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Rezensionen verfasst von
T. Butz "www.myrevelations.de"
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Samsung MZ-75E500B/EU EVO 850 interne SSD 500GB (6,4 cm (2,5 Zoll), SATA III) schwarz
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Preis: EUR 189,99

4.0 von 5 Sternen 5 Jahre altes Lenovo SL510 Notebook..., 9. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
....mit einer modernen SSD-Platte hochgerüstet. Lieferung top, wie von Amazon gewohnt. Leider funktionierte die Installation nicht so unproblematisch wie oft geschildert. Beim ersten Versuch bei 97% abgebrochen ( und das dauert bei USB2.0!) wegen Problemen auf dem Quelldatenträger. Das wusste ich bereits, deshalb ja die neue Platte. Nach Checkdisk der zweite Versuch, 97%, wieder Abbruch. Internet-Recherche, Clonezilla (Linux) runtergeladen und die ISO auf CD gebrannt und Rechner neu von CD gestartet.Im Expertenmodus den Rescue-Modus aktiviert, Grub-Funktion deaktiviert, den Rest gelassen und ohne Windows lag die Übertragungsrate bei knapp 1,8GB pro Minute, nach ca. 2Stunden war die Platte geklont. Im Rechner eingebaut, läuft. Allerdings waren nicht die ganzen 500GB freigegeben, da die alte Platte 340GB hatte und es so geklont wurde, kann man bestimmt irgendwo einstellen. Habe den Rest als weitere Partition angelegt. Leider hat das Notebook nur SATA 1 mit ca. 125MB max. pro Sekunde, daher kann ich die volle Leistungsfähigkeit der SSD nicht nutzen, Geschwindigkeitszuwachs dennoch deutlich spürbar. Einen Punkt Abzug, weil Samsung Data Migration keine Rescue Funktion hat, ansonsten Top!


The Ignitor
The Ignitor
Preis: EUR 19,16

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Finnischer Power Metal, 3. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: The Ignitor (Audio CD)
Es ist jetzt bereits drei Jahre her, da durfte ich Album Nummer Vier der Finnen besprechen. Somit ist "The Ignitor" Album Numero Fünf der 1999 gegründeten Band. Doch wie ich bereits seinerzeit beanstanden musste, ist der Bekanntheitsgrad der Band in unseren Breiten nach wie vor kein besonders Guter. Woran auch immer dies liegen mag, die Qualität der Musik ist nicht der Grund. Burning Point präsentieren ausgereiften Power Metal in tadellosem Sound-Gewand. Filigrane Gitarrenarbeit trifft auf treibendes Schlagzeug. Man höre nur mal den Track "Heaven Is Hell"! Klasse! Neben Burning Point hat der Chef der Finnen, der Gitarrist, Sänger Pete Ahonen noch die Band Ghost Machinery. Gerade bei skandinavischen Musikern fällt immer wieder auf, dass sie in mehreren Kapellen spielen. Liegt es an zu viel Freizeit, an zu vielen musikalischen Eingebungen die irgendwie verwertet werden müssen? Doch gerade bei Musikern mit zu viel Jobs musste ich erkennen, dass die musikalische Qualität zwar oftmals gut oder besser, die Hits, die Ohrwürmer hingegen gegen Null gehen. So auch hier. "The Ignitor" hört sich wirklich gut an, doch ein Höhepunkt findet sich nicht. Die Platte hält zwar das Niveau des letzten Outputs, doch es fehlt etwas die Würze. Potential nach Oben ist bei BP vorhanden, es wird Zeit dass die künstlerische Energie forciert wird. Was bleibt ist eine wirklich gute Power-Metal-Platte.
Ich wünsche der Band, dass sie in Zukunft auch ausserhalb Skandinaviens auf Tour geht und sich somit etwas bekannter macht. Verdient hätten es die Finnen.


