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Rezensionen verfasst von
Bernhard Lux "LinieLux"
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Mike Ellis New York Herren-Armbanduhr XL an:e Analog Quarz Silikon SL4315/2
Mike Ellis New York Herren-Armbanduhr XL an:e Analog Quarz Silikon SL4315/2
Preis: EUR 41,99

4.0 von 5 Sternen Modische Herrenuhr – wuchtig, aber nicht aufdringlich, 30. November 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Diese Uhr ist nichts für Freude filigraner Designs. Insofern war sie für mich zunächst eine Herausforderung, der ich mich aber gerne gestellt habe, da ich den Trend zu immer größeren und schwereren Uhrendesigns in den letzten Jahren mitverfolgt hatte und darin auch einen gewissen Reiz erkennen konnte. Bisher hatte ich mich vor allem auf leichte Armbanduhren mit superflachem Kunststoffgehäuse verlegt. Diese hier verkörpert mit ihrer metallischen Schwere und technischen, fast industriell anmutenden Form das Gegenteil. Trotz meiner vorgängigen Vorlieben habe ich mich sehr schnell an dieses Uhrenmodell gewöhnt und es auch schätzen gelernt.

Wenn sie so auf dem Tisch liegt, wirkt sie genau wie sie ist: Schwer (92 g – zum Vergleich: meine Kunststoff-Swatch-Uhr wiegt gerade 31 g), mit einem 23 mm breiten, 4 mm dicken und mit plakativen Aussparungen durchbrochenen Silikon-Armband, mit dem massiven Metallgehäuse, das mit 48 mm nicht nur raumgreifend wirkt, sondern mit insgesamt fast 14 mm Höhe einen markanten Hingucker darstellt. Unterstützt wird diese massive Anmutung durch die überdimensionierte Krone, eine reliefartig herausgearbeitete Stundenmarkierung die konkave Ausformung zwischen Gehäuserand und Ziffernblatt. Ein wuchtiges, eindeutig maskulines Design, das in seiner besonderen Art stimmig wirkt. Unterstützung findet diese Stimmigkeit durch die durchgängig schwarze Färbung von Armband, Gehäuse und Ziffernblatt. Lediglich die ausnahmsweise filigranen Zeiger und die Minuten-/Sekundenstriche sind in Weiß bzw. Hellgrau gehalten. Die homogene schwarze Färbung nimmt die Wucht ihrer Erscheinung zum Teil wieder zurück. Und am Handgelenk getragen wirkt die Uhr deshalb vor allem markant, modisch akzentuiert, aber nicht übertrieben oder unausgewogen.

Als weniger überzeugend stelle ich fest:
- - Das absolut plane Glas ist sehr anfällig für Fingerabdrücke. Da ich verschmierte Glasflächen nicht leiden kann, wische ich mehrmals täglich darüber. Das ist bei meinen sonstigen Uhren, in die ein zum Rand hin gewölbtes und höherwertiges Glas eingesetzt ist, nicht notwendig.
- - Für meinen Geschmack dann doch etwas übertrieben „grungy“ wirkt die Metalloberfläche des Gehäuses. Herstellerseitig ist als Material für das Gehäuse „Alloy“ angegeben, also eine Legierung, die aber nicht näher bezeichnet wird. Das schwarze Metall zeigt vor allem an der Seite im Bereich der Armbandbefestigung einen leicht regenbogenfarbigen Schimmer, der an industriellen Rohstahl oder ähnliches erinnert.
-- Die Minuten- bzw. Sekundenstrichmarkierungen am Rand des Ziffernblatts sind ungenau angeordnet. Auf der einen Seite trifft der Sekundenzeiger den Strich, auf der anderen kommt er irgendwo zwischen zwei Markierungsstrichen zum Stehen.
-- Die beigelegte Bedienungsanleitung ist mit Ausnahme der allgemeinen Sicherheits- und Pflegehinweise komplett unbrauchbar, da sie sich offensichtlich auf andere Uhrenmodelle bezieht.
-- Die vom Hersteller angegebene „Geschenkverpackung“ entpuppt sich als simpler billiger Glanzkarton, dessen einziger Reiz in der so schön international klingenden aufgedruckten Markenbezeichnung „Mike Ellis News York“ besteht.

Die LED-Hintergrundbeleuchtung, die auf Knopfdruck aktiviert werden kann, ist natürlich eine spektakuläre Spielerei mit einem gewissen Unterhaltungswert. Das ganze Gehäuse wird dabei von hinten durch die durchbrochenen Stundenmarkierungen hindurch blinkend beleuchtet, mit einem Wechsel aller Farben des Lichtspektrums und einem rhythmischen Blinken: lang – schnell – lang und noch einmal kurz schnell – etwa 17 Sekunden lang. Danach schaltet es sich von selbst wieder aus. Bei Dunkelheit ein kurzweiliger Gag, vor allem wenn man jemandem die Uhr präsentieren will. Rein praktisch aber nur insofern sinnvoll, da man nur damit bei Dunkelheit die Uhr überhaupt ablesen kann. Für den Alltagsgebrauch sinnvoller wäre da eine monochrome Beleuchtung auf Knopfdruck, die so lange anhält, wie man den Knopf drückt. Eine solche ist aber leider nicht integriert.

In ihrer Preisklasse finde ich die Uhr trotz der genannten Mängel absolut empfehlenswert. Gerade wegen ihrer stimmigen modischen Erscheinung und auch weil sie sich sehr angenehm trägt, denn das Armband ist gut und sicher verstellbar, und das Gewicht des Gehäuses ist beim Tragen so gut wie nicht bemerkbar.


Jamara LED Leuchtröhre, diffus, inkl. Blindstarter
Jamara LED Leuchtröhre, diffus, inkl. Blindstarter
Preis: EUR 59,47

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Langfristig sind LED-Röhren die bessere Alternative, 30. November 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Entscheidung zwischen Energiesparlampen und LED fällt für mich inzwischen immer zu Gunsten der LED-Technik aus. Die Vielfalt der LED-Lösungen für verschiedenste Leuchtmittel ist inzwischen so groß, die Zuverlässigkeit und die Auswahl an Lichtfarben so umfassend, dass die Argumente der besseren Umweltverträglichkeit und vor allem der sehr viel längeren Haltbarkeit und deutlich größeren Energieersparnis sofort greifen. Deshalb bin ich froh, dass nun auch LED-Leuchtröhren erhältlich und so ausgereift sind, dass man auch bei den großen Leuchten die fortgeschrittene Technik nutzen kann. Der natürlich nicht unerhebliche Preis von ca. 50 Euro für diese Röhre, davon gehe ich aus, wird sich auf lange Sicht amortisieren.

Die Montage funktioniert genauso wie bei herkömmlichen Leuchtröhren. Man lässt sie an beiden Enden mit den Kontakten in die Nut der Halterung gleiten und dreht sie um 45 Grad. Zuvor muss bei abgeschalteter Stromversorgung allerdings das für herkömmliche Leuchtröhren notwendige Starterelement entfernt und durch die mitgelieferte formgleiche LED-Sicherung ausgetauscht werden. Das war‘s dann auch schon.

Diese Röhre bietet darüber hinaus die Möglichkeit, bei Bedarf die Abstrahlrichtung zu variieren. Dazu muss man wissen, dass anders als bei herkömmlichen Röhren das Licht hier nicht rundum abgestrahlt wird, sondern nur durch einen schmalen Streifen an der Unterseite, der einen Abstrahlwinkel von 120° ermöglicht. Durch einen simplem Schiebe- und Drehmechanismus, der an beiden Enden angebracht ist, kann man, auch wenn die Röhre bereits montiert ist, die Ausrichtung des Lichtkegels variieren, indem man den Röhrenkorpus zwischen 15° und 90° nach links oder rechts dreht. In unserem Fall war das nicht notwendig, aber je nach Raum- und Arbeitssituation kann so eine optimale Ausleuchtung erreicht werden.

