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Laith Al-Deen - Live (Limitierte Fan Edition)
Laith Al-Deen - Live (Limitierte Fan Edition)
Preis: EUR 35,04

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich Laith Live zum immer hören !, 18. Oktober 2004
Ich bin ja ein Jünger des Laith seit er in Deutschland mit dem (zugegebenermaßen schwächeren) Titel 'Bilder von Dir' bekannt geworden ist. Für den Kauf der ersten CD habe ich noch etwas Zeit gebraucht, aber bei meiner handsignierten 'Melomanie' war ich zu keiner Zeit Herr der Kaufentscheidung und auch an 'Für alle' konnte ich nicht wirklich mehr vorbei gehen. Wie so häufig ist das beschränkte Kastendenken dagegen gewesen, sich eine Platte dieses Künstlers zu kaufen. War er doch dank des Titels gleich mal als Weichspüler verschrien und wurde unversehens mit dem zur selben Zeit erfolgreichen Ayman in eine Suppe geschmissen. Als Hörer wurde man in schlechten Fällen mit einem maliziösen, in guten mit einem herablassenden Lächeln bedacht.
Heute sehen es viele noch immer so, aber heute ist mir das sowas von egal. Ich finde nicht alle Lieder toll, aber ich finde die meisten sehr gut. Laith hat wundervolle Texte und es scheint fast so, als wären ihm alle Gefühle zugänglich und er brauche sie einfach nur mal eben in Worte fassen. Er zitiert Oriah Mountain Dreamer in 'ich will nur wissen...' und auch wenn das nicht seine Worte sind, er fühlt sie und in seiner Musik lässt er uns mitfühlen. Manches Lied, bei dem der blanke Text uns vielleicht zunächst nicht viel sagt, drückt aus seinem Mund gesungen etwas aus, was jeder von uns kennt. Soviel zu Studio-Laith....
Live ist der Mann ein Phänomen. Ich war nun schon auf 3 (mit einem Support und einem kleinen Festival-Auftritt sogar 5) Konzerten und es ist einfach unglaublich. Er strahlt so viel Freude an dem aus, was er da gerade macht. Seine Lieder zu leben, sich in die Herzen und Seelen seines Publikums zu singen. Seine Kraft und seine Begeisterung durch die Kraft der Begeisterung aller Fans über das hinausgehen zu lassen, was ihn alleine ausmacht. Laith versinkt auf der Bühne in seinen Liedern und der Stimmung seines Publikums. Er spiegelt und erfindet sich und/oder seine Musik bisweilen scheinbar neu. Ich habe noch keinen anderen Künstler wie ihn auf der Bühne erlebt.
Leider ist es kein Laith-Konzert und man sieht ihn ja auch nicht, wie er da auf der Bühne mitgeht und sich der Musik und seinem Gesang hin gibt, aber bei mir beflügelt es die Phantasie und ich erlebe wieder den Augenblick. Ausserdem sind die Arragements der Lieder live teilweise total anders und letztlich macht er richtig lange werke aus den einfachen studio songs.
Meines Erachtens für Laith Fans ein Muss!


From Dusk Till Dawn (Gekürzte Fassung)
From Dusk Till Dawn (Gekürzte Fassung)
DVD ~ Harvey Keitel
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 7,86

