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Rezensionen verfasst von
Basti Joh (Altötting)

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Sandinista!
Sandinista!
Preis: EUR 8,97

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sandinista! - Ein vergessenes Meisterwerk, 30. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Sandinista! (Audio CD)
Natürlich kann Sandinista! nicht mit seinen Vorgänger London Calling mithalten. Trotzdem ist die 3-LP aus dem Jahr 80 ein absolutes Hörvergnügen. Sandinista! hat sich den Namen Meisterwerk, wie die meisten Alben von Clash, absolut verdient. Alleine wegen der unzähligen Musikrichtungen, die diese Scheiben beherbergen. Rock, Punkrock, Reggae, Ska, Jazz, Rockabilly, Blues und so weiter.
Selbstverständlich hat das Alben Ecken und Kanten, aber alles andere wäre für ein Werk mit 36 Stücken unnormal.
Da das Album so vielfältig und alle Songs so unbeschreiblich unterschiedlich sing, habe ich versucht, mit Kurzbeschreibungen zu jedem Lied einen kleinen Einblick zu gewähren.

The Magnificent Seven (1) - Gleich zu Beginn zeigen the Clash wie genial ihre absolute Experimentierfreudigkeit sein kann. Für viele gilt 'The Magnificent Seven' als der erste Rap-Song einer weißen Band. In jedem Fall besticht die erste Singleauskopplung durch ihre Power, die zum tanzen und 'abgehen' einlädt.
Hitsville UK (1) - 'Hitsville UK', den so mancher sogar in die Richtung Schlager rückt, ist einer von vielen Höhepunkten auf dem Album. Ohne Zweifel ist der einfache Rhytmus und die einfache Melodie nicht Jedermanns Sache. Dennoch erobert der unvergleichliche Sound des Liedes schnell das Hörorgan des Hörers und die sympathische Stimmung des Songs sorgt für ihr übriges.
Junco Partner (2-) - Ein Ska- und Reggaestück, das ohne Zweifel einen großen Wiedererkennungswert besitzt, aber auch nicht wirklich ein Highlight ist.
Ivan meets GI Joe (1-) - Natürlich hört sich das von Topper Headon gesungene Stück (das einzige, bei dem er jemals die Leadvocals übernahm) wie ein absoluter Fremdkörper an. Die wabernde technoartige Melodie verleiht dem Lied etwas einzigartiges und schafft absolutes Hörvergnügen
The Leader (2) - Ein kurzer Song mit eine eingängigen Refrain
Something about England (2+) - Das Lied ist eines der melodiösesten der 3er LP und sorgt für eine Menge Spaß beim Hörer.
Rebel Waltz (3-) - Der erste kleine Schwachpunkt des Album. Zwar fehlt es dem Album ganz und gar nicht an tollen Soundeinfällen, allerdings ergibt dies kein wirkliches Ganzes. So wird der 'Rebel Waltz' bei häufigem Hören ein wenig nervtötend
Look here (3) - Ein schneller Song, der zwar eher in die Kategorie 'Albumfüller' gehört, aber mit seinem fast rasenden Klavier und dem schnellen Beat durchaus seinen berechtigen Platz auf dem Album hat
The crooked Beat (4-) - Das von Paul Simonon gesungene Stück erscheint eigentlich wie fünfeinhalb Minuten nichts. Nach einer Minute, in der das Lied noch durchaus annehmbar ist, ist jede Begeisterung für den Song raus
Somebody got murdered (1+) - Ein ruhiges Stück aus der Kehle von Mick Jones, für die ich grundsätzlich zu begeistern bin. Großartig komponiert und prächtig interpretiert. Ein großartiges Stück, das nie langweilig wird
One more time (1) - Ein erstklassiger Song, der eigentlich schon im Dub-Sound gehalten ist und mit Hilfe von Mikey Dread zu einem ganz besonderen Stück des Albums gemacht wird. Die Stimmung des Songs ist großartig
One more dub (2) - Dub-Version von "One More Time" und eine der besten Dub-Versionen von Sandinista
Lightning Strikes [not once but twice] (2+) - Ein schneller Song mit prägrantnem Rhythmus und absolut hörenswert. Er ist mitreißend wie wenig andere auf der CD.
Up in heaven [Not only here] (1) - 'Up in heaven' ist eines der schönsten Clash-Stücke überhaupt. Durch die angenehme Melodie, die den Song auf seinen vollen 4:32 begleitet und es zu etwas ganz besonderem macht, wird man fast automatisch zum Clash-Fan.
Corner Soul (2+) - Ein kurzes, schönes und beruhigendes Lied, das sofort hängen bleibt
Lets go crazy (2) - Das muntere Stück, in karibischen Klängen gehalten, ist zwar kein wirklicher Höhepunkt, aber auf jedem Fall hörenswert.
If music could talk (2-) - 'If music could talk', ein Instrumentalstück, zeichnet sich durch seine unverfängliche und ruhige Art aus, hört sich aber vergleichsweise schnell aus
The Sound of Sinners (2) ' Den Abschluss der ersten CD bildet ein toller Song mit Gospelcharakter und einem fesselnd, wabernden Sound, der genau richtig zu dem Song und seinen Melodien passt

