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Rezensionen verfasst von
Koriko
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Der blutige Thron - Historischer Roman
Der blutige Thron - Historischer Roman
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelungener historischer Roman, 10. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Story:
Asarhaddons Leben ist von Anfang an durch Blut, Grausamkeit und strenger Enthaltsamkeit geprägt. Bereits in jungen Jahren wird er zum Hohepriester Aschschurs ausgebildet, des strengen, grausamen Kriegsgottes der Assyrer, dem man mit Menschopfern huldigt. Seine erste Erfahrung mit einer Frau endet in einer Katastrophe, die ihn gelähmt zurücklässt. Er hat bereits mit seinem Leben abgeschlossen, da taucht eines Tages ein Mann namens Kautilya auf und bietet Asarhaddon an, ihn zu heilen. Im Ausgleich dafür soll der Hohepriester ein Jahr lang auf seine Macht verzichten und als Bettler leben. Asarhaddon nimmt das Angebot an und lernt erstmals ein anderes Leben, fernab des Priestertums kennen. Mit diesem Jahr legt sich der Grundstein einer stetigen, aber sehr langsamen Wandlung Asarhaddons, der in den Folgejahren nicht nur umliegende Länder und Reiche in Kriegszügen erobert und sogar seinen Bruder vom Thron stößt, sondern auch Freunde findet und schließlich auch eine ganz andere Art der Liebe kennenlernt – in den Prinzen Sardur.

Eigene Meinung:
Jutta Ahrens Roman „Der blutige Thron“ erschien bereits 1993 unter dem Titel „Der König von Assur“ und ist einer der ersten deutschen Romane, der die Homosexualität mehrere Figuren thematisiert. Inzwischen ist das bei Piper herausgekommene Buch längst vergriffen, doch die Autorin hat es unter dem Titel „Der blutige Thron“ selbst herausgebracht und hat den Lesern damit einen der schönsten und gleichzeitig tiefgängigsten, historischen Roman wieder zugänglich gemacht.

Der Inhalt ist nicht so leicht zusammenzufassen, denn der Roman umfasst über 700 Seiten. Der Leser begleitet Asarhaddon mehrere Jahrzehnte seines Lebens lang und erlebt mit ihm die Zeit um 680 vor Chr. Seine Zeit als grausamer Hohepriester, der mit Freuden Menschen quält und opfert, das Jahr, das er als Bettler und Tagelöhner durch die Länder zieht und erstmals so etwas wie Freunde findet, seine Kriegszüge, die seine Gier nach Blut wieder wecken und schließlich seinen langsamen Wandel zu einem Menschen, der eher nach Frieden, denn nach Tod und Verderben strebt. Jutta Ahrens lässt den Leser an dieser Veränderung teilhaben, denn es dauert sehr lange, bis Asarhaddon von seinen alten Gelüsten und Lehren lässt und sich für einen anderen Weg entscheidet. Ebenso lang muss der Fan homoerotischer Lektüre warten, bis sich der stolze Hohepriester seinem eigenen Geschlecht zuwendet, ist Asarhaddon zunächst gänzlich abgeneigt und heiratet eine Frau, mit der er einen Sohn zeugt. So dauert es lange bis Sardur auftaucht und den König von Assur auf seine Art und Weise zu Fall bringt. Auch gibt es keine ausführlichen Erotikszenen, denn diese hätten auch gar nicht zum Buch gepasst – Jutta Ahrens beschränkt sich auf Andeutungen, die vollkommen ausreichen.

Historisch betrachtet ist „Der blutige Thron“ natürlich nicht wirklich korrekt, denn der richtige Asarhaddon war beileibe nicht so wie sein literarisches Pendant, doch das stört weniger, denn ansonsten ist der Roman in sich schlüssig und vermittelt gut die damalige Zeit und das Leben der Menschen. Auch ist es sehr angenehm, dass sich Jutta Ahrens enorm viel Zeit lässt, um Asarhaddons Wandlung nachvollziehbar zu gestalten. So ist der Hohepriester nicht nach dem einen Bettler-Jahr wie gewandelt, im Gegenteil – er schlachtet noch blutiger und grausamer als je zuvor. Auch in den nächsten Jahren seines Lebens scheint er überhaupt nichts von Kautilyas Weg der Güte und Liebe mitgenommen zu haben. Erst nach und nach, teilweise kaum spürbar, vollzieht sich die Änderung in ihm, die so dezent von statten geht, dass es dem Leser erst auffällt, wenn man am Ende des Buches den Hauptcharakter mit seinem alten Ich vergleicht.

Leser sollten sich daher viel Zeit nehmen und nicht ungeduldig werden. Mitunter zieht sich das Buch auch im Mittelteil ein wenig, da wirklich viel Zeit vergeht und viele Schlachten und Kämpfe beschrieben werden. Ebenso nimmt Jutta Ahrens kein Blatt vor den Mund: Asarhaddon ist grausam, genießt es zu quälen und Angst und Schrecken zu verbreiten. „Der blutige Thron“ besticht daher durch die Beschreibung von Gewalt- und Folterszenen, Kämpfen und Grausamkeiten. Daher ist der Roman nichts für seichte Gemüter, die romantische, lockerleichte Geschichten mögen.

Charakterlich ist der Roman einer der überzeugendsten, die ich je gelesen habe. Kaum ein anderer Autor hat einer Figur so viel Zeit zur Entwicklung eingeräumt wie Jutta Ahrens. Sie erschafft mit Asarhaddon einen sehr authentischen, gut nachvollziehbaren Charakter, dessen Veränderung man erst nach und nach zu fassen bekommt. Auch die übrigen Figuren sind sehr schön umgesetzt – seien es Anaxares, Asarhaddons bester Freund und fähigsten Offizier, seine Frau Mirjam, die mit der Zeit eine ganz eigene Stärke entwickelt oder Prinz Sardur, der für den Hohepriester zur wichtigsten Person seines Lebens wird. Alle Figuren nehmen den Leser gefangen, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann.

Stilistisch ist „Der blutige Thron“ zunächst gewöhnungsbedürftig – Jutta Ahrens hat eine sehr eigene Sprache, die sich nur schwer mit den heutigen Romanen vergleichen lässt. Sie hat einen sehr wortgewaltigen, fesselnden aber auch recht altertümlichen Stil, der manchmal wichtige Ereignisse nur oberflächlich zusammenfasst, anderen dafür umso mehr Beachtung schenkt. Aufgrund der vielen Jahrzehnte, die „Der blutige Thron“ umfasst, ist das jedoch nicht so schlimm, denn insgesamt ist er dennoch stimmig und gut nachvollziehbar. Hat man sich erst einmal an Jutta Ahrens Schreibstil gewöhnt, wird man das Buch nicht so schnell aus der Hand legen können, denn es ist spannend und man möchte wissen, wie es weitergeht.

