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Rezensionen verfasst von
K. Schneider
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Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft: Symptome der Gegenwartskultur
Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft: Symptome der Gegenwartskultur
von Robert Pfaller
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

4.0 von 5 Sternen Die Postmoderne vom Kopf auf die Füße gestellt?, 11. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das "Heilige", von dem im Titel die Rede ist, ist gerade nicht dasjenige, das der brave Mann in der Kirche anbetet. Gemeint ist hier alles Nicht-Profane. Und mit der "Schmutzigkeit" bezeichnet Pfaller ungefähr das, was in Friedrich Nietzsches Frühwerk als das "dionysische" Prinzip auftaucht: die Zweideutigkeit, die Schlüpfrigkeit, die sinistre Seite des Sakralen; oder auch das, was man im englischen Sprachraum "sacred" - im Gegensatz zu "holy" nennt. Pfaller, pointierter Vertreter eines klassisch-materialistischen Epikureertums, beklagt in diesem Buch die Übergriffigkeit des rein-Vernünftigen, befördert durch den narzistischen Trieb der heutigen Gesellschaft, sich alle Dinge des Lebens bekenntnishaft anzueignen - wodurch die Dinge, mit denen ansonsten, in der Sphäre des sacred", des schmutzig-Heiligen, ein spielerischer, genusshafter Umgang möglich wäre, als ungehörig empfunden werden und zum Gegenstand immer neuer Verbote und Restriktionen werden müssen. Wodurch, und das ist das politische Seitenstück dieser Untersuchung, nicht nur gesellschaftliche Missstände im Ergebnis zementiert werden, sondern die Individuen zusätzlich um die Möglichkeit persönlichen Genusses gebracht werden.

Das ist, grob gesagt, Gegenstand und Aussage dieses Buches. Es ist in vielen Aspekten äußerst anregend und hellsichtig, ich würde es ohne weiteres als ein Buch für freie Geister bezeichnen (womit wir wieder einmal bei Friedrich N. wären). In der Tat enthält es für eine ganze Reihe von Erscheinungen des postmodernen gesellschaftlichen und politischen Lebens plausible Erklärungen. Ganz vermag ich die Aussagen darin aber nicht zu teilen, und das liegt hauptsächlich an folgenden Gründen:

Maßgebliche Argumentationsketten in diesem Buch sind nur erschließbar durch die Lehre der Psychoanalyse. Pfaller kann, vor allem in der ersten Kapiteln, sehr gut mit einzelnen Aspekten der Psychoanalyse überzeugen; hier hat das Buch für mich seine stärksten Seiten. Je weiter er in seinem Buch und in seiner Argumentation fortschreitet, umso deutlicher wird allerdings auch, dass man seine Schlussfolgerungen am Ende nur um den Preis der ganzen Psychoanalyse bekommt, und da wird es heikel. Die wissenschaftlichen Anfechtungen gegenüber der Psychoanalyse als Lehrgebäude sind inzwischen so beträchtlich, dass sie eher als Glaubenssystem denn als Wissenschaft betrachten kann. Und ob es wirklich möglich ist, Begriffe der psychoanalytischen Lehre auf ganze Gesellschaften anstatt auf Individuen anzuwenden, halte ich für äußerst fragwürdig. Das wirft dann allerdings die Frage auf, welchen Begründungswert die Annahme einer "analen" Gesellschaft überhaupt hat.

Pfallers Untersuchung hat folgerichtig ihre Stärken dort, wo sie Erscheinungen von einigermaßen homogenen gesellschaftlichen Einzelströmungen erklärbar macht, insbesondere dort, wo eine moralisch getriebene Verzichts- und Verbotskultur herrscht,wo sauertöpfische Genussfeindlichkeit herrscht und die Ächtung eleganter, mondäner und thymotischer (ja, Peter Sloterdijk kommt auch drin vor) Formen. Als Erklärungsmodell einer postmodernen Welt im Ganzen reicht sie mir aber nicht aus, dazu sind die gesellschaftlichen Verhältnisse zu fragmentiert.

Fazit: eine äußerst anregende Lektüre. Nicht perfekt, deshalb keine fünf Sterne; aber klar besser als ganz gut.


Resonance
Resonance
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frei, kontemplativ, zeitlos, 22. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Resonance (Audio CD)
Eine großartige Compilation. Die Aufnahmen für diese Doppel-CD entstanden nicht in einer kompakten Session, sondern entstammen einer Zeitspanne von 1976 bis 1979. Meinem Eindruck nach ist bei den früheren Aufnahmen das Säurebad des Free-Jazz der 60er noch ein wenig stärker zu spüren. "Scales" eröffnet die erste der beiden CDs mit einem Aufschrei, den man, wenn man damit nicht rechnet, erst nach einer Weile als Schoofs Trompete erkennt. Bei meinem persönlicher Favoriten, dem fast hypnotisch-suggestiven "Ostinato", überlässt das zurückgenommene Spiel von Ralf Hübner, Günter Lenz und Jasper vant' Hof den beiden Bläsern Michel Pilz (bass clarinet) und Manfred Schoof viel - aber wohlgeformten - Raum zum freien Spiel. Erstaunlich ist hier, wie selbstverständlich die Einbindung größter improvisatorischer Freiheiten in die musikalische Struktur der Titel gelingt.

