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Rezensionen verfasst von
Eisen-Dieter "Eisen-Dieter" (Löningen)

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Welcome To Bone City
Welcome To Bone City
Preis: EUR 28,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen We SpitFire again ;), 10. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Welcome To Bone City (Audio CD)
Mit diesem Album versucht die sympathische Truppe aus München nun, ihr Kracher-Debüt „Devil`s Dance“ aus dem Jahre 2013 zu toppen – eine ziemlich miese Aufgabe, wenn man ehrlich ist ;)
Strotze besagte Scheibe doch nur so vor Ohrwürmern, die man auch heute noch gern auflegt.

Nach einem kurzen Intro geht es mit „Here We Go“ gleich in die Vollen. Der Song wurde schon diverse Male live gespielt und geht gut nach vorne. Schön eingängig, Auftakt geglückt. „Too Young To Die“ und „Queen Of The Night“ sind dann etwas gezügelter, ballern allerdings ebenfalls gut ins Gebälk. Die „Queen“ hat `nen ziemlich guten Refrain, doch schon hier fällt auf, dass diese Songs sich ein wenig vom Vorgänger unterscheiden. Sie wollen häufiger gehört werden, gehen nicht so schnell ins Ohr wie ihre Vorläufer.

„Bone City Radio“ hingegen könnte auch auf dem Debüt stehen: „Oooohooooo“-Passagen, treibende Drums, Uptempo... Gute Wahl, das Ding als erstes Lebenszeichen vom Zweitwerk unter die Leute zu bringen. Generell ist der Mittelteil des Albums sehr stark besetzt mit „Fall From Grace“, „Hell & High Water“ oder auch „Bridges Burned“, welches eine extrem großartige Melodieführung im Chorus sowie ein fettes Gitarrensolo bereithält. Starkes Teil.

„Battlefield“ erinnert von der Grundstimmung her ein wenig an die letzte Volbeat-Scheibe, hätte aber auf eben dieser ein einsames Highlight abgegeben. So hätte „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ mit Eiern geklungen.

Zum Ende raus ebbt die Platte ein ganz klein wenig ab, die letzten Nummern können das hohe Niveau der ersten 10 Songs nicht immer halten. Hört sich erstmal schlimm an, ist aber halb so wild. Auch diese Songs haben ihre Reize und gehören zum Ganzen. Die Limited Edition wartet noch mit dem coolen Bonustrack „Dangerzone“ auf, daher ganz klar der Rat: Leute, holt euch die limitierte Version des Albums, um diesen schwer rockenden Song nicht zu verpassen.

Fazit: Alles beim Alten und doch anders! Die neue Scheibe wirkt in sich schlüssiger. Wo das Debüt noch wie eine Ansammlung von Hits aus diversen Songwriting-Sessions wirkte, kommt „Welcome To Bone City“ aus einem Guss daher. Die Grundstimmung ist eventuell etwas dunkler, es werden an den passenden Stellen auch mal ruhigere, nachdenkliche Töne angeschlagen. Die „Whooooo Hoooo“-Parts wurden auf ein Minimum reduziert, was teilweise etwas zu Lasten der Hits geht, doch diese Scheibe bietet genügend gute Songs der Marke „Bridges Burned“ oder „Bone City Radio“, um die nächste Party in Gang zu bringen. Die 3 Jungs haben ihre Trademarks weiterhin an Bord, den Sound aber dezent um einige Nuancen ergänzt. Dass dieses Konzept aufgehen wird, zeigt „Welcome To Bone City“ ganz vortrefflich. Sehr gute Scheibe.


Crystals (Fanbox Limited Edition)
Crystals (Fanbox Limited Edition)
Wird angeboten von multi-media-man
Preis: EUR 59,97

4.0 von 5 Sternen Sie sind wieder da..., 23. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Crystals (Fanbox Limited Edition) (Audio CD)
Nur 1 Jahr nach „We are the mess“ kredenzen uns Castop-Rauxels Finest ihren neuen Longplayer, welcher „Crystals“ betitelt wurde und in einem erwachseneren, edleren Outfit daherkommt. Es scheint, als wollten die cleveren, sympathischen Burschen keine Zeit verstreichen lassen, und die Erfolgswelle der letzten Jahre ( Top-Ten-Platzierung, große Touren um die Welt ) weiterreiten.

