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Rezensionen verfasst von
Chaldroi (Wien)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Killer Kid
Killer Kid
DVD ~ Anthony Steffen

3.0 von 5 Sternen Erstmalig deutschsprachig und uncut auf DVD, 10. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killer Kid (DVD)
Waffenschmuggler stehlen Waffen aus US Beständen und liefern sie aus Profitgier an Revolutionäre nach Mexiko. Der amerikanische Grenzkommandant will vermeiden dass es durch die illegalen Waffenlieferungen zu diplomatischen Unstimmigkeiten mit Mexiko kommt. Also wird der US Captain Morrison (Anthony Steffen) beauftragt der Sache nachzugehen. Unter der Identität des inhaftierten und unter dem Namen Killer Kid bekannten Killers Chamaco macht er sich ins amerikanisch-mexikanische Grenzgebiet auf. Er schließt sich dort einer unter der Führung von El Santo stehenden Rebellengruppe an, die mittlerweile im Besitz der Waffen ist, mit dem Ziel die Waffen zu zerstören. Vilar (Fernando Sancho), rechte Hand von El Santo, und die Revolution zur persönlichen Bereicherung nutzend, misstraut dem Amerikaner, während sich El Santos Tochter Mercedes in diesen verliebt. Während Morrison versucht seinen Auftrag durchzuführen wird er immer mehr in die Auseinandersetzungen der kleinen Revolutions-Gruppe mit den mexikanischen Regierungstruppen unter Kommando des sadistischen Ramirez (Giovanni Cianfriglia) verstrickt.

Italo-Western von Leopoldo Savona (Spiel dein Spiel und töte, Joe) aus dem Jahr 1967. Killer Kid, deutschsprachig auch unter Chamaco bekannt, ist eigentlich kein klassischer Revolutionswestern, vielmehr dient ihm diese eher als Rahmenhandlung, denn als politisches Statement.

Der Film sympathisiert mit den Revolutionären, es fällt daher lange Zeit schwer sich mit dem eigentlich als positiven "Held" konzipierten Morrison zu identifizieren, da dessen Ziel es ja ist, die Waffen zu zerstören. Die Liebesgeschichte zwischen Morrison und Mercedes wirkt ein wenig aufgesetzt und findet wohl nur deswegen statt weil sie im Drehbuch steht.

Gut gelaunt spielt Fernando Sancho seine Rolle als rechte Hand des Rebellenführers, der skrupellos die Revolution zur eigenen Bereicherung nutzt, dazwischen aber mit seinem Schicksal und zu wenig Anerkennung hadert, und letztlich doch noch zur Revolution zurückfindet.

Insgesamt ist Killer Kid ein Italo-Western im Genre-Durchschnitt, mit unerwarteten Härten im Finale, wenn Gefangene von den "Guten" einfach exekutiert werden.

Von KOCH-MEDIA im Jahr 2008 erstmalig und uncut als DVD veröffentlicht. Restaurierte Szenen in italienisch mit deutschen Untertiteln. Dem Alter des Films entsprechend gute Bild- und Tonqualität. Innenumschlag der DVD-Packung beinhaltet wieder Informationen in gewohnter Koch-Media Qualität.

DVD Extras:
*Gespräch mit Anthony Steffen (10 Minuten) in italienisch mit englischen Untertiteln. Nicht sonderlich aufregend.
*Italienischer Trailer
*Bildergalerie
*deutscher und italienischer Ton

Resümee: Ein bislang deutschsprachig auf DVD unveröffentlichter Italo-Western aus dem Jahr 1967 mit Anthony Steffen in der Hauptrolle. Dem Alter des Films entsprechend gute Bild- und Tonqualität. Obwohl eher nur Genredurchschnitt ist der Film für Italo-Western-Fans durchaus ansehenswert.


Krieg der Götter
Krieg der Götter
DVD ~ Henry Cavill
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 9,96

104 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Optisch opulente, gewalttätige Auslegung der griechischen Mythologie, 6. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Götter (DVD)
Basis der Rezension ist die mir vorliegende Blu-Ray, ich gehe im Text aber auch auf die Unterschiede zur DVD-Fassung ein.

Vor langer Zeit herrschte Krieg unter den Unsterblichen. Die Sieger erklärten sich zu Göttern und herrschten von nun an vom Olymp über die Welt. Die Verlierer, die Titanen, wurden auf ewig im Tartarus gefangen. König Hyperion ist verbittert seitdem Frau und Kind von einer Krankheit dahingerafft wurden und die Götter dies trotz inniger Fürbitte nicht verhinderten. Nun will er sich an den Göttern des Olymp rächen. Dazu will er die im Tartarus gefangenen Titanen befreien, denn nur diese haben die Macht die olympischen Götter zu stürzen. Um die Titanen zu befreien benötigt er den legendären Epeiros-Bogen auf dessen Suche er mit seiner grausamen Armee halb Griechenland verwüstet. Die Götter sollen sich einem alten Gesetz nach nicht persönlich in die Geschicke der Menschen einmischen. So wird von Zeus der unerschrockene Theseus erwählt um die Menschen gegen Hyperion zu führen.

