Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Horst-Dieter Radke > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Horst-Dieter Radke
Top-Rezensenten Rang: 18.463
Hilfreiche Bewertungen: 178

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Horst-Dieter Radke "a_uch"
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
pixel
Feine Leute: Kriminalroman
Feine Leute: Kriminalroman
von Joan Weng
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich, Ironisch, Lesenswert!, 2. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Feine Leute: Kriminalroman (Taschenbuch)
Berlin Mitte der 1920er Jahre. Gottlieb Straumann wurde erschossen aufgefunden. Der Fall scheint klar zu sein: Der Liebhaber seiner Frau ist es gewesen, schließlich wurde die Mordwaffe in dessen Aktentasche gefunden. Angestiftet wurde er natürlich von seiner Geliebten, Straumanns Frau Bernice, die ab sofort gesellschaftlich erledigt ist. Wenn sie schon dafür nicht eingesperrt wurde, weil man ihr das nicht nachweisen konnte, dann durfte man sie schließlich mit der gehörigen Missachtung strafen.

Anfänglich scheint der leitende Kommissar Paul Genzer überhaupt nicht viel Gedanken an diesen Fall verschwenden zu wollen. Überhaupt dreht es sich in seinen Gedanken überwiegend um seinen Geliebten, Carl Bäumer, Stummfilmstar und schönsten Mann der UFA. In der Beziehung kriselte es. Beidseitig. Und da war auch noch der Bierkutschermord. Später kommen noch ein paar zerhackte Nutten dazu. Und mittendrin sterben Berenice, die Witwe des gemordeten und deren Dienstmädchen. Beide an einer Überdosis Morphium. Überhaupt beginnt sich manches erst zu klären, als Carl Bäumer anfängt, sich in die Ermittlungen einzumischen.

Wenn man sich nicht bewusst vor Augen führt, das am Ende eines Kriminalromans der Fall aufgeklärt wird - meistens jedenfalls - dann sollte man als Leser annehmen dürfen, dass solch eine verwickelte Geschichte niemals aufgeklärt wird. Auch des Nebenpersonal lenkt hier und da mal von der Handlung ab. Scheinbar. Da ist Bertie, Lieblingsschläger von Muskel-Adolf, mit seiner Ratte, um die sich nach seiner Verhaftung der Bruder Pix kümmern muss, der ausgerechnet auch noch Polizeifotograf ist. Da ist der Bruder des ermordeten Straumann, Pastor, der plötzlich selbst in Lebensgefahr schwebt. Da ist dieser Kapp, Kollege von Paul, der halbnackt durch das Zimmer seiner Geliebten rast um diesen Typen da im Hof vor dem Verbluten zu retten.

Joan Weng hat mit ihrem ersten Krimi einen guten Start hingelegt. Das ist keine Krimi-Normalkost für Standardleser. Man muss sich schon auf Manches einlassen, denn die Grenzen des Genres lotet die Autorin gekonnt aus. Insbesondere ihre hinterlistige Ironie, die feine Zeichnung der Gefühlsregungen der beiden, die der in La Cage aux Folles um nichts nachsteht – vielleicht nicht ganz so dick aufgetragen –, macht die Lektüre zum Vergnügen.


Sagen und Legenden aus Westfalen
Sagen und Legenden aus Westfalen
von Monika Detering
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teuflisch gute Sagensammlung, 3. April 2016
Sagenbücher gibt es viele, solche jedoch, die nicht einfach nur eine Auswahl anbieten, sprachliche vielleicht ein wenig angepasst an die heutige Lesegewohnheit, sind eher selten. Monika Detering hat eine schöne Sammlung von Sagen aus Westfalen zusammengestellt, geordnet nach Gebieten und nach Themen. Zu Beginn wird die Geschichte Westfalens kurz gefasst umrissen und das besondere Thema „Hexen“ angedeutet, das später in einem eigenen Kapitel mit Sagen vertieft wird (Teufel, Spukgeister, Hexen und die Nachtmahren aus der Senne bis zum Eggegebirge). Ich bin in Westfalen geboren und aufgewachsen, lebe aber seit mehr als vierzig Jahren im Exil. Das Lesen dieser alten Sagen lässt mir die alte Heimat wieder lebendig werden.