100 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein großer Film ganz klein gehackt!, 17. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: From Dusk Till Dawn (Gekürzte Fassung) (DVD)
Quentin Tarantino in Bestform. Wunderbar absurd und doch fesselnd. Ich mag diesen Film für mindestens vier Punkte und doch erhält er von mir nur einen einzigen (am liebsten würde ich null geben)...
Doch eines nach dem anderen. Zur Geschichte:
Der Film beginnt als Roadmovie. Die Brüder Seth und Richard Gecko (Clooney / Tarantino) sind auf dem Weg in die Freiheit. Ihr letzter Coup soll sie sorgenfrei mit einem Haufen Kohle außer Landes bringen. Leider steht ihnen Richards Faible für Gewalt-Orgien dabei etwas im Weg und sie werden mehr gehetzt als nötig wäre. Der besonnene Seth kümmert sich um seinen Bruder, verzweifelt aber auch etwas an dem extremen Charakter. Auf der Flucht kidnappen Sie einen vom Glauben abgekommenen Pfarrer und seine beiden Kinder. Noch ehe Richard wieder einen blutigen Albtraum inszenieren kann, findet er sich mitsamt allen anderen in einem viel blutigeren Szenario wieder...
Im Treffpunkt, dem Titty Twister, irgendwo in Mexiko verwandelt sich der Roadmovie in die Film-Adaption eines Vampir-shoot-and-run-Videospiels. Bis zum fulminanten Showdown kriegt die Kinnlade kaum noch hoch. Die Fünf kämpfen Seite an Seite neben den anderen Menschen-Gästen gegen die Betreiber des Etablissements...Vampire! Der Pfarrer (Harvey Keitel - fantastisch) findet und verliert in diesem Massaker zwei wichtige Teile seines Lebens. Die Brüder Richard und Seth erscheinen plötzlich in anderem Licht und die beiden Kinder wachsen im Kampf gegen die Blutsauger über sich hinaus.
Mich hat der Film beeindruckt. Ich finde die Idee echt originell und kann gar nicht verstehen, dass sich sogar eingefleischte Tarantino-Fans derart über den Streifen echauffieren konnten. Wenn ein Film aber derart polarisiert, ist etwas an ihm dran. Das behaupte ich auch von Werken die mir nicht gefallen.
Leider hat der Film auf dieser DVD aber alles verloren, was an ihm dran war. Ich kann wirklich nur mit dem Kopf schütteln und mich fragen, womit manche Menschen ihr Geld verdienen. Diese Kastrations-Version des wunderbaren Kinofilms ist mehr als ein Faustschlag ins Gesicht. Diesen Mist sollte man verbieten, denn es ist eine Frechheit sondergleichen. Ich bin ja schon schwer zu beruhigen, dass „aus lizenzrechtlichen Gründen" in den Originalversion (ebenfalls als DVD erhältlich und habe ich mir auch geholt) die deutschen Untertitel nicht ausblendbar sind. Dieses hirnlose rumgeschnipsel bei dieser DVD-Version ist an Unnötigkeit allerdings in nichts zu überbieten.
Jeder sollte die Finger von dieser Version lassen. Fans werden enttäuscht und Interessierte werden den Film nicht wirklich beurteilen können weil man teilweise gar nicht mehr versteht, was da überhaupt los ist. Man kann der Handlung nur schwerlich folgen und man kommt aus dem sich-aufregen schwer raus.


Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern: Roman
Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern: Roman
von Rebecca Wells
  Taschenbuch

