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Rezensionen verfasst von
elPablo (München)

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Sharkoon Vaya PC Gehäuse (ATX, 4x 3,5 intern, 1x 3,5 extern, 2x Audio, 2x USB 2.0)
Sharkoon Vaya PC Gehäuse (ATX, 4x 3,5 intern, 1x 3,5 extern, 2x Audio, 2x USB 2.0)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super inneres & äußeres Design für die Preisklasse. Gehäusevibrationen möglich..., 14. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Pro:
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- Ansprechendes modernes äußeres Design (ist aber natürlich Geschmacksfrage)
- Sehr günstiger Preis
- Die meisten Kabel lassen sich gut seitlich verstauen
- Alle eingebauten Teile haben relativ problemlos gepasst. Alles war gut zu erreichen.
- Keine scharfen Kanten
- Gut gelöstes internes Design: Lüftungskonzept m.E. echt gelungen, da man einen bis zu 120mm Lüfter in die Front unten einbauen kann (einer mit roten LED wird mitgeliefert). Das Netzteil (mit Staubfilter) steht am Boden hinten und lüftet von unten --> stört also nicht. Oben hinten lässt sich nochmal ein bis zu 120mm Lüfter zum Absaugen installieren. Und seitlich auch nochmal ein Lüfter. Einziges Problem: Mein CPU-Kühler (Arctic Cooling Freezer 13 Pro) passt zwar grade so hinein, dafür ist aber kein Platz mehr für den seitlichen Gehäuselüfter an den vorgesehenen Stellen. Hab den Seiten-Lüfter einfach etwas tiefer am Lüftungsgitter befestigt und mir selbst eine Halterung gebastelt.

Contra:
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- Plastikfront und Front-Audio/USB wirkt bei genauem hinsehen und Einstecken billig und wackelig (vermutlich lässt sich beim Preis nicht mehr erwarten...).
- Seitenbleche relativ dünn, dafür ist das Gehäuse recht leicht.
- Lackierung auf den Blechen ist nicht sonderlich stabil, habs gleich geschafft mehrere Kratzer beim Einbau rein zu bekommen.
- Die Schnellverschlüsse für Festplatte/Laufwerk sind irgendwie wackelig. Aber kein Problem, es sind genug Standard-Schrauben dabei, mit denen man diese alternativ festschrauben kann.
- Gehäuse verursacht minimale zusätzliche Vibrations-Geräusche: Ich hab die Ursache noch nicht gefunden, aber sobald man rechts und links auf die Seitenwände seine Hände mit sanftem Druck auflegt, wird das Lüftungs- und Vibrationsgeräusch des ganzen PCs etwas leiser. Das bedeutet also meines Erachtens das Gehäuse dämpft die Vibrationen der Lüfter nicht ordentlich ab.
- Es waren nur 4 Lüfterschrauben für quasi einen Gehäuselüfter dabei, der schon eingebaut war.

Fazit:
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Ich kann das Sharkoon Vaya fast uneingeschränkt empfehlen. Für die unterste Preisklasse bietet es (außer der Plastikfront und den dünnen, minimal vibrierenden Blechen) eine recht gute Verarbeitung und m.E. gutes und modernes äußeres, wie inneres Design. Einbau verlief problemlos, vorgesehenes Lüftungskonzept und Hardwareplatzierung ist sinnvoll gelöst.

Anmerkung:
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Habe parallel dazu ein Xigmatek Asgard II (ähnliche Preisklasse) verbaut und muss sagen, dass ich mich in Zukunft nur noch für das Sharkoon Vaya entschieden würde, denn:
- Vorgesehene Frontlüfterstelle ist beim Xigmatek völlig sinnlos platziert (hinter geschlossener Wand). Mangelhaftes Lüftungskonzept!
- Bei einigen Schraubgewinden war das Gewinde fehlerhaft, so dass Schrauben durchgedreht sind und ich nachschneiden musste.

Nachtrag zum Vibrationsgeräusch:
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Hab mich heute auf die Suche gemacht und bin fündig geworden. Die Festplatte (war vorher schon woanders verbaut, wo sie keine störenden Geräusche erzeugte) übträgt ihre Schwingungen auf die von vorne gesehen rechte Gehäusewand. Ich habe einfach ein Stück dünnen Schaumstoff zwischen Korpus und besagter Wand geklemmt und siehe da die Geräusche sind weg. Sicherlich könnte man das auch mit einem Nativibrationskit für die Festplatte lösen. So gehts aber einfacher und schneller.


VAUDE Herren Jacke Cyclone III, black, L, 03414
VAUDE Herren Jacke Cyclone III, black, L, 03414

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hält bisher was der Hersteller verspricht!, 14. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Jacke ist winddicht und wasserabweisend, wie es der Hersteller verspricht (inzwischen selbst mehrfach ausprobiert). Außerdem ist sie hochwertig verarbeitet und hat ein schlichtes, aber ansprechendes und funktionales Design. Mit Unterhemd, T-Shirt und Pullover drunter, hab ich auch NICHT bei um die -5 bis 0° C gefroren. Ich habe Größe L/52 genommen bei 1,82 m Körpergröße und knapp 80kg (eher normal bis breiterer Körperbau). Da kann man problemlos noch 3-4 Schichten drunter ziehen bevor's zu eng wird. Ich nutze sie hauptsächlich zum Fahrradfahren (im Winter) und im Alltag. Für beides hat sie sich bisher bestens bewährt.

Für unter 100 EURO eine "Marken"-Softshell-Jacke von Vaude? Ganz klare Kaufempfehlung! Extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis, denn meiner Meinung besteht zu vergleichbaren Softshell-Jacken von anderen wesentlich teureren Herstellern, wo man gleich mal das doppelte bis dreifache bezahlt, kein wirklicher Unterschied. Zumindest, was meine Einsatzzwecke betrifft. Ganz im Gegenteil, mir gefällt es ohnehin besser, wenn das Hersteller-Logo nicht so extrem aufleuchtet und plakativ als Statussymbol verwendet wird. Bei dieser Jacke ist es recht unauffällig.