Police on my back (1) - Das Stück von Eddy Grant ist das rockigste und ohne Zweifel auch eines der mitreißendsten des ganzen Sandinista!-Albums.
Midnight Log (3) - Ein kurzer Song, der solide gespielt ist.
The Equaliser (3-) - The Equaliser gilt für viele als ein Herzstück des Albums. Allerdings ist diese Bezeichnung für das fast 6-minütige Stück eindeutig ein wenig zu hoch gewählt. Es besticht zwar durchaus durch einen wahren Wasserfall an Melodien und Einwürfen, hat aber eindeutig zu wenig Power. Es bleibt auch nicht wirklich hängen.
The Call Up (2) - The Call up besitzt zwar eine ähnliche Struktur wie The Equaliser, ist aber durch seinen schnellen Schlagzeugbeat und eine vielzahl an rockigen wie melodiösen Tönen gehörig aufgepeppt und absolut hörenswert.
Washington Bullets (1+) - Ohne Zweifel ein absolutes Highlight des Albums und meine persönliche Lieblingsnummer, zugleich Stummers politischstes Stück in 9 Jahren The Clash. Er stellt sich hinter eine Vielzahl von linken Organisationen und Untergrundgruppen, aber auch gegen die Tibetpolitik Pekings. Alles in allem ist dieser Song ein absolutes Meisterwerk das durchaus auf dem ein oder anderem Best of mit voller Berechtigung ihren Platz einnehmen könnte.
Broadway (1) - Es ist wohl nicht zu poetisch gesagt, wenn man anmerkt, dass diesen Song eine begeisternde Aura umgibt. Die Keyboard- und Pianoparts sind einfach zu einem großartigen Ganzen zusammengespielt und machen den Song ohne Frage zu einem Highlight des Albums.
Lose this skin (1) - Violist Tymon Dogg textete und schrieb dieses großartige Stück, das sich erneut als etwas völlig anderes erweist. Durch seine einmalige Melodie und den tollen Text ist es ebenso wie das vorherige Stück ein Höhepunkt der Scheibe.
Charlie don't surf (1-) - Ein vielerorts unterschätztes Stück das durch seine beruhigenden Klänge und einen Refrain, der absolut hängen bleibt, glänzt.
Mensforth Hill (5) - Eine Bandschleiffen-Version bei dem unter anderem "Something about England" rückwärts abgespielt wird. So ziemlich das schlechteste Stück auf dem Album.
Junkie Slip (3+) - Ein eher ruhigerer Song, der äußerst ungewöhnlich vorgetragen wird, und auch eher zu den Albumfüllern gehört. Trotzdem ist er wirklich nicht schlecht.
Kingston Advice (2-) - Ein guter, rockig unterlegter Song, der viel Spaß bereitet.
The Street Parade (2) - Das Stück, das auch auf der "Clash Essential" CD zu hören ist, ist ohne Zweifel ein starkes Stück, das von seiner sympatischen Ausstrahlung lebt.
Version City (2+) - Ein durchaus großartiger Song mit einem prägnanten Klavierrhytmus
Living in Fame (2) - Eine von Mikey Dread gesungene Dub-Version von 'If music could talk' die zwar durchaus Spaß macht und mit guten Sounds und Geräuschen unterlegt ist, aber wie der ein oder andere Song viel zu lang ist.
Silicone on Sapphire (2) ' Die nächste Dub-Version, diesmal von 'Washington Bullets', Sie orientiert sich nah am Original und daher sehr stark ist.
Version Pardner (5+) - Eine Dub-Version von 'Junco Pardner', die vielleicht ein mal ganz witzig ist, aber bei mehrmaligem Hören durchaus mehrere Nerven raubt. Lieber überspringen!
Career Opportunities (3) - Ein von den beiden Söhnen eines Studiomusikers vorgetragenes Cover des Songs vom ersten Album der Band. Natürlich gewöhnungsbedürftig und trotzdem nicht wirklich schlecht.
Shepherds Delight (4) - Ein etwas merkwürdiger Abschlusssong über den es eigentlich nicht viel zu berichten gibt, beendet ein großartiges Album.
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Best of 1980-1990
Best of 1980-1990
Preis: EUR 14,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen U2 - eine Legende, 5. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Best of 1980-1990 (Audio CD)
Natürlich haben wir in unserem stressigen Alltag keine Zeit darüber nachzudenken, wer auf diesem Planeten das Wort Legende verdient haben könnte. Meistens wird einem Künstler dieser Titel erst überwiesen, wenn er von uns gegangen ist. Doch wenn man sich das U2 Best of von 1980-1990 anhört, muss man sofort zugeben, dass die vier Iren, mit denen wir es hier zu tun haben, wahrlich lebende Legenden sind...