Hier und da hat man ein wenig am Sound geschraubt, ein Sido-Feature an Land gezogen ( „Best day“ ), und generell gehen die Songs nicht ganz so schnell ins Ohr wie damals. Das Album beginnt recht ruppig mit „Pitch blease“ ( cooler Titel ), doch der melodische Refrain und die Elektronika lassen nicht lange auf sich warten. Guter Opener. Mit „Baby ( T.U.M.H. )“ folgt ein Song, der sich im Refrain beim alten NSYNC-Schinken „Tearing up my heart“ bedient – gute Stimmung ist garantiert. Ebenso bei „My own sumer“, das dämliche Sample verursacht bei mir die nächste Zwerchfell-Attacke.

Die Nackenmuskulatur bekommt aber ebenfalls gut zu tun, der Titeltrack „Crystals“ oder auch „Monster“ werden bei zukünftigen Live-Shows sicher für den einen oder anderen Pit sorgen. Teilweise driften die Eskimos in Pop-Gefilde ab, diese Ausflüge enden teilweise gut ( „2 Fat 2 Furious“ ), gehen teilweise aber auch in die Hose. „Best day“ mit seinem Sido-Gastbeitrag ist da das beste Beispiel, ohne die Rap-Einlage oder seinem „Ah, yeah“-Gestammel im Refrain wäre der Song noch ganz brauchbar.

Mit der limitierten Version bekommt man noch eine Akustik-Version von „Baby“ und einen – wie gewöhnlich – verzichtbaren Remix von „My own summer“. Wobei man sagen muss, dass sich dieser Track in der Tat anbietet, remixed zu werden. Bei den ersten Durchläufen kam es mir so vor, als wäre der Elektronik-Einsatz reduziert worden, doch das ist nicht wirklich der Fall. Also alles wie immer, wenn man so will. Und irgendwie machen diese Technik-Spielereien Eskimo Callboy auch aus. Genau wie bekloppte Nummern wie „F.D.M.D.H.“, die mit einem kleinen Hörspiel beginnt und dann als die Metal-Version vom „Deine-Mudda-Song“ über die Ziellinie läuft.

Muss man nicht gut finden, macht aber gehörig Spaß.


Live & Unplugged im Gibson Club Frankfurt
Live & Unplugged im Gibson Club Frankfurt
Preis: EUR 21,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Paket, Fehler bei der Laufzeit-Angabe, 25. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf der Rückseite steht: Gesamtspieldauer ( DVD ): 84:00 Minuten
Damit kommt man allerdings nicht hin, das reine Konzert dauert schon fast 110 Minuten, dazu gibt es noch eine kurzweilige Dokumentation zur Entstehung der Tour.
Auf der Audio-Seite wurde das Konzert auf 2 CDs aufgeteilt und liegt diesem schön aufgemachtem Set ebenfalls bei.

Zum Konzert / zur DVD kann ich nur sagen, dass ich auf Tour leider nicht dabei war. Geht man nach dieser DVD, so muss es ein fantastisches Erlebnis gewesen sein. Die sonst eher rockigen Songs überzeugen auch im akustischen Gewand und sorgen das ein oder andere Mal für eine wohlige Gänsehaut ( "Wieder mal 'ne Nacht" ragt für mich heraus ).

So komme ich nicht umhin, diesem Set die Höchstpunktzahl zu geben, da auch das Preis-/Leistungsverhältnis top ist.


Pure Heavy (Limited First Edition)
Pure Heavy (Limited First Edition)
Preis: EUR 16,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade!, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Pure Heavy (Limited First Edition) (Audio CD)
Hmm... Schwierig! Im Endeffekt hat dieses gutklassige Album nämlich nur ein Problem: Seinen Vorgänger. „Pure Heavy“ unterscheidet sich letztendlich nur in Nuancen vom 2013er Kracher „Youngblood“, allerdings wird hier zu keiner Zeit die Hitdichte des Vorgängers erreicht. Was jetzt ein wenig dramatisch klingt, ist letztendlich nichts anderes als jammern auf hohem Niveau, denn auf der Habenseite stehen mit Songs wie „Holy Roller“ und „Waiting For The Night“ einige echte Volltreffer, die die Tradition von „Youngblood“ vorzüglich fortsetzen.