Regisseur Tarsem Singh (The Cell, The Fall) präsentiert hier seine Vision der griechischen Mythologie. Er tut dies in seiner ihm eigenen opulenten Bildsprache. Üppige Farbgebung, fantastisch fantasievolle Ausstattung, Zeitlupe, ergeben eine sich durch (fast) den gesamten Film ziehende beeindruckende Bildsprache. Die Charakterentwicklung bleibt dabei jedoch ein klein wenig hinter den Möglichkeiten zurück. Man begleitet Henry Cavill als Theseus samt seinen Begleitern bei ihrer Aufgabe, kommt aber gar nicht so richtig dazu mit ihnen mitzufühlen. Etwas anders ist das schon beim von Mickey Rourke verkörperten Hyperion der eine verstörend gewalttätige Präsenz zeigt. Luke Evans ist ein kraftvoller autoritärer Zeus, weit abseits des Klischees vom rauschebärtigen gütigen Göttervater.

Wie stellt man die olympischen Götter optisch dar? Tarsem Singh steckt ihre perfekt modellierten Körper in goldfarbene Fantasierüstungen. Die Titanen hingegen haben mit ihrer aschefarbenen Haut und rötlicher Bekleidung eine bedrohlich nichtmenschliche Aura.

Der Film folgt nicht direkt der klassischen griechischen Mythologie. Vielmehr hat Tarsem Singh Ereignisse und Personen der Mythologie lose zu einer (neuen) Geschichte zusammengefügt. Es finden sich Elemente der Minotaurus-Sage und der Titanomachie (Krieg der Göttergeschlechter der Titanen und der späteren Olympiern unter Führung von Zeus), sowie der Geschichten von Theseus, einem der berühmtesten Helden der griechischen Mythologie. Hyperion war in der griechischen Mythologie übrigens kein König, sondern selbst ein Titan. Auch war es den Göttern nicht verboten sich in die Geschicke der Menschen einzumischen. Die Götter der Griechischen Mythologie haben sich liebend gerne - wenn auch meist in Verkleidung - in die Geschicke der Menschen eingemischt.

Tarsem Singh erzählt seine Geschichte nicht nur optisch opulent, sondern auch sehr gewalttätig. Er geht hier keine Kompromisse ein, der "Krieg der Götter" ist alles andere als ein romantisch verklärter Abenteuerfilm. Vor allem die Grausamkeit von Hyperion und dessen Handlanger ist oft verstörend.

Wenn Zeus dann mit einer handvoll olympischer Götter gegen die Titanen antritt, dann gehört das zu den beeindruckendsten und beklemmendsten - vor allem aber gewalttätigsten - Kampfszenen die seit langem im Kino zu sehen waren. Man sieht entfesselte olympische Götter die bereit sind kompromisslos und mit äußerster Aggressivität ihre Vormachtstellung gegen die Titanen zu verteidigen. Der Kampf ist derart brutal - Körper werden zermatscht oder auseinander geschlagen - dass man fassungslos der Auseinandersetzung folgt und sich wundert dass diese Szenen in einem FSK 16 (!) Film nicht einer Zensur zum Opfer fielen. Aber auch die Choreografie des finalen Kampfes zwischen Theseus und Hyperion ist beeindruckend und die Auseinandersetzung in einer Härte die man selten zuvor gesehen hat.

Insgesamt ein vor allem visuell beeindruckender Abenteuerfilm für Erwachsene, der jedoch aufgrund seiner düsteren gewalttätigen Inszenierung nicht jedermann gefallen wird.

Den Hinweis "von den Machern von 300" mit dem der Film beworben wird finde ich nicht passend, da er falsche Erwartungen weckt.

Die Blu-Ray wird mit Wendecover angeboten und hat umfangreiche Extras:
*Deleted Scenes - recht interessant
*Alternativer Anfang, zwei alternative Enden. Wobei dies nicht nur kurze Variationen sind, sondern sehr umfangreiches alternatives Material. Alleine der alternative Anfang ist gegenüber der Kinofassung um etwa zehn Minuten länger!
*Spezial (20 Min.)
*Mythos (5 Min.)
*div. Trailer
*Interviews (19 Min.)
*Blick hinter die Kulissen (3 Min.)

Die DVD hat kein Wendecover und gegenüber der Blu-Ray reduzierte Extras. Z.B. fehlen die Deleted Scenes sowie der alternative Anfang und die zwei alternativen Enden.

Sowohl Blu-Ray als auch DVD sind ungekürzte Fassungen!

Resümee: Regisseur Tarsem Singh (The Cell, The Fall) präsentiert hier seine Vision der griechischen Mythologie. Er tut dies in seiner ihm eigenen opulenten Bildsprache. Die Charakterentwicklung bleibt dabei jedoch ein klein wenig hinter den Möglichkeiten zurück. Der Film folgt nicht direkt der klassischen griechischen Mythologie. Vielmehr hat Tarsem Singh Ereignisse und Personen der Mythologie lose zu einer (neuen) Geschichte zusammengefügt. Die Geschichte ist nicht nur optisch opulent, sondern auch sehr gewalttätig. Höhepunkt ist zweifellos die Auseinandersetzung der olympischen Götter mit den Titanen mit den beeindruckendsten und auch gewalttätigsten Kampfszenen die seit langem im Kino zu sehen waren. Ein vor allem visuell beeindruckender Abenteuerfilm für Erwachsene, der jedoch aufgrund seiner düsteren gewalttätigen Inszenierung nicht jedermann gefallen wird.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2012 3:02 PM MEST


