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Rezensionen verfasst von
Dennis Stanik "Eisen-Dieter" (Löningen)
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Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak)
Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 17,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsame Spitze, 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Kein Intro, kein langes Gefackel – “The Grave” ballert Dir ohne Umschweife ein volles Brett in die Fresse. Allerdings wird man dann vom Refrain in eine andere Dimension katapultiert. Eigentlich ein Markenzeichen der Bulls – doch auf diesem Album haben sie härtetechnisch noch einmal eine ganze Schippe draufgelegt. Ruhige Momente gibt es fast ausschließlich nur noch in den Refrains. So ist auch der vorab veröffentlichte Song „Hearteater“ ein Paradebeispiel für den aktuellen Kurs der Band – harte Strophe, teilweise werden Growls eingestreut, gefolgt von einem Erste-Sahne-Refrain.

Die erste Single „Pants Down“ ist zwar partybetont, allerdings fehlt hier der typische melodische Refrain. Im Endeffekt geht das Teil einfach nur pausenlos nach vorn und drückt ohne Ende. Erst „I Wanna Feel You“ bietet eine kurze Verschnaufpause, der Song würde sicher auch im Radio eine gute Figur abgeben. Aber soweit wird es bei unserer Radiolandschaft ja eh nicht kommen.

„Rainbows And Butterflies“ finde ich ziemlich cool, die Nummer macht mit ihrem bekloppten Text einfach nur Laune. „The Way Of The Warrior“ besitzt wiederum einen geradezu epischen Refrain, der im Anschluss von „The Reckoning“ allerdings gnadenlos niedergeknüppelt wird. Was für ein Brett! Sänger Chris kotzt sich hier so richtig aus. Das macht Laune, das macht Spaß – und da werden live Köpfe rollen.

Der starke Mittelteil des Albums wird mit „The Age Of Revolution“ fortgeführt, eine meiner Lieblingsnummern, die sich sofort in die Gehörgänge fräst, und zu der man prima mitsingen kann. Auch hier fällt auf, dass viele Songs sehr live-tauglich sind und vermutlich einige davon in der Setlist der Herbst-Tour landen werden.

Der Titeltrack „Sacrifice To Venus“ ist extrem abwechslungsreich und zählt für mich ebenfalls zu den stärksten Nummern. „Gone Baby Gone“ ist dann der ruhigste Song der Platte, der mich allerdings nicht vollständig überzeugen kann. Allerdings beseitigt „Man Or Mouse“ im Anschluss direkt diesen kleinen Makel. Hier gibt’s erneut ordentlich auf die Glocke, jedoch lässt sich auch dieser Refrain vortrefflich mitsingen. Ein weiterer Live-Kracher. Im direkten Vergleich dazu fällt „Keep On Dreaming“ ein wenig unspektakulär aus, doch abermals folgt direkt im Anschluss ein starker Song: „Behind The Sun“ ist der Schlusspunkt des Albums, und der hat es noch einmal in sich. Ein sehr hypnotischer Song, der teilweise ein wenig zum „Angel Delivery Service“-Album zurückgeht.

Insgesamt verwundert die gebotene Härte schon ein wenig, allerdings ist das in diesem Fall erfreulich, denn genau das hatte ich mir gewünscht. Trotz aller Härte ist das Album äußerst abwechslungsreich, und so gut wie jeder Song bietet einen Erste-Sahne-Refrain mit Schaumkrone und Kirsche obendrauf. Das zähe „Behind The Sun“ als Rausschmeisser bildet einen schönen Kontrast zum schmissigen Grundtenor der Platte. Stark!


Tibi et Igni
Tibi et Igni
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinns-Scheibe, 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tibi et Igni (Audio CD)
Dass ein Vader-Album kein Kindergeburtstag ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Allerdings erstaunen mich die Polen immer wieder, denn härtetechnisch wird irgendwie immer noch eine Schippe draufgelegt. So auch auf ihrem neuesten Streich „Tibi Et Igni“. Dieses Album hat das Aggressionspotential einer Horde Panzernashörner, und mit einer ebensolchen Wucht ballert es über dich hinweg.

Eigentlich haben die Polen kaum etwas an ihrer bisherigen Vorgehensweise geändert, sondern einfach nur vereinzelt neue Elemente in ihren bewährten Sound eingebaut. Als Beispiel sei hier der Song „Hexenkessel“ erwähnt, der mit Streichern beginnt. Trotzdem hört man hier zu jeder Sekunde, um welche Band es sich handelt.