Das „Problem“ macht der Track „Diamond“ eigentlich sehr greifbar: Der Song fängt klasse an, akustische Gitarre, Toschie haut `ne Melodie zum Zungeschnalzen raus – und dann ist der Spaß nach genau 1:30 Minuten vorbei. Was ich damit sagen will: Das ganze Album wirkt irgendwie halbfertig, wie ein Schnellschuss. Hätten sich die Norweger mit diesem Album ein wenig mehr Zeit gelassen – es hätte sicher nicht geschadet. Denn Überhits der Marke „Redemption Blues“ oder „This Ends Here“ finden sich auf „Pure Heavy“ leider nicht.

Was mich nach einiger Eingewöhnungszeit wirklich gefesselt hat, ist dieser ganz besondere Vibe, den dieses Album versprüht. Da kann man auch mal locker einige mittelmäßige Nummern verschmerzen, denen halt ein zwingender Refrain fehlt. Dies ist auf der vorliegenden Scheibe leider recht häufig der Fall ( „Into The Wild“, „Gravity“, „Wolf In My Heart“ ).

Wie gesagt, wirklich schlecht ist das natürlich nicht, dennoch kann und darf man von Audrey Horne etwas mehr erwarten.


Sonic Child (Limited First Edition)
Sonic Child (Limited First Edition)
Preis: EUR 23,14

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 20. September 2014
„Music Is Who I Am“ - bereits das Intro der neuen Zodiac-Scheibe offenbart die Haltung der 4 Jungs zu ihrer Musik. Ein Intro mit 3  Minuten Spielzeit – das macht auch nicht jede Band. Passt hier allerdings vorzüglich, ebenso wie der eigentliche Opener “Swinging On The Run”, der in den nun folgenden gut 6 Minuten zu begeistern weiß. Ein beschwingter Auftakt mit coolem, eingängigem Refrain. Der Titeltrack „Sonic Child“ steht dem in nichts nach und ist der kürzeste Song des Albums, er ist sogar kürzer als das Intro. Da auch „Holding On“ das hohe Anfangsniveau halten kann, finde ich das aktuelle Werk der Münsteraner bereits jetzt schon besser als seinen Vorgänger, der mir – vor allem im Vergleich zum Debüt – irgendwie nicht so recht aus dem Quark kam.
„Sad Song“ nimmt zum ersten Mal ein wenig die Fahrt raus und schippert in melancholischen Gewässern – wie der Songtitel bereits vermuten lässt. „Out Of The City“ hingegen knattert wieder ein wenig zackiger um die Ecke. Den Songtitel teilen sie sich übrigens mit Audrey Horne – es existiert auch eine Split-Vinyl-Single mit der jeweiligen „Out Of The City“-Version beider Bands. Runde Sache.
“A Penny And A Dead Horse” verbreitet dezent Western-Feeling. Hier fällt extrem auf, dass die Band in ihren Songs eine Art Geschichte erzählt, das alles in ein stimmiges musikalisches Gewand gehüllt. „Good Times“ bietet einen coolen Groove und ein schönes Gitarrenintermezzo. Wäre auch ein guter Titel für die Scheibe gewesen – Nomen Est Omen und so ;)
„Rock Bottom Blues“ ist eine sehr gefühlvolle Nummer, einfach 9 Minuten großartige Musik – hier erlaubt sich Sänger Nick Van Delft, den ersten Gesangseinsatz erst nach 2 Minuten beginnen zu lassen. Überhaupt: Zodiac haben mit ihm einen hervorragenden Sänger in ihren Reihen, seine Stimme passt zur Musik einfach wie die Faust aufs sprichwörtliche Auge. Rock mit viel Affinität zum Blues – einfach klasse. Allerdings möchte ich die Leistung der 3 anderen Musiker nicht schmälern, hier sind ausnahmslos absolute Könner am Werk.
Der letzte Song „Just Music“ ist quasi das Credo der Scheibe, hier wird schön auf den Punkt gebracht, um was es geht. Musikalische Feinkost von 4 Männern, denen man zu jeder Sekunde ihre Liebe zur Musik anmerkt - Famos!


Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak)
Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 16,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsame Spitze, 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Kein Intro, kein langes Gefackel – “The Grave” ballert Dir ohne Umschweife ein volles Brett in die Fresse. Allerdings wird man dann vom Refrain in eine andere Dimension katapultiert. Eigentlich ein Markenzeichen der Bulls – doch auf diesem Album haben sie härtetechnisch noch einmal eine ganze Schippe draufgelegt. Ruhige Momente gibt es fast ausschließlich nur noch in den Refrains. So ist auch der vorab veröffentlichte Song „Hearteater“ ein Paradebeispiel für den aktuellen Kurs der Band – harte Strophe, teilweise werden Growls eingestreut, gefolgt von einem Erste-Sahne-Refrain.

Die erste Single „Pants Down“ ist zwar partybetont, allerdings fehlt hier der typische melodische Refrain. Im Endeffekt geht das Teil einfach nur pausenlos nach vorn und drückt ohne Ende. Erst „I Wanna Feel You“ bietet eine kurze Verschnaufpause, der Song würde sicher auch im Radio eine gute Figur abgeben. Aber soweit wird es bei unserer Radiolandschaft ja eh nicht kommen.

„Rainbows And Butterflies“ finde ich ziemlich cool, die Nummer macht mit ihrem bekloppten Text einfach nur Laune. „The Way Of The Warrior“ besitzt wiederum einen geradezu epischen Refrain, der im Anschluss von „The Reckoning“ allerdings gnadenlos niedergeknüppelt wird. Was für ein Brett! Sänger Chris kotzt sich hier so richtig aus. Das macht Laune, das macht Spaß – und da werden live Köpfe rollen.

Der starke Mittelteil des Albums wird mit „The Age Of Revolution“ fortgeführt, eine meiner Lieblingsnummern, die sich sofort in die Gehörgänge fräst, und zu der man prima mitsingen kann. Auch hier fällt auf, dass viele Songs sehr live-tauglich sind und vermutlich einige davon in der Setlist der Herbst-Tour landen werden.

Der Titeltrack „Sacrifice To Venus“ ist extrem abwechslungsreich und zählt für mich ebenfalls zu den stärksten Nummern. „Gone Baby Gone“ ist dann der ruhigste Song der Platte, der mich allerdings nicht vollständig überzeugen kann. Allerdings beseitigt „Man Or Mouse“ im Anschluss direkt diesen kleinen Makel. Hier gibt’s erneut ordentlich auf die Glocke, jedoch lässt sich auch dieser Refrain vortrefflich mitsingen. Ein weiterer Live-Kracher. Im direkten Vergleich dazu fällt „Keep On Dreaming“ ein wenig unspektakulär aus, doch abermals folgt direkt im Anschluss ein starker Song: „Behind The Sun“ ist der Schlusspunkt des Albums, und der hat es noch einmal in sich. Ein sehr hypnotischer Song, der teilweise ein wenig zum „Angel Delivery Service“-Album zurückgeht.

Insgesamt verwundert die gebotene Härte schon ein wenig, allerdings ist das in diesem Fall erfreulich, denn genau das hatte ich mir gewünscht. Trotz aller Härte ist das Album äußerst abwechslungsreich, und so gut wie jeder Song bietet einen Erste-Sahne-Refrain mit Schaumkrone und Kirsche obendrauf. Das zähe „Behind The Sun“ als Rausschmeisser bildet einen schönen Kontrast zum schmissigen Grundtenor der Platte. Stark!