Die Titel der zweiten CD erscheinen mir insgesamt etwas leichter zugänglich, insbesondere die drei letzten Titel, bei denen Rainer Brüninghaus anstelle von Jasper van't Hof an Piano und Synthesizer sitzt. Aber schon der erste der sieben Titel hier, "Source" hat die gelegentliche Strenge früherer Titel abgelegt - nach einem stillen, intensiven Duett findet sich das Stück plötzlich in einem Samba-Rhythmus wieder, den es kurz darauf wieder ablegt.

"Resonance" bietet herausragende kontemplative Musik aus einer Zeit, die ansonsten ihr Heil im Fusion-Stil suchte und sich daran bald satt hörte. "Resonance" lässt sich heute noch hören ohne Assoziationen von Flokatiteppichen und Batikhemden.


Araspes und Panthea
Araspes und Panthea
Preis: EUR 0,00

3.0 von 5 Sternen Tugend und Schwärmerei, 17. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Araspes und Panthea (Kindle Edition)
"Araspes und Panthea" setzen das Geschehen, das in der in Hexametern gefassten Dichtung um den persischen König Cyrus II ("der Große") in einem langen dialogischen Prosadrama fort. Der Inhalt hätte, Wielands Vorbericht zufolge, eigentlich in den Epos eingearbeitet werden sollen. Gedanken, die in diesem Dialog ausgetauscht werden, flossen aber später in ein ganz anderes, bekannteres Werk Wielands ein: in den "Agathon".

Bei dem Siegeszug gegen den assyrischen König Neriglissor und dessen Verbündete, der den Gegenstand der Versdichtung bildet, fiel dem Cyrus auch die Gemahlin des Königs von Susa, die betörend schöne und kluge Panthea in die Hände, deren Gemahl mit den Resten seiner Kämpfer eine verwegene Flucht gelang. In der Gefangenschaft wird Cyrus` Freund und Gefolgsmann Araspes beauftragt, für das Wohlbefinden der edlen Gefangenen zu sorgen. Araspes wird von - wie er zunächst meint - tugendhafter Bewunderung zu Panthea und einer für rein geistig gehaltenen Liebe erfüllt. Trotz der Warnungen von Cyrus und Freund Arasambes, letztlich auch entgegen der Tugendhaftigkeit und der ehelichen Treue der Panthea verfällt Araspes mehr und mehr der schwärmerischen sinnlichen Begierde, aus der er sich alleine nicht mehr zu befreien vermag. Nicht die Gardinenpredigt von Freund Arasambes, sondern das weise, aber nachhaltige Eintreten des Cyrus löst den Konflikt zwischen schwärmerischer Begierde und Tugend schließlich auf.

Auch sprachlich ähnelt der Text dem Agathon, der etwas steife Duktus ist noch nicht der Behendigkeit der späteren Prosa Wielands gewichen, sprachlicher Pomp ist noch nicht von der heiteren Unbefangenheit späterer Schriften überwunden - wenngleich zahlreiche reizende Metaphern immer wieder auffallen.

Sowohl "Cyrus" als auch "Araspes und Panthea" zeigen einen C. M. Wieland im Zustande vor der vollen Entfaltung seiner Fähigkeiten.


C. M. Wielands sämtliche Werke: Band XVI. Cyrus; Araspes und Panthea
C. M. Wielands sämtliche Werke: Band XVI. Cyrus; Araspes und Panthea
von Christoph Martin Wieland
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,25

3.0 von 5 Sternen Cyrus: eine Version des gerechten Krieges, 17. Oktober 2014
Der 16. Band der Werkausgabe "letzter Hand" behandelt die historische Figur des persischen Herrschers Cyrus, und zwar in zwei unterschiedlichen literarischen Varianten.

Mit Cyrus ist dabei keineswegs, wie der einleitende Hinweis auf Xenophon, den Verfasser der "Anabasis", nahelegen könnte, jener jüngere Kyros gemeint, dem 10.000 griechische Jünglinge in einem - vergeblichen - Aufstand gegen Artaxerxes II zu Hilfe eilten, sondern Kyros II (der "Große"), im 6. Jahrhundert vor der Zeitrechnung lebender, überaus erfolgreicher Beherrscher und Vergrößerer des persischen Reiches. Die Referenz auf Xenofon meint vielmehr die "Cyropaedia", der vor allem die Figuren des Araspes und der schönen Pantheia, Gemahlin des Königs Abradatas, entnommen sind.