Heritage
Heritage
Preis: EUR 5,00

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Veränderung, 17. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Heritage (Audio CD)
Als großer Fan der schwedischen Prog-Metaller fieberte ich natürlich dem Erscheinen der neuen Platte entgegen. Mittlerweile habe ich diese sicherlich mehr als 20 mal gehört. Ich höre sie sehr gerne und sie gefällt mir außerordentlich gut. Das sich musikalisch etwas ändern wird hörte man schon gerüchteweise im Vorfeld und wenn man wie ich alle Alben von Opeth im Regal stehen hat, dann weiß man das keine Platte wie die andere ist, dass viel experimentiert wird, dass Opeth niemals stehenbleiben. Das der Schritt dieses mal so gewaltig ist hat selbst mich überrascht. Müsste ich diese Scheibe zwischen zwei der bisherigen neun Alben einreihen, dann würde ich "Damnation" und "Watershed" wählen. Denn wie bei erstgenannter gibt es auf "Heritage" keine Growls und dazu der durch die Hammond-Orgel leichte Siebziger Einschlag von "Watershed". Vergebens das Warten auf einen brachialen Hammer wie "Heir Apparent" vom "Watershed"-Longplayer. Dafür sehr viel mehr Siebziger, genauer: Siebziger-Prog-Rock! Doch fangen wir einmal vorne an:
Mit dem ruhigen, stimmungsvollen Klavierstück "Heritage" wird der geneigte Hörer auf Opeth' zehntem Album begrüßt. Als wahrer Opener folgt "The Devil's Orchard", ein Song der für mich zu den Highlights des Albums gehört und den eben genannten Sound der Siebziger bereits zelebriert. Der Text des Refrain ist definitiv Death-Metal! Die Einleitung in diesen Song, dieses Riff ist einfach genial, ich kann es gar nicht oft genug hören. Das nachfolgende Stück "I Feel The Dark" beginnt mit cleanem Gitarrensound und der glasklaren Stimme von Mikael Åkerfeldt. Sehr atmosphärisch, sehr ruhig ist dieser Song, unterbrochen von einem im Vergleich heftigen Zwischenpart. Das von Mikael geschätzte Mellotron ist bereits häufig im Einsatz und unterstreicht den Klang der Siebziger. Beim folgenden Song "Slither" wird dann doch das Gaspedal mal durchgedrückt und der Opeth-Fan, der bis hierhin ungläubig lauschte, wird etwas entschädigt. "Nepenthe" folgt auf dem Fuße und ist für mich der Song der am schwierigsten zugänglich ist. Er badet förmlich in den Siebzigern und teilweise kommt das Gefühl auf, im Hintergrund läuft ein Thriller aus dieser Zeit. Was mir auch schwerfällt ist der Hauch von Jazz der in der Luft liegt. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht über jeden Song auslassen, dafür ist die Musik einfach zu komplex, zu umfangreich, wenige Zeilen sind dafür nicht ausreichend. Fakt ist, dass hier ein Album erschaffen wurde, welches nicht nur für fröhliche Gesichter sorgen wird. Das hört sich vielleicht jetzt ein wenig negativ an, soll es jedoch nicht. Schließlich ist "Heritage" ein Album voller wunderbarer Musik, dazu Mikaels Stimme, die einfach zu den Besten des Genres gehört. Zusammen ergibt das eine Platte, die sich eben nicht beim ersten Hördurchgang öffnet. "Heritage" ist anders, unkonventionell, lupenreiner Prog. Doch wer "Heritage" eine Chance gibt, der soll nicht enttäuscht werden.


