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Rezensionen verfasst von
Chaldroi (Wien)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Heute ich... morgen du! Bud Spencer
Heute ich... morgen du! Bud Spencer
DVD ~ Bud Spencer
Wird angeboten von Video & Game (AGB+Widerrufsbelehrung)
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Harter Rache-Italo-Western, 11. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Heute ich... morgen du! Bud Spencer (DVD)
Bill Kiowa (Brett Halsey) war fünf Jahre im Gefängnis. Unschuldig verurteilt für einen Überfall, den in Wahrheit der Schurke Elfego (Tatsuya Nakadai) begangen und ihm in die Schuhe geschoben hat. Elfego hat auch Bills indianische Frau vergewaltigt und getötet.

Rache war Bills einziger Gedanke während der Zeit der Inhaftierung. Täglich hat er in seiner Zelle mit einer hölzernen Revolverattrappe, an der er ein Jahr lang schnitzte, geübt. Aber auch Elfego hat Bill nicht vergessen, und so schickt er ihm nach seiner Entlassung gleich zwei Killer die ihn töten sollen. Sie werden die Begegnung mit Bill nicht überleben, denn dieser ist ein schneller und präziser Schütze.

Bill weiß um die Gefährlichkeit Elfegos, der sich nun mit seinen Comancheros, einer Bande von Deserteuren und indianischstämmigen Halunken, auf Postkutschenüberfälle spezialisiert hat. Um gegen Elfego und seine Bande eine Chance zu haben braucht Bill Männer an seiner Seite "die eiskalt töten können". Er sucht und findet sie im bulligen O'Bannion (Bud Spencer), dem Sheriff Jeff Milton, dem jugendlichen Revolverhelden Bunny Fox, sowie dem Glückspieler Francis Colt Moran (William Berger). Ihnen bietet er jeweils 5.000 Dollar sofort und nochmals soviel nach Erledigung von Elfegos Bande.

Bald ist man Elfego und seinen Comancheros auf der Spur. Doch Elfego ist gerissen und überrumpelt Bill und O'Bannion. Beide werden gefoltert und erst im letzten Moment von den drei anderen Kameraden befreit. Außer sich vor Wut verfolgt Elfego nun Bill und seine Männer. In einem Waldstück kommt es zu einer nächtlichen Auseinandersetzung die nur eine Handvoll von Elfegos Comancheros überlebt. Im Morgengrauen überwältigt Elfego in einem dramatischen Kampf O'Bannion und stellt sich dann Bill zum finalen Duell.

Es ist dies ein harter Rache-Italo-Western von Tonino Cervi aus dem Jahr 1968. Das Cover der DVD ziert ein grimmig dreinblickender Bud Spencer. Und dennoch ist er nicht Hauptdarsteller des Films. Er hat aber eine recht schöne Rolle, abseits seines üblichen Klischees vom starken Haudrauf. Er verliert sogar einen Zweikampf, was wohl in keinem anderen seiner Filme je vorkommt.

In der Hauptrolle spielt Brett Halsey. Weitere bekannte Darsteller sind noch William Berger und Tatsuya Nakadai (Darsteller in Kurosawa Filmen).

Die vorliegende Filmfassung ist FSK 18, es gibt eine neuere Fassung mit FSK 16. Inhaltlich ist kein Unterschied, es wurde der Film im Jahr 2006 lediglich einer neuen FSK Bewertung unterzogen.

Die Tonqualität ist trotz des Alters des Films in Ordnung. Die Bildqualität ist vor allem am Anfang recht schlecht. Für den restlichen Film ist sie zwar nicht mehr schlecht, aber dennoch nicht mehr als gehobenes VHS Niveau.

DVD Ausstattung:
*deutsche Sprachfassung (keiner alternativen Sprachen!)
*Trailer
*Biografien und Interview (nur in Textform!)

Es ist ein sehr geradliniger kurzweiliger Italo-Western den ich mit 3,5 Sternen bewerte. Aufgrund der doch eher schlechten Bildqualität runde ich die Bewertung der DVD auf 3 Sterne ab.

Resümee: Geradliniger und harter Rache-Italo-Western von Tonino Cervi, der sich nicht allzu viel mit Charaktertiefe und Hintergründen aufhält. Was hier ausnahmsweise gar nicht stört. Er ist sehr ansehnlich in Szene gesetzt. Die spätherbstliche Landschaft und die begleitende Filmmusik verleihen eine sehr stimmungsvolle morbide Atmosphäre. Ein mit geringem Budget produzierter sehenswerter Italo-Western. Allerdings leider nicht in optimaler Bildqualität vorliegend.


La Collera Del Vento / Ancora Dollari Per I McGregor / Sartana Nella Valle Degli Avvoltoi
La Collera Del Vento / Ancora Dollari Per I McGregor / Sartana Nella Valle Degli Avvoltoi
Preis: EUR 25,55

3.0 von 5 Sternen Filmmusik zu Der Teufel kennt kein Halleluja, 2. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die CD beinhaltet die Filmmusik von Augusto Martelli zu drei Italo-Western:
*La Collera del Vento (Der Teufel kennt kein Halleluja)
*Ancora Dollari Per I McGregor (kein deutscher Titel vorhanden)
*Sartana Nella Valle Degli Avvoltoi (Der Gefürchtete)

Die Musik zu Ancora Dollari Per I McGregor und Sartana Nella Valle Degli Avvoltoi ist jeweils ein eher durchschnittlicher Score.

Beachtenswert ist die Musik zu La Collera del Vento (Der Teufel kennt kein Halleluja). Sie ist zwar ruhig und unspektakulär, ragt somit mehrheitlich auch nicht aus dem Rahmen üblicher Western-Filmmusik, beinhaltet aber dennoch einige schöne Motive. Diese sind mit ihren eher an der spanischen Musik orientierten Melodien gut zur überwiegend melancholischen Stimmung des Films passend. Hervorheben möchte ich die Hauptmotive Free, Soledad, La collera del vento (The Journey) und Loneliness.