CobaNitrox R-120-B Gehäuselüfter  (Silicia Gel, 120mm) LED blau
CobaNitrox R-120-B Gehäuselüfter (Silicia Gel, 120mm) LED blau
Wird angeboten von Emobil
Preis: EUR 8,70

4.0 von 5 Sternen CobaNitrox R-120-B, 13. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Licht/LED:
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Das blaue Licht des Lüfters leuchtet angenehm mittelblau, nicht zu hell und nicht zu dunkel. Es ist auch nicht zu grell hinter einem Meshgitter, gerade passend für mein Empfinden.

Design:
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Das Design ist auch recht ansprechend futuristisch. Sieht man ja auf dem Bild zur Produktbeschreibung. Kommt aber auch in der Realität gut rüber.

Kühlung/Lautstärke:
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Die Kühlleistung ist ordentlich, die Lautstärke geht in Ordnung. Kann das natürlich nur subjektiv vom Gehör bzw. vom Gefühl her sagen (Herstellerangabe: 19DB, 68,0cbm/h, 900U/min.) da ich keine Messgeräte habe. Selbst auf Maximum ist die Lautstärke noch erträglich. Kein Klackern oder Pfeifen, nur normale Strömungsgeräusche. Es gibt sicherlich leisere Lüfter, aber auch wesentlich lauterer. Hier macht man sicher nichts falsch, wenn man nicht ein absoluter Silent-Freak ist.

Einbau:
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Einbau war grundsätzlich simpel (umsteckbare schraublose Gummihalterungen, je nach Saug-/Blaseeinsatz), die man durch die Löcher im Gehäuse problemlos durchziehen kann. Nur Schade, dass keine Einbauanleitung oder zumindest ein Bild dabei ist, in welche Richtung die Luft strömt. Konnte es leider an der Gestalt nicht 100% eindeutig erkennen. Musste ihn erst anstecken, prüfen und konnte ihn dann erst einbauen. Das ist sicherlich kein Problem bei einem bereits bestehendem PC-System, bei einem Neuaufbau ist das aber unnötige Zeitverschwendung, gerade wenn die Einbaustelle am Gehäuse nicht gut erreichbar ist. Deshalb ein Stern Abzug! Sonst habe ich nur Arctic Cooling Lüfter, da ist immer eine Kurzanleitung dabei. Kabellänge war mehr als ausreichend.

Robustheit/Nachhaltigkeit:
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Über die Nachhaltigkeit des Produkts kann ich noch nichts sagen, läuft erst seit einigen Tagen bei mir, das aber tadellos!

Fazit:
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Preis-/Leistungsverhältnis ist gut bis sehr gut. Licht ist angenehm. Lautstärke und Luftdurchsatz gut. Anleitung fehlt.


Guild Wars 2 - [PC]
Guild Wars 2 - [PC]
Preis: EUR 39,20

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz OK, aber die groß angekündigten Innovationen hinken in der Praxis, 3. Oktober 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Zuerst mal kurz was zu mir bzw. meiner PC-Spiele-Erfahrung: Ich spiele seit über 20 Jahren regelmäßig mal mehr mal weniger PC-Spiele, seit einigen Jahren hat es sich so auf ca. 2-3 neue Titel pro Jahr eingependelt. Außer Sportspielen ist fast alles vertreten gewesen. Ich habe auch z.T. mit sehr großer Begeisterung einige Online-Titel gespielt, darunter natürlich auch ein paar MMORPGs wie 1-2 Jahre WoW, aber auch einige Monate HdRO, Warhammer Online, Age of Conan, etc..

Ich habe mich sehr auf GuildWars 2 gefreut, obwohl ich den ersten Teil nur aus Erzählungen kenne. Die versprochenen Neuerungen und erste Tests von Gamezeitschriften hörten sich alle sehr gut an, nur leider muss ich heute nach ca. 2 Wochen Spielzeit und drei angespielten Klassen ein ernüchterndes Fazit stellen: Mich konnte GW2 nicht wirklich überzeugen. Dazu halt ich im folgenden die wichtigsten Punkte fest, die mich zu der Meinung gebracht haben.

- Die Grafik ist wie angekündigt überwiegend recht gut. Schön und variantenreich gestaltet. Läuft auch auf hohen Detailstufen flüssig mit meinem zugegeben recht leistungsstarken PC. Aber fällt das denn keinem auf oder ist das nur bei mir so? Sobald man irgendwo näher an eine Mauer kommt fühlt man sich als wäre man in einem 3D-Shooter der 90er Jahre. Grobe Pixel, die sich nicht weiter auflösen. Da gibts doch schon seit Jahren bessere Darstellungsmöglichkeiten in anderen Spielen. Blätter bzw. Gebüsche sehen auch, wie in fast jedem anderen MMORPG, total zweidimensional und unecht aus. Der Rest entschädigt dafür natürlich, schöne Animationen super Landschaftsblick! Also insgesamt schon gute bis sehr gute Grafik. Aber Grafik allein macht ein Hammerspiel nicht aus, das wurde schon oft in der Spielegeschichte gezeigt...

- Den Sound finde ich recht gelungen. Einige kritisieren die schlechte deutsche Vertonung. Habe beides ausprobiert, Englisch und Deutsch und muss sagen, dass mir da keine Mängel im Unterschied aufgefallen sind. Stimmungsvolle Sprecher und gute Übersetzungen. Einzig setzt der Ton manchmal aus. Das ist natürlich nervig, aber ein Bug und sicher nicht so gewollt. Die Musik könnte auch etwas packender sein, die is eher zurückhaltend, aber grundsätzlich durchaus positiv zu sehen.

- Die Hintergrundgeschichte(n) finde ich ganz in Ordnung, aber nix was nicht schonmal da war und auch jetz nicht übermäßig spannend. Irgendwie alles auch ein bisschen konfus. Modernes Fantasy-Story-Telling geht besser. Auch das hochgelobte "Erlebe-deine-individuelle-Charakter-Geschichte" heisst konkret nur, dass man an manchen Stellen eine Wahlmöglichkeit hat, mal das eine oder das andere in Dialogen anzuklicken. Große Änderungen, Spannungsbögen oder Individualisierungen ergaben sich m.E. dadurch nicht. Indiana Jones 3 konnte man 1989 auch schon auf mehrlei Weisen durchspielen.

