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Rezensionen verfasst von
Stephie

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Dance of the Red Death (Masque of the Red Death)
Dance of the Red Death (Masque of the Red Death)
Preis: EUR 6,49

4.0 von 5 Sternen eine passable Fortsetzung, die zwar ein paar Schwächen aufweist, die Dilogie aber immerhin ordentlich abschließt, 28. März 2014
Araby und ihren Freunden ist es gerade noch gelungen Malcontent und seinen Männern zu entkommen, jedoch nicht ohne schwerwiegende Konsequenzen: April wurde mit der Seuche infiziert, sie selbst sowie Elliott wurden verletzt und zu allem Überfluss ist nun noch ihr Luftschiff beschädigt. Um wieder zu Kräften zu kommen und es zu reparieren, verstecken sie sich vorübergehend im Sumpf. Aber auch hier lauern überall Gefahren und die Gruppe muss sich ihren nächsten Schritt gründlich überlegen. Elliott möchte zunächst in Prosperos Palast eindringen um dort die Waffenkammer zu plündern. Araby kann sich allerdings noch gut daran erinnern, dass sie Elliotts Onkel schon beim letzten Mal nur mit knapper Not wieder entwischen konnten und will lieber sofort in die Stadt zurückkehren um ihren Vater zu finden, denn sollte er April nicht retten können, wird sie sich an Malcontent wenden müssen ...

Dance of the Red Death ist nicht unbedingt eine schlechte Fortsetzung, denn sie schafft es durchaus zu unterhalten, kommt aber auch nicht ganz an ihren Vorgänger heran. Das liegt vor allem an der relativ ereignislosen ersten Hälfte des Buches, die dadurch nicht sonderlich fesselnd ist. Das Schicksal der verschiedenen Figuren lässt einen nicht kalt und man möchte natürlich wissen, ob gewisse Gerüchte der Wahrheit entsprechen, weshalb man trotzdem weiter liest, es passiert allerdings einfach viel zu wenig. Im Prinzip ist die Gruppe um Araby nach der Hälfte immer noch auf dem gleichen Stand wie am Ende des ersten Bandes, also ohne nennenswerte Fortschritte.

Erst in der zweiten Hälfte kommt dann endlich etwas Spannung auf als die Charaktere in die Stadt zurückkehren und versuchen unterschiedliche Probleme zu lösen, wobei sie sich nicht nur vor den zwei Seuchen, sondern insbesondere ihren beiden Widersachern in Acht nehmen müssen, die es scheinbar gemeinsam darauf angelegt haben Elliotts Pläne den Menschen zu helfen um jeden Preis zu vereiteln. Außerdem verschlimmert sich Aprils Zustand zunehmend, sodass Araby nicht mehr viel Zeit bleibt um ein Heilmittel für sie aufzutreiben.

Die Auflösung musste dementsprechend letztendlich ziemlich schnell von statten gehen und ist daher in mancher Hinsicht etwas zu oberflächlich und überstürzt. Die Geschichte hatte gleich zwei Antagonisten, deren dunklen Machenschaften man ein Ende bereiten musste, doch während Beide im Endeffekt zwar bekommen, was sie verdienen, wird es nur bei einem von ihnen ausreichend beschrieben. Der Kampf mit dem anderen wird sträflich vernachlässigt und leider nur so knapp am Rande erwähnt, dass man es beinahe überlesen könnte.
Der Ausblick auf die nahe Zukunft sowie der generelle Stand der Dinge am Schluss des Buches sind aber durchaus zufriedenstellend, wodurch man sich wenigstens mit einem guten Gefühl von den Charakteren verabschieden kann.

Weniger schön ist hingegen die Tatsache, dass Bethany Griffin den Fokus so stark auf die Dreiecksbeziehung zwischen Will, Araby und Elliott gelegt hat, zumal jeder von ihnen viel größere Sorgen hat. Das ganze Hin und Her zwischen Will und Elliott, nur weil Araby sich nicht eingestehen will, für wen ihr Herz wirklich schlägt, ist nach einer Weile sehr ermüdend und nicht gerade nachvollziehbar.

Während man Will als Leser seinen Verrat aus dem ersten Teil relativ schnell verzeiht, hält Araby ihre Wut auf ihn wesentlich länger aufrecht und vergibt ihm erst viel später, obwohl sie genauso gehandelt hätte um Elise und Henry zu beschützen. Auf Grund einiger weniger Gemeinsamkeiten redet sie sich ein besser zu Elliott zu passen und bekennt sich deshalb erst kurz vor Schluss endlich zu ihren wahren Gefühlen. Dabei sind die Eigenschaften, die sie von Aprils Bruder unterscheiden, viel bedeutender, wie z.B. der Umstand, dass sie ihr Leben für das ihrer besten Freundin geben würde.

Das Herz des Lesers schlägt jedenfalls unangefochten für Will, der für jeden erkennbar sehr darum bemüht ist sein Verhalten wieder gutzumachen. Er nimmt sogar Elliotts herablassende Haltung im gegenüber in Kauf um bei Araby zu sein und ihr zu helfen.

Im Gegensatz zu Will glaubt diese fest an Elliott als neuen Machthaber und daran, dass er Gutes für die Menschen bewirken kann. Das mag sogar zutreffen und da man ihn in Dance of the Red Death besser kennen lernt merkt man, dass Elliott durchaus Gefühle hat und verletzt werden kann. Dennoch wird man nie so richtig mit ihm warm und kann ihm genauso wenig vertrauen wie Araby es tut. Möglicherweise bedeutet sie ihm tatsächlich etwas, trotzdem ist er so skrupellos, dass er nicht einmal davor zurückschreckt selbst sie zu manipulieren und für seine Zwecke zu benutzen. Anders als Will wäre er sogar bereit Araby zu opfern um sich selbst zu retten.
Er tötet zudem nicht nur, wenn er keine andere Wahl hat, sondern ebenso, wenn es ihm schlicht zweckmäßig erscheint und foltert Menschen um an Informationen zu gelangen. Vielleicht kann er nicht anders, weil ihm als Kind schon eingetrichtert wurde erbarmungslos zu sein, das macht sein Verhalten jedoch nicht weniger schrecklich oder entschuldbarer. Man fragt sich deswegen ernsthaft, zu was er fähig wäre, wenn Araby ihm nicht manchmal ins Gewissen reden oder von bestimmten Handlungen abhalten würde und, vor allem, was sie nur in ihm sieht, wenn nicht einmal sie ihm trauen kann.

Im Verlauf der Handlung zeigt Bethany Griffin sowohl durch ihre Protagonisten als auch durch ihre Randfiguren viele menschliche Abgründe auf. Eine Person allein kann einen unfassbaren Schaden anrichten und die gesamte Menschheit nur wegen seiner eigenen Aussichtslosigkeit zu unvorstellbarem Leid verdammen. Eine Person allein kann allerdings genauso viele Menschen retten, weshalb man nie den Glauben an das Gute verlieren darf. Selbst in schlechten Zeiten sollte man nicht alle Hoffnung auf Besserung aufgeben, man muss nur einen guten Grund zum Leben finden.

*FAZIT*
Dance of the Red Death ist eine passable Fortsetzung, die zwar ein paar Schwächen aufweist, die Dilogie aber immerhin ordentlich abschließt. Ein paar wenige Fragen bleiben offen, doch Bethany Griffin zeigt, dass die Figuren den Weg in die richtige Richtung eingeschlagen haben, sodass man sich beruhigt von ihnen verabschieden kann.


Das Lied des roten Todes: Das Mädchen mit der Maske 2 - Roman
Das Lied des roten Todes: Das Mädchen mit der Maske 2 - Roman
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ine passable Fortsetzung, die zwar ein paar Schwächen aufweist, die Dilogie aber immerhin ordentlich abschließt, 28. März 2014
Araby und ihren Freunden ist es gerade noch gelungen Malcontent und seinen Männern zu entkommen, jedoch nicht ohne schwerwiegende Konsequenzen: April wurde mit der Seuche infiziert, sie selbst sowie Elliott wurden verletzt und zu allem Überfluss ist nun noch ihr Luftschiff beschädigt. Um wieder zu Kräften zu kommen und es zu reparieren, verstecken sie sich vorübergehend im Sumpf. Aber auch hier lauern überall Gefahren und die Gruppe muss sich ihren nächsten Schritt gründlich überlegen. Elliott möchte zunächst in Prosperos Palast eindringen um dort die Waffenkammer zu plündern. Araby kann sich allerdings noch gut daran erinnern, dass sie Elliotts Onkel schon beim letzten Mal nur mit knapper Not wieder entwischen konnten und will lieber sofort in die Stadt zurückkehren um ihren Vater zu finden, denn sollte er April nicht retten können, wird sie sich an Malcontent wenden müssen ...

Das Lied des roten Todes ist nicht unbedingt eine schlechte Fortsetzung, denn sie schafft es durchaus zu unterhalten, kommt aber auch nicht ganz an ihren Vorgänger heran. Das liegt vor allem an der relativ ereignislosen ersten Hälfte des Buches, die dadurch nicht sonderlich fesselnd ist. Das Schicksal der verschiedenen Figuren lässt einen nicht kalt und man möchte natürlich wissen, ob gewisse Gerüchte der Wahrheit entsprechen, weshalb man trotzdem weiter liest, es passiert allerdings einfach viel zu wenig. Im Prinzip ist die Gruppe um Araby nach der Hälfte immer noch auf dem gleichen Stand wie am Ende des ersten Bandes, also ohne nennenswerte Fortschritte.

Erst in der zweiten Hälfte kommt dann endlich etwas Spannung auf als die Charaktere in die Stadt zurückkehren und versuchen unterschiedliche Probleme zu lösen, wobei sie sich nicht nur vor den zwei Seuchen, sondern insbesondere ihren beiden Widersachern in Acht nehmen müssen, die es scheinbar gemeinsam darauf angelegt haben Elliotts Pläne den Menschen zu helfen um jeden Preis zu vereiteln. Außerdem verschlimmert sich Aprils Zustand zunehmend, sodass Araby nicht mehr viel Zeit bleibt um ein Heilmittel für sie aufzutreiben.