Das Rheintal aus der Luft: Eine spektakuläre Reise von Koblenz nach Köln
Das Rheintal aus der Luft: Eine spektakuläre Reise von Koblenz nach Köln
von Klaus Göhring
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Spektakuläre Fotos aus einem bekannten Gebiet, 14. Januar 2016
Das Buch bietet nicht nur spektakuläre Fotos aus dem Gebiet zwischen Koblenz und Köln (teilweise auf aufklappbaren Bildseiten), sondern auch eine kompetente Einführung in die motorisierte Gleitschirmfliegerei und eine Übersicht über die Entwicklung der Fotografie aus der Luft. Ein Buch, das zwar schnell ausgelesen ist, durchaus aber nicht "ausgeschaut", denn es regt an, immer wieder in die Hand genommen zu werden. Für manche Verwegene ist es möglicherweise auch ein Anstoß zum nachmachen. Das Buch ist überraschend preisgünstig, so dass nichts gegen den Kauf spricht.


Absolut analog: Fotografieren neu entdecken: in Kleinbild-/Mittel- und Großformat
Absolut analog: Fotografieren neu entdecken: in Kleinbild-/Mittel- und Großformat
von Monika Andrae
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geht tief in die Materie, 13. Januar 2016
Dieses Buch steigt tief in die Materie ein. Im Gegensatz zu ähnlichen Veröffentlichungen wird das Thema Kamera (inkl. Zubehör wie Belichtungsmesser und Objektive) gründlich behandelt. Es wird zwar nicht alles erläutert, was auch angesichts der Vielzahl an Modellen kaum möglich ist, doch es werden die unterschiedlichen Formate erläutert und außerdem manche Tipps zu Problemen gegeben (z. B. Verharzung von Verschlüssen, Glaspilz auf Objektiven). Die wichtigsten Schwarzweiß- und Farbfilme werden vorgestellt und dabei Einsatzgebiete angegeben. Das Thema Filmentwicklung wird gründlich erläutert, auch mit Rezepten und Tipps. Nicht nur Cafenol wird nachvollziehbar erklärt, sondern auch die Entwicklung eines Rodinal-Klones mittels Paracetamol. Die Weiterverarbeitung wird ebenfalls behandelt, wenn auch auf 40 Seiten etwas knapp, ebenso die Präsentation und die Aufbewahrung. Die Autoren betreiben eine Homepage, auf der sie in Artikeln und Videos Themen rund um die analoge Fotografie behandeln. Empfehlenswert für alle, die sich etwas intensiver mit analoger Fotografie auseinandersetzen wollen.


Bernd, der Sarg und ich: Roman
Bernd, der Sarg und ich: Roman
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Angst vor der Schmierseife wird real!, 1. Dezember 2015
Selten kommt das Gruseln so unvermittelt wie bei Gerda, der Protagonistin dieses Romans. Wobei Gruseln nicht der richtige Ausdruck ist, eher eine gewisse Art von Erleichterung. Man möchte sie nicht persönlich kennen, freut sich aber diebisch über die Bekanntschaft mit ihr - sozusagen aus sicherer Entfernung. Die Lektüre macht Spaß und der einzige Ärger kommt auf, wenn das Buch ausgelesen ist. Es ist zu kurz. Aber das würde man vermutlich auch sagen, wenn es doppelt so umfangreich wäre.


