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Rezensionen verfasst von
S. Buddensiek
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Monday Club. Das erste Opfer: Band 1
Monday Club. Das erste Opfer: Band 1
von Krystyna Kuhn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Zu viele Andeutungen, zu wenig echter Inhalt, 27. August 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich erzählte ihm von dem Unfall. Von meiner eingebildeten Begegnung mit Amys Geist an der Bushaltestelle in der Nacht ihres Todes. Wie sie mich vor irgendetwas zu warnen versucht hatte. Davon, was ich vorhin von Donna erfahren hatte.
Und ich sagte ihm, dass ich Angst hatte, verrückt zu werden wie Missy, oder schlimmer: es schon zu sein.
"Stopp, nein, hör auf." Luke hob die Hand. "Ich glaube dir."
"Was?"
"Alles."
Entgeistert starrte ich ihn an. "Dass ich Amy gesehen habe, obwohl sie tot ist?"

INHALT
Faye und Amy sind seit Kindertagen beste Freundinnen und nachdem sie sich den ganzen Sommer nicht gesehen haben, freut sich Faye riesig auf das Wiedertreffen. Doch Amy benimmt sich seltsam, und noch am Abend geschieht ein schrecklicher Unfall, bei dem sie ums Leben kommt. Faye ist so geschockt, dass sie am selben Abend spätnachts durch die Stadt streift - und dabei ihrer Freundin begegnet, die sie vor etwas warnen will. Trotz des Schrecks verdrängt Faye die Begegnung - denn sie leidet an einer Krankheit, die sie nicht schlafen lässt, und kann daher oft Realität und Traum nicht unterscheiden. Doch es geschehen noch andere seltsame Dinge. Und bald weiß sie nicht mehr, was sie glauben soll...

MEINE MEINUNG
Krystyna Kuhn ist bekannt für ihre mysteriösen Jugendromane, wie etwa die achtbändige "Das Tal"-Reihe, und versteht es dabei gut, alltägliche Probleme mit Geheimnissen, Gefahr und ein wenig Grusel zu verbinden. Ihre "Monday Club"-Trilogie wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Faye erzählt, ihre Sprache ist jugendlich, in den Dialogen teilweise aber auch etwas zu geschwollen. Außerdem wirkt "Das erste Opfer" lange Zeit stark wie eine Einführung, weil so vieles dauernd wiederholt und ausführlich erläutert wird.

Faye ist als Hauptfigur in der Ausarbeitung leider ziemlich stereotyp geraten: Bis auf ihre Schlafkrankheit zeichnet sie sich durch nichts wirklich aus. Sie führt ein recht perfektes Leben, hinterfragt wenig, lässt sich aber schnell und leicht beeinflussen. Identifikationspotenzial ist da wenig vorhanden. Auch die beiden jungen Männer, die mehr oder weniger um sie buhlen - hier wird sich wohl eine Dreiecksbeziehung ergeben -, sind langweilig und nichtssagend. Der eine geheimniskrämerisch, aber liebevoll; der andere neu und aufregend. Die einzig interessanten Figuren sind eigentlich Fayes Tante Liz, die sie immer nur beschützen will, und die verrückte Missy, obwohl einem auch die Struktur eines Charakters, der mehr weiß als alle ahnen, sehr bekannt vorkommt.

Die Geschichte startet recht schnell mit Personen, die sich eigenartig verhalten - unter anderem Fayes Freundin Amy -, um dann mit dem folgenschweren Unfall die eigentlichen Geschehnisse einzuleiten. Danach plätschert aber alles ziemlich stark vor sich hin. Hier eine Andeutung und da ein Hinweis reichen nicht, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Faye denkt nicht großartig über die Details nach - etwa darüber, dass sie eine SMS von Amy nach deren Tod erhalten hat, oder was genau eigentlich der Monday Club ist. Stattdessen redet und denkt sie viel undberichtet dem Leser ständig von den vielen sehr wirren Weisheiten ihres Vaters.

Erst auf den letzten 100 Seiten kommt ein bisschen Schwung rein, als sie sich tatsächlich endlich auf die Suche nach Lösungen macht. Viel findet sie dabei allerdings noch nicht, vor allem nicht über den Monday Club - der sowieso ziemlich wenig vorkommt. Schlauer als zu Anfang ist man also nicht - was dem Titel der Reihe irgendwie nicht gerecht wird. Der Schluss ist interessant, aber wenig überraschend, und insgesamt war das alles doch reichlich mittelmäßig. In Band 2 müssen da einige Enthüllungen kommen, damit man sich auf das Finale wirklich freuen kann.

FAZIT
Krystyna Kuhn hat einen schönen Stil und ihre Idee für ihre "Monday Club"-Reihe ist interessant. Im ersten Teil passiert aber leider verhältnismäßig wenig und Protagonistin Faye trägt kaum etwas zum Voranschreiten der Story bei. Da fehlt was - aber möglicherweise erwartet uns das ja im Nachfolger, "Der zweite Verrat", der in Arbeit ist. Hierfür vergebe ich gute 2,5 Punkte, hier aufgerundet auf 3.