Die Auflösung musste dementsprechend letztendlich ziemlich schnell von statten gehen und ist daher in mancher Hinsicht etwas zu oberflächlich und überstürzt. Die Geschichte hatte gleich zwei Antagonisten, deren dunklen Machenschaften man ein Ende bereiten musste, doch während Beide im Endeffekt zwar bekommen, was sie verdienen, wird es nur bei einem von ihnen ausreichend beschrieben. Der Kampf mit dem anderen wird sträflich vernachlässigt und leider nur so knapp am Rande erwähnt, dass man es beinahe überlesen könnte.
Der Ausblick auf die nahe Zukunft sowie der generelle Stand der Dinge am Schluss des Buches sind aber durchaus zufriedenstellend, wodurch man sich wenigstens mit einem guten Gefühl von den Charakteren verabschieden kann.

Weniger schön ist hingegen die Tatsache, dass Bethany Griffin den Fokus so stark auf die Dreiecksbeziehung zwischen Will, Araby und Elliott gelegt hat, zumal jeder von ihnen viel größere Sorgen hat. Das ganze Hin und Her zwischen Will und Elliott, nur weil Araby sich nicht eingestehen will, für wen ihr Herz wirklich schlägt, ist nach einer Weile sehr ermüdend und nicht gerade nachvollziehbar.

Während man Will als Leser seinen Verrat aus dem ersten Teil relativ schnell verzeiht, hält Araby ihre Wut auf ihn wesentlich länger aufrecht und vergibt ihm erst viel später, obwohl sie genauso gehandelt hätte um Elise und Henry zu beschützen. Auf Grund einiger weniger Gemeinsamkeiten redet sie sich ein besser zu Elliott zu passen und bekennt sich deshalb erst kurz vor Schluss endlich zu ihren wahren Gefühlen. Dabei sind die Eigenschaften, die sie von Aprils Bruder unterscheiden, viel bedeutender, wie z.B. der Umstand, dass sie ihr Leben für das ihrer besten Freundin geben würde.

Das Herz des Lesers schlägt jedenfalls unangefochten für Will, der für jeden erkennbar sehr darum bemüht ist sein Verhalten wieder gutzumachen. Er nimmt sogar Elliotts herablassende Haltung im gegenüber in Kauf um bei Araby zu sein und ihr zu helfen.

Im Gegensatz zu Will glaubt diese fest an Elliott als neuen Machthaber und daran, dass er Gutes für die Menschen bewirken kann. Das mag sogar zutreffen und da man ihn in Das Lied des roten Todes besser kennen lernt merkt man, dass Elliott durchaus Gefühle hat und verletzt werden kann. Dennoch wird man nie so richtig mit ihm warm und kann ihm genauso wenig vertrauen wie Araby es tut. Möglicherweise bedeutet sie ihm tatsächlich etwas, trotzdem ist er so skrupellos, dass er nicht einmal davor zurückschreckt selbst sie zu manipulieren und für seine Zwecke zu benutzen. Anders als Will wäre er sogar bereit Araby zu opfern um sich selbst zu retten.
Er tötet zudem nicht nur, wenn er keine andere Wahl hat, sondern ebenso, wenn es ihm schlicht zweckmäßig erscheint und foltert Menschen um an Informationen zu gelangen. Vielleicht kann er nicht anders, weil ihm als Kind schon eingetrichtert wurde erbarmungslos zu sein, das macht sein Verhalten jedoch nicht weniger schrecklich oder entschuldbarer. Man fragt sich deswegen ernsthaft, zu was er fähig wäre, wenn Araby ihm nicht manchmal ins Gewissen reden oder von bestimmten Handlungen abhalten würde und, vor allem, was sie nur in ihm sieht, wenn nicht einmal sie ihm trauen kann.

Im Verlauf der Handlung zeigt Bethany Griffin sowohl durch ihre Protagonisten als auch durch ihre Randfiguren viele menschliche Abgründe auf. Eine Person allein kann einen unfassbaren Schaden anrichten und die gesamte Menschheit nur wegen seiner eigenen Aussichtslosigkeit zu unvorstellbarem Leid verdammen. Eine Person allein kann allerdings genauso viele Menschen retten, weshalb man nie den Glauben an das Gute verlieren darf. Selbst in schlechten Zeiten sollte man nicht alle Hoffnung auf Besserung aufgeben, man muss nur einen guten Grund zum Leben finden.

*FAZIT*
Das Lied des roten Todes ist eine passable Fortsetzung, die zwar ein paar Schwächen aufweist, die Dilogie aber immerhin ordentlich abschließt. Ein paar wenige Fragen bleiben offen, doch Bethany Griffin zeigt, dass die Figuren den Weg in die richtige Richtung eingeschlagen haben, sodass man sich beruhigt von ihnen verabschieden kann.


Covet (The Clann)
Covet (The Clann)
Preis: EUR 5,27

5.0 von 5 Sternen eine äußerst gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger in den Schatten stellt, 19. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Covet (The Clann) (Kindle Edition)
Weil sie sein Leben nicht riskieren will und um den Friedensvertrag zwischen den Nachfahren sowie den Vampiren nicht zu gefährden, hat Savannah sowohl dem Clann als auch dem Rat versprochen sich von Tristan fernzuhalten und ist fest entschlossen sich daran zu halten, egal was sie für ihn empfindet.

Dass sie ihn in der Schule jeden Tag sehen muss und Tristan selbst ganz und gar nicht mit ihrer Entscheidung einverstanden ist, sondern weiterhin um sie kämpfen will, macht es ihr nicht gerade leichter. Dabei hat Savannah inzwischen noch viel größere Probleme als nur ihren Liebeskummer: Ihre Vampirhälfte wird immer stärker und sie muss lernen vor allem ihren Blutdurst zu kontrollieren, wenn sie ihre Freunde oder sogar ihre eigene Mutter nicht mit ihrer bloßen Anwesenheit in Gefahr bringen will …

Mit Covet ist es Melissa Darnell gelungen, eine Fortsetzung zu schreiben, die nicht nur mühelos mit ihrem Vorgänger mithalten kann, sondern diesen sogar noch um Längen übertrifft. Der zweite Teil ist viel ereignisreicher, voller Action und insbesondere zum Ende hin außerordentlich spannend.

Durch ihr Versprechen gegenüber dem Rat am Ende des Auftakts wusste man bereits, dass Savannah eine wahrlich Herz zerreißende Trennung von Tristan bevorsteht. Man hat allerdings nicht damit gerechnet, dass sie gleichzeitig noch andere, viel schlimmere Verluste erleiden würde, die einen schon am Anfang zum Weinen bringen. Wobei Sav im Verlauf der Handlung nicht die Einzige bleibt, die einen geliebten Menschen verliert, sodass das die Augen auch danach nicht permanent trocken bleiben.

Geschildert werden die verschiedenen Ereignisse erneut abwechselnd aus den Perspektiven von Tristan sowie Savannah, wodurch man sich in beide Protagonisten sehr gut hineinversetzen kann. Besonders Sav hat sich im Vergleich zum ersten Band deutlich weiterentwickelt. Sie hält sich zwar an ihr Versprechen gegenüber dem Rat sowie dem Clann sich von Tristan zu trennen und sich von ihm fernzuhalten, geht jetzt aber trotzdem ihren eigenen Weg. Sie lässt sich nicht mehr alles vorschreiben und will vor allem kein Opfer mehr sein, weswegen sie nicht nur ihrer Vampirhälfte Aufmerksamkeit schenkt, sondern ebenso ihrem Erbe als Nachfahrin. Der wichtigste Schritt ist dabei für sie sich erst einmal so zu akzeptieren, wie sie ist, denn ihr Wesen kann sie nicht ändern, doch sie kann das Beste daraus machen.
Ihre beiden Seiten stellen sie vor viele neue Herausforderungen, am meisten hat sie allerdings mit den Fähigkeiten zu kämpfen, die sie von ihrem Vater mitbekommen hat. Inzwischen empfängt sie neben Gefühlen zusätzlich die Gedanken aller Personen in ihrer unmittelbaren Nähe, was manchmal einfach zu viel für sie ist, weil sie sie nicht abstellen kann und erst noch lernen muss damit umzugehen. Ihr größtes Problem ist aber, dass sie keine menschliche Nahrung mehr verträgt und daher gezwungen ist Blut zu trinken, sich jedoch weigert irgendjemanden zu beißen.
Da sie selbst nie versprochen hat nicht zu zaubern, beginnt sie außerdem heimlich sich mit Magie zu beschäftigen. Nachdem Dylan ihre beste Freundin Anne bedroht hat, ist sie fest entschlossen so viel zu lernen wie möglich um ihre Liebsten vor den Nachfahren beschützen zu können.

Während Savannah Tristan trotz ihrer Gefühle für ihn aufgegeben hat, solange sie ihm mit ihren Küssen unabsichtlich Energie entzieht, weil sie sein Leben auf keinen Fall riskieren will, sucht er weiterhin verzweifelt nach einem Weg trotzdem mit ihr zusammen sein zu können. Er zieht sogar die Verwandlung in einen Vampir in Erwägung, was bisher noch kein Nachfahre je überlebt hat.
Da Savannah ihm nicht dabei hilft, fühlt er sich von ihr im Stich gelassen und als er herausfindet, dass sie seine Gedanken hören kann, nutzt er das im Unterricht schamlos aus um sie zu quälen, worunter die Sympathie zu ihm vorübergehend stark leidet. Er ist extrem eifersüchtig als er glaubt, Sav hätte einen neuen festen Freund, obwohl das gar nicht stimmt und er schon viel länger Zeit mit einem anderen Mädchen verbringt, die glaubt sie wäre richtig mit ihm zusammen, was er nicht einmal bemerkt.

Der Clann, allen voran Tristans Eltern, wollen ebenfalls unbedingt verhindern, dass sie zusammen sind und selbst in der Schule stehen sie unter ständiger Beobachtung, sodass Tristan nicht einmal in Ruhe mit Savannah reden kann. Dennoch besteht eine äußerst starke Verbindung zwischen ihnen, weshalb sie es spüren können, wenn einer von ihnen in Lebensgefahr ist, egal wie weit sie voneinander entfernt sind.