The Scourge of Light
The Scourge of Light
Preis: EUR 9,83

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Panzer ist zurück!, 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: The Scourge of Light (Audio CD)
Mit Jag Panzer verbinde ich eines meiner besten Live-Konzerte. Eine kleine Schar von Fans versammelte sich damals in der legendären Offenbacher Hafenbahn, um die amerikanische Power-Metal-Band zu sehen. In meiner Erinnerung sehe ich heute noch die begeisterten Gesichter der Zuschauer und die nicht weniger strahlenden der Musiker, welche frenetisch gefeiert wurden und Zugabe um Zugabe zum Besten gaben. Damals war der noch junge Chris Broderick mit an Bord, welcher mittlerweile bei Megadeth angekommen ist. Dafür ist Gitarrist Chris Lasegue nach langer Zeit zurückgekehrt, was dem ursprünglichen Jag Panzer Stil sehr zuträglich ist. Heute, viele Jahre nach dem Konzert und viele weitere Konzerte später, halte ich das neue, von Jim Morris gemischte Album mit einem äußerst gelungenen Artwork in meinen Händen. Vielleicht etwas kurz (zugegeben, die alten sind auch nicht länger), dafür unverwechselbar und eindeutig Jag Panzer. Sieben Jahre ließ man die Fans auf dieses Album warten, zweifellos eine lange Zeit und zweifellos hat sich das Warten gelohnt. Mit dem ersten Song "Condemned To Fight", versehen mit einer thrashigen Note, fallen JP mit der Türe ins Haus, lassen einen die Jahre vergessen. Harry "The Tyrant" Conklin in Best-Form. Die Songs leben durch seine Stimme auf, erhalten mit ihr den typischen JP Sound. Double-Lead-Guitar, Chris Lasegue und Mark Briody peitschen sich gegenseitig zu höchsten Leistungen auf. Die Musiker kennen sich seit vielen Jahren und diese Verbundenheit hört man dem Album an. Es macht Freude die neue Scheibe zu hören, und es freut mich sehr, dass Bands wie JP, die es bereits seit fast 30 Jahren gibt, solche Qualität abliefern, dass man das Herzblut bei jeder Note heraushört. Mein Favorit ist "Call To Arms", der die Essenz von JP in sich vereint. Melodischer Power-Metal, Mitsing-Refrain, einfach US-Metal in Reinform. Was soll ich noch viel zu diesem Album sagen? Meinen Favoriten "The Fourth Judgement" kann es nicht vom Sockel stoßen, doch "The Scourge Of The Light" reiht sich dicht daneben ein und wird noch einige Zeit meinen CD- Player unsicher machen. Für Jag Panzer Fans ein Pflichtkauf.


The Last Caress of Light
The Last Caress of Light
Preis: EUR 13,69

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metal von der grünen Insel, 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Last Caress of Light (Audio CD)
Keltisch, epischen Metal soll diese irische Band spielen, die mit diesem Album ihr Debüt präsentiert. Nach zwei kleinen EP's ist dies zwar schon die dritte Produktion, aber eben der erste Longplayer. Man ist oft so arrogant und denkt man hätte schon alles gehört. Just zu solchen Zeitpunkten sind Bands wie Darkest Era sehr erfrischend, denn sie zeigen das es immer noch neue Wege gibt, die man beschreiten kann. Ich nenne es einfach Heavy Metal mit der Handschrift ihrer irischen Heimat, dazu eine Prise Doom. Auf Flöten und Geigen wurde glücklicherweise verzichtet, so Heimatverbunden ist man dann doch nicht. Beim ersten Hördurchgang bin ich zwar noch etwas skeptisch, doch können Songs wie das packende "Visions Of The Dawn" mich schnell begeistern. Episch ist die Band definitiv in der Länge ihrer Songs. Lediglich das sehr ruhige "Poem To The Gael" tanzt etwas aus der Reihe. Und das nicht nur in Länge, auch musikalisch. Der abwechslungsreiche Aufbau der übrigen sieben Stücke gefällt mir sehr gut, jeder Song bietet viel neues. Man muß gut zuhören, was jedoch nicht schwer fällt, um das Herzblut der Musiker zu erkennen. Sänger Krum veredelt die Lieder mit seinem in mittlerer Tonlage angelegtem Gesang und kommt ohne Einsatz von Grunzen und Kreischen aus. Darkest Era haben eine schönes Kleinod geschaffen, welches immer wieder zum Hören einlädt. Sie haben den Kern des Heavy Metal freigelegt und darüber ihre Musik ausgebreitet. Ein erstes Highlight des noch neuen Jahres.