Fazit:
„Der blutige Thron“ ist ein gelungener historischer Roman, der durch sehr authentische und gut nachvollziehbare Charaktere und eine intensive, spannende Geschichte besticht. Jutta Ahrens legt ein stimmungsvolles Buch vor, das nicht unbedingt historisch korrekt ist, dafür aber mit tollen Figuren und der langsamen Wandlung eines Monsters zum friedliebenden Menschen punkten kann. Insgesamt sollte man sich Zeit für das Buch nehmen, denn „Der blutige Thron“ ist kein Buch, das man binnen weniger Stunden liest, sondern für das man sich mehr Zeit nehmen sollte. Wer sich für historische Bücher interessiert und einmal etwas anderes als die üblichen Gay Romance Vertreter lesen möchte, sollte dem Buch eine Chance geben. „Der blutige Thron“ ist selbst nach über 20 Jahren noch empfehlenswert.


Frostbiss
Frostbiss
Preis: EUR 1,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wenig langatmig, 10. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frostbiss (Kindle Edition)
Story:
Auf die meisten Schüler wirkt Philippa, Neuzugang der Klasse, unnahbar, kalt und eigenbrötlerisch. Auch Dörte kann nur wenig mit dem scheuen Mädchen anfangen und hat im Grunde kein Interesse daran ihre neue Mitschülerin näher kennenzulernen. Das ändert sich jedoch, als sie mit Philippa in ein gemeinsames Kunstprojekt gesteckt wird und ihre Partnerin näher kennenlernt. Aus der anfänglichen Faszination wird zunächst Freundschaft, schließlich sogar mehr. Dörte muss sich selbst eingestehen, lesbisch zu sein, eine Sache, die sie zutiefst verstört. Dennoch entschließt sie sich es mit Philippa zu versuchen und die beiden werden ein Paar. Damit müssen sie sich jedoch auch einem Haufen neuer Probleme stellen: Coming-Out, Anfeindungen, Beziehungskrisen und die Unsicherheit, wie es mit ihnen nach ihrem Abitur weitergehen soll …

Eigene Meinung:
„Frostbiss“ ist der erste lesbische Liebesroman der Autorin Julia Mayer, die vorwiegend fantastische Jugendbücher und düstere Dystopien veröffentlicht hat. Mit dem vorliegenden Roman wagt sie sich an eine realistische Geschichte mit lesbischen Charakteren.

Alles in allem legt die Autorin eine sehr authentische, nachvollziehbare Geschichte vor, die sich jedoch hin und wieder etwas schleppend liest. Man lernt Dörte in ihrem letzten Schuljahr vor dem Abschluss kennen und begleitet sie bei ihren ersten Schritten hinsichtlich Liebe und Beziehung. In diesem Zusammenhang erfährt man mehr von ihrer Familie, ihren Freunden und ihrem Leben, ebenso von Philippa, die sich stark von Dörte unterscheidet. Insgesamt umfasst die Geschichte gut zwei Jahre, so dass es immer wieder Sprünge in der Handlung gibt, da man die Entwicklung der Figuren über eine längere Zeit mitverfolgt. Das hat den Nachteil, dass man sich nur teilweise mit den Charakteren identifizieren kann. Man fühlt sich immer ein wenig außen vorgelassen, denn es fällt schwer eine Bindung zu Dörte aufzubauen.
Nichtsdestotrotz ist es angenehm, dass Julia Mayer die Beziehung zwischen Dörte und Philippa in sehr ruhigen, ernsten Tönen beschreibt und auf kitschige Elemente verzichtet. So sind die beiden zwar ineinander verliebt, doch es wird nichts überdramatisiert oder verkitscht. Stattdessen bringt die Autorin ernste Themen zur Sprache, wie das Coming-Out, das Mobbing der Mitschüler und das Unverständnis von Freunden und Familie hinsichtlich der Liebe zwischen zwei jungen Frauen. Ein wenig mehr Tiefgang gerade bei den angesprochenen Problemthemen hätte der Geschichte allerdings gut getan. So plätschert „Frostbiss“ leider einen Teil der Zeit ereignislos vor sich hin. Es passiert wenig Fesselndes, denn auch wenn es sich bei dem Roman um ein Jugendbuch handelt, so hätte man es deutlich spannender und dramatischer umsetzen können, um den Leser die knapp 400 Seiten bei der Stange zu halten. Das fällt ganz besonders am Ende auf, wo Dörtes Auslandsaufenthalt in Kanada nur in Mailform zusammengefasst wird. Hier hat der Leser keinerlei Bindung mehr zu ihr, da man nichts davon miterlebt, sondern nur zusammengefasst erzählt bekommt.

Ein Manko sind auch die Charaktere – das Buch mag zwar aus Dörtes‘ Perspektive geschrieben sein, doch man kann sich nur schwer mit ihr identifizieren. Sie wirkt zumeist unnahbar, aber nicht ganz so kalt und emotionslos wie Philippa. Mit ihr hat man im Laufe der Zeit noch größere Probleme, denn sie scheint fast keine Gefühle zu haben und Dörtes Liebe nur halbherzig zu erwidern. Im Gegenzug zu den beiden Protagonisten kann sich Leser mit den meisten Nebenfiguren anfreunden – gerade die Familien der beiden Mädchen sind sympathisch, ebenso Dörtes Freunde, die sie nach ihrem unfreiwilligen Outing findet. Sie sind einem näher als die eigentlichen Heldinnen der Geschichte, was das Buch ein wenig unausgewogen macht.

Julia Mayer hat einen soliden, etwas unspektakulären Stil, was leider dafür sorgt, das es ihr nicht immer gelingt zu fesseln oder ihre Charaktere den Lesern näher zu bringen. Dennoch ist „Frostbiss“ flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen. Insbesondere Fans ruhiger und realistischer Lektüre, werden Julia Mayers Stil angenehm und stimmungsvoll finden.

Fazit:
Julia Mayers „Frostbiss“ ist ein ruhiges, realistisches, mitunter aber auch langatmiges Buch über eine lesbische Liebe, die damit verbundenen Probleme und das Erwachsenwerden einer jungen Frau. Die Charaktere erreichen den Leser leider nicht, ebenso wenig gelingt es der Autorin mit der Geschichte zu fesseln. Zu unnahbar sind die beiden Heldinnen, zu wenig kann man sich mit Dörte und Philippa identifizieren. Auch Probleme werden nur oberflächlich abgehandelt, so dass das Buch sowohl zu lang (da über einen langen Zeitraum berichtet wird), als auch zu kurz (da nicht tiefgängig genug) wirkt. Schade, da hätte man mehr herausholen können.