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wollen Sie mehr über die Wahrheit wissen?, 17. Oktober 2004
Bei mir begann es mit einem Kino-Trailer...
Zunächst sah ich Sandra Bullock (uns allen aus Stilblüten wie Speed, Demolition Man oder dem ‚hinreißenden' Miss Undercover, der nun bald in die lang ersehnte *lach* zweite Runde geht, bekannt) und dachte „O.K. ... ein Film weniger für den ich Geld ausgeben muss." Doch irgendetwas an dem Trailer gefiel mir trotzdem. Es schien eine lustige Geschichte zu sein, in der es in erster Linie um eine kleine Gruppe älterer Frauen ging und die strahlten eine Freude aus, die ansteckend war. Vor allem Maggie Smith (Gosford Park, Hook, und alle bisherigen Harry Potter Verfilmungen), Fionnula Flanagan (The Others oder Lang lebe Ned Divine) und der unvergleichliche James Garner machten diese Vorschau zu einer bleibenden Erinnerung. „Natürlich" habe ich das ganze als Frauenfilm abgetan (hoch lebe der Machismo) und bin nicht rein gegangen.
Jahre später sehe ich das Buch von Rebecca Wells als Mängelexemplar in der Buchhandlung meines Vertrauens. Sofort erinnerte ich mich an das Erlebnis im Kino und las mir den Klappentext durch. Ich griff zu. Ein weiteres Jahr später nahm ich es zum ersten Mal zur Hand und konnte nicht mehr aufhören.
Die Geschichte handelt von der erfolgreichen Theater-Regisseurin Siddalee Walker, die sich mit Ihrer Mutter Vivi Walker überworfen hat. Sie wird nach einem Interview in Bezug auf Ihre Kindheit falsch in einem Zeitungsartikel zitiert. Hierbei gerät Vivi ins Licht der Öffentlichkeit und steht als alkoholkranke Mutter da, die Ihre Kinder gerne mit Schlägen gemaßregelt hat. Sidda wird enterbt, verstoßen und sogar rechtliche Schritte sind in Arbeit. Das wiederum bringt die Tochter nun dazu, die bereits geplante Hochzeit mit Connor zu verschieben. Immer wieder schreibt sie ihrer Mutter, ohne Antwort zu erhalten. Letztlich bittet sie sogar um einige Geschichten aus der bewegten Jugendzeit von Vivi, die ihr bei ihrer weiteren Arbeit helfen sollen. Sie erhält keine Antworten.
Als Vivi von der ungewiss verschobenen Hochzeit hört, sendet sie Sidda in deren selbstgewähltes Exil die „Göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya - Schwestern", ein Album mit zahllosen Erinnerungsfetzen an die Freundschaft der 4 Ya-Ya's Vivi, Teensy, Necie und Caro. Eine Freundschaft, die von den frühen Kindheitstagen bis heute andauert. Beim Betrachten des Albums kommen Siddas eigene Erinnerungen hoch. Erinnerungen an Louisiana, an Ihre Kindheit, das Leben am Bayou und an die vier Freundinnen. Es ist schön in den Erinnerungen von Sidda zu schwelgen. Hinter vielen der Erinnerungsstücke finden sich auch Geschichten, die sich Sidda verschließen. Dem Leser werden sie erzählt und nach und nach erkennt man bei all den Geschichten, dass Wahrheit ein ganz schwieriger Begriff ist. Man erfährt sehr vieles über Vivis eigene Kindheit, über all die Freude mit den anderen Ya-Ya's und die Kraft die sie daraus schöpfte. Kraft, die sie in ihrem eigenen Elternhaus wieder brauchte, Kraft die sie auch später im Leben immer wieder brauchen sollte. Man merkt, dass das falsche Zeitungs-Zitat genauso viel Wahrheit wie Lüge in sich birgt und irgendwann löst sich der Begriff der Wahrheit einfach auf. Auch die Ya-Ya's verweigern sich immer der Wahrheit, als Sidda sie danach fragt. Sie entgegnen ihr nur, dass sie lediglich ein paar Geschichten anzubieten hätten. Begriffe wie falsch und richtig fallen zusammen wie Kartenhäuser und am Ende steht einfaches Erkennen. Connor nähert sich Sidda Kraft seiner Liebe und gegen Ihren erklärten Willen. Sidda lernt daraus und aus der Kraft der Liebe der Ya-Ya's. Sie versteht, dass auch sie dem Stamm entspringt (alle 16 Kinder der vier Freunde sind die Petite Ya-Ya's) und dass alles was sie sich ersehnte, ihr schon immer zur Verfügung gestanden hat.
Rebecca Wells ist ein sehr schöner Roman gelungen und es ist eindeutig nicht bloß Gefühlsduselei. Vielleicht findet man das Buch in der Ecke der Frauenromane, aber das ist die Dummheit anderer Menschen. Es ist eine wunderbare Geschichte gegen all den Ernst des Lebens und gegen den Glauben, man kenne eine ‚Wahrheit'.
Lesen!