PLAYMOBIL 4164 - Adventskalender Piraten-Schatzhöhle
PLAYMOBIL 4164 - Adventskalender Piraten-Schatzhöhle
Wird angeboten von E+E Spielwaren GmbH
Preis: EUR 17,50

43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Piratenschatz, 10. November 2011
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
"In der Felshöhle der geheimnisvollen Insel verbirgt sich ein sagenumwobener Goldschatz. Ausgerüstet mit schwimmendem Ruderboot und Schatzkarte machen sich die beiden Piraten auf die Suche." Mit diesen Worten bewirbt Playmobil seinen Adventskalender. Er ist passend zur Piraten-Serie und gut ausgestattet mit:

*Pirat und Schiffsjunge
*Geisterpirat und Skelett
*bunte Kristalle, die vor allem im Licht schön funkeln
*kleines mehrköpfiges Seeungeheuer
*kleines Ruderboot
*Palme mit Hängematte
*Piratenkanone
*Schatztruhe
*Gold-Nuggets und Edelsteine
*Knochen und jede Menge Krimskrams
*einem Dioramateil aus Pappe. Dieser ist in einigen Elementen an die Abenteuerschatzinsel (Playmobil 5134) angelehnt. Mit Strandbereich, Lagune, Höhle mit mehreren Zugängen, hügeligen Goldversteck ist er vielseitig verwendbar. Der Zusammenbau des Papp-Dioramas dauert etwa 10 Minuten, geschickte Bastler sind wohl etwas schneller.

Der Adventkalender wird in erster Linie Buben ansprechen. Mehr für Mädchen geeignet ist wohl der Adventskalender Prinzessinnen-Hochzeit (Playmobil 4165).

Musste man in früheren Jahren den Adventskalender noch mühsam selbst zusammenbauen und befüllen, so ist schon ab der 2010er Ausgabe alles schon fertig vorbereitet. Der Kalender muss nur noch aufgestellt oder aufgehängt werden. Eine deutliche Vereinfachung!

Dem Adventskalender fehlt zwar eine "spektakuläre" Beigabe (wie z.B. der Prinzessinnen-Hochzeit - Playmo 4165 - mit einem Brautschleier aus echtem Stoff mit eingewebten Ornamenten, oder dem Drachenland - Playmo 4160 - mit einem kleinen roten Drachen), er ist aber dennoch gut bestückt und ich halte den Preis für den gebotenen Inhalt zum Zeitpunkt der Rezension für durchaus angemessen.

Zwei Dinge finde ich nicht so gut:
*Playmobil hätte dem 24. ruhig ein größeres Fensterchen spendieren können. In den Tagen meiner Kindheit war es so, dass beim Adventkalender das Kästchen des 24. das größte war. Hier beim Playmobil Adventkalender ist es mit einer mittleren Größe nur eines von vielen. Der Inhalt - mehrere zum Piratenschatz gehörende große Gold-Nuggets - mag wohl nominell der wertvollste sein, aber durch das unauffällige Fenster wird ihm viel seiner Bedeutung genommen.
*Im Set ist eine gar nicht so kleine Spinne enthalten. Unter einem flüchtigen Blick wirkt diese durchaus echt. Viele Kinder empfinden das vielleicht cool. Trotzdem, so eine Beigabe müsste nicht sein, denn es gibt wahrscheinlich mehr Menschen als man denkt die an einer Spinnenphobie leiden.

Resümee: Ein Playmobil-Adventskalender der in erster Linie Buben ansprechen wird. Insgesamt gut ausgestattet. Mit einem schönen Papp-Diorama das in einigen Elementen an die Abenteuerschatzinsel (Playmobil 5134) angelehnt und vielseitig verwendbar ist. Was ich nicht so gut finde, dass im Set eine Spinne enthalten ist, nichts für Leute mit Spinnenphobie. Das Kästchen zum 24. ist leider nicht besonders auffällig geraten.


PLAYMOBIL 4165 - Adventskalender Prinzessinnen-Hochzeit
PLAYMOBIL 4165 - Adventskalender Prinzessinnen-Hochzeit
Wird angeboten von Toys World Spielwaren (Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 19,99

29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prinzessinnen-Hochzeit im Schloss, 6. November 2011
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
"Traumhochzeit im Schloss: Im Brautkleid mit Schleier schreitet die Prinzessin aus dem Ankleidezimmer in den Festsaal, wo der Prinz schon aufgeregt wartet. Der König schenkt dem Paar eine Truhe mit Goldmünzen und nach der Trauung wird die Hochzeitstorte angeschnitten. Ein unvergesslicher Tag!" Mit diesen Worten bewirbt Playmobil seinen Adventskalender. Er ist passend zur Serie Prinzessinnenschloss und gut ausgestattet mit:

*einer liebevoll gestaltete Prinzessin mit schönem Brautschleier und Brautstrauß
*einem jungen Prinzen als Bräutigam
*einem König als Brautvater mit Heiratsurkunde
*einem kleinen Mädchen als Brautjungfer, mitsamt Tablett auf dem die Eheringe ruhen
*einem edel geschmücktes Pferd
*Truhe mit vielen Goldmünzen
*Kommode mit Spiegel
*Hochzeitstorte
*einer weißen Taube
*Blumenkorb und weiterem Kleinod
*Dioramateil aus Pappe (kleines Schlösschen) eignet sich zum Abhalten der Hochzeitsfeierlichkeiten und weiterer Aktivitäten.