Auf und davon: Roman
Auf und davon: Roman
von David Arnold
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Übers Ziel hinausgeschossen, 23. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Auf und davon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich drehe den Kopf, recke das Kinn und sehe Arlene genau in die Augen. Ich wähle meine Worte sorgsam, spreche jede Silbe mit Bedacht aus. "Ich glaube, mein Dad ist ein guter Mensch, der sich dem Wahnsinn der Welt gebeugt hat."
Zuerst reagiert Arlene nicht. Genauer gesagt wirkt sie besorgt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es an meiner Antwort liegt oder an meinem Verhalten in den letzten Minuten. Dann blitzen ihre Augen auf und sie nickt. "Das tun so viele, mein Liebes. So viele."
--

INHALT:
Mim ist unglücklich - so richtig unglücklich. Mit ihrem Vater und seiner neuen Frau musste sie in eine andere Stadt ziehen, weg von ihrer Mutter, ohne dabei mit entscheiden zu dürfen. Als sie dann auch noch ein Gespräch zwischen ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und dem Schulleiter überhört, beschließt sie, abzuhauen und zurück in ihren Heimatort zu fahren. Unterwegs begegnet sie sehr unterschiedlichen Personen, die sie alle auf ihrem Weg zu ihrer Mutter begleiten. Doch Mim muss sich auch einigen Geheimnissen und Wahrheiten allein stellen...

MEINE MEINUNG:
David Arnolds "Auf und davon" klingt für einen Roadtrip-Roman eigentlich recht gewöhnlich: Es gibt ein bestimmtes Thema, vor dem die Hauptfigur auf der Reise flieht, Treffen mit vielen verschiedene interessante Persönlichkeiten und einige Geheimnisse, die noch aufgedeckt werden müssen. Der Mix aus Briefen, in denen die Gründe für Mims Weglaufen dargelegt werden, und normalen Kapiteln aus der Ich-Perspektive hebt das Werk jedoch von anderen des Subgenres ab, ebenso wie die oftmals sehr skurrilen Geschehnisse.

Mim ist eigentlich eine sehr starke und selbstbewusste Protagonistin, die mit ihrem Verhalten auch ihre Ängste und Unsicherheiten versteckt. Allerdings scheint sie manchmal als Figur auch unausgereift: Sie betont zum Beispiel mehrmals, dass sie nichts davon hält, andere Menschen zu verurteilen, bezeichnet Frauen, die ihren Love-Interest nur ansehen, jedoch gerne als Schlampen. Ein toller Charakter ist Walt, den sie auf ihrer Reise kennen lernt und der das Down-Syndrom hat, allerdings nicht nur deswegen ganz besonders ist - eine Figur, die man so nicht oft in Büchern antrifft. Der Gegenpart zur Heldin ist Beck, ein sehr nachdenklicher und sympathischer Kerl, der aber irgendwie auch ein wenig langweilig wirkt. Die übrigen Personen unterscheiden sich stark in ihren vorherrschenden Eigenschaften, sind aber oft schwer zu durchschauen und bleiben daher eher blass.

David Arnold spricht viele verschiedene und wichtige Themen an, die alle prinzipiell für sich allein funktionieren würden - durch die große Vielfalt kommt aber einiges auch einfach zu kurz. Es geht um Scheidung, Betrug, Depressionen, Psychosen, Tod und letztendlich auch ein wenig Romantik. Das alles lässt die Geschichte auf knapp 400 Seiten relativ überfüllt wirken, teilweise werden einige Geschehnisse sogar unangenehm kurz abgehandelt. Ein sehr tragisches Ereignis wird von der Protagonistin zum Beispiel verhältnismäßig schnell abgetan und mehr oder weniger genutzt, um sie mit dem Love-Interest zusammenbringen zu können.

Die Liebesgeschichte geht dafür schön langsam und ruhig vor sich - so ruhig jedoch, dass sie zuletzt regelrecht enttäuscht zurücklässt. Gleichzeitig wird sich so allerdings auch viel mehr auf die Freundschaft zwischen Mim, Walt und Beck konzentriert, die absolut bezaubert, und auch die eingeschobenen Briefe können so einen angenehm großen Platz einnehmen. Die vielen skurrilen und oft absurden Momente machen diese Stimmung jedoch leider immer wieder zunichte. Das Ende ist dann wenig überraschend, aber passend und vor allem durch die Weiterentwicklung von Mim sehr zufriedenstellend. Letztendlich wäre weniger aber wohl mehr gewesen.

FAZIT:
David Arnold scheint seinen Roadtrip-Roman "Auf und davon" unbedingt von der breiten Masse abheben zu wollen - und ist dabei übers Ziel hinausgeschossen, schon allein durch die vielen Themen. Alles ist ein bisschen skurril, kommt aber nicht so recht voran und Protagonistin Mim wirkt lange Zeit etwas unausgereift. Insgesamt vergebe ich dafür gute 3 Punkte.


Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem
Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem
von Nina LaCour
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Sehr ruhig und sensibel, 9. August 2015
Sie stellt die Tasche ab und geht leise ans Fußende meines Betts. Ich schließe wieder hoffnungsvoll die Augen. Ich höre Deckenrascheln, aber kein Gewicht auf der Matratze, kein Flüstern an meinem Ohr. Ich sehe wieder zu ihr. Sie hat meine Steppdecke zur Couch geholt und legt sie sich über die Beine. Dann zieht sie die Lampe näher, nimmt ein Stück Treibholz in die Hand und ein Schnitzmesser in die andere und arbeitet die ganze Nacht lang.
Das weiß ich, weil ich auch nicht schlafe.
--

INHALT:
Endlich ist die Highschool-Zeit vorbei und Colby kann endlich seinen größten Traum in die Tat umsetzen: Erst eine Woche mit der Band seiner drei Freundinnen Alexa, Meg und Bev auf Tour und danach geht es nur mit Bev, in die er schon seit Jahren verliebt ist, für ein Jahr nach Europa. Doch noch am ersten Tag des Roadtrips gesteht sie ihm, dass sie nicht mitkommt, sondern studieren geht - und Colby kann nicht fassen, dass sie nach Jahren der Planung plötzlich alles hinschmeißt. Wütend und enttäuscht bleibt er trotzdem bei der Tour dabei, weil er sie nicht im Stich lassen will. Und weil er hofft, dass sie vielleicht doch noch mal ihre Meinung ändert...

MEINE MEINUNG:
"Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" vereint als Roadtrip-Roman alle wichtigen Elemente, die man von solch einer Geschichte erwarten würde: Freundschaft, Musik, laue Nächte, Reiselust und ein bisschen Romantik. Berichtet wird das Ganze dabei aber aus der Ich-Perspektive eines Jungen, was durchaus ungewöhnlich ist - und teilweise auch nicht ganz deutlich wird, weil die Erzählstimme doch relativ sensibel und weich wirkt. Der Stil ist sehr einfach, die Ortsbeschreibungen aber so schön und glaubwürdig, dass man selbst das Gefühl hat, dort zu sein.

Colby ist ein eher ruhiger Charakter, nachdenklich, freundlich und liebenswürdig. Er kann sich nur schwer durchsetzen und lässt sich oft bevormunden - entwickelt aber durch die Reise auch endlich ein Gefühl dafür, was er selbst eigentlich will. Bev ist relativ egoistisch und schottet sich gern von anderen ab, in der Angst, verletzt zu werden. Sie beginnt sich zwar ein wenig zu öffnen, möchte aber trotzdem immer lieber ihre eigene Meinung durchsetzen. Tolle Charaktere sind die Schwestern Meg und Alexa, die mit ihrer Vielseitigkeit punkten können, ebenso wie die verschiedenen Personen, die die vier Freunde auf ihrem Weg treffen und die ihnen und dem Leser im Gedächtnis bleiben.

Wie von Roadtrips gewohnt, dreht sich viel um die Suche nach sich selbst - so auch hier, denn nachdem Colbys Pläne mit Bev über den Haufen geworfen wurden, muss er herausfinden, was er dieses eine Jahr nun stattdessen tut. Seine Enttäuschung über Bevs Entscheidung ist sehr gut nachzuvollziehen, ebenso aber auch seine Sehnsucht nach ihrer Freundschaft, wie sie früher war. Weil ich mich jedoch so gar nicht mit seiner großen Liebe Bev identifizieren konnte, kam bei mir auch die Romantik nicht an, obwohl diese einen Großteil von Colbys Gedanken ausmacht. Daran mag es wohl auch liegen, dass ich mich teilweise ein wenig gelangweilt habe, weil alles so dahin plätschert und relativ wenig passiert.

Fesselnder wird es, wenn Colby allein unterwegs ist und dabei verschiedene Menschen kennen lernt, die alle ihre eigenen kleinen Geschichten haben und ihm verschiedene Wege aufzeigen, die er gehen könnte. Und auch die Versuche von ihm und Bev, die Freundschaft zu kitten und vielleicht sogar mehr daraus zu machen, berühren, wenn sich beide einander endlich öffnen. Dabei ist ihr Grund dafür, doch nicht mit ihm auf die Europareise zu gehen, aber gar nicht mal so außergewöhnlich. Wunderbar ist dagegen das Ende, das die Geschichte so sehr gut abschließt und mit einer Entscheidung endet, auf die man gehofft hatte - sodass ein zufriedenes Gefühl zurück bleibt.

FAZIT:
Nina LaCours Roadtrip-Roman "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" ist sehr ruhig und daher für mich teilweise auch ein wenig langweilig, besonders, weil die Liebesgeschichte mich aufgrund der etwas egoistischen Protagonistin nicht ganz berühren konnte. Die tollen Ortsbeschreibungen und vielen unterschiedlichen Figuren machen einiges davon aber wieder wett. 3,5 Punkte (hier abgerundet auf 3) für dieses sehr sanfte Sommerbuch.


