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Rezensionen verfasst von
O RLY? "Nico P." (Göttingen)

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Drei Schwerter - 5 teiliges Maniküre & Pediküre Etui aus echtem Leder, Qualität: Made in Solingen L57201 FN (schwarz)
Drei Schwerter - 5 teiliges Maniküre & Pediküre Etui aus echtem Leder, Qualität: Made in Solingen L57201 FN (schwarz)
Wird angeboten von Drei Schwerter - zum SHOP und unseren BEWERTUNGEN
Preis: EUR 27,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kundeservice: 1+, 17. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin eigentlich nicht der Mensch der Renzensionen schreibt, da diese durch das mangelhafte Amazonrezensionssystem recht schnell untergehen. In diesem Fall allerdings muss ich wirklich mal loben: Ich habe dieses Set seit einem halben Jahr. Das Etui ist hochwertig und alle Teile sind sehr gut verarbeitet. Allerdings hatte die Nagelschere bei mir eine Macke, sie war "ausgeleiert" und schnitt dementsprechend gar nicht mehr, vll. ein Montagefehler. Aus diesem Grund habe ich mich an den Kundenservice gewendet und dieser hat mir innerhalb eines (!) Werktages eine Neue zugesandt und dazu habe ich ein Mini-Reiseetui noch als Entschädigung bekommen! So geht Kundenbindung!

Also wenn ich nochmal ein Set kaufen sollte, dann eines von Drei Schwerter. Preisleistung ist super und Kundenservice sehr zuvorkommend.


Call of Duty: Black Ops - [PC]
Call of Duty: Black Ops - [PC]
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 14,49

273 von 313 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Call of Duty: Lag Ops, 10. November 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Es ist Montagabend, wir schrieben den 8.11.2010. Seit Mittag liegt Black Ops auf meinem Schreibtisch, ist schon bei Steam registriert und via Preload auf der Festplatte, da sich das Spiel über DVD erst ab dem Erscheinungstag installieren lassen will. Gegen 23 Uhr tut sich auf einmal etwas. Meine halbe Freundesliste spielt plötzlich "Call of Duty: Black Ops - Multiplayer". Also Steam neustarten... und tatsächlich, ich kann es starten! Doppelklick, Entschlüsseln der Spieldateien und los geht's - mit der Ruckelpartie.

Solo-Part

Das Hauptmenü des Spiels ist hübsch gemacht, zudem interaktiv wie ich heute gemerkt habe (Tipp: Leertaste mehrmals drücken). Das Setting ist auch mal ein komplett Neues: kein Weltkrieg, kein fiktionales Gegenwartsgeplänkel, sondern der bisher sehr "unverbraucht" Kalte Krieg. Ohne zu Spoilern - die Story wird gut erzählt und bleibt durchweg auf einem guten Niveau - deutlich besser als in MW2, allerdings auch nicht länger als 5-6 Stunden (je nach Schwierigkeit und "Skill").

Man spielt, wie schon in den letzten CoD Teilen, einen von mehreren Protagonisten die sich mit einigen KI gesteuerten Kameraden im "Drei-Mann-Armee"-Stil durch die Levels ballern. Allerdings fehlen seriengemäß taktische Elemente (Anweisungen/Kommandos); so werden die "Freunde" schnell zum Kanonenfutter. Allgemein ist es um die KI nicht so gut bestellt: Gegner suchen nur selten Deckung und werden so recht fix mit der AK zersiebt; allein bei mehreren Gegnern (10+) kann es dann für den Spieler mal gefährlich werden.

