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Rezensionen verfasst von
F. Genrich (Südniedersachsen)
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Picknick mit Bären
Picknick mit Bären
von Bill Bryson
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Picknick mit Bären (Taschenbuch)
Interessant auch mal eine amerikanische Sichtweise des Wanderns kennenzulernen. "Picknick mit Bären" ist der deutsche Titel zu "A Walk in The Woods". Eine durchaus interessante Übersetzung zumal sie die Gedankengänge des Autors widerspiegelt. Begegungen mit wilden Tieren braucht der Leser allerdings nicht erwarten, denn vielleicht trifft der Autor mal einen Elch. Das war es dann aber auch.

Prinzipiell besteht das Buch aus zwei Teilen und ich habe ziemlich lange gebraucht, es durchzulesen. Der erste Teil beschreibt Brysons Wanderung gemeinsam mit seinem Freund Katz entlang des Appalachian Trails. Er liest sich zügig mit viel Spaß. An einigen Stellen hat mich der Humor des Autors lauthals zum Lachen gebracht. Der Zweite Teil ist erstmal genau das Gegenteil. Es fehlt irgendwie der rote Faden. Katz ist plötzlich nicht mehr dabei und obwohl sie sich vorgenommen haben, ihre Tour gemeinsam fortzusetzen, zieht Bryson gefühlt ziemlich wahllos hier und da entlang des Trails, fährt zahlreiche Punkte mit dem Auto an. Man schleppt sich dann irgendwie durch das Tief des Buches. Ganz zum Schluss gewinnt es wieder an Fahrt. Katz ist wieder dabei - wie auch immer - und die beiden machen ihrer Appalachian Trail Wanderung ein Ende.

Letzlich wandern die Beiden nur Ausschnitte des >3000 Kilometer langen Weges entlang der amerikanischen Ostküste. Sie geben es auch ganz offen zu, dass es ihnen egal ist, nicht die ganze Strecke gemacht zu haben. Sonderlich sportlich sind die Protagonisten nicht. Besonders Katz "schießt hier hin und wieder den Vogel ab." Ungewöhnlich fand ich auch, dass der Autor scheinbar vorher noch nie richtig gewandert zu sein scheint. Wer begibt sich schon auf einen tausende Kilometer langen Fußmarsch ohne vorher mal geübt zu haben?! Dass man in den Ausrüstungsladen geht, sich für großes Geld von jetzt auf gleich eine vollständige Wanderausrüstung zusammenkauft, habe ich vorher noch von Niemandem gehört. Nach meinem Verständnis ist das etwas, das wächst. Etwas, das man sich über die Jahre mit wachsender Erfahrung langsam zusammenstellt und an die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse anpasst. Man tüftelt sich ganz einfach mit der Zeit seine Ausrüstung zurecht, weil diese von Person zu Person nie gleich sein kann. Der Mensch ist ein Individuum. Also mitunter ist das eine ziemlich naive Herangehensweise Brysons.

Bryson schafft es dennoch, dem Leser ein ziemlich gutes Portrait über diesen langen Wanderweg zu geben. Ich wurde zum Beispiel etwas meiner Illusion beraubt, dass man im Gegensatz zu Europa elendig lange naturbelassene und einsame Passagen zu absolvieren hat. Das scheint sich doch in Grenzen zu halten. Die Angst vor dem einsamen Wald und dem Wilden Tier lebt hier und da auf. Und selten habe ich ein Buch gespickt von so zahlreichen Schauergeschichten gelesen, was denn alles entlang dieser Strecke in der Gesamtgeschichte des Appalachian Trails alles passiert ist. Hier ein Mord, dort ein Unfall, hier jemand erforen, dort jemand verschwunden. Man lernt über Geographie, Geschichte, Naturschutz, Tourismus, Wirtschaft, Zerstörung der Wälder, Wiederaufforstung.

Insgesamt ist es doch ein schönes Portrait der amerikanischen Ostküste, eine unterhaltsame Lektüre, die dem Leser den Appalachian Trail näher bringt.


