Songs reihen sich wie an einer Perlenkette zu einem wirklichen Kunstwerk zusammen - gehen inhaltlich und teilweise stilistisch eng zusammen. Die Songs unterscheiden sich deutlich von den Vorherigen: neue Stilrichtungen wurden aufgegriffen - Ska und Pop. Das Trio orientiert sich am Zeitgeist! Und Sting entdeckt das Saxophon als weiteren Klangkörper. The Police ist gereift - die derbe Punkrockära wohl vorbei. Sting hat das Heft fest in der Hand und zelebriert perfektes und intelligentes Songwriting. Stewart und Andy bestechen durch brilliantes Handwerk, das für die Ewigkeit Bestand hat! Da schnalzt der Genießer.


Zenyatta Mondatta
Zenyatta Mondatta
Preis: EUR 10,98

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Gipfel von The Police? Nein!, 24. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Zenyatta Mondatta (Audio CD)
1980 als das Album erschien, hatte sich die Band einen mächtigen Status erarbeitet. Es war geradezu ein Kult um The Police am entstehen, der für die Band zum Druck wurde. Diesen Anspruch zu halten galt es und in Windeseile entstand "Zenyatta". Es ist für mich das widersprüchlichste Album: Platinstatus und doch so untypisch für The Police - musikalisch mit Bestnoten überhäuft und dennoch inhaltlich so streitbar! Viele Stücke leiden meiner Meinung nach darunter, wirken verspielt, unfertig und konzeptlos trotz des Wahnsinns-Potentials. Bedauerlicherweise kommen auch hier die schlechten Stücke von Stewart und Andy. Für mich ist "Zenyatta" ein Experiment - blendet man die Hits "Don't stand so close to me", "Driven to tears" und "De Do Do Da" einmal aus. Auch "When the world is running down.." kann noch an die Klasse der vorhergenannten Titel anknüpfen, doch dann geht der Band die Linie etwas abhanden. Ein Makel, der die Zerüttungen innerhalb der mehr und mehr von Sting dominierten Band wiederspiegelt. Erst auf "Ghost in the machine" findet The Police zurück zur altbewährten Stärke und zu konstant guten Songs.

Dennoch - als Policefan muss man das Album mögen: 4 Sterne.


Pink Floyd / Live at Pompeii
Pink Floyd / Live at Pompeii
DVD ~ Pink Floyd
Wird angeboten von filmrolle
Preis: EUR 10,93

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Netter Film über die Prog-Rock-Legende, 10. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Pink Floyd / Live at Pompeii (DVD)
Ja Pink Floyd... Da habe ich mich nach reiflicher Überlegung und vielen Vorschusslorbeeren nun endlich aufgemacht und mir den Film besorgt, jedoch macht sich nach dem ersten Ansehen etwas Enttäuschung breit. Kein Konzert, die meisten Songs werden nur angespielt und viel viel Drumherumgerede über den Alltagszoff einer Band, der der Erfolg zu Kopf gestiegen scheint. Auch die schönen aber langatmigen Computeranimationen von Planeten, Vulkanausbrüchen und die wunderbaren Bilder von Pompeij und dem Vesuv können nicht wirklich überzeugen. Wie ein guter Tropfen der leider verschnitten ist, mundet auch mir das Video nicht wirklich. Gut, das Material ist selten. Aber es bleibt ein unfertiges Puzzle. Die Kameraführung zeigt teilweise jede Menge Equipment aber keine Band! Die Interviews dagegen sind recht ordentlich, aufschlussreich (man war der Waters arrogant - sorry!) und auch der Schnitt überzeugt. Besonders gefällt mir der Mitschnitt bei Gilmours Gitarrensolo auf "Echoes Part One".

Fazit: die genialen Pink Floyd bitten zu Tisch, jedoch nur zur Vorspeise. Wo bleibt der Hauptgang?