Die Lichtfarbe tendiert zwischen weiß und leicht bläulich. Das fällt in dem Raum, in dem ich die Röhre neben einer zweiten mit herkömmlicher Röhrentechnik bestückten Deckenleuchte nutze, schon auf, denn das Licht der herkömmlichen Röhre ist gelblich und wird eben auch rundum abgestrahlt. Für Räume mit mehreren Leuchten, die intensiv genutzt werden, würde ich deshalb alle Röhren auf LED umstellen, da ansonsten ein wenig homogener Lichteindruck entstehen kann.


Eukanuba Daily Care Adult Hunde-Trockenfutter für Hunde mit sensibler Haut - Huhn 12 kg
Eukanuba Daily Care Adult Hunde-Trockenfutter für Hunde mit sensibler Haut - Huhn 12 kg
Preis: EUR 42,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut verträgliche Trockenfutterbeimischung, 19. November 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Unsere Erfahrung mit Eukanuba Trockenfutter basiert auf einem Test von bisher ca. 4 Wochen. Längerfristige Aussagen können wir deshalb noch nicht treffen.

Zur Ausgangssituation:
Unser 2-jährige Gordon Setter ist von jeher auf Trockenfutter eingestellt. Wir haben seit Beginn mit einem Produkt von Royal Canin, inzwischen ‘Adult’, gefüttert, da unser Hund aber nicht darauf fixiert ist, gelegentlich auch Selbstgekochtes ergänzt. In jüngster Zeit machen wir zwei Beobachtungen:
Auf Selbstgekochtes, v. a. bei Huhn, reagiert er öfter mit flüssigerem Stuhl bis hin zu Durchfall. Und: In den 2 Jahren hat er ein ordentlich an Gewicht zugelegt, seine Agilität aber nicht verloren. Im Gegenteil zeigt er sich enorm aktiv. Das stellt besondere Anforderungen an den Nährstoffgehalt und die Verträglichkeit des Futters.
Für uns waren das Gründe, es mit einem weiteren Trockenfutter als Beimischung zu versuchen.

Um die Verträglichkeit zu testen, haben wir Eukanuba zunächst schrittweise hinzugemischt, Spontan hat unser Hund positiv reagiert, für uns die Freigabe, die Beimischung schrittweise auf aktuell 50% zu erhöhen. Was wir dabei feststellen können:

Fell:
Unser Hund hatte schon vorher ein schönes glänzendes schwarzes Fell – das hat sich zumindest nicht verändert, was wir so interpretieren, dass Eukanuba dem Konkurrenten Royal Canin diesbezüglich auf jeden Fall Schritt halten kann.

Verdauung und Verträglichkeit:
Der Hund nimmt das Futter auch in der Mischung gut an. Uns freut es besonders, dass sich durch die Beimischung von Eukanuba das geschilderte Verdauungsproblem im Zusammenhang mit Selbstgekochtem gelegt hat und die Verdauung inzwischen sehr stabil geworden ist. Ein Übergang zu 100% Eukanuba wäre somit durchaus denkbar.

Geruch:
Jegliches Hundefutter hat einen massiven Eigengeruch, an den erfahrene Hundehalter gewöhnt sein müssen. So ist der Fischgeruch dieser Eukanuba-Sorte auch nicht „schlimmer“ als Trockenpansen oder die kleinen trockenen Sprotten. Wir glauben, dass fast jeder Hund genau das besonders gerne frisst, was der Mensch nur mit Überwindung riechen kann. Kurz: Das sehen wir nicht als Nachteil.

Fazit:
Mindestens so gut wie das preislich ähnliche Produkt von Royal Canin und vielleicht sogar einen Tick besser – diesen Schluss werden wir nach einer längerer Testzeit ziehen können.


Erwarten Sie Wunder!: Expect the Unexpected
Erwarten Sie Wunder!: Expect the Unexpected
von Kent Nagano
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffnungsvoll aus der Krise - mit der zeitlosen Kraft ernster Musik, 13. November 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die seit spätestens der Jahrtausendwende unübersehbare Krise in der Wahrnehmung und Förderung ernster Musik, eigentlich der verschiedenen hochkulturellen Formen insgesamt, ist Hauptmotiv und Motivation dieses Buches. Wenn der Autor ein gerade in Deutschland bekannter und international anerkannter Musiker und Dirigent ist, kann das nur eines bedeuten: Ein Plädoyer zum Beenden dieser Krise. Die Empörung, die Kent Nagano als professioneller Vollblutmusiker mit Bezug zu Stéphane Hessels ökonomiekritischem Bestseller „Empört Euch!“ angesichts der Entwicklung selbst empfindet, erschöpft sich in seinem Buch nicht in Anklagen oder emphatischen Beschwörungen. Nagano versucht vielmehr sehr differenziert, den Ursachen auf den Grund zu gehen, Verbindungen zu gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, unterschiedlichen Traditionslinien und lokalen Bedürfnissen herzustellen. Er entwickelt und realisiert in seinen verschiedenen Funktionen diesseits und jenseits des Atlantiks zudem Ansätze und Strategien, um eine Zukunft von Ensembles, Programmen und musikalischer Bildungsangebote zu sichern und die ernste Musik wieder stärker ins Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise zu rücken. Denn eines ist klar, es handelt sich nicht um eine Krise der Kunst an und für sich, sondern um ein Schwinden ihrer gesellschaftlichen Relevanz und ihrer Rezeption.

Naganos Buch ist aus mehreren Gründen sympathisch und attraktiv.
+ Es betrachtet das für alle beobachtbare Phänomen aus verschiedenen Perspektiven und bietet dem Leser tiefergehende Einsichten in die aktuelle und historische Rolle ernster Musik. Dabei mischt der Autor theoretische Überlegungen etwa zur Ästhetik mit historischen Betrachtungen und vor allem seinen eigenen Erfahrungen als Musiker, Dirigent, künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor für renommierte Spitzeninstitutionen des internationalen Orchester- und Opernbetriebs.
+ Es richtet sich energisch gegen elitäre Vereinnahmungen, betont dagegen die zeitlose Rolle ästhetischer Bildung für alle Menschen und sieht gerade darin die große Zukunftschance ernster Musik.
+ Es beschränkt sich nicht auf die Analyse, sondern schildert sehr plastisch, wie Nagano durch seine Tätigkeit der Krise entgegentritt und damit offensichtlich Erfolge verbuchen kann.

Es ist spannend, dieser extrem vielseitigen Künstlerpersönlichkeit gewissermaßen über die Schulter schauen zu können. Allein der Lebenslauf des Amerikaners, dessen musikalische Sozialisation in einem kalifornischen Fischerdorf seinen prägenden Anfang nahm und ihn zu zahlreichen Stationen innerhalb der USA, in Kanada, Frankreich, England und Deutschland führte, mutet fast unwahrscheinlich an. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er meist mehrere Engagements parallel innehat, als Orchesterleiter und Operndirektor für unterschiedliche Ensembles dies- und jenseits des Atlantiks arbeitet. Ein echter Kosmopolit, dessen Leben von einer stetigen Weiterentwicklung geprägt ist. Eine Weiterentwicklung, die nicht auf den engen Umkreis des Klassikbetriebs beschränkt bleibt, sondern immer von dem Bestreben geprägt ist, die Musik in der Mitte der Gesellschaft zu verorten, ihre kultur- und zeitübergreifende Bedeutung für jeden Menschen aufzuzeigen. In diesem Rahmen präsentiert sich Nagano als extrem umtriebiges Multitalent, das hohes musikalisches Niveau mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden weiß. Ein realistischer Analytiker, geschickter Kommunikator und perfektionistischer Musiker mit einem Faible für neuere Musik, der an jedem Ort, an dem er tätig wird, die für diesen Ort und die Bedürfnisse der dort Lebenden passenden Lösungen in der Auswahl und Aufführung ernster Musik sucht. Die Lösung kann dann auch schon mal in Aufführungen in Brauereien, Eishockeyarenen oder sozial benachteiligten Stadtteilen liegen. Oder in der sukzessiven, inhaltlich stimmigen Programmmischung klassischer mit zeitgenössischer ernster Musik oder gar popmusikalischer Elemente, sofern dies in einer lokalen Tradition liegt und inhaltlich Sinn macht. Das sind teils ungewöhnliche Wege, die Nagano aus seiner Praxis schildert, immer mit der Frage im Hinterkopf, wie ernste Musik ihre bereichernde Wirkung unter modernen Bedingungen, bei schmalen Kulturbudgets und gemäß den tatsächlichen Lebensbedingungen der Menschen vor Ort entfalten kann.