Lech-Weitwanderweg, Vom Quellgebiet bis zum Lechfall: Wanderführer mit Tourenkarten und Höhenprofilen (KOMPASS-Wanderführer)
Lech-Weitwanderweg, Vom Quellgebiet bis zum Lechfall: Wanderführer mit Tourenkarten und Höhenprofilen (KOMPASS-Wanderführer)
von Brigitte Schäfer
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfüllt seinen Zweck, 17. September 2013
Dieser Wanderführer hat uns auf unserer Wanderung vom Formarinsee bis hinunter nach Füssen gut geholfen. Mangels Alternativen habe ich wieder auf ein Kompass-Produkt zurückgegriffen. Die Tourenbeschreibungen sind detailliert und gut gemacht. Wobei man sagen muss, dass der Lechweg so gut ausgeschildert ist, dass man den Wanderführer als Orientierungshilfe nicht benötigt. Er dient eher um sich einen Überblick zu verschaffen und zu gucken, was einen erwarten wird. Man muss dazu sagen, dass wir die übersportliche Variante gewählt haben, also den gesamten Weg in 4 Tagen bestritten haben. Somit haben wir pro Tag immer zwei Etappen absolviert. Das geht auf unsere eigene Kappe und ist nicht unbedingt weiterzuempfehlen. Was mir am Wanderführer negativ aufgefallen ist, und das geht mal wieder auf die Kappe des Verlages, ist dass die Karten im Detail mangelhaft sind. Wer sich strikt an die Routenführung des Lechwegs hält, wird keine Probleme bekommen, da man dort wie gesagt die Karten nicht zur Orientierung benötigt. Weicht man jedoch an unsinnigen Ortsumgehungen mal vom vorgesehenen Weg ab, wird man schnell enttäuscht, da die Karten im Detail entweder falsch oder zu ungenau sind. Der Maßstab 1:35.000 ist in sofern überflüssig, da die Details auch im Maßstab 1:50.000 nicht ungenauer wären. Teils gehen nicht einmal Kehren und Kurven aus der Karte hervor. GPS-Raster (UTM-Gitter) ist leider auch nicht vorhanden. Zweiter Negativpunkt sind die Höhenprofile. Diese bilden in keiner Weise das wahre Profil ab. Ein ewiges Hoch und Runter kann schonmal durch eine einfache Gerade abgebildet sein. Auf 15km fünf Messpunkte zu nehmen ist einfach nicht ausreichend! Positiv zu erwähnen ist das kompakte Format und damit die einfache Handhabung.


Ein deutscher Wandersommer - 1400 Kilometer durch unsere wilde Heimat
Ein deutscher Wandersommer - 1400 Kilometer durch unsere wilde Heimat
von Andreas Kieling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Lektüre, aber einige Schwachpunkte, 2. Januar 2013
Es ist nicht dem Zufall zu verdanken, dass gerade Andreas Kieling vom ZDF den Auftrag erhielt, zum Jubiläum der deutschen Einheit die 1400 km der innerdeutschen Grenze abzuwandern. Denn er selbst floh zu DDR Zeiten über Tschechien durch die Donau nach Österreich, wurde dabei als Republikflüchtling von Grenzern angeschossen und schildert dies sehr packend. Dieser Reisebericht mit seinen vielen Anekdoten, Begegnungen mit Menschen, Schilderungen zu Orten entlang der Strecke und den kleinen Abenteuern ist also auch eine Fußreise zurück zu Kielings persönlicher Geschichte.

Im April 2009 geht es gemeinsam mit Hund Cleo an der deutsch-tschechischen und gleichzeitig der bayerisch-sächsischen Grenze los und endet im Sommer in der Lübecker Bucht an der Ostsee.

Schwerpunkt der zahlreichen Abschweifungen - oder eigentlich überhaupt der Hauptteil des Buches - ist immer wieder die Tierwelt, die Kieling sehr detailliert und fachmännisch erläutert, ist er doch sonst als Tierfilmer und "Bärenmann in Alaska" bekannt. Kieling ist Jäger und Förster, was er immer wieder betont, insbesondere wenn er Gleichgesinnte trifft.

Wie er die Wanderung jedoch im Detail meistert wird nicht wirklich klar. Wieviele Tage ist er unterwegs? Auf jeden Fall übernachtet er immer wieder im Zelt. Wie verpflegt er sich? Einzelheiten bleiben Geheimnis des Autors...

