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Rezensionen verfasst von
S. Buddensiek
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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50/50 - Freunde fürs (Über)Leben
50/50 - Freunde fürs (Über)Leben
DVD ~ Joseph Gordon-Levitt
Preis: EUR 7,99

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu Herzen rührend ohne erdrückende Traurigkeit, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: 50/50 - Freunde fürs (Über)Leben (DVD)
"Mom, was machst du da?" - "Ich mache dir grünen Tee. In der Today-Show hieß es, grüner Tee verringere das Krebs-Risiko um 15 Prozent." - "Aber...ich hab' doch schon Krebs."
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STORY:
Adam ist erst 27 Jahre jung, als er mit einer Krebsdiagnose konfrontiert wird. Bis dahin lebte er sein gesundes, glückliches und relativ unbeschwertes Leben mit seiner Freundin. 50/50 stehen seine Chancen auf Heilung, und Adam muss sich plötzlich damit beschäftigen, dass sein Leben bald zu Ende sein könnte. Gemeinsam mit seinem besten Freund und seiner Familie versucht er die Stadien, die diese Krankheit mit sich bringt, zu bewältigen: Schock, Verleugnung, Widerstand und schließlich Akzeptanz.

MEINE MEINUNG:
Seth Rogen ist nicht unbedingt mein liebster Schauspieler, sind seine Witze doch oft eher zu dick aufgetragen und stark unter der Gürtellinie, weswegen ich ungern Produktionen mit ihm anschaue [und sei er auch nur eine Nebenrolle wie hier]. Für "50/50" wollte ich jedoch gern einmal darüber hinweg sehen, ist die Geschichte doch wirklich schön angelegt. Und zum Glück wollte ich es noch einmal versuchen - denn diesen Film sollte man sich nicht entgehen lassen!

Schon seit einigen Wochen leidet Adam unter Schmerzen an der Wirbelsäule, zum Arzt hat er es bisher allerdings nicht geschafft. Zu sehr ist er damit beschäftigt, seinen Artikel für das Radio, bei dem er arbeitet, fertig zu schreiben und nebenbei noch seine feste Freundin sowie seinen besten Freund zu beschäftigen. Als es allerdings schlimmer wird, lässt er sich doch untersuchen - Diagnose: Krebs. Von nun an muss Adam kämpfen, gemeinsam mit seiner Familie und seinen Freunden...Schnell beginnt die eigentliche Story, eine lange Einführung in das Leben des Protagonisten wird vermieden. Wie das aussieht, wird allerdings auch so schnell klar und im Laufe der Handlung deutlicher. Durch das schnelle Voranschreiten ist man sofort mittendrin und anfängliche Längen bleiben aus.

Joseph Gordon-Levitt spielt den todkranken Adam erwartungsgemäß grandios. Sein Minenspiel ist besonders in Filmen wie diesen unheimlich bewegend und mitreißend. Nie wirkt er überzogen oder gar unglaubwürdig, trotz seiner Krankheit und der damit verbundenen Dramatik kann man sich stets mit ihm identifizieren. Für mich gehört er zu den ganz großen und ist zu Recht dieses Jahr noch in einigen weiteren interessanten Filmen zu sehen. Seth Rogen ist da wie immer eher der abgedrehte. Seine Witze sind auch hier hauptsächlich auf Sex und alles damit verbundene gerichtet, dennoch gelingt es ihm, dabei tatsächlich mal unterhaltsam zu sein. Er wirkt die meiste Zeit über mehr oder weniger wie der letzte, den man beim Kampf ums Überleben dabei haben will, aber es wird auch klar, dass er sich um seinen Freund sorgt und sich mit dem Krebs auseinander setzt. Zum ersten Mal war Rogen mir tatsächlich sympathisch.

Anna Kendrick, die vielen aus den "Twilight"-Filmen bekannt sein dürfte, darf nach dem tollen "Up in the Air" endlich wieder zeigen, dass sie tatsächlich schauspielerisches Talent besitzt. Ihre Rolle als unerfahrene, aber sehr menschliche und warmherzige Therapeutin Katherine steht ihr gut. Sie ist zwar mehr oder weniger niedlich, wirkt aber dennoch authentisch und liebenswürdig. Anjelica Huston als sorgenvolle Mutter ist nicht oft zu sehen, dann jedoch unerwartet rührend, auch wenn ihr Charakter extrem stereotyp ist. Besonders gefiel mir bei den Nebenfiguren jedoch Freundin Rachael, ein Ekelpaket sondergleichen und wie immer klasse gespielt von Bryce Dallas Howard.

Natürlich, den Plot gab es in den letzten zwei, drei Jahren zur Genüge - "Restless", "Love life", "Kein Mittel gegen Liebe", sie alle handelten vom Krebs und dem aussichtslosen Kampf dagegen. Hier jedoch ist etwas Entscheidendes anders: Die Chance auf Heilung. In diesem Film gibt es endlich einmal Aussicht auf ein Happy End, was dem Ganzen einen Teil der erdrückenden Traurigkeit nimmt. Zu Herzen rührend ist es trotzdem, schließlich ist ein guter Ausgang nicht sicher. Regisseur Jonathan Levine gelingt dabei die Gradwanderung zwischen Witz und Tragik exzellent, ein seltenes Phänomen. Hier kann man sowohl Lachen als auch Weinen, die ganze Zeit über. Und gerade diese Mischung macht den Zauber aus, der bis zum Ende hin erhalten bleibt und auch nach dem Ende nicht einfach verschwindet.

FAZIT:
Wer hätte gedacht, dass Summit Entertainment auch guten Filmen eine Chance gibt? "50/50" ist ein wunderschöner, berührender Film über Krebs und den Umgang damit, ohne bei dem Thema jedoch unsäglich zu deprimieren. Er ist witzig und dabei trotzdem sehr berührend, was vor allen an den tollen Darstellern liegt. 4 verdiente Punkte!

DVD-INFORMATIONEN:
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 5. Oktober 2012
Vorläufiger Preis: 14,99€

Blanche, Band 01:  Der Erzdämon
Blanche, Band 01: Der Erzdämon
von Jane Christo
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat Potenzial, 12. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Blanche, Band 01: Der Erzdämon (Broschiert)
Eben noch lag die Straße unter ihr, einen Augenblick später befand sich dort ein gigantischer Krater. Dabei wurden auch die anliegenden Häuser nicht verschont, die allesamt aussahen, als hätte Godzilla ein Stück aus ihnen herausgerissen. Von oben betrachtet wirkte es, als hätte jemand eine monströse Seifenblase heraufbeschworen, die ihre Umgebung in sich aufgesaut hatte und anschließend mit ihrer Beute verpufft war.
Blanche lugte über die Bruchkante des Regierungsgebäudes, auf dem sie kauerte. Dreiviertel des Bauwerks waren verschwunden - ein klaffendes Loch endete einen halben Meter vor ihren Füßen.
--

INHALT:
Blanches Mentor Wayne wurde getötet - ein Profikiller sondergleichen, ihr Vorbild, ihre Familie. Sie schwört sich, die Mörder zu finden und zur Strecke zu bringen. Doch ihre Pläne werden von einem Mann durchkreuzt, der plötzlich in ihrer Wohnung steht und sich als Erzdämon Beliar vorstellt. Dieser wurde vom Teufel höchstpersönlich geschickt, um die Schulden eines Pakts, den Wayne geschlossen hatte, einzutreiben. Denn dieser ist nicht in der Hölle erschienen. Blanche hat drei Tage Zeit, um seine Seele dorthin zu verfrachten, ansonsten muss sie seinen Platz einnehmen. Und während plötzlich noch so einige andere Wesen aus der Unterwelt hinter ihr her sind, muss sie sich eingestehen, dass der Dämon eine ungeahnte Anziehungskraft auf sie ausübt. Doch das darf nicht sein...