Als hervorhebenswerten Mehrwert des Adventkalenders erachte ich drei Dinge:
*Der Brautschleier der Prinzessin ist aus echtem Stoff, mit schönen Ornamenten ausgeführt, und verleiht der Braut noch mehr Eleganz.
*der Dioramateil aus Pappe ist vom Stil her an das Prinzessinnenschloss (Playmobil 5152) angelehnt und vielseitig verwendbar gestaltet. Er bietet mit Vorhof, mehreren Zugängen, einem Ankleideraum sowie begehbarer Terrasse interessante Spielmöglichkeiten. Der Zusammenbau des Papp-Dioramas dauert, je nach dem ob man recht geschickt oder lediglich normal begabt ist, zwischen 5-15 Minuten.
*ein kleiner Ring mit einem herzförmigen "Rubin" der auf zarte Kinderhände passt.

Obwohl der Adventskalender wohl in erster Linie Mädchen ansprechen wird, so lässt sich die Prinzessinnen-Hochzeit durchaus auch für Buben als friedliche Ergänzung für deren Ritter-Welten verwenden.

Musste man in früheren Jahren den Adventskalender noch mühsam selbst zusammenbauen und befüllen, so ist schon ab der 2010er Ausgabe alles schon fertig vorbereitet. Der Kalender muss nur noch aufgestellt oder aufgehängt werden. Eine deutliche Vereinfachung!

Ich halte den Adventskalender für verhältnismäßig preiswert. Im Kalender enthaltene vergleichbare Artikel würden einzeln gekauft mehr kosten. Alleine der zum Zeitpunkt der Rezension separat erhältliche Playmobil Artikel 6238 "Königliches Hochzeitspaar" kostet schon die Hälfte des Adventskalenders, ist aber nicht ganz so schön ausgeführt.

Erfreulich ist auch, dass das Kästchen des 24. auch das größte ist, was bei Playmobil Adventskalendern nicht selbstverständlich ist.

Resümee: Ein Playmobil-Adventskalender der wohl in erster Linie Mädchen ansprechen wird, aber durchaus auch für Buben als Ergänzung für deren Ritter-Welten interessant sein könnte. Insgesamt gut ausgestattet. Mit einem schönen Papp-Diorama das vom Stil her an das Prinzessinnenschloss (Playmobil 5152) angelehnt und vielseitig verwendbar gestaltet ist. Besonders hervorzuheben ist die hübsch gestaltete Prinzessinnen-Braut mit einem Brautschleier aus echtem Stoff mit eingewebten Ornamenten! Als Beigabe gibt es ferner einen kleinen Ring mit einem herzförmigen "Rubin" der auf zarte Kinderhände passt.


PLAYMOBIL 5104 - Feuerhüter mit LED-Feuerfels
PLAYMOBIL 5104 - Feuerhüter mit LED-Feuerfels
Wird angeboten von PHOENIX
Preis: EUR 3,84

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feuerhüter mit "echtem" Lagerfeuer, 16. Oktober 2011
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
"Während die Steinzeitmenschen auf die große Mammutjagd gehen, überwacht der Feuerhüter mit aufmerksamem Blick das laut knisternde Lagerfeuer. Keine Sekunde darf er die Feuerstelle aus den Augen lassen, denn nichts ist für die Steinzeitmenschen kostbarer als das Feuer." So beschreibt Playmobil den Feuerhüter aus der neuen Serie "Steinzeit".

Der Feuerhüter stellt auch optisch eine wichtige Figur in der neuen Steinzeit-Welt dar. Neben der obligatorischen Fellbekleidung trägt er eine Fellmütze mit einer Art prähistorischem Hirschgeweih, hat eine Gesichtsbemalung und als wichtigstes Utensil eine aus einem langen Ast bestehende primitive Fackel mit üppig loderndem Feuer. Der Feuerhüter ist in der üblichen Playmobil Qualität.

Das Highlight ist aber zweifellos das recht große Lagerfeuer. Es ist dies ein elektronisches Gimmick. Die dafür benötigten 2x 1,5-V-Micro-Batterien sind direkt im Lagerfeuer untergebracht. Mit einem kleinen Knopf kann man das Lagerfeuer aktivieren. Einmal aktiviert leuchtet das Lagerfeuer eine volle Minute lang. Genau genommen leuchtet es nicht bloß, sondern es läuft richtiggehend ein Programm ab das alle Phasen eines Lagerfeuers durchläuft. Anfangs schwach flackernd, dann helle bzw. hellgelb-rötlich brennende Flammen und schließlich immer mehr in eine rötliche Glut übergehend. Das ist sehr nett anzusehen und nicht nur bei Dämmerung sehr stimmig. Bei genauem Hinsehen kann man zwar einzelnen Leuchtdioden erkennen, das mindert aber nicht den guten Eindruck.

Die für das Lagerfeuer benötigten Batterien sind NICHT in der Packung enthalten! Das ist zwar auch auf der Packung vermerkt, ich erwähne es aber trotzdem.

Resümee: Playmobil hat nun die Steinzeit entdeckt. Der Feuerhüter ist eine der neuen Figuren und in der üblichen Playmobil Qualität. Das Highlight ist zweifellos das recht große Lagerfeuer als batteriebetriebenes (Batterien NICHT im Lieferumfang enthalten) elektronisches Gimmick. Es werden eine Minute lang alle Phasen eines Lagerfeuers simuliert, vom ersten aufflackern über lichterloh brennend bin hin zur immer kleiner werdenden roten Glut. Sehr nett anzusehen und sehr stimmig.


