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Rezensionen verfasst von
Amazon Kunde "philippzieger"

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A Whisper of Dew
A Whisper of Dew
Wird angeboten von Disco100
Preis: EUR 22,95

3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ideenlos, 13. März 2003
Rezension bezieht sich auf: A Whisper of Dew (Audio CD)
Erst die zweite Platte und schon so ideenlos. Die Rede ist von Mandragora Scream, einer italienischen Gothic-Rock-Combo. In diesen Tagen bringen die fünf Musiker ihre Scheibe „A Whisper Of Dew" auf den Markt. Die CD glänzt nicht wirklich durch Einfallsreichtum. Schon das ewig lange, keyboardlastige Intro „Isserggia's Hope" weckt nur ein müdes Lächeln, danach ein müdes Gähnen. Immerhin weist das Lied schon den Weg, den die Italiener auf „A Whisper Of Dew" einschlagen. Es ist ein Konzeptalbum, welch glanzvolle Idee. Hintergrund der Geschichte, also der Texte auf dem Opus mit elf Stücken, ist eine Vampirstory - geschrieben vom spanischen Autor Julio Angel Olivares Marino. Die CD von Mandragora Scream erscheint zeitgleich mit dem Buch Marinos.
Eigentlich haben Vampirgeschichten etwas Schauriges an sich. Das schien Bandchefin Morgan Lacroix nicht inspiriert zu haben. Die elf Lieder sind durchgängig eintönig, einfältig, monoton. Es lässt sich kein Stück als Höhepunkt von „A Whisper Of Dew" herausfiltern. Auch die dünne gesangliche Leistung von Lacroix und ihrem Gesangeskollegen Terry Horn zieht keine Wurst vom Teller. Sie schmiegt sich an die leiernde Musik der restlichen Band an. Im Varieren ihrer Stimme ist die Sängerin auch kein wirkliches Talent, vor allem die tiefen Töne lassen die Nackenhaare sträuben. Das halb-balladeske „Crow's Love" ist auch vollends in die Hose gegangen, bei diesem romantischen Spektakel hören sogar die Kerzen auf zu flackern. Einzige melodische Atmosphäre schaffen noch die Keyboards, die dann wieder durch unsägliche Riffs und Soli der Gitarren unterbrochen werden. Es ist gewiss eine eigene Art von Musik, die Mandragora Scream praktizieren. Überzeugen können sie damit aber nicht.


Secrets of Life
Secrets of Life
Wird angeboten von frooomsounds
Preis: EUR 2,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Daumen hoch: Erstklassiges Debüt, 13. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Secrets of Life (Audio CD)
Ein Debüt der Extraklasse. Das lieferten die Schweden SOLITUDE mit „Secrets Of Life" ab. Vielleicht hat ihr Landsmann Yngwie Malmsteen Eindruck auf die Jungs gemacht. Ihr Power-Metal-Stil mit einem Schuss Progressive ist von hervorragenden Riffs geprägt, jedes Solo schmiegt sich auf den Punkt genau ins jeweilige Lied ein. Die sieben Jungs verstehen ihr Handwerk. Sieben? Man rechne: Ein Sänger, zwei Gitarristen, ein Schlagzeuger, ein Bassist und zwei Keyboarder. Ungewöhnlich für ein Band. Im Fall SOLITUDE haben die Synths einen sehr hohen Stellenwert und scheinen mit den Gitarren zu kommunizieren - beide musikalischen Elemente harmonieren gut miteinander. Es lässt sich aber nicht wirklich heraus hören, dass hier zwei Männer an den Tasten stehen. Dagegen gebührt dem Bassisten ein Lob, seine präzise Arbeit macht die Scheibe erste zum Hörgenuss.
Die zehn Lieder auf „Secrets of Life" machen Spaß und fressen sich ins Ohr hinein, auch bei Fans der härteren Gangart. Irgendwie lässt sich bei SOLITUDE eine gewisse Verwandtschaft mit SYMPHONY X nicht leugnen. Die sieben Schweden setzen aber auf klar strukturierte Lieder mit mehrstimmigen und sehr melodischen Refrains. Allen voran das fünfte Lied, „Anima" und Nummer sieben, „Raining Tears". Sänger Erik versteht es, sich in die bereits bestehenden Symbiosen aus Keyboards und Gitarren einzufügen. Seine klare und kräftige Stimme hebt sich von anderen Power-Metal-Kollegen mit glockenhellem Geschrei ab. Eriks Stimmlagen erinnern stark an Warrel Dane von NEVERMORE. Nicht nur das, das letzte Lied auf „Secrets Of Life", „Evil Sky", könnte genauso gut aus der Feder der amerikanischen Kollegen stammen: Druckvoll bis ins kleinste Detail. Kompliment.