Ringkampf: Roman
Ringkampf: Roman
von Thea Dorn
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ring frei für Wagner!, 2. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Ringkampf: Roman (Taschenbuch)
Es beginnt mit dem Brand der Alten Oper in Frankfurt am Main. 1987 gab es diesen Brand tatsächlich, aber der Rest des Buches ist fiktiv. Fiktiv, aber sehr lebendig geschrieben.
Der Titel „Ringkampf" ist etwas verwirrend, weil man ihn nicht sofort mit Richard Wagners Ring der Nibelungen in Verbindung bringt. Tatsächlich ist das zentrale Thema dieses Buches aber die Inszenierung dieses Epos. Eine Vision des Regisseurs Alexander Raven und seiner Dramaturgin Cora Starneck die kurz vor Ihrer Vollendung stand, als das Feuer (gleich dem Weltenbrand) die Oper und damit die Aufführung vernichtete.
Für jemanden wie mich, der mit Richard Wagner und ganz speziell auch dem Ring bislang keine Berührung hatte fällt der Einstieg nicht gerade leicht. Ich wusste zwar, dass der Ring der Nibelungen ein durchaus vieldiskutiertes Stück Musikgeschichte ist und das eine oder andere über das große aber auch tragische Genie des Richard Wagner ist mir auch zu Ohren gekommen. Gerade als ich dann über die Hingabe las, über den Eifer, über diese fiebrige Anspannung, die den Beteiligten der Inszenierung zu eigen war, sind mir wieder Schilderungen über die Einzigartigkeit des Rings in Erinnerung gekommen. In mir kam die Frage auf, inwieweit das eine Art Legende ist und inwieweit einen wirklich der Wahn packen kann, wenn man sich allzu sehr in dieses Werk sinken lässt.
Im Buch werden Starneck und Raven einige Jahre später für die Wiedereröffnung der Oper um einen zweiten Versuch gebeten. Im selben Team starten Regisseur und Dramaturgin wieder durch. Nach und nach wird aber klar, dass es damals zwischen Ihnen eine Affäre gab, die sich zum Teil mit der Arbeit und dem Wahn vermischte, eine starke und unkontrollierbare Emotionsmasse, aus der sich die Inszenierung wie von selbst entlud. Der mittlerweile verheiratete Raven und der eiskalte Engel Starneck entdecken aber, dass die Kraft des Ringes bei dieser Inszenierung nicht auf dieselben Rahmenbedingungen trifft und so nimmt alles einen unheilvollen Lauf. Die mit Eitelkeit und Leidenschaft stark ausgeprägten Charaktere peitschen sich in diesem Roman und mehr und mehr wird man selbst als Wagner-Laie von der Macht des Rings gepackt.
Gerade das Ende von Dorns Roman ist wunderbar herausgearbeitet und hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist schnell gelesen und Thea Dorn bringt viel von der Begeisterung für den Ring der Nibelungen rüber. Ich könnte mich nun fast dazu hinreißen lassen, mir dieses Stück doch noch anzusehen...


Was ich liebte
Was ich liebte
von Siri Hustvedt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herzenswärme zum Lesen!, 30. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Was ich liebte (Taschenbuch)
Zwei Familien treffen mitten in New York aufeinander. Mit den acht Haupt-Akteuren Ihres Romans malt Siri Hustvedt ein einmaliges Bild, dem es an nichts fehlt. Leidenschaften, Liebe, Verfehlungen, Ängste, Zorn, Ohnmacht, Trauer...alles findet innerhalb der Erzählung ganz natürlich seinen Platz. Keines der beschriebenen Gefühle wirkt zu irgendeinem Zeitpunkt gespreizt dargestellt und das macht es dem Leser so einfach, der Erzählfigur Leo Hertzberg durch sein Leben zu folgen.
Es beginnt mehr oder minder bei der Begegnung mit William Wechslers Kunst. Leo kauft ein Bild von ihm, das ihn in seinen Bann reißt. Er will den Künstler gerne persönlich kennen lernen und folgt diesem Impuls letztlich. Nach und nach entspinnt sich eine Geschichte um Leo, Bill, ihre Frauen Erica und Lucille sowie Violet, der Frau, die für Leos Bild Modell gestanden hat und Bills gesamtes Werk. Immer wieder wird man detailverliebt mit den Arbeiten Wechslers konfrontiert, wie sie das Leben all der Menschen die er liebt und der Gesellschaft allgemein spiegelt. Man bekommt Lust, die Gemälde und Installationen mit eigenen Augen sehen zu können, das mystische, prophetische, klare und verworrene selbst erfassen zu dürfen. Im Laufe der Geschichte kommen drei weitere wichtige Figuren hinzu: die Söhne Matthew Hertzberg und Mark Wechsler und letztlich das scheinbar jugendliche enfant terrible der New Yorker Kunstszene Theodore Giles. Nach und nach entgleist die Geschichte der Menschen und an die Seite von fantastisch geschilderten Gefühlen und Motiven tritt eine scheinbar grundlose Gleichgültigkeit. Neben Kunst voller Leben werden entseelte „Acts" gestellt. Die Suche nach dem Grund, nach der verborgenen Tiefe dieser schalen Welt, die sich nach und nach mehr Raum verschafft beginnt in Bills Kunst und Violets Recherchen über die Krankheiten unserer Gesellschaft...und sollte meiner Meinung nach im Leser weitergehen.
Hustvedt schreibt brillant. Ihrer Sprache kann man in einer so einfachen Rezension gar nicht gerecht werden und sie vermag sehr eindrucksvoll selbst die größten Gefühle erlebbar zu schildern. Wie ihre Geschichte immer weiter zerläuft, wie immer mehr Fragen zwischen den Zeilen auftauchen und wie sie sich letztlich verflüchtigt ist mit nichts zu vergleichen, was ich je gelesen habe.


