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B. Sophia
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Mordseekrabben: Ein Inselkrimi
Mordseekrabben: Ein Inselkrimi
von Krischan Koch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einschlaefernd, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Mordseekrabben: Ein Inselkrimi (Taschenbuch)
Ich schliesse mich einigen Vorrednern an: Dieser Krimi ist langweilig, charmlos und unlustig. Ich habe mir das Hoerbuch mit Bjarne Maedel gekauft. Seine Stimme sowie die norddeutsche Mundart, mit der er den Charakteren Stimme verleiht, gefielen mir gut, aber vielleicht wirkte die Story dadurch noch langsamer, als sie sowieso schon ist. Als Fan von Mma Ramotswe, Inspector Barnaby und der deutschen Serie Mord mit Aussicht, mag ich regionale Mystery-Serien, die nicht vor Blut triefen und die einen gewissen Charme und Witz verspruehen. Da ausserdem die deutsche Kuestenregion einer meiner Lieblings-Ferienziele ist, hoffte ich auf eine entspannte und amuesante Sommerlektuere. Ich musste insgesamt fuenfmal zurueck spulen, weil ich jedesmal kurz vor dem Ende eingeschlafen war...wer der Moerder war, weiss ich immer noch nicht. Ich hatte einfach keine Lust mehr, nochmal zurueck zu gehen und eigentlich war es letzlich auch nicht mehr wichtig.


Wasser für die Elefanten. Roman
Wasser für die Elefanten. Roman
von Sara Gruen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Beruehrend!, 1. Juli 2014
Einer der eingehensten Romane, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Dies liegt nicht an der Liebesgeschichte zwischen Jakob und Marlena - diese ist in der Tat etwas farblos und vorhersehbar (aber dennoch schoen).

Mich hat die Schilderung ueber das Zirkusleben in ihren Bann gezogen. Die Autorin hat gruendlich recherchiert und liefert ausserdem einige passende Bilder. Die Zirkuswelt der 30er Jahre ist auf der einen Seite schillernd und exotisch, auf der anderen Seite knallhart und herzlos. Sie versammelt "Freaks", Alkoholiker, gescheiteterte Existenzen - Menschen, die nicht in die "wirkliche Welt" passen. Die nicht-artgerechte Tierhaltung wird ebenso thematisiert. Ich habe nach Lesen des Buches Lust, mehr ueber diese Welt und ihre Menschen zu erfahren.

Noch eindringlicher fand ich allerdings die Geschichte des "alten" Jakob und wie er sich im Prozess des Alterns erlebt. Seine Gedanken ueber sich selbst, darueber, wie mit ihm im Altersheim umgesprungen wird, wie er sich seiner Wuerde beraubt fuehlt, wie er seine Familie sieht...Dies stimmt nachdenklich und macht traurig. In mir hat es die Frage aufgeworfen, ob sich ein alter Mensch wirklich so fuehlt, ob man sich selbst einmal in dieser Situation befinden wird und wie man selbst zum Altern und zu alten Menschen steht. Jeder Leser hat wahrscheinlich den Alterunsprozess eines geliebten Menschen schon einmal erlebt und musste sich damit auseinander setzen. Aber interessiert "der alte Mensch" wirklich? Ist es wirklich wichtig, wie sich der- oder diejenige fuehlt? Oder ist ein alter Mensch einfach nur "alt" und damit unbrauchbar geworden? Jakob Jankowski erzaehlt seine Lebensgeschichte und macht deutlich: Ich bin wer, ich habe etwas erlebt, nehmt mich wahr, als Menschen und nicht als das, was ich nach aussen hin darstelle. Die ist meines Erachtens die Hauptbotschaft dieses Buches.

Der Schluss mag manchen kitschig und unreal vorkommen - ich finde das Ende des Romans sehr gelungen, witzig und beruehrend zugleich. Es ist nun mal ein Roman, eine Erzaehlung mit historischen Bezuegen, das sollte man als Leser im Hinterkopf behalten.


Wer Blut vergießt: Band 15 - Roman
Wer Blut vergießt: Band 15 - Roman
von Deborah Crombie
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konstruiert und uninteressant - SPOILER ALERT, 4. Januar 2014
Lahme drei Sterne fuer diesen Krimi. Erst nach ueber der Haelfte des Buches kam etwas Spannung auf, davor musste ich mich geradezu zwingen, zur naechsten Seite ueberzugehen.

