Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Eisen-Dieter > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Eisen-Dieter
Top-Rezensenten Rang: 35.429
Hilfreiche Bewertungen: 71

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Eisen-Dieter "Eisen-Dieter" (Löningen)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
IV
IV
Preis: EUR 16,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der vierte Streich, 18. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: IV (Audio CD)
Stephan Weidner alias Der W ist einer der wenigen Künstler, bei dem ich noch voller Spannung auf ein neues Album warte. Zurecht, denn eigentlich immer wird man überrascht, die eigene Erwartungshaltung ad absurdum geführt. Für einige Leute mag das anstrengend oder verwirrend sein, mir gefällt das auf ganzer Linie.
Der neue Output – schlicht „IV“ betitelt – rockt unaufgeregt mit „Neuland“ los. „Erinnerung ist Sperrgepäck“ lautet der Untertitel dieser sich kontinuierlich steigernden Nummer. Ich mag den Song: gut aufgebaut, knallige Drums – passt. Es folgt mit „Mehr!“ der wohl schnörkelloseste Song der Platte. Geht gut nach vorne und verbreitet gute Laune.
Nach dem eher mittelprächtigen „Zeit“ folgt schon mein Highlight: „Justitia“. Sehr getragener Beginn, der Gesang steigert sich von säuselnd über bissig bis hin zu psychedelisch. Irgendwie lullt einen die Musik ein und packt einen anschließend umso härter. Aufgerüttelt wird man nach der versöhnlichen Endsequenz aber auf jeden Fall von „Faust auf Fresse“, welches mit solidem Riffing in den Strophen und einem – bei diesem Titel – fast schon epischen Refrain punktet.
Das schmissige „Ich komm heim“ komplettiert die starke erste Hälfte von „IV“. Gut mitsingbar, coole Melodie – läuft beim Weidner!
„Danke für mein Leben“ wird von fetten Riffs eröffnet, es folgt eine abgefahrene, spleenige Zwischenpassage, ehe wieder Riff und Gesang einsetzen. Insgesamt ziemlich psychedelisch angehaucht, definitiv der abwechslungsreichste Song der Scheibe. Weidner überrascht mit variantenreichem Gesang, welcher am Ende gar in Rap ( ! ) mündet. Ungewohnt, aber komischerweise nicht überladen. Passt schon. Cooler Song, obendrein mit einer guten Message.
Etwas straighter ist da schon „Keiner kann es besser als Du“. Eine eingängige Nummer mit sehr positivem Text. „Welt ohne Farben“ überrascht dann erneut mit gewöhnungsbedürftigem Gesang, die Strophen erinnern an Krispin von Übergas. Erneut begeistert ein simples, aber hartes Riff.
„Vorhaut, Kopftuch, Kruzifix“ behandelt ein Lieblingsthema vom W. Sehr eindringlicher Song, welcher mit einigen ziemlich coolen Textpassagen glänzt ( „Sie töten und beten für die Gunst des Proheten“ ). Das Credo des Songs ( „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen“ ) kann ich da zu 100 % unterschreiben.
Die beiden letzten Songs, „Sopa De Techo (Der Schmerz verlangt gespürt zu werden)“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ fallen für mich leider ein wenig ab, ohne dabei wirklich schlecht zu sein. Halt ein wenig unspektakulär, wobei man beim letzten Song ein Riff aus „Welcome Home ( Sanitarium )“ von Metallica „ausgeliehen“ hat.
Auch, wenn die Platte musikalisch am ehesten seinem Vorgänger „III“ ähnelt, so herrscht hier doch größtenteils eine deutlich positivere Grundstimmung vor. Die Band hat ihren Sound offensichtlich gefunden, was ein wenig zu Lasten der Hits geht, aber ein nahezu durchgängig starkes Album auf gleichbleibendem Niveau zutage fördert.