BUCHAUFMACHUNG:
Das Cover ist jedes Mal wieder ein absoluter Eyecatcher. Die schwarzen Federn vor dem Gesicht der jungen Frau sind eine leichte Andeutung auf den Inhalt, sie selbst sieht genauso aus wie man sich Blanche vorstellt, jedenfalls von dem her, was hier abgebildet ist. Das strahlend blaue Auge passt perfekt zum weiß-blauen Titel. Ich kann irgendwie nicht genug davon bekommen...

MEINE MEINUNG:
Lange habe ich mich auf dieses Werk gefreut, schon allein wegen der tollen Gestaltung. Allerdings war das Ganze doch nicht ganz so wie ich erwartet hatte. Der erste Teil der "Blanche"-Reihe ist nicht nur vom Titel her etwas unschlüssig. Irgendwie kann er sich nicht entscheiden zwischen den typischen Klischees und eigenständigen Ideen, weshalb er nicht vollständig überzeugen kann.

Die Geschichte ist toll, keine Frage. Blanche, die mit 8 Jahren aus dem Waisenheim abgehauen ist, in dem die Kinder misshandelt wurden, wuchs beim Profikiller Wayne auf. Dieser ist nun tot - und sie muss, einen gruseligen und irgenwie doch anziehenden Dämon auf den Fersen, seine Seele in die Hölle befördern. Natürlich, den Aspekt mit dem gefährlichen aber heißen männlichen Helden hat man schon öfter gelesen, hier passt dies jedoch ganz gut. Jane Christos Schreibstil ist von Anfang an wunderschön bildhaft, bringt dabei aber auch ausdrucksstark und mit Schimpfwörtern gespickt die Gedanken der Protagonistin rüber. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und brachte mich das ein oder andere Mal zum Kichern.

Blanche ist eine starke, eigenwillige und dickköpfige Heldin, die die meiste Zeit über versucht, gegen ihre Gefühle anzukämpfen. Das wirkt allerdings auch relativ schnell ausgelutscht, besonders, als sie auch nach einigen außergewöhnlichen Dingen immer noch nicht glauben will, dass Beliar ein Dämon ist. Ich habe zwar gern von ihr gelesen, aber ihr Verschließen vor der Wahrheit erschien irgendwann nicht mehr glaubwürdig. Er selbst gefiel mir da schon etwas besser. Zwar ist er der Handlanger des Teufels und hat schon einige böse Dinge verbrochen, dennoch wirkt er keinesfalls kalt oder abweisend. Er ist nicht der typische gut aussehende Retter, dabei aber trotzdem irgendwie heiß. Einzig und allein sein wirklich schneller Sinneswandel vom Bad Boy zum guten Kerl wurde mir nicht deutlich genug.

Die Nebenfiguren sind allesamt sehr interessant, manchmal allerdings etwas schwer zu durchschauen. Die Prostituierte Nella beispielsweise, eine Informationsquelle von Blanche und kurz darauf die Geliebte eines Mafiabosses. Ihre Rolle im Ganzen wurde mir irgendwie nicht wirklich klar, ebenso wie die des Bosses und seines Ansinnens hinter seinen Aktionen. Zusammenreimen kann man sich alles, ein paar mehr Details wären aber schön gewesen. Richtig gut hingegen hat mir Bösewicht Zoey gefallen. Dieser ist widerlich, schmierig und abscheulich, passt damit aber absolut in die Geschichte.

Zimperlich geht es auf jeden Fall nicht zu. Es werden Personen aufgeschlitzt, blutige Gemetzel geführt, Gebäude gesprengt. Die Action wirkt durchdacht und ist absolut spannend, besonders, da die Hauptperson selbst richtig tough ist und eigene Kämpfe führt, ohne andauernd gerettet werden zu müssen. Trotz dieser Szenen allerdings war ich nicht unbedingt mitgerissen. Dafür ging mir beispielsweise die Liebesgeschichte eindeutig viel zu schnell, denn Blanche und Beliar kennen sich bei ihrem ersten Kuss vielleicht drei Tage. Zu schnell ist es Liebe, zu schnell ist es Leidenschaft. Gestört hat mich auch, dass sich die Wesen hier wieder einmal von Sex ernährten - muss es das denn immer sein?

So besteht "Blanche" zu einen großen Teil auch aus Klischees, die man schon oft an anderer Stelle gefunden hat. Die unnahbare Protagonistin, die sofortige Anziehungskraft, der Bösewicht und der Ober-Bösewicht, der hier noch nicht in Erscheinung tritt, et cetera. Das verträgt sich leider nicht wirklich gut mit den neuartigen Elementen, wodurch manches seltsam wenig authentisch wirkt. Das Ende jedoch ist dann wieder überraschend gut, auch wenn der Showdown schon dreißig Seiten davor zu Ende war - denn am Schluss werden noch einmal ein, zwei Geheimnisse aufgedeckt, die Lust auf die Fortsetzung machen. Das Potenzial für eine Steigerung ist auf jeden Fall da.

FAZIT:
"Blanche: Der Erzdämon" weiß mit seiner Action und dem männlichen Gegenpart der Protagonistin zu begeistern, reißt ansonsten aber eher weniger mit. Jane Christo verbindet zu viele Klischees mit Neuem, wodurch es ein wenig überladen wirkt, außerdem stört die Hauptfigur, weil sie sich andauernd gegen die Tatsachen sträubt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den 2. Teil lesen werde, Möglichkeiten zur Steigerung gibt es aber durchaus. 3 Punkte.

Gone
Gone
DVD ~ Amanda Seyfried
Preis: EUR 9,99

21 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zu glatt, zu langsam, nicht überzeugend, 10. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Gone (DVD)
"Hören Sie, Jill. Gehen Sie nach Hause und schlafen Sie sich aus." - "Ich schlafe, wenn er tot ist."
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STORY:
Jill hat noch immer mit einem traumatischen Erlebnis zu kämpfen: Ein Jahr zuvor wurde sie von einem Serienmörder entführt und konnte nur knapp entkommen. Als ihre jüngere Schwester Molly eines Nachts spurlos verschwindet, ist Jill überzeugt, dass derselbe Verbrecher dahintersteckt. Das einzige Problem: Die Polizei schenkt ihr keinen Glauben und geht davon aus, dass Jill geistig verwirrt ist. Dieser bleibt nun nichts anderes übrig, als die Jagd nach dem Killer selbst in die Hand zu nehmen...

MEINE MEINUNG:
"Gone" konnte viele Kritiker nicht überzeugen und erhielt überwiegend schlechte Bewertungen. Trotzdem wollte ich ihn aufgrund der interessant klingenden Story sehen - und wurde arg enttäuscht, obwohl ich meine Erwartungen vorher drastisch heruntergeschraubt hatte.