Tambu
Tambu
Preis: EUR 9,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tambuwaboo, 1. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Tambu (Audio CD)
Musik ist und bleibt eben Geschmacksache, diese Fazit ziehe ich nach dem Lesen des Intros und möchte dieses auch nicht kommentieren! Wer Totos Gesang einzig und allein Bobby Kimball zutraut, bleibt eben irgendwo stehen. Die Band entwickelt sich - gelegentlich verzetteln sich die Jungs in überschwänglicher Spielfreude und Longruns, finden aber unterm Strich meist immer wieder zurück. Mir gefällt die Scheibe mit Abstand am besten. Waren es in den vergangenen Jahren eher melodiöse keyboardlastige Softrock-Balladen mit denen Toto aufhorchen ließ, so hat sich die Band mit "Tambu" deutlich dem Rock'n Roll verschrieben: Gutes Gitarrenhandwerk, simple E-Piano-Sounds und ein knackiges Schlagzeug. Mit "I will Remember" und "The Road goes on" liefern Lukather und Paich, die wie gewohnt den kompositorischen Hauptanteil haben, zwei schöne Balladen ab. "Slipped Away" erinnert mich an die "Hydra"-Ära. Einen Hauch Soul versprüht "Baby He's Your Man" und "The Turning Point" mit der wunderbaren Stimme von Jenny Douglas-McRae. Interessant, das Gitarrenriff auf ersterem erinnert mich irgendwie an .. Page? Überhaupt besinnen sich Toto auf "Tambu" stärker denn je an Blues und Soul, das machen die schönen Backgroundstimmen z.B. bei "Time is the Enemy" deutlich. Man hätte diesen Song auch in sanfter Grundstimmung ausklingen lassen. Doch Lukather zerfetzt das Ende leider trotz grandiosem Spiel auf seiner perfekten "Musicman"-Klampfe. Understatement? Nicht mit ihm! "Drag him to the Roof" kommt mit einem unglaublichen Tempo daher, zu perfekt gespielt um ein guter Song zu werden, eine Linie fehlt mir. Ach ja: "Dave's Gone Skiing" ist was für die hartgesottene Toto-Fangemeinde, strotzt vor Instrumentalduellen, irgendwie fehlt auch hier die tragende Harmonie. Fällt total aus dem Konzept und ist doch sooo perfekt! "Just Can't Get To You" ist etwas flach und zieht sich so dahin.. Naja aber sonst höre ich das Album immer wieder gerne, halte es für einen gelungenen Versuch, nach dem tragischen Verlust von Jeff Porcaro wieder neu zu beginnen. Jeff hätte es gemocht...

Fünf Sterne schon für die Perfektion. Der Rest ist (wie gesagt) Geschmacksache - meinen trifft es überwiegend.


Mindfields
Mindfields

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ever in my mind, 31. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Mindfields (Audio CD)
Mit Toto ist es merkwürdig. Obwohl die Band die meiner Meinung nach fähigsten Rockmusiker der Gegenwart vereint, will es mit einem richtigen Hit nicht klappen. Sie hatten in den Siebzigern und Achzigern aber mit "Hold the Line", "Rosanna" und "Africa" ordentlich vorgelegt. Das ist eben nur schwer zu toppen; erst recht in einer Zeit, wo aufgestylter musikalischer "Fastfood" mehr gefragt ist als gute "Hausmannskost". Steve Lukather und David Paich lenken die Band dennoch unbeirrt; personelle Veränderungen haben der Band nie geschadet. Das Bobby "back" ist, ist eine Bereicherung keine Frage. Doch Toto begibt sich auf neues Terrain. Mit einem Hauch Blues gewürzt klingt "Selfish" richtig gut. Die Scheibe ist rockiger mit stets präsenten schwindelerregenden Gitarrensolis. Die große Keyboard-Ära ist wohl vorbei, Paich spielt perfekte E-Piano-Harmonien auf seiner Motif-Konsole... einfach ge.l!
"No Love" mit der wunderbaren Mundharmonica, der Akkustikgitarre und dem Piano ist mein Anspieler. Die Vokalstimme von Steve ist schon so markant und gut, das es, man verzeihe es mir, Bobbys selbiger kaum noch bedarf! Aber in "Caugh in the Balance" und "Mad about you" zeigt er, dass er es auch nach Jahren noch wirklich bringt. Übrigens, kein Song ragt hervor. Aber alle halten ein hohes musikalisches Niveau. Das ist eben Toto. Rentner? Das sind andere!


Synaesthesia
Synaesthesia
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Surrealistesia, 30. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Synaesthesia (Audio CD)
Andy versteht es, musikalische Stilrichtungen aufzugreifen und ungewohnt aber stets hervorragend auf seiner Telecaster zu interpretieren. Vergleiche zu hochkarätigen Gitarristen der Prog-Ära wage ich nicht. Sie tauchen aber für mich durchaus manchmal auf. Doch Summers ist anders als seine Kollegen tief im Inneren ein Eigenbrödler geworden. Das bringt "Synaesthesia" klar zum Ausdruck. Verarbeitet er so das spontane und viel zu frühe Ende von The Police? Beim ersten Hören war ich spontan gefangen, schloss die Augen und begab mich in eine Pseudo-Welt aus surrealen Bildern. Halt, bin ich..? Ja, ICH bin! Diese durch Experimentierfreude erzeugten Soundcollagen abseits jeglichem Mainstreams erzeugen ein ungewohntes Hörerlebnis. Neue instrumentale Klangwelten, noch dazu gespielt überwiegend auf einer eher hart klingenden E-Gitarre, sind immer gewöhnungsbedürftig. Summers versteht es aber einen Spagat aus entfesselnder Spielfreude und Virtuosität tatsächlich hinzukriegen. Er holt sich Profis als Verstärkung: Ginger Baker, der legendäre Cream-Drummer oder den Jazz-Pianisten Mitchell Forman. Das Trouserfly String Quartet gibt einigen Songs eine klassische Untermalung. Einen Anspieler gibt es nicht, jeder Song ist eine kleine schöne Geschichte.

Wichtige Erkenntnis: diese Musik erschließt sich jedem anders und ist damit der Schlüssel zu einem selber. Ja, ICH bin und hätte auch sechs Sterne vergeben!


