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Beiträge von Solon
Top-Rezensenten Rang: 276.223
Hilfreiche Bewertungen: 15
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Rezensionen verfasst von Solon "Solon" (Hamm)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Kult ist der Schere zum Opfer gefallen, 1. Februar 2013
Natürlich ist Sindbad Kult - fünf Punkte für die Serie als solche. Für die DVD-Ausgabe ist aber selbst ein Punkt noch zuviel. Bekanntlich ist Sindbad im deutschen Fernsehen geschnitten worden, von 52 Folgen auf 42. Wo sich andere DVD-Ausgaben bemühen, geschnittene Szenen wieder zu ergänezn (bei der Robin-Hood-Serie aus den 80ern ist das z. B. dadurch gelöst, dass nicht synchronisierte Passagen mit Untertiteln versehen wurden), bekommt man hier weiterhin die gekürzte Fassung zu sehen. Dass zusätzlich das Bild stark beschnitten wurde, wusste ich bereits aus einer anderen Rezension auf dieser Plattform. Wie massiv und wie störend das ist, hätte ich mir allerdings kaum vorstellen können. Da nur der Innenteil des Bildes zu sehen ist, laufen teilweise Leute durchs Bild, deren Köpfe komplett abgeschnitten sind, obwohl diese im Original der Serie zu sehen sind. Dass das ganze digital überarbeitet worden ist, hilft da auch nicht mehr weiter. Für diesen Mist dann den horrenden Preis von 39,99 Euro zu bezahlen, tut in der Seele weh.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Schade..., 26. Oktober 2011
Als Tabaluga-Fan der ersten Stunde musste ich mich bislang an jedes neue Tabaluga-Album erst gewöhnen. Nicht nur, weil jedes Album eigene musikalische Schwerpunkte setzt, sondern auch, weil es keine zwei Alben gibt, deren Story wirklich hundertprozentig zueinander passt. Derartige Inkosistenzen gibt es auch diesmal wieder reichlich, und sie verleiden mir mit jedem Album mehr den Blick auf das Tabaluga-Gesamtwerk. Da gelingt es Tabaluga am Ende des zweiten Albums, eine Antwort auf die Frage zu finden, was Liebe ist, nur um dann in Tarantulas Netz in der Mitte des dritten Albums seine Verliebtheit in Lilly nicht benennen zu können. Und während Vater Tyrion im zweiten Album noch ärgerlich auf die Frage nach der Liebe reagiert und Tabaluga das Gefühl mühselig für sich erschließen muss, werden die Drachen im fünften Teil kurzerhand zu Hütern der Liebe erklärt... War Arktos im dritten Album noch der unnahbare Feind, der Tabaluga nötigenfalls mit einem Eisblitz getötet hätte, um seine Privatsphäre zu schützen, ist er im vierten Album der verschlagene Dauergast, um im fünften zum geliebten Feind zu werden... Und hatte man sich im Verlauf des vierten Albums noch gefragt, was denn mit Lilly geschehen ist, erzeugt Album 5 hier noch mehr Fragezeichen. Und den Tod, den Tabaluga im zweiten Band schon als den fröhlichen Gesellen kennengelernt hat, lernt er nun noch einmal als gutgelaunten Fremden kennen, ohne ihn jedoch zu erkennen... Ohnehin hat die Tendenz, die Alben 4 und 5 an die Entwicklungen der Fernsehserie anzupassen, dem Projekt nicht wirklich gut getan. Musikalisch gab's diesmal keine Eingewöhnungsprobleme... Die Songs vermitteln das typische Tabaluga-Feeling, allerdings gibt es weder besondere Höhen noch besondere Tiefen. In jedem anderen Album habe ich unvergessliche Ohrwürmer gefunden (Ich wollte nie erwachsen sein, Halbkind, Traumfrau, Eis im September, Schlüssel zur Macht, das Lied des Baches etc.), aber ich wüsste nicht, was mir vom fünften Album lange im Gedächtnis bleiben sollte. Die Story ist nett erzählt... Wieder einmal geht es darum, sich einem facettenreichen Begriff aus unterschiedlichen Richtungen zu nähern und die unterschiedlichen Aspekte des Themas zu beleuchten. Waren es im ersten Album Vernunft und Erwachsenwerden, im zweiten und dritten Album die Liebe und im vierten Album das Glück, dreht sich Album fünf - wie der Titel schon sagt - um die Zeit. Schade nur, was die Autoren daraus machen. Naturwissenschaftliche Aspekte spielen nicht einmal als Randerscheinung eine