Der Film beginnt schleppend, gerät nach den ersten 10 Minuten Geplätscher aber ziemlich schnell ins Hektische. Jill kommt nach Hause und bemerkt, dass ihre Schwester verschwunden ist. Schnell panisch werdend kontaktiert sie Mollys Freund und sucht im Haus nach Spuren. Die Polizei, bei der sie kurz darauf ist, schenkt ihren Aussagen keinen Glauben und die Geschichte nimmt ihren mitunter reichlich lächerlichen Verlauf mit der Suche nach dem Täter.

Dass sich diese Schauspieler für den Streifen überhaupt hergegeben haben kann ich einfach nicht fassen. Amanda Seyfried hatte meiner Meinung nach schon in "In Time" und "Red Riding Hood", die ich beide schlecht bis mittelmäßig fand, kein gutes Händchen, nun ist es hier dasselbe. Dabei bringt sie Angst und leichten Thrill eigentlich toll rüber, nur kann sie das hier leider nicht zeigen. Auch Jennifer Carpenter wirkte in ihrer Rolle als Freundin/Kollegin fehl am Platze und überflüssig. Wes Bentley hat mich in der Rolle des seltsamen Polizisten Peter total genervt und das lag nicht nur daran, dass ich die ganze Zeit an Seneca Crane denken musste - trotz seines klasse Minen-Spiels passt er so gar nicht da rein. Über den Rest muss nicht viel gesagt werden, die Charakterisierungen sind zu schlecht, um die Darsteller in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Allison Burnett hat hier ein Skript zusammengeschustert, das es so meiner Meinung nach nicht wert ist, verfilmt zu werden. Als Zuschauer schüttelt man permanent den Kopf ob der skurrilen Geschehnisse. Jill behält die ganze Zeit über ihr Handy, obwohl sie dadurch schon einmal geortet wurde. Die Polizei glaubt ihr nicht, trotz ihrer Beweise, und ein halbes Jahr zuvor wurden die Ermittlungen nach einer Woche eingestellt, obwohl nicht einmal die Hälfte des Gebietes durchkämmt wurde. Ein undurchsichtiger Polizist erscheint mehrmals wie verdächtig, dieser Aspekt wird aber nicht weiter verfolgt. Und so weiter und so weiter. Ich könnte ewig solcherlei Dinge aufzählen und war daher zwischenzeitlich wirklich genervt.

Auch die Spannung lässt erheblich zu wünschen übrig - ein paar Verfolgungsjagden, Hinweissuche im Dunkeln und seltsame Gesprächspartner, das ist schon alles. Diese Szenen reichen allenfalls, um einen noch ansatzweise dabei zu behalten, aber gefesselt war ich zu keiner Zeit. Alles plätschert so vor sich hin, Jill bekommt von jedem, den sie trifft, so viele Hinweise, das sie ihre Suche perfekt fortsetzen kann, indem sie einfach den nächsten potenziellen Zeugen aufsucht und ausfragt. Außer ein paar kleineren Hindernissen stellt sich ihr nichts in den Weg.

Sogar am Ende geht alles zu glatt, um wahr zu sein und entlockte mir mindestens einmal ein verwirrtes Stirnrunzeln, weil ich mich fragte, ob die das jetzt wirklich ernst meinen. Der Showdown dauert maximal fünf Minuten, dann ist das Problem gelöst, der Täter war irgendwie von Anfang an mehr oder weniger klar, aber total an den Haaren herbei gezogen. Der Schluss wirkt noch einmal so unglaubwürdig und konstruiert, dass ich auch hier keine annähernde Befriedigung verspüren konnte - wie konnte diese Unlogik unbemerkt bleiben? Ich kann es nicht fassen und bin nicht einmal annähernd zufrieden.

FAZIT:
Summit Entertainment hat mal wieder bewiesen, dass Filme dieses Studios zumeist nichts taugen. "Gone" hat ein grottenschlechtes Drehbuch voller Ungereimtheiten, null Spannung und eine fast komplette Fehlbesetzung - sogar gute Schauspieler wie Amanda Seyfried und Wes Bentley wirken hier nicht überzeugend. Zeitverschwendung! 1,5 Punkte.

DVD-INFORMATIONEN:
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungstermin: 28. September 2012
Spieldauer: 91 Minuten
Vorläufiger Preis: 13,99€
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2012 8:34 AM MEST


Marvel's The Avengers
Marvel's The Avengers
DVD ~ Robert Downey Jr.
Preis: EUR 9,90

9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier haut's rein!, 8. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Marvel's The Avengers (DVD)
"Wir brauchen einen Angriffsplan!" - "Ich habe einen Plan: Angriff."
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STORY:
Mit einer Bedrohung von solchem Ausmaß für die ganze Welt hat es Nick Fury von S.H.I.E.L.D. noch nie zu tun gehabt. Wenn überhaupt, dann hat nur eine ganze Riege von Superhelden eine Chance, ihr zu begegnen. Also versucht er Iron Man, Thor, Captain America, Black Widow und Hulk für eine konzertierte Rettungsaktion zusammen zu trommeln: keine einfache Aufgabe. Doch noch schwieriger ist es, aus den eigenwilligen Individuen ein Team zu formen...

MEINE MEINUNG:
Wie lange habe ich auf die Vereinigung der Superhelden der letzten Jahre gewartet? Und nun sind die "Avengers" in den Kinos gestartet, die ich mir in 3D natürlich nicht entgehen lassen konnte. Meine Erwartungen waren hoch - und wurden beinahe komplett erfüllt!

Für einen Actionfilm beginnt dieser beinahe schon langsam, denn bevor alle Helden gefunden worden sind, ist schon die erste halbe Stunde um. In dieser Zeit wird allerdings eine gute Einleitung und Einführung in die Story gegeben. Nick Fury gründet die alte Elite um die Avengers wieder, weil Thors Halbbruder Loki auf die Erde gekommen ist, um sie sich untertan zu machen. Das muss natürlich verhindert werden! Und so müssen erst einmal alle überzeugt werden, mitzuhelfen, denn nicht jeder ist unbedingt begeistert von der Idee...

Etwas schade finde ich, dass hier Loki aus "Thor" als Bösewicht wiederverwendet wird. Da hätte es sicherlich noch einige andere gute Gräueltäter gegeben. Da Tom Hiddleston diesen aber so überzeugend fies und abscheulich spielt, kann man da gut drüber hinweg sehen - seine widerliche Art passt perfekt. Aber auch der Rest des Casts lässt in keinster Weise zu wünschen übrig: Robert Downey jr. als Tony Stark alias Iron Man sorgt für einige flotte Sprüche, Chris Hemsworth als Thor ist der Götter-Macho und dabei ebenso witzig. Scarlett Johanssen spielt die Black Widow überraschend überzeugend und schlagfertig [im wahrsten Sinne des Wortes], während Chris Evans wieder beweisen darf, dass ihm auch ernstere, actionlastigere Charaktere stehen.