Immer wieder zum Gegenstand macht Nagano die Unterschiede in den Programmerwartungen des Publikums in Amerika, Kanada und europäischen Staaten, die Differenzen in der Finanzierung von Hochkultur, die Auswirkungen globaler Krisen, wie der jüngsten von den USA ausgehenden Finanzkrise mit ihren weitreichenden Auswirkungen auch auf die Überlebensfähigkeit und den Spielraum musikalischer Ensembles und Aufführungsstätten. Gleichzeitiger gibt er Einblicke in die Geschichte ernster Musik, den jeweiligen Entstehungsbedingungen der Werke, ihre gesellschaftliche Einbettung, die Motivationen und Gedanken der Komponisten. Er zeigt dabei zweierlei: Die große Kraft, die ernste Musik zu allen Zeiten hatte und ihr Stellenwert als ästhetischer Spiegel der Zeit und ihrer Kultur. Ein Spiegel, der Allgemeingültiges zum Ausdruck bringen und teils auch Zukünftiges vorwegnehmen kann. Musik als allgemeingültige abstrakte Sprache, die individuell und zeitbezogen entsteht, aber zeit- und kulturunabhängig die Empfindungen, das Wahrnehmungs- und Urteilsvermögen der Menschen erweitern kann, die sie hören und verstehen. Aus diesem Grunde betont Nagano immer wieder die Bedeutung musikalischer Erziehung und musikalischer Lehrer, sehr anschaulich am Beispiel seiner eigenen von ihm selbst rückblickend schon fast als unwahrscheinlich eingeschätzten Kindheit in einem Dorf, das ganz und gar von der Musik geprägt war, weil ein begnadeter Musikpädagoge zunächst die Kinder der Grundschule und dann auch die Erwachsenen für ernste Musik begeistern konnte. Mit nachhaltigen Folgen für deren eigenen Lebensweg. Diese Erlebnisse haben den Autor stark geprägt und sind sicherlich eine wesentliche Erklärung für sein Bestreben, durch innovative Programmgestaltung und besondere Locations das Durchschnittsalter für Konzert- und Opernbesuche wieder zu senken. Und auch für die von ihm initiierten Projekte zur musikalischen Früherziehung für Kinder aus weniger privilegierten Gesellschaftsschichten.

In einigen Passagen hat man den Eindruck, dass der Autor in seinem Bestreben, das komplexe Phänomen des Bedeutungsverlustes ernster Musik möglichst differenziert zu betrachten, sich in zu vielen Richtungen verliert. Fast schon zu Vieles packt er dann zusammen, bewegt sich dabei zwischen der Schilderung eigener Erlebnisse und Projekte, der Wiedergabe von Gesprächen mit Persönlichkeiten aus Musik, Wissenschaft, Religion und Belletristik, eigenen philosophischen oder ästhetischen Grundüberlegungen, gesellschaftskritischen Betrachtungen und historischen Rückblicken hin und her, manches nur anreißend, anderes weiter ausführend. Wenn man aber bedenkt, dass Nagano neben Musik auch Soziologie studiert hat und sein Lösungsansatz gerade den Gewinn in den Mittelpunkt stellt, den eine Gesellschaft aus der musikalischen Erziehung ihrer Mitglieder und der kontinuierlichen musikalischen Rezeption gewinnen kann, erhalten diese Reflexionen und Ausführungen eine tragende Rolle. Und in Verbindung mit seiner geschilderten Praxis, die voll ist von konkreten Beispielen erfolgreichen Gegensteuerns, wirken seine Ansätze authentisch und überzeugend.

Am eindrücklichsten sind für mich, gerade vor dem Hintergrund seines eigentlichen inhaltlichen Statements, die Kapitel des Buches, die sich einzelnen Komponisten, ihrer musikalischen Sprache, ihrem Leben und den Umständen ihrer Zeit widmen. Genauer gesagt bilden diese kürzeren Abschnitte den Abschluss eines jeden Kapitels. Sicher hat Nagano Bach, Schönberg, Beethoven, Messiaen, Bruckner und die amerikanischen Komponisten Bernstein und Ives nicht zufällig in diesen Kontext gesetzt. Das ist eine sehr subjektive Auswahl, die mit Naganos eigenem künstlerischen Lebensweg und seinem Renommee als Spezialist für neuere Musik zu tun hat. Aber es geht ihm dabei um das Abbilden des großen Spektrums ernster Musik, von den Ursprüngen bei Bach über die eigentliche Klassik bis zu zeitgenössischen musikalischen Formen, die sich von der Tonalität verabschiedet haben. Und es geht darum zu zeigen, dass jeder dieser Komponisten seine Werke nicht im luftleeren Raum, sondern eben unter bestimmten kulturellen, politischen und ökonomischen Bedingungen geschaffen hat. Ich denke, Nagano versteht sich dabei als Musikvermittler, als jemand, der aus seinem eigenen tiefen Empfinden, angereichert mit umfangreicher musikalischer Bildung und viel Hintergrundwissen, persönlicher Bekanntschaft mit verschiedenen zeitgenössischen Komponisten und Dirigenten, aber auch praktischer Erfahrung im modernen Musikbetrieb, aufzeigen möchte, dass all diese Werke heute noch große Aussagekraft und Bedeutung haben, wenn man sich darauf einlässt, die Bildungschancen geschaffen werden, die das erst ermöglichen, und die Räume und finanziellen Möglichkeiten, um diese Musik auch künftig noch möglichst vielen Menschen zugänglich machen zu können. Bei der Betrachtung der Komponisten und ihrer Musik ist der Autor ganz in seinem Element. In diesen Abschnitten scheint der Text zu fließen wie die Musik, um die es jeweils geht. Gleichzeitig erkennt man Naganos aufrichtige Verehrung für den jeweiligen Komponisten und dessen Werk. Das gilt für Bach und Beethoven ebenso wie z. B. für Messiaen, mit dem er fast ein Jahr lang in Paris eng zusammengearbeitet und dessen Denk- und Komponierweise er aus der direkten Begegnung kennengelernt hat. Vor allem aus der Lektüre dieser Komponistenbetrachtungen erhält Naganos Statement besondere Überzeugungskraft, dass nämlich gerade jetzt ernste Musik gute Chancen hat, sich aus ihrer eigenen Krise zu befreien, indem sie einen wesentlichen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher und kultureller Krisensituationen unserer Zeit leistet.


Norton Security mit Backup - 10 Geräte (PC, Mac, Android, iOS) (Product Key Card)
Norton Security mit Backup - 10 Geräte (PC, Mac, Android, iOS) (Product Key Card)
Preis: EUR 48,41

4.0 von 5 Sternen Universalschutz mit Luft nach oben – gerätespezifisch, übersichtlich und leicht installierbar, 4. November 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die größte Stärke dieses Sicherheitspakets liegt sicherlich darin begründet, dass es gleich zehn Geräteinstallationen abdeckt, und das systemübergreifend für PC, Mac oder Mobilgeräte mit Android oder iOS. Bei dem zunehmenden Trend zur parallelen Nutzung mehrerer internetfähiger Geräte ist es wohl konsequent, dass die Hersteller von Sicherheitssoftware ihre Lizenzpakete in dieser Richtung ausweiten. Pakete mit 2,3 oder 5 Lizenz- bzw. Installationsoptionen sind aber häufig auf bestimmte Systeme (PC, Mac) oder eine der verbreitetsten Betriebssysteme bei Mobilgeräten beschränkt. Dass hier alles in einem vorhanden ist, mit einem beruhigenden Spielraum nach oben, erübrigt die Anschaffung mehrerer Pakete, vereinfacht die Installationen und spart letztlich ja auch Kosten.