Nur wenige Bands schaffen und schafften es, rockigen Sound und tolle Melodien miteinander zu verbinden. U2 kann das, und nirgends hört sich das so gut an, wie auf dieser Best of CD. Jeder Hit dieser Zeit ist drauf, und sie war gleichzeitig auch die beste der Gruppe.

Schon alleine dieser Anfang. "Pride (In the name of love)". Für mich persönlich nicht unbedingt der beste U2-Hit, und doch mit dem Wort mäßig oder gar schlecht nicht zu beschreiben. Ein Song, den Martin Luther King mehr als verdient hat. Aber auch andere Rockballaden säumen die CD. Allen voran natürlich "sunday bloody sunday", dieser Wahnsinnssong, der jeden Höhrer ein ums andere Mal vor Power und Geladenheit aus den Schuhen kippt.
Heutzutage machen wir der jüngeren Generation die 80er und ihren gewöhnungsbedürftigen (Musik)Stil oftmals nieder, doch Songs wie "New Years Day" haben den sensationell dumpf klangvollen Stil, den sonst keine andere Zeit der Musikgeschichte und in ihr wiederum keine Band so draufhatte wie U2.
Verwunderlich für mich sowieso, was viele an den ruhigen Songs wie "with or without you", "i still haven't found what i'm looking for", "bad" oder "the unforgettable fire" auszusetzen haben. Diese Songs sind zwar sicherlich keine Jahrhunderthits, aber langweilig werden sie bestimmt nicht.

Auch toll: Das Lied "sweetest thing", das sich als einziger neuer Track auf der CD befindet.
Ein kleiner Nachteil. Ruhige und laute Hits wurden wild und scheinbar planlos durcheinandergeworfen. Mit ein bischen mehr Konzept würde die CD vollends Spaß machen.

Aber nachdem man der Scheibe fertig gelauscht hat, hat man sich in den Sound von U2 voll und ganz verliebt, denn aushören tun sich die zeitlosen Stücke nie.


Egal Was Ist...
Egal Was Ist...
Preis: EUR 33,59

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Bewertung sagt alles, 5. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Egal Was Ist... (Audio CD)
Ich habe es immerhin versucht... Ich habe mir die Scheibe zugelegt, aus purer Neugier, auch um zu sehen, ob die schlechten Kritiken wirklich stimmen. Ja, leider. Schade, denn das Geld hätte ich mir sparen können.