Das CD-Cover ist leider völlig verunglückt, da thematisch unpassend und fälschlich einen lustigen Terence Hill Film suggerierend. La Collera del Vento ist jedoch ein (sehenswerter) ernster und sozialkritischer Italo-Western von Mario Camus in dem Terence Hill einen Auftragsmörder spielt.

Abgesehen von jenen Musikfreunden die Filmmusik generell sammeln ist die CD eher nur der erwähnten vier Tracks wegen interessant. Mit Ausnahme von Loneliness sind diese Titel bei Amazon sogar als MP3 separat erhältlich und bieten im Downloadbereich auch die Möglichkeit einer Hörprobe.

Resümee: Die CD bietet Filmmusik zu drei Italo-Western, von denen nur jene zu La Collera del Vento (Der Teufel kennt kein Halleluja) einige schöne und hörenswerte Tracks bietet die bei Amazon auch als MP3 separat erhältlich sind.


PLAYMOBIL 4838 - Riesendrache mit Feuer-LED
PLAYMOBIL 4838 - Riesendrache mit Feuer-LED
Wird angeboten von City-Games
Preis: EUR 47,25

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beeindruckender Riesendrache, 21. März 2010
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
"Wenn der Riesendrache mit Feuer-LED auftaucht, erbleichen alle Gegner vor Schreck: er ist nicht nur der mächtigste Drache, der je auf der Erde wandelte, sondern durch seinen flammendroten Feueratem auch unbesiegbar!" Soweit der Werbetext von Playmobil. Und in der Tat, der Riesendrache ist eine der größten, wenn nicht gar die größte, Playmobil-Figur die es überhaupt gibt. Geht es rein um Größe und Masse so kann der riesige Brachiosaurus (Playmobil Artikel 4172) vielleicht noch mithalten.

Wahrlich beeindruckend ist der schwarze Riesendrache der auf 48 cm Flügelspannweite kommt und aufgerichtet fast 25 cm emporragt. Da kann kein anderer Drache mithalten, auch nicht der selbst schon sehr große rote Drache aus der Großen Drachenburg (Playmobil Artikel 4835).

Kinder werden womöglich ein wenig Hilfe beim Zusammenbau des Drachen brauchen, speziell die mächtigen Flügel erfordern ein bisschen Geschick und auch etwas Kraft.

Die mächtigen Flügel, Beine, krallenbewehrte Arme und Kopf lassen sich bewegen. Ebenso lässt sich das mit scharfen Zähnen bewehrte Maul öffnen und sieht dann recht bedrohlich aus. Bei geschlossenem Maul wirkt er hingegen fast friedfertig.

Der von Playmobil im Werbetext theatralisch beschriebene flammendrote Feueratem wird durch LED (1 Knopfzelle bereits im Lieferumfang enthalten) simuliert. Wird es aktiviert so beginnen Nüstern und Rachenraum für etwa 15 Sekunden rot zu leuchten und zu flackern, was vor allem in einem abgedunkelten Raum tatsächlich sehr beeindruckend wirkt. Das Oberkiefer lässt sich mit etwas Druck entfernen so dass die dort befindliche Batterie nach Entfernen eines kleinen Schraubens im Bedarfsfall gewechselt werden kann.

Grundsätzlich ist es zu begrüßen dass Playmobil versucht Ausstattung und Spielreiz ihrer Figuren bzw. Sets durch zusätzliche Gimmicks zu erhöhen. Das magische Licht des "Drachenturms" (Playmobil Artikel 4836) sowie das Leuchtfeuer der "Großen Drachenburg" (Playmobil Artikel 4835) sind weitere gelungene Beispiele.

Auf dem Drachen kann ein Sattel montiert werden, so dass darauf der mitgelieferte Reiter sitzen kann. Übrigens ohne beim Spielen herunterzufallen, denn der Sattel fixiert den Reiter sehr gut.

Drache und Reiter sind passend zur neuen Serie "Drachenland". Der Reiter wirkt mit Kapuze und schwarzem Umhang ein wenig düster. Bewaffnet ist er mit einem Dolch und einer großen Lanze. Der Dolch fällt allerdings recht leicht aus der Halterung und ist somit ernsthafter Kandidat um in den unendlichen Weiten eines Kinderzimmers verloren zu gehen. Die Lanze ist aus militärischer Sicht nutzlos, da eine Fehlkonstruktion, denn da sie mittig gehalten werden muss lässt sich damit kein Gegner erreichen. Beim Spielen wird dieser Umstand aber wohl kaum ins Gewicht fallen, denn die Fantasie der Kinder ist sowieso grenzenlos. Ein Vorteil dieser mittigen Halterung ist, dass die spitze Lanze nicht über den Drachen hinausragt und somit beim stürmischen Spielen eine eventuelle Verletzungsgefahr praktisch ausgeschaltet ist.

Recht beeindruckend ist allerdings auch der doch recht ansehnliche Preis.

Resümee: Der Riesendrache ist in der üblichen Playmobil-Qualität gefertigt und eine der größten, wenn nicht gar die größte, Playmobil-Figur die es überhaupt gibt. Er ist aber nicht nur der Größe wegen sehr beeindruckend und zweifelsohne eine Bereicherung der neuen "Drachenland"-Serie. Obwohl nicht gerade zu den billigen Playmobil-Sets gehörend für kleine und große Drachenfreunde sehr zu empfehlen.


PLAYMOBIL® 4926 - Osterei - Mongolenreiter
PLAYMOBIL® 4926 - Osterei - Mongolenreiter
Wird angeboten von Kara-Handelshaus GmbH Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 6,21

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asiatische Playmobil-Figur für Ostern, 18. März 2010
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rechtzeitig vor Ostern bietet Playmobil eine Serie bunter Plastikostereier. Darin, thematisch auf verschiedene Themen für Jungen und Mädchen aufgeteilt, ansprechende Spezialfiguren. Eine dieser Figuren ist der Mongolenreiter.