Trotz ihrer Trennung verfolgen sie außerdem ein gemeinsames Ziel: Sie wollen dem Clann klar machen, dass nicht alle Vampire zwingend schlecht sind und umgekehrt um den Frieden zu bewahren. Nur leider sind sowohl die Vampire als auch die Nachfahren ausgesprochen stur und voller Vorurteile, sodass dieses Vorhaben beinahe unmöglich ist.
Hinzu kommt, dass irgendjemand gezielt Nachfahren tötet, was nicht gerade zur Entspannung der ohnehin schon unruhigen Situation beiträgt. Die Spuren weisen eindeutig auf Vampire als Täter hin, möglicherweise will jemand allerdings nur, dass es genau danach aussieht um einen neuen Krieg auszulösen, worauf manche nur zu warten scheinen.

Abgesehen von den beiden Protagonisten und dem Umstand, dass die Handlung gerade zum Ende hin so spannend und ergreifend wird, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann, überzeugt das Buch darüber hinaus mit den fantastischen Nebenfiguren. Sie alle tragen auf ihre eigene Weise bedeutend zur Geschichte bei, was beinahe jeden von ihnen unverzichtbar macht.
Anne ist zwar dickköpfig, aber trotzdem eine großartige beste Freundin, der sich Savannah bedenkenlos anvertrauen kann. Auch wenn sie natürlich manchmal streiten, können sie sich immer aufeinander verlassen. In deren ausgesprochen sympathischen Ex-Freund Ron, den man sehr schnell ins Herz schließt, gewinnt Sav einen tollen neuen Freund, der über sie Bescheid weiß und dennoch zu ihr hält. Er hat ebenfalls ein Familiengeheimnis, das ihn mit dem Clann verbindet und ihn sogar zu einem übernatürlichen Wesen macht, wobei er weder Vampir noch Nachfahre ist. Er steht Savannah bei, liebt jedoch eindeutig Anne, die erst zu ihren Gefühlen für ihn steht, nachdem die Dhampirin ihr mal so richtig die Leviten gelesen hat.
Dadurch, dass Savannah jetzt bei ihrem Vater lebt, lernt man auch diesen endlich besser kennen und stellt schon bald fest, genau wie sie selbst, dass er gar nicht so übel ist. Er mag sie bisweilen zu stark kontrollieren, tut das aber nur, weil er sich um sie sorgt und ihr in dieser schwierigen Phase helfen will. Insbesondere ihren Liebeskummer kann er vielleicht besser verstehen, als sie denkt, denn nach all den Jahren liebt er Savannahs Mutter noch immer. Melissa Darnell beleuchtet allerdings nicht nur die liebenswürdigen Charaktere näher, sondern ebenso die von der unausstehlichen Sorte, vornehmlich Dylan, der mit Hilfe der Zickenzwillinge immer wieder versucht Tristan und Savannah zu provozieren, damit sie erneut die Regeln brechen. Der Grund dafür erweckt durchaus Mitleid für ihn, doch er entschuldigt sein mieses Verhalten nicht. Er ist kein Kind mehr und hätte jederzeit jemanden um Hilfe bitten können um seiner schwierigen Lage auf andere Weise zu entkommen.

Als sich die Ereignisse am Ende fast überschlagen und alles so rasant von statten geht, dass man kaum noch mitkommt, sind es aber die Handlungen einer anderen Figur, die einen vollkommen sprachlos machen. Diese Figur, die sich bis dahin lediglich ab und zu ein wenig merkwürdig benahm, der man ansonsten jedoch keine große Beachtung schenkte, hat einen furchtbaren, im Grunde unverzeihlichen Fehler begangen. Obwohl sie immer so clever erschien, hat sie mit ihren Taten etwas in Gang gesetzt, dass sich nun nicht mehr rückgängig machen lässt und erhebliche Konsequenzen hat. Und da noch offen bleibt, warum sie all das getan hat, stellt sich schließlich die dringliche Frage, wie ausgerechnet sie das nur zulassen konnte.

*FAZIT*
Covet ist eine äußerst gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger in den Schatten stellt und den Grundstein für ein packendes Finale gelegt hat. Die Entwicklungen am Schluss dieses Bandes rauben einem den Atem und Melissa Darnell schafft es mehr als einmal ihre Leser mit Enthüllungen zu schockieren, mit denen man so nie gerechnet hätte.

Nach diesem Ende kann man es jedenfalls kaum noch erwarten den Abschluss der fesselnden Trilogie zu lesen um eine Antwort auf diese entscheidende Frage zu erhalten und zu erfahren, ob es nach dem schweren Kampf, der ihnen mit Sicherheit bevor steht, ein Happy End für Savannah und Tristan geben wird.


Herzblut - Stärker als der Tod
Herzblut - Stärker als der Tod
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine äußerst gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger in den Schatten stellt, 19. März 2014
Weil sie sein Leben nicht riskieren will und um den Friedensvertrag zwischen den Nachfahren sowie den Vampiren nicht zu gefährden, hat Savannah sowohl dem Clann als auch dem Rat versprochen sich von Tristan fernzuhalten und ist fest entschlossen sich daran zu halten, egal was sie für ihn empfindet.

Dass sie ihn in der Schule jeden Tag sehen muss und Tristan selbst ganz und gar nicht mit ihrer Entscheidung einverstanden ist, sondern weiterhin um sie kämpfen will, macht es ihr nicht gerade leichter. Dabei hat Savannah inzwischen noch viel größere Probleme als nur ihren Liebeskummer: Ihre Vampirhälfte wird immer stärker und sie muss lernen vor allem ihren Blutdurst zu kontrollieren, wenn sie ihre Freunde oder sogar ihre eigene Mutter nicht mit ihrer bloßen Anwesenheit in Gefahr bringen will ...

Mit Herzblut - Stärker als der Tod ist es Melissa Darnell gelungen, eine Fortsetzung zu schreiben, die nicht nur mühelos mit ihrem Vorgänger mithalten kann, sondern diesen sogar noch um Längen übertrifft. Der zweite Teil ist viel ereignisreicher, voller Action und insbesondere zum Ende hin außerordentlich spannend.

Durch ihr Versprechen gegenüber dem Rat am Ende des Auftakts wusste man bereits, dass Savannah eine wahrlich Herz zerreißende Trennung von Tristan bevorsteht. Man hat allerdings nicht damit gerechnet, dass sie gleichzeitig noch andere, viel schlimmere Verluste erleiden würde, die einen schon am Anfang zum Weinen bringen. Wobei Sav im Verlauf der Handlung nicht die Einzige bleibt, die einen geliebten Menschen verliert, sodass das die Augen auch danach nicht permanent trocken bleiben.

Geschildert werden die verschiedenen Ereignisse erneut abwechselnd aus den Perspektiven von Tristan sowie Savannah, wodurch man sich in beide Protagonisten sehr gut hineinversetzen kann. Besonders Sav hat sich im Vergleich zum ersten Band deutlich weiterentwickelt. Sie hält sich zwar an ihr Versprechen gegenüber dem Rat sowie dem Clann sich von Tristan zu trennen und sich von ihm fernzuhalten, geht jetzt aber trotzdem ihren eigenen Weg. Sie lässt sich nicht mehr alles vorschreiben und will vor allem kein Opfer mehr sein, weswegen sie nicht nur ihrer Vampirhälfte Aufmerksamkeit schenkt, sondern ebenso ihrem Erbe als Nachfahrin. Der wichtigste Schritt ist dabei für sie sich erst einmal so zu akzeptieren, wie sie ist, denn ihr Wesen kann sie nicht ändern, doch sie kann das Beste daraus machen.
Ihre beiden Seiten stellen sie vor viele neue Herausforderungen, am meisten hat sie allerdings mit den Fähigkeiten zu kämpfen, die sie von ihrem Vater mitbekommen hat. Inzwischen empfängt sie neben Gefühlen zusätzlich die Gedanken aller Personen in ihrer unmittelbaren Nähe, was manchmal einfach zu viel für sie ist, weil sie sie nicht abstellen kann und erst noch lernen muss damit umzugehen. Ihr größtes Problem ist aber, dass sie keine menschliche Nahrung mehr verträgt und daher gezwungen ist Blut zu trinken, sich jedoch weigert irgendjemanden zu beißen.
Da sie selbst nie versprochen hat nicht zu zaubern, beginnt sie außerdem heimlich sich mit Magie zu beschäftigen. Nachdem Dylan ihre beste Freundin Anne bedroht hat, ist sie fest entschlossen so viel zu lernen wie möglich um ihre Liebsten vor den Nachfahren beschützen zu können.

Während Savannah Tristan trotz ihrer Gefühle für ihn aufgegeben hat, solange sie ihm mit ihren Küssen unabsichtlich Energie entzieht, weil sie sein Leben auf keinen Fall riskieren will, sucht er weiterhin verzweifelt nach einem Weg trotzdem mit ihr zusammen sein zu können. Er zieht sogar die Verwandlung in einen Vampir in Erwägung, was bisher noch kein Nachfahre je überlebt hat.
Da Savannah ihm nicht dabei hilft, fühlt er sich von ihr im Stich gelassen und als er herausfindet, dass sie seine Gedanken hören kann, nutzt er das im Unterricht schamlos aus um sie zu quälen, worunter die Sympathie zu ihm vorübergehend stark leidet. Er ist extrem eifersüchtig als er glaubt, Sav hätte einen neuen festen Freund, obwohl das gar nicht stimmt und er schon viel länger Zeit mit einem anderen Mädchen verbringt, die glaubt sie wäre richtig mit ihm zusammen, was er nicht einmal bemerkt.

Der Clann, allen voran Tristans Eltern, wollen ebenfalls unbedingt verhindern, dass sie zusammen sind und selbst in der Schule stehen sie unter ständiger Beobachtung, sodass Tristan nicht einmal in Ruhe mit Savannah reden kann. Dennoch besteht eine äußerst starke Verbindung zwischen ihnen, weshalb sie es spüren können, wenn einer von ihnen in Lebensgefahr ist, egal wie weit sie voneinander entfernt sind.