Nicht, dass mir Mädchenbands oder der zur Zeit so populäre "Deutsche Nachwuchsrock" allgemein auf den Keks ginge, nein, mit manchen Bands wie Nevada-Tan oder den Killerpilzen kann ich als eingefleischter Stonesfan mehr als gut leben, da sie echt was drauf haben. Deshalb habe ich mir die Debbie rockt-CD auch gekauft, da ich nicht über etwas reden wollte, von dem ich keine Ahnung habe. Doch es scheint tatsächlich so, als könnten die Fünf echt gar nix.

Über das musikalische Können der Gruppe muss man sich nicht lange unterhalten. In der Besetzung von Debbie rockt sind zwei Gitarristinnen aufgelistet, warum spielen sie nicht auch so? Meistens schrabbeln die beiden an den gleichen Riffs rum, Gitarrensoli gibt es nur selten. Mein 13-jähriger Cousin lernt seit zwei Jahren Schlagzeug, er würde das ganze besser hinkriegen als die Drummerin. Über den Bass gibts wenig zu berichten, er geht zum Teil völlig unter. Einzig und allein Sängerin Fie bringt ein bischen Power zum Ausdruck.

Alles in allem sind die Stücke nur darauf ausgerichtet Lärm zu machen und zum Tanzen zu bewegen. Laut sind sie ja, aber selbst ein Gähnen ist bei den Songs zu viel Bewegung.

Man muss sich eines fragen: Ist es bei den vielen Nachwuchsbands da draußen, die Tag für Tag an ihrem Stil feilen und auf den großen Durchbruch hoffen, fair, wenn eine Band (noch dazu eine schlechte) von Viva und Konsorten hochgepusht wird? Wenn, dann sollten doch alle die gleiche Chance erhalten, meine ich. Wenn das der Fall wäre, würden wir die Fünf heute überall sehen, nur nicht auf der Bühne.

Vielleicht hinke ich der Zeit einfach nur hinterher, vielleicht ist das einfach nicht mein Geschmack. Doch wenn so manche anspruchsvolle Musik- oder TV-Zeitung die Musik der Fünf als "erfrischenden Rock" bezeichnet, muss ich mir ernsthaft Sorgen machen. Und wenn die Kernaussage des Werkes fast ausschließlich Poppen ist, erübrigt sich das ganze sowieso...


Get Yer Ya-Ya's Out!
Get Yer Ya-Ya's Out!
Preis: EUR 8,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mutter aller Live-CDs, 18. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Get Yer Ya-Ya's Out! (Audio CD)
Das Livealbum aus dem Jahr 1970 sollte eigentlich ein Doppelalbum werden, doch die Plattenfirma war mit den Vorschlägen der Band nicht einverstanden, da viele gecoverte Songs drauf gewesen wären. So mussten wir uns mit diesem Album mit zehn Nummern "begnügen", welches zu einer einmaligen Livescheibe avanciert ist, und die Amerikatour und den einmaligen Sound der Stones zu dieser Zeit mehr als nur dokumentiert.

"Jumpin Jack Flash" eröffnet das Konzert und erobert mit seinem tollen und alseits bekannten Gitarrenriff sofort das Ohr des Höhrers. Die Liveversion ist frisch und aufgekratzt und übertrumpft die Singleversion allemal.
Der Titel Nummer 2 ist eigentlich schon der Höhepunkt des Albums. "Carol" erschien schon auf der ersten LP der Stones und wurde an diesem Abend erneut in der für die Rolling Stones so sensationell einzigartigen Art gespielt. Der Song zwingt zum Mittanzen und das tolle Gitarrensolo von Mick Tayler tut ihr übriges.
Anschließend folt der "Stray Cats Blues", der durch seine langsame Version besticht, aber leider bei weitem nicht so gut ist, wie das Beggars Banquet-Original mit seinem schnellen Rythmus. Schade, daraus hätte man mehr machen können.
Nun folgt "Love in Vain", ein ruhiger, langsamer Song von Let it bleed, der wiederrum in seiner Form perfekt passt.
Ebenfalls weltklasse ist die 9-Minuten-Version von "Midnight Rambler", nun wieder ein schneller, fast rotierender Song, der mit dem melodiösen Bass und den tollen Gitarren die Stimmung in der Halle direkt vor die heimische Stereoanlage transportiert.