Lektion Z - Paris von A bis Z (Coda-Serie)
Lektion Z - Paris von A bis Z (Coda-Serie)
von Marie Sexton
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Schöne Ergänzung für Coda-Fans, 10. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Story:
Der vorliegende Roman beinhaltet zwei Kurzromane: „Lektion Z“ und „Paris von A bis Z“

Lektion Z
Zach und Angelo haben sich in Coda ein gemeinsames Leben aufgebaut und auch ihre Beziehung zueinander ist ernsthafter, vertrauter und intensiver geworden. Daran ändert nicht einmal die Tatsache etwas, dass Angelo noch immer nach anderen Männern schaut und hin und wieder seinen Trieben nachgibt – natürlich mit Zachs Zustimmung. Als die beiden zusammen mit ihren Freunden Jared und Matt nach Las Vegas aufbrechen, ahnen sie nicht, dass sie dort Zachs Ex Jonathan über den Weg laufen. Als dieser Zach zurückgewinnen möchte, wird die Beziehung zwischen Angelo und Zach auf eine harte Probe gestellt …

Paris von A bis Z
Jonathan und Cole wollen in Paris heiraten und laden zu diesem besonderen Tag Matt, Jared, Zach und Angelo ein. Die Aussicht auf eine Woche Paris auf Coles Kosten wird gespalten aufgenommen: Während Jared sich für seinen (Sex)Freund Cole freut, kann Matt seine Eifersucht gegenüber dem femininen Mann nur schwer ablegen. Zachs Sehnsucht seinen Ex Jonathan wiederzusehen ist ebenfalls nicht vorhanden, immerhin hat dieser in Las Vegas für ziemlichen Ärger gesorgt. Doch Angelo zuliebe, der nie aus den Staaten herauskam, stimmt er einer Reise nach Paris zu.
Die Tage in Paris bringen dementsprechend viel Ärger mit sich – nicht nur muss Matt sich nach und nach mit Cole anfreunden, Zach hat das Problem, dass er sich überhaupt nicht für Jonathan freuen kann, im Gegenteil …

Eigene Meinung:
Die beiden Kurzromane sind Spin-Offs der beliebten Coda-Reihe von Marie Sexton und führen die Geschichten um die Pärchen Jared/Matt („Promises – Nur mit dir“), Zach/Angelo („Von A bis Z“) und Cole/Jonathan (Erdbeeren, Zimt und Einsamkeit“) fort. Fans der Reihe erfahren also, wie es mit den Charakteren weitergeht. Der Cursed Verlag veröffentlicht die beiden Geschichten getrennt im eBook Format und gemeinsam als Taschenbuch.

Inhaltlich erwartet den Fan der „Coda“-Reihe eine schöne Fortführung der Handlungsbögen der drei Romane, die teilweise ebenfalls mit eigenständigen Büchern fortgesetzt werden. So handelt es sich bei den Geschichten um Zwischenstücke, die sich dem Leser erst erschließen, wenn man die anderen Geschichten um die drei Pärchen schon kennt. “Lektion Z“ spielt zeitlich vor „Erdbeeren, Zimt und Einsamkeit“, da Jared erst in Vegas den Entschluss fasst Jonathan und Cole miteinander bekannt zu machen, „Paris von A bis Z“ spielt danach. Dementsprechend sollte man Marie Sextons „Coda“ – Romane kennen (am besten der Reihe nach lesen), ansonsten wird man weder mit den Charakteren, noch mit den Geschichten etwas anfangen können.
Für Fans der Autorin und der Reihe bietet Marie Sexton solide, unterhaltsame Kost, die allerdings nichts Neues bieten. Es macht zwar Spaß die beiden Kurzromane zu lesen, doch inhaltlich dreht es sich vorwiegend darum, wie die Charaktere ihren Zwist untereinander klären können – einer großen Soap Opera gleich. Das ist durchaus unterhaltsam, da man die Charaktere besser kennenlernt, aber leider bietet sich dem Leser nicht viel Neues. Einzig die Tatsache, dass Angelo und Zach eine gänzlich andere Beziehung führen (eine offene, die auf viel Vertrauen basiert), als Matt und Jared ist mal etwas erfrischend Neues. Gerade im Gay Romance Genre wird normalerweise die Monogamie wie ein Schild vor sich hergetragen – es ist mal was anderes, dass es bei Angelo und Zack anders läuft.

Die Charaktere sind, wie nicht anders zu erwarten, sehr sympathisch und liebenswert in Szene gesetzt. Jeder für sich ist einzigartig, da es Marie Sexton gelingt, sie vollkommen unterschiedlich zu präsentieren und sich ihren Persönlichkeiten anpasst – sie gleichen einander nicht, sondern passen sich an. Angelos Herkunft spiegelt sich in seiner Sprache wider, Zacks gutmütiger, absolut loyaler Charakter ist vollkommen anders als Jared oder Matt. Die Figuren mögen einige klischeehafte Züge haben, aber sie sind nicht so flach und austauschbar, wie in manch anderen Gay Romance Geschichten.

Stilistisch legt Marie Sexton solide Kost vor, die sich auf demselben Level wie ihre übrigen Geschichten hält. Sie lässt die Charaktere sprechen – mit ihren jeweils eigenen Worten. So ist „Lektion Z“ aus Matts und Angelos Sicht erzählt, was sich deutlich in der Sprache und den Beschreibungen wiederspiegelt, in „Paris von A bis Z“ wechseln sich Matt und Zach ab. Zugegeben, es ist enttäuschend, dass der zweite Kurzroman nicht aus Jonathan oder Coles Sicht erzählt wird, denn es wäre schöner gewesen, wenn auch einer der beiden zu Wort gekommen wäre. Hier verschenkt die Autorin Potenzial, denn Jonathans Sicht wäre interessanter gewesen. Nichtsdestotrotz lassen sich beide Kurzromane gut lesen und machen Lust auf mehr.

Fazit:
„Lektion Z / Paris von A bis Z“ ist ein schöner Sammelband der beiden gleichnamigen Kurzromane von Marie Sexton, den sich Fans der „Coda“-Reihe nicht entgehen lassen sollten. Wer den Schreibstil der Autorin, die angenehmen Gay Romance Geschichten und die sympathischen Charaktere mag, dem werden auch die Kurzromane gefallen, die ein paar Lücken zwischen den Büchern füllen. Dementsprechend ist „Lektion Z / Paris von A bis Z“ nur etwas für Kenner der übrigen Romane der Reihe, doch wer diese mochte, wird an diesem schönen Sammelband nicht vorbeikommen. Zu empfehlen.


Nur drei Worte
Nur drei Worte
von Becky Albertalli
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Wundervoller Coming-of-Age Roman, 28. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Nur drei Worte (Gebundene Ausgabe)
Story:
Seit Monaten tauscht sich Simon via Mail mit dem geheimnisvollen Blue aus, von dem er nur weiß, dass er an seine Schule geht und ebenfalls schwul ist. So schreiben sie sich nicht nur die intimsten Dinge, Simon entwickelt auch Gefühle für seinen mysteriösen Gesprächspartner, der ihn besser versteht als jeder andere. All das droht zu enden, als eines Tages Simons Mitschüler Martin per Zufall über den Mailverkehr stolpert und die Gelegenheit ergreift Simon zu erpressen. Martin hat nämlich ein Auge auf Abby geworfen, die mit Simon befreundet ist. Notgedrungen lässt dieser sich darauf ein, doch als die Verkupplungsversuche scheitern, geht Martin mit seinem Wissen auf unschöne Art und Weise an die Öffentlichkeit. Plötzlich ist Simon nicht nur geoutet und darf sich mit seinen Freunden, seiner Familie und seinen Mitschülern herumschlagen, er will auch endlich Blue kennenlernen, in den er sich verliebt hat …

Eigene Meinung:
Mit „Nur drei Worte“ veröffentlicht Carlsen das beliebte Jugendbuch „Simon vs. the Homo Sapiens Agenda“ von Becky Albertalli, die als Psychologin mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeitet und mehrere Jahre eine Gruppe für Kinder mit abweichender Gender-Identität geleitet hat. „Nur drei Worte“ ist das Debüt der Autorin.