Weisses Rauschen
Weisses Rauschen
Preis: EUR 14,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig, 15. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Weisses Rauschen (Audio CD)
Album Nummer 2 von Smoke-Blow-Frontmann Jack Letten. In diversen anderen Reviews habe ich bereits sämtliche Querverweise zu Bands lesen dürfen, die dieses Album beeinflusst haben. In nahezu jedem. Von daher verzichte ich darauf komplett, denn der Punkt ist: Erik Cohen hat in Deutschland mit seiner Musik ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt keinen zweiten Künstler hierzulande, der so vorgeht wie „der schöne Erich“. In Interviews bestreitet er zwar immer wieder, ein musikalisches Genie zu sein, doch nach dem Genuss von „Weisses Rauschen“ ist man geneigt, ihm zu widersprechen. Doch der Reihe nach:

Das Album beginnt mit dem bereits vorab veröffentlichten „Hier ist nicht Hollywood“, welches durch die Bank weg überzeugen kann. Starker Refrain, super aufgebaut. Diesen Song konnte man zuletzt auch schon auf den Live-Shows hören, genau wie das nun folgende „Deine Dämonen“. Die Gitarrenmelodie finde ich genial, der Refrain kommt leicht anders rüber als „live“ - macht aber nix, super Song!

Nun kommt mein persönlicher Hit der Scheibe, „Nur ein Herzschlag“. Ein leichter Country-Touch ist nicht zu verleugnen, aber hey: Das Ding macht richtig Laune. Ich hoffe mal, dass diese Nummer auch live gespielt wird. Dürfte dann ein ähnlicher Gute-Laune-Klopfer werden wie seinerzeit „Treue Herzen“. An „Schattenland“ musste ich mich anfangs ein wenig gewöhnen, der Refrain ist vielleicht etwas minimalistisch, aber die Bridge ist großartig. Ein typischer „Grower“, der mit jedem Hören besser wird.

Es folgt ein düsteres Dreiergespann, „Regen“, „Totenspinnengeist“ und „Neues Blut“. Letzteren Song hat die Band ebenfalls bereits live präsentiert, damals klang dieser jedoch noch deutlich anders. Wie dem auch sei, dieser morbide Anstrich gefällt mir sehr gut.

„Der heilige Gral“ ist für mich ein weiteres Highlight, „Tapete“ hingegen gefällt mir nicht ganz so gut wie das restliche Album. Wobei die Partyszene am Ende des Songs schon ganz witzig ist. Das Album endet mit „Das gute Gefühl“, und von dieser Nummer hat man quasi einen Instant-Ohrwurm. Geschickt gemacht, das Album so enden zu lassen, denn man erwischt sich dabei, wie die Hand Richtung „Repeat“-Taste wandert.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass Erik Cohen sehr großen Wert darauf gelegt hat, dass das Album „wie aus einem Guss“ klingt, was auch definitiv der Fall ist. Es fließt, nichts wirkt gekünstelt. Das ( starke ) Debüt klang im Nachhinein eher wie eine Ansammlung an Singles ( was aber natürlich auch nicht schlecht ist ), „Weisses Rauschen“ hingegen wirkt deutlich homogener.

Am besten wandert die LP-Version ( weisses Vinyl, logisch ) ins Regal. Zum Schluss noch die unbedingte Empfehlung, Erik Cohen im Live-Kontext zu genießen. Das war / ist bei Smoke Blow so, das ist hier nicht anders. Ein großartiger Entertainer und – wie gesagt – einzigartig.


Wirtz - Auf die Plätze fertig los! Live in Berlin 2015 (1 DVD + 2 Audio-CDs)
Wirtz - Auf die Plätze fertig los! Live in Berlin 2015 (1 DVD + 2 Audio-CDs)
DVD ~ Daniel Wirtz
Preis: EUR 23,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum-Sorglos-Paket, 19. Dezember 2015
Das ist der wahrscheinlich längste Albumtitel, den ich bisher besprochen habe. Doch dahinter verbirgt sich ein oberamtliches DVD-/Doppel-CD-Paket der Extraklasse. Daniel Wirtz und Co. wuchten pünktlich zum Weihnachtsfest ein Paket in die Läden, das jeden Wirtz-Fan mit der Zunge schnalzen lässt. Denn der Mitschnitt aus Berlin bietet mehr als jedes Überraschungsei der Welt:

- gute Bild- und Tonqualität
- starke Setlist ( 23 Songs! )
- klasse Lichtshow
- eine bestens aufgelegte und eingespielte Band
- eine kurzweilige Tourdokumentation mit vielen Backstageimpressionen
- das komplette Konzert jeweils als DVD und Doppel-CD zu einem fairem Preis
- ein mehrfach aufklappbares Digipak in einem geprägten Schuber

Vor allem – und das ist nicht bei vielen DVDs so: Man verspürt schon nach wenigen Songs Lust, ein Konzert von Wirtz zu besuchen und erwischt sich dabei, nebenbei nach Tickets für anstehende Konzerte zu suchen. Vor allem gefallen mir die eingebauten Schwarz-Weiss-Sequenzen, die Kameraführung ist stark, niemals hektisch, fängt das Geschehen sehr gut ein. Unter anderem spuckt Daniel gegen Ende versehentlich bei einem Song direkt in die Kamera, weil er voller Inbrunst seinen Song intoniert – geil eingefangen, ich bin begeistert. Das Publikum tut sein Übriges – kein Wunder, es war die bis dato größte Headliner-Show der Truppe. Trotzdem tropft hier nahezu permanent der Schweiss von der Decke und den Protagonisten. Bei den Mitsingparts zeigen sich die Leute enorm textsicher, der Unplugged-Part im Mittelteil erzeugt Gänsehaut im Sekundentakt ( „Wenn sie diesen Tango hört“, „Sag es“ ). Aber auch das rockende Material überzeugt mit einer Mischung aus neuen Songs ( „Ich weiss es nicht“, „Freitag Abend“ ) und unvermeidlichen Klassikern ( „Mon Amour“, „Ne Weile her“ ). Auch schön, dass Songs wie „Siehst Du mich“ den Weg in die Setlist gefunden haben, während „Meinen Namen“ immer noch zum Programm gehört – absolut runde Sache. Lediglich die Ansagen kommen ein wenig zu kurz. Das ist schade, da Daniel immer nen flotten Spruch auf den Lippen hat.

Trotzdem: Diese DVD bringt dich dazu, vom Sofa aus zu applaudieren, wenn ein Song vorbei ist – das hab ich so auch noch nie erlebt. Ein Rundum-Sorglos-Paket also – was willste mehr? Absolute Kaufempfehlung!


Sweet Baby Octane
Sweet Baby Octane
Preis: EUR 11,97

5.0 von 5 Sternen Partykracher!, 25. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Sweet Baby Octane (Audio CD)
Ungewohnt lange musste man auf den neuen Dreher des Schweden-Vierers warten – 2,5 Jahre zogen seit „Smakk Valley“ ins Land. Doch das Warten hat sich mal wieder gelohnt: Psychopunch liefern mit „Sweet Baby Octane“ ein Album ab, welches seine Vorgänger locker toppt. Da wird nach dem kurzen Intro gleich mal mit „I've been around“ das Gaspedal durchgetreten, und „On a night like this“ überzeugt nach kurzer Eingewöhnungsphase mit eingängigem Refrain und hymnenhaftem Midtempo.

„Forever and a day“ ist ein Duett mit der Sängerin Clare Von Stitch, an das ich mich aufgrund der markanten Stimme auch erst gewöhnen musste. Wird aber mit jedem Hören besser. Die nachfolgenden Songs brauchten hingegen nur einen einzigen Durchlauf, um vollends zu überzeugen. Hervorheben möchte ich vor allem „Drinking alone“, in dem JM eher ruhig singt. Der prägnante Refrain setzt sich sofort in den Gehirnwindungen fest. Die übrigen Songs sind eher im Uptempo ( „Masquerade“ ) oder Midtempo angesiedelt. Wie gesagt, hier ist fast jeder Schuss ein Treffer, sei es „The new alive“ ( geiler Refrain! ), „Time is on our side“ ( geiler Refrain! ) oder auch „Punkrocker“ ( geiler Refrain! ).

Wenn man der Scheibe etwas ankreiden kann, dann vielleicht die Tatsache, dass die Songreihenfolge etwas unglücklich gewählt wurde. So stehen die beiden etwas ruhigeren Songs „When you're out of town“ und „Drinking alone“ direkt nebeneinander, und im Schlussdrittel folgen gleich 4 Songs aufeinander, bei denen der Refrain ähnlich aufgebaut ist. Hier hätte man schön das krachende „Masquerade“ als Kontrast in die Mitte setzen können. Aber das ist natürlich Makulatur bei einem solch starken, abwechslungsreichen Album.