Symantec-Produkte, die ich damals in Form der reinen Antivirensoftware genutzt habe, sind mir aus der früheren Nutzung bekannt. Meiner Erinnerung nach funktionierte der Antivirenschutz auch vor Jahren schon zuverlässig, wobei ich mich an gewissen Blockaden bestimmter Anwendungsfunktionen auf Grund des Virenschutzes erinnern kann. Das war auch der Grund für einen zwischenzeitlichen Wechsel zu Produkten von Kaspersky. Meine Gründe für den neuerlichen Wechsel: Das 10-Geräte-Paket, das ich, vor allem auf den umfassenden Internet-Security-Schutz ausgedehnt, in der Form anderswo nicht entdeckt habe. Und die Informationen des Herstellers zur unkomplizierten Installation auf verschiedenen Geräten, die sich als tatsächlich zutreffend herausgestellt haben. Es sind vor allem diese praktischen Aspekte, die für mich im Vordergrund stehen.

Wie schon verschiedentlich angemerkt, ist die rein technische Zuverlässigkeit zum Erkennen und Unschädlichmachen von Malware für den nicht-Spezialisten ohnehin kaum einschätzbar. Im Vergleich zu Kaspersky konnte ich diesbezüglich bisher nur einen Unterschied feststellen, der allerdings durch eine spezielle Funktion, ein Anti-Spam-Plugin für Outlook, zu erklären ist. Bestimmte Spam-Emails, die zuletzt mit Kaspersky Anti-Virus durchgingen, werden jetzt ausgefiltert. Inwieweit sich in punkto Sicherheit in anderen Bereichen Differenzen zeigen, muss ich durch längeren Gebrauch erst noch herausfinden.

Ich möchte eine Reihe von Punkten betrachten, die mir zu Installation und Funktionsumfang erwähnenswert erscheinen:

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Unter Windows 7, meiner aktuellen Anwendungskonstellation und der Aktivierung aller Sicherheitsfunktionen (Antivirus, Firewall, Antispam, Identitätsschutz) in der voreingestellten Konfiguration konnte ich keine dauerhaften Blockierungen von Anwendungen oder eine Beeinträchtigung der Performance feststellen. Im Bereich „Firewall -> Programmsteuerung“ hat man im Zweifelsfall die Möglichkeit, für alle Anwendungen den Internetzugang individuell einzustellen, d. h. zuzulassen, zu blockieren oder sonstige Regeln anzugeben.

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Nach der Aktivierung des Pakets war meine Adobe Creative Suite-Lizenz nur noch in der Testversion lauffähig, nachdem sie jahrelang problemlos funktioniert hatte. Um sie wieder regulär zu aktivieren, war die erneute Eingabe des Lizenzschlüssels notwendig. Eine Beeinträchtigung, deren Grund nicht erkennbar war und sich glücklicherweise leicht beheben ließ, die aber offensichtlich mit der Funktion des Security-Pakets zusammenhing. Es ist bedauerlich, dass man in solchen Fällen auf Trial-and-Error angewiesen ist, da man in die Tiefen einer so komplexen Software natürlich nicht vordringt und insofern nicht wirklich weiß, auf welchem Wege Fehler dieser Art wieder aufzulösen sind.

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Die Bereitstellung der Software über einen Product-Key, d. h. über einen durch den Kauf berechtigten Download, finde ich für eine Sicherheitssoftware, insbesondere wegen der geräteübergreifenden Anwendbarkeit, absolut in Ordnung. Eine CD ist hierfür wirklich nicht notwendig. Der Download über die norton.com-Website und die anschließende Installation auf dem Hauptrechner verlief sehr unkompliziert, begünstigt durch eine sehr klare und einfache Benutzerführung. Voraussetzung ist die Anmeldung in oder die Neueinrichtung eines Norton-Accounts. Auch das macht Sinn, denn über diesen Account lassen sich später über den Browser neue Geräte hinzufügen bzw. die Konfiguration kann jeweils geändert werden.

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Die Benutzeroberfläche des Softwarepakets ist gelungen aufgebaut. Man findet auf der obersten Ebene einfach fünf nebeneinander gestellte Funktionsbereiche: Sicherheit – Identität – Backup – Leistung – Mehr Norton, die in ihrer Färbung, idealerweise in Grün, anzeigen, ob alles in Ordnung ist oder nicht. Eine plakative Informationsoberfläche sozusagen. Aktiv werden kann man durch Klick auf den grünen Pfeil, der für jeden Funktionsbereich bestimmte Aktionen auflistet, hinter denen wiederum vielfältige Einstellungsmöglichkeiten stehen, die ganz individuelle Konfigurationen erlauben. Bei Deaktivieren bestimmter Funktionen wird man übrigens auf die mögliche Gefahr hingewiesen. Eine ziemlich transparente Benutzerführung, die einen nicht weiter belastet, wenn man die Voreinstellungen belässt, die bei Bedarf aber die Umstellung möglich macht. Viele der Optionen bleiben freilich für den nicht Eingeweihten ziemlich kryptisch. Wer sich dennoch interessiert, findet über ein Fragezeichensymbol Links zu einer entsprechenden Erklärung auf der Symantec-Website.

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Die im Paket enthaltene Backup-Funktion, die die Sicherung einer zu bestimmenden Auswahl von Daten entweder auf dem eigenen System oder innerhalb eines angeblich sicheren Online-Speichers (bis zu 25 GB) ermöglicht, nutze ich selbst nicht, da ich regelmäßig auf ausreichende anderweitige Sicherungsmöglichkeiten zurückgreife. Die Funktion „Leistung“, die man in einem Sicherheits-Softwarepaket nicht unbedingt vermuten würde, finde ich dagegen ganz praktisch. Sie ermöglicht das Defragmentieren der Festplatten, die Bereinigung temporärer Windows-Dateien und individuelle Einstellungen zu den Anwendungen, die beim Starten des Rechners sofort zur Verfügung stehen. Über den „Startmanager“ kann man für einzelne Anwendung zu Gunsten eines schnelleren Hochfahrens eine Startverzögerung einstellen. Damit werden die Sicherheitsfunktionen in wie ich finde stimmiger Weise mit einer Ordnungsfunktion kombiniert.

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Das wohl nützlichste Element in dem 10-Geräte-Paket ist sicher der Bereich „Mehr Norton“. Dieser besteht im Prinzip in einem Link auf eine Eingabemaske unterhalb der Norton-Website, die das Hinzufügen weiterer Geräte ermöglicht. Für externe Geräte gibt man eine E-Mail-Adresse ein, an die ein Downloadlink gesendet wird. Vom jeweiligen Gerät aus kann man dann die Software entweder downloaden (PC, Mac, Laptop) oder man wird bei Android-Mobilgeräten an den Google Play Store weitergeleitet, von dem aus man die Norton Mobile Security App downloaded und aktiviert. Die Bezeichnung „Übertragung des Schutzes“ ist hier allerdings irreführend. Eigentlich installiert man auf jedem Gerät die jeweils dem Gerätetyp angepasste Software erneut. Alle Geräte mit installiertem Schutz erscheinen dann in dem angelegten Norton-Account und können dort verwaltet werden. Was im Falle des Downloads über den Play Store nicht gut gelöst ist: Man wird darauf hingewiesen, dass man zunächst nur eine 30-Tage-Testversion aktiviert, wodurch der Eindruck entsteht, die über die kostenfreie Version hinausgehenden Funktionen der Mobile-App, zusammengefasst im so genannten App-Berater, wären nicht enthalten. Im weiteren Prozess aber meldet man sich erst auf seinem Account an und erkannt dann diese Funktionen als Bestandteil des erworbenen Pakets.
Das ganze kann man sozusagen in Serie schalten und hintereinander für alle Geräte durchführen. Dieses Vorgehen empfiehlt sich auch, denn die Nutzungsdauer gilt ab dem Datum der ersten Installation auf einem Gerät. So hat man ein Datum, an dem man sich übergreifend orientieren kann. Die Nutzungslizenz gilt bei dieser Vollversion für ein Jahr und kann dann entweder manuell verlängert werden, oder man richtet eine automatische Verlängerung ein.

