Profil für Frank Peter Schultze > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Frank Peter Sc...
Top-Rezensenten Rang: 232.073
Hilfreiche Bewertungen: 344

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Frank Peter Schultze "fpschultze"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
Feels Like Home
Feels Like Home
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 7,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aufwachen!, 14. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Feels Like Home (Audio CD)
Ehrlich gesagt hatte ich nicht nur gehofft sondern fest damit gerechnet, dass das neue Album der Pianistin mit der hauchigen Stimme ein bißchen jazziger als "Come Away With Me" wird. Nun, mit meiner Erwartung lag ich ziemlich daneben: Norah Jones' und ihre Band ist auf "Feels Like Home" noch ruhiger und noch Country-mäßiger - leider zu Lasten des Bannes, in den mich die Songs der Debut-CD zogen.
Es ist unverkennbar eine Norah Jones-CD. Sie singt besser. Die Band ist besser. Irgendwie ist alles besser. Aber es fehlt einfach das gewisse Etwas.
Möglicherweise ist "Feels Like Home" eine dieser CDs, die erst mehrere Jahre im Regal verstauben müssen, um dann mehr oder weniger per Zufall den Weg in den CD-Player zu finden und dann ständig zu laufen...


Jazz - A Film By Ken Burns (4 DVDs) [UK IMPORT]
Jazz - A Film By Ken Burns (4 DVDs) [UK IMPORT]
DVD ~ Louis Armstrong

19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jazzgeschichte - für die Masse, nicht für Kenner, 10. Dezember 2003
Nachdem ich mehrere Male zufällig in eine TV-Ausstrahlung eines der zwölf Teile reingezappt hatte und jedesmal anschließend mehr wollte, habe ich schließlich den DVD-Schuber von "Jazz - A Film By Ken Burns" angeschafft.
Nun, für mich war das der erste Ausflug in die Vergangenheit des Jazz. Daher kann ich nicht beurteilen, ob die von Burns erzählte(n) Geschichte(n) tatsächlich so stattfand(en) oder nicht. Burns präsentiert die Entwicklung des Jazz von den Anfängen (Gumbo) bis zum Anfang der 70er Jahre (Fusion) sehr detailliert: Anekdoten und Erklärungen von Zeitzeugen bzw. Veteranen, die selbst mit den heutigen Vorbildern auf der Bühne standen oder zusammengelebt haben, verleihen dem Film eine stark authentische, glaubwürdige Note. Außerdem spart der Erzähler nicht an Zitaten. Darüber hinaus werden die besprochenen Jazz-Epochen durch liebevoll ausgewählte Bilder, Filmschnippsel und "Hörproben" untermalt. "Jazz" wurde offensichtlich mit sehr viel Sorgfalt produziert, denn die Summe dieser visuellen und akustischen Eindrücke ergeben einen unwiderstehlichen Cocktail, der einen das Gefühl des Blues, Swing, oder Bebop wirklich erahnen lässt.
Was mich allerdings enttäuscht hat: Die Jazzgeschichte ab 1970 bis zur Gegenwart wird bis auf die Darstellung grober Details links liegen gelassen. Es wird zwar bspw. auf Miles Davis als Erfinder des Fusion eingegangen. Aber was er damit auslöste fällt vollkommen unter den Tisch. So werden Bands wie Weather Report oder Jazzmusiker wie Pat Metheney noch nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Möglicherweise mag Burns ja diese "modernen" Jazzstile einfach nicht... Wie auch immer - mir gefällt der Film trotzdem sehr gut. (Vielleicht reicht Burns ja irgendwann noch eine DVD nach.)
Fazit: Wer die populären Jazzstile mag und schon immer mehr die Bedeutung und das Werk eines Neil Armstrong, Duke Ellington, Benny Goodman, Charlie Parker, John Coltrane oder Miles Davis sowie einer Billie Holliday oder Sarah Vaughn erfahren wollte, der kommt mit "Jazz - A Film By Ken Burns" voll auf seine Kosten.
Wer allerdings über tieferes Wissen verfügt und dementsprechend kritischer an den Film herangeht als ein Otto-Normal-Verbraucher, wird sich möglicherweise an der oberflächlichen, vereinfachten oder in Details verfälschten Darstellung der Jazzgeschichte stören. Es ist halt ein Film für die Massen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 24, 2011 2:27 AM CET