Illuminati
Illuminati
von Dan Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verschwörerisch gut...., 14. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Illuminati (Taschenbuch)
Manche Bücher entdeckt man spät.... Für mich gehört dieses hier dazu. Wie viele Rezensionen gab es zu diesem Bestseller schon? Wahrscheinlich zahllose und wahrscheinlich haben schon viele Lobeshymnen gesungen und so kann ich mit meiner Rezension nur sagen: „MIT RECHT!"
Dan Brown bewegt seine Hauptfigur Robert Langdon durch einen Thriller, der spannender nicht sein könnte, wenn einen die Verschwörungstheorien faszinieren und die Motive Kirche, Macht und Mord in Büchern locken.
Ich persönlich bin sehr lange um dieses Buch herumgetänzelt. Wie oft hatte ich es in der Hand, befürchtete aber einen Roman wie Assassini von Thomas Gifford; gut geschrieben aber viel zu durchsichtig (dazu trug im Wesentlichen die Aufmachung der deutschen Taschenbuchausgabe bei)?
Alles beginnt damit, dass Robert Langdon, ein angesehener Symbolologe, seltsame Anrufe und Faxe erhält. Alles scheint darauf hin zu deuten, dass die Illuminati, ein heutzutage gemeinhin als nicht mehr existierender Geheimbund, zurück sind und ein ehrgeiziges Werk zu Ende bringen wollen. Langdon, hat es auf diesem Gebiet, von eigener Neugier und Interesse getrieben, zu einigen sehr anerkannten Veröffentlichungen gebracht. Deswegen hat der nächtliche Anrufer ihn auserwählt. In seiner Tätigkeit als Symbolologe soll er helfen, einen Mord aufzuklären, einen Mord zu dessen Aufklärung keine Polizei gerufen wird. Ein Mord, den offensichtlich die Illuminati durch einen Assassinen verüben ließen und der sich gegen die Kirche richtet.
Nach und nach gibt Dan Brown dem Leser ein verarbeitbares Hintergrundwissen zum Thema Illuminati und Kirche. Verschwörungstheoretikern oder Interessierten sei an dieser Stelle gesagt, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach hier nicht wirklich viel „neues" über das Thema erfahren werden. Die Handlung ist dennoch sehr spannend aufgezogen. Nachdem entdeckt wird, dass der Mord nur der Auftakt zu einem Katz- und Maus-Spiel auf Leben und Tod durch ganz Rom war, lässt einen das Buch nicht mehr aus seinem Bann. Man jagt dem Assassinen auf seiner Blutigen Spur hinterher, versucht denjenigen ausfindig zu machen, der die Fäden zu den perversen Morden zieht und nach und nach kommt raus, dass es um die Rettung vieler Menschenleben und um die Vernichtung der Kirche geht.
Das Buch steigert seine Spannung ins schier Unermessliche und irgendwann will man es einfach nicht mehr auf die Seite legen...ich konnte es einfach nicht mehr. Ich las im Gehen, im Stehen und hier noch einen Absatz und dort noch ein Kapitel, es war unfassbar. Selten hat mich ein Buch derart vereinnahmt und ich danke Dan Brown auf diesem Weg für diese Leseerfahrung, die ich machen durfte.
Brown verstrickt seine Haupt- und Nebenfiguren in ein sorgfältig gewebtes Netz. Die Recherchen scheinen hervorragend zu sein, selbst wenn sie es in Wahrheit nicht wären (was ich über weite Teile des Buches nicht beurteilen kann). Der Showdown ist fulminant und für mich schreit der ganze Roman nach einer guten Verfilmung.