Wieland schildert im "Cyrus" in klassischen Hexametern und unter wiederholter Anrufung der Musen das entscheidende Schlachtenereignis im Kriege gegen den König von Babylonien, Neriglissor, und dessen Verbündete. Der Text, der letztlich Fragment blieb, entstand 1754 bis 1757, also ganz kurz nach der persönlichen Aufklärung Wielands im Anschluss an seine pietistisch geprägte Jungend und orientiert sich formal und inhaltlich stark an historischen Vorbildern von Homer bis Vergil - und an seinem Zeitgenossen Klopstock, an dessen "Messias" auch die eine oder andere Anleihe erfolgte. Pikant ist allerdings, dass Cyrus auch recht deutlich als Chiffre für Friedrich II von Preußen angesehen werden darf, bei dem Wieland sich damals Chancen auf eine Anstellung ausrechnete. Cyrus führt in dieser Dichtung mit einer zahlenmäßig unterlegenen, aber von unbeugsamem Streben nach Tugend und Kampfesgeist erfüllten Truppe aus Persern, Medern, Chaldäer und Armeniern einen letztlich siegreichen Kampf gegen einen wohl zahlenmäßig starken, aber in Sklaverei, Dekadenz und Unmoral innerlich verdorbenen Feind. Gewissensbisse um den Blutzoll, den er auf seinem Weg niederlegen wird, überwindet Cyrus mit Hilfe einer Vision, in der er ein Großreich errichtet, in dem Freiheit, Wohlstand und Tugend den Menschen ein Wohlgefallen bereiten werden. Die Gewissheit um die Übereinstimmung mit den Plänen der Gottheit auf diesem durchaus blutigen Wege begründet Cyrus` Variante des "gerechten Krieges".

"Araspes und Panthea" setzen das Geschehen in einem langen dialogischen Prosadrama fort, dessen Gedanken, Wielands Vorbericht zufolge, eigentlich in den Epos hätten eingearbeitet werden sollen. "Cyrus" hätte es alleine dem Umfang nach mit Klopstocks Messias durchaus aufnehmen können, wäre es dazu gekommen. Statt dessen flossen die Gedanken, die in diesem Dialog ausgetauscht werden, schließlich in ein ganz anderes, bekannteres Werk Wielands ein: in den "Agathon".

Bei dem Siegeszug fiel dem Cyrus auch die Gemahlin des Königs von Susa, die betörend schöne und kluge Panthea in die Hände, deren Gemahl mit den Resten seiner Kämpfer eine verwegene Flucht gelang. In der Gefangenschaft wird Cyrus` Freund und Gefolgsmann Araspes beauftragt, für das Wohlbefinden der edlen Gefangenen zu sorgen. Araspes wird von - wie er zunächst meint - tugendhafter Bewunderung zu Panthea und einer für rein geistig gehaltenen Liebe erfüllt. Trotz der Warnungen von Cyrus und Freund Arasambes, letztlich auch entgegen der Tugendhaftigkeit und der ehelichen Treue der Panthea verfällt Araspes mehr und mehr der schwärmerischen sinnlichen Begierde, aus der er sich alleine nicht mehr zu befreien vermag. Nicht die Gardinenpredigt von Freund Arasambes, sondern das weise, aber nachhaltige Eintreten des Cyrus löst den Konflikt zwischen Schwärmerei und Tugend schließlich auf.

Auch sprachlich ähnelt der Text dem Agathon, der etwas steife Duktus ist noch nicht der Behendigkeit der späteren Prosa Wielands gewichen, sprachlicher Pomp ist noch nicht von der heiteren Unbefangenheit späterer Schriften überwunden - wenngleich zahlreiche reizende Metaphern immer wieder auffallen.

Beide Schriften zeigen einen C. M. Wieland im Zustande vor der vollen Entfaltung seiner Fähigkeiten.


Geo. F. Trumper: Astor Cologne
Geo. F. Trumper: Astor Cologne
Wird angeboten von DerGepflegteMann
Preis: EUR 51,45

5.0 von 5 Sternen Herrlich altmodisch, 15. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Geo. F. Trumper: Astor Cologne (Badartikel)
Sehr edel, sehr anhaltend - und herrlich altmodisch. Wenn man sich als Grandseigneur gerieren möchte, ist Astor genau richtig. Die Nelke im Knopfloch bitte nicht vergessen, und keine braunen Schuhe zum grauen oder blauen Anzug, es wäre ein Missklang.