Da ich in den letzten Jahren vom Harz ausgehend die Strecke durch das Eichsfeld, über den Thüringer Wald und das Erzgebirge selbst durchgehend erwandert habe, sind mir diverse Orte dieser Reise bekannt und ich fühlte mich an meine eigene Tour zurückerinnert. Aber man merkt, dass dieses Buch eben nicht die Fußreise eines "Normalbürgers" beschreibt, sondern die eines Prominenten mit Fernsehproduktion dahinter. Viele Details würde der "Normalbürger" auf der selben Route eben nicht erleben. Mancherorts waren mir die Schilderungen etwas zu überspitzt und die Geschichten etwas zu abstrus. Es ist eben nicht Standard, dass der Wanderer in Deutschland unterwegs mal eben im Bergbach angeln geht, abends im Wald neben seinem Zelt auf dem Lagerfeuer die selbst gefangene Forelle brät, in der Rhumequelle und in anderen Seen mit Neoprenanzug taucht und sich in die Einhornhöhle abseilt. Mitunter wird m.e. ein "wildes Deutschlandbild" suggeriert, wie dies dann doch nicht existiert. Zum Glück wird dieser Eindruck durch Kielings Selbstironie etwas gemildert: "Mensch, guck dir den doofen Kieling an. Der schleppt da ein Seil an und müht sich ab und vorn ist ein riesiger bequemer Eingang." (Zitat S. 214).

Etwas abstrus ist auch das Zusammentreffen "auf halber Höhe" mit Brocken-Benno. Zwei vom Publikum umringte "Stars" im Wald, die sich gegenseitig den Ruhm ablaufen und eingeschnappt sind, wenn der Andere zuerst angesprochen wird. Kieling schreibt in diesem Zusammenhang auch, dass ihm besonders im Harz aufgefallen ist, dass die deutsche Teilung hier noch mehr gelebt wird, als andernorts. Das beschriebene Wessi-Ossi-Gehabe kann einem schon ein wenig auf die Nerven gehen, zumal es traurig ist, wenn die Schilderung stimmt, dass Brocken-Benno nach dem Motto agiert "Es muss ein Ossi sein, der am häufigsten auf dem Brocken war,..." (Zitat S. 233). Diesem Streben kann man dann wohl nichts abgewinnen. Nicht verstanden habe ich dann auch den Zusammenhang und warum nun ausgerechnet Markus Lanz unterwegs noch dazustößt. Das hat m.e. nicht ganz in die Geschichte gepasst.

Bis zum Harz sind dann fast 3/4 des Buches abgehandelt, obwohl die Strecke durch die norddeutsche Tiefebene der Karte nach beinahe noch die Hälfte ausmachen muss. Jedenfalls geht dann alles ganz schnell.

Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch eine wirklich gelungene Sache und eine grandiose Lektüre ist, derer ich bisher noch keine Vergleichbare gelesen habe, da sie eben anders ist als andere Reiseberichte. Auch mich haben manche weltverbesserliche Passagen gestört und auch die Tatsache, dass man anhand des Textes gar nicht weiß, ob Herr Kieling die Fußreise überhaupt vollständig und in einer Tour durchgezogen hat. Ich habe geschwankt, ziwschen vier und fünf Sternen, weil das Lesen soviel Spass gemacht hat, aber angesichts der Schwachpunkte gibt es doch für die Lektüre an sich, allein stehend, ohne dass man dies in Relation zu anderen Büchern setzen kann, nur vier, denn wer vergleicht schon Äpfel mit Birnen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2013 7:23 PM CET