Mark Ruffalo als Hulk war eines meiner Highlights. Er bringt den schweigsamen, im Anbetracht seines 2. Ichs seltsam ruhigen, Bruce Banner toll rüber, wirkt überlegt und gut durchdacht. Hulk dagegen ist natürlich vor allem gewalttätig, aber durch Animation wurden auch hier seine Gesichtsausdrücke toll übertragen. Das einzige Problem: Nachdem Banner anfangs Probleme hatte, den Anderen zu kontrollieren, kann er es pünktlich zum Endkampf plötzlich. Hier hätte es einer besseren Ausarbeitung bedurft! Super fand ich natürlich aber Cobie Smulders als Agent Maria Hill, die in ihrer ersten Filmrolle beweisen darf, was in ihr steckt, und Gwyneth Paltrow als Tony Starks bessere Hälfte. Beide habe ich sehr gern im Film gesehen.

Natürlich ist die Storyline nicht das Ausgefeilteste oder gar Originellste, was es gibt - aber ich finde, das sollte man bei diesem Film auch gar nicht erwarten. Ich jedenfalls habe das nicht und wurde dafür mit einer doch recht gut geschneiderten Geschichte belohnt. Die Actionszenen stimmen einfach und geben allem diesen besonderen Kick, sind spannend und atemberaubend gut gemacht. Und die Effekte erst! Hier wird geschossen, zerschlagen, verbrannt und zerstört, das volle Programm. Das alles sieht unglaublich aus und hört sich auch noch unglaublich an, denn der Score ist absolut passend, stimmig und umwerfend. Sobald er erscheint, wird der Soundtrack bestellt, damit ich das Feeling noch einmal erleben kann!

Das 3D erscheint ziemlich lange nur solide, denn die Szenen, in denen man sich fühlt wie mittendrin, bleiben anfangs aus. Als es dann aber zum Showdown kommt, gibt es Saures. Ab da kam es wirklich vor, dass ich dachte, mich würde ein Gegenstand treffen und ich war tatsächlich wie dabei in diesem Kampf um die Welt. Die Action legt noch einmal einen Zahn zu, ich war gefesselt und fieberte richtig mit. Dabei bleibt es aber trotzdem noch spaßig und unterhaltsam, beispielsweise als Hulk Thor einfach mal eine reinhaut oder er Loki nach ein paar von dessen eingebildeten Sprüchen wie ein Stofftier auf den Boden knallt. Aber auch ernst kann der Film sein und dadurch ergibt sich eine gute Mischung. Das Ende [und besonders die Szene nach dem Abspann!] machen wahnsinnige Lust auf den nächsten Teil, der allerdings wohl leider erst 2014 anlaufen wird. Ich warte...

FAZIT:
"The Avengers" konnte mich absolut begeistern! Endlich mal wieder ein anständiger Superhelden-Film, der durch tolle Action, bombastische Effekte und perfekt besetzte Rollen mit super-coolen Sprüchen mitreißen kann. Das 3D ist anfangs solide und steigert sich zum Ende hin, der Showdown ist spannend und die Story erwartungsgemäß mittelmäßig, aber mit einigen Pluspunkten. Einzig Hulks Wandlung und der langsame Anfang störten mich etwas, hier runde ich aber trotzdem auf auf 5 Punkte. Ich kann nur sagen: Anschauen und zwar am Besten sofort! Ihr werdet euch köstlich amüsieren!

DVD-INFORMATIONEN:
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 13. September 2012
Produktionsjahr: 2012
Vorläufiger Preis: 14,99€

vergissdeinnicht: Roman: Lübbe Paperback
vergissdeinnicht: Roman: Lübbe Paperback
von Cat Clarke
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schonungslos, offen und dabei voller Sensibilität, 7. Mai 2012
Und immer kauert dieser Gedanke irgendwo im Hintergrund, der darauf wartet, mich umzunieten, wann immer alles endlich okay zu laufen scheint. Dieser Gedanke, dieses Wissen, das mir das Herz bricht: Mein Vater würde sich für den Menschen schämen, zu dem ich geworden bin.
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INHALT:
Grace findet sich in einem weißen Raum wieder und hat keine Ahnung, was passiert und wie sie dort hin gekommen ist. Alles, was sie weiß, ist, dass sie dort festgehalten wird, in diesem farblosen Zimmer, das als einzige Beschäftigung weiße Blätter und bunte Kugelschreiber bereithält. Ihr Entführer, Ethan, sagt ihr, dass sie schreiben soll. Und das tut sie, bringt all ihre Gedanken und Gefühle zu Papier - und kommt dabei ihren Erinnerungen auf die Spur, denen sie versucht hat, zu entfliehen...

BUCHAUFMACHUNG:
Die Gestaltung dieses Werkes ist definitiv mal etwas anderes, obwohl es wahrscheinlich kurz braucht, bis man ohne Vorwissen den Titel erkannt hat [außer man schaut auf dem Rücken nach]. Der weiße Hintergrund weist einen nur leicht davon abgehobenen grauen Text auf, der sich auch im Buch selbst wiederfindet. Einige Buchstaben sind violett hervorgehoben, woraus sich der Titel ergibt. Schade ist nur, dass der Autorenname so viel größer ist, geht es nicht eigentlich um den Inhalt statt der Person?

MEINE MEINUNG:
Anfangs dachte ich wie so viele andere auch, dass es sich hier um einen dieser normalen Jugend-Thriller handeln würde. Nach anfänglicher Skepsis also begann ich mit dem Werk - und wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn in "vergissdeinnicht" geht es tatsächlich um sehr viel mehr als eine Entführung.

Zuerst war das alles doch etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Der Schreibstil ist umgangssprachlich und jugendlich gehalten, was eigentlich so gar nicht mein Stil ist. Doch kurz darauf wird klar: Eigentlich muss das genau so sein. Es passt zur Geschichte und alles andere hätte vielleicht seltsam erzwungen geklungen. So war es nur etwas unschön, dass die Personen- und Umgebungsbeschreibungen immer auf einen Schlag kamen und nicht im Text verteilt wurden. Ansonsten passen die oft kurzen, prägnanten Absätze und die Wortwahl perfekt zur Hauptfigur.

Grace ist eine nicht besonders mitfühlende oder gar nette Protagonistin, aber sie ist sensibel, auch wenn sie versucht, es zu verstecken. Sie ist eine sehr verletzliche Person und versucht das auszugleichen, indem sie ziemlich harsch und grob mit anderen umspringt. Ihr Leben ist kaputt, aber sie merkt nicht, dass das vor allem ihre eigene Schuld ist. Sal, ihre beste Freundin, war mir mehr oder weniger suspekt. Auf der einen Seite zu liebe- und sorgenvoll, auf der anderen Seite geheimniskrämerisch und abweisend. Mit ihr wurde ich genauso wenig warm wie mit Grace' erster großer Liebe Nat. Denn auch er wirkt die gesamte Zeit über abwechselnd zärtlich-verliebt und kalt, was mich total störte.

Sowieso scheinen alle Figuren irgendwie irgendwo immer mindestens ein Problem zu haben und das war leider mein Problem. Es schien mir, als müsste krampfhaft noch dieses oder jenes in die Handlung eingebaut werden, damit das Werk mehr Tiefe hat. Das wäre an dieser Stelle aber gar nicht nötig gewesen. So wirkte es auf mich leider in manchen Szenen überzogen. Trotzdem hat Cat Clarke es geschafft, mich dabei zu behalten, denn ihre Mischung aus Realität und Vergangenheit sowie das geschickte Verwischen dieser machen alles sehr spannend. Ich wollte wissen, was los ist und wer Ethan ist, was Grace passiert ist und wieso er will, dass sie alles aufschreibt.