Die Level sind sehr abwechslungsreich - von Kuba über Russland bis nach Vietnam ist alles dabei. Teilweise merkt man aber schon, dass diesmal nicht Infinity Ward an dem Titel gearbeitet hat - mir fehlen Details, die Level wirken teils steril und konstruiert. Bei den letzten Modern Warfare Titeln hatte ich dieses Gefühl nicht.
Auch Partikeleffekte und Sounds sind gewöhnungsbedürftig. Ich habe noch nie einen so unwirklichen Explosionseffekt gesehen - das hört sich dann an wie eine Popcornpackung die in der Mikrowelle explodiert und sieht aus, wie ein Hamster der durch eine Knallgasreaktion das Zeitliche segnet... (alles auf MAX Details!)
Dazu kommt dann noch der ungeheure Ressourcenfraß - ich habe einen C2D @ 3,0GHz, 4GB RAM und eine GTX 275 spüre aber trotzdem Nachladeruckler, obwohl die Frames recht konstant sind. Dies kann nur durch Murks im Programmcode zustande kommen, selbst bei wirklich anspruchsvollen Titeln habe ich solche Probleme nicht.

Fazit SP: Gewohnte Call of Duty Shooter Kost, wobei besser erzählt und spannender gemacht als der Vorgänger MW2. Fans der Serie können bedenkenlos zugreifen und werden sicherlich nicht enttäuscht. ABER:

Multiplayer-Part

Eigentlich hatte ich mir das Spiel nur wegen dem Multiplayer angeschafft - endlich wieder dedizierte Server, neue Möglichkeiten seinen Charakter/Klassen zu personalisieren, neues Währungssystem, zahlreiche (neue) Spielmodi... dumm nur wenn man nicht vernünftig spielen kann. Denn im Gegensatz zu der schon recht bescheidenen Singleplayer-Performance setzt der Multiplayer noch einen drauf. Da bleibt das Spiel dann schon mal 1-2 Sekunden stehen; doof wenn man gerade mit dem Finger am Abzug ist... erfolgreiches Spielen ist so NICHT möglich.

Erst dachte ich, dass dies Serverprobleme seien, nur nach einem schnellen Blick im Steamforum wurde klar, dass es keine Lags sondern Ruckler sind.
Selbst Spieler mit aktuelleren i7 Systemen scheinen diese Probleme zu haben; auch hier gehe ich von schlechter Programmierung/Portierung aus. Allerdings gibt es auch Spieler, die gar keine Probleme haben - womit dieses "Ruckeln" zusammenhängt, weiß bisher niemand richtig...!

Fazit MP: ACHTUNG! Wer BO hauptsächlich im Multiplayer spielen will, dem rate ich erst mal noch zu warten! Denn wie in der Gamingszene neuerdings üblich, werden die Konsumenten mal wieder als Beta Tester missbraucht. Wer einen guten Multiplayer-Shooter sucht, sollte sich vielleicht erst mal Battlefield BC 2 anschauen ... oder 2-3 Wochen warten bis er in BO spielbar ist (bzw. für Konsole kaufen, da geht alles ohne Probleme).

Schlusswort:

Da der Multiplayer noch nicht wirklich funktionsfähig bei mir ist, gebe ich erst einmal "nur" 3 Sterne, auch wegen der schwächelnden Performance. Der SP Part ist gut gelungen - abwechslungsreich und gut inszeniert, nur die teilweise schlechten Effekte trüben das Gesamtbild etwas. Ich werde diese Rezension updaten, wenn Treyarch die Probleme im MP gefixt hat.

Update 16.11.2010:

Seit dem 12ten gibt es einen Patch, welcher die Performance im MP steigert - bei mir hat es geholfen, ich kann nun deutlich flüssiger spielen als vorher. Manche Spieler spüren aber keinen Unterschied.Allerdings gibt es immer noch unregelmäßig Ruckler, dies soll aber laut einem offiziellen Statement noch diese Woche gepatched werden - wir werden sehen'

Ich habe den MP jetzt 15 Stunden lang gespielt und bin begeistert. Die Neuerungen sind vielfältig und machen Spaß - z.B. das Customizing der Waffen und seines persönlichen Emblems sowie das neue COD Punkte System. Man schaltet Aufsätze und Ausrüstung nun nicht mehr frei indem man die Waffe lange benutzt, sondern kann Upgrades gleich nach dem Freischalten der Waffe über COD Points erwerben. Allerdings gibt es unter den (recht vielen) Waffen nur wenig brauchbares, die meisten Spieler laufen immer mit den gleichen Waffen rum, manche sind einfach viel zu ungenau. Shotguns sind nur teilweise bis gar nicht zu gebrauchen, sie machen zu wenig Schaden und sind zudem Primärwaffe. Hier muss Balancing betrieben werden! Wer tauscht eine schwache Shotgun gegen ein starkes Sturmgewehr mit dem man auch auf 20 Meter Entfernung noch trifft?