Er ist in der üblichen Playmobil-Qualität gefertigt. Ausgestattet mit:
*Dolch
*Waffengurt für Dolch
*Lanze
*Bogen und Köcher
*Schild
*Reitpferd

Eigentlich ist er mit Dolch, Lanze, Bogen und Schild eine recht üppig ausgestattete Figur. Der Dolch selbst steckt recht stabil im Waffengurt - fällt also nicht bei jeder Bewegung während des Spielens heraus - ist aber trotzdem, da sehr klein, erster Kandidat um in den unendlichen Weiten eines Kinderzimmers verloren zu gehen.

Die Figur ist liebevoll gearbeitet und bietet sogar für einen jugendlich gebliebenen Erwachsenen einen erfreulichen Anblick. Kindern werden den Mongolenreiter vermutlich in der Ritter-, oder Märchen-Spielwelt von Playmobil verwenden und sich vielleicht zu einem exotischen Abenteuer inspirieren lassen.

Der Mongolenreiter kann mit dem Mongolischen Krieger (Playmobil Artikel 4745) ergänzt werden und bildet zusammen mit dem Kosakenkämpfer (Playmobil Artikel 4836) vielleicht den Vorboten für eine künftige Playmobil Asien-Themenserie.

Resümee: Der Mongolenreiter ist in der üblichen Playmobil-Qualität gefertigt und wird als Inhalt eines blauen Ostereies angeboten. Er ist liebevoll gearbeitet und vielleicht der Vorbote für eine künftige Playmobil Asien-Themenserie.


Mein Name ist Nobody [Special Edition] [2 DVDs]
Mein Name ist Nobody [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Terence Hill
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 29,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholischer Abgesang auf den Italo-Western, 9. März 2010
Neu Mexiko 1899. Drei gedungene Mörder überfallen einen Barbier und bemächtigen sich seines Barbierladens. Sie warten dort auf einen Mann, den sie töten wollen. Wenig später sind die drei Männer jedoch tot, erschossen von Jack Beauregard (Henry Fonda), jenem Mann dem sie auflauern wollten.

Jack Beauregard ist ein alternder Revolverheld dessen Zeit langsam abläuft. Er weiß das auch und möchte Amerika verlassen, zurück nach Frankreich, seiner Heimat um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Eine Passage auf einem Schiff ist schon gebucht, wenngleich die Bezahlung noch offen ist. Denn eine Kleinigkeit hat er vor seiner Abreise noch zu erledigen.

An einem Fluss in Neu Mexiko ist ein junger Mann (Terence Hill) gerade dabei einen Fisch mit bloßen Händen zu fangen. Es gelingt ihm auf ungewöhnliche und einfallsreiche Art, letztlich auch aufgrund seiner außergewöhnlich guten Reflexe. Er wird sich später als Nobody vorstellen.

An einer Raststation versuchen Halunken Beauregard mit Dynamit in die Luft zu sprengen. Dies weiß Nobody zu verhindern. Fortan wird Beauregard den jungen Nobody aber nicht mehr los.

Beauregard kämpft mit seiner Vergangenheit als Revolverheld, die ihn noch nicht loslässt. Es geht um veruntreutes Gold, sein Bruder und einige seiner wenigen Freunde wurden schon erschossen. Nobody scheint über fast alles Bescheid zu wissen und Beauregard immer einen Schritt voraus zu sein, vor allem aber immer alles im Griff zu haben.

Nobody hat ein großes Ziel. Er will berühmt werden, so wie sein Idol Beauregard, es vielleicht sogar übertreffen. Beauregard ist zwar ein Held, er soll aber noch ein Mythos werden der in die Geschichtsbücher eingeht. Nobody kann also nicht zulassen dass Beauregard so einfach von "irgendjemand" getötet wird. Vielmehr soll er es noch mit der Wilden Horde aufnehmen - 150 Pistoleros die so gut sind wie 1000, das würde ihn vollends zum Mythos machen.

Danach werden sich Beauregard und Nobody auf einer belebten Hauptstraße in New Orleans, duellieren. Natürlich vor reichlich Publikum samt einem Fotografen. Damit Nobody sein Ziel - berühmt zu sein - erreicht, und Beauregard endlich seinen gewünschten Frieden hat.

Mein Name ist Nobody ist ein melancholischer Abgesang auf den Italo-Western aus dem Jahr 1973. Regie führte Tonino Valerii, der seine Karriere als Assistent von Sergio Leone begann. Leone hat den Film auch konzipiert und produziert. Es ranken sich verschiedene Gerüchte darum, wie stark Leone auf die Gestaltung des Film Einfluss genommen hat - bis hin, dass er selbst Szenen gedreht hat.

Der Film ist eine Symbiose aus dem klassischen harten Stil der Blütezeit des Italo-Western und den humorigen Vertretern der späten Jahre. Dadurch läuft der Film allerdings Gefahr dass er für den einen Filmfreund zu ernst und für den anderen zu humorig ist. Wie auch immer, es ist letztlich eine gelungene Symbiose. In diesem Zusammenhang kann man auch von einer Idealbesetzung der Darsteller sprechen. Fonda als Vertreter und Inbegriff des klassischen alten Western und Hill, Held der Trinity-Filme, als Vertreter und Wegbereiter der neuen Filmgeneration.

Die Musik von Morricone passt perfekt zu Stil und Stimmung des Films.

Der Film wurde restauriert und präsentiert sich in HD mit ausgezeichneter Bild- und Soundqualität.