Natürlich war im Grunde für mich von vornherein klar, was genau los war in der Vergangenheit und woran Grace sich erinnern soll; woran sie sich nicht erinnern will. In gewisser Weise ist so alles ein wenig vorhersehbar, aber das tut dem Ganzen kaum einen Abbruch. Ich war immer noch gespannt darauf, wie es abgelaufen ist und wie es zu all dem kommen konnte. Tatsächlich überrascht der Schluss doch sehr und ist vor allem für einen kurzen Moment auch verwirrend - bis sich alles zusammenfügt. Das Ende ist anders als erwartet, ganz anders, aber im positiven Sinne, was den Roman zu einem richtig guten Abschluss bringt.

FAZIT:
"vergissdeinnicht" unterscheidet sich ziemlich von anderen Jugendbüchern. Es ist schonungslos und setzt nicht immer unbedingt auf Sympathien, sondern auf die Schrecken der Realität, die einen in Verbindung mit dem spannenden Geheimnis, das alles umgibt, fesselt. Die Figuren wirkten auf mich teilweise zu gewollt tiefschürfend, was sie unglaubwürdig mysteriös erschienen ließ. Darüber lässt sich aber bei der interessanten Story hinwegsehen. 4 Punkte!

Stormwalker: Jenseits der Nacht
Stormwalker: Jenseits der Nacht
von Allyson James
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stormwalker, Sturmmagie, Drachen - was für ein Fest!, 3. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Stormwalker: Jenseits der Nacht (Taschenbuch)
Aus der Küche hörte ich eine klare, helle Stimme. "Nash?"
Mick und ich sahen uns wieder an, in seinen Augen standen Wissen und Angst. Wir nickten uns in stummer Übereinstimmung zu, dann ließ Mick mich los. Instinktiv griff ich nach einer Scherbe des magischen Spiegels, und wir wappneten uns gegen das, was uns bevorstand.
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INHALT:
Janet Begay kehrt nach langer Zeit zurück nach Magellan, dem Städtchen, in dem ihre machthungrige und mordlustige Mutter unter der Erde eingeschlossen ist. Immer wieder versucht diese, sich einen Weg aus ihrem Gefängnis zu bahnen und Janet ist die Einzige, die sie aufhalten kann. Denn sie ist eine starke Stormwalkerin und bezieht Kraft aus den Gewittern. Zurückgekehrt mit dem Vorwand, die verschwundene Tochter des Polizeichefs aufzuspüren, nimmt sie den Kampf auf - gemeinsam mit ihrem Geliebten Mick und dem Gott Coyote. Doch immer wieder kommt ihr Sheriff Jones in die Quere und bald schon sind die vermisste junge Frau sowie die Gefahr, die von ihrer Mutter ausgeht, nicht mehr Janets einzige Probleme...

BUCHAUFMACHUNG:
Die braune Hintergrundfarbe in Verbindung mit dem Gewitter, dem Kojoten und den Symbolen in den Ecken ist passend und damit absolut gelungen - im Nachhinein wird nämlich klar, dass das alles auf Geschehnisse im Buch hindeuten. Nur die junge Frau stört mich etwas, denn auch wenn sie von den Klamotten und dem Aussehen der Vorstellung von Janet sehr nahe kommt, ist es ansonsten leider nicht wirklich originell.

MEINE MEINUNG:
Der 1. Band der "Stormwalker"-Reihe von Allyson James klang für mich nach einem frischen und originellen Fantasy-Buch, der etwas Neues zu bieten hat. Meine Erwartungen waren hoch - und ich bin wahnsinnig froh darüber, dass hier nicht zu viel versprochen wird!

Dieser Roman knallt und zwar von Anfang an. Janet schlittert schon auf der ersten Seite in einen Kampf hinein und kurz darauf in einen Unfall. Daraus resultieren nicht nur der Hass des Sheriffs sondern auch eine kaputte Maschine - und das Wiedersehen mit ihrem Ex Mick, für den sie noch immer Gefühle hegt. Und das ist erst der Anfang! Die Autorin versteht es sofort meisterhaft, den Leser mitzunehmen auf diese gefährliche, spannende und emotionale Reise mit der Protagonistin. Die Beschreibungen sind grade detailreich genug, um sich alles perfekt vorstellen zu können, der Schreibstil ist angenehm, durch recht viele Schimpfworte und pikante Details aber vielleicht eher etwas für Erwachsene.

Janet ist eine Hauptfigur wie ich sie liebe: Draufgängerisch, hart im Nehmen und vor allem nicht auf den Mund gefallen. Ihre Sprüche bringen oftmals zum Lachen, ihre Gedanken sind wunderbar nachzuvollziehen und ihre Emotionen rissen mich von Anfang an mit. Sie wird zwischenzeitlich etwas verrückt und beinahe schon launisch, aber das passt zu ihr und hat auch seinen Grund. Mick, ihre große Liebe, konnte mich ebenso begeistern. Er ist nicht nur wahnsinnig heiß, er ist auch der perfekte Beschützer und das ohne übertrieben zu wirken - denn er übertreibt es selbst, aber er weiß auch, warum. Er ist gleichzeitig geheimnisvoll, sexy und witzig, weshalb ich schon nach seinem ersten Auftreten so in ihn verschossen war, wie das bei einer Buchfigur nur möglich ist. Diese beiden Figuren ergeben zusammen eine höchst explosive, grandiose Mischung.

Aber auch die übrigen Personen lassen nicht zu Wünschen übrig - allen voran Sheriff Jones, der einem zwar zwischendurch unglaublich an den Nerven zerrt mit seinen Moralpredigten und seinen Dienstvorschriften, dabei aber irgendwie immer ein zwar verbissener, jedoch trotzdem unheimlich amüsanter Kerl ist. Zwischendurch konnte ich über ihn allerdings auch nur den Kopf schütteln: Sein Unwille, die Magie zu sehen und zu akzeptieren wirkt manchmal etwas übertrieben, auch wenn dies seinem Charakter entspricht. Doch auch Maya, Janets Elektrikerin und anfängliche Feindin, gefiel mir sehr. Sie ist gereizt und fast immer wütend, aber das ist nicht grundlos und in gewisser Weise regelrecht niedlich. Aber nicht nur die Guten können überzeugen: Janets Mutter verkörpert zwar das Böse, aber sie wirkt verrückt-freundlich auf eine fast schon gruselige Weise, was sie sehr komplex macht.

Allyson James' Roman nimmt sehr schnell an Fahrt auf und schon bald kann man sich kaum noch dazu durchringen, ihn beiseite zu legen. Es wird actionreich, emotional und geheimnisvoll, denn Janet ist auf der Suche nach der verschwundenen Amy, was einfacher klingt als es ist. Außerdem werden ihre Maßnahmen nicht von jedem gern gesehen - und sie schafft es grandios, sich immer wieder in gefährliche Situationen zu manövrieren. Keinesfalls ist es allerdings der Fall, dass sie immer gerettet werden muss, viel mehr schafft sie es beinahe immer allein aus diesen unmöglichen Lagen. Durch die interessanten Fantasy-Elemente wie Skinwalker, Lichtzauber, Sturmmagie und weitere wird es nie langweilig, sondern bleibt kontinuierlich auf demselben Niveau.