- Die Rassen/Klassen sind recht fast ausnahmslos stimmungsvoll und authentisch in Szene gesetzt, aber auch nichts wirklich Neues oder Besonderes dabei. Da hat man sich wohl mit ein paar bodenständigen Elementen aus anderen MMORPGs begnügt, um später noch Luft für Addons nach oben zu haben. Irgendwie verständlich, aber schade. Außerdem hat man schnell den Eindruck jede Rasse/Klasse kann irgendwie alles. Mir ist klar, dass die Holy Trinity (Tank/Healer/DD) aus anderen erfolgreichen MMORPGs bewusst von den Designern weggelassen wurde, aber irgendwie ist der gebotene Ersatz dafür nichts was mich vom Hocker haut. Wird schon einen Grund haben, warum andere MMORPGs mit der Holy Trinity so erfolgreich waren/sind. Wobei das jetzt für mich nicht heisst, dass es in dem Bereich eines MMORPG keine Innovation geben darf. Aber einfach nur jeder Klasse das Potential für alles zu geben ist für mich nicht im Sinne eines Rollenspiels. Ein Rollenspiel lebt m.E. vom Einnehmen einer bestimmten Rolle (wie der Name andeutet), nicht von Beliebigkeit. Irgendwie schafft es mir das Spiel nicht zu vermitteln, dass ich mit meinem Charakter was Besonderes bin, also dass ich bestimmte Stärken und Schwächen habe, die andere nicht haben, denn die Unterschiede sind nur marginal.
Zumindest die 5 Rassen sind gut gemacht vom Hintergrund und Optik her mit einer Ausnahme: Die Asura. Das is noch schlimmer als mit den Gnomen damals bei WoW. Es kommt mir echt so vor, als ob da ein Chef-Designer gesagt hat: "Jetz bauen wir auf Biegen und Brechen noch eine Klasse für die Zielgruppe der 12-Jährigen Teenies ein.". Sorry kein Verständnis dafür, die Asura gehören in nen Asia-Grinder oder ins Pokemon-Album, aber nicht in Guild Wars 2.

- Charakterauswahl: Sie bietet verglichen mit anderen RPGs mittelmäßig viele Individualisierungsmöglichkeiten. Nicht zu wenig, nicht zu viel. Nur was mich echt aufregt ist, dass ich keine Möglichkeit gefunden habe (und das is in jedem MMORPG das ich gespielt habe Standard) den Helm unsichtbar zu machen. Man sieht kaum noch was vom Kopf im Verlauf des Spiels. Außerdem schauen die Rüstungen irgendwie total gleich aus (je nachdem welche Klasse/Rasse) und man legt die Farben für die Rüstung/Klamotten am Anfang fest. Kaum Variation im späteren Spiel. Auch von den Tattoos ist später nix zu sehen. Ich verbringe doch nicht eine halbe Stunde mit der Gestaltung von dem Körper meines Charakters, wenn ich selbst geschweige denn andere Spieler im eigentlichen Spiel später davon nix mitkriegen. Das mag jetz übertrieben klingen, ich finde aber eindeutig, dass der Individualisierungsgrad sehr wichtig ist in MMORPGs. Bei der Erstellung ist er auch durchaus vorhanden, nur im Spiel kriegt man davon nix mit.

NACHTRAG: Ich wurde darauf hingewiesen, dass man anscheinend doch den Helm unsichtbar machen kann. Gleiches gilt fürs Umfärben der Rüstung. Hab leider trotz einiger Suche vor dem Hinweis die Option nicht von alleine gefunden (was durchaus für die eher schlechte Einsteigerfreundlichkeit spricht). THX@Grettanbac für die Hinweise.

- Einsteigerfreundlichkeit: Irgendwie hatte ich immer wieder das Gefühl von Überforderung bei GW2. Kaum wird irgendwas erklärt, alles muss man irgendwie selbst rausfinden oder erahnen. Trotzdem kann man mit Leichtigkeit alle seine Aufgaben erfüllen. Man hat aber immer das Gefühl irgendwas nicht richtig zu machen. Ich kann leider nicht genauer beschreiben, was ich da meine. Trotzdem, ich versuchs mal: Irgendwie hatte ich egal ob beim Skillen, beim Kämpfen, beim Ausrüsten, beim Händler, bei der Berufswahl immer das Gefühl es nicht optimal gemacht zu haben, obwohl ich natürlich aufgestiegen bin oder die Aufgaben geschafft habe. Das mag jetz einigen Leuten gefallen oder sogar als große spielerische Freiheit ausgelegt werden, aber mir wäre als durchaus MMORPG-erfahrener Spieler zumindest am Spielanfang etwas mehr Anleitung und weniger komplizierte Möglichkeiten lieber gewesen. Ich bin jetzt sicherlich kein Freund davon jedes Spiel auf das Niveau eines Sonntag-Nachmittag-Familien-Brettspiels herabzuhebeln, ganz im Gegenteil. Ich liebe es, wenn es komplex und herausfordernd wird. Aber das sind m.E. eher Design-Fehler und Bedienungsunfreundlichkeit, als Komplexität und Tiefe.

- Keine Reittiere: Ja richtig gelesen, mag für manche lächerlich klingen, aber es gibt meines Wissens keine Reittiere in GW2. Nur kostenfplichtige Teleports. Mir gehts jetz gar nicht um das langwierige Zurücklegen der Entfernungen, sondern einfach nur um den "Realismusgrad". Es ist zwar alle paar Meter so ein Teleportstein, aber Reiten auf was auch immer für einem Wesen wäre doch etwas angemessener in einer Fantasy-Welt. Kommt mir irgendwie so vor als ob man bei Arenanet keine Lust oder Zeit hatte, Reittiere einzubauen oder das noch in einem Addon kommt. Teleport mag sicher die einfachere Reisevariante sein, aber definitiv auch unspektakulär und man verpasst viel von der Landschaft. Dadurch büsst das Spiel auch wieder einen weiteren Punkt an Faszination für mich ein.