Die Charaktere blieben, trotz intensiver Einblicke in deren Familienleben, farblos. Einerseits wird man geradezu ueberladen mit Gemmas und Duncans Privatleben, andererseits ist mir die Dynamik dieser Patchwork-Familie immernoch raetselhaft und die Verhaltensweisen wirken konstruiert (beispielsweise das Bilderbuch-Verhalten von Ehemann und Kindern... der pubertierende Sohn kocht Dinner, der Gatte tischt ein 5-Gaenge-Menue auf, einfach mal so, hmmmmm, wirklich!?). Und dann das Techtelmechtel zwischen Andy und der Kommissarin... Ich war ueberrascht wie schnell der Funke zwischen den beiden uebergesprungen ist bzw. wie schnell die Polizeibeamtin sich mit einem Verdaechtigen einlaesst. Ein reichlich unprofessionelles Verhalten, mit einer dementsprechend unrealistischen und deplatzierten Wirkung.

Ich moechte betonen, dass ich noch keine weiteren Baende dieser Reihe gelesen habe und womoeglich muss man beim ersten Buch der Serie beginnen, um Beziehungen zwischen den Akteuren besser zu verstehen. Wie vorher schon erwaehnt wurde bei mir jedoch keinerlei gesteigertes Interesse geweckt, die Romanfiguren genauer "kennen zu lernen".

Komisch und unpassend habe ich die Namenswahl empfunden: "Melody"?! Ich lebe seit einigen Jahren im englischsprachigen Ausland und habe noch niemals jemanden kennen gelernt bzw. diesen Namen irgendwo gelesen oder gehoert. Er mag ja sicherlich existieren, aber warum muss man eine Polizistin in einem Buchso nennen?! Das nur so am Rand, aber dennoch ziemlich "odd".

Allenfalls ein Zeitvertreib fuer den Urlaub, ein weiteres Buch dieser Reihe werde ich mir allerdings nicht antun.


Glaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-Roman 17
Glaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-Roman 17
von Elizabeth George
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Stefan Wilkening Elizabeth George rettete..., 8. Oktober 2013
Ich sollte erwaehnen, dass dies mein erster Inspektor-Lynley Roman ist und ich nur aus der Perspektive eines absoluten Neulings urteilen kann. Die Story war, wie viele anderen Rezensenten schon bemerkt haben, sehr duenn. Es gab einige Handlungsstraenge die letztlich mehr oder weniger im Nichts verliefen:

- Ungeklaerter Todesfall
- Eheprobleme bzw. Beziehungsdramen der Protagonisten
- Uneheliche Kinder
- Kindesentfuehrung
- Unerfuellter Kinderwunsch
- Homosexualitaet/Transsexualitaet
- etc.

Am meisten habe ich mich ueber die Rolle des Reporters Zed sowie der Studentin Jaffa gewundert. Dabei beginnt die Geschichte so vielversprechend. Der gescheiterte Klatsch-Kolummnist, der tollpatschig versucht, auf eine richtige Faehrte zu gelangen. Man empfindet am Anfang Mitleid und irgendwie Sympathie fuer ihn. Im Verlauf der Geschichte wird er mehr und mehr als nervender Depp praesentiert bis man am Ende feststellt, dass sein Mitwirken letzlich nur Alateas Schlusshandlung beeinflusst. Theoretisch haette man diese Figur jedoch ueberhaupt nicht benoetigt. Warum also wird der Roman mit Zed eroeffnet?

Auch Deborah ist spielt eine viel zu tragende Rolle. Die ganze Zeit, habe ich mich gefragt (genau wie Alatea), wer sie eigentlich ist und wie sie dazu kommt, den Kommissar zu spielen. Sie ist mehr in den Ermittlungen verwickelt, als Lynley selbst....zumindest kam es mir so vor. Sie kramt im Privatleben einer Frau herum, weil sie der Meinung ist, mit ihr stimme etwas nicht. Zudem hat diese Frau zufaellig die gleichen Probleme wie sie selbst. Der Todesfall geraet durch die "Kinderwunsch"-Geschichte total ins Hintertreffen. Die Aufklaerung des urspruenglichen Falles wird dann mehr oder weniger nebenbei erwaehnt. Der Fokus dieses Romans erschliesst sich mir daher nicht wirklich.

Einige andere Vorkommnisse wirken einfach nur an den Haare herbei gezogen. Um denjenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben, nicht den Spass zu verderben, werde ich keine Details schreiben. Ich sage nur Alatea, Montenegro, Rollator-Schwester...im Uebrigen koennte eine Mutter von zwei Kinder sich in der Realitaet nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen, wie es Niamh tut, wenn der Vater der Kinder verstirbt. Das ist einfach nur laecherlich und funktioniert auch in England so nicht.