Das Einzige, was mich ein wenig störte, war, dass Sex hier für wirklich alles eingesetzt wird. Man verstehe mich nicht falsch, ich bin keinesfalls prüde und habe nichts gegen solche Szenen, aber wenn diese dann am laufenden Meter vorkommen und das aus den unterschiedlichsten Gründen [Magieerzeugung, Magieabgabe, Verwirrung, Träume,...], dann wird es auch mir ein bisschen viel. Ansonsten aber bin ich überzeugt von der Qualität des Romans, nicht zuletzt durch den fulminanten Showdown voller Action sowie aufgrund des offenen Endes, das mich dem nächsten Band, der leider erst im Dezember erscheint, entgegenfiebern lässt.

FAZIT:
"Stormwalker: Jenseits der Nacht" besitzt zwar keinen wirklich bedeutungsvollen Titel, wartet dafür aber mit wunderbaren Charakteren, einer spannenden Story und richtig witzigen Szenen auf, über die ich noch immer lachen kann. Ich war gefesselt und kaum noch zu halten. Aufgrund der kleinen Kritikpunkte gibt es einen halben Punkte Abzug - aber eine definitive Leseempfehlung!

Vegetarisch gut gekocht! Das Grundkochbuch: Was wirklich wichtig ist
Vegetarisch gut gekocht! Das Grundkochbuch: Was wirklich wichtig ist
von Cornelia Schinharl
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von einfach bis exotisch, 3. Mai 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
INHALT & AUFMACHUNG:
Gut 100 Rezepte sind in diesem großen Kochbuch zu finden: Von A bis Z von Gerichten mit Apfel über Nudelaufläufe bis hin zu Quarkauflauf mit Zwetschgen, von einfach bis exotisch. Beinahe jedes Rezept erhält zwei Seiten Platz, auf denen nicht nur übersichtlich die Zutaten und die Zubereitung aufgelistet sind, sondern zusätzlich noch ein Ausblick auf das entstehende Gericht gegeben wird. Vorn und hinten werden die Grundlagen des vegetarischen Essens und die Wichtigkeit guter Zutaten sowie Inhaltsstoffe beschrieben, was das Gefühl gibt, noch etwas lernen zu können. Ebenfalls zu finden ist eine kleine Legende, die bei jedem Rezept angegeben, ob es sich um ein Grundrezept handelt, um ein veganes Gericht oder um beides - so ist das Passende leicht zu entdecken. Hinten im Register kann von A bis Z geordnet genau und präzise ein Rezept ausgewählt werden.
Das Buch hat zwar keinen festen Einband, liegt aber trotzdem gut in der Hand. Das Lesebändchen ist besonders hilfreich, um sich vielleicht das Wiederfinden des Lieblingsgerichtes zu erleichtern.

REZEPTE:
Die Rezepte sind übersichtlich und leicht verständlich aufgebaut, die Zutaten sind immer für 4 Portionen angegeben. Die Anleitung zur Zubereitung ist in verschiedene Schritte gegliedert und so gut zu befolgen. Die Fotos der appetitlich angerichteten Speisen machen Lust, jedes einzelne Rezept auszuprobieren.

Selbst zubereitet habe ich die Falafel mit Minzsoße, die mir dank dieses Rezeptes sehr gut gelungen sind. Durch die angegebenen Nähr- und Kalorienwerte weiß ich außerdem immer genau, was in meinem Essen ist. Absolut klasse finde ich auch die Zubereitungstipps mit Ideen zur Verfeinerung oder Variation sowie die wichtigsten Aspekte der Zubereitung.

FAZIT:
Ein übersichtliches Kochbuch für vegetarische Rezepte, ohne dabei langweilig zu werden. Die Gerichte sind toll ausgewählt, die Anleitungen präzise und leicht verständlich. Ich freue mich schon darauf, die nächste Finesse auszuprobieren!

Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen
Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen
DVD ~ Julia Roberts
Preis: EUR 9,99

16 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unglaubwürdige Neuverfilmung ohne Witz & Verstand, 3. Mai 2012
"Was machst du hier?" - "Ich dachte mir, wenn ich schon sterbe, dann mit dir zusammen."
--

STORY
Lange galt die Königin als die Schönste im Land, bis Stieftochter Schneewittchen zu einer Konkurrentin heranwuchs. Da die Königin sich bereits von ihrem Mann befreit hatte, soll jetzt die ungeliebte Prinzessin folgen. Doch der mögliche Mörder bekommt Skrupel, und Schneewittchen in ihrem Waldversteck neue Freunde. Sieben räuberische Zwerge führt das unschuldige Geschöpf auf den Pfad der Tugend zurück, lehrt einem hübschen Prinzen und ihrer Stiefmutter, dass sie nicht nur schön sein, sondern auch kämpfen kann.

MEINE MEINUNG:
"Schneewittchen" war schon immer eines meiner liebsten Märchen, weshalb ich mir diese nicht ganz ernste Verfilmung natürlich nicht entgehen lassen wollte - auch, um einen Vergleich zur eher düsteren Variante ziehen zu können, die im Mai anläuft. Im Voraus hat man schon recht viel negatives gehört und ich war ziemlich skeptisch - zu Recht. Denn der Film nervt.

Der Anfang ist noch sehr interessant gemacht, weil die böse Königin selbst die Vorgeschichte mithilfe von einfach gezeichneten und animierten Bildern erzählt. Die Kulissen und Kleider sind von Anfang an atemberaubend schön ausgestattet, wirken wirklich märchenhaft und erwecken eine träumerische Atmosphäre - genau dafür ist Regisseur Tarsem Singh ja auch bekannt. Was er durch die tolle Aufmachung allerdings versäumt hat, ist, ein gutes Drehbuch zu finden - denn dieses hier gibt nicht viel her.

Von Anfang an wirkt irgendwie alles überzogen, unglaubwürdig und nervig. Natürlich ist "Spieglein Spieglein" in gewisser Weise eine Parodie von sich selbst, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass ich nicht pausenlos den Kopf schütteln oder mit den Augen rollen muss. Es ist albern, wenn der Prinz die ganze Zeit versucht, eine Tür aufzubrechen, um dann zu erfahren, dass es einen Schlüssel gibt. Es ist noch alberner, wenn die Zwerge es danach auf dieselbe Art versuchen, obwohl es einen Ersatzschlüssel gibt - der im Grunde gar keinen Sinn hat, da der gute Prinz wohl kaum den anderen mitgenommen hat...Die Gespräche wirken oft übertrieben und alles im Film versucht, krampfhaft witzig zu sein, was absolut misslingt. Wenn überhaupt, habe ich dreimal leicht gelächelt.

Julia Roberts als böse Königin holt einiges wieder raus, denn sie kann es eben einfach. Sie ist erfrischend anders als durchtriebene, geifernde und geltgierige Herrscherin, der es einzig und allein um sich selbst geht. Das Funkeln in ihren Augen beweist dabei: Es macht ihr Spaß und das merkt man auch im Spiel. Ebenso Armie Hammer, den ich eigentlich nicht leiden kann - er bringt insbesondere die verrückten Parts gut rüber und hat ein nettes Lächeln, nur in den ernsten Szenen wirkt er aufgesetzt. Lily Collins als Schneewittchen fand ich reichlich langweilig und vor allem fehlbesetzt. Das schönste Mädchen der Welt wird wohl kaum solche Augenbrauen haben, auch wenn die Schauspielerin dafür bekannt ist! Ihre Darstellung ist relativ einfallslos; meiner Meinung nach sind schöne Augen eben nicht ausreichend.