Berlebach Holzstativ Uni Modell 18 für Vixen GP mit Ablageplatte
Berlebach Holzstativ Uni Modell 18 für Vixen GP mit Ablageplatte
Wird angeboten von astroshop
Preis: EUR 362,00

5.0 von 5 Sternen Wie ein Fels in der Brandung, 19. September 2014
Wer mit der Astronomie beginnt und die Anschaffung eines Teleskops erwägt, neigt dazu, der Stativwahl zu wenig Beachtung zu schenken. Tatsächlich hängt der Spaß, den man mit Teleskop und Montierung hat, ganz wesentlich von der Verbindung des Ganzen mit Mutter Erde ab.

Die üblicherweise angebotenen Komplettpakete umfassen, neben sonstigem Zubehör, neben dem Teleskop und der Montierung auch ein Stativ. Im günstigsten Fall ist es aus Stahlrohr gefertigt, meistens leider nur aus Alu-Hohlprofilen. Für fortgeschrittene Anwendungen - kaum jemand fragt nicht nach der Eignung des Teleskops für die Astrofotografie - sind die letzteren im Grunde ungeeignet, weder das Dämpfungsverhalten gegenüber Schwingungen noch die oft unterschätzte Torsionssteifigkeit lassen wirklich Freude aufkommen. Der Werkstoff der Wahl ist, sieht man von den schweren Stahldreibeinen oder Säulenkonstruktionen ab, Holz.

Wer von einem Alustativ auf ein Berlebach-Stativ umsteigt, betritt einen anderen Himmel - einen, an dem nichts mehr wackelt und schwingt. Für Montierungen der Vixen-GP-Klasse und ihre fernöstlichen Klone, ferner für mittelschwere azimutale Montierungen wie Giro und Skytee, ist das Uni das Stativ der Wahl. Was so eine Montierung trägt, verkraften die Stative dieses Typs spielend. Da kann auch mal eine Windböe kommen; da kann man auch mit höheren Vergrößerungen sicher fokussieren, ohne dass man nach jeder Berührung sekundenlange Ausschwingzeiten abwarten muss. Für visuelle Zwecke ist es kein Problem, das Stativ mit einem handelsüblichen Newton von acht Zoll Öffnung mit f/4 bis f/8 zu belasten, auch ein C 8 oder ein vergleichbares Gerät und sechszöllige Refraktoren werden sicher getragen. Für fotografische Anwendungen, insbesondere mit Leitrohr, empfiehlt sich ab dieser Größe eher ein uprgrade zum "Planet" desselben Herstellers - und ohnehin eine solidere Montierung.

Konstruktiv sind diese Stative ausgereift bis ins Detail. Eine Ablageplatte erhöht die Verdrehsteifigkeit, die Auflagefläche für die Montierung ist riesig und eben, die zentrale Befestigungsschraube ist gegen Herausdrehen gesichert, die Beine lassen sich nach der korrekten Positionierung mit Schnellspannhebeln befestigen, es gibt eine Sicherungskette gegen Überspreizen und eine Dosenlibelle fürs Nivellement. Die Erddorne bestehen aus massivem Stahl und können mit Trittplatten in weichen oder lockeren Böden versenkt werden; für feste Untergründe gibt es als optionales Zubehör statt dessen auch einschraubbare Gummistopfen. Erhältlich ist auch eine zweite Klemmung für die Teleskopbeine.

Stative des Typs Uni werden in unterschiedlichen Höhen (entsprechend den Typenbezeichnungen 8, 18, 28...) angeboten; da die Tragkraft mit zunehmender Höhe sinkt, ergibt sich der scheinbar paradoxe Effekt, dass die angegebene Tragkraft mit zunehmendem Preis abnimmt. Das Uni 18 erscheint dabei für einen Beobachter oder Fotografen, der mit einer Mittelklassemontierung des GP-Formats arbeitet, ein guter Kompromiss - jedenfalls bei sitzender Haltung. Man kann die Auszugshöhe gering und damit die Stabilität hoch halten, hat aber bereits genug Höhe, um nicht bei zenitnaher Position in Bodennähe kriechen zu müssen.


Dom Casmurro: Roman
Dom Casmurro: Roman
von Joaquim Maria Machado de Assis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herr Griesgram erinnert sich, 18. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Dom Casmurro: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ungeduldige Leser seien gewarnt. Das, was als Leitmotiv des Buchs so gerne zitiert wird, nämlich die Frage, ob Bento, der Ich-Erzähler, von seiner Frau Capitu gehörnt wurde und ob sein Sohn also tatsächlich sein Sohn sei - dieses Motiv lässt etwa 370 von über 400 Seiten lang auf sich warten. Ich verstehe auch offen gesagt nicht, was um diesen Einzelaspekt so ein Wesens getrieben wird - es ist wirklich nur einer von vielen, die eigentlich ein anderes und übergreifenden Thema behandeln.