Trotz ihrer Trennung verfolgen sie außerdem ein gemeinsames Ziel: Sie wollen dem Clann klar machen, dass nicht alle Vampire zwingend schlecht sind und umgekehrt um den Frieden zu bewahren. Nur leider sind sowohl die Vampire als auch die Nachfahren ausgesprochen stur und voller Vorurteile, sodass dieses Vorhaben beinahe unmöglich ist.
Hinzu kommt, dass irgendjemand gezielt Nachfahren tötet, was nicht gerade zur Entspannung der ohnehin schon unruhigen Situation beiträgt. Die Spuren weisen eindeutig auf Vampire als Täter hin, möglicherweise will jemand allerdings nur, dass es genau danach aussieht um einen neuen Krieg auszulösen, worauf manche nur zu warten scheinen.

Abgesehen von den beiden Protagonisten und dem Umstand, dass die Handlung gerade zum Ende hin so spannend und ergreifend wird, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann, überzeugt das Buch darüber hinaus mit den fantastischen Nebenfiguren. Sie alle tragen auf ihre eigene Weise bedeutend zur Geschichte bei, was beinahe jeden von ihnen unverzichtbar macht.
Anne ist zwar dickköpfig, aber trotzdem eine großartige beste Freundin, der sich Savannah bedenkenlos anvertrauen kann. Auch wenn sie natürlich manchmal streiten, können sie sich immer aufeinander verlassen. In deren ausgesprochen sympathischen Ex-Freund Ron, den man sehr schnell ins Herz schließt, gewinnt Sav einen tollen neuen Freund, der über sie Bescheid weiß und dennoch zu ihr hält. Er hat ebenfalls ein Familiengeheimnis, das ihn mit dem Clann verbindet und ihn sogar zu einem übernatürlichen Wesen macht, wobei er weder Vampir noch Nachfahre ist. Er steht Savannah bei, liebt jedoch eindeutig Anne, die erst zu ihren Gefühlen für ihn steht, nachdem die Dhampirin ihr mal so richtig die Leviten gelesen hat.
Dadurch, dass Savannah jetzt bei ihrem Vater lebt, lernt man auch diesen endlich besser kennen und stellt schon bald fest, genau wie sie selbst, dass er gar nicht so übel ist. Er mag sie bisweilen zu stark kontrollieren, tut das aber nur, weil er sich um sie sorgt und ihr in dieser schwierigen Phase helfen will. Insbesondere ihren Liebeskummer kann er vielleicht besser verstehen, als sie denkt, denn nach all den Jahren liebt er Savannahs Mutter noch immer. Melissa Darnell beleuchtet allerdings nicht nur die liebenswürdigen Charaktere näher, sondern ebenso die von der unausstehlichen Sorte, vornehmlich Dylan, der mit Hilfe der Zickenzwillinge immer wieder versucht Tristan und Savannah zu provozieren, damit sie erneut die Regeln brechen. Der Grund dafür erweckt durchaus Mitleid für ihn, doch er entschuldigt sein mieses Verhalten nicht. Er ist kein Kind mehr und hätte jederzeit jemanden um Hilfe bitten können um seiner schwierigen Lage auf andere Weise zu entkommen.

Als sich die Ereignisse am Ende fast überschlagen und alles so rasant von statten geht, dass man kaum noch mitkommt, sind es aber die Handlungen einer anderen Figur, die einen vollkommen sprachlos machen. Diese Figur, die sich bis dahin lediglich ab und zu ein wenig merkwürdig benahm, der man ansonsten jedoch keine große Beachtung schenkte, hat einen furchtbaren, im Grunde unverzeihlichen Fehler begangen. Obwohl sie immer so clever erschien, hat sie mit ihren Taten etwas in Gang gesetzt, dass sich nun nicht mehr rückgängig machen lässt und erhebliche Konsequenzen hat. Und da noch offen bleibt, warum sie all das getan hat, stellt sich schließlich die dringliche Frage, wie ausgerechnet sie das nur zulassen konnte.

*FAZIT*
Herzblut - Stärker als der Tod ist eine äußerst gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger in den Schatten stellt und den Grundstein für ein packendes Finale gelegt hat. Die Entwicklungen am Schluss dieses Bandes rauben einem den Atem und Melissa Darnell schafft es mehr als einmal ihre Leser mit Enthüllungen zu schockieren, mit denen man so nie gerechnet hätte.

Nach diesem Ende kann man es jedenfalls kaum noch erwarten den Abschluss der fesselnden Trilogie zu lesen um eine Antwort auf diese entscheidende Frage zu erhalten und zu erfahren, ob es nach dem schweren Kampf, der ihnen mit Sicherheit bevor steht, ein Happy End für Savannah und Tristan geben wird.


Die Luna-Chroniken: Das mechanische Mädchen
Die Luna-Chroniken: Das mechanische Mädchen
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen keine schlechte Kurzgeschichte, aber eben auch keine, die man unbedingt gelesen haben muss, 11. März 2014
Als die elfjährige Cinder erwacht ist sie ein Cyborg ohne jede Erinnerung an ihre Vergangenheit oder ihre Familie. Sie ist aber nicht allein, denn Garan Linh nimmt sie mit nach Asien, wo sie ein Teil seiner Familie werden soll. Seine Frau ist allerdings alles andere als begeistert von der Idee einen Cyborg aufzunehmen, der sie nur zusätzlich Geld kostet. Lediglich die kleine Peony scheint sich darüber zu freuen eine weitere Schwester zu bekommen und begrüßt Cinder mit offenen Armen ...

Das mechanische Mädchen ist eine ganz nette Kurzgeschichte für Zwischendurch, die einem insgesamt aber kaum bis gar keine neuen Informationen liefert und daher nicht zwingend gelesen werden muss. Verpassen kann man hier jedenfalls nichts.

Interessant ist es zu erfahren, wie Cinder sich nach ihrem Erwachen als Cyborg gefühlt hat und wie sie sich langsam an die vielen Veränderungen gewöhnt. Verständlicherweise ist sie noch ein wenig unbeholfen und vor allem verschüchtert, denn es gibt nichts, was ihr vertraut ist. Sie weiß noch nicht, was es bedeutet, wenn das orange Licht in ihrem Sichtfeld aufleuchtet, oder wie sie verhindern kann, dass ihr Gehirn alles Unbekannte sofort recherchiert und ihr die entsprechenden Informationen liefert. Sie findet jedoch schnell heraus, dass es durchaus Vorteile haben kann ein Cyborg zu sein und erledigt sogar schon ihren erst Job als Mechanikerin indem sie Iko repariert.

Schön wäre es gewesen, wenn man Garan etwas besser kennen gelernt hätte, da er am Anfang von Wie Monde so silbern ja bereits seit mehreren Jahren tot ist. Er taucht zwar auf, bleibt allerdings sehr blass und undurchsichtig. Er nimmt Cinder auf und bittet Adri sich um sie zu kümmern, wofür man ihm dankbar ist, mehr erfährt man dann aber leider nicht über ihn oder seine Beweggründe.

Dass die kaltherzige Adri Cinder von Anfang an feindselig gegenüber stand und Cinder für sie als Cyborg nur ein Ding sowie eine zusätzliche Last ist, überrascht wenig. Sie hat keinerlei Mitgefühl für sie übrig, obwohl sie erst elf Jahre alt ist und niemanden mehr hat. Stattdessen ist sie sogar bemüht zu verhindern, dass ihre Töchter sich mit ihr anfreunden.

Pearl freut sich ebenso wenig über Cinder, doch Peony, die liebe süße Peony, schließt Cinder sofort ins Herz und betrachtet sie nicht nur als Menschen, sondern sogar als ihre Schwester und das scheinbar von Anfang an, egal was ihre Mutter sagt. Dafür kann man sie einfach nur lieben und es kommen einem die Tränen, wenn man daran denkt, dass Cinder ausgerechnet sie später verlieren musste.

*FAZIT*
Das mechanische Mädchen ist keine schlechte Kurzgeschichte, aber eben auch keine, die man unbedingt gelesen haben muss. Wer nach dem Ende des ersten Bandes gern mehr darüber erfahren möchte, wie Cinder zur Familie Linh kam, kann sie lesen, wer es nicht tut, verpasst allerdings nichts, denn es werden einem, bis auf einen winzigen Hinweis, keine neuen Informationen geliefert und man erfährt nichts über Cinders Leben bevor sie als Cyborg erwachte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2014 10:20 PM MEST


Code: A Virals Novel
Code: A Virals Novel
von Kathy Reichs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,86

5.0 von 5 Sternen eine tolle Fortsetzung, die mit ihren Vorgängern in puncto Spannung mühelos mithalten kann, 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Code: A Virals Novel (Gebundene Ausgabe)
Tory, Ben, Hi und Shelton hätten sich nach ihrem letzten Abenteuer eigentlich eine Pause verdient um sich endlich ganz der Entschlüsselung ihrer genetischen Veränderungen zu widmen. Stattdessen müssen sie sich erneut einer schwierigen Aufgabe nach der nächsten stellen, denn der mutmaßlich unschuldige Geocache, den sie auf Loggerhead entdeckt haben, macht sie nun zu Teilnehmern eines Spiels, das sie nie hätten spielen wollen.

Ein mysteriöser Spielleiter lädt sie ein seine komplizierten Rätsel zu entschlüsseln und so den jeweils nächsten Hinweis zu finden, doch er akzeptiert kein nein als Antwort und beweist ihnen sogleich, wie ernst es ihm damit ist. Die Virals haben also keine Wahl: Sowohl eine Weigerung als auch ihr Scheitern würde zu tödlichen Konsequenzen führen und die Zeit rennt ihnen bereits davon ...

Code ist eine tolle Fortsetzung, die mit ihren Vorgängern in puncto Spannung mühelos mithalten kann und somit genauso fesselnd ist wie schon die vorherigen Bände. Obgleich es nicht schadet, wenn man sich an die vorangegangenen Ereignisse noch gut erinnert, weil manche Gedächtnislücken sonst offen bleiben, ist es nicht schlimm, falls man die ersten Teile schon vor einiger Zeit gelesen hat, da die wichtigsten Details aus der Vergangenheit anfangs noch einmal flüchtig aufgegriffen werden. Das erleichtert einem den Einstieg in die Handlung, die nach dieser kurzen Einführung ziemlich schnell an Tempo gewinnt und den Leser so mehr und mehr in ihren Bann zieht.