Auf der CD spielen die Stones einen schnörkellosen, perfekten Auftritt, scheinbar ohne jeglichen Fehler. Das ist zwar gut so, dennoch fehlt damit auch ein Reiz der Stones zu dieser Zeit, den z.B. der Auftritt der Stones im Hyde-Park ausmachte, als die Band kaum eingespielt losschrabbelte und den Ruf der wildesten Rock'n'Roll Band zu dieser Zeit mehr als gerecht wurde. "Sympathy for the devil" ist eine kleine Enttäuschung. Er hört sich irgendwie viel zu artig und brav an. Trotzdem überzeugt auch er durch seine einmalige Art.

Schon mit dem nächsten Song, einer einmalig schnellen Version von "Live with my" wird man wieder in rauere Gebiete geschleppt. Der Song, geprägt von den auf und ab rasenden Gitarren, ist mehr als einfach "nur" hörenswert.
Als nächstes folgt "Little Queenie", eine solide Bluesnummer, gegen die es ebenfalls nichts zu beanstanden gibt.
Den Abschluss des Albums bilden die beiden Hits "Honky Tonk Women" und "Street Fighting Man". Während "Honky Tonk Women" erneut langsamer gehalten ist als das Original, dennoch erstklassig gespielt ist, erdrückt letzterer Song den Hörer aufgrund seines Sounds fast. "Street Fighting Man" ist ohne Zweifel ein krönender Abschluss einer genialen Platte.

Fazit: Ein Livealbum mit nur wenigen Ecken und Kanten, dass genau während der großen Stonesphase entstand und nicht nur deshalb ein echtes Muss für alle Stonesfans ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2009 10:28 PM MEST


The Libertines
The Libertines
Preis: EUR 17,98

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse, 15. September 2007
Rezension bezieht sich auf: The Libertines (Audio CD)
Das mit dem Libertines Sound ist so ne Sache... Beim ersten mal passt einem nicht jeder Song. Vieles hört sich gleich oder zu fade und zu trocken an. Doch wenn man sich das Album gleich mehrere Male anhört, dann hat man sich in die Band, die CD und ihren einmaligen Sound verliebt. Die Libertines lassen aufhorchen-Noch einmal geben Carl und Pete alles!

Die Power ist den Vier überhaupt nicht abhanden gekommen. Beispiele gefällig? Gerne! "Ha Ha Wall" mit seinem unwiederstehlichen Gitarrenrythmus, "The man who would be king" in dem es völlig unterschiedliche Sounds wahrlich regnet, Schlussnummer "What became of the likely lads", ja eigentlich müsste man an dieser Stelle wirklich jeden Song aufzählen. Die Scheibe glänzt an den verschiedensten Punkrhytmen, tollen Klangeinfällen und einem Carl Barat der Drogen-Pete übetrumpht. Spontan könnte ich euch gar keine schlechte Nummer, gar einen Tiefpunkt der CD nennen.

Kaufen, es lohnt sich


Invasion der Killerpilze
Invasion der Killerpilze
Wird angeboten von hamburgmedia (mafrance24 com)
Preis: EUR 9,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überhaupt nicht übel, 2. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Invasion der Killerpilze (Audio CD)
Ich bin eher Fan von älteren Rock- und Punkbands und kann mit dem neuen, deutschen Teeniezeugs wenig anfangen. Eher zufällig kam ich in Versuchung die Scheibe zu kaufen, tat dies nach einigem zögern, und wurde positiv überrascht.