Bento, der sich im Alter in einer nachgebauten Kulisse seines früheren elterlichen Hauses als "Casmurro", also als Griesgram, eingepuppt hat, blickt zurück auf seine Lebensgeschichte. Im Mittelpunkt stehen dabei die Winkelzüge, mit denen er dem Priesterseminar, in das ihn seine bigotte verwitwete Mutter in Erfüllung eines Gelöbnisses steckte, zu entkommen versucht, um seine Zukunftspläne mit der Jugendfreundin Capitu verwirklichen zu können. Nach minutiös geschilderten Vorgängen gelingt dies, der blaue Himmel der Freiheit und der siebente der Ehe tun sich auf.

Bis dahin schreitet die Erzählung in unzähligen Details und ständigen Abschweifungen mäandernd dahin. Danach aber, und bis dahin sind gut zwei Drittel des Buches vergangen - für einen Zeitraum von wenig mehr als einem Jahr, geht es immer schneller voran, und die große Katastrophe des in der Schwebe bleibenden Verdachts muss sich mit viel weniger Raum begnügen. In diesem Überflug stirbt Capitu, möglicherweise am gebrochenen Herzen über eine möglicherweise unberechtigte Verdächtigung; auch der seinen Vater unerwidert liebende Sohn stirbt - auf einer halben Seite. Die auf individuelle Art rückständig gebliebene Personnage der Jugendjahre des Helden, Mutter, Onkel, Tante, intriganter Hausfreund, ist ebenfalls schon lange tot, der Herr Griesgram sitzt mit sich und einem gescheiterten Leben allein in der Kulisse einer vergangenen Zeit.

Das Buch ist äußerst unterhaltsam, nicht zuletzt wegen der wiederholten reflektiven Einschübe und persönlichen Hinwendungen zum Leser, die man aus dem "Bras Cubas" schon kennt und die an Sterne's Tristram Shandy erinnern. Trotzdem sollte man den Ernst der Erzählung nicht unterschätzen, es geht keineswegs um die ziemlich eilig abgehandelte Betrugsverdachts-Geschichte. Es geht um die Auflösung traditioneller gesellschaftlicher Verhältnisse im Brasilien gegen Ende des 19. Jahrhunderts, um den Verlust der Deutungshoheit von Institutionen, vor allem von Kirche und Religion, um Veralten und Auflösung von Förmlichkeiten, mit denen sich eine Gesellschaft orientierte. Der blaue Himmel der Freiheit ist mit dem Verlust an Orientierung und mit Ungewissheit bezahlt worden.

Interessant und an Th. Manns "Zauberberg" erinnernd ist die Ungleichförmigkeit des Zeitablaufs - mit fortschreitender Erzählung geht es immer schneller voran - sinnbildlich für die Beschleunigung der Lebensverhältnisse in einer Gesellschaft, die ihre alten Regeln abgeschüttelt hat, den Gewinn der Freiheit aber mit dem Verlust an Gewissheiten bezahlt.

Machado de Assis ist es gelungen, die Nachdenklichkeit der Fabel und die Bitternis mancher Episoden in einen äußerst unterhaltsamen Text zu fassen. Das Buch ist eine wunderbare Lektüre - und sie ist es umso mehr, wenn man nicht die ganze Zeit über darauf wartet, wann der Knalleffekt endlich kommt. Die 370 Seiten bis dahin sind keine vertane Mühe.


900-76 EQ2 Reflektor Teleskop + Motor + Handsteuerung + Big Pack Vollausstattung
900-76 EQ2 Reflektor Teleskop + Motor + Handsteuerung + Big Pack Vollausstattung
Wird angeboten von Seben GmbH
Preis: EUR 141,99

1.0 von 5 Sternen Auch mit Motor nicht zu empfehlen, 18. September 2014
Das gleiche Teleskop kostet, ohne den Nachführmotor, knapp 80 Euro. Gut und gerne mit 54 Euro lässt der Anbieter sich also eine Motorisierung einer Teleskopachse nebst einfachster Handsteuerung bezahlen. Das ist nicht von schlechten Eltern, dafür bekommt man von der Firma Skywatcher schon fast das entsprechende Equipment. Nur mit dem Unterschied, dass man damit Mittelklasse-Montierungen bis hinauf zur EQ-5 betreiben kann und die Option für die Motorisierung und Steuerung auch der Deklinationsachse dazu bekommt ...