Die Geschichte dreht sich vollkommen um Simon und seine kleineren und größeren Probleme. Das umfasst Simons schulischen Alltag, seinen Freundeskreis, seine Familie und natürlich den Mailverkehr mit Blue, der ein zentrales Handlungselement ist. Becky Albertalli gelingt es schon auf den ersten Seiten zu fesseln, da sie sehr authentische, sympathische Charaktere entwirft. Man kann sich sehr schnell mit Simon identifizieren, der nicht geoutet ist und ausgerechnet von dem nerdigen Martin unter Druck gesetzt wird. Die Tatsache, dass er mit der Zeit Gefühle für Blue entwickelt, hat einen besonderen Reiz, da sich Simon nicht in Äußerlichkeiten verliebt, sondern seinen Gesprächspartner auf einer vollkommen anderen Ebene kennenlernt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Mails immer intimer und direkter werden, denn auch Blue scheint an Simon interessiert zu sein, wenngleich er ein Treffen stets ablehnt.
Neben dem Mailverkehr, spielt auch Simons erzwungenes Coming-Out eine große Rolle, denn natürlich ist es interessant, wie seine Familie und seine Freunde darauf reagieren. Hier gelingt es Becky Albertalli einmal mehr die einzelnen Charaktere sehr realistisch und nachvollziehbar in Szene zu setzen: seien es Simons Eltern und Schwestern, seine Freunde Leah, Abby und Nick: sie reagieren teils witzig, teils überrascht, aber niemals wirklich aufgesetzt. Auch webt Becky Albertalli aktuelle Probleme und Jugendthemen in die Geschichte ein, beispielsweise Facebook, WhatsApp und die damit verbundenen Probleme, denn Simon wird via Tumblr geoutet.

Positiv ist auch, dass sich Becky Albertalli nicht nur auf die LGBT-Komponente stürzt, sondern auch allgemeine Dinge anschneidet, die für Simon eine Rolle spielen: seine Freunde, allen voran Leah, die sich teilweise von ihm zurückzieht, Abby, die neu in die Stadt gezogen ist und als Schwarze in einer anderen Gegend wohnt und Nick, der einerseits von Leah angehimmelt wird, aber selbst in Abby verliebt ist. Es ist angenehm, dass es nicht nur um Simon geht, sondern auch die vielen anderen Charaktere beleuchtet werden. Das macht „Nur drei Worte“ so mitreißend und sorgt dafür, dass man sich mit den vielen Figuren identifizieren kann. Das trifft auch auf Charaktere wie Martin zu, denn selbst wenn er derjenige ist, der Simon erpresst, so ist er doch sympathisch, sobald man ihn näher kennenlernt.

Stilistisch legt Becky Albertalli ein wundervolles Coming-of-Age Jugendbuch vor, das den Nerv der jugendlichen Leser trifft. Sie hat eine sehr schöne, schlichte Sprache, die sich gut lesen lässt und die gewählte Ich-Perspektive sorgt dafür, dass man sich sehr gut mit dem Helden identifizieren kann. Die Kapitel wechseln zwischen Simons Leben und den chaotischen Ereignissen, und dem Mailverkehr mit Blue. Letzterer ist sehr schön umgesetzt, da er weder kitschig noch aufgesetzt wirkt, sondern einfach nur zu zwei 17-jährigen Jungs passt, die sich auf diese Art näherkommen.

Fazit:
„Nur drei Worte“ ist ein wundervoller, sehr authentischer Coming-of-Age Roman, der durch realistische Charaktere und eine stilistisch ansprechende Umsetzung besticht. Becky Albertallis Debüt bietet inhaltlich zwar nichts Neues, doch das stört nicht, da man mit den Charakteren mitfiebern kann und gerade Simon schnell ins Herz schließt. Wer Jugendbücher mag, sollte einen Blick riskieren, ebenso Jugendliche ab 14, die offen für das Thema LGBT sind. Sehr zu empfehlen.


Das Monster des Prinzen
Das Monster des Prinzen
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Coming-of-Age mit kleinen Schwächen, 24. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Monster des Prinzen (Kindle Edition)
Story:
Philips Leben ist seit der Mittelstufe die Hölle – gedemütigt, verfolgt und geschlagen versucht er die Tage in der Schule zu überstehen, ohne seinem Peiniger David und dessen Freunden in die Arme zu laufen. Hauptgrund für den tiefsitzenden Hass seiner Mitschüler ist Philips Homosexualität. Erst als die Schulzeit vorüber ist und seine Mitschüler ihre eigenen Wege gehen, kann sich Philip ein normales Leben aufbauen, wenngleich er die tiefsitzende Angst und die Minderwertigkeitskomplexe nie abschütteln kann. Er bleibt in der Stadt und übernimmt das Café seiner Mutter.

Währenddessen verläuft Davids Leben nicht so rosig – es verschlägt ihn nach Holland und in die USA. Dort landet er nicht nur im Gefängnis, er muss auch erkennen, dass er selbst schwul ist und was es bedeutet, wie ein Monster behandelt zu werden. Für David wird nicht nur klar, was er Philip angetan hat, für ihn steht fest, dass er all die schlimmen Dinge, die ihm wiederfahren, verdient hat. Zurück in Deutschland gelingt es ihm daher nicht, die Kurve zu kriegen – einmal mehr rutscht er in einen Sumpf aus Drogen, Gewalt und Hoffnungslosigkeit ab. Der Wunsch sich bei Philip zu entschuldigen, treibt ihn schließlich zurück in seine Heimatstadt und nach über sechs Jahren treffen sich die beiden ungleichen Männer wieder …

Eigene Meinung:
„Das Monster des Prinzen“ stammt von Savannah Lichtenwald und erschien im Eigenverlag. Die Autorin hat bereits mit der „At home“ – Reihe und „Zwei Herzen sind ein Universum“ auf sich aufmerksam gemacht, schlägt dieses Mal jedoch einen härteren Ton an.