Neben bandtypischen Abrissbirnen wie „Where Angels Weep“ oder „Go To Hell“, die dich schwindelig prügeln, begeistert vor allem der schleppende Rausschmeisser „The End“ – was für ein majestätisches Riff!

Laut Aussagen meiner Besseren Hälfte sind mir beim ersten Hörgenuss des Albums folgende Sätze inflationär entwichen: „Was für ein geiles Album!“, Meeegageil!“, „Aaaalter, wie geil!“, „Übelst fett“, etc. - Ich glaube, das drückt meine Einschätzung ganz gut aus.

Bleibt festzuhalten, dass Vader auch im 30. Jahr ihres Bestehens nichts von ihrer Faszination und Brutalität eingebüßt haben. Im Gegenteil: Selten haben die Mannen um Piotr Wiwczarek so dermaßen fett abgeliefert. Vor dieser Band und diesem Album kann man einfach nur den Hut ziehen. Mit ziemlicher Sicherheit das Death-Metal-Album des Jahres.


Electric Revelation
Electric Revelation
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie können's eben!, 21. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Electric Revelation (Audio CD)
Motorjesus sind wieder da! Nachdem das Album aufgrund widriger Umstände ( Herz-OP bei Sänger Chris Birx ) um ca. ein Jahr verschoben werden musste, bricht es nun umso stürmischer über uns herein. „Trouble In Motor City“ eröffnet – nach kurzem Intro – die Scheibe standesgemäß mit durchgetretenem Gaspedal, der Refrain geht sofort ins Ohr. Auch „The Run“ und „Speed Of The Beast“ sind großartige Nummern, die sich fest im Gehörgang verankern. „Rust“ ist eine gefühlvolle Powerballade, in der Chris zeigt, dass er richtig gut singen kann. Für mich ein absolutes Highlight auf diesem Album.
Danach wird die Geschwindigkeit dann wieder erhöht, u.a. wurden „Dead Army“ und „100.000 Volt Survivor“ von der gleichnamigen EP neu eingespielt und auf diesem Tonträger veredelt. Der Titeltrack „Electric Revelation“, „Midnight Rider“ und „Ressurection Man“ sind weitere Blaupausen des Heavy Rock, den Motorjesus auf diesem Album nahezu perfektionieren.
„The Right Hand Of The Devil“ vollendet dann ein Album, das die 5 Gladbacher in bestechender Form zeigt.
Produzent Dan Swanö hat dafür gesorgt, dass der typische Motorjesus-Sound amtlich aus den Boxen hämmert.
Alle Daumen nach oben!


Nostalgie für die Zukunft
Nostalgie für die Zukunft
Preis: EUR 14,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitrock, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Da ist es endlich, das erste Solo-Album von Smoke-Blow-Sänger Jack Letten, der hier die Rolle des Erik Cohen erstmals auf voller Albumlänge einnimmt und – soviel bereits vorab – damit vollends überzeugen kann.

Dass die Marschroute eine andere ist als bei Smoke Blow, das haben die bereits vorab veröffentlichten Nummern verdeutlicht, und so eröffnet der „Kosmonaut“ den Reigen bunter Hits, der von Cohen selbst gern als „Hitrock“ bezeichnet wird. Der Song kommt gut als Opener und überzeugt durch einen Refrain, der – passend zum Thema – nicht von dieser Welt ist. Es folgt mit „Chrom“ eine Nummer, die bereits gut ein Jahr nach ihrer Veröffentlichung ein Klassiker ist. DIE Hymne zum Autofahren. Treibender Sound, gute Texte, unaufgeregtes Gesamtbild.

Auch der „Kapitän“ wurde bereits vorab als Single ausgekoppelt, der Song besticht ebenfalls durch einen absoluten Sahne-Refrain. Diese Nummer beschert mir immer wieder eine Gänsehaut. Großartig. „Treue Herzen“ hingegen macht mit seinem „Moin Moin – und Ahoi“-Refrain einfach nur gute Laune und lädt zum Fingerschnipsen ein. Leider fällt „In Bewegung“ danach dann ein wenig ab, die Nummer zündet nicht wie der Rest des Albums.

Doch dieser kleine Makel wird umgehend mit „Stadt“ behoben, eine Nummer, die ich zu meinen Highlights zähle – und das will bei dieser Platte, die wahrlich nicht arm an Höhepunkten ist, etwas bedeuten. Energisch und powervoll, toller Song. Der „Dirigent“ ist der epischste Song der Platte, der Text und die Stimme gehen unter die Haut, wenn man sich drauf einlässt. Trotz allem wirkt das alles nie aufgesetzt oder peinlich.