Die Kämpfe, die natürlich auch hier nicht fehlen, sind hier oftmals viel zu dunkel geraten und auch sehr hektisch - zwischendurch habe ich mich wirklich gefragt, wer da denn nun kämpft, weil ich einfach nichts mehr erkennen konnte. Abgesehen davon ist aber auch ansonsten alles vorhersehbar - natürlich, ich kenne das Märchen, aber musste denn nun wirklich von Anfang an klar sein, was hinter der [hier neu eingeführten] Bestie steckt? Auch Gefühle kamen meiner Meinung nach überhaupt nicht rüber; irgendwann lieben sich das Schneewittchen und der Prinz einfach, fertig. Keinen Moment lang konnte ich mit den beiden mitfühlen, es wird höchstens kitschig. Und das grauenhafte Lied am Ende, in dem man irgendwie nur "Bubbely" versteht, hat mir dann den Rest gegeben.

FAZIT:
"Spieglein Spieglein" nervt an beinahe jeder Stelle. Das Drehbuch ist schlecht ausgearbeitet und die gesamten Geschehnisse wirken fast ausschließlich albern und unglaubwürdig. Armie Hammer und Julia Roberts schauspielern gut, wirken jedoch unterfordert, Lily Collins ist langweilig und schaut schrecklich aus. Auch witzig ist der Film kaum - das Beste sind einfach die Kleider und Kulissen. 2 Punkte und mein Rat: Schaut lieber eine andere Komödie. Fast jede macht mehr Spaß...

DVD-iNFORMATIONEN:
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: STUDIOCANAL
Erscheinungstermin: 4. Oktober 2012
Produktionsjahr: 2012
Vorläufiger Preis: 17,99€
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 26, 2012 10:11 AM MEST


Starters: Roman (Starters-Enders)
Starters: Roman (Starters-Enders)
von Lissa Price
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine dubiose Gesellschaft, eine dystopische Zukunft, aber definitiv zu wenig Hintergrund, 30. April 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Als ich das Lenkrad fester umklammerte, um auf die Überholspur zu wechseln, begannen meine Hände zu prickeln. Ich bewegte die Finger, aber das half nichts.
Dann wurde mir schwindlig.
Nein.
Wieder überkam mich das Gefühl, ins Nichts zu fallen. Und es verstärkte sich.
Ich raste mit mehr als 100 Stundenkilometern einer Ohnmacht entgegen.7
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INHALT:
Seit eine schreckliche Krankheit die Menschen befiel, gibt es nur noch sehr alte und sehr junge Menschen auf der Welt. Die sogenannten "Enders" häufen Geld und Besitztümer an, während viele "Starters" auf der Straße leben und um ihre wenige Nahrung kämpfen müssen. Hilfe verspricht ein neues Unternehmen, die Body Bank, das viel Geld verspricht, wenn der Körper junger Menschen an ältere vermietet wird. Callie, ein junges, ausgemergeltes Mädchen, nutzt diese Chance - und erwacht plötzlich und viel zu früh wieder in seinem Körper. Irgendetwas ist schief gelaufen. Und bald schon findet Callie heraus, weshalb sie wirklich gemietet wurde - und was die Body Bank wirklich im Sinn hat...

BUCHAUFMACHUNG:
Das Cover wirkt irgendwie gleichzeitig absolut originell und seltsam. Der bläuliche Schatten einer jungen Frau, in dem man vor dem schwarzen Hintergrund keinerlei Gesichtszüge erkennen kann, soll vielleicht auf die Änderung der Körpers/Charakters durch die Übernahme hindeuten. Ein Eyecatcher ist der Umschlag auf jeden Fall. Noch schöner ist das Buch aber ohne: In einem metallisch schimmernden Blau könnte man es gut und gern auch so ins Regal stellen.

MEINE MEINUNG:
"Starters" wurde anfangs sehr, sehr hoch gelobt und bekam in letzter Zeit eher durchschnittliche Kritiken. Durch den Klappentext und die vielen Meinungen war ich sehr gespannt auf den Inhalt - muss nun aber sagen, dass ich maximal nur mittelmäßig begeistert bin.

Lissa Price' Schreibstil ist von Anfang an sehr eindringlich und gut zu lesen, wenn sie auch relativ wenig beschreibt. Die neue Welt, in der die Menschen leben, ist auf der einen Seite grandios und voller Reichtümer, auf der anderen Seite zerfressen von Armut und Tod. In dieser Dystopie sorgten schlimme Sporenkriege dafür, was ich sehr interessant fand - leider wird aber ansonsten wenig zu den Hintergründen erklärt. Weder, was das für Sporen waren, die die mittlere Bevölkerungsschicht auslöschten, noch, wer nun eigentlich Krieg führte. Einige wichtige Details fehlen einfach, was mich doch sehr enttäuschte.

Callie ist eine Protagonistin, deren Handlungen man zu jeder Zeit voll nachvollziehen kann. Sie ist relativ sympathisch und nicht unbedingt leicht unterzukriegen, ansonsten aber eher stereotyp. Sie ist keine Protagonistin, mit der man jetzt unbedingt mitfiebert. Auch Blake, der Junge, den sie kennenlernt, erschien mir viel zu gutgläubig und auswechselbar, auch nach der Enthüllung am Ende. Die Charakterisierungen teilen sich leider größtenteils in Schwarz-Weiß auf, was schnell langweilig wird und kaum Überraschungen birgt.

Spannung ist die gesamte Zeit über da, weil sich die Ereignisse des Öfteren fast schon überschlagen. Das Buch lässt sich ob des flüssigen Schreibstils im Grunde einfach so weglesen. Richtig mitgerissen war ich allerdings kaum, dazu fehlten mir die nötigen Emotionen und Hintergründe. Callies Beziehung mit Blake beispielsweise konnte mich zu keinster Zeit auch nur ansatzweise berühren - dafür ging es viel, viel zu schnell und wirkte viel zu konstruiert. Außerdem scheint Callie die gesamte Zeit über, als würde sie ihn nur ausnutzen: Bittet ihn um dies, dann um jenes, während er wie ein treuer Hund zu allem Ja und Amen sagt. Besonders nach der Entwicklung am Schluss kam mir das nicht mehr glaubwürdig vor.

Die Geschichte selbst ist interessant und weiß auch zu fesseln, denn immer wieder tauchen neue Gefahren und Hindernisse auf. Diese wurden mir aber oftmals zu problemlos gelöst, manchmal auch mit irgendwelchen Personen, die Callie irgendwann getroffen hat und die ja alle sofort ihre Freunde sind. Abgesehen von ein paar Logiklücken und -fehlern [wie beispielsweise, dass Blake neben Callie parkt, er sie ein paar Seiten später aber bis ans Ende des Platzes zu ihrem Auto fährt], gefiel mir der Handlungsverlauf jedoch, denn Langweile kommt kaum auf.