Im dritten Band wird die Verbindung zwischen den einzelnen Virals, einschließlich Coop, noch intensiver und ihre Kräfte scheinen sich immer noch weiterzuentwickeln. Deshalb versuchen die Vier nun endlich mehr über sich und die Veränderung ihrer Gene in Erfahrung zu bringen, insbesondere ob sie dauerhaft ist oder vielleicht irgendwann wieder vergehen wird. Unglücklicherweise ist jedoch die einzige Person, die außer ihnen überhaupt von dem Virus weiß, nicht mehr am Leben und hat darüber hinaus scheinbar alle Aufzeichnungen diesbezüglich zuvor vernichtet.
Vor allem Tory ist begierig mehr Informationen zu sammeln und versucht immer wieder ihre Grenzen auszutesten, wobei sie sich besonders für die mentale Verbindung zwischen ihnen interessiert. Bei den drei Jungs kommt das allerdings nicht so gut an, weil diese natürlich nicht wollen, dass Tory ungefragt in ihre Köpfe eindringt und so womöglich etwas erfährt, das nicht für sie bestimmt ist.

Gleichzeitig muss die Gruppe ihre Außergewöhnlichkeit unbedingt weiterhin geheim halten, was einigen von ihnen gerade in emotionalen Situationen zunehmend schwerer fällt. Chance Claybourne hat die goldenen Augen und andere Besonderheiten beispielsweise bereits bemerkt, wobei er nicht der Einzige ist, und da die Virals nicht gewillt sind ihm die gewünschten Antworten zu liefern, ist er entschlossen sie selbst zu finden und hat immerhin auch die Mittel dazu.

Die Jugendlichen haben aber nicht viel Zeit sich deswegen zu sorgen, weil der gefundene Geocache schließlich eine viel größere Gefahr birgt als sie sich hätten vorstellen können. Der Handlungsstrang um den Spielleiter ist ausgesprochen interessant, wird jedoch immer bedrohlicher, denn was als harmloses Spiel beginnt wird schnell bitterer Ernst. Es geht um Leben und Tod und da nicht nur das Leben der Virals auf dem Spiel steht, sondern das unzähliger anderer Menschen ebenso, haben sie keine andere Wahl als die Regeln des Spielleiters zu befolgen und seine schwierigen Hinweise zu entschlüsseln. Je knapper die Zeit dafür wird, desto mehr raubt es einem den Atem. Dass so viele Leben bedroht sind und sie außerdem nicht zur Polizei gehen dürfen, setzt sie dann noch zusätzlich unter Druck. Der Spielleiter ist nicht nur verdammt gruselig und offensichtlich irre, er scheint seine Augen zudem wirklich überall zu haben und dadurch alles zu sehen und zu wissen. Einen Verstoß gegen seine Vorschriften können sie somit nicht riskieren. Und um ihn aufzuhalten müssten sie ihn erst einmal aufspüren, nur wie?
Die verschiedenen Hinweise sind im Buch abgedruckt, sodass man zumindest versuchen könnte die Lösung vor den Virals selbst zu finden. Fraglich bleibt aber, ob einem das gelingt. Selbst für das Rudel sind sie manchmal kaum zu lösen, vor allem in der kurzen Zeit, und das obwohl sie so intelligent sind und sich als Team so gut ergänzen.

Da sie ihren Eltern ebenfalls nichts davon erzählen können, müssen sie neben dem nervenaufreibenden Spiel zu allem Überfluss noch mit diversen Alltagsproblemen kämpfen: Schule, Stress mit den Eltern und bei Tory sogar der Debütantenball. Doch zum Glück haben sie alle verschiedene Stäken, sodass es ihnen zusammen gelingt die Schwierigkeiten zu überwinden und Dank ihrer besondere Kräfte schaffen sie es dabei am Leben zu bleiben.

Tory und die Jungs - Hi, Ben und Shelton - sind nach wie vor sehr sympathisch, hätten allerdings angesichts ihres reifen Verhaltens und der harten Aufgaben, die sie gemeinsam bewältigen, inzwischen ruhig etwas älter sein dürfen als im ersten Band um die Geschichte ein wenig realistischer zu gestalten.
Besonders in Tory kann man sich sehr gut hineinversetzen und verstehen, dass sie manchmal hin und her gerissen ist: Eigentlich ist es ihr egal, was andere über sie denken, ab und zu möchte aber sogar sie wie ein normaler Teenager eben einfach nur dazu gehören. In der Schule macht ihre Intelligenz in Kombination mit ihrem jungen Alter sie häufig zur Außenseiterin, im Rudel übernimmt sie dagegen häufig die Rolle der Anführerin. Komischerweise erkennt sie trotz ihrer sonst so guten Auffassungsgabe als einzige nicht, dass Ben im Gegensatz zu Hi und Shelton Gefühle für sie hegt, die eindeutig über Freundschaft hinaus gehen, obwohl es für jeden anderen total offensichtlich ist. Dass das nicht Bens einziges Geheimnis ist, sondern er in Wahrheit noch etwas ganz anderes, viel schlimmeres verbirgt, hätte man hingegen nie vermutet.

Die gesamte Geschichte wird wieder hauptsächlich aus der Sicht von Tory erzählt, wodurch das Geschehen um sie und die restlichen Virals im Mittelpunkt steht. Daneben gibt es jedoch zudem ein paar wenige Kapitel aus anderen Perspektiven, zum Beispiel von Chance, dem Spielleiter oder Dr. Iglehart. Dadurch kann man als Leser eigene Spekulationen bezüglich deren Pläne und Machenschaften anstellen. Diese treffen zwar manchmal zu, locken einen aber viel häufiger eher auf eine falsche Fährte.

Letztlich schafft es Kathy Reichs also immer ihre Leser mit unerwarteten Wendungen zu überraschen sowie zu schockieren und es kommt immer anders als man dachte. Die Auflösung am Ende ist ihr sehr gut gelungen und es werden so gut wie alle Fragen beantwortet, wobei leider auch bedrückende Wahrheiten mit unangenehmen Folgen ans Licht kommen. Wie schon die Vorgänger ist der dritte Band ebenfalls vollkommen in sich abgeschlossen, sodass man es nicht mit einem lästigen Cliffhanger zu tun bekommt. Dennoch wird man sich den vierten Teil natürlich nicht entgehen lassen, insbesondere da es sich um den Abschluss der Reihe handelt und man sich dann wohl von den so liebgewonnenen Figuren verabschieden muss. Außerdem hat man immerhin schon eine leise Ahnung, worum es darin gehen könnte und dem Epilog nach zu urteilen müssen sie sich wieder auf einige Komplikationen gefasst machen.

*FAZIT*
Mit Code beweist Kathy Reichs zum Einen, dass sie einfach ein Talent dafür hat außerordentlich spannende Bücher zu schreiben und zum Anderen, dass es durchaus machbar ist das Niveau innerhalb einer Reihe konstant zu halten. Von einem schwächelnden Mittelband kann hier definitiv keine Rede sein und man hat das Ende schneller erreicht als es einem lieb ist. Man wartet daher schon jetzt freudig auf den Abschluss der Serie und ist sehr gespannt, was die Autorin sich für das Finale alles hat einfallen lassen.


VIRALS - Jeder Tote hütet ein Geheimnis: Band 3
VIRALS - Jeder Tote hütet ein Geheimnis: Band 3
von Kathy Reichs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

5.0 von 5 Sternen tolle Fortsetzung, die mit ihren Vorgängern in puncto Spannung mühelos mithalten kann, 1. März 2014
Tory, Ben, Hi und Shelton hätten sich nach ihrem letzten Abenteuer eigentlich eine Pause verdient um sich endlich ganz der Entschlüsselung ihrer genetischen Veränderungen zu widmen. Stattdessen müssen sie sich erneut einer schwierigen Aufgabe nach der nächsten stellen, denn der mutmaßlich unschuldige Geocache, den sie auf Loggerhead entdeckt haben, macht sie nun zu Teilnehmern eines Spiels, das sie nie hätten spielen wollen.

Ein mysteriöser Spielleiter lädt sie ein seine komplizierten Rätsel zu entschlüsseln und so den jeweils nächsten Hinweis zu finden, doch er akzeptiert kein nein als Antwort und beweist ihnen sogleich, wie ernst es ihm damit ist. Die Virals haben also keine Wahl: Sowohl eine Weigerung als auch ihr Scheitern würde zu tödlichen Konsequenzen führen und die Zeit rennt ihnen bereits davon …

Virals – Jeder Tote hütet ein Geheimnis ist eine tolle Fortsetzung, die mit ihren Vorgängern in puncto Spannung mühelos mithalten kann und somit genauso fesselnd ist wie schon die vorherigen Bände. Obgleich es nicht schadet, wenn man sich an die vorangegangenen Ereignisse noch gut erinnert, weil manche Gedächtnislücken sonst offen bleiben, ist es nicht schlimm, falls man die ersten Teile schon vor einiger Zeit gelesen hat, da die wichtigsten Details aus der Vergangenheit anfangs noch einmal flüchtig aufgegriffen werden. Das erleichtert einem den Einstieg in die Handlung, die nach dieser kurzen Einführung ziemlich schnell an Tempo gewinnt und den Leser so mehr und mehr in ihren Bann zieht.

Im dritten Band wird die Verbindung zwischen den einzelnen Virals, einschließlich Coop, noch intensiver und ihre Kräfte scheinen sich immer noch weiterzuentwickeln. Deshalb versuchen die Vier nun endlich mehr über sich und die Veränderung ihrer Gene in Erfahrung zu bringen, insbesondere ob sie dauerhaft ist oder vielleicht irgendwann wieder vergehen wird. Unglücklicherweise ist jedoch die einzige Person, die außer ihnen überhaupt von dem Virus weiß, nicht mehr am Leben und hat darüber hinaus scheinbar alle Aufzeichnungen diesbezüglich zuvor vernichtet.
Vor allem Tory ist begierig mehr Informationen zu sammeln und versucht immer wieder ihre Grenzen auszutesten, wobei sie sich besonders für die mentale Verbindung zwischen ihnen interessiert. Bei den drei Jungs kommt das allerdings nicht so gut an, weil diese natürlich nicht wollen, dass Tory ungefragt in ihre Köpfe eindringt und so womöglich etwas erfährt, das nicht für sie bestimmt ist.