DVD Ausstattung:
Disc 1
*vollständig restaurierte Fassung
*deutsche und englische Sprachfassung

Disc 2
*73-minütige Dokumentation Nobody is Perfect - Leones Grabgesang auf den Western der "alten Generation"
*35-minütige Dokumentation Nobody Dusted - Nobody vor und nach der Restauration
*Sammelstücke, Poster und Aushangfotos, untermalt mit Filmsoundtrack
*seltene Pressebücher
*Nobody in 8mm - Promotion und Auszug aus der deutschen Veröffentlichung

Beide Dokumentationen sind recht interessant: Informationen über Leone, die Dreharbeiten, Interview und Erinnerungen von Terence Hill, u.a. Neben einem Bericht über die Restauration des Films erhält man auch eine Chronik des Heimkinos.

Resümee: Melancholischer Abgesang auf den Italo-Western unter der Regie von Tonino Valerii aus dem Jahr 1973. Eine gelungene Symbiose aus dem klassischen harten Stil der Blütezeit des Italo-Western und den humorigen Vertretern der späten Jahre. Mit Henry Fonda und Terence Hill in Idealbesetzung als jeweilige Vertreter ihres Genres. Die Musik von Morricone passt perfekt zu Stil und Stimmung des Films. Gute Bild- und Tonqualität sowie reichhaltige Extras auf DVD.


Ashes of Time Redux [Blu-ray] [Special Edition]
Ashes of Time Redux [Blu-ray] [Special Edition]
DVD ~ Leslie Cheung
Preis: EUR 13,02

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ästhetisch beeindruckender Eastern von Wong Kar-Wai!, 28. Februar 2010
Der Schwertkämpfer Ou-yang Feng (Leslie Cheung), hat sich an den Rand der Wüste zurückgezogen. Dort betreibt er nun so etwas wie ein Wirtshaus. Das Besondere an dieser Lokalität ist, dass er sich, vor allem aber andere Kämpfer, für Mordaufträge vermittelt. "... ich habe einen Freund, einen Kung-Fu Kämpfer. Im Moment ist er knapp bei Kasse. Der schafft dir für einen guten Preis jeden vom Hals. Der freut sich über den Auftrag. ...".

Jedes Jahr besucht ihn sein Freund Huang Yao-Shi (Tony Leung Ka Fai), der ihm diesmal ein Geschenk, das er von einer Frau erhalten hat, mitbringt. Es ist dies ein Schnaps der magische Wirkung haben soll: "Man trinkt eine Schale davon und vergisst alles was früher geschehen ist."

Mu-Rong Yin heuert Ou-yang Feng an um Huang Yao-Shi zu töten da dieser verschmäht hat seine Schwester Mu-Rong Yang (Brigitte Lin) zu heiraten. Diese wiederum heuert Ou-yang Feng an ihren Bruder Mu-Rong Yin zu töten. Verwirrend ist dies nicht nur deshalb, da Mu-Rong Yin und Mu-Rong Yang eigentlich ein und dieselbe (schizophrene) Person sind.

Bauern suchen Hilfe gegen Banditen die ein Dorf in der Nähe terrorisieren. Ein langsam von Erblindung bedrohter Schwertkämpfer(Tony Leung Chiu Wai) möchte noch einmal Heimat und Frau sehen und wird des Geldes wegen den Kampf gegen die erdrückende Übermacht der Banditen aufnehmen. Ein anderer Schwertkämpfer (Jackie Cheung), der ungern Schuhe trägt und mit Frau (Li Bai) und Kamel unterwegs ist, wird dies dann vollenden.

Am Ende wird sich Ou-yang Feng, der vor langer Zeit seine Liebe (Maggie Cheung) verlassen hat, seiner Einsamkeit bewusst und wird diesen Ort verlassen um nach Westen weiterziehen. Dort wird man ihn dann "das Gift des Westens" nennen...

In weiteren Rollen: Carina Lau, Charlie Yeung

Im Prinzip ist es schwierig den Film zu beschreiben, denn er hat eine episodenhafte Erzählstruktur die sich hier in ihrer in sich verschachtelten Komplexität kaum wiedergeben lässt.

Es ist dies ein bemerkenswerter Autorenfilm (Quelle der Geschichte ist allerdings ein mehrbändiges chinesisches Epos) von Wong Kar-Wai, und zugleich dessen einziger Ausflug ins Eastern bzw. Schwertkampf-Genre. Der Film wurde bereits 1994 gedreht und erhielt auf diversen Festivals verschiedene Preise, u.a. für beste Kameraführung (Christopher Doyle) und besten Schnitt (Patrick Tam). Redux ist nun eine Neubearbeitung des Films durch den Regisseur. Es wurden Szenen ergänzt, gestrichen, umgeschnitten, neu coloriert sowie praktisch die gesamte Filmmusik ersetzt. Die Laufzeit ist dabei von ursprünglich 100 Minuten auf 93 Minuten verkürzt.

Eigentlich ist es kein klassischer Eastern, sondern mehr ein Autorenfilm der lediglich in diesem Genre angesiedelt ist. Zentraler Charakter ist der Schwertkämpfer Ou-yang Feng der sich an den Rand der Wüste zurückgezogen hat, ein Wirtshaus unterhält, und dort andere Schwertkämpfer für Mordaufträge vermittelt. Verschiedene Personen - meist stehen sie auch direkt oder indirekt untereinander in Beziehung - kommen bei diesem Wirtshaus vorbei und leisten durch ihr Erscheinen einen Betrag zur Geschichte. Diese Geschichte wird vor allem in Dialogen, und oft bloß in aus dem Off erzählten Monologen ausgebreitet. Sie ist für den Betrachter oft gar nicht so leicht zu folgen. An manchen Stellen bleibt die erzählerische Zeitebene diffus und nicht mehr linear.