War to End All Wars (4 DVDs)
War to End All Wars (4 DVDs)
DVD ~ -
Preis: EUR 11,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte eines Krieges, 24. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: War to End All Wars (4 DVDs) (DVD)
Als eine Person, die den Krieg zutiefst verabscheut, mag es den ein oder anderen wundern, warum ich so gerne Dokumentationen über die dunklen Tage der Menschheit schaue. Dokumentationen über den zweiten Weltkrieg gibt es reichlich, doch über den ersten Weltkrieg, den ersten Weltenbrand gibt es im Verhältnis nur wenig Film- und Bildmaterial. Das lässt sich schnell erklären, denn vor fast 100 Jahren war die Welt schon sehr weit, was das Erfinden von immer brutaleren Waffen betrifft, doch die Filmtechnik steckte noch in den Kinderschuhen. Tonmaterial ist sogar kaum erhältlich. Daher staunte ich nicht schlecht als ich diese Box mit 10 Folgen, 420min., verteilt auf vier DVD's in meinem Briefkasten hatte. Die Doku ist keine europäische, sondern eine US-amerikanische Produktion aus dem Jahre 2008 und zeigt recht neutral den Verlauf des ersten Weltkriegs. Chronologisch beginnt sie bei den Auslösern des Krieges, den Spannungen zwischen den Nationen und der lange schwärenden Feindschaft zwischen einzelner Völkergruppen. So verdeutlicht die Doku, wie es überhaupt zu solch einem Krieg kommen konnte und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise quer über die Schlachtfelder, die nicht nur in Europa waren, nein, auch in Arabien (man denke an Lawrence von Arabien) oder an der türkischen Küste und natürlich auf den Meeren bzw. unter den Meeren, denn deutsche U-Boote verbreiteten Schrecken, wo immer sie auftauchten.
Die Dokumentation ist so aufgebaut, das abwechselnd Bild- und Film-Material zu sehen ist. Das Material ist erwartungsgemäß in Schwarz-Weiß gehalten. Die Bilder sind ein wenig animiert, das heißt dass sie sich, während der Sprecher die Geschehnisse erläutert, auf den Zuschauer zu bewegen. Wie weiter oben bereits erwähnt, gibt es wenig Filmmaterial. Mit Sicherheit gibt es jedoch ausreichend Material, um diese Doku zu füllen, zumindest aber so viel, dass sich die Szenen nicht so oft wiederholen müssten. Die gezeigten Aufnahmen passen auch nicht immer mit dem Gesagten des Sprechers zusammen. Was mich immer wieder betroffen stimmt, sind Erzählungen von Zeitzeugen. Auch hier gibt es einige Filmaufnahmen, in denen einstige Soldaten von ihren Erlebnissen berichten. Gestandene Männer, die so viele Jahre nach Ende des Krieges noch in Tränen ausbrechen, wenn sie von dem Grauen des Schlachtfelds erzählen.
Im Großen und Ganzen ist es eine gute Dokumentation über den ersten Weltkrieg. Keine Frage, da gibt es Besseres. Ich hätte mir mehr Informationen zu den Schrecken des Krieges gewünscht, denn das tatsächliche Grauen, das Dahinvegetieren und das Sterben in den Schützengräben wird hier nicht sehr verdeutlicht. Es wird aber auch die menschliche Seite gezeigt, zum Beispiel wenn verfeindete Nationen jenseits der Gräben gemeinsam in der Weihnachtsnacht feiern, Adressen austauschen und Weihnachtslieder singen.
Wer geschichtlich interessiert ist, bekommt hier viel Wissenswertes für kleines Geld.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2012 1:09 PM CET