Die Killerpilze überzeugen den Höhrer mit wahrer Rockpower und haben somit all den anderen Nachwuchsgruppen schon mal eins voraus. Viele Songs blieben mir monatelang in den Ohren hängen. Auch wenn sich die Texte teils Ärzte-Mäßig lächerlich anhören, macht der Sound mit seinen aufgekratzten Gitarren und dem dumpfen Bass einiges weg. Vor allem "Stubenrocker", "Komm mit" und "Springt hoch" werden daraus zu echt tollen Stücken. Auch das eher ruhigere "Ich kann auch ohne dich" wird zu einem echten Ohrwurm. Selbstverständlich ist auf dem Album nicht alles aus Gold. Das seichte "Hier und jetzt" hat weder eine starke Melodie noch einen kraftvollen Text und auf "Wach auf" spielen die Jungs aus irgendeinem undefinierbaren Grund eine Art schlechtes Metallica, und das können sie überhaupt nicht...

Doch allgemein ist das Debut der Vier echt gut gelungen und lässt auf eine tolle Zukunft hoffen...


Mit Pauken und Raketen
Mit Pauken und Raketen
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 5,47

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Killerpilze mit Power aber ohne geniale Momente, 2. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Mit Pauken und Raketen (Audio CD)
Zwar liege ich genau in der Alters-Zielgruppe der Band, konnte und kann allerdings wenig mit deutschem Nachwuchsrock anfangen. Aus reiner Neugier kaufte ich mir im letzten Herbst die erste Killerpilze-CD "Invasion der Killerpilze" und war positiv überrascht. Das Debut der (damals noch) Vier Jungs bestach durch echte Punkpower die durch tolle Gitarresoli und einen lauten, melödiösen Bass erzeugt wurde. Monatelang war ich wie gefesselt von dem Sound. Umso gespannter war ich nun auf die zweite CD der nun Drei Killerpilze und ich wurde zum Teil enttäuscht...

Zwar ist von der Power gar nichts abhanden gekommen, Jo, Mäx und Fabi spielen noch immer einen tollen Punkrocksound, doch die Qualität der einzelnen Stücke hat arg abgenommen. Songs wie "40 Tage 13 Stunden", "Richtig oder Falsch" und natürlich der Horrortrack "Andere Zeit" hören sich eintönig und gleich an und bleiben weder hängen, geschweige denn, dass sie annähernd einen wirklich klangvollen Punksound verbreiten würden. Die meisten der restlichen Stücke sind zwar halbwegs gut, doch auch ihnen fehlt der echte Geistesblitz und die Genialität. Es scheint als hätten die Killerpilze im Studio lustlos ihre ähnlich lustlos geschriebenen Songs fade auf Band runtergespielt.
Mit dem ersten Lied, "Los", der auch nach mehrmaligem Anhören nicht langweilig wird, "Ich will Gerechtigkeit", Schmusesong "Wir" und "Meine Welt dreht sich" befinden sich wenigstens vier starke Songs auf der CD, die mit denen vom ersten Album locker mithalten können. Und auch mit dem Schlußsong "Letzte Minute" (Mit Streicher!) haben die Killerpilze einen tollen Song untergebracht.

Alles in allem wäre es schön gewesen, wenn ich den Killerpilzen Vier Sterne hätte geben können, doch viele Songs sind einfach zu schwach dafür. Punkt.
Trotzdem glaube ich, dass diese Band durchaus gute Chancen hat, noch mehr zu erreichen. Und wer weiß, vielleich wird das Album Nummer 3 wieder ein echter Paukenschlag.


Various Artists - Live Aid [4 DVDs]
Various Artists - Live Aid [4 DVDs]
DVD ~ Bob Geldof
Preis: EUR 33,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live Aid ist eine Legende, 2. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Various Artists - Live Aid [4 DVDs] (DVD)
Für mich, der damals nicht dabei war, sondern erst gut 5 Jahre nach Live Aid das Licht der Welt erblickte, ist es ein wenig einfacher das Konzert und die DVD-Box zu bewerten. So dachte ich jedenfalls. Doch auch ich kann über dieses Großereignis der modernen Musik nur schwärmen. Von dem Salut für den Prince of Wales, über U2, Queen und Mick Jagger, bis alle Philadelphia-Künstler mit 90,000 ein seichtes "We are the world" anstimmen, ist alles eine einmalige Legende, die sich noch viele Jahrzehnte in dem Gedächtnis der Menschen halten wird.