Amandla
Amandla
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 10,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Miles in seiner letzten Führungsrolle, 8. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Amandla (Audio CD)
Für "Amandla" übernahm Miles Davis 1989 ein letztes Mal die Rolle des Bandleaders, die er auf den Vorgänger-CDs ("Tutu" und "Siesta") größtenteils an den Fender-Bassisten Marcus Miller abgetreten hatte.
Auf "Amandla" ist die Elite von Miles' damaliger Liveband zu hören, d.h. neben Marcus Miller (als Multi-Instrumentalist) z.B. Kenny Garrett (Alt-Saxofon), Paulinho da Costa (Percussioni), Foley (Gitarre) oder Omar Hakim (Drums).
"Amandla" orientiert sich zwar am Sound des Vorgänger-Albums "Tutu" - allerdings mit einem stärkeren Sinn für menschliches Zwischenspiel. Beispiele hierfür sind die Stücke "Jo-jo" und "Jilli" mit wunderschönen Call-and-Response-Teilen zwischen Kenny Garretts fettem Sax-Sound und Miles Davis' zerbrechlichen, gedämpften Trompeten-Phrasen. Mit klassich undedämpfter Trompete zollt Miles Davis dem kurz zuvor verstorbenen "Mr. Pastorius" Tribut - eine Komposition, deren Akkordfolgen (wie auch das Titelstück "Amandla") an Miles' traditionelle Balladen erinnern. Zu meinen Lieblingsstücken auf "Amandla" zählt das dramatische "Hannibal", das übrigens heute noch (Ende 2003) zu einem der Höhepunkte eines Gigs der Marcus Miller-Band zählt...
Fazit: Insgesamt handelt es sich bei "Amandla" um ein zeitlos gutes Jazz-Album, das trotz einer Tendenz zum Easy Listening auch etwas für das anspruchsvolle Ohr eines Jazz-Fans zu bieten hat.


Ellington at Newport 1956 (Complete)
Ellington at Newport 1956 (Complete)
Preis: EUR 12,69

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Duke kehrt zurück, 1. Dezember 2003
Mitte der Fünfziger Jahre war der Swing schon längst aus der Mode gekommen. Es hatten sich intellektuellere und wesentlich unpopulärere Jazz-Stile entwickelt. Die Masse hörte und tanzte den rebellischen Rock'n'Roll. Edward Kennedy "The Duke" Ellingtons Popularität ebbte ab, die besten Musiker hatten die Band verlassen und ein neuer Plattenvertrag war nicht in Sicht.
Wer "Ellington At Newport 1956 (Complete)" hört, wird Zeuge eines der grandiosesten Comebacks der Jazz-Geschichte: Ellingtons (dank Rückkehr des Saxofisten Johnny Hodges revitalisierte) Big Band bringt nach anfänglichen Schwächen ein Publikum zum Toben, das offensichtlich 15 Jahre nach Ellingtons Sound gehungert hat. Ellington, der schon immer seine Stücke seinen Musikern auf den Leib schrieb, feuert seine Jungs regelrecht an: Höhepunkt ist mit Sicherheit das knapp 30 Blues-Schemen lange Sax-Solo von Johnny Hodges in Ellingtons Hit "Diminuendo In Blue and Crescendo In Blue". Das Publikum ist in Ekstase und will mehr. Als der besorgte Veranstalter zwei Songs später ans Mikro kommt und mit "That's it!" den Gig beenden möchte, droht die Situation erst recht zu eskalieren, so dass der vom eigenen Erfolg überraschte Ellington zwei weitere Zugaben gibt.
Besonderheit an der Doppel-CD: Es sind sowohl die originalen Live-Versionen als auch die ursprünglich veröffentlichten Tracks (Studio) zu hören.
Fazit: Eine CD die jeder Jazz-Fan zumindest einmal gehört haben sollte.


100% Colombian
100% Colombian
Preis: EUR 9,18

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos gut, 10. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: 100% Colombian (Audio CD)
Habe mir "100% Colombian" Ende 1998 zugelegt. Seitdem findet diese CD immer wieder den Weg in meinen CD-Player - im Gegensatz zu manch anderem "5 Sterne"-Album.
Größtenteils relaxed und cool kommen FLC auf dieser CD rüber. Und zwar glaubwürdig; sie scheinen wirklich so mega-entspannt zu sein. Die wenigen rockigeren Tracks sind geschickt platziert und wirken so erfrischend wie eine kalte Dusche an einem schwülen Sommertag... oder so ähnlich.
Meiner Meinung ist "100% Colombian" das beste FLC-Album.


A Real Mother for Ya
A Real Mother for Ya
Wird angeboten von music_wasmyfirstlove
Preis: EUR 49,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen That's Funk!, 4. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: A Real Mother for Ya (Audio CD)
"A Real Mother For Ya" ist meiner Meinung nach das beste Werk von dem viel zu früh verstorbenen Sänger und Gitarristen Johnny 'Guitar' Watson. Und mehr noch: In der Kategorie Funk würde ich "A Real Mother..." in die TOP 10 der besten Alben einreihen.
Wir haben es allerdings nicht mit hartem Funk zu tun: Die Stücke sind vom Tempo her relativ entspannt aber dennoch so groovig, dass beim Zuhören unbewusst ein Fuss mitwippt o.ä.
Alle Tracks sind geprägt von dem sich fliessend zwischen Funk und Blues bewegenden Gitarrenstil, der - obwohl unaufdringlich und sparsam - einen extrem hohen Wiedererkennungswert hat. Man erkennt Johnny G. schon am ersten Ton.
"A Real Mother..." ist eine CD für jeden, der auf die Funk-Musik der Seventies abfährt.