Rolle, sie werden schlicht ignoriert. Dafür erscheint im abschließenden Song plötzlich Gott als der große Retter, die univesale Liebe, die am Ende auch die Zeit besiegt. Der wohl größte Stilbruch im Tabaluga-Universum, und zugleich der gravierendste. Mit den Botschaften der anderen Alben konnte auch ich als Atheist mich gut identifizieren. Dass es verschiedene Arten von Vernunft gibt und es bisweilen am vernünftigsten sein kann, sich sein inneres Kind zu bewahren. Dass eine Welt ohne Liebe eine arme Welt ist. Und dass man am glücklichsten ist, wenn man auch mal an andere denkt und nicht nur an sich selbst. Tabaluga, das war immer der Appell, das Leben ein bisschen angenehmer zu gestalten, indem man sich etwas mehr Mühe gibt als zuvor. Etwas, das der fünfte Teil komplett zunicht macht. Denn wozu sich noch anstrengen, wenn es doch die universale Liebe gibt, die es schon richten wird, diesen Gott, der als einziger in der Lage ist, die Zeit zu besiegen? Dieser zugleich unnötige wie unmotivierte Abstecher in die Welt der Religion wird mir Tabaluga nun wohl dauerhaft verleiden. Schade. Ich hatte mich auf dieses Album wirklich gefreut.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Zwiespältig, 8. April 2009
Es ist schon eine Weile her, dass ich "Die Borribles" gelesen habe, aber es ist ein Buch, das mich noch immer beschäftigt, weil es bei mir sehr zwiespältige Gefühle hinterlassen hat. Es handelt sich um eine solide geschriebene Geschichte, die man ohne große Mühen lesen und verstehen kann. Das Umfeld, das der Autor kreiert, weiß zu fazinieren und zu verstören zugleich. Ein alternatives London, das trotz seines fiktiven Charakter und der daraus resultierenden Unterschiede zur realen Welt doch nicht fremdartig genug ist, um nicht erkennen zu lassen, woran unser Dasein allzu oft krankt und was wir anders, vielleicht besser machen könnten. "Die Borribles" erinnert an andere Geschichten von Kindern, die versuchen, einen eigenen Weg zu gehen, abzuweichen von den Vorgaben, die ihnen die Erwachsenen machen. Doch anders als Peter Pan, Pippi Langstrumpf oder Im Schatten der Eule zeigt der Autor ungeschönt die Schattenseiten, die die neu gewonnene Freiheit mit sich bringt. Obwohl für mich Freiheit ein hoher Wert ist, für den man immer wieder kämpfen muss, und obwohl auch ich, wie so viele Menschen, in unserer modernen, bis ins kleinste Detail durchregulierten Welt bisweilen das Abenteuer vermisse, haben die Borribles es zu keiner Zeit geschafft, für mich Identifikationsfiguren zu sein, im Gegenteil. Die Welt, die die Borribles für sich erschaffen, ist ebenso hart wie das Umfeld, in dem sie leben. Ihr Denken ist im Grundsatz rassistisch lässt jede Toleranz vermissen. Sie grenzen sich ab, der Rest der Welt wird als feindselig betrachtet. Durch den Versuch, anders zu sein als die Erwachsenen, wird auch deren Wertesystem negiert. Dies rechtfertigt unglaubliche Gewaltexzesse bishin zum Massenmord wie auf der "Rumbeljagd", die die Borribles begehen, ohne auch nur einmal in Zweifel zu geraten oder die Richtigkeit ihres Tuns zu hinterfragen. Die Kälte, mit der die Protagonisten handeln, und die Kälte, mit der der Autor diese Welt beschreibt, wirkt von Seite zu Seite abstoßender und weckt den Wunsch nach einem ordnenden Faktor, nach etwas, das diesen "Kindern" ein Bewusstsein für richtig oder falsch vermittelt. Ich habe rasch das Verständnis verloren für eine Gruppe, die vorgibt, ihre Phantasie und ihre Freiheit gegen die Erwachsenenwelt verteidigen zu wollen, dies aber immer wieder auf Kosten anderer tut, deren Rechte dazu mit Füßen getreten werden. Dadurch wird der Gegner der Borribles, die Polizei, zum eigentlichen Sympathieträger, obwohl der Autor durch seine Protagonisten immer wieder anderes behaupten lässt. Dass ich dem Buch dennoch vier Sterne gebe, beruht darauf, dass es das Buch vermag, über solch wichtige Fragen nachzudenken und sich ein eigenes Urteil zu bilden.
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