Der letzte Tempelritter
Der letzte Tempelritter
DVD ~ Nicolas Cage
Preis: EUR 5,55

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tempelritter mit Österreichbezug, 25. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Tempelritter (DVD)
14. Jahrhundert. Erschöpft und angewidert vom Kämpfen und Töten während des Kreuzzuges flüchten Behmen von Bleibruck und sein Kampfgefährte Felson aus dem Heiligen Land. Zurück im gerade von der Pest heimgesuchten Europa werden sie deswegen gefangen genommen. Kardinal D'Ambroise stellt eine Begnadigung in Aussicht wenn sie, mit dem Priester Debelzaq und einigen anderen Gefährten, eine der Hexerei beschuldigte junge Frau, in eine entfernte Abtei bringen. Nur dort soll es möglich sein mit Hilfe eines heiligen Buches einen Ritus zu vollziehen mit dem die Kraft der angeblichen Hexe gebrochen werden kann. Sie wird nämlich für das Aufkommen der Pest verantwortlich gemacht und deswegen auch die Schwarze Hexe genannt. Die Reise verläuft nicht ohne Komplikationen und nicht alle werden das Ziel, an dem sich erst die wirkliche Bedrohung offenbart, lebend erreichen.

Weit spannt sich der Bogen von den Kreuzzügen, zu Pest und Hexenverfolgung. Von allem ein bisschen aber doch sehr an der Oberfläche bleibend, was letztlich Atmosphäre und Spannung kostet. Die Schlachten der Kreuzzüge wirken ein wenig steril, ebenso die Effekte in der finalen Auseinandersetzung. Trotz namhafter Schauspieler wie Nicolas Cage, Ron Perlman und Christopher Lee in einem kleinen Auftritt von als von der Pest entstelltem Kardinal, ein eher durchschnittlicher Film der das Potential das in ihm steckt nicht nutzt.

Der Originaltitel "Season of the Witch" beschreibt den Film übrigens viel authentischer als der deutschsprachige Titel "Der letzte Tempelritter", den es genau genommen gar nicht gibt. Die Tempelritter wurden bereits 20 Jahre vor Handlungsbeginn des Films im Jahr 1312 aufgelöst, zudem trägt Bleibruck auf seinem Waffenrock das schwarze Kreuz des Deutschen Ritterordens. Die Tempelritter hingegen hatten ein rotes Kreuz.

Aber trotz aller zuvor geäußerter Kritik ein Film den man sich einmal ansehen kann. Der zwar keinen Tiefgang aber zumindest ein kurzweiliges Filmvergnügen bietet.

Für Filmfreunde mit Österreichbezug interessant: Eine Anfangsszene in der Hexen gerichtet werden spielt zumindest dem Namen nach in Villach. Die Steiermark erstreckt sich bis zur Küstengegend mit Klippen und tosendem Meer (!?). Wirklich gut und stimmungsvoll in Szene gesetzt ist die in der Nähe von Wien gelegene Burg Kreuzenstein als mittelalterlicher Sitz des Kardinals. Auch wurde ein Teil der Außenaufnahmen in Österreich gedreht.

Bild und Ton der DVD sind dem allgemeinen technischen Standard entsprechend.

DVD Extras:
*Interviews mit Cast & Crew
*Ausschnitt aus Dreharbeiten, ca. 5 Min.
*Deutscher Trailer
*div. sonstige Trailer

Resümee: Eine im 14. Jahrhundert spielende Geschichte über eine angebliche Hexe deren Kräfte in einer fernen Abtei mit Hilfe eines heiligen Buches gebrochen werden soll und deren Handlungsbogen sich von den Kreuzzügen zu Pest und Hexenverfolgung spannt. Das Potential das in der Story steckt wird trotz namhafter Schauspieler nicht genutzt. Trotz allem ein kurzweiliges Filmvergnügen, aber halt ohne Tiefgang. Für Filmfreunde mit Österreichbezug interessant, dass u.a. die in der Nähe von Wien gelegene Burg Kreuzenstein als Sitz des Kardinals sehr gut und stimmungsvoll in Szene gesetzt wurde.


Drei gegen Sacramento
Drei gegen Sacramento
DVD ~ Richard Harrison

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Italo-Western aus der Prä-Leone Ära, 13. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drei gegen Sacramento (DVD)
Im amerikanisch-mexikanischen Grenzland leben die mexikanischen Geschwister Elisa und Manuel mit ihrem Vater auf einer kleinen Ranch abseits einer kleinen texanischen Stadt. Sie schürfen dort erfolgreich nach Gold und haben ein kleines Vermögen im Haus versteckt. Eines Tages überfallen drei Maskierte die Ranch, töten den Vater und rauben das Gold. Dies passiert just zu jenem Zeitpunkt als nach Jahren der Abwesenheit Ricardo, der Adoptivsohn, wieder heimkehrt. Ricardo wird allgemein Gringo genannt, da er amerikanischer Abstammung ist. Er hat im mexikanischen Bürgerkrieg gekämpft und ist nun des Kämpfens müde. Gringo, Elisa und Manuel versuchen nun die Mörder ihres Vaters zu finden, was ihnen letztlich auch gelingt. Am Ende stehen sich Gringo und der gefährlichste der Mörder auf der staubigen Hauptstraße der Stadt zum Duell gegenüber.