Ansonsten gilt das, was ich an anderer Stelle zu dem Rest des Instruments bereits einmal schrieb:

Der Teleskoptubus selbst ist so gut oder schlecht, wie ein Großserien-Newton mit ganzen 76 mm Öffnung und 900 mm Brennweite sein kann. Beschränkt man sich auf realistische Ziele, also Mond und zwei, drei große Planeten (Jupiter, Saturn, Mars), mag das angehen und hat seine Berechtigung. Als "Tchiboscope" hatte das optische Teil vor ein paar Jahren eine gewisse Karriere gemacht: aufgebaut in einer einfachen Montierungsgabel. Das war völlig in Ordnung, für das Geld, das es kostete. Zumindest war es keine Mogelpackung.

Was aber ganz und gar nicht geht, sind die Attribute, mit denen es in dem Angebot hier hochgejubelt wird. Um die Verhältnisse einmal gerade zu rücken:

Vier (!) Okulare werden dazu gepackt, und zusätzlich noch eine 2fache Barlowlinse. EIN halbwegs ordentliches Okular wäre vernünftiger gewesen. Es hätte dem Beobachter solche Grausamkeiten wie Plastiklinsen erspart. Und das nennt man "Hochleistungsokulare"! Hochleistungsokulare, die den Namen verdienen, kosten etwas von 100 € an aufwärts - pro Stück, und bei 300 ist noch lange nicht Schluss. Wozu ein 6mm-Okular gut sein soll, wenn ein 12,5er und eine 2fache Barlowlinse vorhanden sind, verstehe ich sowieso nicht. Der Unterschied zwischen 150- und 144-fach ist nun wirklich nicht der Rede wert.

Die Vergrößerungsversprechungen sind heiße Luft, man kann es nicht anders nennen. 450fach erreiche ich selbst mit meinem edlen 25cm-Spiegel, der alleine (ohne Tubus, ohne Spiegelzelle, ohne Fangspiegel nebst Spinne, ohne Okularauszug, ohne Montierung, ohne Zubehör) etwa 15 mal so teuer war, wie dieses ganze Paket, allenfalls rechnerisch, aber niemals praktisch; die Faustformel lautet: eine perfekte Optik kann man unter perfekten äußeren Bedingungen bis etwa zum 2fachen der Öffnung, in mm gemessen, ausreizen. Das wären hier etwa 120- bis 150 fach. Aber glaubt ernsthaft jemand, hier eine perfekte Optik vorzufinden? Vermutlich ist sie nicht einmal beugungsbegrenzt, egal, wie man das im Detail definiert. Ergo: die zwei kürzestbrennweitigen Okulare sind für die Katz, zu nichts zu gebrauchen.

Wer's nicht glaubt, soll mal versuchen, das 4mm-Okular in die Barlowlinse und diese Kombi in den Okularauszug zu stecken - so kommt (rechnerisch) 450fach zu Stande. Ich halte jede Wette: damit sieht man genau nichts. Man kann es nicht einmal scharfstellen. Vernünftigerweise kann man dieses Teleskop mit einem oder zwei Okularen im Bereich 30- bis etwa 60-fach betreiben. Das wären zwei Okulare mit 30 und minimal 15 mm Brennweite. Alles andere ist unnütz, man vergrößert allenfalls Unschärfe.

Der Teleskoptubus ist fast einen Meter lang, das ergibt nahezu einen halben Meter Hebelarm auf jeder Seite der Befestigungsschelle. Das kann man einer EQ-2-Montierung auf einem superleichten Alustativ nicht guten Gewissens zumuten, der leichteste Windstoß lässt dieses Gebilde wackeln wie einen Entenschwanz. Scharfstellen, bei dem man das Teleskop zwangsläufig berühren muss, wächst sich so zum Alptraum aus. Mit Minimalvergrößerung mag es vielleicht erträglich sein - aber der Anbieter will ja ganz hoch hinaus, siehe oben! Das Tchiboscope war nicht ohne Grund einfacher und solider montiert.

Natürlich darf auch die Behauptung nicht fehlen, man könne eine Kamera anbauen. Tun Sie's nicht. Auch wenn es technisch möglich ist und wider Erwarten die Fokalebene bis zum Kamerasensor reichen sollte: Stativ und Montierung taugen dazu nicht. Fast ein Meter Brennweite! Um das zu bändigen, braucht's alleine schon Stative und Montierungen, die der Interessent für so ein Instrument niemals zu bezahlen bereit wäre. Die Montierung hier verkraftet schon das Teleskop nur mühsam. Man stelle sich dazu auch noch einen Kamerabody samt Adaption vor! Man bedenke, was für eine Unruhe die Auslösung der Kamera verursacht! Und dann Belichtungszeiten von mehreren Sekunden bis Minuten; und dazu auch noch mindestens ein Leitfernrohr mit Fadenkreuzokular draufgepackt, um die Nachführung zu kontrollieren, angeraten wäre die doppelte Objektivbrennweite also 1800 mm(!) - lächerlich. "Astrofotografie" ist rasch ausgesprochen, aber lange und mühsam erlernt. Um diese Erfahrung zu machen, muss man nicht unbedingt 80 Euro verbrennen.