Tibi et Igni
Tibi et Igni
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinns-Scheibe, 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tibi et Igni (Audio CD)
Dass ein Vader-Album kein Kindergeburtstag ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Allerdings erstaunen mich die Polen immer wieder, denn härtetechnisch wird irgendwie immer noch eine Schippe draufgelegt. So auch auf ihrem neuesten Streich „Tibi Et Igni“. Dieses Album hat das Aggressionspotential einer Horde Panzernashörner, und mit einer ebensolchen Wucht ballert es über dich hinweg.

Eigentlich haben die Polen kaum etwas an ihrer bisherigen Vorgehensweise geändert, sondern einfach nur vereinzelt neue Elemente in ihren bewährten Sound eingebaut. Als Beispiel sei hier der Song „Hexenkessel“ erwähnt, der mit Streichern beginnt. Trotzdem hört man hier zu jeder Sekunde, um welche Band es sich handelt.

Neben bandtypischen Abrissbirnen wie „Where Angels Weep“ oder „Go To Hell“, die dich schwindelig prügeln, begeistert vor allem der schleppende Rausschmeisser „The End“ – was für ein majestätisches Riff!

Laut Aussagen meiner Besseren Hälfte sind mir beim ersten Hörgenuss des Albums folgende Sätze inflationär entwichen: „Was für ein geiles Album!“, Meeegageil!“, „Aaaalter, wie geil!“, „Übelst fett“, etc. - Ich glaube, das drückt meine Einschätzung ganz gut aus.

Bleibt festzuhalten, dass Vader auch im 30. Jahr ihres Bestehens nichts von ihrer Faszination und Brutalität eingebüßt haben. Im Gegenteil: Selten haben die Mannen um Piotr Wiwczarek so dermaßen fett abgeliefert. Vor dieser Band und diesem Album kann man einfach nur den Hut ziehen. Mit ziemlicher Sicherheit das Death-Metal-Album des Jahres.


Electric Revelation
Electric Revelation
Preis: EUR 21,25

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie können's eben!, 21. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Electric Revelation (Audio CD)
Motorjesus sind wieder da! Nachdem das Album aufgrund widriger Umstände ( Herz-OP bei Sänger Chris Birx ) um ca. ein Jahr verschoben werden musste, bricht es nun umso stürmischer über uns herein. „Trouble In Motor City“ eröffnet – nach kurzem Intro – die Scheibe standesgemäß mit durchgetretenem Gaspedal, der Refrain geht sofort ins Ohr. Auch „The Run“ und „Speed Of The Beast“ sind großartige Nummern, die sich fest im Gehörgang verankern. „Rust“ ist eine gefühlvolle Powerballade, in der Chris zeigt, dass er richtig gut singen kann. Für mich ein absolutes Highlight auf diesem Album.
Danach wird die Geschwindigkeit dann wieder erhöht, u.a. wurden „Dead Army“ und „100.000 Volt Survivor“ von der gleichnamigen EP neu eingespielt und auf diesem Tonträger veredelt. Der Titeltrack „Electric Revelation“, „Midnight Rider“ und „Ressurection Man“ sind weitere Blaupausen des Heavy Rock, den Motorjesus auf diesem Album nahezu perfektionieren.
„The Right Hand Of The Devil“ vollendet dann ein Album, das die 5 Gladbacher in bestechender Form zeigt.
Produzent Dan Swanö hat dafür gesorgt, dass der typische Motorjesus-Sound amtlich aus den Boxen hämmert.
Alle Daumen nach oben!


Nostalgie für die Zukunft
Nostalgie für die Zukunft
Preis: EUR 8,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitrock, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nostalgie für die Zukunft (Audio CD)
Da ist es endlich, das erste Solo-Album von Smoke-Blow-Sänger Jack Letten, der hier die Rolle des Erik Cohen erstmals auf voller Albumlänge einnimmt und – soviel bereits vorab – damit vollends überzeugen kann.