- Das nichtvorhande Questsystem und die "dynamischen Events" lesen sich spannender als sie es tatsächlich sind. Es läuft leider sehr oft auf das klassische sammle 10 davon oder töte 20 hiervon heraus. Grundsätzlich fand ich das Konzept anfangs sehr spannend, ich habe aber schnell das Gefühl bekommen, dass es wurscht ist, ob ich mich da jetzt beteilige oder nicht. Das liegt zum einen daran, dass man meist in die Events "reinstolpert" ohne vorher instruiert worden zu sein und zum anderen, dass sich eh bereits 10-50 andere Mitspieler daraum kümmern. Man bekommt also keinen persönlichen Bezug zur gestellten Aufgabe. Wirklich herausfordernd waren sie die Events jetzt auch nicht. Hab einfach immer nur wild mit drauf geklopft und schon die Gold-Belohnungsstufe bekommen. So läufts schnell auf Solo-Grinden raus oder man beteiligt sich mal mehr oder weniger halbherzig an einem von diesen Events. War ein gutgemeinter Versuch von GW2, kommt aber an herkömmliche gut designte und spannende Quests (auch hier gibts gute Beispiele z.B. in WoW oder HdRO) m.E. nicht ran. Trotzdem sind die Events natürlich nicht schlecht, aber man hätte das mit herkömmlichen Quests verbinden sollen bzw. beides anbieten sollen. Ähnlich wie in Warhammer Online mit den Public Quests, nur gepaart mit der Innovation der Dynamik aus GW2.
Sehr gut gefallen hat mir hingegen das Abhaken der Aussichtspunkte und Eventmarker, wobei das auch irgendwie alles zu einfach zu finden war.

- Kampfsystem: Es ist sicherlich etwas anspruchsvoller als WoW o.ä., aber auch keine besondere Innovation. Einfach ein paar Knöpfe drücken und es geht schon irgendwie. Das hat Age of Conan besser gemacht. Sonderlich viel Talent braucht man bei GW2 nicht. Positiv anzumerken ist, dass unterschiedliche Waffen auch unterschiedliche Attacken bewirken. Trotzdem sind die größeren Kämpfe unglaublich schnell und unübersichtlich. Gerade bei den Events blitzt, donnert, kracht und wuselt es, so dass zumindest ich auch nach einiger Spielzeit immer noch überfordert war. Ich hab weder mitbekommen was meine Mitspieler machen, noch was ich mache bzw. was der Mob dadurch erleidet. Es bessert sich zwar mit etwas Spielerfahrung, aber trotzdem mir zu unübersichtlich. Da hätten ein paar LIchtblitze und eine wenig Entschleunigung sicherlich gut getan.

- PVP & WvWvW habe ich nicht ausprobiert. Falls mir dadurch die entscheidende Motivation entgangen ist, bitte ich um einen entsprechenden Hinweis, dann ziehe ich GW 2 nochmal aus der Schublade, ansonsten wars das für mich. Aber ich gebe die Hoffnung auf ein wirklich gutes MMORPG nicht auf... Für über 50EUR für mich eher ein Fehlkauf. Wobei natürlich zu betonen ist, dass es keine Abogebühren gibt und auch eine halbwegs faire Preispolitik bei Itemshops gefahren wird und man fast alles auch ingame mit Zeit erreichen kann.

- Bugs: Viele klagen über massenhaft Bugs oder Login-Probleme, mir sind Bugs nur in geringer und unbedeuter Form aufgefallen. Login-Probleme hatte ich gar nicht. Aber welches Spiel (und gerade MMORPGs) hat das heutzutage nicht bei Release?

Zusammenfassung: Man könnte jetzt auf GW2 noch viel genauer eingehen, das waren nur für mich die wichtigsten Punkte, die mich zu einer eher negativen Entscheidung und zum Aufhören gebracht haben. Ich will das Spiel nicht schlecht reden, aber wie schon oft bei anderen Kunden zu lesen war, ist es eher nichts für die breite Masse. Dafür sind viele Elemente in dem Spiel entweder zu unausgegoren oder zu speziell. Der wichtigste Punkt in einem MMORPG oder generell einem PC-Spiel ist, dass ich in die Welt "vollkommen" eintauchen kann, vom Ein- bis zum Ausloggen. Das ist mir bei GW2 nicht gelungen, denn dazu gehören abgesehen von passabler Grafik und Sound (hat GW2 durchaus), eine Story und eine detailreiche "realistische" (Fantasy-)Welt die mich fasziniert. Story und Welt sind halt nur besserer Durchschnitt. Und dann kommen halt noch viele weitere Dinge ins Gewicht, die für mich störend wirken: Mangelnder optischer Individualisierungsgrad des Charakters im Spiel selbst, Einheitsbrei bei den Klassen, mittelmäßige Quests im Gewand der Beliebiegkeit verpackt, mangelnde Herausforderungen, unübersichtliche Kämpfe u.v.m..

Kurzum GW2 macht vieles richtig, versagt bei mir aber in entscheidenden Punkte, die ich bei mehreren Konkurrenztitel schonmal besser gesehen habe.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2012 1:49 PM MEST


Diablo
Diablo
Wird angeboten von Preferito, Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 27,49

7 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Monsterhatz - Nicht weniger, aber auch nicht mehr!, 11. Juni 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Diablo (Computerspiel)
Erstmal vorweg, ich bin kein Profizocker und es ist schon auch bereits einige Jahre her, als ich zum letzten Mal Diablo 1&2 gespielt habe. Mag sein, dass der eine oder andere, der sich besser auskennt oder einfach tiefer im PC-Spiele-Hobby steckt, manches etwas anderes sieht. Das darf er auch gern, trotzdem ist dies hier meine persönliche Meinung bzw. Erfahrung, die keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Alleingültigkeit hat. Zudem habe ich Diablo 3 eben nur im Solo-Player mit einem Barbaren auf "Normal" durchgespielt. Somit beziehen sich meine Aussagen nur darauf.