"Sucher" nennt man im Englischen "Finder". In diesem Falle ist die deutsche Bezeichnung treffender. 24 mm Öffnung und 5fache Vergrößerung, zudem auf diesem Wackelgebilde nicht vernünftig zum Teleskop justierbar - da sucht man allerdings lange!

"Während wichtiges Zubehör bei vielen anderen Angeboten extra dazugekauft werden muss, zahlen Sie bei uns keinen Cent extra!" - Ja, mag sein. Aber was habe ich mit einem Sack voll Zubehör, das weder diesem noch einem anderen Gerät gerecht wird?

Kann man so ein Instrument nicht einfach als das verkaufen, was es ist? Als allereinfachstes Einsteigergerät, mit ein, zwei wirklich brauchbaren Zubehörteilen und ohne dieses Wortgeklingel?


Meade  - 0311480 - Polarisationsfilter 31.7mm
Meade - 0311480 - Polarisationsfilter 31.7mm
Preis: EUR 78,00

4.0 von 5 Sternen Cooles Teil - aber der Preis?, 12. September 2014
Dies ist von der Konzeption her definitiv eines der coolsten Teile für die Mondbeobachtung. Der Mond ist im Teleskop so hell, dass es buchstäblich wehtun kann (keine Sorge, es ist nicht schädlich fürs Auge - es ist nur der Gradient zur dunklen Umgebung, der die Schmerzempfindung auslöst), deshalb verwendet man zur Beobachtung gerne neutrale Graufilter, die eine angenehme Lichtmenge durchlassen. Das hat nur zwei etwas unhandliche Probleme: je nach Vergrößerung und Mondphase braucht man einen mehr oder weniger strengen Filter; und beim Okularwechsel muss man den Filter von einem Okular zum anderen umschrauben. Das erste Problem kann man mit drehbaren Polarisationsfiltersätzen lösen, das zweite nicht. Dieses Filterelement hier löst beide Probleme, denn es bleibt im Okularauszug stecken, unterschiedliche Okulare werden einfach in der Steckhülse des Filterelements geklemmt. Das lästige Geschraube fällt ersatzlos weg.

Die benötigte Helligkeit wird dadurch hergestellt, dass man eine der beiden eingebauten Filterscheiben gegen die andere in die passende Position dreht und mit einer seitlichen Rändelschraube festklemmt. Optisch ist nichts an dem Filter auszusetzen, durch die systembedingte Dämpfung von Streulicht ist insbesondere der Kontrasteindruck sehr schön. Das einzige, was man technisch verbessern könnte, wäre eine materialschonendere Ringklemmung fürs Okular. Noch eines sollte man wissen: für den Einsatz an Newton-Spiegeloptiken ist das Teil nicht geeignet!

Aber der Preis! Ich verstehe nicht, wieso das gleiche Teil hier für fast das doppelte dessen angeboten wird, wofür es im Handel erhältlich ist.

A propos erhältlich: zur Zeit (Sommer 2014) stellt die Firma Bresser den Vertrieb von Meade-Teilen ein, und der Hersteller wird wohl in einer der verbreiteten chinesischen Marken aufgehen, mit unbekanntem Schicksal. Das ist ein Grund mehr, jetzt noch zuzugreifen.


900-76 EQ2 Reflektor Teleskop inkl. Big Pack Zubehör Paket
900-76 EQ2 Reflektor Teleskop inkl. Big Pack Zubehör Paket
Wird angeboten von Seben GmbH
Preis: EUR 87,99

20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Marktgeschrei, 12. September 2014
Vorab eines: der Teleskoptubus selbst ist so gut oder schlecht, wie ein Großserien-Newton mit ganzen 76 mm Öffnung und 900 mm Brennweite sein kann. Beschränkt man sich auf realistische Ziele, also Mond und zwei, drei große Planeten (Jupiter, Saturn, Mars), mag das angehen und hat seine Berechtigung. Als "Tchibotorpedo" hatte das optische Teil vor ein paar Jahren eine gewisse Karriere gemacht: aufgebaut in einer einfachen Montierungsgabel. Das war völlig in Ordnung, für das Geld, das es kostete. Zumindest war es keine Mogelpackung.