Die Geschichte setzt in der Schulzeit von Philip und David ein, die für beide nicht sonderlich rosig ist: Philip wird von seinen Mitschülern gemobbt und auf unterschiedliche Art fertiggemacht, David hat mit seinem trunksüchtigen Vater zu kämpfen, dem mehr als einmal die Hand ausrutscht. Nach der Schule verlieren sich die beiden aus den Augen und entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen weiter: David muss erkennen, was es heißt unterdrückt und verachtet zu werden, Philip baut sich ein eigenes Leben auf, bleibt jedoch nicht von Enttäuschungen bewahrt. Erst als die beiden Männer einander wiedertreffen und sich nach und nach nähern, können sich beide weiterentwickeln und einander helfen. Während Philip seinem ehemaligen Erzfeind zurück ins Leben begleitet, will David Phil vor jeglichen Gefahren beschützen und ihm sein Selbstwertgefühl zurückgeben. Beiden Männern steht ein langer Weg bevor, denn sowohl ihre gemeinsame Schulzeit, als auch die sechs Jahre werfen einen Schatten auf ihre wachsende Beziehung. So dauert es lange, bis sie sich ihre Gefühle gestehen und gemeinsam gegen die düsteren Schatten der Vergangenheit ankämpfen können.
Dementsprechend dramatisch und erschütternd ist „Das Monster des Prinzen“. Savannah Lichtenwald legt ein schonungsloses, teils recht heftiges und intensives Buch vor, bei dem der Leser die Protagonisten hautnah kennenlernt und die unterschiedlichen Wandlungen der Figuren direkt miterlebt. Sicherlich bleibt das Buch nicht vor Klischees gefeit, mitunter ist es arg dramatisch in Szene gesetzt (gerade Davids Vergangenheit) und auch die ein oder andere Logiklücke fällt dem Leser ins Auge, doch insgesamt fiebert man mit den Charakteren. Schön ist, dass sich die Charaktere nur langsam annähern und die Beziehung zwischen David und Philip authentisch und nachvollziehbar beschrieben ist.

Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein – Philip ist der Loser und Schwächling, der kaum Selbstwertgefühl hat und zumeist klein beigibt; David ist in der Schule der Prinz, dem alle folgen und der sich Respekt notfalls mit den Fäusten erkämpft, was ihn sehr unsympathisch macht. Erst nach und nach ändert sich David, denn während er unterwegs ist, ist er gezwungen über sich und sein Leben nachzudenken und sich selbst kennenzulernen. Auch Philip muss mehrere Wandlungen durchleben, bis er als gestärkte Person hervorgehen kann. Dementsprechend legt Savannah Lichtenwald ein Buch vor, das sich auf die Entwicklung der Charaktere konzentriert und von deren Entscheidungen vorangetrieben wird. Das mag Geschmackssache sein, bietet dem Leser jedoch einen guten Einblick in die Herzen der beiden Männer.
Die übrigen Charaktere kommen nur am Rande vor und wirken ein wenig blass – gerade Davids ehemaliger Freundeskreis bleibt zu sehr im Hintergrund. Hier hätte man durchaus noch etwas in die Tiefe gehen können, gerade als sich einer der Gruppe ebenfalls in einen Mann verliebt.

Stilistisch legt Savannah Lichtenwald einen soliden, flüssig geschriebenen Roman vor. Man kann problemlos in die Geschichte eintauchen, die abwechselnd aus Philips und Davids Sicht erzählt wird. Der Autorin gelingen sehr intensive Beschreibungen und Dialoge, die den Leser berühren und mitfiebern lassen. Hin und wieder wird sie ein wenig zu dramatisch, doch dadurch hält sie die Spannung hoch, da David und Philip ein langer Weg bevorsteht, bis sie die größten Probleme überstanden haben.

Fazit:
„Das Monster des Prinzen“ ist ein intensiver, sehr dramatischer Entwicklungsroman, der zwei völlig unterschiedliche Charaktere zusammenführt, die sich ursprünglich feindlich gegenüberstanden. Dank der guten Charakterzeichnung und des fesselnden Stils geht die Geschichte von Philip und David unter die Haut, wenngleich einige Szenen zu dramatisch daherkommen. Dennoch lohnt sich „Das Monster des Prinzen“, insbesondere wenn man dramatische Romantik mag und sich an den kleineren Logiklücken nicht stört. Reinschauen.


tesa Premium-Haken, selbstklebend, hält bis zu 6kg, rund, Edelstahl
tesa Premium-Haken, selbstklebend, hält bis zu 6kg, rund, Edelstahl
Preis: EUR 10,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alternative zum Bohren, 18. Februar 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nach dem Einzug in meine neue Wohnung wollte ich Badzimmer auf das lästige Bohren in Fließen verzichten und habe mich daher nach Alternativen umgesehen. Da kam mir der Tesa Premium-Haken recht, der eine stabile und sichere Alternative bot. Zugegeben, ich war skeptisch, doch inzwischen bin ich durchaus positiv überrascht: Der Haken hält was er verspricht.

Bis man den formschönen und zeitlosen Haken wirklich verwenden kann, braucht es jedoch ein wenig. So muss man wesentlich geduldiger beim Anbringen des Hakens sein, als bei ähnlichen Produkten, wo man den Haken direkt mit einer Klebefläche an der Wand fixiert. Beim Tesa Premium-Haken braucht man ein wenig mehr Geschick und Geduld: natürlich muss die Fläche sauber, trocken und fettfrei sein, bevor man die Montageplatte anbringen kann. Hierbei muss der Kleber durch eine kleine Öffnung gedrückt werden, bis der Hohlraum der Platte gefüllt ist. Anschließend heißt es 12 Stunden warten, bevor man den Haken aufschrauben kann. Sprich es dauert, bis man wirklich etwas aufhängen kann, doch dann soll der haken bis zu 6 kg halten. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, da ich nichts Schweres aufhänge, aber der Powerhaken wirkt stabil und das System sicher.

Zum Entfernen benötigt man eine Rohrzange, um die Platte entsprechend abdrehen zu können – was lediglich Klebespuren hinterlassen dürfte, die man schnell entfernen kann. Damit liegt der Vorteil gegenüber regulären Haken auf der Hand: keine Bohrlöcher, die man beim Auszug ausbessern muss, keine Fließen, die beim Bohren reißen können. Da wartet man gerne einen halben Tag, bis der Kleber ausgehärtet ist.

Neben dem Haken und dem Kleber enthält die Verpackung noch eine gut bebilderte Anleitung, mit deren Hilfe man den Tesa Premium-Haken problemfrei montieren kann.

Insgesamt eine lohnenswerte Anschaffung, gerade wenn man nicht Bohren will und nach sicheren Alternativen sucht. Der Haken mag nicht ganz billig sein, doch er lohnt sich definitiv. Zu empfehlen.


belly cloud Unisex - Erwachsene Shirt/ Sport Longsleeve, Gr. 38/40 (M), Schwarz (schwarz)
belly cloud Unisex - Erwachsene Shirt/ Sport Longsleeve, Gr. 38/40 (M), Schwarz (schwarz)
Preis: EUR 21,22

3.0 von 5 Sternen Zu teuer für "gut", 17. Februar 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das belly cloud Damen Mikrofaser Longsleeve ist in erster Linie als Sportshirt oder langärmliges Unterhemd geeignet. Stil, Aufmachung, Abnäher, Stoff, all das eignet sich ausschließlich für Sport oder unter langen Pullis.
Das Microfasermaterial ist recht angenehm zu tragen und zu waschen (kenne ich bereits hinlänglich von Unterwäsche), aber die "figurformenden" Raffungen in Taille, Schulterblatt-Partie, an Ellbogen und Handgelenken sind absolut scheußlich und reizen teilweise die Haut. Nach einer Weile wird der Stoff flusig, was der Tatsache geschuldet ist, dass man das Shirt wirklich NUR unter anderen Sachen tragen kann. Danach sieht er schäbig aus. Er ist auch stark anfällig für Tierhaare. Ebenso ist der in der Produktbeschreibung genannte Rundkragen ein enger V-Auschnitt, der auch nicht sonderlich ansprechend aussieht. Wie viele vor mir bereits bereits bemerkt haben: die Ärmel sind wesentlich zu lang. Unter all diesen Gesichtspunkten sind 49,90 € definitiv zu teuer.


