Profil für Hammersteyn > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Hammersteyn
Top-Rezensenten Rang: 122.424
Hilfreiche Bewertungen: 87

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Hammersteyn

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Grundlagen des Small Talk für Dummies Das Pocketbuch (Fur Dummies)
Grundlagen des Small Talk für Dummies Das Pocketbuch (Fur Dummies)
von Gero Teufert
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr erwartet, 8. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Leider ist dieses Büchlein meiner Meinung nach nicht nur vom Umfang her äusserst dünn, sondern auch was den Inhalt betrifft. Aber vielleicht gibt es ja wirklich nichts Substanzielleres zum Thema Small Talk zu sagen? In gefälliger Sprache gibt der Autor zunächst einige durchaus brauchbare Tipps zur Überwindung von Hemmungen, zur richtigen Körpersprache oder zum Anknüpfen eines Gesprächs. Aber ehrlich gesagt ist darunter nichts was man nicht schon tausendmal gehört hätte. Richtig peinlich wird es mitunter wenn es um konkrete Gesprächsinhalte geht. In der Warteschlage in der Betriebskantine soll man beispielsweise einfach mal "Ganz schön kühl heute" vor sich hin sagen und warten, ob jemand darauf reagiert. Das Echo wird wohl eher mager bleiben. Weiters empfiehlt der Autor, Körperhaltung und Sprachrhythmus möglichst dem Gesprächspartner anzupassen, um Sympathie zu wecken: "Steht er locker in der Gegend, stellen Sie sich ähnlich. Spricht er langsam, dann sprechen Sie ebenfalls langsam." Da kann man echt nur den Kopf schütteln.


Methoden der empirischen Sozialforschung
Methoden der empirischen Sozialforschung
von Rainer Schnell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Umfassend aber nicht mehr aktuell, 19. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhaltlich deckt das Lehrbuch bestimmt alle wesentlichen Grundlagen der Methoden der Sozialwissenschaften ab. Ich fand es allerdings aufgrund der staubtrockenen Beamtensprache ziemlich zäh zum Lesen. Meiner Meinung nach merkt man dem Text sein Alter deutlich an. Ich weiss nicht, wann die erste Auflage des Buchs erschienen ist und wieviel daran seither verändert wurde. Aber ich schätze, heutzutage würde ein Verfasser eine etwas lockerere Sprache benutzen. Ein Beleg für die zunehmende Antiquiertheit des Buchs ist auch die Tatsache, dass von allen Literaturhinweisen kaum einer jünger als 25 Jahre ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich keine aktuelleren Beispiele für die verschiedenen Inhalte finden lassen. Eine grundlegende Überarbeitung des Buchs oder ein zeitgemässeres Buch zum Thema wäre deshalb wünschenswert.


Praxishandbuch Musikrecht: Ein Leitfaden für Musik- und Medienschaffende: Ein Leitfaden Fur Musik- Und Medienschaffende
Praxishandbuch Musikrecht: Ein Leitfaden für Musik- und Medienschaffende: Ein Leitfaden Fur Musik- Und Medienschaffende
von Hans-Jürgen Homann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 44,95

3.0 von 5 Sternen Für Jura-Studenten, 12. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist meiner Meinung nach eher für Jura-Studenten oder Juristen geschrieben, die sich fundiert mit dem Thema Musikrecht auseinandersetzen wollen, als für Musiker und Musikproduzenten, die einen leicht verständlichen Überblick oder praktische Ratschläge suchen. Die Sprache ist sehr akademisch und so trocken wie ein Uni-Skript. Jede Aussage ist durch Verweise auf die entsprechenden Gesetzesparagraphen abgestützt, was den Lesefluss doch sehr stört und für Nicht-Juristen unnötig ist. Ein beliebiges Beispiel:

"Ferner überträgt der Tonträgerhersteller auf die GVL gemäß § Ziff. 1 1.c) bis h) seine Vergütungsansprüche aus den Schrankenbestimmungen der §§ 44a ff. UrhG (§§ 54, 47, 46, 27, 45a, 52a UrhG), die ihm über die Verweisung in § 85 Abs. IV. UrhG zustehen."

Wie bitte??? Geht das nicht einfacher? Darüberhinaus werden zahlreiche Themen abgedeckt, die für Musikschaffende nebensächlich sind, anstatt dass das Buch sich auf die wesentlichen Punkte beschränkt. Über eine Google-Search bin ich schneller auf besser verständliche Informationen gestossen.


Die nächsten hundert Jahre: Die Weltordnung der Zukunft
Die nächsten hundert Jahre: Die Weltordnung der Zukunft
von George Friedman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ignorant und inkompetent, 22. November 2009
In den Augen George Friedmans unterscheidet sich Weltpolitik im 21. Jahrhundert nicht grundsätzlich vom 19. Jahrhundert oder von der Römerzeit: immer noch ist sie ein gigantisches Strategiespiel alle gegen alle, in dem Nationen Vorteile für sich auf Kosten anderer suchen und die Armeen der Staaten sich zähnefletschend gegenüberstehen, immer auf einen möglichen Zugewinn an Territorium bedacht. Gemeinsame Lösungen und internationale Zusammenarbeit gibt es nicht, des einen Gewinn ist des andern Verlust. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union sind im Weltbild des Autors dermassen nebensächlich, dass sie im Buch schlicht nicht vorkommen.