Am Interessantesten fand ich noch Barbara Havers Nachbarn. Zwar war dies ebenfalls eine Nebenhandlung, die mit dem eigentlichen Fall gar nichts zu tun hat, jedoch empfand ich Sympathie fuer Barbara Havers und fand ihre Interaktionen spannender als alles andere, das in dem Buch beschrieben wurde. Schade, dass dieser "Fall" nicht aufgeklaert wurde...

Stilistisch konnte mich das Buch ueberhaupt nicht ueberzeugen. Es strotzt vor abgedroschenen Phrasen, wobei ich nicht weiss, inwiefern eine schlechte Uebersetzung aus dem Amerikanischen daran Schuld traegt.

Warum ich drei Sterne vergebe? Ich habe das Hoerbuch gehoert und mochte die Erzaehlweise und Stimme von Stefan Wilkening sehr gerne. Obwohl der Roman zwar nicht wirklich spannend oder gar "duester" war, wie es auf der Rueckseite des Hoerbuch-Einbandes steht, so fand ich es zumindest unterhaltsam.


Push: A Novel (Vintage Contemporaries)
Push: A Novel (Vintage Contemporaries)
von Sapphire
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,60

3.0 von 5 Sternen Divided, 30. August 2012
I'm a little indecisive about that book. This is why I rate it three stars. The story grabbed me and it made me go on reading. It was good to see how the language of Precious developed as did her whole life. The language was chosen to see how neglected she grew up and how gray everything must have been for her. So from that perspective, the novel would have deserved five stars. You can just feel her growing in this book. But then I found out that this is not a true story. Obviously, I don't want such things happen to anybody. The question is just: Why does an author come up with something like that? Describe details of abuse that then had been made up in her mind? I guess I don't quite understand that motivation. Maybe she had similar experiences or maybe one of her family members did and that's why she wrote it down?! I'm just trying to come up with an explanation. If she would have gone thru that herself, I could understand her writing about it in that way...What I found extremely disturbing though, is Precious Jones having orgasms while her dad raped her. I was shocked when reading that (they didn't portray that in the movie!). I can only imagine this being a slap in the face for people who really got abused when they were children. I don't know but with that I think Sapphire has gone too far.


Mordsfreunde: Der zweite Fall für Bodenstein und Kirchhoff
Mordsfreunde: Der zweite Fall für Bodenstein und Kirchhoff
von Nele Neuhaus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Puuhh!!, 18. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies war mein zweites Buch von Nele Neuhaus. Das erste, das ich gelesen habe, war "Wer Wind saet" und es hat mir bis auf einige Schwaechen doch ziemlich gut gefallen, da es spannend war und eindringlich erzaehlt.

Leider ist das bei "Mordsfreunde" nicht der Fall - dabei faengt es so gut an! Doch dann tauchen immer mehr Personen auf, immer mehr Handlungsstraenge werde gesponnen, ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wer wer ist: Antonia, Lukas, Jonas, Tarek, Svenja, Bock, van den Berg, Siebenlist, Conradi, Patrick Weishaupt, Erwin Schwarz, Mareike Graf, Zacharias, Franjo, Andrea Aumueller ...hinzu kommen noch die Verwandtheitsgrade zwischen den Akteuren, die man sich ja irgendwie auch noch merken muss (mal ganz zu schweigen von den Personen, die nur mal so beilaeufig erwaehnt werden und mit der eigentlichen Story rein gar nichts zu tun haben)... Die Hauptpersonen sind zudem nicht ausreichend beleuchtet, sie werden einfach wild eingestreut, um den Leser zu verwirren und (natuerlich) verschiedene Faehrten zu legen. Aber das war einfach zu viel. Man muss diesen Krimi schon in einem Stueck durchlesen, um noch einigermassen durchzublicken. Ich war jedenfalls total genervt davon, dass ich laufend "nachschlagen" musste, wer jetzt nochmal dieser oder jener war. Im uebrigen ist Frau Neuhaus scheinbar am Ende selbst durcheinander geraten: Auf Seite 391 schreibt sie, dass Mareike Graf sowie Stefan Siebenlist von ihren Ehepartnern vor die Tuer gesetzt wurden - Bei Mareike Graf kann ich es verstehen, aber kann mir jemand erklaeren, wieso Siebenlist vor die Tuer gesetzt wurde?? Vielleicht habe ich zu diesem Zeitpunkt schon die Zusammenhaenge zwischen den Personen nicht mehr verstanden?!

Geradezu laecherlich ist, wie Bodenstein auf Pias SMS reagiert - naemlich gar nicht, weil er sie nach eigener Aussage nicht verstanden hat! Unverstaendlich, gerade weil sich ihm doch sonst im Laufe der Ermittlungen Zusammenhaenge scheinbar blitzartig erklaeren.