A New Dimension of Might
A New Dimension of Might

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mächtiges Werk, 13. März 2003
Rezension bezieht sich auf: A New Dimension of Might (Audio CD)
Macht ist vielseitig. Macht hat einige Varianten. „A New Dimension Of Might" betiteln TRAIL OF TEARS ihr neuestes Werk. Keine Macht, dafür eine Vormacht haben die sieben Musiker aus Norwegen. Vormacht im Gothic-Metal-Bereich.
Seit ihrer letzten Scheibe „Profoundemonium" ist Cathrine Paulsen als festes Bandmitglied hinzugestoßen. Weise Entscheidung, Cathrine gibt „A New Dimension Of Might" eine eigene Note. Ihre gesangliche Leistung passt sich hervorragend an den Rest der Musik an. Hier sind Pro- und keine Antagonisten am Werk, wie bei anderen Bands dieses Genres der Fall. Denn Cathrines Stimme bildet mit der tief-grunzigen von Bandchef Ronny Thorsen eine wunderbare Symbiose. Für die klaren Vocals war auf dieser Scheibe Kjetil Nordhus zuständig. Die Norweger hätten keine bessere Wahl treffen können. Er reiht sich als Pendant seiner Kollegen am Mikro ein. Soviel zum Gesang. Dieser in Einheit mit den instrumentalen Fähigkeiten der anderen fünf Bandmitglieder lässt keine Wünsche offen; dieses Werk ist vielseitig, niemals langweilig, hat Ohrwurmmelodien.
Nach einer Weile des Hörens drängen sich Vergleichsbeispiele auf - gewollt, oder ungewollt. Hinter dem Mischpult saß kein geringerer als Terje Refsnes, der auch schon SIRENIA und SINS OF THY BELOVED den letzten Schliff gab. Das hört man auf der aktuellen TRAIL OF TEARS. Irgendwie sind Parallelen da, die Harmonien in den Übergängen sind im Ansatz bei den beiden anderen genannten Bands wiederzufinden. Nicht nur das, auch Sänger Ronny Thorsen könnte ohne Weiteres bei SIRENIA, SINS OF THY BELOVED, oder sogar TRISTANIA am Mikro stehen. Nichtsdestotrotz ist „A New Dimension Of Might" eine geniale Scheibe, es fehlt ihr an Nichts. Schon der Opener zeigt, wo's lang geht: In einem durch Chöre (männliche und weibliche Stimmen) untermalten, bombastischen Gothic Metal (Tipp: Zweites Lied). TRAIL OF TEARS setzen den Synthiesound perfekt und auf den Punkt genau ein, er avanciert sogar zum treibenden Instrument. Bestes Beispiel dafür „Crashing Down", das dritte Lied. Der Hauch von techno-typischen Elementen schwebt im Aufbau des Liedes mit und pusht es zu einem grandiosen Finale.
Der Vorteil an Ronny Thorsens Gesang ist, dass er nicht zwingend in den Vordergrund gestellt ist. Der Bandchef überlässt außer Cathrine Paulsen auch gerne mal Kjetil Nordhus den Vortritt. Caffeine (10. Lied), ein Cover von FAITH NO MORE, wird von ihm nämlich dominiert. Nicht nur dieser Song hat Hitcharakter. Eine rundum gelungene Scheibe, die aber an SIRENIA nicht ganz rankommt. Deren Sängerin ist dann doch noch einen Tick besser.
Interessant für Gothic-Metal-Fans dürfte die kommende Tour von TRAIL OF TEARS sein: Zusammen mit SIRENIA. Zwei der derzeit besten ihres Genres an einem Ort und an einer Stelle. Ein mächtiges Gespann.