Gleichzeitig muss die Gruppe ihre Außergewöhnlichkeit unbedingt weiterhin geheim halten, was einigen von ihnen gerade in emotionalen Situationen zunehmend schwerer fällt. Chance Claybourne hat die goldenen Augen und andere Besonderheiten beispielsweise bereits bemerkt, wobei er nicht der Einzige ist, und da die Virals nicht gewillt sind ihm die gewünschten Antworten zu liefern, ist er entschlossen sie selbst zu finden und hat immerhin auch die Mittel dazu.

Die Jugendlichen haben aber nicht viel Zeit sich deswegen zu sorgen, weil der gefundene Geocache schließlich eine viel größere Gefahr birgt als sie sich hätten vorstellen können. Der Handlungsstrang um den Spielleiter ist ausgesprochen interessant, wird jedoch immer bedrohlicher, denn was als harmloses Spiel beginnt wird schnell bitterer Ernst. Es geht um Leben und Tod und da nicht nur das Leben der Virals auf dem Spiel steht, sondern das unzähliger anderer Menschen ebenso, haben sie keine andere Wahl als die Regeln des Spielleiters zu befolgen und seine schwierigen Hinweise zu entschlüsseln. Je knapper die Zeit dafür wird, desto mehr raubt es einem den Atem. Dass so viele Leben bedroht sind und sie außerdem nicht zur Polizei gehen dürfen, setzt sie dann noch zusätzlich unter Druck. Der Spielleiter ist nicht nur verdammt gruselig und offensichtlich irre, er scheint seine Augen zudem wirklich überall zu haben und dadurch alles zu sehen und zu wissen. Einen Verstoß gegen seine Vorschriften können sie somit nicht riskieren. Und um ihn aufzuhalten müssten sie ihn erst einmal aufspüren, nur wie?
Die verschiedenen Hinweise sind im Buch abgedruckt, sodass man zumindest versuchen könnte die Lösung vor den Virals selbst zu finden. Fraglich bleibt aber, ob einem das gelingt. Selbst für das Rudel sind sie manchmal kaum zu lösen, vor allem in der kurzen Zeit, und das obwohl sie so intelligent sind und sich als Team so gut ergänzen.

Da sie ihren Eltern ebenfalls nichts davon erzählen können, müssen sie neben dem nervenaufreibenden Spiel zu allem Überfluss noch mit diversen Alltagsproblemen kämpfen: Schule, Stress mit den Eltern und bei Tory sogar der Debütantenball. Doch zum Glück haben sie alle verschiedene Stäken, sodass es ihnen zusammen gelingt die Schwierigkeiten zu überwinden und Dank ihrer besondere Kräfte schaffen sie es dabei am Leben zu bleiben.

Tory und die Jungs – Hi, Ben und Shelton – sind nach wie vor sehr sympathisch, hätten allerdings angesichts ihres reifen Verhaltens und der harten Aufgaben, die sie gemeinsam bewältigen, inzwischen ruhig etwas älter sein dürfen als im ersten Band um die Geschichte ein wenig realistischer zu gestalten.
Besonders in Tory kann man sich sehr gut hineinversetzen und verstehen, dass sie manchmal hin und her gerissen ist: Eigentlich ist es ihr egal, was andere über sie denken, ab und zu möchte aber sogar sie wie ein normaler Teenager eben einfach nur dazu gehören. In der Schule macht ihre Intelligenz in Kombination mit ihrem jungen Alter sie häufig zur Außenseiterin, im Rudel übernimmt sie dagegen häufig die Rolle der Anführerin. Komischerweise erkennt sie trotz ihrer sonst so guten Auffassungsgabe als einzige nicht, dass Ben im Gegensatz zu Hi und Shelton Gefühle für sie hegt, die eindeutig über Freundschaft hinaus gehen, obwohl es für jeden anderen total offensichtlich ist. Dass das nicht Bens einziges Geheimnis ist, sondern er in Wahrheit noch etwas ganz anderes, viel schlimmeres verbirgt, hätte man hingegen nie vermutet.

Die gesamte Geschichte wird wieder hauptsächlich aus der Sicht von Tory erzählt, wodurch das Geschehen um sie und die restlichen Virals im Mittelpunkt steht. Daneben gibt es jedoch zudem ein paar wenige Kapitel aus anderen Perspektiven, zum Beispiel von Chance, dem Spielleiter oder Dr. Iglehart. Dadurch kann man als Leser eigene Spekulationen bezüglich deren Pläne und Machenschaften anstellen. Diese treffen zwar manchmal zu, locken einen aber viel häufiger eher auf eine falsche Fährte.

Letztlich schafft es Kathy Reichs also immer ihre Leser mit unerwarteten Wendungen zu überraschen sowie zu schockieren und es kommt immer anders als man dachte. Die Auflösung am Ende ist ihr sehr gut gelungen und es werden so gut wie alle Fragen beantwortet, wobei leider auch bedrückende Wahrheiten mit unangenehmen Folgen ans Licht kommen. Wie schon die Vorgänger ist der dritte Band ebenfalls vollkommen in sich abgeschlossen, sodass man es nicht mit einem lästigen Cliffhanger zu tun bekommt. Dennoch wird man sich den vierten Teil natürlich nicht entgehen lassen, insbesondere da es sich um den Abschluss der Reihe handelt und man sich dann wohl von den so liebgewonnenen Figuren verabschieden muss. Außerdem hat man immerhin schon eine leise Ahnung, worum es darin gehen könnte und dem Epilog nach zu urteilen müssen sie sich wieder auf einige Komplikationen gefasst machen.

*FAZIT*
Mit Virals – Jeder Tote hütet ein Geheimnis beweist Kathy Reichs zum Einen, dass sie einfach ein Talent dafür hat außerordentlich spannende Bücher zu schreiben und zum Anderen, dass es durchaus machbar ist das Niveau innerhalb einer Reihe konstant zu halten. Von einem schwächelnden Mittelband kann hier definitiv keine Rede sein und man hat das Ende schneller erreicht als es einem lieb ist. Man wartet daher schon jetzt freudig auf den Abschluss der Serie und ist sehr gespannt, was die Autorin sich für das Finale alles hat einfallen lassen.


Scarlet (Lunar Chronicles)
Scarlet (Lunar Chronicles)
von Marissa Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,10

5.0 von 5 Sternen eine fantastische Fortsetzung, 21. Februar 2014
Cinder weiß noch nicht, ob sie Levana die Stirn bieten oder sich lieber weiterhin verstecken sollte, doch wenn sie eine Wahl haben will, muss sie erst einmal aus dem Gefängnis fliehen, denn sonst wird sie zurück nach Luna gebracht, wo sie in jedem Fall eine Hinrichtung erwartet …

Scarlet bekommt die Geschehnisse in Neu-Peking nur am Rande mit, weil sie gerade andere Sorgen hat: Vor zwei Wochen ist ihre Großmutter ohne eine Nachricht spurlos verschwunden und seitdem hat niemand etwas von ihr gesehen oder gehört. Die Polizei hat die Suche bereits eingestellt, aber Scarlet weiß, dass ihr etwas geschehen sein muss und stellt deshalb ihre eigenen Nachforschungen an. Ein erster Hinweis führt sie zu dem mysteriösen Straßenkämpfer Wolf, der entweder selbst mit der Entführung zu tun hat oder zumindest weiß, wer dahinter steckt …

Scarlet ist eine großartige Fortsetzung, die unmittelbar an ihren Vorgänger anknüpft und mindestens genauso zu begeistern vermag. Das eher ländliche Setting von Rieux ist vielleicht nicht ganz so faszinierend wie das futuristische Neu-Peking, dafür kann man sich mit den charismatischen Figuren auf eine Fahrt durchs All begeben.
Als Grundlage diente Marissa Meyer dieses Mal das Märchen von Rotkäppchen, aber das lässt wieder nur sehr wenige Rückschlüsse auf den Verlauf der Handlung zu, denn selbst wenn einzelne Parallelen durchaus erkennbar sind, wenn man besonders aufmerksam ist, gibt es ebenso viele deutliche Abweichungen.

Mit Scarlet und Wolf treten im zweiten Band zwei neue Hauptfiguren hinzu, die ihren eigenen Handlungsstrang bekommen. Scarlet ist, trotz ihrer Launen und ihrer Reizbarkeit, von Beginn an sehr sympathisch und unterscheidet sich durch ihre persönlichen Eigenarten stark von Cinder, sodass man sogar ohne ihre Namen stets wüsste, wessen Erlebnisse man gerade verfolgt. Sie weiß, dass ihre Großmutter nicht einfach fortgegangen ist, wovon sie sich auch nicht abbringen lässt, und macht sich deshalb kurzer Hand selbst auf die Suche nach ihr.
Dabei begegnet sie Wolf, der ein besonders interessanter Charakter ist, zumal er nicht ausschließlich menschlich ist, sondern eine seinem Namen entsprechende ausgeprägte animalische Seite hat. Obwohl man zunächst nicht sicher sein kann, ob man ihm trauen darf, schließt man ihn für seine Unwissenheit sowie seine kindliche Begeisterung bezüglich für ihn unbekannter, doch für jeden Anderen selbstverständlicher Kleinigkeiten schnell ins Herz. Man merkt deutlich, dass Scarlet ihn berührt, wodurch eine starke Verbindung zwischen ihnen entsteht, und dass er viel für sie empfindet, auch wenn er selbst erst noch lernen muss mit solchen Gefühlen umzugehen. Er weiß wesentlich mehr als er zugibt, trotzdem spürt an tief im Inneren, dass er ihr niemals wehtun würde und Scar tatsächlich helfen möchte ihre Großmutter zu finden. Daher ist man, sogar als alles auf das Gegenteil hindeutet, überzeugt, dass es nicht so ist wie es scheint.
Obwohl sich die Liebesgeschichte zwischen den Beiden ziemlich schnell entwickelt, kann man ihre Gefühle füreinander nachempfinden und versteht, warum sie sich so zueinander hingezogen fühlen.