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An der im Vergleich zur PC-Version sehr viel übersichtlicheren Android-Fassung sieht man sehr deutlich, dass für den jeweiligen Gerätetyp angepasste Sicherungslösungen eingerichtet wurden. Die Android-Version enthält neben der eigentlichen Malware-Erkennung den App-Berater, der checkt, wenn eine installierte App private Informationen erfasst, Adware enthält, die Akkuleistung zu sehr belastet oder bei Nichtverwendung Daten sendet. Zudem gibt es eine Möglichkeit, unerwünschte Anrufe zu blockieren und Websites vom Abgreifen persönlicher auf dem Mobilgerät gespeicherter Daten zu hindern. Varianten der PC- und Mac-Funktionen „Sicherheit“, „Identität“ und „Leistung“, aber eben doch auf die Besonderheiten der Mobiltechnik ausgerichtet. Eine Zusatzoption ist der Diebstahlschutz, der im Browser oder gar per SMS das Sperren des Geräts, eine Ortung und das Löschen von Daten auf dem Gerät ermöglicht. Etwas, das sich gut anhört, aber praktisch sicher kaum Relevanz besitzt. Voraussetzung ist nämlich, dass das Gerät online ist.

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Vom Gefühl her irritierend ist die Geschwindigkeit, mit der in der Mobile-App angezeigt wird, dass keine Malware und keine problematischen Apps gefunden wurden. Von kostenfreien Antiviren-Apps, die ich zuvor eingesetzt hatte, war ich einen längeren Suchlauf gewöhnt. Dieser hier ist in einer halben Minute erledigt, mit dem anschließenden Hinweis, dass der Scan jetzt automatisch ausgeführt wird und das Gerät damit immer geschützt wird. Na ja, man kann es eigentlich nur glauben. Ich habe vorsorglich einmal das Scanintervall von wöchentlich auf täglich umgestellt. Die Zuverlässigkeit muss sich erst noch beweisen.

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Die Mindestanforderung für das Betriebssystem bei PCs kann ich bestätigen. Nachdem ich die Software bei einem PC, zwei Tabletts und einem Smartphone erfolgreich installiert hatte, folgte noch ein älterer Laptop, der noch mit Windows Vista läuft. Der erste Versuch scheiterte zwar, aber das lag daran, dass das Service Pack 1 nicht installiert war. Anschließend an diese Nachrüstung ließ sich auch Norton Security problemlos installieren. Für alle Vista-Nutzer deshalb der Tipp: Unbedingt Service Pack 1 installieren.


Corel PaintShop Pro X7
Corel PaintShop Pro X7
Preis: EUR 53,98

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Wahl für ambitionierte Amateurfotografen und -bildredakteure, 30. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Corel PaintShop Pro X7 (DVD-ROM)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Seit längerem bin ich auf der Suche nach einem leistungsfähigen und vielseitigen Bildbearbeitungsprogramm, das für Nichtprofis handhabbar, den Herausforderungen der Weiterverarbeitung moderner Digitalfotos gewachsen und trotzdem kostengünstig ist. Dabei geht es mir vor allem um eine Empfehlung für meine CMS-Kunden, die ihre Webillustrationen selbst einstellen und deshalb auch selbständig ver- und bearbeiten wollen. Das von mir nach wie vor bevorzugte Photoshop ist vielen zu umfangreich und vor allem für den genannten Zweck zu kostspielig. Die für Amateurfotografen gedachte abgespeckte Version der „Photoshop Elements“ konnte mich bisher in puncto Vielseitigkeit und Workflow nicht überzeugen. Und die mir aus vergangener Praxis gut bekannte Bildbearbeitungslösung CorelPHOTO-PAINT entfaltet m. E. ihre Stärke eher dann, wenn man sie parallel mit dem Vektorprogramm CorelDRAW verwendet. Als Anwendung, die auch für Nicht-Profis geeignet und gleichzeitig für die Entwicklung (von RAW-Formaten), Anpassung und Bearbeitung digitaler Fotos verwendbar ist, wie sie von aktuellen Kameras ausgegeben werden, kann mich dagegen Corel PaintShop Pro X7 überzeugen - nicht zuletzt wegen des vergleichsweise moderaten Preises, der angesichts der Leistungsfähigkeit der Software erstaunlich genannt werden kann.

Wie so häufig bei komplexen Softwareangeboten ist auch hier eine Differenzierung notwendig. Denn die Eignung hängt natürlich sehr von den konkreten Anforderungen ab. In Teilen und bezüglich einzelner Funktionen wirkt PaintShop Pro auf mich ein wenig überambitioniert. Bestimmte Tools sind offensichtlich an Profilösungen angelehnt, ohne aber die für eine wirklich passgenaue Lösung erforderlichen Profiwerkzeuge bereitzustellen. Zum Beispiel vermisse ich ein Markierungswerkzeug, das zwischen Zauberstab und Freihandauswahl ein passgenaues Nachzeichnen von Konturen aus Teillinien ermöglicht, ähnlich dem Polygon-Werkzeug bei Photoshop. Sehr viele und umfangreiche Funktionen sind hier integriert, die Laien größtenteils nicht oder selten verwenden werden, die aber in der Gesamtheit die Orientierung und Einarbeitung erschweren können. Bei einer Konzentration auf das eigentlich Benötigte und einer zielgenauen Einführung scheint mir diese Software aber sehr leistungsfähig und gerade für die genannte Gruppe der CMS-Redakteure und natürlich in jedem Fall für den Gebrauch im Rahmen privater Foto- und Präsentationsprojekte deutliche Vorzüge zu besitzen. Ich möchte hier aus meiner Sicht markante Vor- und Nachteile abwägen:

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Die Aufteilung in drei Funktionsbereiche „Verwalten“, „Anpassen“ und „Bearbeiten“ unterliegt zwar einer gewissen Unschärfe, macht im Großen und Ganzen aber Sinn. Denn je nach persönlichem Bedarf kann man sich in den bevorzugten Bereichen aufhalten, was den Überblick über die komplexen Tools erleichtert. Je nachdem z. B., ob man eher am Betrachten, Vorsortieren, Verschieben, Entwickeln, Drehen, der Detailkontrolle von Bilddaten oder der Beschreibung und dem Tagging einzelner Bilder interessiert ist (Verwalten).
Oder ob man Fotografien optimieren möchte, durch Korrektur des Weißabgleichs, Arbeiten am Kontrast, der Helligkeit, Belichtung, Schärfe, dem Reduzieren von Bildrauschen oder der Anwendung von Effekten (Anpassen). Der Bereich „Bearbeiten“ beinhaltet dann die Funktionen, die man von einer klassischen Bildbearbeitung her kennt und von dieser erwartet. Mit einem enormen Umfang an Einstellungs- und Bearbeitungsoptionen, die natürlich auch das sehr nützliche Arbeiten mit Ebenen und Objekten umfasst. Optionen, die eben über das reine Korrigieren von Bildformaten hinausgehen und kreativen Ambitionen Raum bieten.
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Die für häufiges Arbeiten so wichtige Aufteilung des Arbeitsfensters ist ganz gut gelöst. Im ersten Moment erschlägt einen die Kombination verschiedener Teilfenster, Registerkarten oder „Paletten“, wie es hier genannt wird, zwar. Aber die Auswahlmöglichkeiten, die einzelnen a) fest anzudocken, b) auf der Arbeitsfläche verschiebbar zu lassen, c) ganz zu entfernen oder d) zusammengeklappt lediglich beim Mouseover verfügbar zu haben, eröffnet die Chance, die Arbeitsfläche je nach eigener Routine und Gewohnheit individuell einzurichten. Festgepinnte Paletten lassen sich zudem durch Ziehen des Randes in der Höhe bzw. Breite anpassen, um bessere Übersichtlichkeit zu erreichen.
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Die Software umfasst verschiedene Spezialfunktionen, die sonst auf verschiedene Anwendungen verteilt sind. Z. B. erinnert der Bereich „Anpassen“ stark an die Oberfläche von DxO Optics Pro, einer Software, die ich gerne für das Entwickeln, das Optimieren und Konvertieren von RAW-Formaten verwende. Natürlich ist der Funktionsumfang nicht derselbe. Aber der Amateur, der etwas höhere Ansprüche an die Weiterverarbeitung seiner Bilder hat, wird damit schon vieles erreichen können, ohne in zusätzliche Spezialsoftware zu investieren. Von allem etwas sozusagen. Wenn man sich einmal zurechtgefunden hat, eigentlich ideal.