Die Karten sind abwechslungsreich und bis auf Nuketown auch gut spielbar. Jedoch sind Spawnpunkte nicht immer gut gewählt - da kommt es schon mal vor, dass ein Feind direkt hinter einem spawnt. Insgesammt gibt es 11 Spielmodi, wer aber wirklichen Nervenkitzel sucht, spielt ein Wager-Match (quasi eine Spielwette). Hier setzt man einen gewissen Betrag an COD Punkten und bekommt je nach Platzierung diesen wieder ausgezahlt - oder auch nicht.
Richtig toll finde ich die Kinofunktion. Damit kann man sich ein komplettes Spiel noch einmal ansehen - auch aus der Sicht der Gegner. Für besonders tolle Partien hat man 6 Speicherplätze um diese in der Steamcloud zu speichern. Eine Funktion zu Speicherung auf der Festplatte konnte ich noch nicht finden.

Fazit MP: Der Multiplayer macht Spaß, allerdings bemerkt man auch hier, dass das Spiel eindeutig zu früh auf den Markt gekommen ist. Viele gute Ansätze sind da, nur fällt auf, dass es einige Probleme bezüglich des Balancings der Waffen gibt und gewohnte Komfortfunktionen (Serveraktualisierung abbrechen, eigene Klassen im Spiel bearbeiten) fehlen. Eine MP-Beta wäre angebracht gewesen! Auch fraglich ist, ob das Spiel auf lange Zeit motivieren kann, da es bis auf den Prestige Modus nach Level 50 theoretisch wenig freizuschalten gibt.

Da gegenwärtig noch immer nicht alle Fehler beseitigt sind, werde ich ein weiteres Update verfassen und gegebenenfalls die Wertung auch noch einmal anpassen.

Update 20.11.2010:

Heute gab es einen Patch und was soll ich sagen - da sind die Ruckler wieder. Super Sache, ich konnte die letzten Tage recht gut spielen, kaum Ruckler, gute Pings, mäßige FPS und nun ist alles wieder dahin. Langsam verliere ich die Geduld. Bei Treyarch sollten sie vll. mal gute Programmierer einstellen...

Update 16.12.2010:

Wieder ein neuer Patch - der endlich Besserung bringt! Ich habe nun keinerlei Nachladeruckler mehr, Lags sind auf den meisten Servern kein Thema. Allgemein ist die Performance besser als je zuvor, auch im Singleplayer. Allerdings habe ich mich entschlossen die Bewertung nicht zu erhöhen, da mich der Ärger am Anfang schon einiges an Nerven gekostet hat.
Btw: Treyarch hat angekündigt, dass die ersten DLCs (wie erwartet) schon bald erscheinen werden - um die CoD-Cow weiterzumelken....

----> Dieses Spiel benötigt ein Steamkonto und ist daran gebunden! Ohne Internetverbindung NICHT aktivierbar!
Kommentar Kommentare (54) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2011 9:57 PM MEST


Asus Eee PC T101MT 25,7 cm (10,1 Zoll) Netbook (Intel Atom N450 1.6GHz, 2GB RAM, 320GB HDD, Intel GMA 3150, Win 7 HP) schwarz
Asus Eee PC T101MT 25,7 cm (10,1 Zoll) Netbook (Intel Atom N450 1.6GHz, 2GB RAM, 320GB HDD, Intel GMA 3150, Win 7 HP) schwarz

109 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Netvertible Referenz, 24. März 2010
Lange habe ich auf den T101MT gewartet, da ich ein Touchscreen Notebook/Netbook suchte welches für die Uni geeignet und auch noch bezahlbar ist. Der Markt für Netvertibles ist zurzeit noch überschaubar und so kann ich sagen, dass der 101 im Moment (März 2010) das beste Gerät ist, welches im Preissegment von unter 600 €uro erhältlich ist.