Da die Perspektive alle paar Kapitel wechselt, kann man sich in alle Figuren sehr gut hineinversetzen und erfährt außerdem zum Glück ebenso wie es nach dem Ende des ersten Teils jetzt mit Cinder weiter geht, die auf ihrer Flucht neues Selbstvertrauen gefunden hat und von nun an selbst bestimmt, was sie tun will. Bevor sie eine Entscheidung im Hinblick auf ihre Tante trifft, will sie mehr über sich und ihre Vergangenheit erfahren, weshalb sie nach den Menschen sucht, die ihr damals das Leben gerettet haben. Um nicht wieder gefangen genommen zu werden, ist sie mehrfach gezwungen ihre Gabe einzusetzen, was zu einem inneren Konflikt führt. Ihre lunarische Herkunft macht ihr zu schaffen und sie fürchtet sich davor, dass es ihr zunehmend leichter fällt Menschen zu manipulieren, weil sie auf keinen Fall so werden will wie Levana. Dabei zeigen gerade ihre massiven Schuldgefühle, dass sie nicht das Geringste mit der Königin gemeinsam hat.

Noch im Gefängnis begegnet Cinder Kapitän Thorne, der ihr schließlich zur Flucht verhilft und dadurch zu ihrem Komplizen wird. Genau wie Iko, der man ebenfalls wieder begegnet, ist er eine wundervolle Nebenfigur, die einen regelmäßig zum Schmunzeln bringt, wofür man ihn einfach lieben muss.

Auch Kai taucht selbstverständlich wieder auf, kommt dieses Mal allerdings leider viel zu kurz, was sich dann hoffentlich im nächsten Band ändern wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen ist der Kaiser Cyborgs gegenüber nicht so voreingenommen und stört sich nicht an Cinders Metallgliedmaßen. Dafür hat er, verständlicherweise, wenn man seine Erfahrungen mit Levana bedenkt, große Vorurteile gegenüber Lunariern und zweifelt deshalb leider an Cinder sowie seinen Gefühlen für sie. Obwohl Cinder ihn nie beeinflusst hat, fragt er sich jetzt natürlich, ob seine Erinnerungen an sie überhaupt echt sind.

Überraschenderweise gibt es sogar ein Kapitel aus der Sicht von Levana, das dem Leser einen kurzen Einblick in ihre zukünftigen Absichten gewährt. Ihre Kaltblütigkeit erreicht in der Fortsetzung ein ungekanntes Ausmaß, sodass man sie noch mehr verabscheut, falls das möglich ist. Die Erdbewohner sind ihr vollkommen gleichgültig und sie benutzt Cinder lediglich als Vorwand für ihre grausamen Taten. Sie will über die Erde herrschen und dafür ist ihr absolut jedes Mittel recht.

Die durchgängig fesselnde Handlung dreht sich anfangs zum Einen um Cinders Flucht aus dem Gefängnis und vor den Soldaten des Staatenbundes und zum Anderen um Scarlets Suche nach ihrer Großmutter, bei der sie schon bald auf Wolf stößt. In welchem Zusammenhang letzteres mit Cinder und Luna steht, erschließt sich einem aber erst nach und nach als man die verschiedenen Puzzleteile Stück für Stück zusammensetzen kann. Zum Ende hin verbindet Marissa Meyer diese beiden schon für sich genommen interessanten Handlungsstränge allerdings geschickt miteinander, indem sie die jeweiligen Hauptfiguren zusammenführt.
Das Ende selbst ist wieder relativ offen gehalten, kommt jedoch nicht annähernd so abrupt wie beim Vorgänger. Cinder hat schließlich ein neues Ziel vor Augen und Freunde, die ihr dabei helfen werden es zu erreichen, weshalb man den dritten Band am liebsten sofort lesen würde. Besonders gespannt ist man zudem auf ihre Umsetzung des Märchens von Rapunzel und darauf, welche Rolle Cress in der Geschichte spielen wird.

*FAZIT*
Mit Scarlet hat Marissa Meyer eine fantastische Fortsetzung geschrieben, die ihrem Debut in nichts nachsteht und daher mindestens genauso fesselnd ist wie der Vorgänger. Ihre Neuinterpretationen bekannter Märchen sind spannend und faszinierend zugleich und machen jedes Mal Lust auf Mehr.


Die Luna-Chroniken, Band 2: Wie Blut so rot
Die Luna-Chroniken, Band 2: Wie Blut so rot
von Marissa Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen eine fantastische Fortsetzung, 21. Februar 2014
Cinder weiß noch nicht, ob sie Levana die Stirn bieten oder sich lieber weiterhin verstecken sollte, doch wenn sie eine Wahl haben will, muss sie erst einmal aus dem Gefängnis fliehen, denn sonst wird sie zurück nach Luna gebracht, wo sie in jedem Fall eine Hinrichtung erwartet …

Scarlet bekommt die Geschehnisse in Neu-Peking nur am Rande mit, weil sie gerade andere Sorgen hat: Vor zwei Wochen ist ihre Großmutter ohne eine Nachricht spurlos verschwunden und seitdem hat niemand etwas von ihr gesehen oder gehört. Die Polizei hat die Suche bereits eingestellt, aber Scarlet weiß, dass ihr etwas geschehen sein muss und stellt deshalb ihre eigenen Nachforschungen an. Ein erster Hinweis führt sie zu dem mysteriösen Straßenkämpfer Wolf, der entweder selbst mit der Entführung zu tun hat oder zumindest weiß, wer dahinter steckt …

Wie Blut so rot ist eine großartige Fortsetzung, die unmittelbar an ihren Vorgänger anknüpft und mindestens genauso zu begeistern vermag. Das eher ländliche Setting von Rieux ist vielleicht nicht ganz so faszinierend wie das futuristische Neu-Peking, dafür kann man sich mit den charismatischen Figuren auf eine Fahrt durchs All begeben.
Als Grundlage diente Marissa Meyer dieses Mal das Märchen von Rotkäppchen, aber das lässt wieder nur sehr wenige Rückschlüsse auf den Verlauf der Handlung zu, denn selbst wenn einzelne Parallelen durchaus erkennbar sind, wenn man besonders aufmerksam ist, gibt es ebenso viele deutliche Abweichungen.

Mit Scarlet und Wolf treten im zweiten Band zwei neue Hauptfiguren hinzu, die ihren eigenen Handlungsstrang bekommen. Scarlet ist, trotz ihrer Launen und ihrer Reizbarkeit, von Beginn an sehr sympathisch und unterscheidet sich durch ihre persönlichen Eigenarten stark von Cinder, sodass man sogar ohne ihre Namen stets wüsste, wessen Erlebnisse man gerade verfolgt. Sie weiß, dass ihre Großmutter nicht einfach fortgegangen ist, wovon sie sich auch nicht abbringen lässt, und macht sich deshalb kurzer Hand selbst auf die Suche nach ihr.
Dabei begegnet sie Wolf, der ein besonders interessanter Charakter ist, zumal er nicht ausschließlich menschlich ist, sondern eine seinem Namen entsprechende ausgeprägte animalische Seite hat. Obwohl man zunächst nicht sicher sein kann, ob man ihm trauen darf, schließt man ihn für seine Unwissenheit sowie seine kindliche Begeisterung bezüglich für ihn unbekannter, doch für jeden Anderen selbstverständlicher Kleinigkeiten schnell ins Herz. Man merkt deutlich, dass Scarlet ihn berührt, wodurch eine starke Verbindung zwischen ihnen entsteht, und dass er viel für sie empfindet, auch wenn er selbst erst noch lernen muss mit solchen Gefühlen umzugehen. Er weiß wesentlich mehr als er zugibt, trotzdem spürt an tief im Inneren, dass er ihr niemals wehtun würde und Scar tatsächlich helfen möchte ihre Großmutter zu finden. Daher ist man, sogar als alles auf das Gegenteil hindeutet, überzeugt, dass es nicht so ist wie es scheint.
Obwohl sich die Liebesgeschichte zwischen den Beiden ziemlich schnell entwickelt, kann man ihre Gefühle füreinander nachempfinden und versteht, warum sie sich so zueinander hingezogen fühlen.

Da die Perspektive alle paar Kapitel wechselt, kann man sich in alle Figuren sehr gut hineinversetzen und erfährt außerdem zum Glück ebenso wie es nach dem Ende des ersten Teils jetzt mit Cinder weiter geht, die auf ihrer Flucht neues Selbstvertrauen gefunden hat und von nun an selbst bestimmt, was sie tun will. Bevor sie eine Entscheidung im Hinblick auf ihre Tante trifft, will sie mehr über sich und ihre Vergangenheit erfahren, weshalb sie nach den Menschen sucht, die ihr damals das Leben gerettet haben. Um nicht wieder gefangen genommen zu werden, ist sie mehrfach gezwungen ihre Gabe einzusetzen, was zu einem inneren Konflikt führt. Ihre lunarische Herkunft macht ihr zu schaffen und sie fürchtet sich davor, dass es ihr zunehmend leichter fällt Menschen zu manipulieren, weil sie auf keinen Fall so werden will wie Levana. Dabei zeigen gerade ihre massiven Schuldgefühle, dass sie nicht das Geringste mit der Königin gemeinsam hat.

Noch im Gefängnis begegnet Cinder Kapitän Thorne, der ihr schließlich zur Flucht verhilft und dadurch zu ihrem Komplizen wird. Genau wie Iko, der man ebenfalls wieder begegnet, ist er eine wundervolle Nebenfigur, die einen regelmäßig zum Schmunzeln bringt, wofür man ihn einfach lieben muss.