Live Aid hat das was Live 8, das ich vor zwei Jahren fast ganz am TV verfolgte, nicht hat: Es ist etwas völlig neues, ein großartiges Spektakel und es half wirklich den Menschen in Afrika, während sich Live 8 nur als völlig überbewertetes und kaum nützendes Non-Event darstellte. Live Aid bewegte etwas und rettete zahlreiche Menschen vor dem sicheren Hungertod, erst damit wird es voll und ganz zu einem wirklich perfektem Konzert.

Bei ihm ist das Who is Who der Weltmusik vertreten. Oder kennt ihr eine 4 DVD-Box auf der man so viele großartige Musiker auf einem Haufen findet? Queen, David Bowie, U2, Bob Dylan, Madonna, Paul McCartney... eine Liste von mehreren Dutzend Bands und Künstlern findet sich auf dem Rücken der Box wieder. Erst sie machen die beiden Veranstaltungen in London und Philadelphia einmalig.

Bild und Ton der DVDs sind so klasse, dass durchaus das Gefühl aufkommt, durch die Zeit gegangen zu sein und neben Bono auf einem Verstärker im Wembley-Stadion zu hocken.

Die DVD-Box überzeugt optisch mit ihrem bunten Design voll und ganz. Inhaltlich gibt es neben 10 Stunden Konzert auch noch einige Auftritte aus anderen Arenen, eine Dokumentation, die Videos von Band Aid und USA for Africa, die BBC-Meldung, die der Auslöser des ganzen war und und und...
Ein einziger großer Negativpunkt: Viele Auftritte fehlen. Höhepunkte wie Santana oder Led Zeppelin sowie zahlreiche Klasse-Songs wurden rausgelassen, stattdessen finden sich einige Bands wie Ultravox, Cars oder Style Council wieder, deren Anwesenheit nicht zwingend erforderlich ist.

Dennoch das Fazit: Ein einmaliges Spektakel in bester Qualität und mit einmaligem Sound, das einem die 45 Euro locker wert sein sollte.


Exodus
Exodus
Preis: EUR 7,97

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reggae für jeden, 14. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Exodus (Audio CD)
Zugegeben: Ich bin kein großer Reggae- bzw. Bob Marley-Fan. Doch "Exodus" hat meine Einstellung zur Reggaemusik und meinen Musikgeschmack überhaupt stark beeinflusst und verändert. Die LP aus dem Jahr 1977 ist mitlerweile Legende geworden. Und das zu Recht.

Viele Kritiker der Scheibe behaupten, sie sei im Vergleich zu den anderen berühmten Marley-LPs wie "Rastaman Vibration" oder "Natty Dread" viel zu massentauglich produziert. Ich teile diese Meinung nicht, und selbst wenn, war dies nur gut für uns. Denn etwas besseres als "Exodus" in dieser Form könnte uns nicht passieren.

Viele bekannte Marley-Songs wie "No woman, no cry" oder "Could you be loved" würden gar nicht auf das Album passen. Die zehn eigentlichen Stücke unterscheiden sich von den genannten Hits erstaunlich stark, weil sie einfach schlichter und viel angenehmer zu hören sind. Beispiele sind die ruhigen Songs "Waiting in Vain" und "Turn your lights down low", oder das heitere "Three little birds". Die drei Songs, die auch auf den unzähligen Best-ofs vorhanden sind, kann man sich dutzendfach hintereinander anhören: Sie werden nie langweilig, geschweige denn, dass sie auf die Nerven gehen würden. Zwar ist der Titelsong "Exodus" meiner Meinung nach viel zu lang, doch auch er zwingt zum Mitsingen und Mittanzen. Und die beiden Bonustracks, eine lange Version von "Jamming" und "Punky Reggae Party" sind auch nicht fehl am Platz, wie auf so mancher anderen Marley-CD.