Natürlich sind Psychopunch eine meiner Lieblingsbands, aber eine solche Scheibe hätte ich den Jungs nicht mehr zugetraut. Das Teil macht einfach nur Laune. Sowohl die CD- als auch die Vinyl-Version warten mit einem exklusivem Song auf, also müssen auch diesmal wieder beide Versionen in die Sammlung wandern. Die rote LP ist schön schwer und hat als Bonus noch ein Poster und das Album als CD dabei. Ein echtes Schmuckstück. Auch das Cover ist – wie immer – erste Sahne. Well done!


Welcome To Bone City
Welcome To Bone City
Preis: EUR 28,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen We SpitFire again ;), 10. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Welcome To Bone City (Audio CD)
Mit diesem Album versucht die sympathische Truppe aus München nun, ihr Kracher-Debüt „Devil`s Dance“ aus dem Jahre 2013 zu toppen – eine ziemlich miese Aufgabe, wenn man ehrlich ist ;)
Strotze besagte Scheibe doch nur so vor Ohrwürmern, die man auch heute noch gern auflegt.

Nach einem kurzen Intro geht es mit „Here We Go“ gleich in die Vollen. Der Song wurde schon diverse Male live gespielt und geht gut nach vorne. Schön eingängig, Auftakt geglückt. „Too Young To Die“ und „Queen Of The Night“ sind dann etwas gezügelter, ballern allerdings ebenfalls gut ins Gebälk. Die „Queen“ hat `nen ziemlich guten Refrain, doch schon hier fällt auf, dass diese Songs sich ein wenig vom Vorgänger unterscheiden. Sie wollen häufiger gehört werden, gehen nicht so schnell ins Ohr wie ihre Vorläufer.

„Bone City Radio“ hingegen könnte auch auf dem Debüt stehen: „Oooohooooo“-Passagen, treibende Drums, Uptempo... Gute Wahl, das Ding als erstes Lebenszeichen vom Zweitwerk unter die Leute zu bringen. Generell ist der Mittelteil des Albums sehr stark besetzt mit „Fall From Grace“, „Hell & High Water“ oder auch „Bridges Burned“, welches eine extrem großartige Melodieführung im Chorus sowie ein fettes Gitarrensolo bereithält. Starkes Teil.

„Battlefield“ erinnert von der Grundstimmung her ein wenig an die letzte Volbeat-Scheibe, hätte aber auf eben dieser ein einsames Highlight abgegeben. So hätte „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ mit Eiern geklungen.

Zum Ende raus ebbt die Platte ein ganz klein wenig ab, die letzten Nummern können das hohe Niveau der ersten 10 Songs nicht immer halten. Hört sich erstmal schlimm an, ist aber halb so wild. Auch diese Songs haben ihre Reize und gehören zum Ganzen. Die Limited Edition wartet noch mit dem coolen Bonustrack „Dangerzone“ auf, daher ganz klar der Rat: Leute, holt euch die limitierte Version des Albums, um diesen schwer rockenden Song nicht zu verpassen.

Fazit: Alles beim Alten und doch anders! Die neue Scheibe wirkt in sich schlüssiger. Wo das Debüt noch wie eine Ansammlung von Hits aus diversen Songwriting-Sessions wirkte, kommt „Welcome To Bone City“ aus einem Guss daher. Die Grundstimmung ist eventuell etwas dunkler, es werden an den passenden Stellen auch mal ruhigere, nachdenkliche Töne angeschlagen. Die „Whooooo Hoooo“-Parts wurden auf ein Minimum reduziert, was teilweise etwas zu Lasten der Hits geht, doch diese Scheibe bietet genügend gute Songs der Marke „Bridges Burned“ oder „Bone City Radio“, um die nächste Party in Gang zu bringen. Die 3 Jungs haben ihre Trademarks weiterhin an Bord, den Sound aber dezent um einige Nuancen ergänzt. Dass dieses Konzept aufgehen wird, zeigt „Welcome To Bone City“ ganz vortrefflich. Sehr gute Scheibe.