„Omega Mann“ zieht das Tempo wieder an und gefällt durch und durch, ehe „Segeln“ wieder in ruhigere Gefilde lenkt. Eine komplett andere Facette dann in „Licht“, hier werden Einflüsse der Marke Danzig und Sisters Of Mercy verarbeitet und in einen lupenreinen Hit umgewandelt. Das Instrumental „Kreuz“ hätte einen guten Schlusspunkt abgegeben, kommt es doch sehr relaxt und locker-flockig daher. Doch diese Ehre wird „Wölfe“ zuteil, zugegebenermaßen auch eine gute Wahl. Hier geht es wieder etwas härter zur Sache, die Gitarren riffen fett nach vorne – und wieder einmal gefallen mir Text und Refrain ganz hervorragend.

Es hat sich absolut bezahlt gemacht, dass Cohen so lange an den Songs geschraubt hat, denn so hat er sie stetig verbessert und auf ein Niveau gehoben, welches hierzulande Seinesgleichen sucht. Als Vergleich würde ich Daniel Wirtz heranziehen, auch in Punkto Eloquenz. Gute Deutsche Texte, Songs, die schnell ins Ohr gehen und dort auch bleiben, sowie absolute Könner an den Instrumenten, die sehr songdienlich agieren und ein solides Rock-Fundament für die Songs bilden. Auch die Ausflüge in Wave-Gefilde sind absolut gelungen und wirken nicht deplaziert, sondern fügen sich hervorragend in das Gesamtkunstwerk ein.

Bleibt zu hoffen, dass der gute Mann die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient!


Chrom
Chrom
Preis: EUR 0,84

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderner Klassiker, 13. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Chrom (MP3-Download)
Einen einzelnen Song zu bewerten ist so ne Sache. Aber bei "Chrom" verhält es sich anders: Mit diesem Ding fing alles an, es war das erste musikalische Lebenszeichen Erik Cohens, den man voher ( und immer noch ) bei Smoke Blow am Mikro sah. Dort wurde zum einen - bis auf wenige Ausnahmen - auf englisch gesungen, und die Musik von SB geht mehr in Richtung Punk / Hardcore. "Chrom" hingegen ist eine Hymne für's Auto, deutscher Gesang, rockigere Grundausrichtung - aber die Stimme hört man doch sofort raus.
Die Nummer hat jetzt gut ein Jahr auf dem Buckel, in dieser Zeit habe ich den Song wirklich oft gehört - und er wird nicht langweilig! Das sollte eigentlich alles zur Qualität des Songs aussagen.
Eine treibende, groovende Deutschrock-Nummer mit Langzeitwirkung, die nicht peinlich rüberkommt: Dafür klare 5 Sterne!


Stadt der Angst
Stadt der Angst
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Eindringlich!, 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stadt der Angst (Audio CD)
Mit „Stadt der Angst“ meldet sich eine der relevantesten Bands Deutschlands zurück – und zwar mit einem hervorragendem Album. Der Opener „Eine Stadt gibt auf“ wirkt beklemmend, Sänger Jan Windmeier begeistert erneut mit seinem eindringlichem Organ. Diese Art Gesang kann man auch nicht kopieren, man hört Turbostaat dadurch aus 1000 anderen Bands heraus. Song Nummer 2 lautet auf den Namen „Phobos Grunt“, und was auch immer dieser Titel uns mal wieder sagen soll – der Song ist absolut klasse, der Refrain großartig. Generell kann man sagen, dass die ersten 9 Songs dieser Platte herausragend sind, wobei ich hier die Single „Tut es doch weh“, „Fresendelf“ und „Alles bleibt konfus“ noch hervorheben möchte.

Gelegentlich bauen die 5 Nordlichter einige neue Elemente in ihren Sound ein, wie etwa den Anfang von „Alles bleibt konfus“, allerdings ohne ihren ureigenen Stil aus den Augen zu verlieren ( wie es z.B. Volbeat gerade tun ). Die Songs sind eindeutig Turbostaat und erinnern gelegentlich an ihre älteren Werke.

„Fresendelf“ ist das längste und auch ruhigste Lied der Scheibe. Diese Nummer besticht durch einen absoluten Sahne-Refrain, der mir jedes Mal eine Gänsehaut verpasst. Für mich der Höhepunkt dieser ohnehin schon starken Scheibe. In „Pestperle“ gibt es noch einen Seitenhieb auf Frei.Wild, die ja momentan in aller Munde sind, und hier harsche Kritik einstecken müssen.