Live from Amsterdam (CD+Dvd)
Live from Amsterdam (CD+Dvd)
Preis: EUR 24,02

5.0 von 5 Sternen Musikalischer Leckerbissen, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Live from Amsterdam (CD+Dvd) (Audio CD)
Drei Alben haben Alter Bridge bereits veröffentlicht, weiterhin waren sie weltweit kräftig in den Konzertsälen unterwegs, höchste Zeit also ein Konzert für die Nachwelt in Bild und Ton festzuhalten. DVD und Blu-Ray sind bereits seit einiger Zeit erhältlich, hier handelt es sich um das Bundle mit DVD und CD. Das Konzert wurde am 7.12.2008 in Amsterdam mitgeschnitten und somit ist klar, dass das aktuelle Album "AB III" bei der Songauswahl nicht bedacht werden konnte. Daher geben sich die besten Tracks von "One Day Remains" und "Blackbird" die Klinke in die Hand. Auf der DVD (99:05 min + Doku) befinden sich 18 Songs, auf der CD konnten aus Platzgründen "nur" 14 untergebracht werden. Das kann man verschmerzen, schließlich kann man das gesamte Konzert jederzeit auf der heimischen Anlage im 5.1 Soundgewand hören und ab entsprechender Lautstärke auch fühlen. Weit über 20 Kameras waren im Einsatz und dennoch kommt das höchst professionelle Resultat ohne hektische Kamerawechsel und zu schnelle Schnitte aus. Das Konzert lässt sich am Bildschirm sehr angenehm verfolgen. Während der erstklassige Gitarrist Tremonti, Schlagzeuger Phillips und Bassist Marshall sich eher im Hintergrund bewegen, ist Sänger Myles Kennedy das, was man unter einem richtigen Frontmann versteht. Stets in Interaktion mit dem Publikum, welches auch gar nicht schwer von Myles zum Mitmachen aufgefordert werden muß, die Amsterdamer Music Hall ist ein brodelnder Kessel, die Stimmung kocht über. Hin und wieder gewinne ich den Eindruck, dass Myles sich etwas zu sehr von der Stimmung hinreißen lässt und seine Darbietung dadurch einen etwas affektierten Beigeschmack erhält. Doch das kann ich verschmerzen, schließlich ist "Live From Amsterdam" ein Konzertmitschnitt, wie ich ihn mir wünsche. Wer auf Alter Bridge steht und noch nie Gast auf einem ihrer Konzerte war oder wer Alter Bridge einmal kennenlernen möchte, wird hier einen tollen Einblick gewinnen. Und das nicht nur zu Hause, jetzt auch auf CD für unterwegs.


The Big Four: Live From Sofia, Bulgaria [2 DVDs] [Limited Deluxe Edition]
The Big Four: Live From Sofia, Bulgaria [2 DVDs] [Limited Deluxe Edition]
DVD ~ Metallica
Preis: EUR 55,70

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Konzerterlebnis, 6. November 2010
Ich war da! Nun gut, nicht in Sofia, doch ich war in Jonschwil und sah die vier "Großen" mehr oder weniger live. Das Wetter war leider nicht ganz so gut wie in Sofia, ein kleiner Schauer trübte das Konzerterlebnis ein wenig (Achtung: Sarkasmus!), doch ich harrte aus. Ob jetzt wirklich jede der vier Bands so groß ist, sei einmal dahingestellt. Zumindest Anthrax gehörten in den letzten Monaten mit dem amüsanten Sängerwechsel zu den Großen in der Metalpresse. Doch was wird dem Käufer denn auf diesen beiden DVDs geboten? Auf der ersten DVD befindet sich der Live-Mitschnitt von Anthrax, Slayer und Megadeth. Die Bands spielen jeweils eine Stunde und dazu kommen noch 45 Minuten Dokumentation. Auf DVD 2 dann der zweistündige Metallica Mitschnitt und ebenfalls ca. 50 Minuten an Bonus-Material.

Fangen wir mit Anthrax an: John Bush hat mir immer besser gefallen als Belladonna, doch ich muß ihm hier eine einwandfreie Vorstellung attestieren. Tolle Leistung, auch die absolut glaubwürdige Hommage an Dio mit "Heaven & Hell". Die Songs haben schon einige Jahre auf dem Buckel ("Indians", "Got The Time", "Antisocial" usw.), die Bush Ära wurde nur mit "Only" bedacht, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, da in dieser Zeit sehr viel bessere Songs entstanden sind. Trotzdem ein starker Auftritt.

Slayer bieten dagegen einen guten Querschnitt ihres bisherigen Schaffens, wobei die Thrash-Granaten allerdings dargeboten werden, als ob die vier Bleiplatten unter den Schuhen tragen. Slayer wirken müde. Kerry trägt ein Armband, welches jeden Igel vor Neid erblassen lässt und ist behangen mit Ketten mit der man ausgewachsene Lokomotiven abschleppen könnte. Ansonsten passiert nicht viel. "South Of Heaven" und "Raining Blood" zum Schluß reißen noch mal ordentlich an der Nackenmuskulatur der Sonisphere-Besucher. Rang vier.