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Die Kehrseite der Vielseitigkeit, wie schon angemerkt, ist natürlich, dass man sich leicht verliert. Denn man benötigt schon eine gewisse Einarbeitungs- und Orientierungszeit, um die Funktionen zu entdecken, die für das eigene Arbeiten nutzbar sind, um Routine zu entwickeln. Interessenten, die sich selbst einarbeiten wollen, sollten deshalb Geduld mitbringen, werden aber mit einer umfangreichen Funktionspalette belohnt. Das gleiche gilt für die Umstellung von einer anderen gewohnten Anwendung wie z. B. Photoshop oder auch CorelPHOTO-PAINT. Vieles ist anders benannt, funktioniert auf anderen Wegen, ist in anderen Menüs in unterschiedlicher Kombination zu finden. Aber ehrlich – das gilt natürlich generell bei Umgewöhnungen im Softwarebereich.
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Ein-Klick-Funktionen wie sie hier bereitgestellt sind, finde ich generell sehr fragwürdig. Zum spielerischen Ausprobieren ist es sicher ganz nett, z. B. die zahlreichen „Sofortigen Effekte“ anzuwenden, um das eigene Foto in einem anderen Filmstil oder sonstigen vorab definierten Stilen darzustellen. Auch eine „Sofortige Fotokorrektur“ oder das „Entfernen von Bildrauschen in einem Schritt“ könnte als Anhaltspunkt ganz nützlich sein. Aber meist ist die Voreinstellung eben doch nicht wirklich passend, und eine Anpassung ist dann nicht möglich. Ich meine, man könnte auf solche Instant-Funktionen zu Gunsten der Übersichtlichkeit ganz verzichten und sich auf das Bereitstellen individueller Parameter beschränken.
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Noch eine Feststellung in Sachen Übersichtlichkeit: Die eigentlich lobenswerte Aufteilung in die drei Bereiche wird leider durch viel Redundanz überlagert. Das heißt, verschiedene Funktionen werden teils in anderer Zuordnung zum Menü in allen drei Bereichen verfügbar gemacht. Das gilt vor allem für die Bildbearbeitungsebene, in der sich eben auch Effekte und Korrekturen des Bereichs „Anpassen“ dupliziert finden. Die vielen Menüpunkte, Symbole, Leisten und Paletten sind trotz der Arrangiermöglichkeiten dann doch etwas viel des Guten. Eine kompaktere Benutzeroberfläche wäre für die ansonsten sehr spannende und für ihre Zielgruppe leistungsstarke Software sicher noch vorteilhafter.


WMF 0758276380 Topf-Set ProfiSelect, Fleischtopf 24 cm, Porzellanschale, Servierplatte, mix und match
WMF 0758276380 Topf-Set ProfiSelect, Fleischtopf 24 cm, Porzellanschale, Servierplatte, mix und match
Wird angeboten von Almunda
Preis: EUR 128,90

5.0 von 5 Sternen Überraschend vielseitig - Kochgeschirrkombination mit Mehrwert, 25. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die zunächst ungewohnte Kombination von Kochtopf, keramischer Schale und Platzteller bzw. Servierplatte ist zuallererst ein Hingucker, weckt aber sofort auch Interesse an der Frage nach Sinn und Zweck dieser Zusammenstellung. Wer darin eine bloße Spielerei sieht, liegt falsch. Nicht nur, weil WMF mit der Serie „mix&match!“ noch weitere Artikel anbietet, die alle miteinander kombinierbar sind, die sich auf- und ineinander stellen lassen bzw. stapelbar sind. Auch weil sich die Nutzungsmöglichkeiten im Gebrauch sehr schnell erschließen. Darunter auch solche, die man gar nicht vermutet hätte, etwas die Möglichkeit, Speisen in der eingelegten Porzellanschale nicht nur warmzuhalten, sondern auch zu garen.

Vielleicht einige Worte zu den Einzelteilen des Sets:

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Die Materialqualität ist, wie ich das von WMF kenne, hervorragend. Rostfreier Cromargan-Edelstahl in sauberer Verarbeitung und polierter Oberfläche bei Topf und Servierplatte. Offensichtlich hochwertiges weißes Hartporzellan mit robuster Glasur als Material für die Schale.

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Das Set ist als Ganzes auf jeden Fall ein Blickfang. Aber auch die Einzelteile sind optisch sehr ansprechend und formal ausgewogen gestaltet. Besonders gut gefällt mir der große Topf - als Fleischtop bezeichnet, aber natürlich für beliebiges Koch- oder Bratgut geeignet - wegen seiner Hochglanzoptik und der elegant angesetzten Henkel. Mit 24 cm Durchmesser und bis 6 l Fassungsvermögen ist er recht groß und dennoch erstaunlich leicht.

Wirklich interessant sind natürlich die Kombinationsmöglichkeiten und die konkreten Einsatzmöglichkeiten. Einige Beispiele, die wir bereits getestet haben:

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Topf mit Schale und Deckel: Warmhalten
Da Porzellanschale lässt sich passgenau in den Topf einsetzen. Vorher zubereitete Speisen können in der Schale längere Zeit warmgehalten werden, wenn der Topf mit heißem Wasser gefüllt und auf kleiner bis mittlerer Stufe erhitzt wird. Eine gute Lösung, wenn man z. B. mit dem Essen auf jemanden wartet und verhindern will, dass es schlicht verkocht. Nach oben hin kann nichts abkühlen, da der Topdeckel ja auch auf die Schale passt. Eine Kontrolle ist über den Glasdeckel ja ohnehin möglich.

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Schale mit Deckel: Überbacken
Das Hartporzellan der Schale ist bis 250 °C hitzebeständig, der Glasdeckel bis 200 °C. Zum Zubereiten z. B. von Aufläufen im Backofen und zum Überbacken ist die Schale sehr gut geeignet. Wenn man das Servieren noch eine Weile hinauszögern will, das Gericht aber eigentlich schon so weit ist, kann man die Temperatur reduzieren und z. B. den Auflauf mit dem Glasdeckel abdecken. So hält sich die Temperatur und die Gefahr, dass etwas austrocknet, ist vermindert.

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Schale mit Deckel und Servierplatte: Warmhalten
Der Auflauf wird aus dem Ofen genommen und kann angerichtet werden. Die Servierplatte ist als Untersetzer der Auflaufschale ideal. Jeder nimmt sich seine Portion und der Rest wird mit aufgesetztem Deckel bis zum Ende der Mahlzeit warmgehalten.