Auch Kai taucht selbstverständlich wieder auf, kommt dieses Mal allerdings leider viel zu kurz, was sich dann hoffentlich im nächsten Band ändern wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen ist der Kaiser Cyborgs gegenüber nicht so voreingenommen und stört sich nicht an Cinders Metallgliedmaßen. Dafür hat er, verständlicherweise, wenn man seine Erfahrungen mit Levana bedenkt, große Vorurteile gegenüber Lunariern und zweifelt deshalb leider an Cinder sowie seinen Gefühlen für sie. Obwohl Cinder ihn nie beeinflusst hat, fragt er sich jetzt natürlich, ob seine Erinnerungen an sie überhaupt echt sind.

Überraschenderweise gibt es sogar ein Kapitel aus der Sicht von Levana, das dem Leser einen kurzen Einblick in ihre zukünftigen Absichten gewährt. Ihre Kaltblütigkeit erreicht in der Fortsetzung ein ungekanntes Ausmaß, sodass man sie noch mehr verabscheut, falls das möglich ist. Die Erdbewohner sind ihr vollkommen gleichgültig und sie benutzt Cinder lediglich als Vorwand für ihre grausamen Taten. Sie will über die Erde herrschen und dafür ist ihr absolut jedes Mittel recht.

Die durchgängig fesselnde Handlung dreht sich anfangs zum Einen um Cinders Flucht aus dem Gefängnis und vor den Soldaten des Staatenbundes und zum Anderen um Scarlets Suche nach ihrer Großmutter, bei der sie schon bald auf Wolf stößt. In welchem Zusammenhang letzteres mit Cinder und Luna steht, erschließt sich einem aber erst nach und nach als man die verschiedenen Puzzleteile Stück für Stück zusammensetzen kann. Zum Ende hin verbindet Marissa Meyer diese beiden schon für sich genommen interessanten Handlungsstränge allerdings geschickt miteinander, indem sie die jeweiligen Hauptfiguren zusammenführt.
Das Ende selbst ist wieder relativ offen gehalten, kommt jedoch nicht annähernd so abrupt wie beim Vorgänger. Cinder hat schließlich ein neues Ziel vor Augen und Freunde, die ihr dabei helfen werden es zu erreichen, weshalb man den dritten Band am liebsten sofort lesen würde. Besonders gespannt ist man zudem auf ihre Umsetzung des Märchens von Rapunzel und darauf, welche Rolle Cress in der Geschichte spielen wird.

*FAZIT*
Mit Wie Blut so rot hat Marissa Meyer eine fantastische Fortsetzung geschrieben, die ihrem Debut in nichts nachsteht und daher mindestens genauso fesselnd ist wie der Vorgänger. Ihre Neuinterpretationen bekannter Märchen sind spannend und faszinierend zugleich und machen jedes Mal Lust auf Mehr. Wie Sterne so golden kann somit eigentlich gar nicht früh genug erscheinen!


Pivot Point
Pivot Point
von Kasie West
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,10

5.0 von 5 Sternen ein beeindruckend gutes Debut, das in allen Punkten überzeugen sowie begeistern kann, 11. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Pivot Point (Gebundene Ausgabe)
Addison Coleman lebt, abgeschirmt und versteckt vor dem Rest der Welt, im Sektor, wo die Menschen genetisch weiterentwickelt sind und jeder von ihnen im Laufe der Zeit eine besondere, mentale Fähigkeit entwickelt. Ihr Talent ist die Divergenz: Wenn sie vor eine konkrete Wahl gestellt wird, kann sie die beiden Alternativen ausloten, das heißt sie kann sehen, was in jeder von ihnen geschehen wird, und dann eine von ihnen wählen.

Als ihre Eltern ihr verkünden, dass sie sich scheiden lassen, darf Addison deshalb selbst entscheiden, ob sie mit ihrer Mutter im Sektor bleiben oder ihn zusammen mit ihrem Vater verlassen will. Sie ahnt jedoch nicht, dass ihre Wahl nicht nur sie selbst betreffen wird, sondern gravierende und in einer Alternative sogar tödliche Konsequenzen nach sich zieht ...

Mit Pivot Point hat Kasie West einen durch und durch großartigen Jugendroman geschrieben, der den Leser schon nach wenigen Seiten in seinen Bann zieht und ihn dann bis zum Schluss an diese außergewöhnliche Geschichte fesselt. Obwohl es sich dabei um ihr Debut handelt, kann die Autorin nicht nur mit interessanten Ideen punkten, sondern auch mit der Umsetzung auf ganzer Linie überzeugen.

Im Mittelpunkt des Buches steht die ausgesprochen sympathische Protagonistin Addison, aus deren Perspektive die Handlung geschildert wird. Als Leser schließt man sie schon wegen ihrer Liebe zu Büchern gleich ins Herz, doch das ist bei weitem nicht der einzige Grund. Addie hat, im Gegensatz zu manchen anderen Altersgenossen, eine ansprechende Einstellung und einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Sie ist keinesfalls gegen Talente und findet es grundsätzlich auch in Ordnung, wenn man sie zu seinem Vorteil nutzt. Das sollte man aber eben nicht auf Kosten anderer tun, also besonders dann nicht, wenn andere dadurch verletzt werden. Obgleich sie ihr eigenes Talent nicht unablässig schätzt und es nicht permanent einsetzt, ist sie durchaus froh eines zu haben und somit im Sektor leben zu können. Trotz ihrer genetischen Überlegenheit verhält sie sich den sogenannten Normalen gegenüber jedoch nicht herablassend und manipuliert sie nicht zu ihrem persönlichen Vergnügen. Sie ist erfrischend echt und stets offen und ehrlich. Sie scheut sich nicht einmal jemandem direkt ins Gesicht zu sagen, was sie von ihm hält, wofür man sie wirklich bewundern kann. Darüber hinaus ist sie eine äußerst loyale Freundin und hält sogar zu Laila nachdem diese einen eigentlich unverzeihlichen Fehler begangen hat. Insgesamt hat man das Gefühl Addie sehr gut zu kennen, sodass man sich in sie hineinversetzen und sie gut verstehen kann, weshalb einen die schwerwiegende Entscheidung, die sie treffen muss, umso stärker mitnimmt.

In beiden Alternativen taucht früher oder später ein potenzieller fester Freund auf, die beiden könnten allerdings kaum unterschiedlicher sein: Trevor und Duke, einer mit und einer natürlich ohne Talent. Einen von ihnen liebt man von Beginn an, weil er einfach absolut perfekt zu Addie passt und sie um ihrer selbst willen liebt, auch wenn sie etwas länger braucht um zu begreifen, dass sie mehr will als nur Freundschaft. Der andere scheint zunächst ebenfalls ganz nett zu sein und ist vor allem sehr charmant, irgendetwas an ihm macht einen aber, genau wie Addie, immer wieder aufs Neue skeptisch und man ahnt schon bald, dass er nicht vollkommen aufrichtig zu ihr ist. Als dieser sein wahres Gesicht zeigt, ist man daher nicht sonderlich überrascht, nur für Addie tut es einem natürlich unheimlich leid, dass er sie lediglich benutzt hat.

Besonders gelungen ist Kasie West neben der Heldin der Aufbau ihrer Handlung. Schon relativ nah am Anfang wird Addison vor eine schwierige, scheinbar harmlose Wahl gestellt, die den Einsatz ihres Talents erfordert, und sie beginnt die beiden Alternativen auszuloten. Was in Wahrheit nur wenige Minuten dauert, fühlt es sich für sie jedoch vollkommen real an. Als Leser durchlebt man dadurch ebenfalls beide Möglichkeiten, die sich nach jedem Kapitel abwechseln, wobei man Dank der einleitenden Begriffserklärungen stets weiß, in welcher Version man sich gerade befindet. Da sie nur in einem im Sektor bleibt, während sie ihn im anderen verlässt und so in der für sie völlig neuen Welt der Normalen landet, könnten die beiden Wege kaum unterschiedlicher sein. Addies Fähigkeit führt einem somit deutlich vor Augen, wie stark eine einzige Entscheidung die eigene Zukunft manchmal beeinflussen kann. In beiden Alternativen gibt es verschiedene Komplikationen sowie verschiedene Vor- und Nachteile, anfangs macht allerdings alles den Anschein als könnte sie sich einfach die Alternative aussuchen, die ihr besser gefällt, ohne große Konsequenzen. Doch da irrt man sich gewaltig und es bricht einem das Herz, dass Addie sich schließlich nicht nur für das geringere Übel entscheiden, sondern zwischen der Liebe ihres Lebens und dem Leben einer geliebten Person wählen muss.

An Spannung mangelte es dem Buch zwar auch davor nicht, weil es in beiden Alternativen bedeutende Begebenheiten aufzudecken gilt, aber mit dieser Konsequenz schafft es Kasie West den Leser am Ende noch einmal gänzlich zu überraschen, weil man sich bis dahin, je näher das Ende rückte, immer wieder gefragt hat, wann und wie die Alternativen wohl enden mögen, mit solchen Ereignissen jedoch nie im Leben gerechnet hätte. Diese ungeahnte, schreckliche Wendung und wer letztlich für all das verantwortlich ist, sah man definitiv nicht kommen.

Der Übergang von den lediglich ausgeloteten Alternativen zur Gegenwart wurde von der Autorin sehr gut gelöst, sodass Wiederholungen komplett vermieden wurden. Obendrein liefert sie eine plausible Begründung dafür, dass Addison sich trotz des Dilemmas für eine der beiden Alternativen mit all ihren Folgen entscheidet anstatt zu versuchen den Verlauf der Dinge, wie sie sie gesehen hat, zu ändern.

Theoretisch könnte man Pivot Point ruhig als Einzelband lesen, denn der mögliche Fortgang wird schon leicht angedeutet und es bleibt genug Spielraum für das erwünschte Happy End. Folglich ist das Ende allerdings sehr offen gehalten, sodass man nichts gegen eine Fortsetzung einzuwenden hat und sich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Figuren freut.

*FAZIT*
Pivot Point ist ein beeindruckend gutes Debut, das in allen Punkten überzeugen sowie begeistern kann. Kasie West hat nicht nur tolle Ideen, sie hat diese auch wunderbar umgesetzt. Nach diesem Auftakt freut man sich daher nicht nur auf die Fortsetzung, sondern will einfach mehr von dieser talentierten Frau lesen!


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