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Rezensionen verfasst von
B. Sophia
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Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach
Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach
von Silvia Höfer
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein anderes Geburtsvorbereitungsbuch erforderlich!, 12. Dezember 2015
Oh, warum habe ich mich stundenlang durch Ingeborg Stadelmanns Schreiberei gequaelt, wenn es doch dieses Buch auf dem Markt gibt?! Das "Hebammengesundheitswissen" der beiden Autorinnen ist wahrlich ein Goldschatz - ein "richtiges" Fachbuch mit Illustrationen, Bildern und ansprechender Aufmachung. Uebersichtlich gegliedert und einfach zum Nachschlagen. Es ist sachlich geschrieben, ohne dabei unemotional zu sein. Mir gefaellt es sehr, wie sehr immer wieder betont wird, wie wichtig es ist, dem Saeugling Liebe und Geborgenheit zu vermitteln, um ihn aufs Leben vorzubereiten. Dennoch kommen die Autorinnen nie autoritaer oder belehrend daher, nichts wird geschoent, aber auch nichts verteufelt (Es ist ok, nicht zu stillen!! Es ist vollkommen in Ordnung, keine Stoffwindeln zu verwenden!!). Ich habe wirklich sehr gerne darin gelesen und die Informationen aufgesogen, wie ein Schwamm.


Die Hebammensprechstunde
Die Hebammensprechstunde
von Ingeborg Stadelmann
  Broschiert
Preis: EUR 22,50

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kontrovers und widerspruechlich - nicht als alleiniges Nachschlagewerk geeignet, 21. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Hebammensprechstunde (Broschiert)
Als alleiniges Werk zur Geburtsvorbereitung ist dieses Buch ungeeignet. Folgendes sollte vor dem Kauf zur Kenntnis genommen werden:

1. Kein medizinisches Fachbuch.
Das Hebammenwissen von Frau Stadelmann in allen Ehren: Das Buch ist geschrieben basierend auf ihren Erfahrungen und ihren Ansichten. Es werden religioese als auch esoterische Betrachtungsweisen untergemischt. Beispiele betreffen zum Frau Stadelmanns Ablehnung einer Geburtseinleitung. So solle man seinem Gewissen vertrauen bzw. auf Gott vertrauen, nicht aber auf die Meinung des betreuenden Mediziniers. Patienten, die der Meinung sind, der "Herrgott" wisse schon, wann das Kind zur Welt kommen solle (S. 184) werden zitiert und Frau Stadelmann selbst findet es "unverantwortlich" aus astrologischer Sicht, den Geburtstermin eines Kindes zu bestimmen (S. 188).

2. Kein Nachschlagewerk.
Die Unstrukturierheit des Buches lassen ein einfaches Nachschlagen von Begriffen nicht zu. Manches wird auch komplett ausgespart, z.B. Informationen ueber alle Impfungen vor und nach der Geburt. Es sind KEINERLEI anatomische Beschreibungen enhalten und ebenfalls KEINERLEI Illustrationen. Die schlechte Gliederung machen das Lesen extrem muehsam und teilweise verwirrend, weil sich Themen an unterschiedlichen Stellen wiederholen oder sich sogar widersprechen.

3. Unzureichende Erklaerungen.
Die Beschreibung des "Nabelschnurvorfalls" auf Seite 223 ist vollkommen unzureichend. Mit Schrecken habe ich ueber dieses Ereignis gelesen, ohne zu wissen, was das wirklich ist und ob und wie ich es vermeiden kann. Aufklaerung habe ich schliesslich im Geburtsvorbereitungskurs erfahren. Auf Seite 219 wird von den Erkennungsmerkmalen des Fruchtwassers gesprochen. Demnach erkennt man Fruchtwasser daran, dass es "leicht suesslich und ganz einfach nach Mensch" rieche - Ende der Beschreibung...Diese Aussage hat mich eines sonntags veranlasst, in die Klinik zu fahren, aus Angst, ich haette Fruchtwasser verloren (was gluecklicherweise dann nicht der Fall war).