Wong Kar-Wai erzählt von verlorener Liebe, verlorenen Chancen, von wie Sand zerrinnender verlorener Zeit, und erzeugt mittels Musik, Farbgestaltung, Sprachdiktion eine fast meditative Atmosphäre in die man fasziniert eintaucht - oder auch nicht. Wer gerne in ungewöhnlichen Bildern und Dialogen versinkt, sich von diesen berauschen lässt, für den ist es der perfekte Film. Wer aber einen "echten" Eastern sehen will für den wird das Tempo wahrscheinlich zu langsam und der Film zu philosophisch sein. Natürlich gibt es auch Kämpfe (von Sammo Hung choreographiert), diese sind ein Bilderrausch in dem die drastische Brutalität jedoch von schnellen Schnitten und vor allem von überwältigender Bildästhetik überdeckt wird.

Sehr gute Bild und Tonqualität. Erfreulicherweise ist die Blu-Ray mit einem Wendecover ausgestattet, sodass der FSK Hinweis nicht störend ist. Der Film ist übrigens FSK 12, jedoch denke ich, dass sich die Thematik des Films für Jugendliche kaum erschließen wird.

Extras:
*Making-of - interessant!
*diverse Interviews
*Trailer
*deutsche und kantonesische Sprachfassungen

Resümee: Bemerkenswerter und einziger Ausflug von Wong Kar-Wai ins Eastern-Genre. Mittels episodenhafter und komplexer Erzählstruktur wird eine ergreifende Geschichte ausgebreitet. Mittels Musik, Farbgestaltung, Sprachdiktion eine faszinierende, fast meditative Atmosphäre geschaffen. Wer sich davon berauschen lässt, für den ist es der perfekte Film. Wer aber einen "echten" Eastern sehen will für den wird das Tempo wahrscheinlich zu langsam und der Film zu philosophisch sein.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 12, 2010 4:26 PM MEST


Hama LCD-Thermo-/Hygrometer "TH-200", mit Uhr, Datum und Wecker
Hama LCD-Thermo-/Hygrometer "TH-200", mit Uhr, Datum und Wecker
Preis: EUR 9,84

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unzuverlässig, 4. Januar 2010
Batteriebetriebenes Hygrometer von Hama mit digitaler Anzeige von Wettervorhersage, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Temperaturverlauf sowie Datum und Uhrzeit inkl. Weckfunktion.

Über die grundsätzliche Genauigkeit der Messung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur kann ich mangels Vergleichsgeräten in der Wohnung keine Angaben machen. Jedenfalls waren die angezeigten Daten im ersten Monat zumindest plausible Werte. Danach gab es aber zwischendurch starke Schwankungen sowohl bei Luftfeuchtigkeit und Temperatur welche das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Geräts minderten. Luftfeuchtigkeit schwankte unmotiviert zwischen 40% und 70%, die Temperatur zeigte (bei einem vom Hersteller angegebenen Messbereich zwischen 0-50 Grad Celsius) zeitweise bis zu 58 (!) Grad Celsius an.

Die Verlässlichkeit der Wettervorhersage ist ebenfalls recht schwach.

Bedienungsanleitung ist mehrsprachig und relativ kurz abgefasst. Sie reicht um zumindest die Funktion der Tasten zu erklären und somit Datum und Uhrzeit einzustellen. Weitergehende Erklärungen unterbleiben allerdings. Die Interpretation der Anzeige des Temperaturverlaufs bleibt daher - zumindest für mich - ein Mysterium. Ebenso unklar ist daher wie rasch das Gerät auf Veränderungen von Luftfeuchtigkeit und Temperatur reagiert.

Es ist natürlich klar dass man um den relativ geringen Preis kein geeichtes Profigerät erwirbt. Aber auch um den geringen Preis sollte man sich auf die Anzeige von Werten einigermaßen verlassen und zumindest eine kurze Erklärung des Gerätes erwarten können.

Resümee: Batteriebetriebenes Hygrometer von Hama. Leider sind die Funktionen in der Bedienungsanleitung nur ungenügend dokumentiert. Im praktischen Gebrauch leider auch unzuverlässig da teilweise Anzeige von unplausiblen Werten. Kann das Gerät daher nicht empfehlen.


Rocco, ich leg dich um
Rocco, ich leg dich um
DVD ~ George Eastman

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weisheiten eines Killers, 21. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rocco, ich leg dich um (DVD)
"Wenn sich einer vor dem Kampf rasiert, will er übrig bleiben" lehrt Rocco seinen Schüler. Das ist zwar trotzdem keine Überlebensgarantie im "Wilden Italo Westen", aber zumindest ein Standpunkt.

Der Rancher Barrett (Daniele Vargas) residiert auf einer feudalen Ranch und reflektiert darauf das umliegende Land günstig in seinen Besitz zu bekommen. Dazu setzt er andere Rancher subtil unter Druck bzw. gibt ihnen Kredite. Sobald diese ihre Raten nicht bezahlen können übernimmt er deren Land. Seinem Partner und Handlanger Burt (Gianni Medici alias John Hamilton) dauert das zu lange, er hat handfestere Methoden. Mit seinen Männern fackelt er schon einmal eine Ranch ab um die Dinge zu beschleunigen. Diese unterschiedlichen Akquisitionsmethoden führen zu Spannungen zwischen den Partnern, denn Barrett möchte keine offene Konfrontation mit den anderen Ranchern. Genau dorthin steuern jedoch Burts Aktivitäten, denn die anderen Rancher beginnen Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Dies nutzt Burt zu einer Vergeltungsaktion bei der der Vater (Giuseppe Addobbati) von Ramon (George Eastman), ein friedliebender Bauer dessen Familie eine der ersten Siedler dieser Gegend war, ums Leben kommt. Barrett engagiert zwischenzeitig den Killer Rocco (Anthony Ghidra alias Dragomir Ghidra Bojanic), um das Problem mit seinem aggressiven Partner Burt zu lösen. Rocco hatte ihm schon in der Vergangenheit - "die Kasse muss stimmen" - Probleme aus der Welt geschafft. Als Rocco in der Stadt ist um seinen Job zu erledigen, rettet ihm Ramon mehr aus Zufall als gewollt das Leben, wird dabei aber schwer verletzt. Rocco sieht sich in Ramons Schuld. Er nimmt ihn mit und pflegt ihn gesund. Zwischen beiden entwickelt sich so etwas wie Freundschaft. Rocco, der sich eigentlich aus dem Job zurückziehen und sesshaft werden will, lehrt Ramon wie man ein guter Killer wird und gibt ihm nebenbei auch "hilfreiche" Weisheiten mit auf den Weg - "zuerst schießen und dann reden". Ramon entpuppt sich als gelehriger Schüler. Barrett wird gewarnt dass Ramon sich an ihm rächen will. Leute die daraufhin ausgeschickt werden Ramon zu erledigen werden von diesem erschossen. Barrett wendet sich nun wieder an Rocco, damit dieser das Problem für ihn aus der Welt schafft. Letztlich macht Ramon die Erfahrung, dass Rocco mit seinem Spruch "Wenn Du erst einen Menschen getötet hast, dann ist da plötzlich eine Grenze, die sich um dich zieht. Sie werden vor dir den Hut ziehen, aber sie werden dir nicht die Hand geben" nicht unrecht hatte.