Mercury Falling
Mercury Falling
Preis: EUR 11,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Sting!, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Mercury Falling (Audio CD)
Was für ein Album! "The Hounds of Winter" ist wohl einer seiner besten Songs. Rockig im Ansatz mit einem schönen Jazzpiano und einem markigen Drumsound. Perfekter kann ein Sting nicht sein. Dominic Miller und Kenny Kirkland waren schon bei "The Soul Cages" dabei, Vinnie Colaiuta seit "Ten Summoners Tales". Ein Wiederhören gibt es auch mit Branford Marsalis. Neu im Boot sind "The Memphis Horns", ein amerikanisches Jazzduo, das schon mit Größen wie Otis Redding, Steve Wonder, Billy Joel und Joe Cocker zusammengearbeitet hat. Jedoch ist Mercury Falling mehr ein Rockalbum, mit vereinzelten Songs, die stark an "The Soul Cages" erinnern ("I was brought...") sowie schönen Jazzinselchen auf denen der Hörer gern verweilt ("La Belle..."). In "I hung my head" erinnert Millers Gitarrenriff stark an The Police. Man kann dem Album nichts Negatives mehr nachsagen. Das Potential der Musiker spricht schon für das hohe musikalische Niveau, mit welchem Sting geschickt seine gängigen Texte und seine wie immer prägende Vokalität gezielt weitergibt. Diese Musik fesselt auch nach Jahren noch! Man sollte es genießen. Der beste Sting? Warten wir's mal ab!


Brand New Day
Brand New Day
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,33

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandneuer Sting?, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Brand New Day (Audio CD)
Nein und ja... Sting war immer schon ein musikalischer Weltenbummler, der verschiedene Stile aufgreift und miteinander verschmilzt. War es bisher Jazz, Pop und Rock, so hat er auf "Brand New Day" den Country und Gospel ("Fill her up"), Bossa Nova ("Big Lie...") und Ethno-Klänge ("Desert Rose") zusätzlich für sich entdeckt und bravourös verarbeitet. Wie gewöhnlich greift er zu ganz einfachen Rezepten: hochkarätige Musiker, ständig wechselnde Akkordfolgen und Tempi (man höre nur das instrumentale phänomenale Ende von "Fill her up" an!), anspruchsvolle teils mitreißende Melodien. "After the rain..." beginnt mit Kippers Keyboard, eröffnet mit einem tollen Schlagzeug und einer sanften tiefen Bass-Linie um dann rockig aufzugehen in einen Rhythmus, der zum Fingerschnippen animiert; große Klasse! "Perfect Love..." kommt schön jazzig daher mit einem Manu Katché sei Dank perfekten Schlagzeug und Jason Robellos makellosen Pianospiel. Nur die Hip-Hop-Sequenz ist überflüssig und verdirbt den Song etwas. "Ghost Story" trägt einen Hauch von "The Soul Cages" mit - am Schlagzeug auch ein alter Bekannter: Vinnie Colaiuta. Der Kracher der Scheibe ist "Brand New Day", nicht zuletzt wegen Stevie Wonder. Der Song beginnt ruhig, steigert sich dann hoch, so dass man Gänsehaut bekommt und endet plötzlich im ruhigen sphärischen Nebel von Kippers Keyboardspiel. Überhaupt ist "Brand New Day" das popigste Album, das vor Synthy-Sounds nur so strotzt. Käme zwischendurch nicht ab und zu ein Song wie "Big Lie..", dann wäre ich etwas entäuscht. Dennoch gibt es volle Punktzahl für das musikalische Potpourris.
Ach Sting,' immer mal was Neues? Eigentlich bin ich sein "Bäumchen-Wechsle-Dich"-Spiel ja gewohnt von seinen Alben. Also doch nichts Neues! Er ist immer der Alte.


Ten Summoner's Tales
Ten Summoner's Tales
Preis: EUR 11,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zehn Pilger-Geschichten, 25. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ten Summoner's Tales (Audio CD)
"Ten Summoner's Tales" ist wie "The Soul Cages" und "Nothing Like The Sun" ein eher düsteres Album und es ist gewohnt musikalisch hochkarätig. Besonders "Prologue" sticht hervor! Typisch für Sting ist, dass jedes Album seine eigene Identität hat, es variiert mit Musikstilen und läßt Räume für die Kreativität der Musiker. Stilistischer Stillstand? Nein! Stings Musik entwickelt sich, er probiert sich aus, sprüht vor Kreativität. Soviel mit Blick auf die vorherige Kritik!

Auf dem Album zeigt er sich nachdenklich, holt das Mittelalter zurück und zieht Parallelen zur heutigen Zeit ("Heavy Cloud No Rain"). Er lässt der Frustration über Religion und Politik freien Lauf ("Prologue"). Er pilgert durch die Alltagssorgen der Menschen und erinnert daran, was wirklich zählt: Liebe. Sein Kreuzzug für mehr Menschlichkeit kommt immer an. Da verzeiht man ihm auch seinen mittlerweile stattlichen Besitz. So einen moderner Prediger, der den Menschen millionenfach aus dem Herzen spricht, schließt man nun einmal in selbiges ein. Da schließe ich mich mit ein! "Ich habe den Glauben an Dich nicht verloren Sting!"


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