4. Widerspruechliche Aussagen.
Zum einen wird beschrieben, dass man ohne kraeftige Geburtswehen kein Kind gebaeren koenne und dass das Kind schon selbst wisse, wann es "raus" wolle zum anderen raeumt Frau Stadelmann, dass es allerdings doch Frauen gibt, bei denen eine Wehenschwaeche vorliegt (S. 185). Wenn dies der Fall sei, muesse die Geburt eingeleitet werden (Die Wehenschwaeche erkenne frau daran, dass sie "Aengste, schlimme Ahnungen und Unruhe" habe). Dies ist nur ein Beispiel von einigen Widerspruechen, die mich beim Lesen verwirrt haben.

5. Homoeopathie und Aromatherapie
Ich selbst bin ein Freund alternativer Heilmethoden und wende seit Jahren homoeopathische Mittel an, praktiziere Akupressur und gehe zum Akupunkteur, anstatt mich auf schulmedizinische Interventionen zu verlassen. Schade ist bei diesem Buch, dass Frau Stadelmann zwar homoeopathische Mittel beschreibt, jedoch keine Potenzierungen angibt UND betont, dass man auf jeden Fall zu einem homoeopathischen Arzt gehen solle, anstatt einfach die von ihr beschriebenen Mittel anzuwenden. Dies produziert erneut Unsicherheit, hat man sich doch das Buch u.a. wegen der homoeopathischen Tipps gekauft. Nun soll man die seitenweisen Beschreibungen aber nicht ohne Aufsicht anwenden.

6. Widerspruch gegenueber dem betreuenden Arzt.
Was mich am meisten gestoert hat - neben den zutiefst unwissenschaftlichen Aussagen und Beschreibungen - ist die regelrechte Aufforderungen, dem Frauenarzt zu widersprechen, gerade, wenn es um das Thema Einleitung geht. Dies begruendet Frau Stadelmann damit, dass der errechnete Geburtstermin nur eine Schaetzung sei und das Kind selbst wisse, wann es nicht mehr richtig durch die Plazenta versorgt werde und geboren werden muesse (S. 182). Was den Geburtstermin angeht, so hat Frau Stadelmann sicherlich Recht, allerdings finde ich es aeusserst kontrovers, sich nur auf sein Bauchgefuehl, seinen Glauben, die Astrologie, etc. zu verlassen. Es wird auch beschrieben, dass man ruhig dem Arzt gegenueber "selbstsicher" auftreten solle, wenn man spuere/wisse, dass das Kind noch nicht bereit ist, eingeleitet zu werden. Dass man damit den betreuenden Arzt in eine aeusserst prekaere Lage bringen kann, braucht man nicht zu erwaehnen. Zudem beschreibt Frau Stadelmann, ebenfalls auf Seite 182, dass sie selbst erlebt habe, wie ein Kind eben nicht wusste "wann es raus wollte" und im Mutterleib gestorben sei, weil die Einleitung eben nicht, wie vom Arzt empfohlen, vorgenommen wurde (!!) Dies wird auf derselben Seite (182) beschrieben...!

FAZIT: Als "Erstlings"-Buch zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft demnach nicht zu empfehlen. Wie andere Rezensenten bereits beschrieben haben, kann durch die Lektuere des Buches durchaus Angst und Verunsicherung hervorgerufen werden, da die Aussagen zu subjektiv und zu wenig wissenschaftlich beschrieben werden bzw. teilweise widerspruechlich sind. Auch fuer Schwangere, die sich als "alternativ" beschreiben, wuerde ich immer empfehlen, noch ein "Fachbuch" hinzu zu ziehen und durchaus auch nicht das Wissen des betreuenden Frauenarztes zu unterschaetzen. Obwohl ich stundenlang in diesem Buch geschmoekert habe, hat mich die erste Stunde des (vom Krankenhaus organisierten) Geburtsvorbereitungskurses besser aufgeklaert, als "Die Hebammensprechstunde".

Im Uebrigen bin ich selbst mit einer langjaehrig praktizierenden Hebamme befreundet, die Hausgeburten auf Grund des zu hohen Risikos in jedem Falle ablehnt.