Candra
Candra
Preis: EUR 37,62

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausdauer gefordert, 20. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Candra (Audio CD)
Die polnischen Bands machen es vor mit Frauen am Mikro. Eine Band darunter ist MOONLIGHT mit ihrem siebten Output „Candra". Warum diese Band bisher noch kein größeres Aufsehen erregt hat, ist ein Rätsel. Maja Konarska weiß zu gefallen, sie steht mit ihrer Stimme an vorderer Spitze der Sängerinnen in der Metal-Szene. Sie passt sich hervorragend dem Gothic-Metal der Band mit sehr psychedelischem Touch an. Vor allem die ruhigeren Passagen in den acht Stücken lassen die Gedanken auch ohne Drogenkonsum über eine grüne Wiese mit bunten Schmetterlingen schweben. Eine wahnsinnige Stimmung, die MOONLIGHT schaffen können. Stellenweise lassen sie sogar THE GATHERING damit blass aussehen, die ja bekannt sind für psycho-melancholische Klänge. Doch weniger ist manchmal mehr. „Candra" wird mit jedem Lied monotoner, einfach zu ruhig, es mangelt mit wenigen Ausnahmen an Abwechslung. Aufhören lässt das achte und letzte Lied wieder, „Goodnight". Wie der Name schon verrät ist es eine wunderschöne Ballade, Majas Stimme wird untermalt von Violine und leichten Keyboardklängen. Insgesamt setzen MOONLIGHT ihre Synthies wohl weislich nie zu aufdringlich ein. Sie ergänzen die meist nur sehr leicht verzerrten Gitarren gut. Eine gute Scheibe, die Ausdauer erfordert.


Eternity
Eternity
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 24,95

5.0 von 5 Sternen Gelungene Symbiosen, 20. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Eternity (Audio CD)
Die Holländer THE GATHERING und WITHIN TEMPTATION bekommen Konkurrenz aus dem Osten: DELIGHT aus Polen haben mit „Eternity" ihren dritten Longplayer hingelegt und der kann sich mehr als hören lassen. Allen voran steht Sängerin Paulina Maslanka. Ihre Stimme passt sich hervorragend an den Rest der Musik an, eben nicht weit von den ersten beiden genannten Bands entfernt. Die Betonung bei dem Silberling liegt auf Sphäre, die eingängigen Keyboardlinien tun ihr Übriges dazu. Doch im Gegensatz zu manch anderen Bands kommen diese Klänge nicht synthetisch daher, sondern vermitteln den Eindruck, dass wirklich Streicher im Hintergrund mit den Bögen streichen, oder jemand die Harfe zupft. Ein Verdienst der fetten Produktion.
„Eternity" beginnt mit einem eingängigen Gitarrenriff, schon fast an Hardcore erinnernd. Doch sobald Paulina mit ihrer Arbeit beginnt, sind alle Gedanken an die ruppigere Gangart des Metals dahin. Es bleibt bei der Mischung aus Gothic und Progressive. Einer der Höhepunkte ist das vierte Lied, „Spring Day". Sägende Gitarrenriffs wechseln sich mit melodisch-harmonischen ab, bedrohliche Keyboardlinien gehen in sphärisch-liebliche über. Gelungene Symbiose. Auf die Tube drücken DELIGHT im sechsten Lied, „I Promise", beim gefühlvollen „Whale's Lungs" und dem balladesken „The Sun" kommen Paulinas Gesangsqualitäten voll zum Einsatz. Sie steht Anneke von Giersbergen und Sharon den Adel in Nichts nach. Hut ab.