Einer der allerersten Italo-Western (1963), noch aus der Prä-Leone Ära. Inszenierung ist zwar noch an amerikanischen Vorbildern orientiert, es werden aber schon typische Italo-Western Themen wie z.B. der mexikanische Bürgerkrieg aufgegriffen. Sehr gut fotografiert, was nicht zu verwundern braucht, ist doch Massimo Dallamano - Leones Kameramann für Eine Handvoll Dollar und Für ein paar Dollar mehr - dafür verantwortlich. Die Filmmusik stammt von Morricone (hier unter seinem Pseudonym Dan Savio), dem man in diesem Film seine spätere Meisterschaft aber noch nicht anmerkt.

Der Film liegt in seiner ursprünglichen Länge vor. In Deutschland lief bisher eine um 10 Minuten kürzere Fassung. Exakt in der Mitte des Films gibt es dafür 10 Minuten nur italienischen Ton, für den auch keine Untertitel eingeblendet werden können.

Film liegt nur im 4:3 Format vor. Das Bild ist für das Alter des Films erstaunlich gut. Auch der Ton ist akzeptabel.

Die DVD Ausstattung ist mit Kapitelwahl und nur deutschem Ton recht spartanisch. Es gibt noch eine Bildergalerie, die mit dem gezeigten Film jedoch nichts zu tun hat.

Insgesamt ein solider Genrebeitrag aus der Prä-Leone Ära der gut unterhält. DVD Ausstattung und Film bewerte ich mit starken ***Sternen

Resümee: Einer der allerersten Italo-Western (1963), noch aus der Prä-Leone Ära. Noch an amerikanischen Vorbildern orientiert, es werden aber schon typische Italo-Western Themen aufgegriffen. Von Massimo Dallamano (später für Leone tätig) gut fotografiert. Die Filmmusik stammt von Morricone, dem man in diesem Film seine spätere Meisterschaft aber noch nicht anmerkt. Insgesamt ein solider Genrebeitrag der gut unterhält.


Django - Melodie des Todes
Django - Melodie des Todes
DVD ~ George Hilton
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Melodie in Blei, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Django - Melodie des Todes (DVD)
Die drei Brüder Ward haben rund um eine Kleinstadt bereits das ganz Land aufgekauft. Geld und Einschüchterung waren starke Verkaufsargumente. Nur Reverend McGregor widersetzt sich allen Angeboten, er will keinesfalls an Gauner verkaufen. Unterstützt und beschützt wird er von Django, dessen Ziehvater er ist. Obwohl mit der Bibel aufgewachsen ist Django ein schneller und guter Schütze der zudem eine Schwäche für Frauen hat. Schließlich wird ihm ein Mord angehängt und er landet im Gefängnis. Dort bleibt er aber nicht lange. Mit Hilfe des dort ebenfalls inhaftierten Banditen Meredith kann er fliehen. Er schließt sich dessen Bande an. Unterdessen nützen die Brüder Ward die Abwesenheit Djangos und beseitigen Reverend McGregor. Als Django davon erfährt schwört er, dem Wunsche seines Ziehvaters folgend, den Wards zu vergeben. Danach will er sie aber töten.

Italo-Western von Giovanni Fago aus dem Jahr 1968 der ursprünglich Django - Melodie in Blei hieß. Der von George Hilton verkörperte Django heißt im Original Johnny King. Sergio Corbuccis Django war ein höchst populärer und erfolgreicher Italo-Western. Speziell im deutschsprachigen Raum wurde daher vielen Italo-Western der Name Django in den Titel gedichtet um deren Chance bei Publikum und somit an der Kinokasse zu erhöhen. Der von Gerard Herter verkörperte Ernest Ward ist ein besonders fieser Zeitgenosse, ein Killer der Marke Großwildjäger, dem das Jagen und Töten Spaß macht.

Der Film gliedert sich grob in drei Teile. Nach einer recht ernsten Einführung entwickelt sich der Film auf einmal Richtung Klamauk mit einer Saloonschlägerei a la Terence Hill & Bud Spencer bei der Django sogar als Bartänzerin verkleidet mitwirkt. Dann folgt eine längere Episode in der sich Django seinem neuen Kumpel Meredith und seiner Bande anschließt und sie gemeinsam eine Bank ausrauben. Und schließlich der dritte Teil in dem Django vom Ableben seines Ziehvaters erfährt und seine Rache beginnt. In diesem Teil präsentiert sich der Film als ausgesprochen harter und gut inszenierter Italo-Western.

Die Filmmusik von Nico Fidenco ist sehr ansprechend.

Die Bildqualität der DVD ist besseres VHS Niveau, die Tonqualität akzeptabel aber nicht berauschend. Die deutsche Synchronisation ist ein wenig schlampig, so wird z.B. George Hilton dazwischen schon auch mal mit Johnny angesprochen.

DVD Ausstattung ist spartanisch:
*Deutscher und englischer Ton, keine Untertitel
*Kapitelwahl
*kurze Bildergalerie

Etwas uneinheitlich inszenierter Italo-Western der sich lange Zeit nicht zwischen Klamauk und Härte entschließen kann und der leider in nicht besonders guter Bildqualität vorliegt. Aufgrund der ansprechenden Filmmusik von Nico Fidenco und des sehr abwechslungsreich und gut inszenierten Schlussteils letztlich ein Italo-Western im Genredurchschnitt.