Am Ende des Buches kann man sich nur noch vage an die Ereignisse erinnern, die ganz am Anfang passiert sind und muss erstmal rekonstruieren, wie die Geschichte sich vom Mord im Zoo ueber die Oekoclique, einen Wirtschaftsskandal, ein bisschen Teenie-Techtelmechtel zum Internetwurm entwickelt hat. Fuer mich zu viel des Guten in einem einzigen Werk.

Zwei Sterne gibt es trotzdem, weil es stellenweise doch ziemlich spannend war.


Huskygesang - Hundeschlittenfahrten im hohen Norden: FernwehSchmöker
Huskygesang - Hundeschlittenfahrten im hohen Norden: FernwehSchmöker
von Martin Wlecke
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Perfekt fuer den Lappland-Urlaub, 6. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man kann mit dem Buch vielleicht nicht so viel anfangen, wenn man nicht selbst begeistert ist vom winterlichen Finnland. Ich habe es abends waehrend meines Lappland-Urlaubes nach den taeglichen Husky-Touren gelesen und fand es toll, Routen und sogar Personen in dem Buch wieder zu finden. Die Beschreibungen des Autors passen perfekt und man kann sich so richtig hinein vertiefen. Wie gesagt, eher fuer Fans und "Eingeweihte" - kein Krimi, sondern eher Tagebuchstil.


Mord mit Aussicht - Die erste Staffel. Die neuen Folgen: 7-13 (3 DVDs)
Mord mit Aussicht - Die erste Staffel. Die neuen Folgen: 7-13 (3 DVDs)
DVD ~ Caroline Peters
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Ich liebe diese Serie..., 5. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
....mehr gibt es nicht zu sagen. Vielleicht etwas albern und ueberzogen - in jedem Fall macht es Spass dem trotteligen Schaeffer (Ernie aus Stromberg!!), der jungen und etwas unsicheren Baerbel und der Koelner Ermittlerin mit der uncharmanten Schnauze beim Aufklaeren von Mordfaellen zu zusehen. Die Musik und die klischeehaften Dorfbewohner tun ihr Uebriges. Eine Perle im Vorabend-Fernsehen - bitte, bitte mehr davon!!


Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 5)
Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 5)
von Nele Neuhaus
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung bis zum bitteren (und unausgegorenen) Ende (enthaelt Hinweise auf die Loesung der Faelle!), 5. Juli 2012
Dies war mein erster Nele Neuhaus-Krimi. Sehr spannend, bis zum Schluss. Ich muss sagen, seit langem habe ich ein Buch nicht mehr so verschlungen. Die Spannung haelt sich bis zum Ende und lange ist nicht klar, wer der Moerder von Ludwig Hirtreiter und dem Nachwaechter ist bzw. ob es dieselben Personen waren.Die Charaktere sind zwar total ueberzogen und teilweise sehr klischeehaft gezeichnet, aber dadurch kann man sich m.E. sehr gut in die Geschichte hinein vertiefen.

Einen Stern Abzug gibt es aus den folgenden Gruenden:

1. Der Roman ist total ueberladen - Klimaverschwoerung, Massenpanik, Liebesgeschichte, Exmann-Gedoens, Geiseldrama, zwischendurch immerwieder die Passagen aus der "Nika-Perspektive"...Und ploetzlich ist der Schluss da und man muss erstmal anfangen zu ueberlegen, wie jetzt was nochmal womit zusammen hing... (ich hoffe, es ging nicht nur mir so!).

2. Um mit dem vorangegangenen Satz nochmals anzufangen: Der Schluss kam viel zu abrupt. Die Geschichte wurde so schoen zusammen gesponnen, es gab viele Verdaechtige. Und dann die Enttaeuschung. Der "Hoehepunkt" ist die - total unpassende und alberne - Geiselnahme. Der/Die Taeter werden festgenommen. Punkt. Das war's. Mark, der einem wirklich Leid tat in seiner Verzweiflung, wird ein bisschen schnell ad acta gelegt, dafuer dass der Roman sich sehr intensiv mit ihm und seinen Gefuehlen befasst. Am meisten enttaeuscht bin ich ueber die Nika-Geschichte: Diese ist wie ein zweiter Handlungsstrang in die Erzaehlung eingeflochten. Der Leser geht natuerlich davon aus, dass die Morde am Nachtwaechter und an Hirtreiter irgendwie mit der Klimaforscherin zusammen haengen. Aber, nix war's. Die Morde an Nikas Verbuendeten werden noch nicht mal aufgeklaert! Die Sache verlaeuft einfach im Sand. Der Leser wird so gut an der Nase herum gefuehrt, dass man selbst nicht mehr genau weiss, ob nun Nika die Wahrheit erzaehlt oder ihr ehemaliger Chef und Geliebter. Ich denke, es ist klar geworden, dass sie es nicht war. Aber man haette sich doch gewuenscht, der Moerder waere gestellt worden und Bodenstein haette Gewissheit bekommen, sich nicht mit einer kaltbluetigen Killerin eingelassen zu haben.