Mother's Finest Live
Mother's Finest Live
Preis: EUR 6,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker und Wegbereieter des Funk-Rock, 4. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Mother's Finest Live (Audio CD)
Dieses ursprünglich im Jahre 1979 erschienene Album kann ohne weiteres als Referenz-Album der Richtung Funk-Rock bezeichnet werden. "Mother's Finest Live" war auf jeder Fete in den 80ern unverzichtbar.
Eigenartigerweise hatte MF nur in Deutschland den ganz grossen Erfolg, und zwar gelang der Durchbruch nach der Ausstrahlung eines Rockpalast-Konzertes Anfang der 80er. Ein vergleichbarer weltweiter Erfolg blieb aus.
Leider blieb diese LP das einzige Highlight von Mother's Finest. Dennoch hat MF viele Bands inspiriert, auf ähnlichen Pfaden zu gehen.
Noch ein Hinweis am Rande: Für Bassisten ist diese Live CD ein Lehrbuch, und zwar heute wie damals.


Night on Earth
Night on Earth
DVD ~ Winona Ryder
Wird angeboten von Filmnoir
Preis: EUR 10,99

61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider nur fünf Episoden, 2. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Night on Earth (DVD)
"Night on Earth" erzählt fünf Episoden, die etwa zur gleichen Zeit in fünf verschiedenen Ländern stattfinden. Die einzelnen Geschichten sind in sich abgeschlossen und hängen nicht miteinander zusammen. Lediglich die Rahmenhandlung ist immer dieselbe: Ein Taxifahrer nimmt in der Nacht/Dämmerung einen Gast/mehrere Gäste auf und die Geschichte nimmt ihren Lauf...
Episode Nummer 1 spielt in Los Angeles. Die Geschichte beginnt am Business-Terminal des Flughafens wo eine genervte Casting-Agentin in das Taxi eines burschikosen, gleichzeitig rauchenden und kaugummikauenden Mädchens mit zu großer Sonnenbrille steigt, welche hier zuvor zwei total berauschte Rockmusiker abgesetzt hat. Um beim Fahren überhaupt etwas von der Straße sehen zu können, sitzt das Mädchen auf einem dicken Telefonbuch. Zunächst ist die Agentin mehr mit Ihren Telefonaten beschäftigt. Sie muss dringend Rolle besetzen. Im Laufe der Fahrt wird der Casting-Agentin klar, dass das Mädchen die Idealbesetzung ist...
Episode Nummer 2 spielt in New York und erzählt die Fahrt mit dem ersten Fahrgast eines DDR-Auswanderers, der sich hier seine Brötchen als Taxifahrer verdienen möchte. Die Geschichte beginnt mit einem Rapper, der laut fluchend am Straßenrand steht: Kein Taxifahrer möchte ihn nach Brooklyn fahren. Schließlich hält doch ein Taxi, d.h. es kommt vielmehr angehüpft - es ist unser "Ossi". Der Rapper steigt ein und wundert sich über den eigenartigen Fahrstil des Fahrers, der offensichtlich nicht mit dem Automatik-Getriebe umgehen kann. Er versucht immer mit der Bremse zu kuppeln, so dass der Wagen mehr oder weniger über die Straße hüpft. Nach kurzem hin und her ("I drive and you ride, OK?") tauschen die beiden die Rollen. Der Fahrer (jetzt Beifahrer), kaum der englischen Sprache mächtig und, wie sich später herausstellt, ein Clown, macht so eine tragisch-komische Figur, dass der Rapper sich ständig kaputtlachen muss. Während der Fahrt schaut der Eingewanderte immer wieder überwältigt aus dem Fenster auf die Wolkenkratzer, wiederholt die gerade abgehörten "Vokabeln" (größtenteils Schimpfworte) und wirkt dabei so verdammt verloren, dass man Heulen könnte...
Episode Nummer 3 spielt im schlafenden Paris. Es ist tiefe Nacht, als ein schwarzer Taxifahrer ein paar angeheiterte Männer aufnimmt. Die offensichtlich gut situierten Fahrgäste beginnen Witze über die Herkunft ihres Fahrers zu machen. Der Taxifahrer lässt sich das nicht gefallen und schmeißt die überraschten Männer sofort raus. Eine blinde Frau fährt mit ihm weiter. Zunächst weiß der Fahrer nicht wie er sich verhalten soll, und stellt irgendwann ungeschickte Fragen. Die Fähigkeiten der Blinden faszinieren den Fahrer so sehr, dass er "wie ein Blinder" Auto fährt...
Episode Nummer 4 - der Brüller schlechthin - spielt in Rom. In den Straßen ist absolut nichts los. Nur ein Taxi rast durch die verlassenen Gassen - teilweise in entgegengesetzter Richtung durch enge Einbahnstraßen. Der hektische Taxifahrer hat sich anscheindend schon tagsüber ans Lenkrad gesetzt, denn er trägt immer noch eine Sonnenbrille. Er singt Opern und redet wirres Zeug. Schließlich kommt er an einen Platz wo ein älterer Priester in herwinkt. Nachdem der Priester im Wagen sitzt labert der Fahrer ihn sprichwörtlich tot...
Episode Nummer 5 spielt in Helsinki. Es ist die Geschichte von einem Taxifahrer, der einen Haufen betrunkener Männer nach Hause bringt. Einer ist wie leblos. Seine Kumpel erzählen dem Fahrer, dass er seinen Job verloren hat, seine Frau fremdgeht und dass er deswegen seine Abfindung versoffen hat. Anschließend erzählt der Fahrer seinen Gästen, was wirkliches Leid ist...
Jede der Episoden steckt voller Details, die auf eine hervorragende Beobachtungsgabe, Menschen- und Trendkenntnis des Drehbuchautors schließen lassen. So war es z.B. in New York zum Zeitpunkt des Drehs bei Rappern wohl üblich, besonders coole Kopfbedeckungen zu tragen. Dies wurde in die entpsrechende Episode mit eingeflochten.
Darüber hinaus profitiert der Film davon, dass keine der Episoden synchronisiert ist. Zum einen wird in dem Slang bzw. Dialekt des jeweiligen Ortes gesprochen, was zu einer authentischen Wirkung der Episoden beiträgt. Was wäre die Episode im Rom ohne das rasend schnell gesprochene Italienisch des Fahrers... Zum anderen kommen Wortspiele vor, die für die jeweilige Geschichte sehr wichtig sind und die man niemals übersetzen könnte. So machen z.B. die Männer in dem Taxi des Schwarzen darüber Witze, dass sich "Ivoirien" - so nennt man in Frankreich einen Menschen von der Elfenbeinküste - genauso anhört wie "y voit rien" - was so viel heißt wie "nichts sehen".
Die großartige Musik zwischen den Episoden ist von Tom Waits.
Kein Zweifel: Der Film hat 5 Sterne verdient.