PS: Es gibt von X-CESS Entertainment unter Django - Melodie in Blei als FSK 18 Fassung eine "Uncut Western Collector's Edition" mit etwa einer Minute längerer Laufzeit. Soweit ich es beurteilen kann nur Dialog- und Szenenverlängerungen.

Resümee: Italo-Western von Giovanni Fago aus dem Jahr 1968. Mit George Hilton als Django und Gerhard Herter als fieser Gegenspieler. Etwas uneinheitlich inszenierter Italo-Western der sich lange Zeit nicht zwischen Klamauk und Härte entschließen kann, aber aufgrund des sehr abwechslungsreich und gut inszenierten Schlussteils letztlich noch im Genredurchschnitt liegt und für Italo-Western-Fans somit durchaus ansehenswert ist. Leider keine besonders gute Bildqualität.


Ein Stoßgebet für drei Kanonen
Ein Stoßgebet für drei Kanonen
DVD ~ George Hilton
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 9,49

2.0 von 5 Sternen Gauner gegen Gauner, 7. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Ein Stoßgebet für drei Kanonen (DVD)
Drei Gauner (Steel Downey, Chattanooga Jim und Fidel Ramirez), in der Armee der Südstaaten dienend, verhalten sich nicht sonderlich patriotisch und beklauen sogar die eigenen Leute. Sie werden geschnappt und zum Tode verurteilt. Zur gleichen Zeit wird der Südstaaten-Major Lloyd beauftragt in Mexiko Waffen einzukaufen. Dazu wird ihm eine Ladung Gold anvertraut. Er kauft aber keine Waffen, sondern bemächtigt sich mit seinen Leuten des Goldes. Das Todesurteil gegen die drei Gauner wird ausgesetzt und ihnen Begnadigung in Aussicht gestellt, wenn sie das geraubte Gold zurück und Major Lloyd zur Strecke bringen. Ihnen zur Seite gestellt wird Lieutenant Logan, der sowieso im Verdacht steht ein Spion der Nordstaaten zu sein. Es bleibt den Gaunern nichts anderes übrig als den Auftrag anzunehmen. Die Sache wird kompliziert, da sich auch noch die mexikanische Bande von El Primero für das Gold interessiert.

Italo-Western von Nando Cicero aus dem Jahr 1967. Die Rollen sind mit vielen Italo-Western Bekannten besetzt, z.B. George Hilton, George Martin, Jose Bodalo und Gerard Herter. Richtig überzeugen kann der Film leider trotz allem nicht. Die Story erschöpft sich vereinfacht gesagt darin, dass die "Helden", die selbst Gauner sind, eine Unmenge an anderen Gaunern umbringen. Erschwerend dazu kommt, dass die deutsche Synchronisation sehr viele lustig sein wollende Dialoge einstreut, beispielhaft beim Öffnen eines Tresors, "wirst das schon aufbeißen, hast ja die neuen Zähne mit." Eine ernsthaftere Synchronisation hätte dem Film sicher gut getan, da er ursprünglich nicht als Klamauk-Western gedreht wurde.

So sehr die Story eher lau umgesetzt ist, die Kameraarbeit ist hingegen recht gelungen. Die Filmmusik ist guter Italo-Western Durchschnitt.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist sehr gut.

DVD Ausstattung ist spartanisch:
*Deutscher und italienischer Ton, keine Untertitel
*Filmographien von Regisseur und Hauptdarstellern (mit zur jeweiligen Filmographie nicht immer passenden Bildern)

Aufgrund der eher lauen Umsetzung der Story, sowie der für einen harten Italo-Western unpassenden gewollt lustig sein wollenden Synchronisation bewerte ich den Film als doch unter dem Genreschnitt liegend mit nur **Sternen. Für Filmfreunde die Spaß an eher lässig inszenierten Italo-Western mit nahe am Klamauk liegenden Dialogen haben, würde ich den Film mit ***Sternen bewerten.

Resümee: Italo-Western von Nando Cicero aus dem Jahr 1967. Trotz guter Besetzung weiß der Film nicht so recht zu überzeugen. Leider streut auch die deutsche Synchronisation bei diesem eigentlich harten Italo-Western viele lustig sein wollende Dialoge ein. Positiv erwähnt sei die gelungene Kameraarbeit. Bild- und Tonqualität der DVD ist sehr gut, die Ausstattung hingegen spartanisch. Eher ein Film für Kompletisten unter den Italo-Western Sammlern.


13 Assassins
13 Assassins
DVD ~ Kôji Yakusho
Preis: EUR 4,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zeit ist gekommen um für etwas Großes zu sterben ..., 7. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: 13 Assassins (DVD)
"Der Weg eines Samurai ist vorgegeben. Lebe in Ehre und zeige niemals Furcht."