Selbst wenn man dieses Weltbild teilt, stellen sich die Thesen des Buchs bei fundierter Betrachtung als ignorant und inkompetent heraus. Die Macht und Grösse der USA ist gemäss Friedman so überwältigend, dass die Vereinigten Staaten in den nächsten 100 Jahren die Weltpolitik noch überlegener dominieren werden als Michael Schumacher vor einigen Jahren die Formel 1. Sie begründe sich schlicht auf militärischen Realitäten, so der Autor, oder genauer: auf der Beherrschung der Ozeane durch die US Navy. Die Navy könne jederzeit jedes beliebige Handelsschiff in jedem Winkel der Welt versenken. Darum könnten die USA die Regeln des internationalen Handels nach ihren Vorstellungen festlegen. Was würde wohl geschehen, wenn Amerika plötzlich damit beginnen würde, nach Belieben deutsche und chinesische Handelsschiffe zu versenken?

Die Überschätzung amerikanischer Macht zieht sich durch das ganze Buch. So sieht Friedman zwar eine massive ökonomische Abhängigkeit Chinas und Japans von den USA, aber nicht umgekehrt. Die Tatsache, dass die asiatischen Mächte durch ihre Weigerung, weiterhin die amerikanischen Auslandsschulden zu finanzieren, den Koloss USA theoretisch jederzeit zum Einsturz bringen könnten, ist nicht bei ihm angekommen.

Von Friedmans ökonomischer Inkompetenz zeugt seine hanebüchene Erklärung, warum bereits in 10 Jahren in sämtlichen westlichen Staaten ein akuter Mangel an Arbeitskräften herrschen würde - und das bei einer Arbeitslosenquote von gegenwärtig rund 10 Prozent: Durch die Verschiebung der demographischen Struktur würden immer mehr Pensionäre immer weniger Erwerbstätigen gegenüberstehen. Es brauche also zusätzliche Arbeitskräfte, um die Konsumbedürfnisse der Pensionäre zu befriedigen. Das werde dazu führen, dass sich die westlichen Staaten gegenseitig die Immigranten streitig machen. Auf die Idee, dass die Arbeitsplätze nicht notwendigerweise im gleichen Land wie die zusätzlichen Konsumbedürfnisse geschaffen werden, sondern vielleicht in China oder Vietnam, kommt der Autor nicht.

Friedmans These vom Zerfall Chinas um 2020 mag ja noch einige Bezugspunkte zur Realität haben. Aber der prognostizierte Zusammenbruch Russlands nur wenig später nimmt sich endgültig wie der feuchter Traum eines amerikanischen Militärkopfs aus. Unverhohlen drückt Friedman sein Bedauern darüber aus, dass die USA in den 90er Jahren, als Russland schwach war, nicht kurzen Prozess mit dem Erzfeind gemacht und das Riesenreich in seine Einzelteile aufgetrennt haben. Nun aber sieht er den Moment gekommen, da Russland endgültig von der Landkarte verschwindet. Von Westen her wird Polen, das zur stärksten Macht Europas aufgestiegen und ein enger Verbündeter der USA ist, nach Russland einmarschieren und Weissrussland und die Ukraine besetzen. Vom Kaukasus her drängt die Türkei nach Norden und vereinnahmt die muslimischen Gebiete Russlands. Die Ostküste schliesslich fällt an Japan.

Es folgen Kapitel über die Dominanz der USA im Weltall, die so weit geht, dass die US Space Army über sogenannte Todessterne jederzeit jeden Punkt der Erde treffen kann, sowie einen dritten Weltkrieg, der selbstredend mit einem totalen Triumph Amerikas endet.

Das Buch ist interessant für jene, die einen Eindruck von einem Weltbild gewinnen wollen, das in den USA wahrscheinlich verbreiteter ist, als uns in Europa lieb ist. Wer allerdings auf der Suche nach einer fundierten Prognose der Konflikte des 21. Jahrhunderts ist, sollte sich anderswo umsehen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 29, 2010 3:36 PM MEST


Internal Mixing: Der systematische Weg zum professionellen Mixdown im Rechner
Internal Mixing: Der systematische Weg zum professionellen Mixdown im Rechner
von Friedemann Tischmeyer
  Broschiert

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Magerkost, 10. August 2009
Als Leser mit einigem Vorwissen in Tontechnik fand ich dieses Buch - abgesehen von den Übungen zu Kompressoren - weder besonders hilfreich noch inspirierend. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass der Autor versucht, aus seinem früheren Buch (Mastering mit PC-Workstations) noch einmal Kapital zu schlagen. Das Kapitel, welches unterschiedliche Plugins behandelt, ist z.B. fast vollständig aus dem früheren Buch übernommen worden. Ich fand den Aufbau des Buchs nicht immer logisch, es wirkt irgendwie zusammengeschustert. Zudem ist das Buch - wie auch schon das Mastering-Buch - voll mit Tippfehlern. Angesichts des mageren Umfangs ist der Preis nie und nimmer gerechtfertigt. Wer englisch spricht, sollte sich besser mal "Mixing Audio" von Roey Izhaki ansehen - das ist um Längen besser!