Nordland I (Ltd.ed.)
Nordland I (Ltd.ed.)

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es wird Zeit für was Neues, 16. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Nordland I (Ltd.ed.) (Audio CD)
Zu BATHORY braucht man nichts mehr zu sagen, sie gehören zum Metal wie der CD-Player im Auto. Immerhin gibt es die Band um Quorthon schon seit 1983, ein Jahr später erschien der gleichnamige Longplayer in doch bescheidener Qualität. Lange brauchte es aber nicht, bis die Schweden Kultstatus erreichten. Spätestens mit „Blood Fire Death" (1988), „Hammerheart" (1990) und „Twilight Of The Gods" (1991) ist die Band aus vielen CD-Sammlungen mancher Metaller nicht mehr wegzudenken. Ab diesem Zeitpunkt lösten sich Quorthon und seine immer wechselnden Mitstreiter vom Death Metal und kreierten ihren eigenen Viking-Metal-Stil. Nun ist das zwölfte reguläre Album (mit Ausnahme von Side-Projekten und Best-Offs) „Nordland I" erschienen. „Nordland II" soll demnächst erscheinen. Bei BATHORY hat sich nichts geändert. Immer noch setzt Quorthon (Gesang und Gitarre) mit Unterstützung von The Boss auf seine typisch nordischen Chöre, die „rufende" Gitarre und seinen rauhen Gesang. Er versucht mit seiner Stimme aber zu variieren, was ihm nicht ganz gelingt. Mal klingt er wie Mille Petrozza von KREATOR (4. Lied), mal eher gefühlvoll wie einer aus der Nickelback-Ecke (5. Lied). Diese Mischungen passen nicht zum Rest der Musik.
Auch auf „Nordland I" trampeln plötzlich Pferde durch die heimische Wohnstube und das Meer rauscht hinterher. Stimmung kann er mit seiner Musik erzeugen, der Chef von BATHORY, als ob man wirklich irgendwo im Nordland in einer einsamen Bucht sitzt. Doch es ist halt nichts Neues, die Riffs hat man auf irgend einer anderen BATHORY-Scheibe schon mal gehört. Bestes Beispiel ist das vorletzte Lied „Mother Earth Father Thunder". Man nehme „Father To Son" von der Scheibe „Hammerheart" her und merke die Ähnlichkeit. Mit „Ring Of Gold" ist Quorthon wieder eine ganz nette Ballade gelungen, sie kommt aber an das Lied „Hammerheart" von „Twilight Of The Gods" nicht ran. Einziger Ausbrecher aus dem eher schleppend langsamen Album ist „Broken Sword". Doch auch dessen Melodielinien tauchten irgendwann schon mal bei BATHORY auf. Es wird Zeit für was Neues.