Isergebirge/Jizerské hory: Wanderkarte mit Radrouten, Skitouren und Naturführer CZ/D. GPS-genau. 1:50000
Isergebirge/Jizerské hory: Wanderkarte mit Radrouten, Skitouren und Naturführer CZ/D. GPS-genau. 1:50000
von 2085 Kompass
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft, 23. September 2012
Für meine 320km Fernwanderung Osterzgebirge - Elbsandsteingebirge - Lausitzer Gebirge - Jeschkengebirge - Böhmisches Paradies - Riesengebirge habe ich im Vorfeld unter anderem die zwei Kompass Karten 2084 Luzicke Hory / Lausitzer Gebirge und 2085 Jizerske hory / Isergebirge erworben. Zunächst sei erwähnt, dass beiden Karten das gleiche Begleitheft Lucni kvetiny / Wiesenblumen beiliegt. Eine nette Beigabe, aber insofern Verschwendung, sie doppelt beizufügen. Dann wäre es sinnvoller die Karte an sich günstiger zu verkaufen.
Ich hatte die Kompasskarten erworben, in der Annahme, dass mir diese aufgrund der deutschsprachigkeit hilfreicher seien. Insgesamt haben sie uns zwar ans Ziel gebracht, weil die Ortschaften korrekt eingezeichnet sind, die Fehlerhaftigkeit der abgebildeten Wanderwege ist jedoch erschreckend. Wir hatten die 2010er Version vorliegen, gültig laut Kompass bis 2014. So haben wir in beiden Karten starke Mängel u.a. beim eingezeichneten Fernwanderweg E3 festgestellt. So war dieser z.B. im Lausitzer Gebirge zwischen Jetrichovice und Krompach wie eingezeichnet gar nicht existent. Wir sind mit GPS, Kompass und Karte von Westen kommend vor der Burg Tolstejn den sogenannten E3 aus der Karte abgeschritten, haben die Position per UTM Gitter immer wieder in der Karte kontrolliert. Wir befanden uns zwar auf der roten E3 Linie; im Wald jedoch war weit und breit kein Weg zu erkennen. Die Karte ist also einfach falsch. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. In Wirklichkeit verlief der E3 meist auf den "weiß-rot-weiß" durchmarkierten Wegen. Diese Wegemarkierung wird in der Natur sehr konsequent durchgehalten, stimmte aber auch öfter von der Farbe nicht ganz mit der Karte überein. Da ich im weiteren Verlauf auch die grünen örtlichen Karten von TRASA / KCT verwendet habe, kann ich dem Wanderer also eher letztere ans Herz legen, sie sind aktuell, korrekt und sogar mehrsprachig.
Der Vorteil der Kompasskarten liegt somit lediglich in der guten und einfachen Verfügbarkeit in Deutschland. Die tschechischen Karten, die im Grenzgebiet auch Deutschland abdecken, sind allgemein in Tschechien erhältlich. In Deutschland sind sie nur über den speziellen Kartenhandel nach etwas Suche zu erwerben, in der Regel dann zu einem höheren Preis als in CZ, aber der Mehraufwand macht sich bezahlt!


Lausitzer Gebirge / Louzické hory 1 : 50 000: Wanderkarte mit Radrouten und Naturführer. GPS-genau
Lausitzer Gebirge / Louzické hory 1 : 50 000: Wanderkarte mit Radrouten und Naturführer. GPS-genau
von KOMPASS-Karten GmbH
  Landkarte
Preis: EUR 7,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft, 23. September 2012
Für meine 320km Fernwanderung Osterzgebirge - Elbsandsteingebirge - Lausitzer Gebirge - Jeschkengebirge - Böhmisches Paradies - Riesengebirge habe ich im Vorfeld unter anderem die zwei Kompass Karten 2084 Luzicke Hory / Lausitzer Gebirge und 2085 Jizerske hory / Isergebirge erworben. Zunächst sei erwähnt, dass beiden Karten das gleiche Begleitheft Lucni kvetiny / Wiesenblumen beiliegt. Eine nette Beigabe, aber insofern Verschwendung, sie doppelt beizufügen. Dann wäre es sinnvoller die Karte an sich günstiger zu verkaufen.
Ich hatte die Kompasskarten erworben, in der Annahme, dass mir diese aufgrund der deutschsprachigkeit hilfreicher seien. Insgesamt haben sie uns zwar ans Ziel gebracht, weil die Ortschaften korrekt eingezeichnet sind, die Fehlerhaftigkeit der abgebildeten Wanderwege ist jedoch erschreckend. Wir hatten die 2010er Version vorliegen, gültig laut Kompass bis 2014. So haben wir in beiden Karten starke Mängel u.a. beim eingezeichneten Fernwanderweg E3 festgestellt. So war dieser z.B. im Lausitzer Gebirge zwischen Jetrichovice und Krompach wie eingezeichnet gar nicht existent. Wir sind mit GPS, Kompass und Karte von Westen kommend vor der Burg Tolstejn den sogenannten E3 aus der Karte abgeschritten, haben die Position per UTM Gitter immer wieder in der Karte kontrolliert. Wir befanden uns zwar auf der roten E3 Linie; im Wald jedoch war weit und breit kein Weg zu erkennen. Die Karte ist also einfach falsch. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. In Wirklichkeit verlief der E3 meist auf den "weiß-rot-weiß" durchmarkierten Wegen. Diese Wegemarkierung wird in der Natur sehr konsequent durchgehalten, stimmte aber auch öfter von der Farbe nicht ganz mit der Karte überein. Da ich im weiteren Verlauf auch die grünen örtlichen Karten von TRASA / KCT verwendet habe, kann ich dem Wanderer also eher letztere ans Herz legen, sie sind aktuell, korrekt und sogar mehrsprachig.
Der Vorteil der Kompasskarten liegt somit lediglich in der guten und einfachen Verfügbarkeit in Deutschland. Die tschechischen Karten, die im Grenzgebiet auch Deutschland abdecken, sind allgemein in Tschechien erhältlich. In Deutschland sind sie nur über den speziellen Kartenhandel nach etwas Suche zu erwerben, in der Regel dann zu einem höheren Preis als in CZ, aber der Mehraufwand macht sich bezahlt!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2014 12:09 PM MEST