- Onlinezwang: Wie bereits von unzähligen anderen Käufern und Testern bemerkt, braucht man eine stetige Online-Anbindung und einen kostenlosen Battlenet-Account bei Blizzard. Grundsätzlich halte ich eine solche Maßnahme für absolut verkehrt und unfair. Weiter möchte ich mich darüber nicht auslassen. Trotzdem geht dieser Negativpunkt nicht in meine Bewertung ein, weil es nicht direkt das Spiel betrifft, sondern Publisher-Maßnahmen.

- Grafik: Die Effekte sind größtenteils sehr schön gelungen und die Levels ansprechend designed. Insgesamt ist die Spielgrafik aber nichts, was einen vom Hocker haut. Ansprechend und zweckmäßig, aber nichts Herausragendes.

- Zwischensequenzen: Es gibt eine Menge kurzer Zwischensequenzen, die die Story angemessen voran treiben. Sie gehören sicher zu den Besten, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Die Gesichter und Körper der Akteure (obwohl computergeneriert) wirken zum Teil so echt, dass es fast erschreckend ist.

- Sound: Die Musikuntermalung ist eigentlich immer sehr angenehm und orientiert sich an den beiden Vorgängern. Die Geräusche sind ebenfalls passend inszeniert. Manchmal geht das ewige monotone Draufgeknüpple des Barbaren etwas auf die Nerven. Das hätten ein paar abwechslungsreichere zusätzliche Effekte sicher aufgewertet.

- Vertonung: Habe die Sprache zuerst standardmäßig auf englisch eingestellt, da ja im Allgemeinen bei fast allen PC-Games die englische Sprachausgabe wesentlich besser ist. Dann aber doch mal die deutsche Übersetzung ausprobiert und war begeistert. Echt Top gelungen! Die deutschen Dialoge und Synchronstimmen stehen dem Original kaum nach!

- Gameplay: Das Gameplay ist im Grunde nicht viel anders als bei den Vorgängern. Man prügelt sich per rechter und linker Maustaste (je eine unterschiedliche Attacke) durch die Level und erhält dabei Ausrüstung und Gold. Ab und zu benutzt man dann noch eine Spezialattacke/-fähigkeit. In regelmäßigen Abständen finden sich Truhen oder ähnliches die ebenfalls Beute enthalten. Zudem gibt es hin und wieder mehr oder weniger schwierige Zwischen- und Endbosse, die bestimmte Kampftaktiken verwenden. Die Monstersind recht unterschiedlich, auch wenn sich manchmal zwei Monstertypen nur von ihrer Stärke und vom Namen her unterscheiden. Das ist aber eher selten und stört kaum. Die Beute verkauft man, verwendet sie an sich selbst oder verbessert man in der Siedlung. Das Ausrüstungssystem mit den normalen Händlern, dem Schmied und dem Juwelenhandwerker ist einfach gehalten, aber zweckdienlich, einsteigerfreundlich und macht trotzdem Spass. Das Talentsystem ist wesentlich einfacher als bei den Vorgängern oder anderen Genre-ähnlichen Vertretern. Nicht sonderlich anspruchsvoll, aber zweckdienlich. Zudem hat man im Lauf des Spiels bis zu drei Begleiter (Schuft=Jäger, Verzauberin=Magier und Templer=Paladin), von denen man immer einen in einen Dungeon mitnehmen kann und die man rudimentär ausrüsten und entwickeln darf. Je nach Story wird man auch mal von anderen NPCs begleitet, die mehr oder weniger mitkämpfen. Diablo 3 ist sehr bedinungsfreundlich gehalten was das gesamte Spiel betrifft (man kann z.B. fast jederzeit rumteleportieren, d.h. keine langen Laufwege o.ä.). Keine unübersichtlichen Talentbäume, etc. Zum Gameplay könnte man jetz sicher noch 1000 andere Details nennen, was aber zu weit führen würde. Wichtig ist nur, dass Diablo 3 sehr einfach gehalten ist und zu kaum einer Zeit sonderlich komplexe Strategien oder Vorkenntnisse nötig wären. Trotzdem (oder gerade deshalb) macht es schon ziemlich Spass...

- Atmosphäre/Story: Ich fand sie relativ gut. Manche Elemente und Wendungen waren ziemlich vorhersehbar und abgedroschen, über die meiste Zeit war das Spiel aber spannend und bot sicher die eine oder andere Überraschung! Die Atmosphäre war auch recht gut gelungen, aber nicht perfekt. Auch die Sprüche von diversen Rezensenten und Testern Diablo 3 sei viel zu kurz kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe auf normal im Solo-Spiel ca. 25 Std. gebraucht. Ich finde das ist auch ok so. Und wenn man bedenkt, dass das Spiel noch 4 andere Klassen und ein umfangreiches Coop-Spiel im Hardcoremodus im Battlenet noch bereit hält, ist das Spiel allemal sein Geld wert. Da gabs schon wesentlich weniger Inhalt in anderen Spielen, wo das nicht bemängelt wurde.

Fazit: Abgesehen vom Onlinezwang gibts von mir 4/5 Sterne. Die Messlatte liegt bei Spielen mit solch legendären Vorgängern ja besonders hoch, weshalb man nie alle Erwartungen erfüllen kann. Wie im Titel erwähnt, macht Blizzard eigentlich im Spiel selbst nichts wirklich falsch, leider aber sind manche Sachen (zumindest für mich) zu simpel gehalten. Grafik, Gameplay und Story sind gut gelungen, aber nichts was einen vom Hocher reisst oder nicht so oder so ähnlich schon mal da war... Trotzdem: Ich würds mir wieder kaufen!