Away from the Sun
Away from the Sun
Preis: EUR 6,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Runter vom Gaspedal, 17. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Away from the Sun (Audio CD)
Irgendwie ist das so eine Sache mit 3 DOORS DOWN. Die Debüt-Scheibe „The better Life" war genial, über fünf Millionen Alben haben die vier Amis verkauft. Manch andere Band versucht in dieser Situtation, solch einen Erfolg zu toppen und lässt sich auf Kommerz ausgelegte Melodielinien ein. Bei 3 DOORS DOWN ist das anders. Anstatt sich in die Richtung der grad angesagten Nu-Metal-Schiene weiter zu bewegen, um Geld und Ruhm zu scheffeln, bleiben die Musiker bei ihrem Stil. Das spiegelt sich im neuen Werk „Away from the Sun" wider, das sich hören lassen kann. Es kommt aber nicht ganz an das Debüt nicht ran. Die elf Lieder sind eine Spur ruhiger. Trotz der schnellen, gitarrenlastigen Passagen rocken sie weniger, es überwiegen die gefühlsbetonteren Stellen. Nur selten legen sie den Verzerrer für ihre Gitarren um. Kein Stoff zum Mithüpfen auf Konzerten. Das macht die Scheibe phasenweise eintönig. Doch zum Glück gibt's Brad Arnolds Stimme, das Markenzeichen der Band. Er reißt die negativen Seiten von „The better Life" raus, macht sie zum Großteil zu Ohrwürmern. Der Opener „When I'm gone" drängt sich dem Hörer als bestes Stück auf. Eine Mischung aus melancholischen und eingängig treibenden Gitarrenlinien, wie man es von 3 DOORS DOWN gewohnt ist. Nicht zu verachten ist auch „Here with you". Eine Ballade mit viel Gefühl, reduziert auf Arnolds Stimme und romantischen Orchesterklängen. Etwas für die kalten Wintertage. Nach mehrmaligen Hören entwickelt sich „Going down in Flames" zu einem kleinen Highlight. Irgendwie erinnert es von der Melodie und den Riffs her an BAD RELIGION. Das Fazit: Gut, aber nicht so gut wie das Debüt.


Red Shift
Red Shift
Wird angeboten von Disco100
Preis: EUR 18,95

3.0 von 5 Sternen Im Regen stehen gelassen, 10. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Red Shift (Audio CD)
Es gibt Scheiben, die sind eigentlich technisch perfekt. Es stimmt die Produktion, es stimmt die Harmonie der einzelnen Elemente, es stimmen die Melodielinien. Beim ersten Hören würde der Metalfreak dann sagen: „Wao, genial". Ab dem zweiten Genuss würde er aber grübeln, was ihn an dieser Scheibe stört. Solch ein Werk ist Red Shift von ASGAROTH. Den Musikern lässt sich eine Kompetenz nicht absprechen, was die Beherrschung ihrer Instrumente angeht. Jedes Detail passt auf das andere abgestimmt. Weit im Vordergrund steht das Keyboard, das zuweilen an die bedrohlichen Rhythmen der alt-ehrwürdigen NOCTURNUS erinnert - ASGAROTH steht dahin gehend in Nichts nach. Sie bleibt aber eine schwere Kost, die Scheibe der Spanier. Von Ohrwurmmelodien ist keineswegs zu sprechen bei dem nicht rein definierbaren Stil. Irgendwo bewegt er sich zwischen Doom und Cyber.
Die fünf Musiker lassen den Hörer regelrecht alleine. Geniale Melodien verlaufen im Nichts, anstatt den Metaller weiter hineinzuziehen, ihn ins Geschehen zu holen. Bestes Beispiel ist Lured Decoy, das zweite von elf Liedern. Der Song steigert sich langsam, beginnt mit einem vielversprechenden Chor. Doch dann bleibt der Käufer dieses Werks im Regen stehen, auf ihn prasseln zuviele Elemente hernieder und verwirren ihn. Dieses Gefüge findet sich bei fast jedem Stück wieder. Es ist eben eine CD, die sich nicht einfach mal so neben dem Aufräumen der letzten Party hören lässt. Für sie muss man sich Zeit nehmen, bei ihr geht es um die Musik. Der sich abwechselnde schreiend-kreischend-rauhe Gesang ist aufs Nötigste minimiert. ASGAROTH hätte gut daran getan, ihre technisch perfekte Spielfreude zugunsten einer geraude aus gerichteten Gesangsführung zurück zu schrauben. Dennoch ist sie für Freunde der genialen Keyboardklänge mehr als ein Reinhören Wert.