Für die Reggae-Fans ist "Exodus" Pflicht, für alle, die keine Anhänger oder Freunde der Reggaemusik sind (wie ich Anfangs), ist zu sagen: Die CD macht einfach Spaß. Jeder Song, ob das kurze "The Heathen" oder der Top 10-Hit "Jamming", prägt sich durch seine lauten Rhytmus und die tollen Melodien schnell ein. Und eins kann ich versprechen: Sind die Songs einmal dinnen, kommen Sie nicht so schnell wieder raus. Auch, wenn man das Album lange nicht mehr gehört hat, verführt das ein oder andere Stück zum Mitsingen.


Sticky Fingers
Sticky Fingers
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 20,65

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sticky Fingers - Der heimliche König, 12. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Sticky Fingers (Audio CD)
"Sticky Fingers" steht schon immer im Schatten von "Exile on Main Street" und "Let it bleed", dem Nachfolge- und Vorgängeralbum. Doch für mich persönlich ist "Sticky Fingers" das beste der vier legendären LPs der großen Stones-Phase (68-72).

Die Songs auf dem Album sind einfach klasse. Sie bewegen sich wie eigentlich immer zu dieser Zeit zwischen melodiösem Blues-Rock, trockenem Countrysound und schlichtem Rock 'n' Roll. Diese perfekte Mixtur macht die CD nicht nur für Rolling Stones-Fans zu einem echten Highlight der Musikgeschichte. Ebenfalls können die Rolling Stones sich auf der Scheibe, die auch zum ersten Mal das Zungenlogo abbildet, wieder mit einem zweiten Gitarristen, nämlich Mick Taylor, präsentieren. Auf "Let it bleed" war meistens lediglich Keith Richards alleine zu hören.

Der einstige Skandalsong "Brown Sugar", noch heute auf so gut wie jedem Stones-Konzert zu hören, ist wohl auch der bekannteste der Platte, zumal er die Spitze der amerikanischen Singlecharts erreichte. Durch seinen tollen Rock-Sound ist er längst Legende geworden, und fester Bestandteil einer Stones-Liveshow. Doch er ist nicht das einzige Highlight, denn schon mit "Sway" legen die Fünf einen eher ruhigeren, aber nicht minder rockigen Song gleich hinterher. Auch das längste Stück des Albums, "Can't you hear me knocking", sowie "bitch" mit den einzigartigen Bläsersoli sind einfach perfekte Rocksongs, ungekünstelt und nicht zu dick aufgetragen, wie sie so nur die Rolling Stones hinbekommen. Mit "You gotta move", das irgendwie nicht so ganz zu den anderen Songs passt, fühlt man sich gleich an einen amerikanischen Highway versetzt. Ebenso verhält es sich mit "Dead Flowers", einer ruhigen Nummer, die nicht zum singen verleitet, und doch durch seine Gelassenheit wirklich Spaß macht.
Echte Höhepunkte der Scheibe sind aber auch die "ruhigen" Songs. "Wild horses" ist ein wunderschönes Lied zum Mitsingen, Abschlusssong "Moonlight Mile" besitzt einen einzigartigen asiatischen Stil. "Sister Morphine", meine Lieblingsnummer, erzählt eindrucksvoll die Geschichte von einem sterbenden Junkie. Das Stück hinterlässt einen wirklich bleibenden Eindruck bei wohl jedem Hörer. Außerdem spiegelt es das ganze Album wieder: Wenn man es einmal verinnerlicht hat bekommt man es nicht mehr raus. Nie mehr. Und das ist gut so

Oftmals wird "Sticky Fingers" in der Liste der persönlichen Lieblingsalben der Stones von 68-72 als letztes genannt, da nur wenige Stücke auf der Platte eine wirkliche Einheit bilden, und so mancher Song erst eine Weile braucht bis man sich in ihn reingehört hat. Doch wartet "Sticky Fingers" für mich mit den besten Einzelsongs auf, in die man sich wirklich verlieben kann. Außerdem ist die Platte viel besser für Neueinsteiger gedacht, die bisher noch kein Stones-Album besitzen. Die modernen Rocksongs sind oftmals viel besser zu hören als die des staubigen "Exile on Main Street" oder die simplen Stücke von "Let it bleed".


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