Mein absoluter Favorit ist Megadeth. Dave ist in Topform und "Holy Wars" und "Hangar 18" sind einfach grandios und gehören zu den besten Metal-Songs aller Zeiten. Und das war erst der Anfang! Dave hat wieder sehr gute Musiker um sich geschart, darunter erneut David Ellefson und natürlich Chris Broderick, welcher bei Jag Panzer und Nevermore schon überzeugen konnte. Ein Highlight dieses Festivals. Die Song-Auswahl ist allererste Sahne und das Publikum lässt sich durch den kräftigen Niederschlag das Feiern nicht vermiesen. Allein Megadeth sind das Geld bereits wert.

DVD 2 gehört ganz alleine Metallica. Jedes der 9-10 Metallica Konzerte die ich selbst live erlebte, waren top und die Vorstellung in Sofia bestätigt meine Erfahrung, daß Metallica live eine Macht sind. Das Rumgehampel von Basser Robert Trujillo nervt ein wenig, doch die Vorstellung Metallicas ist sehens- und hörenswert. Bei "One" schießt ein riesiges Feuerwerk in den Himmel, Pyros erhellen die Nacht und für viele die Überraschung: bei "Am I Evil" stehen Metallica zusammen mit Megadeth und Anthrax auf der Bühne. Ja, wer hätte das gedacht.

Was bei allen vier besticht ist das grandiose Publikum. Jede Melodie wird mitgesummt oder gesungen, die Arme hochgerissen, die Matten kreisen wohin man nur schaut. In Bulgarien kann man die Massen noch begeistern, vielleicht sind wir hierzulande mittlerweile zu verwöhnt, was Konzerte betrifft. "The Big Four" werden in verschiedenen Ausführungen auf die Menschheit losgelassen. Darunter auch eine limitierte Box mit zusätzlichen fünf Audio-Cds oder die Blu-Ray Ausführung. Fakt ist, das man hier fürs Geld sehr viel geboten bekommt, in einer Qualität die lobenswert ist. So ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum kommt immer gut an.


AB III
AB III
Preis: EUR 5,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AB III, 12. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: AB III (Audio CD)
Ganz schlicht betiteln Alter Bridge ihre neue Scheibe mit "AB III". Als begeisterter Hörer von der ersten Stunde an, war ich ziemlich erfreut, als ich von einer neuen Platte hörte, denn so sicher war ich mir gar nicht, daß es eine neue Platte geben wird. Warum? Im letzten Jahr gab es eine Reunion von Creed und wenn ihr Alter Bridge kennt, dann werdet ihr wissen, daß AB quasi Creed sind, nur mit anderem Sänger. Da gab es also eine neue Platte von Creed (die meiner Meinung nach nicht an alte Glanzzeiten heranreicht), viele Gerüchte, Statements der Bandmitglieder und das alles ist jetzt glücklicherweise passé, weil es eben "AB III" gibt. Die Erwartungen sind sehr groß, die Befürchtung das viel Munition für Creeds "Full Circle" verschossen wurde steht lautlos im Raum. Während Creed mit ihrem Album beschäftigt waren, vertrieb sich Sänger Myles Kennedy die Zeit mit Slash, auf dessen Album er an zwei Songs beteiligt war und ihn auf Tour unterstützte. Vielleicht hat gerade diese Konstellation dafür gesorgt, das "AB III" noch etwas härter anmutet. Nicht so melodiös wie "One Day Remains", nicht so melancholisch wie "Blackbird", sondern irgendwo dazwischen.
Das Album beginnt mit "Slip To The Void", ein Song der erst sehr ruhig und atmosphärisch daherkommt, sich aber dann zum Rocker steigert. Mit "Isolation" verlassen Alter Bridge sogleich die rockigen Gefilde und betreten für kurze Zeit Metal-Land. Das Album basiert übrigens auf einem Konzept von Sänger Myles. Die Hauptfigur versucht verzweifelt in einer Welt voller Zweifel und Leere ihren Platz zu finden. Natürlich gehören zu AB auch Balladen und Halb-Balladen die auf "AB III" mit zum Beispiel "Wonderful Life" und "Life Must Go On" (Großartig!) auch vertreten sind. Ich möchte hier nicht zu jedem Song die Einzelheiten ausbreiten und das Review unnötig aufblasen. Die Songs sind absolut als AB typisch zu bezeichnen und ich kann versprechen, dass sie in dem Berg der Veröffentlichungen hervorstechen und mit der musikalischen Leistung und Genialität brillieren. Der erste oder sogar die ersten Hördurchgänge waren noch von viel Skepsis begleitet, doch das Album ist von Durchgang zu Durchgang gewachsen, wie man so schön sagt. Doch diese Chance sollte man dem Album auch unbedingt geben, denn oft sind gerade diese Scheiben die ganz Großen in der Plattensammlung.