Zum Ende hin spitzt sich die ganze Sache noch einmal zu, es kommt zu einem gut gemachten, mitunter aber auch leicht verwirrenden Showdown, weil man erst mittendrin erfährt, wofür die Vorbereitungen zuvor gedacht waren. Die letzten Seiten wirkten aber vor allem definitiv konfus und schwer zu durchschauen - ich frage mich immer noch, wie das ganze da vonstatten gegangen sein soll und was die letzten Sätze zu bedeuten haben...Ein wirklicher Cliffhanger fehlt mir hier ebenfalls, denn das einzige ungelöste Rätsel reicht mir eigentlich nicht, um Lust auf den nächsten Band zu machen.

FAZIT:
"Starters" ist bei den Unmengen von Dystopien eher kein neuer Stern am Himmel. Zwar weist das Buch eine interessante Geschichte und viel Spannung auf, die Charaktere waren mir aber zu einfach gestrickt und die Details zu den Hintergründen zu spärlich. Zusammen mit dem unbefriedigenden Ende werden es so leider nur 3 Punkte.

Geliebte der Ewigkeit: Kriegerinnen der Fiannah 01
Geliebte der Ewigkeit: Kriegerinnen der Fiannah 01
von Beth Cillian
  Broschiert
Preis: EUR 19,50

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Böse in ihr..., 27. April 2012
"Bitte nicht, Lughaidh, ich werde mich fügen", bettelte sie, doch er drang unerbittlich in ihren Geist ein. Verdrängte den Teil von ihr, der sie für ihre Schwäche verachtete. Der von ihr forderte, endlich diesen verfluchten Blutsäufer zu vergessen. Fütterte ihren Geist mit Bildern aus seiner Erinnerung, die Lughaidh auf diese Weise zu ihren machte.
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INHALT:
Nach der Diagnose eines Hirntumors ist Morrighans Leben ein einziges Chaos. Aus Furcht vor ihrer Krankheit und der Verantwortung flieht sie nach Dàl gCais Castle. Doch auf der Fahrt dorthin hat sie einen Unfall - ein Mann ist ihr in der Dunkelheit vor das Auto gelaufen. Er überlebt, verzichtet aber auf ärztliche Hilfe. Bald schon muss Morrighan erkennen, dass er nicht menschlich zu sein scheint - und noch mehr: Er ist auf der Suche nach der Sceathrach, jener bösen Seele, die Unheil über die Welt bringen will. Und in Morrighan scheint er sie gefunden zu haben...

BUCHAUFMACHUNG:
Hach, ich liebe dieses Cover, auch wenn das Buch selbst eigentlich ein Stück weit düsterer ist. Das Zusammenspiel von Grün und Weiß im Hintergrund sowie in den Details gefällt mir richtig gut und die Frau besteht mal nicht nur aus dem obligatorischen Gesicht [und sie hat tolle knallgrüne Fingernägel!]. Der Titel ist in einer verschnörkelten Schrift geschrieben, die wunderbar zum Rest der Gestaltung passt. Ein wunderbarer Hingucker!

MEINE MEINUNG:
"Geliebte der Ewigkeit" sprang mir zum ersten Mal durch das wunderschöne Cover auf, danach durch den Klappentext. Von Vampiren oder Vampirkriegern habe ich eigentlich genug - aber diesen hier konnte ich mir nicht entgehen lassen! Und ich muss feststellen: Es gibt tatsächlich noch frische und innovative Ideen rund um die alten Gruselgestalten.

Beth Cillian hält sich nicht lange mit etwaigem Vorgeplänkel auf, sondern steigt fast sofort mit einer kreischenden Bremse in die Geschichte ein. Schnell fällt der sehr bildliche und beschreibende, dabei aber stets flüssige und gut zu lesende Schreibstil auf, der gleich in den Bann zieht. Von Anfang an erschienen mir die Geschehnisse, als wäre ich voll mit dabei, als wäre ich mittendrin, was auch daran liegen mag, das man aus den Sichten beider Hauptfiguren liest. Von Anfang an schafft es die Autorin, alle Gefühle, Denkweisen und Personen so zu beschreiben, dass der Leser sich nicht mal eine Seite lang einlesen muss.

Morrighan war mir sofort sympathisch. Sie ist ein Dickkopf und kann sehr stur sein, ist verletzlich, teilt dabei aber auch ganz schön aus. Durch den guten Einblick in ihren Kopf kann man sich mit ihr jedoch gut identifizieren. Rugadh Quinn ist lange nicht so unnahbar oder auf das Eine bedacht wie man anfangs denken könnte. Schnell stellt sich heraus, dass er zwar viele flotte Sprüche auf Lager hat und ein perfekter Beschützer ist, ansonsten aber auch gefühlsmäßig überzeugen kann - denn die Schiene fährt vorrangig er, was aber ins Bild passt.

Die Nebenfiguren gefielen mir ebenso wie die Protagonisten. Besonders Leo, den Incubus, der den beiden für einige Seiten beisteht und dabei auf eine interessante Weise cool, ängstlich und witzig zugleich ist, habe ich ins Herz geschlossen. Ebenso Quinns besten Freund Cináed, einen Frauenschwarm mit viel Gewitztheit und Charme, den ich seit seinem ersten Auftreten klasse fand. Doch neben den Guten fehlen natürlich auch die Bösewichte nicht. Nathair, der immer wieder zwischen verrückt-grausam und liebevoll schwankt, sein Diener Lughaidh, brutal und zu allem fähig. Trotzdem wirkten beide zu keiner Zeit aufgesetzt auf mich, sondern wie jede Person authentisch und überzeugend.

Die Geschichte selbst ist in beinahe allen Punkten neu und frisch. Der böse Teil in Morrighan erwacht immer wieder zum Leben und sorgt für ordentliches Chaos, während Quinn mit sich und seiner Aufgabe ringt. Die Gefühle der beiden füreinander sind sofort sehr stark und sorgen für schöne Flattergefühle, wirkten auf mich aber ein bisschen zu schnell entwickelt. Anziehung ist okay, aber nach zwei, drei Tagen von Liebe zu sprechen schien mir doch etwas weit hergeholt. Auch der Aspekt, dass einer der beiden andauernd die Erinnerung an einige Dinge verliert, die dann auf verzwickte Weise wieder hervorgeholt werden musste, erschien mir zwischenzeitlich etwas too much - genau wie die vielen Toten auf den ersten 150 Seiten, die die beiden grundsätzlich als Erste finden und wegen denen sie andauernd wieder aus ihren Zimmern stürmen.

Nach und nach wird die ganze Geschichte aber immer komplexer, bis man etwa auf Seite 200 auch erfährt, was es mit den Kriegerinnen der Fiannah auf sich hat. Und auch die Vampire sind hier gänzlich anders als man sie kennt. Die Lage spitzt sich zu, die Spannung steigert sich noch einmal richtig und lässt einen kaum noch los. Ich hing gefesselt an den Seiten, denn so einiges wird noch aufgedeckt und auch die Kämpfe lassen nicht zu wünschen übrig. Das Ende ist sehr schön gewählt und macht Hoffnung auf einen Nachfolger - der auf jeden Fall wünschenswert wäre.

FAZIT:
"Geliebte der Ewigkeit" ist leidenschaftlich, spannend und definitiv mal etwas Neues. Ich fieberte mit Morrighan und Quinn mit, kämpfte gegen das ein oder andere glibberige Wesen und schwebte gemeinsam mit ihnen in großer Gefahr. Trotz der Kritikpunkte ein echtes Lesevergnügen, das ich gern wiederholen würde! 4 Punkte.

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