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Topf mit Schale und Deckel: Garen
Das schien mir von der Logik her zunächst nicht praktikabel zu sein. Anders als bei quasi offenen metallenen Topfeinsätzen, die ich von anderen Systemen her kenne, ist die Porzellanschale hier geschlossen. Es kann von unten kein Wasser oder Wasserdampf eintreten. Wir haben es dennoch getestet und mit Erstaunen festgestellt, dass es bei bestimmten Zubereitungen funktioniert, v. a. mit Gemüsen wie Lauch. Es dauert zwar etwa doppelt so lang wie beim „normalen“ Kochen, aber wenn der Lauch in der Schale im eigenen Saft gart oder vielleicht mit etwas zugegebener Flüssigkeit, bleiben alle Bestandteile im Gericht und nicht wie sonst nach dem Abschöpfen größtenteils in der Brühe. Obwohl also der Wasserdampf seitlich zwischen Topfrand und Schalenrand nach außen entweicht und die Schale also lediglich durch den Wasserdampf bzw. das kochende Wasser erhitzt wird, wird das Gemüse bei geschlossenem Deckel gar (wie gesagt, es dauert etwas länger). Und der Geschmack ist wohl wegen dieser Zubereitungsmethode ein erkennbar intensiverer. Allerdings muss gesagt werden, dass das Set für diese Verwendung primär wohl nicht konstruiert ist. Denn es gibt am Schalenrand keine eingearbeiteten Kanäle oder ähnliches. Der Wasserdampf muss sich an geeigneten Stellen quasi gewaltsam den Weg bahnen.

Ein professioneller Küchenmeister, dem ich das Set vorführte, meinte, er habe so etwas zuvor noch nicht gesehen. Also doch kein Profi-Equipment, wie die Produktbezeichnung suggeriert? Eigentlich spielt das keine Rolle. Denn wir sind mit diesem Kochtopf-Set wegen seiner hochwertigen Verarbeitung und der Materialqualität, vor allem aber wegen der überraschend nützlichen Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten sehr zufrieden.


Pinzon Tagesdecke, Baumwollplüsch, Blau meliert
Pinzon Tagesdecke, Baumwollplüsch, Blau meliert
Preis: EUR 25,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast universal, in jedem Fall weich und handlich, 25. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ein nützliches Wohnungsutensil für die kältere Jahreszeit. Diese flauschige Decke ist ziemlich vielfältig verwendbar, eignet sich zum einen als Überzug z. B. für einen Sessel oder als wärmende und schützende Unterlage auf dem Sofa. Oder man kann sich damit zudecken oder sie schlicht um Schultern oder Beine wickeln.

Die Verarbeitung ist sauber, mit sorgfältig abgenähten Rändern und in großem Radius abgerundeten Ecken. Die Oberfläche fühlt sich weich und angenehm an. Dabei ist der Stoff weniger dick als er auf den ersten Blick auf Grund der plüschigen Oberfläche vermuten lässt. Bei der Verwendung als Sesselunterlage erweist er sich dennoch als strapazierfähig, so dass er wohl auch beim Dauereinsatz im Herbst und Winter nicht Gefahr läuft auszudünnen oder sich zu verziehen. Vermutlich liegt das an der vorteilhaften Mischung von 60 % Baumwolle mit 40 % Acryl. Wegen des Acrylanteils funktioniert das Trocknen auch wesentlich schneller, wenn die Decke zwischendurch einmal gewaschen werden muss.

Ich schätze die Decke vor allem wegen ihrer Vielseitigkeit. Da sie recht handlich und nicht sehr schwer ist, kann man sie leicht mitführen und an verschiedenen Stellen zum Einsatz bringen. Mit der praktischen Aufbewahrungshülle mit Reißverschluss kann man sie im Übrigen auch platzsparend und geschützt bis zur nächsten Saison im Schrank verstauen.

Für die spezialisierte Verwendung, z. B. ausschließlich als Sitzunterlage, halte ich sie für weniger geeignet. Da gibt’s andere, dickere, noch robustere und größere Modelle. Auch als Tagesdecke fürs Bett ist sie nicht ideal. Die Breite von 1,27 m ist für diesen Zweck zwar o.k., aber die 1,78 m Länge reichen natürlich nicht aus, um das Bett vollständig abzudecken. Wenn ich einen Schwachpunkt finden wollte, dann würde ich ihn bei den etwas knappen Maßen verorten. Mit einer großzügigeren Dimensionierung würde aus der handlichen und weichen Tagesdecke eine echte Universaldecke.


WMF 0738626021 Pfanne Durchmesser 28 cm Cromargan mit Keramikbeschichtung
WMF 0738626021 Pfanne Durchmesser 28 cm Cromargan mit Keramikbeschichtung
Preis: EUR 70,67

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spart bei richtiger Handhabung Energie und Reinigungsaufwand, 13. Oktober 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Meine erste Erfahrung mit einer keramikbeschichteten Pfanne (Beem Germany F2000096 Chromalon Keramik Bratpfanne V2, circa 28 x 5 cm) war bereits überwiegend positiv. In der Regel benötigt man darin viel weniger Bratfett als in Pfannen mit herkömmlicher Beschichtung oder solchen ohne Beschichtung. Außerdem ist ein Festsetzen von Bratresten eher selten und die Reinigung meist unproblematisch. Dennoch konnte ich zuvor in Fällen, in denen ein schärferes Anbraten notwendig und gewünscht war, feststellen, dass sich Fettreste an der Keramikoberfläche festgesetzt hatten, die ohne aggressive Mittel nicht gut zu entfernen waren. Und Kratzen geht natürlich bei der Keramik gar nicht.

Diese WMF-Pfanne liegt preislich beim Doppelten meiner bisher verwendeten Pfanne, bietet aber auch eine höhere Qualität der Verarbeitung, der verwendeten Beschichtung und der praktischen Handhabung. Besonders auffallend ist:

+ Die Beschichtung zeigt eine ziemlich glatte Oberfläche, nur ganz schwach körnig, so dass tatsächlich beim bisherigen Braten absolut gar nichts anhaftete.
+ Aus demselben Grund ist die Reinigung kinderleicht. Einfach mit heißen Wasser und etwas Spülmittel ausspülen, abtrocknen und dann – zum Schutz der Beschichtung – innen mit ein paar Tropfen Öl auswischen.
+ Der Boden ist plan gefräst, innen konnte ich bisher keine Wölbung feststellen, so dass sich das Bratfett gleichmäßig verteilen kann und das Bratgut auch gleichmäßig erhitzt wird.
+ Der Griff ist aus hitzebeständigem Kunststoff gefertigt, schön breit und handlich.
+ Innen stehen keine Nieten von der Befestigung der Griffs hervor. Pfannenboden und -wand sind somit vollständig von der Beschichtung überzogen. Das erleichtert die Reinigung zusätzlich.

Was mir eher negativ auffällt, was ich aber zu Gunsten einer soliden Machart und der damit zu erwartenden Langlebigkeit gerne in Kauf nehme:

- Die Pfanne ist ziemlich schwer, wohl auf Grund des dicken Bodens. Man muss, besonders wenn sie befüllt ist, schon etwas Kraft beim Anheben aufwenden.

Was ich zuvor schon wusste, im Gebrauch dieser hochwertigen Pfanne aber nochmals bestätigt sehe - es ist im Übrigen auch in der beiliegenden Gebrauchsanleitung deutlich darauf hingewiesen: Das A und O ist bei solchen Pfannen, dass sie nicht überhitzt werden. Nachdem man anfänglich nur kurz auf eine höhere Stufe geschaltet hat, kann man getrost auf mittlere bis niedrige Temperatur reduzieren. Tatsächlich brät sie anschließend nicht schlechter oder langsamer als man es beim Braten sonst gewöhnt ist. Durch die Beschichtung wird nicht nur weniger Fett benötigt, man spart auch Energie und verliert keine Zeit im Vergleich zur gewohnten Praxis. Eine klasse Technik, wenn man diese Regel mit dem Erhitzen konsequent berücksichtigt.