Über die Alpen: Eine Reise
Über die Alpen: Eine Reise
von Nadja Klinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3.0 von 5 Sternen Gut recherchiert!, 13. April 2012
Die Liste der Quellen umfasst 3 Seiten und das ist meiner Ansicht nach das Problem dieses Buches. Das Allgemeine über die Alpen überwiegt. Über 300 Seiten eines gestandenen Schreibstils, und dennoch ist es mir schwer gefallen, das Buch durchzulesen. Etwa ein Jahr habe ich gebraucht; es angefangen, dann immer wieder beiseite gelegt, da es mich nicht wirklich zu fesseln vermochte.

"Zu Fuß über die Alpen - das eindrucksvolle Portät einer der letzten mythischen Großlandschaften Europas", verspricht der Buchrücken. Darüber das Zitat einer wunderbaren Textpassage dieser Fußreise. Nur kommen diese Textpassagen leider viel zu kurz. Die eigentliche Fußreise der Autorin und ihrer Begleiterin "Heidi" vom Bodensee bis nach Italien geht in den Geschichten aus der Vergangenheit vollkommen unter. "Pörträt einer Landschaft" eben. Insofern hat der Buchrücken Recht, denn es ist kein wirklicher Bericht der Fußreise über die Alpen, sondern vielmehr ein sehr detailliertes, gut recherchiertes Portrait der Gegenden und Geschichten entlang der Wanderung. Das Scheitern von Menschen und Heeren an der schroffen Gebirgswelt wird thematisiert.

Irgendwann begann ich, das Allgemeine zu überblättern und nach der Reise selbst zu suchen. Ich hätte gern mehr erfahren über die eigentliche Fußreise. Sie ist so knapp beschrieben, dass man sie eigentlich gar nicht nachvollziehen kann. Zitat eines Aufstiegs auf einen Pass:
"Den engen, alten, steilen Saupfad zum Glaspass beginnen wir auf allen vieren und wie einst die bepackten Esel der Säumer. Die Tiere trugen das zehnfache an Gewicht. Oben auf dem kahlen, sich buckelnden Bergrücken..." Schon sind wir oben und schweifen wieder ab zum Allgemeinen ab. Schade!
Was ich allerdings zwischen den vielen Zeilen herausgelesen habe ist, dass die Fußreise nicht vollständig war. Zwischendurch wurden auch immer wieder kurze Autofahrten beschrieben. M.e. passt das nicht. Wennschon dann richtig! Wie lang die Reise ist, das schreibt die Autorin gleich zu Beginn, dass sie das gar nicht interessiert. Nun gut. Aus den Überschriften und dem Vorspann geht hervor, dass die Fußreise vom 15. August bis zum 4. September 2009 gedauert hat.