Geräusch
Geräusch
Preis: EUR 19,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Rezension der Welt ! ;-), 7. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Geräusch (Audio CD)
Naja...
der Titel ist sicher übertrieben, aber die Beste Band der Welt verdient das schon.
Ich bin erst spät (nicht 'Zu spät') auf die Super3 (planet punk) gekommen, erst als alle anderen aus meinem Freundeskreis dachten, sie hätten dieses pubertäre Geschrammel hinter sich gelassen. Seitdem nerve ich sie mit den neuesten Veröffentlichungen, bin nahezu kritiklos und habe wie viele andere 'die Katze im Sack gekauft' wie Bela im Musikexpress die ausverkauften Konzerte vor Beendigung der Studioarbeiten zum neuen Album kommentierte.
Als ich im Fanclub von der neuen Doppel(!)CD zum Normalpreis hörte war ich schon etwas skeptisch. Wird da auf die zweite der ganze Schrott gepackt? Allerdings muss man ja auch bedenken, dass Vielschreiber Vetter (Farin Urlaub) immer noch genug Pulver für ein sagenhaftes Soloalbum hatte und bereits für das zweite die E-Gitarre stimmt.
Also rein in den Laden und blind gekauft, zu Hause den Schrein aufgebaut und gen Berlin gebetet. Dabei lief 2 Tage die CD auf Repeat. Gegessen wurde garnicht, getrunken nur Dosenbier.
Alles Unsinn...
Zur Sache:
Massenweise gute Songs. Großes Lob an die beiden Urärzte sowieso, aber Rod's Vormarsch ist besonders hervorzuheben. Immer mehr etabliert er sich in der Band mit eigenen Stücken und ergänzt sie wie kein anderer vor ihm. Sahnie vergessen wir ja eh schnell, aber auch Hagen bleibt weit hinter Rod. Die ganzen Jammerlappen-Fans, die immernoch die goldenen 'alten-Zeiten' hochhalten, können wegen mir beim nächsten Konzert gern daheim bleiben. Gerade die Alben 'nach' der Reunion sind fantastisch.
Farins "Unrockbar", "WAMMW", "Jag Älskar Sverige!", "Nicht allein" oder "Schneller Leben" sind angesiedelt zwischen Ärzte- und Solo-Urlaub-Sound. Rod's "Anti-Zombie" schlägt schon etwas aus der Reihe seiner bisherigen Beiträge, aber richtig schön rockbar. Bei "Dinge von denen..." und "Piercing" hört man ihn schon eher raus. Und Dirk a.k.a. Bela B. hat erzählt mit seinem Busenfreund Farin davon "Als er den Punk erfand..." und schwärmt mal wieder in einer schwarzen Ballade (wie "Der Graf" auf 13) von "Der Nacht". Bei "Den klügsten Männern der Welt" wird er dann wieder politisch, aber das ist auf keinen Fall störend und auch Farin bleibt kritisch...z.B. in "System".
Der Sound bietet wieder von allem etwas. Die Ärzte sind musikalisch so vielschichtig und bieten allein auf diesem Album soviel Abwechslung, dass man beim ersten Hören manchmal belustigt die Stirn in Falten wirft.
Auf jeden Fall reinhören und sich ein Bild machen..."Bitte Bitte!" und beim Konzert dann Bangen! Seid rockbar!