Todesengel: Thriller (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Todesengel: Thriller (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von Andreas Eschbach
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Ein Selbstjustizler auf der Suche nach Gerechtigkeit, 7. August 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es gab kein Entrinnen. Sven stand mit dem Rücken zur Wand, und der Typ...falls es ein Typ war...kam auf ihn zu. Die Pistole zielte auf Svens Kopf, genau zwischen seine Augen.
"Bitte...", würgte Sven hervor, oder zumindest versuchte er es, aber er hatte das Gefühl, nur bedeutungslose Laute zu produzieren.
"Sag allen, dass ich von jetzt an über diese Stadt wache", verlangte der Engel. "Und dass ich alle bestrafen werde, die sich an Schwachen vergreifen, so wie du, du Stück Scheiße."
Sven sah noch, wie der Arm mit der Pistole herabzuckte, hörte einen Knall, dann explodierte ein unglaublicher Schmerz in seinem Knie und ließ ihn zusammenbrechen.
--

INHALT:
Ein älterer Mann wird in einer U-Bahn-Station angegriffen und beinahe tot geprügelt - bis er im letzten Moment von jemandem gerettet wird. Gerettet von jemandem, der mit dem weißen Mantel und der leuchtenden Gestalt aussieht wie ein Engel, und der die Angreifer einfach erschießt. Dieses Geschehen bleibt kein Einzelfall, doch Polizei und Politik versuchen zu vertuschen, was in der Stadt geschieht. Dann allerdings findet der Journalist Ingo Beweise und geht damit an die Öffentlichkeit. Er tritt eine Debatte um die Versorgung der Opfer und das Strafmaß der Täter los, die das Land in Atem hält. Gleichzeitig sucht die Polizei jedoch auch fieberhaft nach dem sogenannten "Todesengel". Denn er ist und bleibt ein Mörder...

MEINE MEINUNG:
Andreas Eschbach, deutscher Bestseller-Autor, wagt sich in seinem neuen Thriller "Todesengel" an ein schwieriges und kontroverses Thema heran: Das der Selbstjustiz nämlich und des teilweise ungleichen Umgangs der Gerichte und Richter mit Opfern und Tätern. Er erzählt die Geschichte dabei aus der personalen Perspektive allerlei verschiedener Figuren, die sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten, Protagonist ist jedoch der Journalist Ingo. Die vielen Wechsel sind manchmal etwas anstrengend, weil es sich viele Namen zu merken gilt, mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch an die Fülle von Stimmen, weil gerade diese der Thematik solch eine Tiefe verleihen.

Ingo ist von jeher eigentlich der Verlierer-Typ: Von der Freundin verlassen springt er jedoch trotzdem, wenn sie anruft; als Journalist hat er keinen Erfolg und noch immer hängt ihm seine Moderation einer Kindersendung nach. Mit der Zeit beginnt er zwar mehr auf sich selbst zu vertrauen, wird aber auch immer von seinem Wunsch getrieben, es allen zu beweisen. Die beiden Frauen in seinem Leben, Evelyn und Melanie, ähneln sich sehr stark von ihrer Erwartungshaltung her und lösen wenig Sympathien in einem aus. Als einzige interessante weibliche Figur sticht Victoria mit ihren Ängsten, aber auch ihrer versteckten Stärke heraus. Am Interessantesten sind jedoch die Abschnitte aus der Sicht des Todesengels selbst, voller Wahn und gleichzeitig dem Wunsch, etwas Gutes zu tun; sowie die, in denen es um Kommissar Ambick geht, der sehr gut die Grautöne zwischen beiden Meinungen (Justiz und Bevölkerung) darstellt.

Die Geschichte selbst ist eine, die immer aktuell ist und gerade in den letzten Jahren deutlich an Brisanz gewonnen hat: Denn es geht um die Aggressivität insbesondere der Jugend, die jedoch oftmals in nur geringen Strafen mündet. Stattdessen werden Opfer, die sich selbst verteidigt haben, anschließend vor Gericht gestellt und sogar selbst wie Täter behandelt - Verteidigung wird im Grunde vom Gesetz untersagt, weil für jede Form belangt werden kann. Eine Ungerechtigkeit, der sich dieser Roman zu einem großen Teil widmet und die er erschreckend und aufwühlend deutlich macht. Die Selbstjustiz des sogenannten Todesengels wird zwar teilweise verherrlicht, insbesondere vom Protagonisten, immer wieder gibt es allerdings auch gegensätzliche Meinungen. Dass nicht alles Schwarz und Weiß ist, wird insbesondere zum Ende hin noch einmal sehr deutlich.

Der Thriller zieht seine Spannung aus drei Bereichen: Der Wut der Bevölkerung über den Umgang mit Opfern (und der gleichzeitig immer wiederkehrenden Gleichgültigkeit ihnen gegenüber), den alles ausschlachtenden Medien und der Suche nach dem Täter. Letzterer steht jedoch, nachdem nur einmal oberflächlich auf eine falsche Fährte geführt wurde, sehr schnell fest, und danach lässt auch das Interesse nach. Denn es folgen noch 100 Seiten - auf denen irgendwie alles und doch nichts passiert. Der Schluss entschädigt dann jedoch dafür: Tragisch, wie man es bei einer solchen Geschichte erwarten würde, sehr ernst und nachdenklich stimmend. Der Grund für die Geschichte, die vielen ignorierten Opfer nämlich, wird ganz sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

FAZIT:
"Todesengel" verwebt das Thema der Selbstjustiz auf sehr interessante Weise mit der für Thriller typischen Suche nach einem Mörder - und bringt dabei auch noch deutlich die Ungerechtigkeit in der Verurteilung von Opfern und Tätern zur Sprache. Leider lässt zum Ende hin die Spannung deutlich nach, ansonsten jedoch kann das Werk fast durchgehend fesseln. 4 Punkte.