Was aber ganz und gar nicht geht, sind die Attribute, mit denen es in dem Angebot hier hochgejubelt wird. Um die Verhältnisse einmal gerade zu rücken:

Vier (!) Okulare werden dazu gepackt, und zusätzlich noch eine 2fache Barlowlinse. EIN halbwegs ordentliches Okular wäre vernünftiger gewesen. Es hätte dem Beobachter solche Grausamkeiten wie Plastiklinsen erspart. Und das nennt man "Hochleistungsokulare"! Hochleistungsokulare, die den Namen verdienen, kosten etwas von 100 € an aufwärts - pro Stück, und bei 300 ist noch lange nicht Schluss. Wozu ein 6mm-Okular gut sein soll, wenn ein 12,5er und eine 2fache Barlowlinse vorhanden sind, verstehe ich sowieso nicht. Der Unterschied zwischen 150- und 144-fach ist nun wirklich nicht der Rede wert.

Die Vergrößerungsversprechungen sind heiße Luft, man kann es nicht anders nennen. 450fach erreiche ich selbst mit meinem edlen 25cm-Spiegel, der alleine (ohne Tubus, ohne Spiegelzelle, ohne Okularauszug, ohne Montierung, ohne Zubehör) etwa 15 mal so teuer war, wie dieses ganze Paket, allenfalls rechnerisch, aber niemals praktisch; die Faustformel lautet: eine perfekte Optik kann man unter perfekten äußeren Bedingungen bis etwa zum 2fachen der Öffnung, in cm gemessen, ausreizen. Das wären hier etwa 120- bis 150 fach. Aber glaubt ernsthaft jemand, hier eine perfekte Optik vorzufinden? Vermutlich ist sie nicht einmal beugungsbegrenzt, egal, wie man das im Detail definiert. Ergo: die zwei kürzestbrennweitigen Okulare sind für die Katz, zu nichts zu gebrauchen.

Wer's nicht glaubt, soll mal versuchen, das 4mm-Okular in die Barlowlinse und diese Kombi in den Okularauszug zu stecken - so kommt (rechnerisch) 450fach zu Stande. Ich halte jede Wette: damit sieht man genau nichts. Man kann es nicht einmal scharfstellen. Vernünftigerweise kann man dieses Teleskop mit einem oder zwei Okularen im Bereich 30- bis etwa 60-fach betreiben. Das wären zwei Okulare mit 30 und minimal 15 mm Brennweite. Alles andere ist unnütz, man vergrößert allenfalls Unschärfe.

Der Teleskoptubus ist fast einen Meter lang, das ergibt nahezu einen halben Meter Hebelarm auf jeder Seite der Befestigungsschelle. Das kann man einer EQ-2-Montierung auf einem superleichten Alustativ nicht guten Gewissens zumuten, der leichteste Windstoß lässt dieses Gebilde wackeln wie einen Entenschwanz. Scharfstellen, bei dem man das Teleskop zwangsläufig berühren muss, wächst sich so zum Alptraum aus. Mit Minimalvergrößerung mag es vielleicht erträglich sein - aber der Anbieter will ja ganz hoch hinaus, siehe oben! Der Tchibotorpedo war nicht ohne Grund einfacher und solider montiert.

Natürlich darf auch die Behauptung nicht fehlen, man könne eine Kamera anbauen. Tun Sie's nicht. Auch wenn es technisch möglich ist und wider Erwarten die Fokalebene bis zum Kamerasensor reichen sollte: Stativ und Montierung taugen dazu nicht. Fast ein Meter Brennweite! Um das zu bändigen, braucht's alleine schon Stative und Montierungen, die der Interessent für so ein Instrument niemals zu bezahlen bereit wäre. Die Montierung hier verkraftet schon das Teleskop nur mühsam. Man stelle sich dazu auch noch einen Kamerabody samt Adaption vor! Man bedenke, was für eine Unruhe die Auslösung der Kamera verursacht! Und dann Belichtungszeiten von mehreren Sekunden bis Minuten, von Hand nachgeführt, weil kein Motor vorhanden ist; und dazu auch noch ein Leitfernrohr mit Fadenkreuzokular draufgepackt, um die Nachführung zu kontrollieren - lächerlich. "Astrofotografie" ist rasch ausgesprochen, aber lange und mühsam erlernt. Um diese Erfahrung zu machen, muss man nicht unbedingt 80 Euro verbrennen.

"Sucher" nennt man im Englischen "Finder". In diesem Falle ist die deutsche Bezeichnung treffender. 24 mm Öffnung und 5fache Vergrößerung, zudem auf diesem Wackelgebilde nicht vernünftig zum Teleskop justierbar - da sucht man allerdings lange!

"Während wichtiges Zubehör bei vielen anderen Angeboten extra dazugekauft werden muss, zahlen Sie bei uns keinen Cent extra!" - Ja, mag sein. Aber was habe ich mit einem Sack voll Zubehör, das weder diesem noch einem anderen Gerät gerecht wird?

Kann man so ein Instrument nicht einfach als das verkaufen, was es ist? Als allereinfachstes Einsteigergerät, mit ein, zwei wirklich brauchbaren Zubehörteilen und ohne dieses Wortgeklingel?


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