-Verarbeitung|Umfang|Technisches

Dies liegt vor allem an der herausragenden Verarbeitungsqualität. Asus hat aus dem Vorgänger T91 gelernt und erst mal das Gehäuse überarbeitet. Das ist nun matt (kein Klavierlack der Finger- und Handabdrücke magisch anzieht, yay!) hat ein solides Scharnier für den Tablet-Mode und fühlt sich allgemein sehr wertig und widerstandsfähig an. Der Akku, welcher übrigens nun austauschbar ist, soll bis zu 6,5 Stunden halten, was meiner Meinung nach übertrieben ist; 4,5 - 5 Stunden sind da realistischer (mit allem Abschaltbaren (WLAN, BT) und Helligkeit des Displays auf niedrig ist vielleicht mehr drin).

Neben Netbook, Akku, dem zugehörigen Netzteil und einer Support DVD, liegen allerdings keine Extras in der Box. Die obligatorische Eee PC Tasche muss ich also nachkaufen.
Noch kurz zum Innenleben des Netbooks: der 101 hat einen WLAN und Bluetooth Adapter, angeblich auch ein voreingebautes 3G Modul (hab ich noch nicht überprüft, aktualisiere die Rezension demnächst).

Edit: Hat kein 3G Modul, lässt sich aber glaub ich nachrüsten (bin ich mir nicht sicher, allerdings ist unter dem Akku sichtbar das BT-Modul, was sich ja theroretisch austauschen lassen würde.

Die Tastatur ist griffig und hat einen sehr guten Tastenanschlag, das fast überflüssige Touchpad unterstützt Multitouchgesten.
Nervig sind allerdings die kleinen Buttons am Display. Der ON-Schalter ist sehr fummelig, ebenso wie der Rotate-Button, der fast nur mit einem Kugelschreiber zu drücken ist. Sowas muss nicht sein, auch wenn es sich um ein Touchscreen Netbook handelt!

-Display|Touchfunktion|Software

Nachdem Anschalten muss man erstmal eine 15-20 minütige Installation und noch einen Reboot über sich ergehen lassen - sehr nervig sowas! Während man dann am warten ist fällt auf, dass das Display (nicht spiegelnd) durch den resistiven Touchscreen etwas milchig wirkt, da bei dieser Technologie 2 "Scheiben" übereinanderliegen (drucksensitiv, somit besser für Stifteingabe als für Finger Bedienung). Entfernt man sich vom Display fällt dies nicht auf, es ist aber evtl. für manche Menschen gewöhnungsbedürftig. Die Helligkeit des Displays ist gut, Farben sind aber eher mittelmäßig, was wohl auch am resistiven Screen liegt.

Hat man es dann ins Windows geschafft, ist man zunächst total enttäuscht. Das System läuft langsam, schleicht förmlich, überall irgendwelche Popups und Registriermist. Ein Blick in den Softwaremanager verrät auch warum: zig Demos (Office 2007, Trend Micro?) und Asus Software Müll sind bereits installiert und verlangsamen das System nur unnötig. Für mich als Informatiker gibt's da nur eins: formatieren und System neu aufsetzen. Nachdem ich wieder alles nötige für die Touchscreen Funktionen installiert hatte, merkte ich nur eins: das System kann durchaus schnell sein, wenn man es denn lässt.