In der bisherigen Verwendung hat sich die Pfanne als außerordentlich pflegeleicht erwiesen. Das Braten selbst und die Reinigung sind mit dieser Beschichtung, bei richtiger Handhabung, deutlich unaufwändiger als bei herkömmlich beschichteten Pfannen und der von mir vorher verwendeten niedrigerpreisigen Keramikpfanne. Eine Investition, die sich also auszahlt.


Zwilling Quadro Kochgeschirrset, 5-tlg. (Sigma Classic Sandwichboden Material, induktionsgeeignet)
Zwilling Quadro Kochgeschirrset, 5-tlg. (Sigma Classic Sandwichboden Material, induktionsgeeignet)
Wird angeboten von schenken-kochen-wohnen
Preis: EUR 269,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super solides Edelstahl-Topfset mit überzeugenden Kocheigenschaften, 23. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nach einigen Wochen intensiver Nutzung kann ich sagen, dass wir mit diesem Edelstahl-Topfset der Marke Zwilling sehr zufrieden sind. Die Töpfe sind sauber und sehr solide gefertigt, edel im Design und haben sich in punkto Handhabung und Reinigung als außerordentlich praktisch und pflegeleicht erwiesen. Vor allem hat man den sicheren Eindruck, über einen Satz hochwertiger Töpfe zu verfügen, die vielleicht nicht für die Ewigkeit gemacht sind, aber doch so aussehen, dass sie über viele Jahre in gleicher Qualität verwendet werden können.

Gegenüber den beschichteten Aluminiumtöpfen, die wir zuletzt am liebsten verwendet haben, bietet der Edelstahl in dieser besonderen Verarbeitung eine Reihe von Vorteilen:

+ Der starke Boden mit Aluminiumkern hat gleich zwei wesentliche Vorzüge: Er ist auf der Außenseite und innen wirklich plan geschliffen und scheint anders als normale Stahltöpfe oder –pfannen keine Tendenz zu zeigen, sich zur Mitte hin im Laufe der Zeit zu verziehen. Das ist wichtig, gerade fürs gleichmäßige Anbraten. Bei anderen Töpfen konnte ich dagegen regelmäßig beobachten, dass irgendwann das Fett bei Erhitzen zum Rand läuft, weil sich der Boden mittig angehoben hat. Der mehrschichtige Aufbau scheint das zu verhindern. Zum zweiten speichert der Kern die Hitze tatsächlich sehr viel besser. Man kann recht schnell die Hitze reduzieren und auf mittlerer oder kleiner Flamme weiterkochen, mit unverminderter Garwirkung. Was rein optisch negativ auffällt, ist die regenbogenartige Verfärbung des Innenbodens, die ich nach mehrmaliger Verwendung bei einigen der Töpfe beobachten konnte. Das scheint ausgeprägter zu sein als bei anderen Stahltöpfen, die ich bisher so verwendet habe. Woran das liegt, kann ich nicht sagen, vielleicht an dem mehrschichtigen Aufbau?

+ Eine weitere Eigenschaft des Bodens ist, dass die Hitze ungewöhnlich schnell übertragen wird. Beides zusammen, Speicherwirkung und Geschwindigkeit, spart natürlich Zeit und Energiekosten.

+ Die Solidität kommt auch daher, dass keine Beschichtung aufgebracht ist. Ein reiner Edelstahltopf (vom innenliegenden Aluminiumkern abgesehen) bringt zwar ein höheres Gewicht mit sich. Beschädigungen, wie sie früher oder später bei Teflon-, Keramik- und ähnlichen Oberflächen unweigerlich auftreten, können aber erst gar nicht auftreten. Die Stahloberfläche an sich zeigt sich dabei, obwohl sie mit Ausnahme des Bodens hochglänzend ist, ziemlich unempfindlich. Die Reinigung macht keine besonderen Probleme. Hartnäckige Verkrustungen lasse ich weinweichen, danach lassen sie sich gut entfernen. Mit Topfkratzern halte ich mich vorsichtshalber allerdings zurück, da ich die Hochglanzpolitur an Wänden und Deckelrand möglichst nicht zerstören möchte, die diese Töpfe natürlich auch schick aussehen lässt. Damit sie immer so schön glänzen – das verursacht vielleicht ein wenig Mehraufwand – muss man nach dem Spülen aber auch ein bisschen mit dem Abtrockentuch reiben.

Es gibt ein paar weitere Extras, die gegenüber herkömmlichen Töpfen auffallen:

+ Die Ränder sind nach außen abgebogen. Das findet man zwar bei den meisten Töpfen. Bei diesen ist das aber deutlicher ausgeprägt, was das Ausgießen zusätzlich erleichtert.

+ Die Seiten- und Deckelgriffe sind aus vierkantigem, ebenfalls polierten Stäben gefertigt. Deren Biegung ist eckiger als man es von anderen Töpfen kennt. Gerade das gefällt mir aber sehr gut. Es unterstreicht die solide Anmutung. Die Griffe sind aber ebenfalls sehr sauber verarbeitet und ergänzen sich stimmig zum Gesamterscheinung des Kochgeschirrs. Anfänglich hatte ich den Eindruck, dass die die Weite der Griffe im Verhältnis zur jeweiligen Topfgröße etwas zu klein sei. Daran habe ich mich aber inzwischen gewöhnt und es stört mich nicht mehr, zumal die Griffe gut in der Hand liegen. Übrigens überhitzen sie auch nicht während des Kochens, so dass man sie problemlos ohne Handschuhe fassen kann.

+ Das mit der Silikondichtung hatte ich von der Produktbeschreibung ausgehend zunächst missverstanden. Die Dichtung liegt nicht etwa außen, also zwischen Deckelrand und Topfrand sozusagen, sondern an der Innenseite zwischen dem Glas des Deckels und dem metallisch verblendeten Rand. So wird das Austreten des Wasserdampfs von der Innenseite her blockiert. Ansonsten sitzen die Deckel genauso auf wie bei anderen Töpfen. Dass sie gläsern sind und man hineinsehen kann, ist nützlich.

+ Sehr praktisch und von mir in der Form bei Töpfen noch nicht gesehen, sind die Messskalen an einer Seite der Innenwand. Das erspart einem tatsächlich in den meisten Fällen den Messbecher. Sehr gut, und eigentlich unbegreiflich, dass das bisher noch niemandem eingefallen ist. Der jeweils oberste Skalenstrich kann als die maximal zum Kochen realisierbare Füllmenge angesehen werden. Bei den Herstellerangaben zum Fassungsvermögen allerdings scheinen sich Fehler eingeschlichen zu haben. Richtig scheinen sie nur bei der Kasserolle zu sein (1,5 l). Bei dem größten Topf z. B. kann ich nur 6 Liter erkennen (Messskala bis 5 Liter). Und auch bei den anderen scheint die Angabe jeweils einen oder einen halben Liter über dem tatsächlichen Inhalt zu liegen.
+ Als Set deckt dieses 5-er-Ensemble so ziemlich alles ab, was man benötigt. Vom großen Braten- oder Suppentopf bis zur handlichen Kasserolle (ohne Deckel) mit dem langen Griff zum Braten und Schmoren. Verzichtbar wäre eventuell nur einer der mittelgroßen Töpfe, die sich bei ähnlichem Inhalt nur durch das Verhältnis der Höhe zum Durchmesser unterscheiden.

FAZIT

Man müsste lange überlegen, um an dem Topfset etwas Nachteiliges zu finden. Vielleicht der etwas höhere Aufwand beim Polieren oder die leichte Verfärbung des Innenbodens. Insgesamt ist das für mich eher vernachlässigbar, da es angesichts der überzeugenden Material- und Kocheigenschaften kaum ins Gewicht fällt. Deshalb aus guten Gründen und mit einem guten Gefühl 5 Sterne.


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