Japan, irgendwann zur Zeit des Tokugawa-Shogunats, eine lang andauernde Periode des Friedens. Dies könnte allerdings empfindlich gestört werden. Denn Fürst Naritsugu, der Halbbruder des Shogun, steht kurz vor der Berufung in den Ältestenrat. Er würde das Land zweifelsohne in Krieg und Chaos führen. Denn er vergewaltigt, foltert und tötet völlig ungehemmt und zeigt großes Interesse das Land aus purer Lust in kriegerische Auseinandersetzungen zu führen. Als Halbbruder des Shogun ist er aber unangreifbar und für sein Wirken nicht zur Rechenschaft zu ziehen. Um Unheil vom Land fernzuhalten herhält der Samurai Shinzaemon von Odo aus dem Ältestenrat, dem selbst die Hände gebunden sind, den Auftrag Fürst Naritsugu zu töten. Die Zeit eilt aber, denn wirklich angreifbar ist dieser nur während seiner jährlichen Reise aus Edo zurück in sein Fürstentum, und diese steht unmittelbar bevor. In der kurzen verbleibenden Zeit versammelt Shinzaemon eine Gruppe von Samurai, Ronin und einem Herumtreiber, und sie stellen dem Fürsten in einem kleinen unscheinbaren Dorf eine Falle. Beschützt wird Fürst Naritsugu von einer riesigen Anzahl von Kriegern die vom Samurai Hanbei, mit dem Shinzaemon seit Jugendtagen freundschaftlich verbunden ist, angeführt werden.

"Ein Samurai zu sein ist manchmal schon eine ziemliche Last." (Shinzaemon Shimada)

Eigentlich ist dies ein Remake des gleichnamigen Samuraifilms von Eiichi Kudo aus dem Jahr 1963. Gedreht hat diese Neuinterpretation der japanische Regisseur Takashi Miike (Audition, Visitor Q, Ichi the Killer, Sukiyaki Western Django, und viele andere) der ein sehr vielschichtiger Filmemacher ist und dessen Filme sich oft durch exzessive Gewaltszenen auszeichnen.

Wer "fliegende" Schwertmeister a la Hongkong-Kino, oder aufgrund der Inszenierung durch Takashi Miike einen Film erwartet bei dem Blut und Körperteile schon aus der DVD Verpackung quellen, der wird enttäuscht sein. Es ist ein Film in der Tradition japanischer Samurai-Filme wie Die 7 Samurai, Yojimbo oder anderer, etwas modernisiert aufbereitet. Ein klein wenig auch an den Stil von Okami erinnernd. Die Fähigkeiten der Protagonisten wirken realistisch, die Kämpfe sind vor allem in der beeindruckend umgesetzten finalen Auseinandersetzung sehr blutig, brutal und erbarmungslos, und dennoch - obwohl buchstäblich im Blut gewatet wird - nicht selbstzweckhaft überzogen. Es findet sich im Film auch Kritik am Ehrenkodex der Samurai und dem auf starren Regeln basierenden Gesellschaftssystem das Gehorsam und Pflicht über das Gewissen stellt. "Wir wurden als Samurai geboren. Wir fragen nicht nach dem wieso, wir dienen. Das ist unser Schicksal."

Fürst Naritsugu ist als Bösewicht ein sehr interessanter Charakter und ein erschreckendes Portrait eines gefühlskalten Psychopathen. Er vergewaltigt, foltert und tötet völlig ungehemmt. Sein Handeln ist verstörend grausam und es fehlt ihm jegliches Unrechtsbewusstsein. Er fühlt sich Kraft seiner Abstammung und Stellung anderen überlegen, "das Herrschen begünstigt bloß den Herrscher. Ihm zu dienen ist die Vorbestimmung des Volkes." Letztlich ist für ihn alles eine große Belustigung und das finale Gemetzel inspiriert ihn derart, dass er die Ära des Krieges wieder einführen will, sobald er im Ältestenrat berufen ist. Er dankt Shinzaemon für diesen "aufregendsten Tag in seinem Leben".

Anzumerken ist, dass es in Japan zwar eine längere Fassung gibt, diese hier aber keine zensurierte sondern die internationale Fassung des Films ist. Die fehlenden Szenen - etwa 16 Minuten - finden sich (großteils?) in den Extras mit deutschen Untertiteln. Ein paar wenige dieser fehlenden Szenen wären zur Charakter- und Handlungsvertiefung durchaus interessant gewesen, ansonsten beinhalten sie aber keine Handlungsinhalte die dem Film wirklich abgehen. Insbesondere sind es keine Szenen die aufgrund von Gewaltdarstellung fehlen, die sind alle im Film enthalten.

Bild und Ton der DVD sind in Ordnung. Das Titelmenü ist schlicht, aber ansprechend. Die Ausstattung ist allerdings eher mager. Kein Booklet, ein paar Trailer, deleted Scenes, das war es aber auch schon.

Extras:
*Trailer
*Deleted Scenes
*deutsche und japanische Sprachfassungen

Resümee: Von Takashi Miike beeindruckend umgesetztes Remake des gleichnamigen Films aus 1963. Wer "fliegende" Schwertmeister a la Hongkong-Kino, oder aufgrund der Inszenierung durch Takashi Miike einen Film erwartet bei dem Blut und Körperteile schon aus der DVD Verpackung quellen, der wird enttäuscht sein. Es ist ein Film in der Tradition japanischer Samurai-Filme mit einem furiosen finalen Gemetzel das aber nicht selbstzweckhaft überzogen ist. Es findet sich im Film auch Kritik am Ehrenkodex der Samurai und dem auf starren Regeln basierenden Gesellschaftssystem das Gehorsam und Pflicht über das Gewissen stellt. Bild und Ton der DVD sind in Ordnung. Insgesamt für Liebhaber des Samurai-Genres sehr empfehlenswert.


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