Im letzten Drittel kommt das Buch dann unerwartet doch nochmal "in Schwung". Plötzlich umschreibt die Autorin detaillierter als zuvor die eigenen Erfahrungen. Auch die Geschichten drumherum von Bergsteigern und Tunnelbauern machen Spaß.

Insgesamt habe ich mir von diesem Buch dennoch mehr versprochen, denn zuviel der eigentlichen Reise bleibt im Verborgenen.


Berlin - Moskau: Eine Reise zu Fuß
Berlin - Moskau: Eine Reise zu Fuß
von Wolfgang Büscher
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig und Lesenswert!, 30. Juli 2009
Ein detaillierter, teils abstrakter Reisebericht, den man nicht mal eben so durchliest.
Dafür ist er mit seinen vielen kleinen Details auch viel zu schade.

Als schlichte Wanderung kann man diese Reise wahrlich nicht abtun, gerade auch weil die Leistung nicht allein in dem Marsch liegt, sondern auch die Gegebenheiten der Route berücksichtigt werden müssen; sonst täte man dem Autor Unrecht. Mit keinem "Kerkeling", "Andrack" oder Ähnlichem kann man diesen Marsch vergleichen, das wäre lächerlich; so groß die Leistung, die hier vollbracht worden ist.

In 82 Tagen marschiert Wolfgang Büscher von Deutschland über Polen und Weißrussland nach Moskau und das zu Fuß. Das entspricht für die etwa 1900 Gesamtkilometer durchschnittlich 23 km pro Tag. Rechnet man dann noch die Zwischenstops ein, dann sind das sogar noch mehr.

"Auf die Idee, dass dieser sonnenverbrannte, verstaubte Wanderer über die Dörfer weit von Westen käme, gar von Berlin nach Moskau ginge, kam keiner, dem ich es nicht sagte. Aber ich musste nur den Panama aufsetzen und hatte alle Blicke..." Man kann sich nicht einfach als Wanderer ausgeben, zu seinem Vorhaben stehen, das wäre zu gefährlich! Es ist ein Besonderer Marsch, in dem man aufgrund der Gegebenheiten staubig und dreckig daher marschieren muss, um einfach möglichst unauffällig durchzukommen. Im Hochsommer geht es los und mit dem ersten Schnee erreicht der Autor sein Ziel. Unterwegs schildert er Begegnungen mit Personen und liefert detaillierte Charakterisierungen derer, der Gegenden, Landschaften und Städte. Der Leser lernt manch eine Lebensgeschichte kennen. Gezeichnet von der Geschichte ist der Weg, der schon von Napoleon oder den Heeren der Deutschen Wehrmacht "gegangen" wurde.

Wie schon am Anfang erwähnt, liest man diesen Bericht nicht mal eben so durch, denn manchmal liest er sich stockig, aber dann wird man wieder gepackt. Eine Schilderung, die man vielleicht nur versteht, wenn man - ohne sich vergleichen zu wollen - selbst mal eine Fernwanderung mitgemacht hat. "Solange ich auch saß, es kam kein Bus. Ich schrieb es meinem Zustand zu, dass ich mich erst nach zwei Stunden erkundigte, ob überhaupt einer käme [...] Ein Witz. Der Bahnhof lag ein paar Schritte hinter dem Hotel, ich hatte ihn einfach nicht bemerkt, das Abfahren und Ankommen der Busse einfach nicht gehört..."

"Ich tat, was ich immer tat, wenn ich nicht weiterwusste. Ich ging. [...] Der demoralisierenden Gradlinigkeit der Trasse setzte ich Sturheit entgegen. Gegen Monotonie half Monotonie, die Füße wussten das, die Beine, die Fäuste, die Haut im Wind..."