Alles reinstalliert, alles läuft - Zeit zum rumspielen! Als erstes: der Touchscreen macht einfach nur Spaß und ist vor allem super praktisch. Der 101 eignet sich super als Couch PC, einfaches surfen und lesen oder eine Partie Schach für zwischendurch. Aber auch zum arbeiten überzeugt der Asus: die Tastatur ist auch für längere Tipporgien geeignet, die Handschrifterkennung im Tablet-Mode funktioniert tadellos; selbst bei meiner grottigen Handschrift erkennt Windows die Buchstaben. Um den Handballen beim schreiben aufzulegen, muss man den Penwrite Modus aktivieren, dann ist es möglich auch längere Texte entspannt schreiben. Für die Uni ist er also gut geeignet; ich empfehle MS OneNote, welches die Standardfunktionen von MS Journal wertvoll ergänzt (Notizen, Anmerkungen, usw.).

Allerdings muss ich erwähnen, dass ich den Touchscreen fast ausschließlich mit Stylus oder Fingernägeln bediene, da die Windowsoberfläche teilweise einfach zu klein für meine Finger ist und man mit dem Stift meist deutlich besser navigieren kann. Tipp: Für viele Programme wie z.B. Firefox gibt es mittlerweile spezielle Touchscreen Addons, welche Gesten und spezielle Oberflächen einfügen - einfach mal googeln! Dann kann man auch mit den Fingern auf dem Screen gut arbeiten.
Was mir persönlich sehr gut gefällt, ist das Asus Mini Betriebssystem "Express Gate" (wenn man es schafft den winzigen Button zum starten zu drücken), welches in 3-4 Sekunden bootet und Zugriff auf wichtige Programme wie Browser oder Skype liefert.

-Fazit

Der Asus T101MT ist einfach toll! Egal ob beim surfen oder arbeiten, die Touchscreen Steuerung macht einfach Spaß und funktioniert vor allem sehr gut. Hat man Windows erst einmal formatiert oder wenigstens entmüllt, läuft der Asus auch schnell genug um alle gängigen Programme fix zu starten (MS Office, FF Browser, etc.). Von mir eine 5 Sterne Empfehlung an alle die mit einem Netvertible liebäugeln oder eins suchen!
Kommentar Kommentare (37) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 13, 2011 4:05 PM CET


Risen
Risen
Wird angeboten von MANDROPS AG
Preis: EUR 49,70

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gothic 3 reloaded, 22. Oktober 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Risen (Computerspiel)
Knapp 3 Jahre mussten die Fans auf einen Nachfolger warten. Am 13. Oktober 2006 war es dann soweit: Gothic 3 stand in den Läden. Es wurde schnell klar, dass dieses Spiel in die Geschichte eingehen würde, allerdings nicht als großartiges Spiel. Denn Gothic 3 war unausgereift, fehlerbehaftet und von Abstürzen geplagt. Die Klasse der beiden Vorgänger war verloren gegangen; eine riesige und schöne Welt ohne Inhalt, ohne Story. Zwar bekam das Spiel recht gute Bewertungen der namhaften Spielemagazine, doch die große Fangemeinde war enttäuscht; so hatte man sich Gothic 3 nicht vorgestellt.

Nun, was hat das alles mit Risen zu tun? Ganz einfach: Durch die aufkommende Kritik zu Gothic 3 suchte man die Schuldigen. Daraus ergaben sich Streitigkeiten zwischen dem Entwicklerstudio Piranha Bytes (PB) und dem Publisher JoWooD, keiner wollte für die schlechte Qualität verantwortlich sein. Letztendlich trennte man sich - dummerweise hatte Piranha Bytes die Rechte an der Gothic Reihe teilweise an JoWooD verloren. Folglich musste man ein neues Spiel anders nennen; dieses wurde unter dem Namen Risen vorgestellt.

Als ich die Nachricht gelesen hatte, dass Piranha Bytes ein neues Spiel entwickelt, war ich zunächst skeptisch. Die Enttäuschung durch Gothic 3 war zu groß um vergessen zu werden. Doch in Previews und Artikeln zeichnete sich ab, dass PB aus Gothic 3 gelernt hatte. Viele Elemente wirkten schon lange vor der Veröffentlichung fertig und ausgereift.
In der Hoffnung auf ein gutes Spiel bestellte ich Risen - und wurde nicht enttäuscht. Risen ist Gothic, nur ohne Bugs und technisch ausgereift. Risen erbt die Atmosphäre und das exzellente Charaktersystem der "Vorgänger" und merzt deren Schwächen aus, behält aber den ein oder anderen Malus bei:

Story und Quests: 7/10 Punkte
Durch einen Schiffbruch findet man sich zu Beginn am Strand wieder. Dort lernt man die Grundsteuerung des Spiels kennen und wird in die Story eingeführt. Nach recht kurzer Zeit merkt man das an dieser Insel etwas nicht ganz stimmt. Ruinen kommen aus den Tiefen der Erde, Monster bedrohen die Zivilisation. So wird einem schnell klar gemacht, dass man sich für eine von 3 Fraktionen entscheiden muss, um gegen seine Gegner zu bestehen (Ordenskrieger/Magier/Bandit) . Die Story fängt gemächlich an und entwickelt gegen Ende immer mehr Dramatik und Tempo, eine epische Geschichte sollte man dennoch nicht erwarten. Die Story ist nichts besonderes, aber meiner Meinung nach interessant erzählt und unvorhersehbar.
Die Quests sind wieder sehr gut gelungen. Sie werden nicht langweilig und sind im Großen und Ganzen recht verschieden. Zwar gibt es Standardquests wie "Bringe mir 5 Wolfsfelle", diese sind aber die Ausnahme. Sehr hilfreich ist das neue Kartensystem, welches die Questziele auf der Karte anzeigt.
Leider hatte ich ab dem zweiten Akt schon fast keine Quests mehr, da ich fast alle im ersten Akt abgeschlossen hatte. Wer hofft, im späteren Spielverlauf neue Quests zu bekommen, den muss ich enttäuschen. Hat man einmal die Hafenstadt durchgequestet, muss man da theoretisch nie wieder hin... schade!

Grafik und Spielwelt: 8/10 Punkte
Die Grafik ist kein Meisterwerk, das wird schnell klar, aber sie ist meiner Meinung nach zeitgemäß und für ein Rollenspiel durchaus passend. Das Spiel läuft auch auf älteren PCs noch sehr gut, auch wenn man dann große Abstriche in Detailreichtum und Texturschärfe hinnehmen muss. Die Spielwelt ist detailliert und gut designed; es gibt überall was zu entdecken. Selbst die unterirdischen Höhlen und Dungeons wirken nie langweilig. In höchsten Einstellungen sieht das Spiel super aus, vor allem die Überblend- und Wassereffekte sagten mir besonders zu. Die Tageszeiten und Vegetation sehen besonders realistisch aus und der Blick von einem hohen Punkt der Insel versetzt einen immer wieder in Staunen. Es kommt schon mal vor, dass man einfach stehen bleibt um die Aussicht zu genießen. Leider hat man auch manchmal das Bedürfnis schnell weiter zu gehen, weil einem die schlecht aufgelösten Texturen an einer nahen Felswand diese Stimmung wieder kaputt machen. Hinzu kommt das sich viele Charaktermodelle wiederholen und es allgemein sehr wenig Vielfalt an Gesichtern gibt - so kommt es häufiger vor, dass man jemanden trifft den man schon mal gesehen hat, da trug er aber noch einen anderen Namen :D Darüber sieht man aber schnell wieder hinweg, wenn man z.B. auf dem Weg in die Hafenstadt am Meer vorbei kommt und den Gezeiten beim arbeiten zuschaut...