Samsung NX3300 Smart Systemkamera (20,3 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full HD Video, WIFi, NFC) inkl. 16-50 mm OIS i-Function Power-Zoom-Objektiv weiß
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Wird angeboten von M&M Photo-Discount
Preis: EUR 347,80

5.0 von 5 Sternen Sehr gute, einfach zu bedienende, Systemkamera, 26. Juli 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
ZUBEHÖR:
Im Lieferumfang enthalten sind: Die Kamera, 1 externer Blitz, 1 Ladegerät, 1 USB-Verbindungskabel, 1 Akku, 1 Tragegurt und 3verschiedene Schutzkappen, sodass jedes Teil für sich geschützt werden kann. Ebenso dabei ist eine leicht verständliche Kurzanleitung.
Der externe Blitz lässt sich sehr einfach anbringen. Der Trageriemen ist etwas schwierig anzubringen, man sollte unbedingt darauf achten, dass er richtig sitzt. Ist dies der Fall hält er das Gewicht der Kamera sehr gut.

ZUSAMMENBAU DER KAMERA:
Vor der Benutzung muss das Objektiv auf die Objektivkontakte gesetzt werden. Dazu muss die rote Markierung auf dem Objektiv über die rote Markierung auf dem Kameragehäuse gesetzt werden. Dann wird das Objektiv nach rechts gedreht und rastet sofort mit einem hörbaren Klicken ein. Zum Abnehmen des Objektivs wird einfach ein Knopf gedrückt und das Objektiv nach links gedreht bis es sich löst. Mehr gibt es nicht zu beachten, die Handhabung ist sehr einfach.

FUNKTIONEN:
Man kann durch die WLAN-Funktion der Kamera diese mit dem Smartphone verbinden und dadurch Fotos und Videos auf das Handy senden, das Handy als Fernauslöser nutzen oder Fotos beim Aufnehmen automatisch darauf speichern. Dazu ist nur die Smart C amera-APP auf dem Smartphone nötig. Die Verbindung zwischen Kamera und Handy erfolgt innerhalb weniger Sekunden. Weitere Funktionen: Das Ran- oder Wegzoomen erfolgt durch Drehen des silbernen Objektivteils oder durch das Drücken der +/- Tasten am Objektiv selbst.
Die sonstigen Fotoaufnahmefunktionen sind, wie von Digitalkameras gewohnt, sehr vielfältig. Man kann wählen zwischen der automatischen Aufnahme, der Blendenautomatik, der manuellen Aufnahme, verschiedenen Aufnahmemodi wie Serienaufnahme, Nacht oder Sonnenaufgang etc., schönes Porträt, Programm und direkter Verbindung mit WiFi. Im Menü kann man Funktionen einstellen wie Fotogröße, Videoqualität usw.

FOT'OS
Der Auslöser der Kamera reagiert sofort. Die Fotos sind nicht verschwommen und zeichnen sich durch hohe Qualität aus, die Farben wirken natürlich und klar. Mit dem externen Blitz lassen sich auch bei schlechtem Licht äußerst scharfe Bilder schießen. Durch die vielen verschiedenen Funktionen gelingt in jeder Situation ein schönes Bild.

FAZIT:
Durch die weiße Lederoptik wirkt die Kamera retromäßig und dabei äußerst edel. Das Zubehör ist gut gewählt und im Normalfall für Hobbyfotografen ausreichend. Der Aufbau und die Bedienung sind einfach und durch unterschiedliche Funktionen werden immer gute Bilder gewährleistet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Eine Kameratasche hätte aber durchaus enthalten sein können.


Garnier Miracle Sleeping Cream, 1er Pack (1 x 0.05 l)
Garnier Miracle Sleeping Cream, 1er Pack (1 x 0.05 l)
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Interessantes Produkt, 19. Juli 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich habe die Miracle Sleeping Creme nun ausgiebig getestet und bin in der Tat etwas verblüfft. Nachdem ich den Tiegel das 1. Mal in der Hand hielt, habe ich nicht so viel von der Creme erwartet, weil ich die Aufmachung etwas billig finde. Für so eine "Wunder-Schlaf-Creme" erwarte ich eine hochwertigere Verpackung. Allerdings, wenn ich nun morgens in den Spiegel sehe, habe ich den Eindruck, dass ich nicht mehr so zerknittert aussehe wie sonst, was ich tatsächlich auf die Garnier Nachtcreme zurückführe, da sich mein Schlafverhalten (meist relativ schlecht) nicht geändert hat. Somit sollte man von der Verpackung auf keinen Fall auf das Produkt schließen.