Samsung CLT-K4072S/ELS Toner, 1.500 Seiten, schwarz
Samsung CLT-K4072S/ELS Toner, 1.500 Seiten, schwarz
Preis: EUR 44,46

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Besser als Refill/Kompatibel!, 18. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bestellt, geliefert, ausgepackt und ab der ersten Seite ein Top-Ergebnis! Sehr einfache Installation. Sehr zufrieden! Auch wenn dieser Original-Toner fast das doppelte kostet, als die Refill bzw. kompatiblen Toner, er funktioniert wenigstens einwandfrei. Habe den Drucker Samsung CLP-320 seit ca. 9 Monaten und als der erste Werks-Toner leer war, habe ich mir einen Refill-Toner bestellt. Man will ja Geld sparen. Der war aber nur Mist. Der hat nur geschmiert und nach ca. 3 Druckversuchen war soviel Pulver im inneren des Druckers verteilt, dass ich ihn aussaugen musste. Danach das gleiche Spielchen nochmal. Zurücknhemen wollte ihn der Händler auch nicht, weil er gesagt hat ich hätte ihn leer gemacht und wolle nur einen neuen Toner auf Garantie abgreifen...

Deshalb mein Rat aus eigener Erfahrung: Hände weg von Refill oder ähnlichem. Greift lieber zum Original!

Ob der Toner seine versprochenen 1500 Seiten hält kann ich noch nicht sagen. Das bleibt abzuwarten. Habe beim vorherigen Werks-Toner nicht genau mitgezählt, aber so ungefähr dürfte das schon gestimmt haben.

4/5 Sterne gibts, weil der Toner allgemein sehr teuer ist, nicht nur bei amazon.de. Da wird wohl leider versucht über die Verbrauchsmaterialschraube den geringe Anschaffungspreis des Druckers wieder rein zu holen. An der Qualität und Funktion ist aber nichts zu meckern.

Übrigens: Den Samsung CLP-320 Farb-Laser-Drucker hab ich zwar nicht bei amazon.de bestellt, kann ihn aber wärmstens empfehlen. Absolut unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis, bei einfacher&funktionaler Bedienung, geringer Geräusch- und Geruchsentwicklung sowie recht gutem Druckergebnis insgesamt, als auch auf Laser-Foto-Papier.


Philips Saeco Wasserfilter Aqua Prima RI9114/30
Philips Saeco Wasserfilter Aqua Prima RI9114/30
Wird angeboten von BPS
Preis: EUR 11,65

5.0 von 5 Sternen Wer seine Kaffeemaschine schützen will, da ist ein Wasserfilter sinnvoll!, 17. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe an dem Wasserfilter absolut gar nichts auszusetzen. Ich benutze das Modell von Anfang an und trotz extrem kalkigem Leitungswasser funktioniert meine Saeco Incanto wie am ersten Tag. Bei Durchschnittlich 3-5 Kaffee täglich in einem Zeitraum von 7 Jahren. Zur der angeblichen Geschmacksverbesserung durch die Wasserreinigung kann ich nichts sagen, da ich echt keinen Unterschied schmecke. Habe aber auch keine besonders guten Geschmacksnerven.

Er passt tadellos in den Wassertank und ist sehr langlebig, bis man ihn austauschen muss. Es gibt sogar Einstellmöglichkeiten für die Härte des Wassers. Der Preis ist auch einigermaßen angemessen.


Tom Clancy's Rainbow Six Vegas
Tom Clancy's Rainbow Six Vegas

4.0 von 5 Sternen Solider Taktikschooter mit Standard-Story und wenig Neuem, 11. April 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Grundsätzlich ist Rainbow 6 Vegas ein guter Taktik-Shooter mit einfacher, aber gut erzählter Story. Grafik und Sound sind sehr gut, die KI funktioniert auch sehr gut (bis auf manchen geskriptete Ereignisse) und die Waffenauswahl ist riesig. Es gibt einige gelungene und wenige neue Elemente, wie das dynamische in Deckung gehen. Trotzdem fehlen mir einige Sachen, die ich in Vorgängern der Serie und bei der Konkurrenz (z.B. SWAT) schon besser gesehen habe:

- Das Spiel besteht aus einem großen zusammenhängenen Einsatz und man fliegt eigentlich (außer Mexiko am Anfang) nur von Casino zu Casino und säubert das dann jeweils von Terroristen. Wirklich wechselnde Schauplätze sind Fehlanzeige.

- Man hat eigentlich immer alle Waffen zur Verfügung und nie Munitionsknappheit. Zudem spielen sich die Waffen irgendwie alle zu ähnlich. Man merkt eigentlich nur einen Unterschied zwischen den Gattungen, also Pistole, Maschinenpistole, Sturmgewehr, Scharfschützengewehr und Maschinengewehr. Irgendwie hat man ein wenig den Eindruck es ist völlig egal, was man ausrüstet. Die Speziafähigkeiten und Ausrüstung der Teammitglieder gehen auch irgendwie total unter. Schalldämpfer? Mach ich irgendwas falsch? Irgendwie hab ich bisher nicht festgestellt, dass es einen Uuterscheid am Spielgeschehen gibt, ob der nun aufgeschraubt wurde oder nicht.

- Die Missionsziele sind irgendwie immer das Gleiche. Die einzige Abwechslung ist, dass man -- VORSICHT SPOILER -- selten eine Geisel retten muss (was man aber eigentlich immer schafft, wenn man einfach irgendwie den Raum stürmt) und eine Bombe entschärfen und einen Computer/Kommunikationswagen hacken muss (was aber auch unser Teamkollege macht und wir dumm rumstehen).

- Man muss viel zu viele Gegner töten anstatt klug zu planen und umsichtig vorzugehen. Die Übergänge zwischen 1st-Person-Shooter und Taktik-Shooter mögen ja fließend sein, aber das hier ist schon eindeutig näher am 1st-Person-Shooter, als am Taktik-Shooter.

Kurzum ein solider Taktik-Shooter, der für eine schnelle Mission zwischendruch Spass macht, aber sicherlich weder vom Missionsdesign, noch vom taktischen Anspruch oder der Story her was Besonderes ist.


Dawn of War II - Complete Edition
Dawn of War II - Complete Edition

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klare Kaufempfehlung für 40k-Fans - Anspruchsvolle Strategen werden vermutlich im Singleplayer-Modus eher enttäuscht, 11. April 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hinweis: Nochmal deutlich, da es manche Kommentarschreiber offensichtlich nicht schaffen aus dem Text herauszulesen, dass lediglich der Singleplayermodus ausprobiert wurde: Meine Bewertung handelt sich ausdrücklich NUR um den Singleplayer-Modus auf mittlerer Schwierigkeitsstufe!