Voyageur
Voyageur
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 14,43

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So nicht, Herr Cretu!, 7. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Voyageur (Audio CD)
Ich war ja gespannt wie ein Flitzebogen, war drauf und dran die CD bei der ersten Sichtung im Plattenregal ohne Hörprobe zur Kasse zu tragen. Was für ein Glück, dass ich mich ob des horrenden Preises zurückhalten konnte.
Einmal reingehört... hmmm...schon irgendwie Enigma. Bei einem Freund lief sie dann mal abends komplett und davon ist nix hängen geblieben. Auch als ich sie mir ausgeliehen habe und mit Bedacht daheim hörte....NOTHING.
Diese Platte ist nichtssagend und ich bin wirklich ein großer Cretu-Fan. Ich habe sogar seine Flower-Power-Vinyl von Anno-Tobak, wo er musikalisch so weit wie möglich von Enigma weg war. ich begleitete ihn durch die Solo-Deutsch-Englischen-Platten bis hin zu seinem wirklichen Durchbruch: Samurai. Okay...irgendwann habe ich mich musikalisch emanzipiert und aufgehört, die Platten seiner Frau Sandra zu kaufen, aber Enigma war immer etwas unvergleichlich gutes.
Als er mit Andru Donalds angefangen hat, hätten bei mir ja die Alarmglocken läuten müssen....vor allem All out of love!!! Also bitte. Wenn ich mich überhaupt an ein Cover getraut hätte, dann doch nicht mit dem...aber ich dachte, dass Fehler eine gute Schule sind. Falsch gedacht. Andru jammert auch auf dem neuen Album wieder und überhaupt ist Voyageur in meinen Augen die bislang schwächste Enigma-Platte überhaupt.
Ich fürchte es wird Zeit für Herrn Cretu, sich mal wieder neu zu erfinden. Er kann das, ich weiss es, aber es gibt keinen Bonus für die guten alten Zeiten oder für seine grundsätzliche Wandlungsfähigkeit.
2 Punkte gibt es für den Wiedererkennungswert und 1 oder 2 Stücke, aber alles in allem will ich garnicht groß über einzelne Titel referieren. Dazu müsste ich sie mir nochmal anhören, mich nochmal langweilen und nochmal ärgern.
Lassen wir das.


Fallen
Fallen
Preis: EUR 20,19

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So schön können Abgründe sein., 10. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Fallen (Audio CD)
Evanescence provozieren die breite Masse, in die Schubladen zu schauen, in denen verwandtes zu finden vermutet wird. Wie hört sich Amy Lees Stimme eigentlich an? Ist das noch Nu Metal oder was? Streicher und harte E-Gitarre…wonach klingt das denn? Die Texte passen ja in die Gothic-Szene, aber die Musik ist fast etwas zu Mainstream....
Lasst sie doch einfach in Ruhe gute Musik machen… Fallen ist ein überaus reifes Album. Ich weiß nichts darüber, ob die Band gewachsen oder gecastet ist. Ich habe keine Ahnung, ob es sich hierbei um ein Debut handelt und ich kann keine Aussage darüber treffen, ob Evanescence sich von einer reichen Plattenfirma haben kaufen lassen und ihr ureigener „realer“ Sound dabei auf der Strecke geblieben ist, aber es spielt auch keine Rolle, sobald die CD im Player liegt.
„Going under“ eröffnet fulminant, brutal mit Amys verzerrter Stimme, schwingt in eine zarte Brücke, die im verzweifelten Refrain ein Bett aus Dornen findet. Eine traumhafte Elegie, genau das richtige für trübe verregnete Herbstnachmittage, wenn gerade der/die Partner/in aus deinem Leben verschwunden ist.
Doch die Steigerung ist uns schon sicher, denn wir kennen ja alle die Single „Bring me to life“. Nach diesen beiden Songs ist man so weit, ihnen alles aus der Hand zu reißen. Texte und Musik bohren sich direkt ins Herz und sprengen es. Ich persönlich hätte die Hammerballade „My Immortal“ direkt hinter die beiden ersten Stücke gesetzt, aber Evanescence schieben noch einen kleinen Kracher dazwischen: „Everybodys Fool“. Nach so viel lautem Schmerz möchte man sich dann aber in Tränen auflösen.
„Haunted“ ist ein schönes Lied, teilweise mit der E-Gitarre ein wenig zu verspielt, stimmt aber perfekt auf den nächsten Highlight des Albums ein: „Tourniquet“. Ich habe mich nicht mehr eingekriegt. Nach diesem Lied hätte auch noch der letzte Mist kommen können. Vielleicht liegt es an Amys Stimme, wie einige behaupten. Auf jeden Fall holt die Sängerin sehr viel aus den Stücken heraus, wozu nicht jeder fähig wäre. Hoffen wir, dass sie live genauso zu überzeugen weiß, wie einst Ville Valo (der leider einfach nur ein Problem mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Jägermeister zu haben schien).
„Toruniquet“ geht nahtlos in „Imaginary“ über. Auch hier hätte ich „Taking over me“ nicht unbedingt vor der zweiten grausam-schönen Ballade des Albums („Hello“) gesetzt, auch wenn der Song Ton-gewordener Wahnsinn voller Leidenschaft ist. Man fragt sich, wie Amy in ihrem zarten Alter schon solche Erfahrungen machen konnte, damit diese Sehnsucht in ihrer Stimme derart Ausdruck findet.
Der Rest ist schnell erzählt. „Hello“ sollte jeder suizid-gefährdete sofort überspringen, denn die Gefühle überschlagen sich… vor allem wenn man dann auch noch im Text des etwas härteren „My last breath“ versinkt. Einzig „Whisper“ vermag noch immer nicht, mich 100% zu überzeugen, aber hey… „das“ kann auch an mir liegen. ;-)