Bereits bei der Entnahme der Creme aus dem Tiegel hatte ich ein Aha-Erlebnis: Es fühlt sich ein bisschen gummiartig an, wenn ich die Creme entnehme. Beim Auftragen auf mein Gesicht ist hiervon jedoch nichts zu merken, ganz im Gegenteil, die Creme lässt sich sehr leicht verteilen, sie klebt überhaupt nicht und hinterlässt kein Maskengefühl auf der Haut wie viele andere Nachtcremes. Sie duftet sehr dezent, was ich für eine Nachtcreme sehr schätze, zu starker Geruch irritiert mich nachts. Ich habe mir zusätzlich noch etwas Creme unter den Augen aufgetragen und habe festgestellt, dass ich das sehr gut vertragen habe, kein Brennen, keine Irritationen, so dass ich im Bett lesen konnte ohne jegliche Probleme (andere Nachtcremes kann ich um die Augen herum nicht so gut vertragen, so dass sie beim Lesen in die Augen "kriechen". Für mich also perfekt, da ich abends lange im Bett lese.

Ich habe zum Teil empfindliche Haut, daher bin ich überrascht über die gute Verträglichkeit der Miracle Sleeping Creme. Daher denke ich dass sie ein idealer Partner für das nächtliche Erholungsprogramm für alle Hauttypen ist.

Eine Eigenschaft der Sleeping Cream irritiert mich allerdings etwas: Wenn ich etwas aus dem Tiegel entnommen habe, sehe ich wie bei jeder anderen Creme einen kleinen "Krater" an der Entnahmestelle, der auch am nächsten Abend noch zu sehen ist. Bei dieser Creme ist es jedoch so, dass dieser "Krater" am nächsten Abend vollkommen verschwunden ist, ganz im Gegenteil, man taucht wieder in eine vollkommen glatte Fläche ein, als ob ein neuer Tiegel aufgemacht worden wäre.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich nach meinem ersten Eindruck bezüglich der Verpackung sehr positiv überrascht bin. Die Nachtcreme sorgt für eine sichtbar glattere, erholtere, strahlendere Haut und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen!


Dermabrush Advanced Cleansing System, 1er Pack (1 x 1 Stück)
Dermabrush Advanced Cleansing System, 1er Pack (1 x 1 Stück)
Preis: EUR 41,95

4.0 von 5 Sternen Es müssen nicht Hunderte von Euros sein, 19. Juli 2015
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VERSPRECHEN:
Mit den 5 verschiedenen Aufsätzen verspricht das "Dermabrush Advanced Cleansing System" eine gereinigte und belebte Haut.

ZUBEHÖR:
In der mit Magnetverschluss ausgestatteten Box befinden sich das Gerät selbst, eine Bürste für das Gesicht und eine für den Körper, ein Bimsstein für Hornhaut und ein Schwamm. Batterien sind ebenfalls bereits enthalten. Eine Anleitung gibt es nur auf der Rückseite der Verpackung, diese ist jedoch leicht zu verstehen und ausführlich genug. Zusätzlich gibt es noch ein paar Warnhinweise für Anwender mit sensibler Haut.

BEWERTUNG DER EINZELNEN AUFSÄTZE:
Griff: Es gibt leider keine einzelnen Stufen, zwischen denen man bei Benutzung wechseln kann. Die Rotation ist jedoch intensiv und gleichzeitig angenehm genug, als dass das Fehlen nicht so stark ins Gewicht fällt.

Gesichtsbürste: Angenehme Borstenstärke und genau die richtige Größe für das Gesicht. Nach der Anwendung fühlt sich das Gesicht sauber und geschmeidig an. Am besten sollte der Aufsatz noch mit einem Reinigungsgel genutzt werden.

Körperbürste: Sehr gute Größe, um die Bürste am gesamten Körper nutzen zu können und insbesondere an Armen und Beinen angenehm. Hilft wunderbar, Hautschüppchen und sogar Unreinheiten entgegen zu wirken.

Bimsstein: Dieser ist etwas zu sanft, insbesondere bei kräftigerer Hornhaut. Für die Ränder aber durchaus zu gebrauchen, und hinterher sind die Stellen wunderbar weich.

Schwamm: Verspricht, der Haut einen "jungen" Glanz zu geben, davon ist allerdings nicht großartig viel zu sehen. Fühlt sich durch die kreisenden Bewegungen auch etwas seltsam an. Der einzige Aufsatz, der nicht viel her macht.

FAZIT:
Nach der Benutzung für ein paar Wochen fühlt sich meine Haut bereits sehr viel besser an. Insbesondere die Gesichtsbürste wie auch die Körperbürste gefallen mir sehr, weil sie ein so reines Gefühl verleihen. Nur der Schwamm-Aufsatz hat eher weniger Nutzen, und es ist ein wenig schade, dass der Griff nur eine Rotations-Stufe an. Ansonsten insbesondere für den Preis sehr empfehlenswert!