Das Teekomplott: Ostfrieslandkrimi
Das Teekomplott: Ostfrieslandkrimi
von Elke Bergsma
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Verhunztes Ende, 23. März 2015
Der Krimi war spannend bis zum Schluss - und dann kam das Ende. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es kam mir so vor, als wuesste die Autorin nicht genau, wie sie ihr Werk beenden sollte. Die Teebeutel-Story ist einfach nur lahm, auch wurde nie aufgeklaert, wie diese 'Tropfen' ihren Weg in die Kueche von Fenna und Luebbo fanden. Die Autorin scheint ausserdem eine Sensibilisierungskampagne gegen haeusliche Gewalt mit diesem Krimi zu fahren.. too much!. Wirklich schade, dass das Ganze so unausgegoren blieb, ich haette gerne vier Sterne vergeben.


Tintenwelt 1: Tintenherz
Tintenwelt 1: Tintenherz
von Cornelia Funke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderschoene Fantasiegeschichte, 11. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Toller Erzaehlstil, liebenswuerdige Charaktere bzw. echte Boesewichte. In diesem Roman gibt es entweder schwarz oder weiss, gut oder boese. So ist das in eigentlich jeder Fantasy-Geschichte, die einem in den Sinn kommt und von daher vollkommen in Ordnung. Der Schluss wirkte nicht ganz "ausgegoren", ansonsten hat mich die Erzaehlung total begeistert. Den zweiten und dritten Teil werde ich mir auch zulegen.


Mordseekrabben: Ein Inselkrimi
Mordseekrabben: Ein Inselkrimi
von Krischan Koch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einschlaefernd, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Mordseekrabben: Ein Inselkrimi (Taschenbuch)
Ich schliesse mich einigen Vorrednern an: Dieser Krimi ist langweilig, charmlos und unlustig. Ich habe mir das Hoerbuch mit Bjarne Maedel gekauft. Seine Stimme sowie die norddeutsche Mundart, mit der er den Charakteren Stimme verleiht, gefielen mir gut, aber vielleicht wirkte die Story dadurch noch langsamer, als sie sowieso schon ist. Als Fan von Mma Ramotswe, Inspector Barnaby und der deutschen Serie Mord mit Aussicht, mag ich regionale Mystery-Serien, die nicht vor Blut triefen und die einen gewissen Charme und Witz verspruehen. Da ausserdem die deutsche Kuestenregion einer meiner Lieblings-Ferienziele ist, hoffte ich auf eine entspannte und amuesante Sommerlektuere. Ich musste insgesamt fuenfmal zurueck spulen, weil ich jedesmal kurz vor dem Ende eingeschlafen war...wer der Moerder war, weiss ich immer noch nicht. Ich hatte einfach keine Lust mehr, nochmal zurueck zu gehen und eigentlich war es letzlich auch nicht mehr wichtig.


Wasser für die Elefanten. Roman
Wasser für die Elefanten. Roman
von Sara Gruen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Beruehrend!, 1. Juli 2014
Einer der eingehensten Romane, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Dies liegt nicht an der Liebesgeschichte zwischen Jakob und Marlena - diese ist in der Tat etwas farblos und vorhersehbar (aber dennoch schoen).

Mich hat die Schilderung ueber das Zirkusleben in ihren Bann gezogen. Die Autorin hat gruendlich recherchiert und liefert ausserdem einige passende Bilder. Die Zirkuswelt der 30er Jahre ist auf der einen Seite schillernd und exotisch, auf der anderen Seite knallhart und herzlos. Sie versammelt "Freaks", Alkoholiker, gescheiteterte Existenzen - Menschen, die nicht in die "wirkliche Welt" passen. Die nicht-artgerechte Tierhaltung wird ebenso thematisiert. Ich habe nach Lesen des Buches Lust, mehr ueber diese Welt und ihre Menschen zu erfahren.