Come Away With Me
Come Away With Me
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 9,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kuschel-Jazz, 2. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Come Away With Me (Audio CD)
"Come Away With Me" ist wirklich klasse, aber die 8 Grammys halte ich ehrlich gesagt für maßlos übertrieben. Na ja, der Markt schreit halt nach Superlativen. Knapp vier Sterne sind es, die dieses Album verdient hat.
Insgesamt bewegen sich die Songs stilistisch im Bereich Blues, Country und Jazz. Die Kompositionen kommen durchweg sinnlich und relaxed rüber. Es gibt keine Ecken und Kanten. Alles ist weich und zärtlich. Eine CD für gewisse Stunden.
Aber Norah Jonas hat eine persönliche Note, die auf "Come away..." zugunsten Massenmarkttauglichkeit nur in Ansätzen erahnt werden kann. Ich bin mir sicher, dass wir in zehn oder erst in zwanzig Jahren eine wesentlich selbstbewusstere, vielleicht viel jazzigere Norah Jones hören können.
Norah Jones spricht eine Zielgruppe an, die zu den kritischsten überhaupt zählt. Ihr beachtlicher Erfolg ist daher viel höher zu werten als der Erfolg eines Pop-Sternchens. Außerdem erfüllt Norah Jones eine Art Mission. Sie bringt ein bißchen Jazz in Wohnstuben, aus deren Fenster möglicherweise noch nie ein Es 7/9-Akkord gehallt ist.


Yellow Daffodils (inkl. 5 Bonus-Tracks)
Yellow Daffodils (inkl. 5 Bonus-Tracks)
Preis: EUR 7,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen!, 1. Mai 2003
Mein lieber Herr Gesangsverein. Von Malia werden wir hoffentlich noch viel hören. Ihre bluesige, leicht rauhe Stimme drückt Lebenserfahrung aus. Wer Soul, Rhythm'n'Blues, ein bißchen Rock und ein wenig Jazz mag, dem sei diese Scheibe wärmstens ans Herz gelegt.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4