Charakter- und Kampfsystem: 10/10 Punkte
Das Charaktersystem ist von aus vorherigen Gothic Spielen übernommen wurden. Das heißt, dass man sich durch Stufenaufstiege sogenannte Lernpunkte verdient. Diese kann man dann ausgeben, um Fertigkeiten und Grundwerte (Stärke, Geschick) zu verbessern. Die erlernbaren Talente teilen sich in primäre und sekundäre Fertigkeiten auf: primär sind Waffen- und Magiespezialisierungen wie beispielsweise Schwertkampf oder Eismagie, sekundäre Fertigkeiten sind z.B. Schlösserknacken und Alchimie. Waffenspezialisierungen sind wichtig, da man durch hochstufige Waffenfertigkeiten Combos lernt und Konterparaden ausführen kann, welche einem vielfältige taktische Möglichkeiten bieten. Taktik braucht man auch, denn allein durch stumpfes klicken kann man keine Gegner besiegen - ausweichen und parieren sind notwendig um im Spiel voran zu kommen. Beispielsweise sind Wölfe zu Anfang tödliche Gegner; sie kreisen den Spieler ein und versuchen so seine Verteidigung zu durchbrechen.
Magie können nur Magier anwenden, es sei denn, man hat eine Spruchrolle erbeutet. Spruchrollen können von jeder Klasse benutzen werden, sind allerdings auch nach dem benutzen verbraucht.
Die Itemvielfalt ist groß, darum ist es gut, dass das Inventar wieder unbegrenzt ist - so kann man alles aufsammeln was man auf seinen Streifzügen findet.

Atmosphäre: 10/10 Punkte
Die Atmosphäre ist eine der großen Stärken von Risen. Das Spiel wird untermalt von einem tollen Soundtrack, welcher abhängig von der grafischen Stimmung gewällt wird. Die Dungeons wirken durch Ambientsounds teils beklemmend und "gruselig" - man hört irgendwas im Umfeld kratzen und jaulen, weiß aber nicht wo und was es ist - toll! Neben dem tollen Soundtrack sind auch die Dialoge sehr gut gelungen. Der raue Umgangston des Helden passt wunderbar und es macht Spaß einfach nur mal zuzuhören wie sich ein Gespräch entwickelt.
Eine Stärke der Gothic Spiele waren schon immer die Tagesabläufe. Jeder NPC (Nicht-Spieler Charakter) hat seinen geregelten Tagesablauf, d.h. morgens steht er auf und geht arbeiten, abends zum Bier trinken in die Kneipe und danach schlafen. Das schafft viel Atmosphäre und belebt die drei schön gestalteten Hauptzonen (Hafenstadt, Vulkanfestung und Kloster).

Umfang: 10/10 Punkte
Risen ist groß, aber nicht riesig. Das hat mehrere Vorteile: man findet sich gut zurecht, hat Punkte an denen man sich orientieren kann; so fühlt man sich nicht so verloren wie in Gothic 3. Es gibt viele Geheimnisse und Verstecke zu erkunden - 40 Stunden Spielzeit sind durchaus drin, wenn man jede Ecke der Insel untersucht (ich hatte 34, würde mich aber auch Gothic Profi bezeichnen :D). Durch die Fraktionsauswahl hat Risen einen hohen Wiederspielwert, jede Klasse spielt sich komplett anders und hat andere Prioritäten. Hier kriegt man was für sein Geld!

Gesamt: 45/50 Punkte | Durchschnitt: 9
Risen ist Gothic. Es erbt die Stärken der ersten beiden Teile und lässt das Debakel um den Dritten in Vergessenheit geraten. Zwar fand ich hier und da einen Bug (z.B. konnte ich einen Torbogen nicht durchqueren, weil ich nach dem passieren auf einmal eine Etage höher war), darüber sieht man aber hinweg, denn Risen macht einfach Spaß. Der Charakterausbau und das durchaus fordernde Kampfsystem motivieren für lange Zeit. Andererseits sollte man nicht zu viel von der Story erwarten und einen gewissen "Entdeckergeist" mitbringen, sonst kann es nach einer gewissen Zeit doch langweilig werden.
Fans der Vorgänger kann ich nur raten zuzugreifen, allen anderen würde ich die Demo ans Herz legen um zu schauen ob das Spiel einem zusagt - generell kann ich aber eine Empfehlung für jeden aussprechen, der ein solides Fantasy Rollenspiel sucht. Wer noch mehr Informationen sucht, den verweise ich auf [...] - hier gibt es alles rund ums Spiel.

----> Das Spiel verwendet KEINE DRM Maßnahmen als Kopierschutz <----
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2010 11:52 PM CET


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