Olaz Total Effects Poren-Perfektionierer, 1er Pack (1 x 50 ml)
Olaz Total Effects Poren-Perfektionierer, 1er Pack (1 x 50 ml)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hat meine Haut verunreinigt und ausgetrocknet, 15. Juli 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der "Pore Perfector" aus der "Olaz Total Effects 7 in One"-Serie verspricht verspricht gleich 7 Wirkungen auf einmal, die durch die Verwendung der Creme eintreten sollen: Glättung von Fältchen, Erfrischung trockener Haut, Ausgleich des Hauttons, Glättung der Hautstruktur, optische Verkleinerung von Poren, Schutz vor Schaden durch Antioxidantien und Feuchtigkeit.

Natürlich kann man schon hier erkennen, dass sich diese 7 Effekte teilweise wiederholen (Feuchtigkeit und Erfrischung trockener Haut sind meiner Meinung nach überwiegend das Selbe, genauso wie Glättung der Hautstruktur und von Fältchen). Dass die Creme jedoch Poren verkleinern und den Hautton ausgleichen soll, hat mich aber dennoch gelockt.

Die Creme ist von einer cremeweißen Farbe und hat einen fruchtig-frischen, dezenten Geruch. Die Konsistenz ist die einer Base, ganz leicht und gut zu verteilen. Anwender mit eher fettiger Haut in der T-Zone - so wie ich - glänzen nach dem Auftragen jedoch ein wenig.

Nach fast drei Wochen der Anwendung kann ich nun jedoch ein deutliches Fazit ziehen: Gewirkt hat die Creme nichts. An den Poren ist keinerlei Veränderung aufgetreten - nicht einmal eine optische nach dem Auftragen, die durch die wahrscheinlich vorhandenen Silikone eigentlich gegeben sein sollte (eine echte ist zur Zeit sowieso noch durch nichts möglich). Stattdessen hat das Mittel meine Haut extrem ausgetrocknet - zwar hat diese geglänzt, dennoch konnte ich aber teilweise ganze Hautfetzen abziehen. Zudem bildeten sich auch vermehrt Pickel und Mitesser, sodass ich die Creme vorsichtshalber wieder abgesetzt habe, was zu einer Besserung führte.

Da ich mit 19 Jahren noch recht jung bin, kann ich bei eventuellen Fältchen natürlich keine wirkliche Wirkung feststellen. Die Haut wirkt nach dem Auftragen aber sehr erfrischt und glatt, eine Faltenmilderung spreche ich aber dennoch eher ab. Letztendlich wurde keines der Versprechen wirklich erfüllt - außer vielleicht dem mit dem Schutz, was ich ohne medizinische Tests wohl nicht herausfinden werde - und für meine Haut hat die Creme eher Schlechtes getan. Das mag natürlich jedem anders gehen, ich kann jedoch so keine Empfehlung aussprechen.


Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.: Roman
Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.: Roman
von Paula Hawkins
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Obsession, Liebe, Sucht und Hass, 7. Juli 2015
Ich wüsste zu gern, was gestern passiert ist; ich wollte, ich wüsste, was mir leidtun muss. Angestrengt versuche ich, einen flüchtigen Erinnerungsfetzen einzuordnen. Ich habe das bestimmte Gefühl, dass ich einen Streit mit angesehen habe oder darin verwickelt war. Mit Anna? Meine Finger tasten über die Wunde an meinem Kopf, über den Schnitt an meiner Lippe. Beinahe sehe ich die Szene vor mir, beinahe höre ich die Worte, doch das verschwimmt alles wieder. Ich bekomme es einfach nicht zu fassen.
--

INHALT:
Rachel führt ein trostloses Leben: Alkoholkrank und von der Liebe ihres Lebens verlassen, bleibt ihr nur noch, ihrem Exmann mit seiner neuen Familie hinterherzuspionieren und fremde Menschen auf ihren morgend- und abendlichen Zugfahrten zu beobachten. Insbesondere ein Paar, das nicht weit entfernt wohnt von ihrem früheren Haus, hat es ihr mit der liebevollen Beziehung angetan. Doch eines Tages verschwindet die Frau, Megan - kurz nachdem Rachel sie bei einem Kuss mit einem anderen Mann gesehen hat. Könnte das das Motiv sein? Rachel informiert die Polizei, macht sich dabei allerdings auch selbst verdächtig, denn sie war am Abend des Verschwindens in derselben Straße. Und sie kann sich an nichts erinnern...

MEINE MEINUNG:
Paula Hawkins Thriller-Debüt wird üblicherweise direkt mit dem Bestseller "Gone Girl" in einem Zuge genannt - und auch wenn ich Letzteres nur als Film gesehen habe, kann ich den Vergleich durchaus verstehen. Denn ebenso wie das Werk von Gilian Flynn besitzt auch "Girl on the Train" ausnahmslos schwierige und facettenreiche Charaktere, die es einem nicht einfach machen, Sympathien für sie zu entwickeln. Der Schreibstil ist dabei überwiegend ruhig und flüssig zu lesen, erzählt wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht der drei weiblichen Protagonistinnen.