Italo-Western von Guiseppe Vari (Joseph Warren), im Jahr 1967 gedreht. Der Beginn des Films lässt erst einmal böses ahnen. Wenn nämlich George Eastman als Ramon während der Eröffnungs-Credits auf einem Maultier reitet und einen einfachen Bauern darstellen soll. Eastman ist recht kräftig und annähernd zwei Meter groß. So muss er aufpassen dass seine Füße während des Reitens nicht auf dem Boden schleifen. Bald darauf wird er wird von maskierten Pistoleros überfallen und ausgeraubt. Das wirkt nicht sonderlich aufregend da diese recht hölzern agieren und nährt die Befürchtung in einem C-Western gelandet zu sein.

In einem Interview meinte Eastman, dass er sich selbst nicht als Idealbesetzung für Ramon sah, sich aber bemühte den Mexikaner glaubhaft zu verkörpern und in seiner Darstellung stark von Thomas Milian (Gehetzte der Sierra Madre) inspirieren ließ. Und in der Tat könnte ich mir Milian als für die Rolle authentischeren Darsteller gut vorstellen. Aber letztlich macht auch Eastman seine Sache ganz gut.

Hat man die ersten schwachen Filmminuten überstanden, so entwickelt sich der Film dann überraschend solide und unterhaltsam. Guiseppe Vari schafft es aus den eher klischeehaften Vorgaben - gieriger, feudal residierender Großgrundbesitzer mit ungestümen Handlanger, armer Held dem Unrecht getan wird, schwacher Sheriff, des Helden ehemalige Geliebte (Dana Ghia) die des Geldes wegen mit dem Großgrundbesitzer liiert ist - einen letztlich recht interessanten Italo-Western zu schaffen der sich zwar Klischees bedient, diese aber im akzeptablen Rahmen variiert.

Es ist dies ein eher "ruhiger" Western in dem nicht Dutzende Leute erschossen werden. Der Film nimmt sich verhältnismäßig viel Zeit für die Beziehung zwischen Rocco und Ramon. Dies trägt wesentlich dazu bei den Film aus dem Durchschnitt des Genres zu heben. Aus der Lehrer-Schüler Beziehung entsteht eine Art Freundschaft zwischen dem müden und einsamen Killer und dem nach Rache dürstenden Ramon.

Gemäß Info auf dem DVD Umschlag legte der Film den Grundstein für "Der Tod ritt dienstags" von Tonino Valerii, und tatsächlich drängen sich einige Parallelen auf. Den angemerkten Bezug zu "Mein Name ist Nobody" halte ich allerdings übertrieben.

Die Musik von Roberto Pregadios ist recht unspektakulär, zum Film passend, aber nicht nachhaltig in Erinnerung bleibend.

Wie von KOCH-MEDIA gewohnt wurde das Bild überarbeitet und ist sehr sauber und scharf. Gute Tonqualität. Gut und informativ sind die im DVD Umschlag enthaltenen Hintergrundinformationen, inklusive der "Sieben glorreichen Regeln für angehende Gunfighter". Der FSK 16 Hinweis ist übrigens wieder auf der Plastikverpackung angebracht und verunziert somit nach dem Entfernen nicht das DVD-Cover.

DVD Extras:
*Featurette "Eine Pistole für Rocco" 13:00 Minuten
*Trailer
*Bildergalerie
Die Featurette beinhaltet ein Interview mit George Eastman und Filmhistoriker Antonio Bruschini und ist, wie bei KOCH-MEDIA üblich, sehr interessant.

Den Klassikern des Genres kann der Film natürlich nicht das Wasser reichen. Insgesamt aber ein solider kurzweiliger (und mit 84 Minuten Laufzeit auch recht kurzer) Genrebeitrag den ich, nicht zuletzt durch die wiederum gute DVD Aufbereitung durch KOCH-MEDIA, mit schwachen vier Sternen bewerte.

Resümee: Italo-Western von Guiseppe Vari aus dem Jahr 1967. Ein solider, eher "ruhiger" und recht interessanter Genrebeitrag der sich zwar Klischees bedient, diese aber im akzeptablen Rahmen variiert. Mit George Eastman und Anthony Ghidra in den Hauptrollen. Mit den "Klassikern" des Genres kann der Film zwar nicht mithalten, die Anschaffung lohnt sich für Freunde des Italo-Western allemal.