Praxis Capture One Pro: RAW-Entwicklung, Bildverwaltung, Fotobearbeitung
Praxis Capture One Pro: RAW-Entwicklung, Bildverwaltung, Fotobearbeitung
von Sascha Erni
  Broschiert
Preis: EUR 29,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch ist wie die Software: beeindruckend umfangreich., 25. November 2015
Das Buch ist wie die Software: beeindruckend umfangreich. Sehr schön, dass es auch ohne die üblichen Klipp-Schulanweisungen geht. Statt Schritt für Schritt zu kleinen Zielen zu kommen, erklärt der Autor, worum es überhaupt geht. Er setzt auf den mitdenkenden Leser und beschreibt die Funktionsweise der Software, bevor er sie im Detail untersucht. Manch einer mag bereits nach den ersten zwei Kapiteln erkennen, dass diese Software nichts für ihn ist. Dann hat sich das Buch trotzdem gelohnt, denn es hat Zeit gespart. Ich gehe aber davon aus, dass die meisten Leser schon wissen, das sie mit Capture One Pro arbeiten wollen und so sind die folgenden Kapitel, die den Hauptteil des Buches ausmachen, das Tor zum umfassenden Verständnis der Software. Man könnte dem Autor vorwerfen, er gehe zu systematisch vor. Aber schon im Aussprechen verwandelt sich dieser Vorwurf in ein großes Lob. Anders als systematisch kann man an derartige Programme auch nicht herangehen. Kein Vergleich beispielsweise zu iPhoto/Fotos von Apple, Anwendungen die den intuitiven Umgang ermöglichen. Für schnelle Ergebnisse mag das von Vorteil sein, wer aber mehr will als ein bisschen Bildverwaltung, ein bisschen RAW-Entwicklung und ein bisschen Bildbearbeitung, der kommt mit intuitiver Einfachsoftware nicht weit. Und für leistungsfähige Programme wie Capture One Pro ist eben zunächst systematische Einarbeitung angesagt. Das Intuitive kommt dann später, wenn man es kann. Sascha Erni erklärt umfassend und kompetent, immer verständlich, auch bei komplizierten Zusammenhängen. Capture One arbeitet mit einem Registerkonzept, der Zusammenstellung von Werkzeugen auf Registern. Kommt es vor, das mich das eine oder andere nicht interessiert, dann überspringe ich dies Thema eben und hole es mir wieder vor, wenn die Problematik für mich relevant wird. Insofern ist dieses Buch für mich ein Buch zur systematischen Einarbeitung als auch zum späteren Nachschlagen bei bestimmten Problemen. Ich bin überzeugt, dass auch diejenigen, die schon mit Capture One Pro arbeiten, mit diesem Buch noch manche Entdeckung machen können.


Analog fotografieren und entwickeln: Die eigene Dunkelkammer (mitp Edition ProfiFoto)
Analog fotografieren und entwickeln: Die eigene Dunkelkammer (mitp Edition ProfiFoto)
von Marc Stache
  Broschiert
Preis: EUR 29,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränkte Empfehlung für alle, die heute noch entschleunigtes Fotografieren schätzen., 24. Juni 2015
Der Umgang mit der alten Technik musste heute neu gelernt werden. Informationen müssen zusammengesucht - man findet im Internet ja fast alles, aber es ist mühsam - oder durch Probieren herausgefunden werden. In alten Zeitschriften und Büchern findet man so manches, aber gerade über das Material, auf dem man die Fotos bannt - die Filme - sind die alten Informationen so gut wie nicht mehr brauchbar, denn die heute verfügbaren Filme entsprechen nicht mehr denen der früheren Zeit.

Marc Stache hat mit »Analog Fotografieren und Entwickeln« ein Buch vorgelegt, das viele Informationen für das heutige Fotografieren mit analoger Technik zusammen fasst - allerdings ohne das Thema »Bildgestaltung« und beschränkt auf die Schwarz-Weiß-Fotografie. Es werden nicht nur die Grundlagen des Films (Schichtaufbau, Formate, Empfindlichkeiten, Filmkorn etc.) erläutert, es wird auch ein Überblick über das heute verfügbare Filmmaterial gegeben. Diese zwei Kapitel allein machen das Buch schon für eine Empfehlung gut. Wie mit dem Film umgegangen werden muss, wenn er erst in der Kamera ist, behandelt das dritte Kapitel. Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit dem Thema, was mit dem Film geschieht, wenn er wieder aus der Kamera genommen wird. Einrichtung einer eigenen Dunkelkammer, Filmentwicklung, Abzüge erstellen, Bildretusche, Archivierung und Präsentation sind Themen, die ausführlich behandelt werden. Auch das Thema Sicherheit und Umweltschutz wird nicht ausgelassen - schließlich arbeitet man in der Dunkelkammer mit Chemikalien. Das Thema »Häufige Fehler« am Ende des Buches fällt etwas kurz aus. Im Prinzip ist es nur eine knappe Tabelle mit kurzen Hinweisen. Wenn man das Buch durchgearbeitet hat, reicht dies aber völlig aus.

Das Buch kann ich allen, die an analoger Fototechnik interessiert sind und auf kein »altes«, vor Jahren erworbenes Wissen zurückgreifen können, uneingeschränkt empfehlen. Ich hätte mir etwas ausführlichere Informationen zu Kameras gewünscht, aber das ist kein Kritikpunkt, der das Buch herabsetzt. Im Grunde genommen wäre das fast ein Thema für ein eigenes Buch.