Rachel ist seit mehr als zwei Jahren Alkoholikerin, hat mit der Sucht ihre Ehe und auch ihr sonstiges Privatleben kaputt gemacht. So bleibt ihr neben dem Trinken noch das Zugfahren, während dessen sie andere Menschen beobachtet - ein recht trauriges Leben also. Man schwankt bei ihr kontinuierlich zwischen Mitgefühl und Unverständnis wegen ihrer obsessiven Art, letztere bleibt dabei aufgrund ihres Hintergrunds allerdings stets glaubwürdig. Megan, die verschwundene Frau, ist ähnlich kaputt wie Rachel, nachdem sie schon in Jugendjahren ein traumatisches Erlebnis nicht verarbeiten konnte. Sie weckt aufgrund ihrer egozentrischen Art keine Sympathien in einem, bleibt aber immer interessant. Anna, die neue Frau von Rachels Ex, ist dann jedoch diejenige, die in ihrer Paranoia und ihrer Überbehütung des Kindes schrecklich nervt - und gerade so für ganz andere Einblicke sorgt, als man es gewohnt ist. Die übrigen Figuren werden klar und mit einfachen Details gezeichnet, und vor allem Scott und Tom können durch ihre Undurchschaubarkeit punkten.

Der Roman beginnt sehr langsam mit der Einführung in Rachels kaputtes Leben, ihre Gewohnheiten, ihre traurige Vergangenheit und ihre Obsession bezüglich Megan und Scott, die sie ein wenig von ihren Problemen ablenken. Kurz nach dem Verschwinden der Frau zieht das Tempo jedoch bereits deutlich an. Zwar wird mit dem Blackout Rachels ein sehr oft genutztes Stilmittel verwendet, dennoch steuert dies auch einen Teil zur Spannung bei - indem nämlich immer wieder kleine Details und Erinnerungsfetzen hinzu kommen, setzt sich langsam, aber stetig ein richtiges Bild zusammen. Dies führt letztlich dazu, dass Rachel sich entschließt, trotz ihrer Probleme mit der Polizei, bei der sie sich selbst verdächtig gemacht hat, auf eigene Faust zu versuchen, das Mysterium von Megans Verschwinden zu lösen - was selbstverständlich schwerwiegende Konsequenzen nach sich zieht.

Zwischenzeitlich geht es auch immer wieder sowohl um ihre Vergangenheit als auch um die von Megan, wodurch man beide Frauen gut kennen lernt - letztlich so aber auch gut erahnen kann, was nun eigentlich wirklich geschehen ist. Die Hinweise darauf sind größtenteils subtil, lassen sich aber dennoch schon einige Seiten vor der Auflösung miteinander verbinden. Da das Motiv leider relativ wenig ausgeklügelt ist, kann auch an dieser Stelle wenig überraschen; dafür hat die Autorin den Showdown rund um die Konfrontation jedoch sehr gut gelöst. Letztendlich will man diesen vielen kaputten Figuren nicht wieder begegnen, aber es ist sehr erfrischend, einmal ihre Sicht erfahren zu haben.

FAZIT:
Paula Hawkins hat mit "Girl on the Train" einen überwiegend ruhigen, aber dennoch sehr fesselnden Thriller rund um Obsession, Liebe, Sucht und Hass geschrieben, der trotz der etwas klischeehaften Einbindung von Erinnerungslücken insbesondere durch die vielschichtigen Charaktere zu überzeugen weiß. Dafür gibt es knappe 4 Punkte.


ELRO Multi/Amperemeter mit Automatischem Messbereich, M971
ELRO Multi/Amperemeter mit Automatischem Messbereich, M971
Preis: EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen Gutes Gerät für diese Preisklasse, 23. Juni 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Auspacken des Multimeters ELRO M971 war nicht ganz einfach, die Packung war mit Heftklammern zugetackert, es ging nur mit Hilfe eines Entklammerers. Nachdem dies bewältigt war, gingen die Prüfungen los. Das Gerät arbeitet bei der Messung von Spannung, Stromstärke und Widerstand perfekt. Zusätzlich gibt es einen akustischen Durchgangsprüfer, einen berührungslosen Spannungsprüfer und die Möglichkeit für Diodentests. Die Messdaten können allerdings nicht gespeichert werden. Verarbeitung und Sicherheit: Das Gehäuse besteht aus einem bruchfesten ABS Kunststoff. Dieser schützt das Gerät nicht nur von Stößen und Stürzen, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass das Gerät jederzeit griffig in der Hand liegt. Die Messleitungen und Anschlussbuchsen sind von hoher Qualität, so wie die gesamte Verarbeitung aller Bauteile am Gerät. Bedienung: Das Gerät lässt sich mittels des sehr übersichtlichen Auswahlschalters komfortabel und unkompliziert bedienen. Selbst Einsteiger kommen mit dem Gerät schnell zurecht. Obwohl das Display keine Hintergrundbeleuchtung hat, lässt sich die Anzeige auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut ablesen. Im Lieferumfang enthalten sind das Messgerät und die Messleitungen und eine Bedienungsanleitung.

Fazit: Für den alltäglichen Gebrauch zu empfehlen. Da keine Batterie beilag,die Bedienungsanleitung extrem klein geschrieben ist und der akustische Signalgeber etwas leise ist, gibt es einen Stern Abzug.


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