PLAYMOBIL 4835 - Große Drachenburg
PLAYMOBIL 4835 - Große Drachenburg
Wird angeboten von Kinder&Co
Preis: EUR 89,99

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "Große Drachenburg", 2. Dezember 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Zur (neuen) Playmobil-Serie Drachenland gibt es nun neben dem Drachenturm (Playmobil Artikel 4836) auch die "Große Drachenburg" die von einem großen (!) roten Drachen, 4 roten Drachenrittern und einem Skelett bewohnt wird. Die Drachenburg ist, wie von Playmobil gewohnt, gut verarbeitet. Sie ist durchaus imposant und besteht in Felsen eingebettet im Wesentlichen aus zwei Türmen von denen der größere vom Boden aus gemessen über 60 cm aufragt. An seiner Spitze befindet sich auch ein großes Signalfeuer.

Gemäß Angabe Playmobil ist eine Aufbauzeit von 80 Minuten zu veranschlagen. Die Burg ist relativ einfach zusammenzubauen, so dass die von Playmobil angegebene Aufbauzeit ein wenig zu hoch ist. Aufgrund des umfangreichen Gesamtmaterials sollten aber doch 45 bis 60 Minuten eingeplant werden.

Hervorheben möchte ich:
*Einen beeindruckenden großen roten Drachen. Wobei die Bezeichnung "groß" durchaus angebracht ist - er zählt neben den Dinosauriern zu den größten Playmobil-Figuren. Fein und liebevoll gearbeitet, eine wunderschöne Playmobil-Figur, kein Vergleich zum früheren roten Drachen der zwar bisher zu begeistern wusste, im direkten Vergleich aber deutlich grobschlächtiger wirkt.
*Ein loderndes großes Signalfeuer das für den höchsten Turm vorgesehen ist, jedoch auch an beliebig anderer Stelle platziert werden kann. Dies ist das einzige elektronische Gimmick dieses Sets. Ein wirklich nettes Zubehör! Batteriebetrieben (zwei 1,5 Volt Batterien im Lieferumfang enthalten) und mit einem Knopf zum ein- und ausschalten. Es sieht aktiviert tatsächlich wie eine große lodernde Flamme aus und wirkt nicht nur in der Dunkelheit beeindruckend und die Fantasie anregend. Ein gutes Beispiel wie Playmboil mit technischen Gimmicks sinnvoll ergänzt werden kann.
*Ein großes goldenes Schwert mit einem "Rubin" am Griffende - damit lässt sich ein Held ausrüsten und es inspiriert zu dem einen oder anderen Abenteuer. Zusätzlich ein "kostbarer" goldener Rundschild mit "Rubinen" im Mittelteil samt Halterung.

Die Ritter der Drachenritter-Serie haben übrigens Schilde mit zum Teil ungewöhnlicher Form und deutlich größer als bisher gewohnt. Etwas gewöhnungsbedürftig vielleicht. Mit etwas Fantasie kann man sie als große Drachenschuppen interpretieren um so Form und Größe zu erklären.

Die "Große Drachenburg" gehört zu den teureren Playmobil-Sets, man bekommt dafür aber auch einiges geboten. Besondere Waffen, eine Falltür, durch Hebel herabstürzenden Felsen, bespielbare Räume und durch Mechanismen zu öffnende Tore. An einer Seite der Drachenburg gibt es übrigens einen Brückenansatz der scheinbar im Nichts endet. Hier lässt sich dann die Drachenburg mit dem separat erhältlichen "Drachenturm" (Playmobil Artikel 4836) zu einer wirklich großen und sehr imposanten Drachenburg verbinden. Diese Erweiterung wird wahrscheinlich recht bald auf dem Wunschzettel junger Drachenburgbesitzer auftauchen.

PS: Wenn man die "Große Drachenburg" mit etwas Spitzfindigkeit betrachtet, so ist dies eigentlich keine klassische Burg sondern eine auf einer Felserhebung mit voneinander unabhängigen Türmen dominierte mystische Wehranlage. Passender Ort für einen Drachenhorst!

Resümee: Die "große Drachenburg" ist ein gut bespielbares und fantasieanregendes Playmobil-Set, gut verarbeitet und mit reichlich Zubehör. Allerdings zu den teureren Playmobil Artikeln gehörend, dafür bekommt man aber auch einiges geboten. Kombinierbar mit dem separat erhältlichen "Drachenturm" (Playmobil Artikel 4836). An Aufbauzeit sollte man etwa 45-60 Minuten einkalkulieren. Empfehlenswert für kleine und große Ritter- und Drachenfreunde.


Mercenario - Der Gefürchtete
Mercenario - Der Gefürchtete
DVD ~ Franco Nero
Wird angeboten von schnellundbilligwarenhandel:
Preis: EUR 15,88

59 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Italo-Western-Klassiker, 13. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mercenario - Der Gefürchtete (DVD)
Italo-Western-Klassiker von Sergio Corbucci erstmals als deutschsprachige DVD.