Crystals (Fanbox Limited Edition)
Crystals (Fanbox Limited Edition)

4.0 von 5 Sternen Sie sind wieder da..., 23. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Crystals (Fanbox Limited Edition) (Audio CD)
Nur 1 Jahr nach „We are the mess“ kredenzen uns Castop-Rauxels Finest ihren neuen Longplayer, welcher „Crystals“ betitelt wurde und in einem erwachseneren, edleren Outfit daherkommt. Es scheint, als wollten die cleveren, sympathischen Burschen keine Zeit verstreichen lassen, und die Erfolgswelle der letzten Jahre ( Top-Ten-Platzierung, große Touren um die Welt ) weiterreiten.

Hier und da hat man ein wenig am Sound geschraubt, ein Sido-Feature an Land gezogen ( „Best day“ ), und generell gehen die Songs nicht ganz so schnell ins Ohr wie damals. Das Album beginnt recht ruppig mit „Pitch blease“ ( cooler Titel ), doch der melodische Refrain und die Elektronika lassen nicht lange auf sich warten. Guter Opener. Mit „Baby ( T.U.M.H. )“ folgt ein Song, der sich im Refrain beim alten NSYNC-Schinken „Tearing up my heart“ bedient – gute Stimmung ist garantiert. Ebenso bei „My own sumer“, das dämliche Sample verursacht bei mir die nächste Zwerchfell-Attacke.

Die Nackenmuskulatur bekommt aber ebenfalls gut zu tun, der Titeltrack „Crystals“ oder auch „Monster“ werden bei zukünftigen Live-Shows sicher für den einen oder anderen Pit sorgen. Teilweise driften die Eskimos in Pop-Gefilde ab, diese Ausflüge enden teilweise gut ( „2 Fat 2 Furious“ ), gehen teilweise aber auch in die Hose. „Best day“ mit seinem Sido-Gastbeitrag ist da das beste Beispiel, ohne die Rap-Einlage oder seinem „Ah, yeah“-Gestammel im Refrain wäre der Song noch ganz brauchbar.

Mit der limitierten Version bekommt man noch eine Akustik-Version von „Baby“ und einen – wie gewöhnlich – verzichtbaren Remix von „My own summer“. Wobei man sagen muss, dass sich dieser Track in der Tat anbietet, remixed zu werden. Bei den ersten Durchläufen kam es mir so vor, als wäre der Elektronik-Einsatz reduziert worden, doch das ist nicht wirklich der Fall. Also alles wie immer, wenn man so will. Und irgendwie machen diese Technik-Spielereien Eskimo Callboy auch aus. Genau wie bekloppte Nummern wie „F.D.M.D.H.“, die mit einem kleinen Hörspiel beginnt und dann als die Metal-Version vom „Deine-Mudda-Song“ über die Ziellinie läuft.

Muss man nicht gut finden, macht aber gehörig Spaß.


Live & Unplugged im Gibson Club Frankfurt
Live & Unplugged im Gibson Club Frankfurt
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Paket, Fehler bei der Laufzeit-Angabe, 25. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf der Rückseite steht: Gesamtspieldauer ( DVD ): 84:00 Minuten
Damit kommt man allerdings nicht hin, das reine Konzert dauert schon fast 110 Minuten, dazu gibt es noch eine kurzweilige Dokumentation zur Entstehung der Tour.
Auf der Audio-Seite wurde das Konzert auf 2 CDs aufgeteilt und liegt diesem schön aufgemachtem Set ebenfalls bei.

Zum Konzert / zur DVD kann ich nur sagen, dass ich auf Tour leider nicht dabei war. Geht man nach dieser DVD, so muss es ein fantastisches Erlebnis gewesen sein. Die sonst eher rockigen Songs überzeugen auch im akustischen Gewand und sorgen das ein oder andere Mal für eine wohlige Gänsehaut ( "Wieder mal 'ne Nacht" ragt für mich heraus ).

So komme ich nicht umhin, diesem Set die Höchstpunktzahl zu geben, da auch das Preis-/Leistungsverhältnis top ist.