Opeth - In Live Concert At The Royal Albert Hall (Collector's Edition, 2 Discs + 3 Audio-CDs) [Deluxe Edition]
Opeth - In Live Concert At The Royal Albert Hall (Collector's Edition, 2 Discs + 3 Audio-CDs) [Deluxe Edition]
DVD ~ Opeth
Wird angeboten von Tolle Unterhaltung
Preis: EUR 30,28

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein musikalisches Vermächtnis, 3. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein angenehmer Sonntag Morgen, das eine oder andere Tässchen Kaffee und dazu die volle Progressive-Death Bedienung. So eine DVD kann man nicht mal eben zwischendurch schauen und da wir hier nun mal von meiner Lieblingsband sprechen, nehme ich mir entsprechend Zeit und gehe, gerade weil ich Fan bin, besonders kritisch an die Sache heran.
Anläßlich des 20-jährigen Bestehens der Band begab sich diese auf eine kleine weltweite, sechs Konzerte umfassende Tour und spielte in Säle, in denen man für gewöhnlich solche Konzerte nicht vermutet. In Deutschland war es das Lichtburg Theater in Essen, wo ich selber Gast war, und in England eben die Royal Albert Hall, welche für den Live-Mitschnitt ausgewählt wurde. Neben den kleinen Besonderheiten war die Große, daß eben das komplette "Blackwater Park"-Album gespielt wurde. Weiterhin wurde von jedem bisher veröffentlichtem Album ein Song gespielt, was zusammen eine reine Konzert-Spielzeit von fast drei(!) Stunden ergibt. "April Ethereal", welch ein Brett, dazu "Wreath" und weitere Brecher. Eine wirklich tolle Setlist, was will man mehr? Dazu kommt bei der DVD noch ein Interview mit Mikael (40 min.) und eine Tour-Doku (40 min.), in der auch Essen wieder auftaucht. Opeth essen Döner im Izmir-Grill. Großartig! Booklet gibt es keins und auch die optische Aufmachung der DVD ist ungewöhnlich für die Band, kein Vergleich zu dem toll gestalteten "The Roundhouse Tapes", weiß aber dennoch zu gefallen. Außerdem ist es die erste DVD mit Fredrik Akesson an der Gitarre.
Bei dem Konzertmitschnitt fällt zuerst das Format auf und hier gibt es Punktabzug. In nahezu jedem Haushalt steht mittlerweile ein 16:9 Bildschirm und hier wird ein 14:9 Bild geliefert. Klar kann man das Bild ein wenig aufblasen, aber das ist doch nicht der Sinn der Sache und man findet weder auf der Verpackung, noch im Versandhandel Informationen zu dem Bildformat. Nennt mich ruhig kleinlich, doch 2010 darf es etwas mehr sein.
Doch zurück zu dem Konzert. Opeth verzichten wie stets auf großen Show-Schnickschnack, lediglich auf einer Leinwand werden zu den Songs passende Sequenzen eingespielt. Im Vordergrund steht die Musik. Diese wird einfach perfekt gespielt und hört sich richtig fett an, eine Wonne. Lediglich die gelegentlich hektischen Kamerawechsel fallen etwas auf. Das Live nun mal Live ist, sieht man bei "The Lotus Eater", als zuerst Mikaels Gitarre ausfällt und später auch noch Fredriks.
Für Fans ist diese DVD mehr als nur unverzichtbar. Wer die Band während dieser Tour gesehen hat muß zugreifen und wer nicht, sollte sie sich ohnehin zulegen.


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