Gefährlicher Geliebter - Göttliche Intrigen
Gefährlicher Geliebter - Göttliche Intrigen
Preis: EUR 5,99

3.0 von 5 Sternen Kann nicht ganz überzeugen ..., 17. Februar 2016
Story:
Nachdem Sean und Tarben sich erfolgreich gegen sämtliche Widerstände zur Wehr gesetzt haben, steht einem glücklichen Zusammenleben im Palast des Wempyrkönigs Furor nichts mehr im Wege. Einzig die Tatsache, dass Sean in der Lage ist die unsterblichen Dessla zu sehen, was darauf schließen lässt, dass in seinen Adern ebenfalls das Blut der Dessla fließt, legt den Grundstein für eine nahende Katastrophe. Mit Hilfe von Gor, einem Krieger der Dessla, lernen Tarben und Sean dessen Gott kennen, der Furor eine Bitte gewähren soll: Seans Erbe zu wecken, um ihm ein ähnlich langes Leben zu geben, wie Tarben. Allerdings ist die Göttin der Wempyre alles andere als begeistert von Furors Plan und da sie die homosexuelle Beziehung ihres Schützlings Tarben vollkommen ablehnt, löscht sie dessen Gedächtnis nahezu vollständig. Zudem zwingt sie Furor dazu etwas gegen Phober zu unternehmen und entführt aus diesem Grund eine der Töchter des Königs.

Für Sean bricht eine schwere Zeit an, denn Tarben weiß zum einen nicht wer er ist, zum anderen versucht er ein ehrenhafter Wempyr zu sein, dessen Aufgabe es ist eine Frau zu heiraten und Kinder in der Welt zu setzen. Richtig unerträglich wird die Situation erst, als die Nichte des Königs die Bühne betritt und auch Sean jemanden kennenlernt …

Eigene Meinung:
Mit „Göttliche Intrigen“ setzt Alexa Lor ihre „Gefährlicher Geliebter“-Reihe fort, die ursprünglich neben ihrer Reihe „Jäger der Dessla“ beim Sieben Verlag erschien. Inzwischen erscheinen beide Reihen beim Main Verlag und sind noch nicht beendet. So endet der vorliegende Band mit einem bösen Cliffhanger, der die Neugierde auf den dritten Teil schürt.

Inhaltlich setzt der Band da an, wo „Gefährlicher Geliebter“ endete – die Bedrohung durch Phober ist beseitigt, die Vampire haben ihre Jagd auf Sean eingestellt und dessen Familie hat in Furors Palast ein neues Zuhause gefunden. Natürlich wird dem glücklichen Paar keine Atempause gegönnt, denn sie schlittern recht schnell in die nächste Katastrophe, die ihre Liebe auf eine ganz neue Probe stellt – dieses Mal müssen sie sich der rachsüchtigen Göttin Sarpenzia, die ihre eigenen Pläne verfolgt und dabei über Leichen geht. Dieser Aspekt ist durchaus spannend, wenngleich der Aspekt mit dem Gedächtnisverlust ein wenig abgedroschen wirkt. Gerade in Mangas ist dies ein beliebtes Element, was genutzt wird um eine Liebesgeschichte gleich zwei Mal zu erzählen und um die unerschütterliche Liebe der Figuren zu beweisen. Hinzu kommt eine ordentliche Portion Drama, denn Alexa Lor spart nicht an entsprechenden Szenen und Passagen: Eifersucht, Abweisungen und das mutwillige Verletzen des anderen. Das Ganze wird natürlich auch mit Erotik und Romantik kombiniert, so dass Fans von heißeren Szenen nicht gänzlich darben müssen. Man kann sogar sagen, dass „Göttliche Intrigen“ wesentlich gemäßigter ist, als der erste Band, wo Sean und Tarben zu jeder passenden und unpassenden Situation übereinander hergefallen sind.

Dennoch konzentriert sich die Geschichte zu sehr auf Sean und Tarben – sicher, sie stehen im Zentrum, doch Alexa Lor vergisst dabei Teile ihres Plots: Was aus Furors entführter Tochter wird, weiß der Leser auch am Ende nicht: Das Ultimatum ist abgelaufen, aber Erwähnung findet sie nie wieder. Aber vielleicht hat auch Furor sie vergessen, immerhin tut er herzlich wenig, um sie zu finden oder die Bedingungen von Sarpenzia gänzlich zu erfüllen. Auch die Erklärungen, warum Tarben tut, was er tut, wirken mit der Zeit arg an den Haaren herbei gezogen. So komplex die Intrigen auf den ersten Blick anmuten – sie bilden kein logisches Ganzes, teilweise ist man vollkommen verwirrt. So kann die Geschichte trotz guter Ansätze nur teilweise überzeugen.

Die Charaktere sind, wie nicht anders gewohnt, gut ausgearbeitet und in Szene gesetzt. Sean und Tarben ergänzen sich gut, wenngleich Letzterer dem Leser im Laufe der Zeit immer mehr auf die Nerven geht. Er scheint wenig mit dem alten Tarben gemein zu haben, den man im ersten Band kennengelernt hat. Auch Sean springt immer wieder hin und her – gerade als Demnenos auftaucht. Es fehlt ein wenig an Kontinuität.
Dafür lernt man die anderen Charaktere besser kennen – Furor und seine Familie, Seans Frau und die übrigen Vampire. Zudem werden Fans der „Dessla“-Reihe ein kurzes Wiedersehen mit Gor haben, dessen Geschichte in „Liebe unaufhörlich“ erzählt wird.

Stilistisch sind Alexa Lors Romane Geschmackssache. Während im ersten Band immer wieder Worte fehlten, der Satzbau stellenweise holperte und man mitunter das Gefühl hatte, dass sich die Autorin selbst verhedderte, hat man dieses Mal mit einem Übermaß an Adjektiven und Schachtelsätzen zu kämpfen. Es passiert mir wahrlich nicht oft, dass mir Romane zu adjektivlastig sind, da ich blumige und ausführliche Beschreibung mag – bei „Göttliche Intrigen“ war es einfach zu viel des guten. Auch gibt es zu viele Wiederholungen, teils inhaltlich, teils stilistisch, die das Lesen erschweren und es nicht einfach machen in die Welt der Wempyre einzutauchen. Zudem schleichen sich mit der Zeit immer wieder Rechtschreibfehler ein, die negativ ins Auge fallen.

