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Beiträge von jose_pasillas
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Rezensionen verfasst von
"jose_pasillas"

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Source Tags & Codes
Source Tags & Codes
Wird angeboten von Wunderkammershop
Preis: EUR 13,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regen in der Wüste, 31. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Source Tags & Codes (Audio CD)
Mitte der 90er. In einer winzigen, unbedeutenden Provinz inmitten Texas formiert sich eine der in Zukunft vielleicht bedeutendsten Rockbands unserer Zeit. Schon der Name verspricht Tiefgang. "And You Will Know Us By The Trail Of Dead", eine Textzeile aus einem Gebet der Maya, ist der wenig einprägsame Name dieser Band, die mit "Source, Tags & Codes" ihr mittlerweile drittes Album vorstellen und spätestens hiermit den Durchbruch schaffen sollten. In jeder der 48 Minuten und 15 Sekunden wird deutlich, das dies eine Ausnahmegruppe mit Ausnahmefähigkeiten ist. Die Fähigkeit Einflüsse aus allen Himmelsrichtungen perfekt zu verbinden und die Fähigkeit sofort eine derart innige Beziehung zum Hörer aufzubauen sind die Trümpfe, bei einem Beiblatt, das aus einem riesigen Talent jedes einzelnen an seinem Instrument besteht. . Dies alles und noch viel mehr bietet "Source, Tags & Codes". Nach dem einlullenden, wunderschönen Klavierintro geht es gleich in die vollen. "It was there that I saw you" gibt die Richtung für das gesamte Album an. Ein Blitz voller Kraft und Emotionen, ohne bekannte Schemata, direkt ins Herz des Hörers. Auch wenn "Another Morning Stoner", die erste Singleauskopplung, schon sehr nach diesem vielerorts verhassten Wort "Emo" riecht, wird das Wort Genre im weiteren Verlauf nie wirklich gebraucht. "Baudelaire" erschließt sich erst nach mehrmaligem Hören ganz und entpuppt sich dann als echter Ohrwurm. Nach dem treibenden, an die Wand schmetternden Dampfhammer "Homage" folgt zum richtigen Zeitpunkt die traumhafte, trotz fast dreister Einfachkeit, zwangsläufig jedem, dessen Herz nicht aus Stein ist, eine Gänsehaut verpassenden "How Near How Far". Hier wird gesungen, geschrien und geklagt, fassetenreicher und bezaubernder hat man das schon lange nichtmehr gehört. Trail of Dead rennen querfeldein drauf los und entführen an die verstecktesten und schönsten Orte. "Heart in the Hand of the Matter" ist depressiv und gibt doch Hoffnung. Kleinste Klaviersprengsel, hier und da ein Geräusch. Das hier ist natürlich und roh, surreal und phantastisch. "Monsoon" lässt es Regnen und einer der unzähligen Spannungsbögen wird fast bis zum zerreißen strapaziert ohne den Hörer damit zu sehr auf die Folter zu spannen. Alles geschieht genau zum rechten Zeitpunkt, so auch das schlicht und einfach als tollen Rocksong zu bezeichnenden "Days of Being Wild". "Relative Ways" mutet mit schon fast zu Pop-lastigen Klängen an, übersteht aber den Drahtseilakt und bietet eine weitere große Melodie, die in den Ohren des Hörers noch lange nachklingt. "After the Laugher" lässt das vorangegangeneStück Revue passieren und faszieniert aufs neue durch Klavier und einfach perfekt arrangierten Klänge, die auch über die gesamte Länge das ganze Album im Halbdunkel erscheinen lässt und die Nähe wahrt. Wenn nach dem überraschend simplen und gerade deshalb so eingängigen Schluss- und
Titeltrack mit einem bedrückenden Streicher-Arrangement langsam die Lichter erlischen weiß man noch nicht so recht, was man denken soll. Pompös und minimalistisch, langatmig und kurzweilig, phantastisch und doch so echt erscheint einem diese Geschichte, die in diesem genialen Werk zusammenkommt.
Alles andere als 5 Sterne und das Prädikat "eines der besten Alben der letzten Jahre" würden diesem Album nicht gerecht.


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