At Sixes and Sevens
At Sixes and Sevens
Preis: EUR 16,97

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 4. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: At Sixes and Sevens (Audio CD)
Morten Veland ist ein Meisterwerk gelungen. Er hat das geschafft, was er in Jahren zuvor als Chef der Gothic-Metaller Tristania nicht hingebracht hatte: Ein fast zu hundert Prozent perfektes Album abzuliefern. Und das, At Sixes and Sevens, läuft unter dem Bandnamen Sirenia, wie Veland sein neues Projekt nach dem Ausstieg bei Tristania genannt hat.
"Es ist eines der besten Stücke, die ich geschrieben habe", lobt sich der Gitarrist und Sänger selbst mit Blick auf den Opener von At Sixes and Sevens. Es stimmt: Melodielinien, wie das besagte Stück Meridian aufweist, sind auf all den Tristania-Scheiben nicht zu finden. Bombast lässt sich dazu sagen, denn Veland setzt auch bei Sirenia auf gemischte Chöre, weibliche Stimme, Violine, geniale Keyboard-Arrangements und eine Menge Atmosphäre. Dass At Sixes and Sevens zu solche einem Meisterwerk gelungen ist, mag auch an der Auswahl der glänzenden Musiker liegen, die Veland bei der Realisierung des Projekts unterstützt haben. Für die weiblichen Stimmen zeichnet Fabienne Gondamine verantwortlich, die sich perfekt in Einklang mit der restlichen Musik bringen kann. Stellenweise erinnert sie an Lacuna Coils Cristina Scabbia. Produzent Terje Refsnes, der unter anderem mit Tristania und Sins of thy beloved zusammen arbeitet, hätte sie aber noch etwas mehr in den Vordergrund stellen können. Ihre Stimme kommt leicht blechern rüber, im Gegensatz zu Mortens Vocals, die ja schon aus Tristania-Zeiten bekannt sind.
Ein Meridian ebenbürtiges Lied ist Sister Nightfall, eindeutiger Anspieltipp auf der Platte mit selten romantische Melodielinien. Markant ist das Violinenspiel, das der Platte At Sixes and Sevens erst eine außergewöhnliche Note verleiht. Auch sonst hat Veland nicht auf weitere Effekte wie Gockenschläge verzichtet. Hoffentlich nehmen sich in Zukunft Tristania und Sirenia nicht gegenseitig den Wind aus den Segeln.


The Cold White Light (Limited Edition)
The Cold White Light (Limited Edition)
Wird angeboten von HOZ-Records
Preis: EUR 18,89

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In den Schatten gestellt, 17. Mai 2002
Sentenced hat es wieder mal geschafft. Die neue Scheibe lässt keine Wünsche offen, was den Einfallsreichtum der Finnen betrifft. Zum Glück kommt auf The Cold White Light Sänger Villes Stimme wieder besser zur Geltung als auf der doch etwas statisch wirkenden Crimson. Den Vorgänger haben die fünf Jungs mit ihren neuen Werk in den Schatten gestellt. Cross My Heart And Hope To Die ist ein guter Einstieg in das nicht Themen orientierte Album. Der Song wechselt zwischen ruhigen und Spannungs geladenen Passagen ab. Kracher sind auch Excuse Me While I Kill Myself und vor allem You Are The One, einem Ohrwurm sondersgleichen. Musikalisch hat sich bei Sentenced nicht viel geändert. Die Gitarre bestimmt immer noch den schon fast Rock n'Roll lastigen Sound der Band. Dabei vergessen die fünf Finnen aber nie die melodiösen Riffs mit romantischen Anleihen. Mit Guilt and Regret wagen sie sich an eine Ballade, deren Pianoklänge nicht besser mit Ville Laihialas Stimme harmonieren könnte. Mit zu den stärksten Songs auf dem Silberling zählt zweifelsohne The Luxury Of A Grave. Mit so einem starken neuen Album in der Tasche haben Sentenced die besten Anleihen, ihren Ruf als beste Live-Band zu verteidigen.


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