Das macht Wolfgang Büscher so schnell keiner nach! Aber ein Vorbild ist er doch.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 14, 2009 4:58 PM MEST


Wandern
Wandern
von Frank Gerbert
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Amüsant!, 17. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Wandern (Taschenbuch)
Erlebnisse, Erfahrungen und Ansichten prägen dieses durchaus lesenswerte Wanderbuch. Es dreht sich dabei weniger um spezielle Routen. Stattdessen bringt der Autor dem Leser äußerst humorvoll seine Welt des Wanderns näher. Ein Buch, das vermutlich eher etwas für diejenigen ist, die selbst gerne wandern und daran interessiert sind, was andere währenddessen so bewegt. Auch wenn man Herrn Gerbert seinen eigenen Zeilen zufolge wohl eher als Schönwetterwanderer bezeichnen kann, der sich höchstens 35 km pro Tag zumutet und beim ersten Regentropfen sofort die Tour abbricht, so scheint er selbst ein kleiner Wanderexot zu sein: Kopfhörer und Teleskopstöcke, das würd ich gern mal in echt sehen! Dabei ist der Autor schon weit herumgekommen. Wandernd hat er Ausschnitte aus der ganzen Welt bereist bzw. erwandert und hat daher allerlei interessante Erfahrungen niedergeschrieben. Im Zweifel einfach selber lesen, es lohnt sich!


Du musst wandern: Ohne Stock und Hut im deutschen Mittelgebirge
Du musst wandern: Ohne Stock und Hut im deutschen Mittelgebirge
von Manuel Andrack
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Vorreiter der unterhaltsamen Wanderliteratur!, 12. Februar 2009
Es sind keine besonders ausgefallenen Wanderungen, die Manuel Andrack beschreibt. Und dennoch ist dieses Buch mit soviel trockenem Humor und Witz geschrieben, dass ich es jederzeit weiter empfehlen würde.

Sehr offen und mit Charakter beschreibt der Autor seine Erlebnisse im deutschen Mittelgebirge. Und dabei ist Manuel Andrack weit herum gekommen. Den meisten seiner Leser, wird der Autor einiges voraus haben. Wer kann schon von sich behaupten, in so vielen deutschen Mittelgebirgen unterwegs gewesen zu sein?! Vielleicht hat er die Gegenden nicht alle erwandert, eher gestreift, aber immerhin. Hochachtung! Der Witz an solch einem Buch ist, dass der Wanderer eigens Erlebtes wieder findet, sich vielleicht darin wiederspiegelt und herzlich darüber lachen kann.

Ein Buch, das uns daran erinnert, dass die schönen Landschaften direkt vor der Haustür liegen und man dafür und für große Erlebnisse nicht unbedingt ins Flugzeug steigen muss!

Neuerdings gibt es Andracks zwei "Wanderwerke" im Sammelband, den ich dann natürlich empfehle!


Zu Fuss
Zu Fuss
von Stefan Nägele
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fade!, 12. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Zu Fuss (Taschenbuch)
Schade! Als ich mir dieses Büchlein kaufte, erwartete ich einen Reisebericht über einen 600 Kilometer-Fußmarsch von Berlin nach Stuttgart. Abgesehen davon, dass es angesichts der Abkürzungen, Bus-, Taxi- und Zugfahrten am Ende gar keine solche Fußreise ist, ist das Heftchen nicht mal ein Reisebericht.

25 etwa zweiseitige Kapitel ergeben mit dem vielen Leerraum insgesamt 68 Seiten. Es ist kein Reisebericht, sondern eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten. Kurzgeschichten, die sich irgendwie am Weg von Berlin nach Stuttgart entlang hangeln. Irgendwie! ja das Wörtchen "irgendwie" umschreibt eine Ahnungslosigkeit. Ahnungslos wird der Leser gelassen, von all dem, was der Wanderer erlebt hat unterwegs. Wo ist er lang gegangen? Was waren die eigentlichen Stationen? Wie lange hat es gedauert? Wo hat er genächtigt? Was waren die Erlebnisse? All das hätte mich interessiert.

Der Autor nimmt den Leser nicht mit auf seine Reise. Statt vom Erlebten zu berichten, schweift ein Kapitel nach dem Anderen durch Gedankenwelten: Interpretationen, eine Aufzählung von geschichtsträchtigen Orten und von Vergangenem - das war's.

Dass ein wenig Witz und Ironie einen Text aufheitern können, scheint der Autor nicht in Erwägung gezogen zu haben. Kurzum: Das Buch ist wenig lesenswert!


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