Fazit:
Mit „Göttliche Intrigen“ folgt Alexa Lor dem Aufruf ihrer Fans die Geschichte von Sean und Tarben fortzuführen. Teilweise gelingt ihr auch eine spannende, komplexe Fortführung der Ereignisse, die sie geschickt mit ihren anderen Romanen verwebt. Allerdings stören einige Logiklücken und „vergessene Figuren“ das Lesevergnügen, ebenso der gewöhnungsbedürftige Stil, der vor Adjektiven nur so strotzt. Wer sich daran nicht stört und wem Band 1 gefallen hat, sollte einen Blick riskieren, alle anderen sollten sich zunächst den ersten Band der „Gefährlicher Geliebter“ – Reihe zu Gemüte führen. Ohne diesen versteht man die Ereignisse von „Göttliche Intrigen“ nämlich nicht.


Café der Nacht
Café der Nacht
Preis: EUR 5,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründiger Coming-of-Age Roman, 17. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Café der Nacht (Kindle Edition)
Story:
Zwanzig Jahre ist es her, seit das legendäre Café der Nacht seine Pforten schloss und der Münchner Künstlerszene ein beliebter Treffpunkt verloren ging. Die Bewohner der Pension oberhalb des Cafés und die Stammgäste zerstreuten sich – der Barkeeper Maxim, der in der skurrilen Künstlerwelt eine Heimat gefunden hat, kehrt in sein verhasstes Elternhaus zurück. Als Kritiker macht er sich einen Namen, bis ihn eines Tages ein seltsamer Brief erreicht: die ehemalige Besitzerin Dela vermacht ihm das Café der Nacht.

Ohne zu Zögern reist Maxim zurück nach München und stellt sich damit seiner eigenen Vergangenheit: dem Leben in der Pension, seiner Arbeit zwischen all den unterschiedlichen Künstlern und seiner heimlichen Liebe Dean Monroe, ein begnadeter Schauspieler, der viel zu jung verstarb. Während er versucht dem Rätsel des Briefes und dem Café der Nacht auf die Spur zu kommen, schließt er nicht nur mit seiner Vergangenheit ab, er stößt auch auf ein Geheimnis, das ihn in seinen Grundfesten erschüttert …

Eigene Meinung:
Der Coming-of-Age Roman „Café der Nacht” erschein 2013 im deadsoft Verlag und markiert das Verlagsdebüt von Susann Julieva, die deren Roman „Böse Jungs“ im Ullstein Imprint Forever erschienen ist. Aufgrund des offenen Endes ist eine Fortsetzung mit dem Titel „Café Bohème“ geplant, die Ende 2016 erscheinen soll.

Bei „Café der Nacht“ handelt es sich um einen sehr intensiven, stimmungsvollen Gay Coming-of-Age Roman, der den Leser von Anfang an in die fremdartige und schillernde Welt des „Café der Nacht“ mitnimmt. Gemeinsam mit Maxim, der aus der kalten Villa seines Vaters geflohen ist, lernt man die Künstler und das Nachtleben der Münchner Straßen kennen und begleitet ihn auf seinem Weg, sich ein neues Zuhause aufzubauen. Parallel zu dem Erzählstrang, der die Geschichte des Cafés der Nacht aus der jugendlichen Sicht des Protagonisten erzählt, lernt man einen älteren Maxim kennen, der von der Nachricht, das Café zu erben, überrascht wird und beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen. Abwechselnd berichtet Susann Julieva von den Ereignissen der Vergangenheit und der Gegenwart, die sich zum Ende hin durchaus aufeinander zu bewegen und kreuzen, und von einer vollkommen authentischen Liebe, die fernab der üblichen Klischees liegt. Dementsprechend sensibel geht sie mit Maxims Gefühlen um und verzichtet vollständig auf erotische Szenen, die in dieser Geschichte auch fehl am Platz gewesen wären. Das Ergebnis ist ein komplexer, sehr intensiver Roman über Liebe, Vertrauen, Weiterentwicklung und Hoffnung. Zudem ist „Café der Nacht“ eine Hommage an die Künstlerszene und Kleinkunstbühnen, an die Bohème Cafés und die schillernden Männer und Frauen, die sich darin bewegen.

Dementsprechend gut sind die Charaktere ausgearbeitet, die dem Leser im Café der Nacht begegnen – seien es Maxim, Monroe oder Dela, die verrückten Künstler, die sich dort tummeln und in der Pension leben oder die Angestellten, die den Cafébetrieb am Leben halten. Man lernt nicht nur Maxim kennen, der als schüchterner, unsicherer junger Mann erstmals das fremde Terrain des Cafés betritt, oder Monroe, dessen Ausnahmetalent ihn ins Zentrum des allgemeinen Interesses rückt, sondern auch die Nebencharaktere und deren Schicksale. Susann Julieva beleuchtet alle Figuren, was den Roman ungemein dreidimensional und greifbar macht. Man fiebert mit Delas Problemen mit, hofft darauf, dass der Barkeeper Rufus sein Glück findet und dass Hummelig sein Varieté zum Erfolg führt.

Stilistisch legt Susann Julieva ein verspieltes, poetisches Werk vor, das durch eine verschnörkelte und lebendige Sprache besticht. Binnen weniger Seiten ist man in der Geschichte, wenngleich man sich zunächst an den ausufernden Schreibstil gewöhnen muss. Doch spätestens nach dem ersten Kapitel kann man das Buch nur schwer aus der Hand legen, da man vollkommen in die fremdartige Welt des „Cafés der Nacht“ eintaucht. Hin und wieder schleichen sich einige Längen ein, insbesondere der Mittelteil zieht sich ein wenig, doch man wird mit tollen Beschreibungen und einer sehr gefühlvollen Liebesgeschichte belohnt. Ein wenig verwirrt die Tatsache, dass man das Buchzeitlich nicht genau einordnen kann – teilweise glaubt man in den Goldenen zwanziger Jahren zu sein, dann wieder in der aktuellen Zeit. Das fällt jedoch nicht störend ins Gewicht, da der Roman dennoch zu fesseln weiß und man sich mit Freuden von der Atmosphäre des „Cafés der Nacht“ verzaubern lässt.

Fazit:
„Café der Nacht“ ist ein wundervoller, sehr intensiver Coming-of-Age Roman, der den Leser in die schillernde Welt der Künstler, Schauspieler und Musiker entführt und eine angenehm authentische Liebesgeschichte erzählt. Sowohl die Charaktere, als auch Susann Julievas aufwendiger, poetischer Schreibstil können überzeugen und machen Lust auf mehr. Hoffentlich müssen die Leser nicht allzu lange auf die Fortsetzung „Café Bohème“ warten – man freute sich auf ein Wiedersehen mit Maxim und den schrulligen Künstlern. Sehr zu empfehlen.