Mexiko 1910: Der Söldner Kowalski, genannt "der Pole" (Franco Nero), wird vom Minenbesitzer Garcia (Eduardo Fajardo) zur Begleitung eines Silbertransports beauftragt. In der Silbermine angekommen, muss Kowalski jedoch feststellen, dass diese von aufständischen Minenarbeitern unter Führung von Paco (Tony Musante) übernommen wurde. Paco engagiert kurzerhand Kowalski damit er ihnen gegen Garcia samt anrückenden Federales beistehen möge. Unter dem Einfluss seiner idealistischen Geliebten Columba (Giovanna Ralli) entwickelt sich Paco zum Freiheitshelden. Dies geht jedoch nicht ohne die Hilfe von Kowalski der Paco erst zeigen muss wie erfolgreiche Revolution funktioniert und ihm auch auf ungewöhnliche Weise, nämlich anhand eines nackten Frauenkörpers das kapitalistische System erklärt: "Der Kopf, die herrschende Ausbeuterschicht. Der Arsch, das Proletariat. Frage: warum kommen Kopf und Arsch nicht zusammen?" Im Gegensatz zu den engagierten Revolutionären nutzt Kowalski seine Beraterfunktion, bei der er sich buchstäblich für jeden Handgriff fürstlich entlohnen lässt, um sich persönlich zu bereichern. Während ihrer revolutionären Umtriebe kreuzen sie immer wieder den Weg des amerikanischen Söldners Ricciolo (Jack Palance) und seiner Gesellen, die wiederum mit den Federales kooperieren. Kowalski und Ricciolo sind von früher her verfeindet. Und als Ricciolo Kowalski eine Falle stellt, ist es Paco mit seinen Revolutionären der ihm beisteht und rettet. Ricciolo wird jedoch nicht getötet, aber auf eine Weise gedemütigt die er den beiden niemals vergeben wird und ihnen tödliche Rache schwört. So wie die Revolutionäre immer erfolgreicher werden, so werden Kowalskis Forderungen immer dreister. Paco, nach den Erfolgen selbstbewusster werdend, enteignet schließlich Kowalski und steckt ihn als Feind der Revolution ins Gefängnis. Ihrer militärischen Führung beraubt haben die Revolutionäre gegen die wenig später anrückenden Federales, die von Garcia und Ricciolo begleitet werden, keine Chance. Paco, Columba, einige wenige Revolutionäre, aber auch Kowalski können dem Gemetzel entkommen. Monate später begegnet Paco in einer Stierkampfarena, wo er nun als Clown untergetaucht ist, Ricciolo und Kowalski, die ihn beide aus unterschiedlicher Motivation aufgespürt haben. "So sehen wir uns wieder, vielleicht zum letzten Mal." Die Begegnung mündet in eines der am besten inszenierten Italo-Western-Duelle.

Revolutionswestern aus dem Jahr 1968 von Sergio Corbucci der einige Klassiker des Italo-Western (Django, Navajo Joe, Leichen pflastern seinen Weg) geschaffen hat. Bekannt entweder unter "Mercenario - der Gefürchtete" (Original: Il Mercenario) oder "Die gefürchteten Zwei". Deutschsprachig nun erstmals als DVD veröffentlicht gilt der Film als eines der Hauptwerke des Italo-Western.

Corbucci ist im Vergleich zu Leone oder Sollima der gewalttätigere und kompromisslosere Regisseur. Mercenario ist natürlich auch gewalttätig und zynisch, er nähert sich dem Thema Revolution aber nicht so ernsthaft wie Damiano Damiani's sicher enger an der Realität liegenden Klassiker "Töte Amigo". Er ist satirisch, verspielt, fast ein wenig geschwätzig und bei weitem nicht so düster und hoffnungslos wie "Django" oder "Leichen pflastern seinen Weg." Dialoge sind zum Teil recht pointiert, die Bildgestaltung optisch opulent, insgesamt sorgfältig konstruiert und inszeniert, mit einem herrlichen Soundtrack Morricones untermalt.

Neben der Musik Morricones in Erinnerung bleibend sind beispielsweise die dumpfen ungläubigen Blicke der Revolutionäre während sich Kowalski mit deren letzten Wasser in der Wüste duscht sowie die Arroganz des als Gentlemans auftretenden Ricciolos, bemerkenswert von Palance dargestellt.

Gegen Ende des Films, nicht jedoch als dessen Abschluss (!), erlebt der Zuseher eines der am stimmigsten inszenierten Italo-Western-Duelle, kongenial von Morricones Musik untermalt. Konsequenterweise findet dieses Duell in einer Arena statt. Von der Konstellation der Beteiligten erinnert es ein klein wenig an Leones "Für ein paar Dollar mehr"-Endduell.

Bemerkenswert ist wie Corbucci gegen Ende des Films hin mit den Sehgewohnheiten und der Erwartungshaltung des Publikums spielt. Das Duell in der Arena wäre klassischerweise das Ende eines Films. Nicht jedoch hier. Die Handlung nimmt noch eine unerwartete Wende die dann in einem kleineren Massaker und einer weiteren klassischen Schlussszene mündet. Aber noch immer ist der Film nicht zu Ende, denn Corbucci hat noch eine Kleinigkeit zu erzählen bevor er mit den an Paco gerichteten Worten "... träume weiter, aber träume mit offenen Augen ..." seinen Film enden lässt.

1970 hat Corbucci dann mit "Zwei Companeros" (mit Franco Nero und Thomas Milian) eine Art Remake (eher mehr eine Variation von Motiven aus Mercenario) gedreht, das jedoch in direktem Vergleich zu Mercenario bei weitem nicht so stimmig und sorgfältig inszeniert wirkt.

Bild der DVD wurde überarbeitet, ist gut, manchmal wirkt es jedoch ein wenig weichgezeichnet und nicht ganz so scharf wie sonst von KOCH-MEDIA gewohnt, was wohl am Ausgangsmaterial liegen wird, immerhin ist der Film über 40 Jahre alt. Trotz allem ist es akzeptabel und man wird den Film wahrscheinlich auch künftig nie in einer besseren BildqualitÃt zu sehen bekommen. Das Filmvergnügen wird also nicht getrübt.

DVD Extras:
*Featurette (etwa 40 Minuten) mit Interviews und Archivmaterial. Sehr Interessant!
*Informatives und unterhaltsames Booklet
*Trailer
*Bildergalerie

Resümee: Highlight der Italo-Western-Veröffentlichungen 2010. Genre-Klassiker aus dem Jahr 1968 von Sergio Corbucci der einige weitere Klassiker des Italo-Western (Django, Navajo Joe, Leichen pflastern seinen Weg) geschaffen hat, erstmalig als deutschsprachige DVD. Der Revolutionswestern ist es wert angesehen zu werden. Gegen Ende des Films erlebt der Zuseher eines der am stimmigsten inszenierten Italo-Western-Duelle, kongenial von Morricones Musik untermalt.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2011 7:21 AM MEST


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