Kidz Labs - Lochkamera (Beschreibung auf Englisch)
Kidz Labs - Lochkamera (Beschreibung auf Englisch)
Wird angeboten von Taylors Toys
Preis: EUR 14,75

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unbefriedigende Ergebnisse, 10. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Lochkamera ist schnell zusammengebaut, unüberwindliche Anforderungen stellt der Bausatz nicht. Die Ergebnisse sind aber sehr unbefriedigend. Selbst mit einer Papplochkamera (Sharan 35) erzielt man bessere Fotos.


Die ganze Welt ist eine Buehne - Erfolgreich Theaterstuecke schreiben
Die ganze Welt ist eine Buehne - Erfolgreich Theaterstuecke schreiben

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es könnte ein guter Ratgeber daraus gemacht werden., 5. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man ist ja grundsätzlich skeptisch, wenn es darum geht, an Fähigkeiten zu glauben, die man bislang noch nicht an sich entdeckt hat. Aber so ein kleines bisschen Leichtgläubigkeit bleibt doch hängen, wenn man solche motivierenden Titel liest, die mit »Du kannst das auch!« abschließen.
Also doch?
Von einem Dramatiker Helmut Schmidt hatte ich bislang noch nie gehört. Die Kurzbeschreibung zum Autor gibt aber bereits erschöpfend Auskunft: Er schreibt Plattdeutsch und Komödien – also überwiegend für Laientheater. Nur vor diesem Hintergrund ist es zu verstehen, wenn er von Theaterklassikern wie »Tratsch im Treppenhaus« oder »Mein Mann der fährt zur See« spricht. Diese »Klassiker« sind Schwänke, die von niederdeutschen Bühnen wie zum Beispiel das Ohnsorg-Theater in Hamburg gespielt wurden und werden.
Der Autor hat seit 25 Jahren mehr als 70 abendfüllende Stücke für Laientheater geschrieben und macht dies seit einigen Jahren hauptberuflich. Respekt! In Zeiten, in denen Autoren überwiegend von ihren Werken nicht leben können ist dies ein positives Zeichen. Das von mir - ohne näheres Nachdenken darüber - bislang eher nachsichtig abwertend betrachtete Laientheater (Achtung: Vorurteil!) scheint doch eine existenzsichernde Basis für Autoren bieten zu können. Ich bin skeptisch, aber der Autor legt am Ende des Buches die Einnahmesituation detailliert vor, so dass es nachvollzogen werden kann. Bevor ich zu den Schwachstellen des Buches komme, sei dies als ein positives Merkmal schon einmal hervorgehoben.
Nach einem ausschweifenden Vorwort und dessen Variation im ersten Kapitel (Wie alles begann) geht Schmidt die Sache bodenständig an. Er versucht im zweiten Kapitel (Voraussetzungen) die Leser zu erfassen, die er zunächst in Variationen zu beschreiben sucht (Immobilienmakler, der von seiner Frau zum Laienschauspiel verführt wird u.ä.) und abschließend mittels Fragetechnik (Du liest gern? Du gehst gern ins Theater … usw.) auf Eignung prüft. Wenn man 3 von seinen 5 Fragen mit »ja« beantworten kann, dann darf man weiterlesen.
Weiter geht es im dritten Kapitel mit »Werkzeugen und Schreib-Ort«. Werkzeug ist für ihn Word. Alternativen gibt es nicht, denn auch im weiteren Verlauf des Buches geht Schmidt nur auf Word ein. Hat man Word, muss man sich seinen persönlichen Platz zum Schreiben suchen. Dann geht es ans Werk. Von der »Idee und Handlung« über »Bühnenbild«, »Figuren und Titel«, »Anfang« geht es über »Dramaturgie und Handlungsfaden« und »Happy End?« bis zum Kapitel »Fertig - und nun?«. Vorher gibt es allerdings noch das Kapitel »Die besten Tipps«. So ausgerüstet sollte man nun fähig sein, sein eigenes Theaterstück für die Laienbühne zu schreiben. Obwohl Schmidt durchaus problemorientiert an die Sache herangeht und manch brauchbaren Tipp zur Verfügung hat, bin ich skeptisch, ob das wirklich allen gelingt. Bevor ich diese Skepsis näher erläutere noch ein paar Sätze zu den restlichen Kapiteln: »Verlag und Verträge« bringt das Thema, wem man seine Theaterstücke anbietet zu Boden. Das ist eines der besten Kapitel in diesem Buch, weil es nicht nur realitätsnah auf die Verlagssuche eingeht sondern auch einen ganz praktischen Tipp für die Vertragsbeurteilung bietet und begründet: Nur in der Laufzeit befristete Verträge abschließen. Das Kapitel »Finanzen« erläutert, was man mit solchen Theaterstücken verdienen kann, wenn sie gespielt werden. Im »Anhang« gibt es dann noch Adressen von Theaterverlagen.
Warum ich diesen praktischen Leitfaden für die Verfassung von Laientheaterstücken nur bedingt empfehlen kann hat formale und inhaltliche Gründe.
Zu den formalen zählt für mich, dass dieses Buch nicht vernünftig lektoriert wurde. Grobe Rechtschreibfehler finden sich nur selten, ein gewisses Korrektorat wird also stattgefunden haben und über die Häufung von Ausrufezeichen (gerne drei oder mehr) und Leerzeichen an falschen Stellen (zum Beispiel vor Satzzeichen) sehe ich mal großzügig hinweg. Ärgerlich ist aber beispielsweise, dass das Inhaltsverzeichnis nicht verlinkt ist. Wenn ich – beispielsweise zum späteren Nachschlagen – ein bestimmtes Kapitel anspringen will, geht das nicht. Der Stil selbst ist auf jeden Fall Korrekturbedürftig.
Es ist immer nur »ein bisschen« was korrigiert werden müsste, aber wenn sich diese »Bisschen« häufen, also fast auf jeder Seite ins Auge fallen, dann nervt das irgendwann.
Das größte Inhaltliche Manko ist ebenfalls ein »Beispiel-Manko«. Der Autor verdeutlicht manches gern an Beispielen, zitiert dann aus Stücken was gut oder schlecht ist (übrigens ohne Quellenangabe, wenn es sich nicht um seine eigenen Stücke handelt). Schlechte Beispiele ziehen sich manchmal über mehrere Seiten, werden dann aber nicht analysiert, also das »Schlechte« erläutert, sondern nur subjektiv bewertet: Das ist ganz schlechter Stil – und es ist ganz schlechte Didaktik.
Einen ganz dicken Fauxpas leistet er sich aber noch gegen Ende des Buches:

»…Man darf aber auch nicht vergessen, dass Dich das Verlegen beim Verlag nichts kostet. Das sieht bei Buchverlagen und Belletristik oft ganz anders aus. Da musst Du oft einen hohen Vorschuss leisten. Falls Dein Roman dann keine Käufer findet, bekommst Du möglicherweise nie Deine Kosten wieder rein. Übel, nicht wahr?! Damit hast du als Theaterautor nichts zu tun.«

Da scheint jemand außerhalb seines Metiers keine Ahnung zu haben und dem Leser einreden zu wollen, dass die Methoden der Druckkostenzuschussverlage die gesamte Verlagsbranche repräsentieren.
Aus diesem Buch könnte ein guter, praxistauglicher Ratgeber für Autoren, die für das Laientheater schreiben wollen, werden, wenn sich der Autor entschließen würde, mit einem Lektor zusammen eine Überarbeitung – und im Hauptteil vielleicht auch eine Erweiterung hinsichtlich Szenen- und Dialogtechnik – vorzunehmen. In der vorliegenden Fassung kann ich es nur bedingt empfehlen. Wie eingangs schon gesagt sind die praktischen Hinweise über das, was nach dem Schreiben kommt, gut und aufschlussreich.


iPhone 6 und iPhone 6 Plus: Der umfassende Guide zu Apples neuer iPhone-Generation mit iOS 8; auch für iPhone 5s - iPhone 5c mit iOS 8
iPhone 6 und iPhone 6 Plus: Der umfassende Guide zu Apples neuer iPhone-Generation mit iOS 8; auch für iPhone 5s - iPhone 5c mit iOS 8
von Heiko Bichel
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kommt schnell und ohne Umwege auf den Punkt, 30. Januar 2015
Tolles Buch! Gleich das erste Kapitel hat mir geholfen, die Entscheidung zu treffen, welches der beiden neuen iPhone für mich in Frage kommt. Als "Alt-Anwender" sind die beiden folgenden Kapitel und manches aus den anderen verzichtbar, wer aber zum Ersten Mal ein Apple-Smartphone in die Hände bekommt, erhält in diesem Buch eine schnörkellose, direkte Erläuterung, die immer schnell auf den Punkt kommt. Sehr empfehlenswert.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6