Ich spiele zwar schon seit Anfang der Neunziger PC-SPiele, würde mich nicht als regelmäßigen Zocker bezeichnen, denn ich spiele eigentlich seit einigen Jahren nur noch ca. 2-3 Titel pro Jahr. Zudem spiele ich seit vielen Jahren das Warhammer-Fantasy-Tabletop, das 40k-Universum hat mich dort nie sonderlich gereizt, bis ich mir Dawn of War II - Complete Edition holte....

Allgemeines:
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- Grundsätzlich handelt es sich um ein sehr einfach gehaltenes Echtzeitstrategiespiel bei dem man mehr oder weniger geschickt aus der Vogelperspektive die Vor- und Nachteile der eigenen und gegnerischen Truppen bzw. Ausrüstung sowie Gelände und Versorgungsstationen ausnutzen muss, um das jeweilige Missionsziel zu erreichen. Es gibt keinen Basisbau, wie in C&C oder Warcraft. Zwischen den Missionen kann man ähnlich zu einem Rollenspiel seinen Talentpunkte in verschiedene Richtungen verteilen und gefundene bzw. freigespielte Ausrüstungsgegenstände und Waffen verteilen. Zudem entscheidet man mit zunehmendem Verlauf welche Truppentypen man ins Feld führt. Den Multiplayer-Modus habe ich nicht benutzt, d.h. alle meine Aussagen beziehen sich nur auf den Single-Player-Modus. Es gibt mehrere Schwierigkeitsgrade, wobei ich jeweils immer den mittleren Grad gespielt habe.

- Dawn of War II Grundspiel und die erste Erweiterung müssen sowohl bei Steam, als auch bei Windows-Live (für Multiplayer) angemeldet werden, Retribution nur noch bei Steam. Über diese Spieleplattformen ist genug diskutiert worden, das muss jeder selbst entscheiden. Ich persönlich empfinde es als Frechheit, Kunden, die z.B. nur an der Solo-Kampagne interessiert sind zu sowas zu zwingen. Grundsätzlich sind solche Plattformen ja nicht schlecht, nur der Zwang stört mich. Zudem frisst es Unmengen an Zeit bis man sich beide Accounts erstellt hat. Wenn ich mir ein Buch kaufe, muss ich doch auch nicht jedesmal den Verlag fragen, ob ich weiterlesen darf oder nicht...

- Die Grafik und der Sound (in allen drei Teilen mehr oder weniger gleich) sind dem Genre entsprechend auf qualitativ gutem Niveau. Die Musikstücke untermalen den Spielablauf ideal und nerven zu keinem Zeitpunkt. Die Steuerung/Bedienung ist sehr einfach und leicht zugänglich gehalten. Die Stimmen der Sprecher sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch auf höchstem Niveau und tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei.

Dawn of War II: Grundspiel (4 Sterne)
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Die Atmosphäre ist grandios, wer etwas für WH40k und die Space Marines bzw. Blood Ravens übrig hat fühlt sich sofort aufgehoben. Die Blood Ravens sind im Single-Player die einzige Fraktion, die man spielen kann. Die Story ist sehr spannend und meist abwechslungsreich. Bei Missionsdesign wurde etwas geschlampt, da die Missionen zu oft nach dem gleichen Schema ablaufen (töte den Ork-, Tyraniden-, oder Eldar-Endboss und auf dem Weg dorthin seine Untergebenen), dennoch gibt es einen nicht zwangsläufig linearen Verlauf welche Missionen man absolviert. Die Charakterentwicklung und das Gegenstände sammeln macht sehr viel Spass und ist vermutlich der Hauptgrund neben der guten Story & Atmosphäre, warum man es gerne spielt. Denn das Missionsdesign und die Strategiekomponente sind es bei mir nicht gewesen. In den meisten Missionen ist es nämlich egal, ob man Deckung ausnutzt oder irgendwie besonders ausgefuchst vorgeht, denn man schafft es meist auch so, wenn man einfach nur seinen Trupp aus Kommandant, Tarkus, Avitus und Thaddeus mit entsprechend guter Ausrüstung auf den Feind zuschickt und ab und zu mal heilt.

Dawn of War II: Chaos Rising (4,5 Sterne)
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Die Story knüpft nahtlos an das Grundspiel an und ist mindestens genauso gut erzählt, wie das Grundspiel. Sie wirkt nicht aufgesetzt und auch die Atmosphäre weiss wieder absolut zu überzeugen. Man darf auch seine mühsam entwickelte Blood Raven Truppe vom Grundspiel übernehmen. Grundsätzlich ist dieses Addon spielerisch gleich geblieben, außer, dass ein neuer Truppentyp dazu kommt und die Missionen viel abwechlungsreicher geworden sind, d.h. es geschehen öfter unvorhersehbare Dinge und die Ziele/Einsatzgebiete sind abwechslungsreicher. Dafür ist der Spielverlauf wesentlich linearer geworden. Ein tolles Feature ist, dass man sich nun für "zwei Seiten der Macht" entscheiden kann, was durchaus Auswirkungen auf die Charakterentwicklung, Ausrüstung und Story hat. Entweder man versucht möglichst rein in den Augen des Imperators zu zu bleiben und kann nur so bestimmte Gegenstände nutzen, oder man lässt sich vom Chaos korrumpieren, was auch bestimmte Folgen hat.