Noch eindringlicher fand ich allerdings die Geschichte des "alten" Jakob und wie er sich im Prozess des Alterns erlebt. Seine Gedanken ueber sich selbst, darueber, wie mit ihm im Altersheim umgesprungen wird, wie er sich seiner Wuerde beraubt fuehlt, wie er seine Familie sieht...Dies stimmt nachdenklich und macht traurig. In mir hat es die Frage aufgeworfen, ob sich ein alter Mensch wirklich so fuehlt, ob man sich selbst einmal in dieser Situation befinden wird und wie man selbst zum Altern und zu alten Menschen steht. Jeder Leser hat wahrscheinlich den Alterunsprozess eines geliebten Menschen schon einmal erlebt und musste sich damit auseinander setzen. Aber interessiert "der alte Mensch" wirklich? Ist es wirklich wichtig, wie sich der- oder diejenige fuehlt? Oder ist ein alter Mensch einfach nur "alt" und damit unbrauchbar geworden? Jakob Jankowski erzaehlt seine Lebensgeschichte und macht deutlich: Ich bin wer, ich habe etwas erlebt, nehmt mich wahr, als Menschen und nicht als das, was ich nach aussen hin darstelle. Die ist meines Erachtens die Hauptbotschaft dieses Buches.

Der Schluss mag manchen kitschig und unreal vorkommen - ich finde das Ende des Romans sehr gelungen, witzig und beruehrend zugleich. Es ist nun mal ein Roman, eine Erzaehlung mit historischen Bezuegen, das sollte man als Leser im Hinterkopf behalten.


Wer Blut vergießt: Band 15 - Roman (Die Kincaid-James-Romane, Band 15)
Wer Blut vergießt: Band 15 - Roman (Die Kincaid-James-Romane, Band 15)
von Deborah Crombie
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konstruiert und uninteressant - SPOILER ALERT, 4. Januar 2014
Lahme drei Sterne fuer diesen Krimi. Erst nach ueber der Haelfte des Buches kam etwas Spannung auf, davor musste ich mich geradezu zwingen, zur naechsten Seite ueberzugehen.

Die Charaktere blieben, trotz intensiver Einblicke in deren Familienleben, farblos. Einerseits wird man geradezu ueberladen mit Gemmas und Duncans Privatleben, andererseits ist mir die Dynamik dieser Patchwork-Familie immernoch raetselhaft und die Verhaltensweisen wirken konstruiert (beispielsweise das Bilderbuch-Verhalten von Ehemann und Kindern... der pubertierende Sohn kocht Dinner, der Gatte tischt ein 5-Gaenge-Menue auf, einfach mal so, hmmmmm, wirklich!?). Und dann das Techtelmechtel zwischen Andy und der Kommissarin... Ich war ueberrascht wie schnell der Funke zwischen den beiden uebergesprungen ist bzw. wie schnell die Polizeibeamtin sich mit einem Verdaechtigen einlaesst. Ein reichlich unprofessionelles Verhalten, mit einer dementsprechend unrealistischen und deplatzierten Wirkung.

Ich moechte betonen, dass ich noch keine weiteren Baende dieser Reihe gelesen habe und womoeglich muss man beim ersten Buch der Serie beginnen, um Beziehungen zwischen den Akteuren besser zu verstehen. Wie vorher schon erwaehnt wurde bei mir jedoch keinerlei gesteigertes Interesse geweckt, die Romanfiguren genauer "kennen zu lernen".

Komisch und unpassend habe ich die Namenswahl empfunden: "Melody"?! Ich lebe seit einigen Jahren im englischsprachigen Ausland und habe noch niemals jemanden kennen gelernt bzw. diesen Namen irgendwo gelesen oder gehoert. Er mag ja sicherlich existieren, aber warum muss man eine Polizistin in einem Buchso nennen?! Das nur so am Rand, aber dennoch ziemlich "odd".

Allenfalls ein Zeitvertreib fuer den Urlaub, ein weiteres Buch dieser Reihe werde ich mir allerdings nicht antun.


Glaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-Roman 17
Glaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-Roman 17
von Elizabeth George
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Stefan Wilkening Elizabeth George rettete..., 8. Oktober 2013
Ich sollte erwaehnen, dass dies mein erster Inspektor-Lynley Roman ist und ich nur aus der Perspektive eines absoluten Neulings urteilen kann. Die Story war, wie viele anderen Rezensenten schon bemerkt haben, sehr duenn. Es gab einige Handlungsstraenge die letztlich mehr oder weniger im Nichts verliefen:

- Ungeklaerter Todesfall
- Eheprobleme bzw. Beziehungsdramen der Protagonisten
- Uneheliche Kinder
- Kindesentfuehrung
- Unerfuellter Kinderwunsch
- Homosexualitaet/Transsexualitaet
- etc.

Am meisten habe ich mich ueber die Rolle des Reporters Zed sowie der Studentin Jaffa gewundert. Dabei beginnt die Geschichte so vielversprechend. Der gescheiterte Klatsch-Kolummnist, der tollpatschig versucht, auf eine richtige Faehrte zu gelangen. Man empfindet am Anfang Mitleid und irgendwie Sympathie fuer ihn. Im Verlauf der Geschichte wird er mehr und mehr als nervender Depp praesentiert bis man am Ende feststellt, dass sein Mitwirken letzlich nur Alateas Schlusshandlung beeinflusst. Theoretisch haette man diese Figur jedoch ueberhaupt nicht benoetigt. Warum also wird der Roman mit Zed eroeffnet?

Auch Deborah ist spielt eine viel zu tragende Rolle. Die ganze Zeit, habe ich mich gefragt (genau wie Alatea), wer sie eigentlich ist und wie sie dazu kommt, den Kommissar zu spielen. Sie ist mehr in den Ermittlungen verwickelt, als Lynley selbst....zumindest kam es mir so vor. Sie kramt im Privatleben einer Frau herum, weil sie der Meinung ist, mit ihr stimme etwas nicht. Zudem hat diese Frau zufaellig die gleichen Probleme wie sie selbst. Der Todesfall geraet durch die "Kinderwunsch"-Geschichte total ins Hintertreffen. Die Aufklaerung des urspruenglichen Falles wird dann mehr oder weniger nebenbei erwaehnt. Der Fokus dieses Romans erschliesst sich mir daher nicht wirklich.

Einige andere Vorkommnisse wirken einfach nur an den Haare herbei gezogen. Um denjenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben, nicht den Spass zu verderben, werde ich keine Details schreiben. Ich sage nur Alatea, Montenegro, Rollator-Schwester...im Uebrigen koennte eine Mutter von zwei Kinder sich in der Realitaet nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen, wie es Niamh tut, wenn der Vater der Kinder verstirbt. Das ist einfach nur laecherlich und funktioniert auch in England so nicht.

Am Interessantesten fand ich noch Barbara Havers Nachbarn. Zwar war dies ebenfalls eine Nebenhandlung, die mit dem eigentlichen Fall gar nichts zu tun hat, jedoch empfand ich Sympathie fuer Barbara Havers und fand ihre Interaktionen spannender als alles andere, das in dem Buch beschrieben wurde. Schade, dass dieser "Fall" nicht aufgeklaert wurde...

Stilistisch konnte mich das Buch ueberhaupt nicht ueberzeugen. Es strotzt vor abgedroschenen Phrasen, wobei ich nicht weiss, inwiefern eine schlechte Uebersetzung aus dem Amerikanischen daran Schuld traegt.

Warum ich drei Sterne vergebe? Ich habe das Hoerbuch gehoert und mochte die Erzaehlweise und Stimme von Stefan Wilkening sehr gerne. Obwohl der Roman zwar nicht wirklich spannend oder gar "duester" war, wie es auf der Rueckseite des Hoerbuch-Einbandes steht, so fand ich es zumindest unterhaltsam.