Pansoul
Pansoul
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 13,31

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker!, 28. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Pansoul (Audio CD)
"Pansoul" als French House zu bezeichnen ist fast schon despektierlich, obwohl Motorbass - zusammen mit Daft Punk - das Genre quasi erfunden haben. Aber das meiste, was unter dem Etikett "French House" produziert wurde, kommt ganz einfach nie und nimmer an die Rafinesse und Komplexität dieses Albums heran. Noch weniger hat "Pansoul" mit "House in seiner ursprünglichen Form" zu tun, wie mein Vor-Rezensent schreibt. Dies hier ist eigentlich gar keine Tanzmusik mehr, sondern Musik, die man sich gerne zu Hause auf guten Lautsprechern anhört, weil man immer wieder neue Elemente in den Klangcollagen entdeckt. Zur Kreativität von "Pansoul" kommt auch noch die unglaublich gute Produktion. Das Album klingt um Längen wärmer und dynamischer als die meisten heutigen sterilen und zu Tode komprimierten Produktionen. Alles in allem ein Meisterwerk und ein Klassiker der elektronischen Musik.


Der Crash des Kapitalismus: Warum die entfesselte Marktwirtschaft scheiterte und was jetzt zu tun ist
Der Crash des Kapitalismus: Warum die entfesselte Marktwirtschaft scheiterte und was jetzt zu tun ist
von Ulrich Schäfer
  Taschenbuch

47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Crash des Wirtschaftsjournalismus, 7. März 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ulrich Schäfer serviert uns mit seinem Buch eine geballte Ladung Plattitüden und Stereotypen. Es geht wie so oft seit Ausbruch der gegenwärtigen Wirtschaftskrise um die gierigen Investmentbanker und Hedgefonds-Manager, welche die Welt mit ihrem Grössenwahn in den Abgrund treiben und um die bedauernswerten einfachen Leute, die ihr Leben lang ehrlich gearbeitet haben und nun ihres Wohlstands beraubt werden. Auch wenn ich selber dem Kapitalismus und der herrschenden Marktwirtschaft durchaus kritisch gegenüberstehe, hätte ich mir doch eine etwas differenzierte Sicht der Dinge gewünscht. Zumindest hatte ich mir erhofft, die Mechanismen der Krisen seit den neunziger Jahren besser zu verstehen. Aber über die Asienkrise von 1997 erfährt der Leser leider auch nicht viel mehr, als dass herzlose Devisenspekulanten Krieg führen gegen rechtschaffene Thailänder: "Die Angreifer schleichen sich heran, als es in Bangkok gerade dunkel wird. (...) Sie pirschen sich an diesem 13. Mai 1997 über die Datenleitungen heran, die die globalen Finanzzentren verbinden. Ihre Waffen sind die Computer, (...) Ihr Feind ist ein Mann, der bis dahin an das Gute geglaubt hat: Rerngchai Marakanond, der Gouverneur der Bank of Thailand." Meiner Meinung nach hat sich der Autor hier etwas im Genre vergriffen. Der Stakkato-Schreibstil dieses Buches nervt auch aus einem anderem Grund: man hat das Gefühl, dass der Autor seinen Lesern kaum zutraut, einen Satz mit einem Nebensatz zu verstehen: "Investmentbanker sind von sich und ihrem Geschäft überzeugt. Sie glauben, dass sie für alles eine Lösung haben. Auch für die Probleme dieser Welt. Sie sind oft arrogant oder selbstherrlich. Und sie verdienen gut. Sehr gut." Was soll das sein? Kapitalismuskritik für Achtjährige? Was dem Fass endgültig den Boden ausschlägt sind die vielen Schreibfehler. Richtig peinlich wird es, wenn sogar Jahreszahlen verwechselt werden. So wird die Fusion von AOL und Time Warner auf den 10. Januar 2002 anstatt auf den 10. Januar 2000 gelegt, und die Asienkrise findet plötzlich im Oktober 2007 statt 1997 statt. Anscheinend wurde dieses Buch eilends auf den Markt gebracht, um noch von der allgemeinen Krisen-Hysterie zu profitieren. Fazit: Es gibt im Moment so viele Bücher über die Krise, da ist bestimmt ein besseres darunter!


Seite: 1