Mir kam es so vor, als wollte Frau Neuhaus mit dem Buch ganz schnell fertig werden und hat deshalb das Ende - sorry - einfach nur dahin geschlampt.

Vier Sterne gibt es trotzdem auf Grund des Lesevergnuegens!


Der Chinese: Kriminalroman
Der Chinese: Kriminalroman
von Henning Mankell
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch weiß nicht so genau, was es sein soll...(Rezension enthaelt Hinweise auf das Ende des Buches!), 27. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Chinese: Kriminalroman (Taschenbuch)
Schade, es ging so gut los. Ich dachte, ich hätte einen spannenden Krimi vor mir. Auch die Geschichte über die chinesischen Zwangsarbeiter war sehr interessant und informativ - auch wenn die Verknüpfung der beiden Geschichten von Vorneherein sehr weit hergeholt erschien und sehr früh klar war, woher der Racheakt an dem schwedischen Dorf rührte. Bis zur Mitte des Buches war eigentlich alles gut.

Doch als dann die Richterin mal eben spontan mit ihrer Freundin nach China flog und dort zufällig auf das Hochhaus traf, in dem Ya Ru agiert und dann auch noch das Bild des Mörders einem vorbei kommenden Passanten zeigt (das würde doch kein Mensch machen oder? V.a. wenn man vermutet, dass derjenige ein Serienmörder ist!), fängt die Story an total abzudriften bzw. lächerlich zu werden. Und es wird immer schlimmer. Die "rote Vergangenheit" der Richterin wird sehr breit ausgewalzt, obwohl es für die Geschichte nicht wirklich wichtig und für den Leser von daher uninteressant ist. Der Part über die Afrikareise von Ya Ru und Hong verlängert die Story unnötig bzw. man kommt total ab vom ursprünglich passierten Mordfall - es ist als würde man ein komplett anderes Buch lesen, mit einem komplett anderen Thema. Vielmehr scheint nur noch die Politik Chinas, die Machtkämpfe, die Korruption, usw. eine Rolle zu spielen. Zu dem Zeitpunkt ist aber ja eigentlich schon lange klar, wer den Mord begangen hat und aus welchem Motiv! Beim Ende hat sich Herr Mankell dann gar keine Mühe mehr gegeben. Als Ya Ru erschossen wird, kann Frau Roslin einfach das Hotel verlassen und nach Hause fliegen - ich bin wirklich kein Freund von Spitzfindigkeit in einem Roman aber so leicht hätte es Herr Mankell es sich nicht machen dürfen, zumal sehr leicht hätte festgestellt werden können, dass Brigitta Roslin indirekt mit Ya Ru in Verbindung stand (er hatte ja kurz vorher z.B. noch über sein Handy bei der Rezeption angerufen uns nach ich verlangt!). Gerade da Herr Mankell viele Krimis verfasst hat, hätte er wissen müssen, dass das total unrealistisch ist und Frau Roslin damit zumindest als Zeugin hätte befragt werden müssen. Aber es wird so getan, als könnte die Polizei gar keine Spur zu ihrer Person zurück verfolgten. Darüber war ich echt enttäuscht. Das rote Band, welches auf die Spur von Ya Ru führte, spielt gar keine Rolle mehr und findet auch keine Erwähnung mehr (außer dass man eben nicht weiß, wie es da hin kam).

Ach ja, in kleiner "Fehler" hat sich m.E. auch eingeschlichen: Der Portier des Hotels, wo der Mörder abstieg, ruft ziemlich am Ende des Romans Brigitta Roslin an und behauptet, dass der Chinese wieder da sei...stimmt aber nicht. Denn der erste Chinese war nicht Ya Ru, sondern sein Auftragskiller!

Es sind einfach zu viele Handlungsstränge und Infos in einem Buch gebündelt. Herr Mankell wollte es zwar anfangs wohl wie eine seiner Krimigeschichten aufziehen, entschied sich aber zur Mitte des Buches dahin, sich doch nur noch mit der Chinapolitik zu beschäftigen. Alles in allem unrund und unbefriedigend.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 7, 2012 12:42 AM MEST


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