Push: A Novel (Vintage Contemporaries)
Push: A Novel (Vintage Contemporaries)
von Sapphire
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,40

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Divided, 30. August 2012
I'm a little indecisive about that book. This is why I rate it three stars. The story grabbed me and it made me go on reading. It was good to see how the language of Precious developed as did her whole life. The language was chosen to see how neglected she grew up and how gray everything must have been for her. So from that perspective, the novel would have deserved five stars. You can just feel her growing in this book. But then I found out that this is not a true story. Obviously, I don't want such things happen to anybody. The question is just: Why does an author come up with something like that? Describe details of abuse that then had been made up in her mind? I guess I don't quite understand that motivation. Maybe she had similar experiences or maybe one of her family members did and that's why she wrote it down?! I'm just trying to come up with an explanation. If she would have gone thru that herself, I could understand her writing about it in that way...What I found extremely disturbing though, is Precious Jones having orgasms while her dad raped her. I was shocked when reading that (they didn't portray that in the movie!). I can only imagine this being a slap in the face for people who really got abused when they were children. I don't know but with that I think Sapphire has gone too far.


Mordsfreunde: Der zweite Fall für Bodenstein und Kirchhoff
Mordsfreunde: Der zweite Fall für Bodenstein und Kirchhoff
von Nele Neuhaus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Puuhh!!, 18. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies war mein zweites Buch von Nele Neuhaus. Das erste, das ich gelesen habe, war "Wer Wind saet" und es hat mir bis auf einige Schwaechen doch ziemlich gut gefallen, da es spannend war und eindringlich erzaehlt.

Leider ist das bei "Mordsfreunde" nicht der Fall - dabei faengt es so gut an! Doch dann tauchen immer mehr Personen auf, immer mehr Handlungsstraenge werde gesponnen, ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wer wer ist: Antonia, Lukas, Jonas, Tarek, Svenja, Bock, van den Berg, Siebenlist, Conradi, Patrick Weishaupt, Erwin Schwarz, Mareike Graf, Zacharias, Franjo, Andrea Aumueller ...hinzu kommen noch die Verwandtheitsgrade zwischen den Akteuren, die man sich ja irgendwie auch noch merken muss (mal ganz zu schweigen von den Personen, die nur mal so beilaeufig erwaehnt werden und mit der eigentlichen Story rein gar nichts zu tun haben)... Die Hauptpersonen sind zudem nicht ausreichend beleuchtet, sie werden einfach wild eingestreut, um den Leser zu verwirren und (natuerlich) verschiedene Faehrten zu legen. Aber das war einfach zu viel. Man muss diesen Krimi schon in einem Stueck durchlesen, um noch einigermassen durchzublicken. Ich war jedenfalls total genervt davon, dass ich laufend "nachschlagen" musste, wer jetzt nochmal dieser oder jener war. Im uebrigen ist Frau Neuhaus scheinbar am Ende selbst durcheinander geraten: Auf Seite 391 schreibt sie, dass Mareike Graf sowie Stefan Siebenlist von ihren Ehepartnern vor die Tuer gesetzt wurden - Bei Mareike Graf kann ich es verstehen, aber kann mir jemand erklaeren, wieso Siebenlist vor die Tuer gesetzt wurde?? Vielleicht habe ich zu diesem Zeitpunkt schon die Zusammenhaenge zwischen den Personen nicht mehr verstanden?!

Geradezu laecherlich ist, wie Bodenstein auf Pias SMS reagiert - naemlich gar nicht, weil er sie nach eigener Aussage nicht verstanden hat! Unverstaendlich, gerade weil sich ihm doch sonst im Laufe der Ermittlungen Zusammenhaenge scheinbar blitzartig erklaeren.

Am Ende des Buches kann man sich nur noch vage an die Ereignisse erinnern, die ganz am Anfang passiert sind und muss erstmal rekonstruieren, wie die Geschichte sich vom Mord im Zoo ueber die Oekoclique, einen Wirtschaftsskandal, ein bisschen Teenie-Techtelmechtel zum Internetwurm entwickelt hat. Fuer mich zu viel des Guten in einem einzigen Werk.

Zwei Sterne gibt es trotzdem, weil es stellenweise doch ziemlich spannend war.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 12, 2015 12:36 AM CET


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