Dass die Marschroute eine andere ist als bei Smoke Blow, das haben die bereits vorab veröffentlichten Nummern verdeutlicht, und so eröffnet der „Kosmonaut“ den Reigen bunter Hits, der von Cohen selbst gern als „Hitrock“ bezeichnet wird. Der Song kommt gut als Opener und überzeugt durch einen Refrain, der – passend zum Thema – nicht von dieser Welt ist. Es folgt mit „Chrom“ eine Nummer, die bereits gut ein Jahr nach ihrer Veröffentlichung ein Klassiker ist. DIE Hymne zum Autofahren. Treibender Sound, gute Texte, unaufgeregtes Gesamtbild.

Auch der „Kapitän“ wurde bereits vorab als Single ausgekoppelt, der Song besticht ebenfalls durch einen absoluten Sahne-Refrain. Diese Nummer beschert mir immer wieder eine Gänsehaut. Großartig. „Treue Herzen“ hingegen macht mit seinem „Moin Moin – und Ahoi“-Refrain einfach nur gute Laune und lädt zum Fingerschnipsen ein. Leider fällt „In Bewegung“ danach dann ein wenig ab, die Nummer zündet nicht wie der Rest des Albums.

Doch dieser kleine Makel wird umgehend mit „Stadt“ behoben, eine Nummer, die ich zu meinen Highlights zähle – und das will bei dieser Platte, die wahrlich nicht arm an Höhepunkten ist, etwas bedeuten. Energisch und powervoll, toller Song. Der „Dirigent“ ist der epischste Song der Platte, der Text und die Stimme gehen unter die Haut, wenn man sich drauf einlässt. Trotz allem wirkt das alles nie aufgesetzt oder peinlich.

„Omega Mann“ zieht das Tempo wieder an und gefällt durch und durch, ehe „Segeln“ wieder in ruhigere Gefilde lenkt. Eine komplett andere Facette dann in „Licht“, hier werden Einflüsse der Marke Danzig und Sisters Of Mercy verarbeitet und in einen lupenreinen Hit umgewandelt. Das Instrumental „Kreuz“ hätte einen guten Schlusspunkt abgegeben, kommt es doch sehr relaxt und locker-flockig daher. Doch diese Ehre wird „Wölfe“ zuteil, zugegebenermaßen auch eine gute Wahl. Hier geht es wieder etwas härter zur Sache, die Gitarren riffen fett nach vorne – und wieder einmal gefallen mir Text und Refrain ganz hervorragend.

Es hat sich absolut bezahlt gemacht, dass Cohen so lange an den Songs geschraubt hat, denn so hat er sie stetig verbessert und auf ein Niveau gehoben, welches hierzulande Seinesgleichen sucht. Als Vergleich würde ich Daniel Wirtz heranziehen, auch in Punkto Eloquenz. Gute Deutsche Texte, Songs, die schnell ins Ohr gehen und dort auch bleiben, sowie absolute Könner an den Instrumenten, die sehr songdienlich agieren und ein solides Rock-Fundament für die Songs bilden. Auch die Ausflüge in Wave-Gefilde sind absolut gelungen und wirken nicht deplaziert, sondern fügen sich hervorragend in das Gesamtkunstwerk ein.

Bleibt zu hoffen, dass der gute Mann die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient!


Chrom
Chrom
Preis: EUR 0,69

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderner Klassiker, 13. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Chrom (MP3-Download)
Einen einzelnen Song zu bewerten ist so ne Sache. Aber bei "Chrom" verhält es sich anders: Mit diesem Ding fing alles an, es war das erste musikalische Lebenszeichen Erik Cohens, den man voher ( und immer noch ) bei Smoke Blow am Mikro sah. Dort wurde zum einen - bis auf wenige Ausnahmen - auf englisch gesungen, und die Musik von SB geht mehr in Richtung Punk / Hardcore. "Chrom" hingegen ist eine Hymne für's Auto, deutscher Gesang, rockigere Grundausrichtung - aber die Stimme hört man doch sofort raus.
Die Nummer hat jetzt gut ein Jahr auf dem Buckel, in dieser Zeit habe ich den Song wirklich oft gehört - und er wird nicht langweilig! Das sollte eigentlich alles zur Qualität des Songs aussagen.
Eine treibende, groovende Deutschrock-Nummer mit Langzeitwirkung, die nicht peinlich rüberkommt: Dafür klare 5 Sterne!


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