Pure Heavy (Limited First Edition)
Pure Heavy (Limited First Edition)
Preis: EUR 12,97

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade!, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Pure Heavy (Limited First Edition) (Audio CD)
Hmm... Schwierig! Im Endeffekt hat dieses gutklassige Album nämlich nur ein Problem: Seinen Vorgänger. „Pure Heavy“ unterscheidet sich letztendlich nur in Nuancen vom 2013er Kracher „Youngblood“, allerdings wird hier zu keiner Zeit die Hitdichte des Vorgängers erreicht. Was jetzt ein wenig dramatisch klingt, ist letztendlich nichts anderes als jammern auf hohem Niveau, denn auf der Habenseite stehen mit Songs wie „Holy Roller“ und „Waiting For The Night“ einige echte Volltreffer, die die Tradition von „Youngblood“ vorzüglich fortsetzen.

Das „Problem“ macht der Track „Diamond“ eigentlich sehr greifbar: Der Song fängt klasse an, akustische Gitarre, Toschie haut `ne Melodie zum Zungeschnalzen raus – und dann ist der Spaß nach genau 1:30 Minuten vorbei. Was ich damit sagen will: Das ganze Album wirkt irgendwie halbfertig, wie ein Schnellschuss. Hätten sich die Norweger mit diesem Album ein wenig mehr Zeit gelassen – es hätte sicher nicht geschadet. Denn Überhits der Marke „Redemption Blues“ oder „This Ends Here“ finden sich auf „Pure Heavy“ leider nicht.

Was mich nach einiger Eingewöhnungszeit wirklich gefesselt hat, ist dieser ganz besondere Vibe, den dieses Album versprüht. Da kann man auch mal locker einige mittelmäßige Nummern verschmerzen, denen halt ein zwingender Refrain fehlt. Dies ist auf der vorliegenden Scheibe leider recht häufig der Fall ( „Into The Wild“, „Gravity“, „Wolf In My Heart“ ).

Wie gesagt, wirklich schlecht ist das natürlich nicht, dennoch kann und darf man von Audrey Horne etwas mehr erwarten.


Sonic Child (Limited First Edition)
Sonic Child (Limited First Edition)
Preis: EUR 21,84

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 20. September 2014
„Music Is Who I Am“ - bereits das Intro der neuen Zodiac-Scheibe offenbart die Haltung der 4 Jungs zu ihrer Musik. Ein Intro mit 3  Minuten Spielzeit – das macht auch nicht jede Band. Passt hier allerdings vorzüglich, ebenso wie der eigentliche Opener “Swinging On The Run”, der in den nun folgenden gut 6 Minuten zu begeistern weiß. Ein beschwingter Auftakt mit coolem, eingängigem Refrain. Der Titeltrack „Sonic Child“ steht dem in nichts nach und ist der kürzeste Song des Albums, er ist sogar kürzer als das Intro. Da auch „Holding On“ das hohe Anfangsniveau halten kann, finde ich das aktuelle Werk der Münsteraner bereits jetzt schon besser als seinen Vorgänger, der mir – vor allem im Vergleich zum Debüt – irgendwie nicht so recht aus dem Quark kam.
„Sad Song“ nimmt zum ersten Mal ein wenig die Fahrt raus und schippert in melancholischen Gewässern – wie der Songtitel bereits vermuten lässt. „Out Of The City“ hingegen knattert wieder ein wenig zackiger um die Ecke. Den Songtitel teilen sie sich übrigens mit Audrey Horne – es existiert auch eine Split-Vinyl-Single mit der jeweiligen „Out Of The City“-Version beider Bands. Runde Sache.
“A Penny And A Dead Horse” verbreitet dezent Western-Feeling. Hier fällt extrem auf, dass die Band in ihren Songs eine Art Geschichte erzählt, das alles in ein stimmiges musikalisches Gewand gehüllt. „Good Times“ bietet einen coolen Groove und ein schönes Gitarrenintermezzo. Wäre auch ein guter Titel für die Scheibe gewesen – Nomen Est Omen und so ;)
„Rock Bottom Blues“ ist eine sehr gefühlvolle Nummer, einfach 9 Minuten großartige Musik – hier erlaubt sich Sänger Nick Van Delft, den ersten Gesangseinsatz erst nach 2 Minuten beginnen zu lassen. Überhaupt: Zodiac haben mit ihm einen hervorragenden Sänger in ihren Reihen, seine Stimme passt zur Musik einfach wie die Faust aufs sprichwörtliche Auge. Rock mit viel Affinität zum Blues – einfach klasse. Allerdings möchte ich die Leistung der 3 anderen Musiker nicht schmälern, hier sind ausnahmslos absolute Könner am Werk.
Der letzte Song „Just Music“ ist quasi das Credo der Scheibe, hier wird schön auf den Punkt gebracht, um was es geht. Musikalische Feinkost von 4 Männern, denen man zu jeder Sekunde ihre Liebe zur Musik anmerkt - Famos!


Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak)
Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 17,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsame Spitze, 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sacrifice to Venus (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Kein Intro, kein langes Gefackel – “The Grave” ballert Dir ohne Umschweife ein volles Brett in die Fresse. Allerdings wird man dann vom Refrain in eine andere Dimension katapultiert. Eigentlich ein Markenzeichen der Bulls – doch auf diesem Album haben sie härtetechnisch noch einmal eine ganze Schippe draufgelegt. Ruhige Momente gibt es fast ausschließlich nur noch in den Refrains. So ist auch der vorab veröffentlichte Song „Hearteater“ ein Paradebeispiel für den aktuellen Kurs der Band – harte Strophe, teilweise werden Growls eingestreut, gefolgt von einem Erste-Sahne-Refrain.

Die erste Single „Pants Down“ ist zwar partybetont, allerdings fehlt hier der typische melodische Refrain. Im Endeffekt geht das Teil einfach nur pausenlos nach vorn und drückt ohne Ende. Erst „I Wanna Feel You“ bietet eine kurze Verschnaufpause, der Song würde sicher auch im Radio eine gute Figur abgeben. Aber soweit wird es bei unserer Radiolandschaft ja eh nicht kommen.

„Rainbows And Butterflies“ finde ich ziemlich cool, die Nummer macht mit ihrem bekloppten Text einfach nur Laune. „The Way Of The Warrior“ besitzt wiederum einen geradezu epischen Refrain, der im Anschluss von „The Reckoning“ allerdings gnadenlos niedergeknüppelt wird. Was für ein Brett! Sänger Chris kotzt sich hier so richtig aus. Das macht Laune, das macht Spaß – und da werden live Köpfe rollen.

Der starke Mittelteil des Albums wird mit „The Age Of Revolution“ fortgeführt, eine meiner Lieblingsnummern, die sich sofort in die Gehörgänge fräst, und zu der man prima mitsingen kann. Auch hier fällt auf, dass viele Songs sehr live-tauglich sind und vermutlich einige davon in der Setlist der Herbst-Tour landen werden.

Der Titeltrack „Sacrifice To Venus“ ist extrem abwechslungsreich und zählt für mich ebenfalls zu den stärksten Nummern. „Gone Baby Gone“ ist dann der ruhigste Song der Platte, der mich allerdings nicht vollständig überzeugen kann. Allerdings beseitigt „Man Or Mouse“ im Anschluss direkt diesen kleinen Makel. Hier gibt’s erneut ordentlich auf die Glocke, jedoch lässt sich auch dieser Refrain vortrefflich mitsingen. Ein weiterer Live-Kracher. Im direkten Vergleich dazu fällt „Keep On Dreaming“ ein wenig unspektakulär aus, doch abermals folgt direkt im Anschluss ein starker Song: „Behind The Sun“ ist der Schlusspunkt des Albums, und der hat es noch einmal in sich. Ein sehr hypnotischer Song, der teilweise ein wenig zum „Angel Delivery Service“-Album zurückgeht.

Insgesamt verwundert die gebotene Härte schon ein wenig, allerdings ist das in diesem Fall erfreulich, denn genau das hatte ich mir gewünscht. Trotz aller Härte ist das Album äußerst abwechslungsreich, und so gut wie jeder Song bietet einen Erste-Sahne-Refrain mit Schaumkrone und Kirsche obendrauf. Das zähe „Behind The Sun“ als Rausschmeisser bildet einen schönen Kontrast zum schmissigen Grundtenor der Platte. Stark!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4