Stupid White Men
Stupid White Men
von Michael Moore
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Denkanstoß, 10. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Stupid White Men (Taschenbuch)
Michael Moore. Als ich damals zum ersten Mal seinen Namen aufgeschnappt habe (das war in einer Filmkritik zu ‚Bowling for Columbine’), da dachte ich an „Peter Parker“ oder „Clark Kent“.
Letztlich ist Moore auch ein Held, wie Parker oder Kent. Traut er sich doch, seinen Mund aufzumachen, wo andere in der Bedeutungslosigkeit ihrer politischen Statements ersaufen. Zugegeben: Das Bild, das er in Stupid White Men malt ist nicht gerade erfüllt von Hoffnung und positivem Denken, aber auch er hat erkannt, dass es in der heutigen Zeit mehr bedarf, die Menschen aus ihrer Gleichmütigkeit herauszuholen.
Stupid White Men ist kein „großes“ Buch, aber es muss nicht alles in der Bestsellerliste von hohem literarischen Gehalt sein. Die Welt scheint es gebraucht zu haben, sonst wäre er nicht so erfolgreich. Es gilt zu hoffen, dass die Menschen nicht einfach nur den Inhalt abnicken, sondern auch selbst anfangen, für Ihre Werte ein zu stehen oder zumindest ein Wertesystem zu entwickeln. Auch die Deutschen, die süffisant über die sarkastischen Worte lesen und sich über die Idioten in USA stellen, sollten ein bisschen mehr reflektieren. Wir reden über „Dumme weiße Männer“ und die gibt es hier ganz genauso und ehe wir uns über die katastrophalen politischen Verhältnisse der USA aufregen, sollten wir den Dreck vor der eigenen Haustür angehen.
Da liegt wahrscheinlich auch das einzige und schwerwiegendste Manko des Buches. Es wiegelt zu sehr auf, es lässt die Gefühle so stark hoch kochen, dass die meisten Leser meinen, sie hätten schon durch das Lesen selbst etwas verändert. Und manch einer, der sich für enorm intellektuell und eloquent hält, mag dieses Buch gar nicht lesen und erst recht nicht diskutieren. Zu oft driftet Moore mit seiner Karikatur in die Polemik. Das stößt so manche Feingeister ab. Ich will nicht sagen, dass er damit ein Problem haben sollte, aber schöner wäre es, wenn mehr Menschen dieses Buch zum Gegenstand eines Gesprächs zur Lage der Nation nehmen würden.
Also Leseratten. Traut Euch.


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