Dawn of War II: Retribution (3,5 Sterne)
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Ich verstehe nicht warum Retribution so toll bewertet wird, denn für mich ist das defintitv der schwächste der drei Teile. Es wurde so viel verändert, dass man eher von Dawn of War 2.5 oder 3.0 sprechen müsste als von einem Addon. Grundsätzlich ist es zwar positiv, dass man nun 6 Fraktionen anstatt allein der Blood Ravens im Single-Player spielen darf, nur wirkt alles ein bischen schnell hingeschustert. Die Kampagne der Blood Ravens wirkt storytechnisch sehr ungenau und aufgesetzt (Bsp.: Warum lebt Martellus ohne jeglich Erklärung zu Beginn wieder und kämpft auf unserer Seite, obwohl er vorher als Verräter gestorben ist?). Auch die tollen Rollenspielelemente der Vorgänger wurden so stark vereinfacht, dass sie sehr an Faszination verloren haben. Man kann zwar jetzt zusätzliche Einheiten bauen, indem man Versorgungsgegenstände sammelt, was aber im Endeffekt egal ist, da die Charaktere so stark sind, dass man die Trupps nicht wirklich braucht. Diese neuen namenlosen "Kanonenfuttereinheiten" lassen sich auch nur rudimentär weiter entwickeln. Auch die vorher so liebgewonnenen Charaktere kommen nur am Rande und zum Teil seltsamen Situationen vor. Spielt man eine der anderen Fraktionen gleichen sich die Missionen und Story so sehr, dass man spätestens nach der zweiten Fraktion keine Lust mehr hat.
Trotzdem ist Retribution natürlich ein gutes Spiel, man hat leider nur durch das künstliche Aufblasen auf 6 Fraktionen und gutgemeinte neue strategische Elemente, wie Einheitenbau und rudimentäres Ressourcenmangament vergessen sich auf die Charakterentwicklung und die Story zu konzentrieren, was sich stark auf Motivation und Atmosphäre auswirkt. Für mich eine klare "Verschlimmbesserung".

Gesamtbewertung des Bundles Dawn of War II: Complete Edition (4 Sterne)
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Insgesamt haben mir besonders die Story und Atmosphäre der ersten beiden Teile gefallen. Ich habe sofort so ein "Mittendrin"-Gefühl und eine "Ich-muss-wissen-wie-es-weiter-geht-"-Motivation bekommen. Auch die Charakterentwicklung der ersten beiden Teile ist super gelungen und motiviert, nicht zu einfach, auch nicht zu komplex. Das Missionsdesign könnte hin und wieder (v.a. im 1. Teil) abwechlsungsreicher sein. Teil 3 Retribution liefert zwar 6 Fraktionen mit Kampagnen und einige wenig komplexe zusätzliche Strategieelemente (Einheitenbau & Ressourcehnmanagment), dies aber zu Lasten der Story, Abwechslung zwischen den Fraktionen und vor allem der Charakterentwicklung. Alles in allem ist keiner der Teile auf mittlerem Schwierigkeitsgrad besonders schwer zu schaffen und eine echte ausgefeilte Strategie/Taktik benötigt man auch nur ganz selten. Die KI ist generell eher einfach gehalten, funktioniert aber immer tadellos. Nennenswerte Bugs gabs mit aktuellen Patches auch nicht. Chaos Rising hätte etwas länger sein dürfen...

Fazit:
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Für Spieler, die eines der besten Science-Fiction-Universen zu schätzen wissen oder natürlich für Fans des 40k-Universums gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung, allein wegen Umsetzung der Story und der Atmosphäre. Wer leichte Echtzeitstrategiekost mit diversen Rollenspielelementen/Charakterentwicklung sucht, sollte ebenfalls zugreifen. Anspruchsvollen Strategen ist eher abzuraten, da sie hier oft zu kurz kommen würden, wobei ich nicht weiss, wie das Spiel im Mulitplayer ist.
Der Preis im Bundle ist vermutlich derzeit kaum zu schlagen, da man tatsächlich unzählige Stunden Storytelling auf hohem Niveau und Spielspass bekommt.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2013 7:24 PM MEST


Botschafter der Schlacht. Warhammer. Sturm des Chaos 1
Botschafter der Schlacht. Warhammer. Sturm des Chaos 1
von Graham McNeill
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Mehr 08/15-Krimi als Warhammer, 29. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin seit vielen jahren WHFB-Spieler und großer Fan des Universums, aber habe bis jetz aus der Warhammer-Welt nur die 6 Darkblade-Romane und die ersten 5 Gotrek&Felix Bücher gelesen. Diese fand ich aber allesamt wesentlich besser.

Das Hauptproblem, warum der Funke nicht so richtig überspringen will, ist m.E., dass man sich auf einen WHFB-Fantasy-Roman freut, aber eine 08/15-Krimi-Geschichte im Mittelalter-Gewand serviert bekommt. Mittelalter deshalb, weil die Geschichte auch ein stinknormaler historischer Roman sein könnte, da außer ein paar wenigen aus der Warhammerwelt bekannten Namen kaum etwas an Fantasy erinnert. Mich stört es auch grundsätzlich nicht, dass es die von anderen Rezensenten genannten Schlachten nicht gibt, aber etwas mehr Warhammer dürfte schon sein. Naja evtl. kommts ja noch in den weiteren Bänden dieses Zyklus...bin mal gespannt!

Trotzdem ist die Geschichte solide erzählt. Manche Sachen sind zwar leicht vorhersehbar, dennoch sind die Charaktere meist glaubwürdig und manchmal sogar ein wenig interessant. Insbesondere aus Kaspar von Velten (der Hauptakteur) und seinem kriegerfahrenem Lebenslauf hätte man mehr machen können. Hier gibt es zwar einige sehr gute Ansätze, aber die Erzählung verhungert leider in den Startlöchern. Gleiches gilt für die angekündigten Intrigen, auch hier gibts gute Ansätze, die aber nicht weitergeführt werden.Naja auch hier gilt: Evtl. kommts ja noch im 2. oder 3. Teil.

Irgendwie hatte ich nach Beendigung des Buches das Gefühl, trotz 350 Seiten, dass die Story auch auf 50 Seiten hätte erzählt werden können...

Fazit: Es ist sicherlich kein schlechtes Buch und ich sollte auch erstmal die Folgebücher lesen , um abschließend urteilen zu können, aber es gab auch schon bessere Serienstarts im Fantasy-Genre. Viel 08/15-Krimi, wenig Fantasy und einige gute Ideen, die meist im Ansatz verhungern.

Wer die oben genannten Reihen aus der WHFB-Welt noch nicht kennt, dem rate ich zuerst diese zu lesen...


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