Kings Rising: Book Three of the Captive Prince Trilogy
Kings Rising: Book Three of the Captive Prince Trilogy
von C. S. Pacat
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Finale, 17. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Story:
Damens Geheimnis ist enthüllt, als sein bester Freund Nikandros ihn in Ravenel erkennt und sich seine wahre Identität als Prinz Damianos von Akielos wie ein Lauffeuer durch Laurents Truppen verbreitet. Dennoch beschließt Damen sein Versprechen gegenüber dem Prinzen von Vere zu halten und das Heer von Laurents Onkel in eine Falle zu locken. Der Plan scheitert fast, da Laurent nicht auftaucht um mit seinen Männern dem Kampf die entscheidende Wendung zu bringen. Während seine Gefolgsleute von Verrat sprechen, ahnt Damen, dass mehr dahinter steckt, denn die Intrigen, die Laurents Onkel gesponnen hat, sind weitreichender als gedacht. Als er zudem erfährt, dass dieser das Chaos genutzt hat, um nach Akielos zu reisen und seinen Bruder Kastor aufzusuchen, wird ein schrecklicher Verdacht Gewissheit.

Um Vere und Akielos aus den Händen der Usurpatoren zu befreien, schließen sich Laurent und Damen zusammen und ziehen gen Süden, um mit vereinten Kräften gegen Kastor und Laurents Onkel in die Schlacht zu ziehen. Doch der Weg ist steinig und Laurents Onkel hat noch einige Trümpfe in der Hand, die einen direkten Kampf fast unmöglich machen. Zudem sorgen ihre wachsenden Gefühle füreinander für leichte Unruhen innerhalb ihrer Armee, denn noch immer sind die beiden Länder miteinander verfeindet …

Eigene Meinung:
Drei Jahre mussten C.S. Pacats Fans auf das große Finale der „Captive Prince“ Reihe warten – jetzt endlich erschien mit „Kings Rising“ der langersehnte dritte Band einer Trilogie, die einst als Original Fiction auf ihrem Blog begann und im Laufe der Zeit eine sehr umfangreiche Fanbase gewinnen konnte. Nachdem sich der australische Verlag Penguin Books die Rechte an Damen und Laurent sicherte und die Bände neu auflegte, wurden die Rechte weltweit verkauft. In Deutschland erscheint die Trilogie bei Heyne – „Der verschollene Prinz“ und „Das Duell der Prinzen“ sind bereits erschienen, der dritte Band wird hoffentlich noch dieses Jahr herauskommen.

Ohne Umschweife führt C.S. Pacat die Geschichte um Damianos fort, der von seinem Bruder Kastor verraten und als Sklave an das verfeindete Vere verkauft wurde. Voller Spannung erfährt der Leser, welche Auswirkungen Damens Offenbarung hat und in welchem Maße Laurents Onkel seine Intrigen gesponnen hat, um seine Macht über Vere zu festigen. Wie immer sind gerade diese Ränkespiele und überraschenden Wendungen das, was „Captive Prince“ so besonders macht und die Trilogie aus der breiten Masse gängiger High Fantasy Romane heraushebt. Wer epische Schlachten und ausführliche Kämpfe mag, wird auch in „Kings Rising“ nicht fündig werden, denn C.S. Pacat löst die Probleme auf anderem Weg, ohne Blutvergießen und Bürgerkrieg. Das mag einige enttäuschen, doch es passt zu Laurent und seinem Onkel, denn selbst wenn Damen der Hauptcharakter ist und die Zukunft seines Landes ebenfalls auf der Kippe steht, so geht es doch in erster Linie um das Ringen um den Thron von Vere. Angenehm ist dabei, dass auch Laurent an seine Grenzen stößt, was seine geplanten Intrigen betrifft und dass er teilweise eher durch einen glücklichen Zufall als Sieger aus dem ein oder anderen Kampf hervorgeht. Es macht den Charakter menschlicher, nimmt ihm ein wenig das kalte Kalkül und die Unantastbarkeit.
Fans romantischer und erotischer Literatur werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, denn endlich vertieft sich die Beziehung zwischen Damen und Laurent, was durchaus in einigen expliziteren Szenen mündet, die bisher nur angedeutet oder in Sonderkapiteln dargestellt wurden.

Die Charaktere sind, wie schon in den vorherigen Büchern, sehr gut ausgearbeitet. Damen hat sich durchaus weiterentwickelt, da die Zusammenarbeit mit Laurent seinen Verstand schärft und es ihm immer leichter fällt hinter die Intrigen zu blicken. Hin und wieder schlägt zwar dennoch seine rohe Natur durch, die von Kampf, Ehre und Stolz geprägt ist, doch insgesamt hat er sich im Laufe der Zeit stark weiterentwickelt. Gleiches trifft auf Laurent zu, der erstmals lernt Vertrauen zu fassen und sich nicht mehr allein gegen seinen Onkel zur Wehr setzen muss. Mitunter wirkt er zwar zu jung, um all das zu beherrschen, was ihm C.S. Pacat zugedacht hat, doch in Anbetracht seiner Vergangenheit, nimmt man ihm seinen scharfen Verstand und seine Fähigkeiten durchaus ab. Leider bleiben die übrigen Charaktere dieses Mal ein wenig blass: Laurents Leibwache spielt keine größere Rolle mehr, Kastors Motive bleiben ein wenig unausgereift und sogar Laurents Onkel scheint nicht die Stärke und Macht zu haben, wie in Band 2. Das stört zwar nicht beim Lesen und mindert das gelungene Finale nicht, aber es fällt auf.

Stilistisch legt C.S. Pacat gewohnt solide und sehr gut geschriebene Kost vor. Sie hat ein Händchen für Beschreibungen, Dialoge und Actionszenen und achtet auf kleine Details, um die Welt lebendig zu machen, in der „Captive Prince“ spielt. Trotz der langen Pause findet man sich schnell wieder zurecht und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die englische Sprache ist leicht verständlich, so dass auch deutsche Leser mit guten Englischkenntnissen keine Probleme haben, der Handlung zu folgen. Wer des englischen mächtig ist, sollte sowieso zu den Originalromanen greifen, da die deutsche Übersetzung von Heyne die Atmosphäre teils stark beeinträchtigt.

Fazit:
Das Warten auf „Captive Prince 3 – Kings Rising“ hat sich voll und ganz gelohnt. C.S. Pacat legt ein gelungenes Finale ihrer High Fantasy Reihe vor, das durch tolle Charaktere, spannende Wendungen und einen mitreißenden Schreibstil besticht. Über einige kleinere Unstimmigkeiten bei den Figuren und bei einigen logischen Punkten kann man durchaus hinwegsehen, bietet die Geschichte als Ganzes doch ein spannendes Lesevergnügen. Und wer am Schluss des letzten Bandes noch nicht genug hat, sollte die Augen offenhalten – die Autorin hat jüngst einen Epilog und zwei weitere Kurzgeschichten angekündigt, die noch im Laufe des Jahres erscheinen sollen.

Wer Gay Fantasy im Stil von „Staub und Stolz“ mag, sollte sich diese Trilogie nicht entgehen lassen – sie gehört zu dem Besten, was aktuell auf dem schwulen Literaturmarkt zu finden ist. Unbedingt empfehlenswert.


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