Die limitierte Version des Albums bzw. auch die Vinyl-Ausgabe beinhalten jeweils 3 weitere Lieder, die allerdings nicht ganz die Klasse der anderen Songs erreichen.
Wer auf Deutschpunk steht, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei. Dieses Album wird Turbostaats Status weiter ausbauen.


Devil's Dance
Devil's Dance
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Rock'n'Roll!!!!, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Devil's Dance (Audio CD)
Hier ist es, das ultimative Album für diesen Sommer, das Dir vor lauter guter Laune die Feder aus der Mütze springen lässt: SpitFire aus München veröffentlichen mit ihrem Debüt eine Scheibe, die eine völlig arschtretende Mischung aus Motorjesus ( Gesang ) und Volbeat ( Groove ) bietet und einfach nur voll auf die Zwölf geht. Bereits der Opener „Go!“ zeigt die ( Aus- ) Richtung der 13 Tracks aufs Deutlichste an: Vollgas-Rock’n’Roll, wahlweise mit einer Portion Metal, Punkrock oder Rockabilly als Sahnehäubchen.

4 Songs von der vorab veröffentlichten EP fanden ihren Weg auf dieses Album, was allerdings einfach nur Sinn macht, denn „My Way“, „Burn In Hell“ und auch „Kings Of Rock’n’Roll“ dürften auf diesem Album auf gar keinen Fall fehlen.
Ein großer Pluspunkt dieser Scheibe ist die enorme Eingängigkeit der Songs. Diese Band weiss einfach, wie man gute Songs schreibt, die direkt auf den Punkt kommen und immer reichlich Drive haben. Man steht da und weiss nicht so recht, ob man nun mitgröhlen oder headbangen soll. Am besten beides.

Das Album wimmelt nur so vor Kick-Ass-Hymnen im Stile von „Enemy“ oder „Take My Throne“, bei „Roll The Dice“ wird sogar Social Distortion gehuldigt. Trotz allem kommen mir immer wieder Motorjesus in den Sinn, was vor allem am Gesang liegt. Teilweise denkt man, hier singt wirklich Chris Birx, so stark sind die Ähnlichkeiten.

Selten wurden derart viele Rock’n’Roll-Klischees auf einer CD verbraten, sei es nun textlich, imagemäßig, oder auch das Artwork, allerdings ohne negativ aufzufallen. Als Referenz diesbezüglich fällt mir nur das President-Evil-Debüt ein. Aber: Besser kannst Du diese Art Musik nicht machen. Auch die Produktion ist hervorragend und setzt die Songs angemessen fett in Szene - Es drückt ohne Ende.

Ich freue mich jetzt schon auf den Sommer. Diese Scheibe wird dann hoch- und runterlaufen. Wenn ich nur dran denke, verspüre ich den Drang, mir einen eiskalten Whiskey-Cola zu mischen und totes Tier auf den Grill zu wuchten. Dieses Album wird der Soundtrack für die Festivals und für die lauen Sommerabende daheim mit den Kumpels.


Enslaved (Limited Digipack inkl. 3 Bonus-Tracks)
Enslaved (Limited Digipack inkl. 3 Bonus-Tracks)
Preis: EUR 19,98

5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!, 12. Januar 2014
Soulfly melden sich mit einer neuen Scheibe zurück, die es in sich hat. Der Silberling gleicht einem Schlag in die Fresse, es wird noch mehr geknüppelt als auf den bereits heftigen Vorgängern „Conquer“ und „Omen“. Lediglich das Intro „Resistance“ und das wie gehabt musikalisch variable Instrumental „Soulfly VIII“ geben Luft zum Atmen.

Der Opener „World Scum“ gibt gleich die Marschrichtung vor, es wird gebolzt, als gäbe es kein morgen. Phasenweise fühlt man sich an Vader erinnert, wenn der Cavalera-Maxe sein gutturales Organ erklingen lässt. Und so geht es munter weiter, die Scheibe zieht in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit an einem vorbei. Bei „Redemption Of Man By God“ gibt es ein Gastspiel von Devildriver-Sänger Dez Fafara, welches auch wirklich gut gelungen ist. Danach folgen mit „Treachery“ ( Hammer Riffs ) und „Plata O Plomo“ meine persönlichen Highlights. Letztgenannter Song besticht vor allem durch die gelungene Einbindung von Flamenco-Gitarren in fett groovende Riffs.

Auch die Bonustracks wie „Slave“ überzeugen auf ganzer Linie. Die wieder einmal erneuerte Truppe ( u.a. bedient nun Ex-Static-X-Mitglied Tony Campos den Bass ) liefert hier ganze Arbeit ab. Somit bleibt unter dem Strich ein bretthartes Album, das allerdings auch die Grenze zwischen Soulfly und der Cavalera Conspiracy ein wenig weiter verwässert. Die Unterschiede sind kaum noch auszumachen. Das nehme ich allerdings gerne in Kauf, wenn Alben wie „Enslaved“ in meiner Zentrifuge rotieren. Killer!


The Hunter (Deluxe Edition)
The Hunter (Deluxe Edition)
Preis: EUR 20,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (Deluxe Edition) (Audio CD)
Mastodon machen da weiter, wo sie mit ihrem letzten Album “Crack the skye” aufgehört haben, sprich: Die Musik ist zwar immer noch progressiv, aber längst nicht mehr so unzugänglich wie zu früheren Zeiten. Der Band kommt eindeutig zugute, dass sie nunmehr 3 Sänger in ihren Reihen hat. Das sorgt für eine willkommene Abwechslung.

Die einzelnen Songs sind sehr vielschichtig, trotzdem wirkt das Album als Ganzes stimmig. Es fällt schwer, Highlights herauszuheben, denn lediglich 2 – 3 Nummern können nicht ganz das Niveau des restlichen Materials halten. So reihen sich extrem eingängige Songs der Marke „Curl of the burl“ an Brecher wie das furios beginnende „Black Tongue“ und Hymnen namens „Stargasm“ und „Bedazzled Fingernails“ ( welch ein Refrain! ). Trotz aller ( relativen ) Eingängigkeit packt dich das Album und nimmt dich mit auf eine Reise, die einer Achterbahnfahrt gleicht: Garstige Metal-Riffs, engelsgleiche Refrains, geschmackvolle Gitarrensoli. Das Teil ist einfach unwiderstehlich. Nach Möglichkeit komplett am Stück hören und abtauchen.

Um es kurz zu machen: Ein Album, das seinesgleichen sucht. Das Jahr 2011 beschert uns nach den neuen Alben von The Haunted und Machine Head nunmehr ein weiteres Album der absoluten Spitzenklasse. Virtuos und doch eingängig. Zum Niederknieen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2014 9:00 AM CET


Dystopia (Limited Deluxe Box-Set)
Dystopia (Limited Deluxe Box-Set)
Preis: EUR 40,51

5.0 von 5 Sternen Der neue Sänger kann was!, 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dystopia (Limited Deluxe Box-Set) (Audio CD)
Iced Earth sind zurück – ohne ihren etatmäßigen Sänger Matt Barlow, dafür mit Neuzugang Stu Block am Mikro. Und der macht seine Sache überraschend gut. Verdammt gut. Ich bin geneigt zu sagen, dass er Mr. Barlow fast das Wasser reichen kann. Diese Einschätzung manifestiert sich in Granaten wie dem Titeltrack und den kurzen Krachern „Boiling Point“ und „Days Of Rage“, zu denen mir nur das Wort „vehement“ einfällt.

Stu Block hat eine ähnliche Stimmlage wie sein Vorgänger, erinnert manchmal aber auch an Tim Owens, der vor einigen Jahren ja ebenfalls das Mikro für Iced Earth geschwungen hat. Die Ähnlichkeit ist manchmal fast schon verblüffend, habe ich bislang doch noch keinen Sänger gehört, der ansatzweise klingt wie Matt Barlow. Von dieser positiven Überraschung, die ich so wirklich nicht erwartet hätte, mal abgesehen, überzeugt der Großteil der Songs einerseits wie bereits erwähnt durch die dargebotene Vehemenz, andererseits durch handfesten Hymnen-Charakter. Man höre dazu „Anthem“ ( Nomen Est Omen ) oder „End Of Innocence“.

Das ganze Album ist kompakt, stimmig und kurzweilig und ganz einfach um Längen besser als das, was uns die Herren um Bandboss Jon Schaffer in den letzten Jahren vorgesetzt haben. Auch optisch wird einiges geboten, die CD ist wirklich liebevoll aufgemacht, und die mir vorliegende „Deluxe-Edition“ enthält neben dem Digipak noch Extras wie Buttons, Bierdeckel, ein Benzinfeuerzeug, Aufnäher, Schweissband und eine Gürtelschnalle. Sogar die Songtexte der Bonustracks sind noch extra abgedruckt. Da kann man nicht meckern, da gibt’s nix. Die Mucke stimmt auch, endlich hauen Iced Earth mal wieder ein richtig gutes Album raus, das ich mir wohl häufiger als 2 – 3 mal anhören werde. Da scheint jemand alles richtig gemacht zu haben. Klasse!


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